Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Kein Lächeln mehr ohne unseren lieben Hund Fluke

  1. #1
    Registriert seit
    25.09.2015
    Beiträge
    3

    Kein Lächeln mehr ohne unseren lieben Hund Fluke

    Vor zwei Tagen ist unser geliebter Labrador Border Collie Hund Fluke gestorben. Ich kann es noch gar nicht fassen das er nicht mehr da ist und habe die letzten Tage fast durchgehend geweint.
    Mein Freund und ich haben uns ihn damals vom Züchter geholt, da war er noch ein Welpe von 3 Monaten und ganz scheu. Uns wurde gesagt das er schon einen Vorbesitzer hatte der ihn geschlagen hat, dieser ist aber nach 2 Wochen gestorben und der Züchter hatte ihn zurück genommen. Wir haben ihn nach dem Hundefilm 'Fluke' getauft, das bedeutet 'Glück'. Als er damals zu uns kam war er von Anfang an wie ein neues Familienmitglied für uns. Mit viel Liebe, Feingefühl, spielen und Kuscheln hat er schnell seine Scheu verloren und ist uns sehr ans Herz gewachsen. Er hat uns so viel gegeben im Laufe der Jahre in guten und in schweren Zeiten. Ende dieses Jahres wäre er 15 Jahre alt geworden... Leider ging es ihm seit einigen Monaten nicht mehr so gut, seine Hinterbeine haben nach und nach an Kraft verloren bis er nicht mehr ohne Hilfe aufstehen konnte. Anfags haben wir es mit Tabletten versucht auf pflanzlicher Basis die die Gelenke und das Mark kräftigen bei älteren Hunden, die haben ihm eine zeitlang auch etwas geholfen. Immerhin konnte er wieder allein aufstehen. Jedoch ließ die Wirkung nach einiger Zeit nach und es wurde wieder schwerer für ihn und er schien außerdem ein bisschen zerstreut zu sein als er die Tabletten bekam, daher haben wir sie wieder abgesetzt da sie auch keine Wirkung mehr hatten. Zusätzlich hatten wir so einen Tragegurt für Hunde benutzt um ihn beim Aufstehen und beim Treppen steigen zu helfen was seine Hinterbeinchen nicht mehr aus eigener Kraft geschafft haben. Wir wussten das dies kein Dauerzustand sein kann für unseren Hund und auch nicht für uns. Wir lieben ihn so sehr und wir wollten ihn nicht leiden lassen daher haben wir uns nun vor zwei Tagen dazu entschieden mit ihm zum Tierarzt zu gehen und uns nach einem Beratungsgespräch in dem auch die Tierärztin meinte das es kein Hundeleben mehr wäre für ihn haben wir ihn dann einschläfern lassen. Wir haben uns immer gewünscht er würde hier bei uns friedlich einschlafen eines Tages, dieser Schritt war eine der härtesten Entscheidungen unseres Lebens, sicherlich können das Hundebesitzer verstehen die diesen schweren Schritt auch schon gehen mussten.
    Wir sind bis zum Schluss bei ihm geblieben, haben ihn gestreichelt und beruhigt während er langsam eingeschlafen ist. Trotz alledem tut es uns immer noch so leid für ihn. Ich selber hatte die Entscheidung bereits Minuten später bitter bereut ehrlich gesagt und ein Teil von mir kommt sich jetzt vor wie ein Hundemörder der ihn vielleicht um noch ein paar schöne Tage, Wochen, Monate.... gebracht hat. Meinem Freund geht es genau so. Wir zerbrechen an dem Verlust. Von seinem Wesen her wirkte Fluke bis zum Schluss noch so lebendig und fröhlich. Uns plagen so viele Zweifel und Schuldgefühle ob es nicht doch noch zu früh war...

    Leider können wir nun nicht mehr umentscheiden. Ich fühle mich seit Fluke's Tod so leer und wie tot innerlich. Ich weiß im Moment nicht mal ob ich mir selbst diese Entscheidung je verzeihen kann. Ist das normal in der Trauerzeit oder spricht das dafür das man vielleicht doch noch hätte warten sollen? Wann fängt der Egoismus an und wo hört die Verantortung auf? Fragen über Fragen und man findet keine Antworten... Vielleicht können es nur diejenigen verstehen und nachvollziehen die das selbst erlebt haben, ich weiß nicht.

    Mir bricht es das Herz wenn er da wo er sich jetzt befindet sich vielleicht alleine fühlt... auch wenn das vielleicht bescheuert klingt. Ich möchte das er sich sicher und behütet fühlt und ich hoffe das er seinen Frieden gefunden hat.

    Ich musste mir einfach mal meinen Schmerz herausschreiben da alles noch so frisch ist. Mein Herz fühlt sich an wie eine offene klaffende Wunde im Moment und ich weiß nicht wie ich über seinen Tod hinweg kommen soll. Ich wünschte mir so sehr er wäre noch da, ich würde ihn so gern nochmal streicheln und knuddeln. Wir sind so dankbar für die schönen Jahre die wir mit Fluke hatten und wir werden ihn nie vergessen. Wir haben keine Kinder, daher war er ein bisschen wie ein Kind für uns. Alles war so viel wärmer und erfüllter als er noch da war. Er gehörte zu unserem Leben dazu und man hatte so eine eingespielte Routine mit ihm. Er hat uns so viel Liebe geschenkt. Jetzt fühlt sich alles so leer, still und kalt ohne ihn an.... Es fühlt sich an als wären wir mit unserem Hund verschwunden. Ich habe gemerkt das die Person die man ist mit einem Hund ist eine andere als die ohne Hund.

    Ich hätte nur nicht gedacht das die Schuldgefühle in der Zeit der Trauer für uns das schlimmste sein würden. Noch ein paar Tage, Wochen, Monate mehr mit ihm wären so schön gewesen, jeder Tag mit ihm zusammen war wie ein Geschenk und doch können wir es nicht leugnen das er darunter gelitten hat das er nicht mehr von alleine aufstehen konnte. In den letzten 2 Wochen hatte er ein paar Mal in die Wohnung gepinkelt hat und die Tierärztin sagte zu uns das dafür spricht das der Hund nicht mehr glücklich ist. Ich fand es war jedoch so schwer einzuschätzen, denn er war immer so munter und aufgeweckt für sein Alter. Alle haben immer gesagt das er noch außergewöhnlich jung aussieht für sein Alter.

    Er hatte bis zum Schluss immer guten Appetit und gut gefressen, nie Magenprobleme gehabt. Nur seine Hinterbeine gaben immer mehr nach und dann saß er da. Wir haben ihm dann wieder aufgeholfen.
    Ich weiß die Entscheidung muss man letzten Endes selbst treffen und mein Bauch sagt mir das es für Fluke das beste war, mein Herz sagt mir jedoch das er noch leben wollte und das es noch zu früh war. Daran zu denken frisst mich innerlich auf und ich zerbreche an dem Gedanken. Ändern kann man jetzt nichts mehr und doch wünschte ich mir ich könnte die Zeit zurückdrehen...

    Wir werden dich immer vermissen Fluke...


  2. #2
    Registriert seit
    11.04.2002
    Ort
    NRW
    Beiträge
    23.832
    Es tut mir sehr leid und ich kann dich sehr gut verstehen , wir sind diesen Weg schon einige male gegangen und immer hat man das Gefühl es sei zu früh gewesen obwohl der Kopf einem ganz klar macht das es der richtige Zeitpunkt war . Unsere Luna benötigt auch Aufstehhilfe , sie wird im Nov. 15 Jahre alt und wir geniessen jeden Tag den wir noch mit ihr haben , aber Fakt ist das ihre Zeit begrenzt ist und wir das auch wissen .

    Mach dir also keine Vorwürfe, ihr habt alles richtig und im sinne von Fluke gemacht

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
    Registriert seit
    08.05.2015
    Ort
    Radebeul, Sachsen
    Beiträge
    2.434
    Mein herzliches Beileid Ich kann dich gut verstehen. Wir hatten mit unserem ersten Hund Artus fast dasselbe Problem. Er knickte immer wieder ohne Vorwarnung hinten weg und geriet dann jedesmal in Panik. (Dabei war er gerade erst 11-einhalb.) Schließlich haben wir den TA zu uns kommen lassen - und dem ist er fröhlich entgegengerannt. Da waren die Zweifel auch groß. Noch dazu, da der Hund die letzte lebende Erinnerung an meinen Vater war, der zwei Jahre zuvor viel zu früh starb.

    Trotzdem haben wir uns dafür entschieden, ihn gehen zu lassen, ihm das langsame Siechen und die Angst zu ersparen. Ich denke bis heute, 9 Jahre später, immer noch an ihn und an seine letzten Tage und Stunden. Und dann denke ich, es war gut so, ihn gehen zu lassen, so lange er noch in der Lage war, uns ein letztes Mal entgegenzukommen. Wenn meine letzte Erinnerung an ihn die eines Hundes wäre, der kraftlos auf seiner Decke liegt, nicht mehr aufstehen kann, uns vielleicht nicht einmal mehr so recht erkennt (er wurde nämlich auch zunehmend "wunderlich") - das wäre viel, viel schlimmer...

    Also mach dir keine Vorwürfe. Es ist eine subjektive Entscheidung, und die wirst du immer wieder infrage stellen. Aber wenn du es zu der Zeit für die einzig richtige Entscheidung gehalten hast, dann war es auch die einzig richtige Entscheidung.

    Die Leere in deinem Herzen und in deiner Wohnung kannst du wieder füllen. Gib dir etwas Zeit zu trauern - und dann schenk deine Liebe einem anderen Tier, das sie ebenso verdient. Dein Fluke hätte sicher nichts dagegen.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  4. #4
    Registriert seit
    25.09.2015
    Beiträge
    3
    Vielen Dank ihr lieben eure lieben Worte haben uns etwas Trost geschenkt und dafür sind wir sehr dankbar.

    @Oesfun: Ich danke dir, ja es stimmt, es war der Kopf der einem gesagt hatte das es langsam an der Zeit war und daran zu denken hilft mir ein wenig den Schmerz zu verarbeiten auch wenn wir wissen das es seine Zeit brauchen wird. Wir blicken mit Dankbarkeit auf die schönen Jahre mit Fluke zurück und er wird immer in unserem Herzen sein. Ich wünsche dir und deiner Luna alles liebe und gute und ich hoffe das ihr noch eine schöne verbleibende Zeit miteinander hat.

    @uta_stareprawo: Danke auch dir für die lieben und herzlichen Beileidswünsche. Zu hören das jemand dieselben oder ähnliche Erlebnisse/Erfahrungen bereits durchgemacht hat gibt einem das Gefühl nicht ganz allein mit einer Situation zu sein, daher danke ich dir sehr dafür über deine Geschichte mit Artus. Mein herzlichstes Beileid auch an dich Ich kann gut verstehen das man auch nach mehreren Jahren noch an die letzten Tage und Stunden zurück denkt, so erging es mir auch mit einem Familienhund aus meiner Kindheit. Ich glaube auch das die Selbstvorwürfe im nachhinein schlimmer wären wenn man ihm diese Situation noch länger hätte zugemutet hätte was ihm gegenüber nicht richtig gewesen wäre.

    Es wird noch eine Weile dauern bis wir über den Schmerz hinweg kommen aber ich glaube das wir wieder werden den Weg zurück finden... auch Fluke zuliebe.

    Ich danke euch ganz herzlich!

  5. #5
    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    1.073
    Ich drücke Euch ! Und ja, Ihr habt alles richtig gemacht und auch ja, es tut sehr sehr weh, ein geliebtes Familienmitglied leiden zu sehen und dann gehen zu lassen!
    Ich weine auch heute noch täglich um meine Ende Mai verstorbene Hündin, es tut immer noch unfassbar weh! Die gleichen Gedanken wie Du hatte ich auch: War es doch zu früh? Hätte man nicht doch... Ich denke, es ist normal. Letztendlich wissen wir und wisst Ihr, dass der Zeitpunkt gekommen war...
    Denke bitte nicht, Dein Hund ist alleine, da, wo er jetzt ist. Denn dort ist es wunderschön, bunte Farben, viele Lichter, alle sind lieb und wieder vereint. Bitte frage nicht, woher ich das weiß, nimm es einfach so an und GLAUBE!
    Lebe Deine Trauer aus und sei auch stolz auf Dich, dass Du Deinem Hund diesen würdigen Abschied vom Leben und auch von Dir ermöglicht hast!
    Fühle Dich umarmt!

  6. #6
    Registriert seit
    25.09.2015
    Beiträge
    3
    @Oepsi: Vielen Dank auch an dich für deine lieben Worte. Zeitweise ist es noch immer sehr schwer, aber wir wissen das es irgendwie weiter gehen muss. Mein herzliches Beileid auch an dich, ich kann mir vorstellen wie schwer das ist. Ich wünsche dir ebenfalls gute und danke auch für deine lieben Worte das es unseren Hunden jetzt gut geht dort wo sie sind. Man fragt sich ob man alles getan hat, ob man die Zeit die man hatte ausreichend genutzt hat oder ob man vielleicht hätte noch mehr tun können... Ich glaube inzwischen auch das solche Gedanken normal sind wenn man in der Position ist eine solche Entscheidung zu treffen.
    Wir sind vor ein paar Tagen in die Kirche gegangen, haben gebetet und eine Kerze für Fluke angezündet. Das hat uns auch etwas geholfen. Die Erinnerung an die schönen Zeiten bleibt da und die trägt man im Herzen weiter mit sich. Danke nochmal an alle, ich weiß eure lieben Worte sehr zu schätzen.

  7. #7
    Registriert seit
    05.01.2016
    Beiträge
    26
    Hallo, ich würde gerne wissen, wie es Dir jetzt - nach einigen Monaten - geht? Dein Bericht treibt mir die Tränen in die Augen....und im Grunde kann ich wirklich alles "unterstreichen" was Du geschrieben hast.
    Mein Liebling ist seit knapp 4 Wochen tot; und ehrlich gesagt, ist das nicht auszuhalten!!!!

    Und für Dich: Du hast die richtige Entscheidung damals getroffen!!!!! Hab bloß keine Schuldgefühle!!! Dein Hund hat Dir ganz klar gezeigt, dass es so kein Leben für ihn mehr sein kann!!!! Hättet ihr länger gewartet, wäre es vielleicht mit größeren Schmerzen für ihn gewesen. Deswegen dürfen wir unsere Liebling nie länger leiden lassen!!! Vergiß das nicht...
    Unsere 12 jährige Hündin war im Grunde nur 4 Tage lang alt und krank und superfit bis dahin; wir haben die Entscheidung innerhalb von Stunden am Tag 4 treffen müssen.... dabei hätte auch ich sie am liebsten für alle Ewigkeit gehalten....aber sie stand an oberster Stelle...
    drück Dich!!

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Toll, mein Hund verträgt kein HuFu mehr
    Von senara im Forum Hunde - Ernährung
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 28.09.2012, 09:43
  2. Großer Hund, kleine Frau, kein Halten mehr ...
    Von Libelle im Forum Hunde - Geschichten und Erlebnisse
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 17.01.2011, 22:58
  3. kein Trofu mehr-Hunger ohne Ende-abgenommen
    Von ArianeH im Forum Katzen - Ernährung
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 19.05.2010, 11:19
  4. Hund mag kein Innova mehr...
    Von una im Forum Hunde - Ernährung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 10.07.2004, 00:09
  5. Mein Hund frist kein Hundefutter mehr
    Von Gloria07 im Forum Hunde - Gesundheit & Medizin
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 17.03.2003, 12:37

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •