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Thema: Wie schützt ihr euren Hund vor aggressiven Artgenossen?

  1. #1
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    Wie schützt ihr euren Hund vor aggressiven Artgenossen?

    Hallo zusammen!

    Ganz ehrlich: Bisher habe ich mir kaum Gedanken zu dem Thema gemacht, weil mein Diego eigentlich mit fast allen anderen Hunden ausgekommen ist und den wenigen, die er nicht mochte, einfach stoisch aus dem Weg gegangen ist. Außerdem sind die meisten Hunde, denen man unterwegs begegnet zum Glück freundlicher Natur. Nun ist es leider so, dass ein älteres Paar aus der Nachbarschaft sich einen Schäferhund aus dem Tierheim zugelegt hat, der deutlich zu viel Power für die beiden hat. Innerhalb von nur einem halben Jahr wurde aus einem jungen, dynamischen Hund so ein unausgelasteter, aggressiver Hund.

    Bisher haben wir die Konfrontation vermieden, indem ich einfach mit Diego einen anderen Weg gegangen bin, wenn ich sie kommen sah - oder aber ein paar schritte in den Wald gegangen bin, wenn kein anderes ausweichen möglich war (der andere Hund springt und führt sich an der Leine so auf, dass man nicht einfach an ihm vorbei gehen kann). Zuletzt hat er sich aber losgerissen und auf Diego (mind. 10 meter entfernt, neben mir, angeleint, im Sitz, dem anderen den Rücken zugewandt) gestürzt. Er hat ihn sofort am Hals gepackt, ich hab im Reflex zugetreten und ihn so recht schnell zum loslassen gebracht - dennoch hatte Diego etwas Blut am Kragen, war aber zum Glück nur ein Kratzer. Diego hat seitdem (verständlicherweise)etwas Probleme, wenn ein anderer Hund zu schnell auf hin zu kommt, vor dem anderen hatte er zunächst panische Angst, mittlerweile bellt er ihn an, wenn er am Grundstück vorbei geht (allerdings haben wir Hinterhoflage, dadurch ist immer noch ein Grundstück und 2 Zäune zwischen den beiden und ich arbeite gerade daran, ihm das wieder abzugewöhnen).

    Was aber schlimmer ist: Ich merke, dass ich seitdem im Wald immer Angst habe, das so etwas noch einmal passiert, zumal seit ein paar Wochen auch ein ziemlich riesiger Hund mit Maulkorb und dafür ohne Benehmen von seinem Besitzer durch unseren WAld gezogen wird und es auch noch einen anderen problematischen Schäferhund gibt (naja, auch da ist eigentlich eher der Besitzer problematisch....). Ich mein: Diego hört aufs Wort, ist jederzeit abrufbar und definitiv nicht aggressiv - aber was, wenn sowas noch einmal passiert? Ich denke nicht, dass ich mich in diesem ersten Fall richtig verhalten habe, wüsste aber auch keine andere Alternative, zumal der andere gut 10 Kilo mehr wiegt wie meiner, völlig aus dem nichts aggressiv ist und auch kein normales SOzialverhalten zeigt, so dass normales "die klären das untereinander" nicht zu erwarten ist (zumal er mittlerweile auch andere Rüden heftig angegangen hat).

    Kennt jemand von euch das Problem? Und wenn ja: Wie löst ihr es? Ich mein: Streng genommen soll man ja nicht eingreifen, wenn Hund kämpfen - aber ich will meinen auch nicht kaputtbeißen lassen... Wie schützt Ihr eure Hunde gegen aggressive Artgenossen?

  2. #2
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    Ganz ehrlich - ich hätte es genauso gemacht , dieses "auskämpfen" lassen halte ich oft nicht für praktikabel gerade wenn einer körperlich unterlegen ist. Wenn ich noch mitbekomme das einer auf uns zustürzt würde ich wohl brüllend dazwischengehen bevor es zum "Kontakt" kommt um den Angreifer erst mal zu unterbrechen . Leider geht es ja oftmals so schnell das man diese Alternative gar nicht ergreifen kann.

    Hast du mit den Schäferhundbesitzern über den Vorfall gesprochen ?? Ich stell mir da immer vor das ein Kind, Jugendlicher mit einem Hund unterwegs ist und dem das passiert . Sicher würde ich sie nicht gleich anzeigen, aber ihnen schon klar machen das sie eindeutig dafür sorgen müssen das nichts schlimmes passiert , eine Hundeschule z.B. um den Hund in den Griff zu bekommen.

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  3. #3
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    Ich kenne die beiden schon länger, mit dem vorgänger-Hund (einem alten Husky-Schäfer-Mix) ist diego auch gut klar gekommen, bis er letzten Winter gestorben ist. Der "neue" ist meiner Meinung nach eben einfach der Falsche Hund für die beiden... Entsprechend habe ich auch bei der nächsten gelegenheit direkt offen das Gespräch mit Ihnen gesucht. Die Frau hat mir ihre Hand gezeigt (zwei Finger waren so blau, dass sie schon fast schwarz waren) - natürlich habe ich da auch etwas mitleid. Finde aber, dass das eher ein Grund ist, warum die beiden dringend handeln sollten - was, wenn der Winter kommt, glatteis ist und er einen von den beiden (beide 60+) umreist? Sie können ihn ja schon jetzt kaum halten...
    Was mich aber wirklich wurmt ist, dass sie sich gegen Lösungsvorschläge total sperren. Sie wiegeln alles ab, indem sie sagen, dass sie ja schon in die Hundeschule gehen - nur dass das eben nicht bringt, sondern sich die situation kontinuierlich verschärft... mit anderen Worten: Bei dem anderen Hund wird sich wohl in nächster zeit nichts ändern lassen (außer vllt. in negative Richtung...), weshalb ich umso mehr bange habe, dass er sich meine Diego irgendwann mal richtig vornimmt und ich ihn nicht schützen kann...

  4. #4
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    Dann wäre zumindest ein Maulkorb angeraten damit er wenigstens das Gebiss nicht einsetzen kann , gibt den Besitzern ja eventuell auch ein bischen mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem Hund. Irgendwann wird sonst etwas schlimmeres passieren und dann werden die Folgen für Hund und Besitzer nicht so einfach wegzureden sein (von dem wahrscheinlichen Opfer mal gar nicht zu sprechen )

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  5. #5
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    Ja, "wegreden" ist genau das richtige Wort... Mich ärgert die fehlende Einsicht und der irrige Glaube, dass das Fehlverhalten gesühnt ist, weil die Besitzer selbst ja auch Schaden davon getragen haben... Anzeigen will ich aber auch noch nicht, schließlich sinds halt immer noch sowas wie Nachbarn - böses Blut möchte ich da nach Möglichkeit vermeiden.

    Wie schon gesagt, ich merke eben einfach, dass ich durch den Vorfall selbst an Sicherheit verloren habe und bin jetzt auf der Suche nach Verhaltensweisen, die mir wieder mehr Sicherheit geben - oder zumindest das Gefühl, im Notfall eingreifen zu können. Schreien ist auf jedenfall immer gut, die meisten Hunde lassen sich da dann doch gut beeinflussen - vorrausgesetzt, man ist schnell genug. Aber ansonsten? Es gibt da wohl noch sog. Breaking-Sticks, aber die sind wohl eher gedacht, wenn sich ein Hund verbeißt - was bei den meisten Rassen ja eher ungewöhnlich ist. Hab auch schon überlegt, ob ich in Zukunft ein Pfefferspray für den Notfall in den Wald mitnehme... Obwohls dann den eigenen Hund vermutlich auch trifft, wenns zum Einsatz käme... Optimal ist das dann wohl auch nicht. Naja. Aber irgendwas muss es doch geben, gegen das Gefühl, nichts tun zu können.

  6. #6
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    Also Pfefferspray halte ich echt für grenzwertig und vor allem bringst du dich und deinen Hund damit auch in Gefahr, wenn der Wind in deine Richtung steht kann das böse für dich ausgehen.

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  7. #7
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    Oha, sehr unschöne Situation. Ich hatte die Situation leider auch schon einmal, als ein Schäferhund völlig aus der Kalten unter seinem Grundstückszaun durchkam und den Welpen, mit dem ich unterwegs war, angriff - da habe ich auch den Fuß benutzt, ging damals einfach nicht anders. Die Besitzer standen dann prompt bei mir auf der Matte und beschwerten sich, ich hätte ihren Hund getreten. Na, denen hab ichh den Marsch geblasen!

    Ich würde es zuerst mit einer Wasserflasche (Sportflasche, mit denen kann man gut spritzen) versuchen, oder mit einer Rasselflasche (Plasteflasche mit Kieselsteinchen). Einmal kräftig gespritzt bzw. richtig laut geschüttelt sollte den anderen Hund unterbrechen und dir zumindest Zeit geben, vor deinen Hund zu kommen, dich groß zu machen und den anderen anzubrüllen. Wenn das Rasseln nicht hilft, kann man die Flasche in letzter Not auch kurz vor den angreifenden Hund werfen, nur treffen sollte man nicht.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

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  8. #8
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    Aber wer nimmt ernsthaft auf jedem Spaziergang eine Spritzflasche oder Rasselflasche mit , man trifft ja nicht regelmässig solche Hunde

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  9. #9
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    Eine Überlegung ist es trotzdem wert. Die Rasseldose lehne ich zwar persönlich ab, weil mein eigener Hund da zu sensibel ist. Aber eine o,5er Flasche könnte noch in meine Hunde-Bauch-Tasche passen... Ich muss mal eine besorgen, mit der das geht, weil ich daheim nur die von Tupper habe, die für sowas nicht so toll geeignet sind Zumindest für ne Weile, damit ich MEINE Nervosität auch mal wieder in den Griff krieg, bevors noch zu sehr auf meinen Schatz abfärbt...

  10. #10
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    Ich kenne solche Situationen auch und hasse sie!! Die Uneinsichtigkeit der Leute ist einfach empörend!! Mein Hund ist ein Lamm, tut keiner Fliege was. Um aber weiterhin solche Situationen zu meiden, bleibt einfach nichts anderes übrig, als mir den Hund zu schnappen und mit dem Auto weit ins Feld zu fahren, wo ich auf mehrere Hundertmeter Sicht habe und so schon im Vorfeld reagieren kann. Eigentlich traurig, dass ich mit meinem absolut verträglichen Hund so etwas auf mich nehmen muss, aber um ihn zu schützen, ist es mir das wert. Traurig!

  11. #11
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    Zitat Zitat von OESFUN Beitrag anzeigen
    Aber wer nimmt ernsthaft auf jedem Spaziergang eine Spritzflasche oder Rasselflasche mit , man trifft ja nicht regelmässig solche Hunde
    Nein, aber wenn ich vorher weiß, dass in der Gegend ein äußerst aggressiver Hund unterwegs ist, dann schon. Ich möchte mir nämlich nicht von uneinsichtigen Hundehaltern vorschreiben lassen, wo ich spazieren gehe
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  12. #12
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    Ich hab den hier: http://www.google.de/imgres?imgurl=h...IVhqZyCh3SBQi2

    Laufgürtel mit Trinkflasche von Tchibo (kommt sich jetzt nicht mit ZP quer, oder).

    Ist Bulles Trinkflasche für unterwegs.

    Einen richtig aggressiven Hund wird man aber weder durch Sprühen noch durch Rasseln abwehren können. Da tendiere ich eher zu was anderem, weil zusehen würd ich sicher auch nicht.
    LG
    Iris

    *Was mich nicht glücklich macht, kann weg*

  13. #13
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    Boah, jetzt hab ich schon meine Morgendliche Laufstrecke massiv verlegt, damit ich dem anderen nicht mehr begegne, weil wir früh zur selben Zeit draußen sind (leider nicht zu ändern). Hab mir ein übersichtliches Waldstück ausgewählt, wo die Bäume licht stehen, so dass man relativ weit sehen kann. Da muss ich zwar am Hinweg zunächst ein Stück durch die Stadt, um eine Begegnung zu vermeiden, aber am Heimweg kann ich dann wieder die gewohnte Strecke durch den Wald nach Hause (der andere geht bei weitem nicht so lange wie wir und ist schon zuhause, wenn wir das heimische Revier betreten). An sich schon ärgerlich, wenn man direkt am Wald wohnt und dann trotzdem durch die Stadt läuft, um EINEN EINZELNEN Hund zu meiden - was tut man nicht alles für seinen Liebling .

    Aber jetzt haben die anderen Ihren Weg scheinbar auch geändert - jedenfalls waren Sie heute auch da - zum Glück habe ich Sie schon auf die Entfernung gesehen (der Vorteil des Terrains) und konnte direkt umdrehen. Der andere hat uns auch entdeckt und noch ewig nachgebellt - Gottseidank hatte ihn Herrchen an der Leine, der kann ihn wenigstens bei sich halten - und mein Diego ist fast panisch ab. Ehrlich: Ohne Spritzflasche geh ich nicht mehr in den Wald! Die von Tschibo gibts leider nicht mehr, hab mir übergangsweise eine kleine Kindertrinkflasche (0,33) besorgt, hoffe ich hab die dann auch schnell genug griffbereit, wenns mal wieder soweit ist...

  14. #14
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    Ich hatte gerade noch die Idee, deinem Hund jetzt in der kalten Jahreszeit eine Weste überzuziehen. Wenn es doch zum Zusammenstoß zwischen den Hunden kommt, erwischt es zuerst die Weste und nicht deinen Hund. Und den Schaden kannst du den Besitzern des anderen Hundes in Rechnung stellen.

    Ansonsten drücke ich die Daumen, dass die Spritz- und/oder Rasselflasche schon hilft.
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  15. #15
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    @Moirah
    das Problem kenn ich auch....
    Ich hab zwar einen großen Hund der sich auch wehren konnte, aber ich wollte ihn einfach schützen.
    ich habe immer eine "Wurfkette" dabei gehabt. ca 50cm langes Stück 1cm dicke Metallkette. Die kam auch ein paar mal zum Einsatz. Dem angreifenden Hund vor die Füße werfen. Über Teer rutscht die besonders gut. Hat uns geholfen.
    Danach hatte der Besitzer des anderen Hundes verstanden dsa ich dsa ganze ernst meine.
    Tat mir zwar Leid aber Schutz meines Hundes geht vor wenn der andere 2-beiner garnicht reagiert sondern seinen "machen lässt"...

    Drücke die Daumen das Du eine lösung findest.

    P.S. Pfefferspray ist abzuraten. Es gibt Hunde die dann durch den Schmerz erst richtig aufdrehen und nur noch um sich tackern.
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  16. #16
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    Danke. Ich finds halt irgendwie traurig, wenn andere Hundebesitzer so absolut kein Interesse daran zeigen, ihren Hund sozialverträglich zu erziehen... Diego hatte vor kurzem auch eine Phase, in der er gedacht hat, er müsse andere intakte Rüden anknurren - ich denke, das ist ein stückweit normal in dem Alter, zumindest hatten das meine bisherigen Rüden auch. Aber wenn man seinen hund da konsequent korrigiert, dann lernt er eigentlich sehr schnell, dass
    -freundliche Begegnungen erwünscht
    -Ignorieren des anderen hundes akzeptiert
    -und aggressives Verhalten inakzeptabel ist
    und siehe an: keine 2 Wochen später war Diego wieder nett zu jedermann. Da kommt mir immer die Galle hoch, wenn irgendwer dreist behauptet, Rüden wären nun mal "so" und es wäre "normal", dass sie andere Rüden angreifen... Aber das sind dann normalerweise die selben, die ihren Rüden nicht mehr halten können, wenn ein läufiges Weibchen auftaucht...

    Aber zumindest entspannen wir beiden uns langsam wieder: Diego fängt endlich wieder an, mit anderen Hunden zu spielen (etwas zögerlich noch, aber immerhin) und ich habe mir jetzt angewöhnt, ihn vor jeder uneinsehbaren Kreuzung absitzen und auf mich warten zu lassen, eine Spritzflasche für den Notfall dabei zu haben und den rasselnden Schlüsselbund als potentielles "Wurfgeschoss" am Hosenbund zu tragen. Ich glaube zwar nicht, dass ich im Zweifelsfall schnell genug wäre, aber es ist zumindest ein beruhigendes Gefühl.

  17. #17
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    Hallo Moirah,
    weißt du denn, in welche Hundeschule die beiden mit ihrem Hund gehen? Womöglich wird ihnen dort so ein Blödsinn erzählt - solche Hundeschulen gibt es ja leider Gottes immer noch. Vielleicht kannst du ihnen eine alternative Schule empfehlen. Ansonsten würde ich ihnen an deiner Stelle klarmachen, dass du, sollte es noch einmal zu einem Zusammenstoß kommen, direkt zum Tierarzt fahren wirst, um deinen Hund checken zu lassen, und den beiden die Rechnung schickst. Bei manchen Leuten hilft es, wenn es ans Geld zu gehen droht.

    Auf jeden Fall ist es gut, dass ihr euch wieder entspannen könnt. Das Problem ist nur, wenn es jetzt doch wieder zu einer Konfrontation kommt, wird es beim nächsten Mal noch viel länger dauern, bis ihr das überwindet. Insofern würde ich schon härtere Bandagen auffahren (gegen die Zweibeiner, nicht gegen den Hund).
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  18. #18
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    Hallo zusammen! Jepp, sie gehen zu der Hundeschule, die mit dem Tierheim zusammenarbeitet, aus dem sie ihren Hund haben, weil sie da Rabatt bekommen. Leider ist das (in meinen AUgen) keine gute Hundeschule: Sie arbeiten recht isoliert (also ohne einbezug natürlicher Situationen, wie ich es von guten Hundetrainern kenne, die auch mal mit der Hundegruppe in die Stadt/auf einen Ausflug gehen, um zu trainieren), zudem empfehlen Sie Hilfsmittel, die ich wahrhaft nicht gut heißen kann (z.B. ein Geschirr, dass einschneidet, sobald der Hund zieht. Das Ergebnis in genanntem Fall: Der Hund zieht trotzdem, nur tuts ihm jetzt weh, weshalb er sich nun kaum noch anleinen lassen will... SUPER *ironieOFF*). Eine Bekannte aus dem Wald hat schon versucht, Ihnen ihre Hundetrainerin (sehr versiert und meiner Meinung nach auch nicht so extrem teuer) zu empfehlen, leider ohne Erfolg. Ich habe auch schon angemerkt, dass es vielleicht nicht die richtige Schule für sie ist - aber hilft nix: Die beiden wollen davon nichts hören und der Hund wird immer krasser.
    Ich geh ihm ja mittlerweile so weitläufig wie möglich aus dem Weg (zum Glück haben sie weitgehend feste Gassizeiten), aber von anderen Waldbekanntschaften habe ich jetzt schon mehrfach gehört, dass er mittlerweile auch andere Hunde (bevorzugt Rüden) "bejagt". Bisse gab es zwar keine mehr, liegt aber wohl daran, weil er mittlerweile durchgängig vom stärkeren Herrchen geführt wird, dass die Leine nicht so leicht fallenlässt wie Frauchen. Es gab sogar schon mehrfach Situationen, bei denen er zum Beschnuffeln herangelassen wurde, zunächst freundlich aufgeregt gewirkt hat, dann aber plötzlich die Lefzen gezogen und zugeschnappt hat. Mit anderen Worten: Ich bin längst nicht mehr die einzige, die den dreien aus dem Weg geht... Wenn das so weitergeht, dauerts nicht mehr lange, bis es von "unangenehm" in "gefährlich" übergeht. Trotzdem bleibt nichts anderes, als abzuwarten und zu hoffen, dass es in diesem Jahr weniger Glatteis gibt, als im letzten...

  19. #19
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    O Mann, das klingt übel Vielleicht solltst du dich dann doch ans Ordnungsamt wenden und den Fall melden. Ich meine, nachbarschaftliche Rücksichtnahme schön und gut, aber wenn die Situation derart - und so schnell - eskaliert, nützt es ja nix, wenn du nur zurücksteckst. Versuch andere Hundebesitzer zu finden, die schon Zusammenstöße mit dem Hund hatten und deine Aussagen bestätigen können. Wenn ihr Glück habt, reagiert das Amt, bevor ein Mensch zu Schaden kommt, und nimmt den Leuten den Hund ab. Ist zwar Scheiße für den Hund, der ja eigentlich nichts dafür kann, aber besser als wenn es zu ernsthaften Verletzungen kommt. Denn dann wird er wahrscheinlich eingeschläfert und hat gar keine Chance mehr.

    Und wenn die Hundeschule mit solchen Methoden arbeitet, die zu derartigen Ergebnissen führen, würde ich denen auch mal das Veterinäramt auf den Hals hetzen

    Gah, das regt mich gleich wieder auf. Warum gibt es nur immer noch so viele dumme und grausame Menschen, die gegenüber Tieren ihre Überlegenheit ausspielen müssen und sich nicht einmal die Mühe machen können, ihre Tiere wenigstens ansatzweise zu verstehen? Das ist doch wirklich nicht so schwer...
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

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  20. #20
    Hannelore Guest
    Ich hatte das Problem vor ein paar Jahren mit einem Schäferhund-Mix, der meist immer unangeleint lief und der es jedesmal auf einen meiner 3 Hunde abgesehen hat. Er hat sich immer Denjenigen "rausgepickt", der am weitesten von den anderen Beiden stand. Einmal hat er sich meinen Mops geschnappt und die Besitzerin rief mit säuselnder Stimme: Monty Schätzchen, laß das Hündchen los, Monty-Schätzchen hörte und sah aber nix. Ich gestigulierte zuert mit meinen Armen und lautem Rufen, alles hals nix, da mein Mops zitternd und wie erstarrt dastand, griff ich nach meinem Pfefferspray und er hat kurz einen Sprühstoß auf die Nase bekommen. Das half. Die Besitzerin war natürlich entrüstet und fragte, was das sei. Ich sagte, da sie ja nicht in der Lage sei, sich ihren Hund zu schnappen und ich mir meinen Hund nicht verletzen möchte, hat er eins mit Pfefferspray bekommen. Ich sagte ihr, da diese Angriffe auf meine Hunde schon öfter vorkam, daß ich jetzt das Ordnungsamt informieren würde, was ich auch tat. Sie hat dann eine Abmahnung gekommen und mir riet man, doch andere Wege zu gehen """häää???""".
    Ich habe auch weiterhin Pfefferspray dabei und werde es auch bei Gefahr meiner Hunde anwenden.

  21. #21
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    ja, andere Wege laufen, das ist ein guter Tipp.
    Wir sind früher auch sehr gerne zur Hundewiese gegangen. Ich hab da jeden Tag Bekannte getroffen zum Erzählen, das war total schön. Bis zu dem Zeitpunkt, daß ein auch allen anderen völlig Unbekannter da mit zwei Hunden auftauchte, von denen einer aus weiter Entfernung zu einem Hund raste, zubiß und wieder zurückrannte.
    Total assozial! Ich weiß nicht ob der Besitzer endlich mal bestraft wurde, ich bin nachdem dann auch noch eine große Giftköderwarnung für die Gegend war, dort nie wieder hingegangen. Besitzer, die einen gefährlichen und assozialen Hund haben, müssen ihn an die Leine nehmen in der Öffentlichkeit, anders geht es nicht. Und wenn sie nicht einsichtig sind und ihre Hunde andere verletzen lassen, hilft nur die Anzeige.

    Ich hab meinen Hund als Welpen großgezogen und war und bin immer noch sehr vorsichtig. Das "Wegscheuchen" haben wir in der Hundeschule gelernt und klappt zu 90%. Was ich auch noch gemacht habe bislang ist allerdings absolut nicht zu empfehlen. Ich hab die Angreifer einfach am Halsband festgehalten und auf den Besitzer gewartet. Würde wahrscheinlich zu recht jeder Hundetrainer von abraten, hab ich aber gemacht, weil ich es einfach nicht wollte daß mein Hund Streß hat mit einem fremden Stinkstiefel.

  22. #22
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    Das mit dem Halsband sehe ich auch kritisch...Zum einen bekommst du vielleicht Ärger mit dem Besitzer. Zum anderen ist es meinem Nachbarn mal passiert, dass sich ein fremder Hund dann losgerissen hat und er sich dabei die Hand verdreht und somit das Handgelenk gebrochen hat. Ich wäre bei fremden Hunden eher vorsichtig :/

  23. #23
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    Einen solchen Schutz gibt es leider nicht....doch die meisten sind ja keine Bestien und nur auf Streit aus.

  24. #24
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    @Oliver1983: Ja, zum Glück! Hab mir da auch früher nie Gedanken drüber gemacht, eben weil die meisten Hunde so weit sozialisiert sind.

    Ich fahr grad mit Schlüsselbund und Wasserflasche ganz gut, gibt mir ein sicheres Gefühl und Diego ist auch wieder viel entspannter. Außerdem versuch ich konsequent die Spazierzeiten der anderen zu meiden wos geht - und früh, wo ich nicht rumkomm, gehts halt in ein übersichtliches Waldgebiet, wo ich andere schon aus der Ferne sehe. Jetzt heißt es abwarten, was der Winter bringt und hoffen, dass die Besitzer doch noch auf die Tipps zum Wechsel der Hundeschule hören, die sie mittlerweile auch von anderer Seite erreichen...

  25. #25
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    Zitat Zitat von Oliver1983 Beitrag anzeigen
    ....doch die meisten sind ja keine Bestien und nur auf Streit aus.
    die meisten Hunde, die hier an der Leine gehen, wollen keinen "Streit", sie sind einfach nur unsicher weil sie an der Leine sind, sich ggf. nicht kennen.
    Hier gibt es viele verschiedene Hunde, sie kennen sich nicht. Und da bin ich selber froh, daß sie an der Leine sind. Das ist hier so üblich daß die Hunde angeleint werden und teilweise auch Pflicht (Schilder).

    Hundewiese, wo die Hunde sich kennen und vertragen (und die Menschen auch), find ich selber klasse. Oder wenn Hundi so in der Umgebung auch Kumpels hat, wenn sie unangeleint rumtoben können.

  26. #26
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    Hallo Monika, bei uns auf dem Land ist das etwas anders: Die Hunde sind fast nur an der Straße angeleint, sobald man im Wald ist dürfen fast alle Hunde frei laufen. Bei den wenigen, die es (zeitweise) nicht dürfen, gibt es einen triftigen Grund (Läufigkeit, starker Jagdtrieb oder auch massive Unverträglichkeit in Kombination mit fehlendem Gehorsam - das sind dann aber zum Glück die Ausnahmen). Da ist dann aber auch klar, dass man seinen Hund nicht wild auf andere zu rennen lässt, sondern erstmal fragt, ob man ihn hinlassen darf - dann aber steht einem ausgelassenen Spiel mit Artgenossen natürlich nichts im Weg, schließlich ist das auch wichtig für die Hunde.

    Die wenigen Hunde, die ich kenne,die sich an der Leine nicht benehmen können, sondern aus Unsicherheit oder warum auch immer pöbeln, sind zugleich auch die, die nicht von der Leine dürfen, weil Ihre Besitzer es mit der Erziehung nicht so genau genommen haben - und damit auch die, denen man meistens eh aus dem Weg geht. An sich finde ich das nicht problematisch, zumal man davon ausgeht, dass ein Hund an der Leine einem nicht groß in die Quere kommt - schließlich ist er ja angeleint. Seit ich aber erlebt habe, wie scheinbar mühelos sich jener Schäferrüde losgerissen hat, um meinen völlig ruhigen Hund zu beißen, sehe ich das etwas anders. Ich sehe die Leine jetzt nicht mehr als Sicherung und mache mir Gedanken, was ich selbst tun kann, falls so eine Situation erneut eintritt. Fürs erste habe ich mit Schlüsselbund und Spritzflasche eine Lösung für mich und Diego gefunden. Durch die Antworten anderer Foristen habe ich aber auch deutlich gesehen, dass ich nicht die Einzige bin, die erlebt hat, dass man sich wenn es um den Schutz des eigenen Hundes handelt nicht unbedingt auf die Vernunft oder das richtige Handeln anderer Hundehalter verlassen kann: Es scheint ja schon hier einige Fälle zu geben, bei denen schlecht sozialisierte Hunde sich dem Zugriff ihrer Halter entziehen und andere Spaziergänger bzw deren Hunde regelrecht terrorisieren - da ist unser Fall ja noch regelrecht harmlos im Vergleich. Insofern bin ich weiterhin gespannt, was andere berichten, wie Sie mit ähnlichen Problemen umgegangen sind.

  27. #27
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    Hallo zusammen!

    Nach viel ausprobieren und testen habe ich jetzt "meine" Lösung für das Problem gefunden: Ich habe Diego den Befehl "hinter mir" beigebracht der eigentlich nur soviel bedeutet, als dass er mich nicht überholen darf, und kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine Kreuzung naht oder das Gelände unübersichtlich ist. Das gibt mir die Möglichkeit, unseren persönlichen "Problemkandiaten" immer als erste zu sehen und aufzuhalten, bevor er Diego erreicht, denn vor schreienden, bedrohlich aufstampfenden Menschen hat er dennoch genug Respekt, um lieber umzudrehen (selbst wenn er bereits im "Landeanflug" ist). Diego ist erleichtert, dass ich das übernehme und hält sich hinter mir, der andere lässt sich vertreiben, so dass wir Zeit haben, uns aus dem Staub zu machen. Lieber wäre es mir zwar immer noch, wenn die anderen Ihren Hund stattdessen erziehen würden, weils doch jedesmal erschreckend ist, wenn der ausgewachsene, schwarze Schäferhund mit aufgestellten Haaren und gefletschten Zähnen auf uns zustürzt, aber zumindest hab ich was gefunden, was für Diego und mich akzeptabel ist und funktioniert.

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  28. #28
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    Das ist bestimmt für Diego eine "Erleichterung" und wenn sich der andere so vom Angriff abhalten lässt umso besser

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  29. #29
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    Update für die, die wissen wollen, wies weitergegangen ist

    Guten Morgen!

    Ist jetzt ne Weile her, dass der Thread aktuell war. Aber wiel ich persönlich immer gern auch bei alten Threads lese, wies ausgegangen ist, dachte ich mir, mach ich mal ein Update.

    Diegos "Feind", der schwarze Schäferhund Lucky, hat uns leider trotz zahlreicher Vorsichtsmaßnahmen immer wieder erwischt, wenn auch es mir immer gelungen ist, eine erneute Beißerei zu vermeiden. Leider hatte das aber trotzdem zur Folge, dass Diego im Laufe der Zeit (die Übergriffe des anderen gehen ja jetzt schon ne ganze Weile, wenn auch mangels Gelegenheit mit gesunkener Frequenz und Intensität) immer schlechter auf bestimmte Rüdentypen (die, die ähnlich wie Lucky dominant aggressiv, drohend imponierend auftreten - sind zum Glück nicht viele, aber dennoch ein paar) reagiert hat, es bliebt allerdings immer bei ausweichen und abwehrendem knurren. Trotzdem hat er sich eigentlich immer von mir gut kontrollieren lassen. In der Woche vor Ostern stand dann mal wieder plötzlich Lucky hinter uns und *BÄNG!* Schluss mit Gehorsam! Diego hat seine Manieren vergessen und sich in den Kampf mit dem anderen gestürzt. Ohne verletzungen, der andre war zum Glück bei Herrchen an der Leine (Frauchen kann ihn nicht halten), so dass die beiden schnell getrennt werden konnten. Das Problem: Diego war danach total stolz auf sich!

    Ich hab also sofort meinen Hund gepackt und einen Termin bei der Hundetrainerin meines Vertrauens ausgemacht (ist zwar ein Stück hin, aber sie hat sich auf Hütehunde spezialisiert und ich vertraue ihrer Kompetenz bei diesen doch etwas speziellen Hunden voll). Einfach, weil Diego erstmals NICHT gehorcht hat und ich Angst hatte, dass ich meinen Diego vor lauter Liebe zu meinem Hund vielleicht einfach falsch einschätze und er doch mehr Aggressionspotential hat, als ich ihm zugetraut hätte. Die Trainerin hat sich dann auch ganz schnell Zeit für uns genommen und ich hab mich schon damit abgefunden, dass mein Nächster Urlaub samt Sommergarderobe jetzt für Einzelstunden für meinen Hund draufgeht... - was zum Glück aber nicht der Fall war.

    Die Trainerin hat sich ganz viel Zeit für uns genommen, zig andere, unterschiedliche Hunde "einbestellt" um auszutesten, wie er auf wen reagiert, wie ich darauf reagiere und wie ich in Zukunft mit ihm verfahren soll. Und war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: Sie meinte Diego sei ein gut sozialisierter, selbstbewusster und sehr gut erzogener junger Hund, auf den ich stolz sein darf (Bin ich auch! ): Sein unangemessenes Verhalten in der Situation begründet sie damit,dass er nach langem Nachdenken zu dem Schluss gekommen ist, dass es bei einer Begegnung mit seinem Feind das beste ist,wenn er der ist, der als erster losschlägt. Ihrer Ansicht Nach ist Diego aber kein Aggressor und für sich unbedenklich. Auch wenn sie eventuell eine Kastration aus übertriebenem Selbstbewusstsein gegenüber anderen heraus sinnig fände ( sie meint fürsein Alter wäre er schon zu Rüdentypisch Selbstsicher und befürchtet deshalb eine massive und unnormal starke Zunahme des Rüdneverhaltens bis zum 5. Lebensjahr. Hmm. Also: ich denk drüber nach, bin mir aber noch unschlüssig, ob mir das wirklich als Grund für ein Kastration reicht).

    Jetzt zu Lösung des Problems:
    Zunächst gehts es darum, Diego zuverlässig zu schützen - deshalb wird er in Zukunft auf Gebiet, dass ich nicht gut überschauen kann an der Leine bleiben, damit im Falle einer Feindes-Sichtung keine Panik ausbrechen muss. Außerdem haben wir jetzt neben unserem "normalen" Spaziergehspielzeug (Frisbee, Wurfspielzeug, Ball etc) noch ein weiteres Spielzeug dabei: Das "Kämpfi". Das Kämpfi ist das tollste überhaupt - jedenfalls ists mein Job das Diego so zu verkaufen. Das wichtige daran: Er will es unbedingt, aber ich lass es nicht los. Sprich: Es wir nur zum Zerren verwendet und es gibts NUR und abolut ausschließlich bei mir. Die Geilheit auf das Kämpfi soll dafür sorgen, dass er selbst wenn der Feind greifbar ist, er lieber das Kämpfi will, als den Kampf. Bisher findet er es schon ganz, ganz toll - eine Rauferei mit Lucky würde er aber noch(!) vorziehen... hier gilt es weiterzuarbeiten.
    Mit bekannten Hunden darf Diego weiterhin nach meiner Erlaubnis spielen (also im Grunde wie immer), bei Fremden soll ich die Konditionierung auf das Kämpfi weiter ausarbeiten, was schon so gut klappt, dass er beim Anblick eines anderen Hundes erstmal kuckt, ob ich jetzt endlich das Kämpfi aus der Tasche geholt habe... Dadurch lernen wir zwar jetzt erstmal keine neuen Hunde mehr kennen, ist aber um ehrlich zu sein auch nicht schlimm, weil wir ohnehin schon jede Menge Hundebekanntschaften haben.

    So, ihr Lieben! Soweit mein Update.

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  30. #30
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    Wie gut das du dir eine Trainerin gesucht hast........sie konnte dir ja scheinbar helfen...............
    Ich hoffe es passiert nicht wieder was und ihr habt eure Ruhe..............
    Kastration......muss echt gut überlegt sein.........und nur wegen einem Hund mit dem er nicht kann......? Oder besser der Hund nicht mit ihm..............

    Finde ich toll, dass du dir gleich Hilfe geholt hast und es umsetzt..........ich wünsche dir viel Erfolg und hoffentlich ruhige Spaziergänge............
    Gruß von Kerstin

  31. #31
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    Also ich freu mich immer über Updates

    Diego hat mein vollstes Verständnis , irgendwann reisst auch der längste Geduldsfaden und die Überlegungen der Trainerin kann ich nachvollziehen. Unser Lucky war sein Leben lang eine Knutschkugel der nie Probleme mit anderen Hunden hatte, als Damon mit 15 Monaten hier eingezogen ist hat er das gelassen und souverän hingenommen, wenn Freunde mit Rüden kamen - kein Problem - und auf vielen Spaziergängen wurde er für die Gewöhnung von ruppigen Rüden an "nette" Rüden verwandt. Trotzdem hatte er EINEN Feind und an diesem haus konnten wir nicht vorbeigehen ohne das er sich aufbaute und auf das auftauchen dieses Hundes wartete um dann , vollkommen untypisch für ihn, die Sau rauszulassen . Grund für das Verhalten. Mit 10 Wochen bin ich mit ihm an diesem Haus vorbeigegangen und der Hund dort raste mit einem Affenzahn an den Zaun und machte ein Heidenspektakel so das Lucky im wahrsten Sinne des Wortes von der Bordsteinkante gefallen ist , das hat er dem Kläffer NIE vergessen und ich glaube wenn er den , als erwachsener Hund , erwischt hätte wäre es eindeutig nicht gut ausgegangen

    Für eine Kastration sehe ich, auch vor dem Hintergrund evtl. Spätfolgen , bei Diego noch keinen Grund. Im schlimmsten Fall würde ich dann um auszutesten ob es Sinn macht erst eine chemische Kastration ausprobieren .

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  32. #32
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    danke, daß Du uns auf dem Laufenden hälst.
    Das hört sich doch gut an mit der Hundetrainerin und dem Kämpfi!
    ich würde ihn auch nicht kastrieren lassen, wenn er mal gesundheitliche Probleme bekommen SOLLTE, was nicht sein muß, dann muß man das machen lassen wenn es dadurch besser wird, aber so- nein.
    Alles Gute euch weiterhin!

  33. #33
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    Danke ihr Lieben!
    Das tut unheimlich gut, mal Bestätigung zu hören! Von den Bekannten im Wald höre ich immer nur ich würde übertreiben, weil sich keiner vorstellen kann, dass die sonst so geduldige Knutschkugel tatsächlich auch mal so richtig ausrasten kann... Da hör ich immer nur "Was hast du denn, der ist doch so brav" - stimmt ja auch meistens. Bringt mir aber halt alles nix, wenn er sich dann plötzlich doch in eine Rauferei mit einem doppelt so schweren und bestimmt 10 cm höheren Hund stürzt... Naja. Aber wir arbeiten jetzt ja dran, es sieht auch schon erfolgsversprechend aus. Und ich denke auch, dass ich nicht direkt kastrieren werde, einfach weils halt eben doch ne OP ist, die gut überlegt sein will... ich denke aber tatsächlich darüber nach, probeweise einen Kastrationschip setzen zu lassen, um das mal auszutesten (die Trainerin meinte, dass er dadurch unter anderem auch für Kampfeslustige Artgenossen unattraktiver wird, weil sie ihn durch den niedrigeren Hormonstand nicht mehr ernst nehmen). Mal schauen. Ich halt euch jedenfalls weiter auf dem laufenden. Und sag noch mal ganz laut DANKE!

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  34. #34
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    Einfach von den anderen weghalten
    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für Deinen Hund bist du die Welt!"

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