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Thema: Hund und Kind

  1. #1
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    Hund und Kind

    Ok. Meine Frau hat sich also in diesen Golden Retriever aus dem Tierheim verliebt und ich musste ihn mir anschauen.

    Was soll ich sagen: Er ist wirklich süß!

    Allerdings bin ich der Sache noch sehr skeptisch gegenüber, denn wir haben ein kleines Kind von zwei Jahren zu Hause. Ich habe einfach Angst, dass das schief geht.

    Der Hund ist auch zwei Jahre alt und ziemlich wild und unerzogen. Naja und mein Kind ist auch wild und noch in der Erziehungsphase!

    Kann so was überhaupt funktionieren?!

    Pepsi

  2. #2
    Grizabella Guest
    Was genau sind deine Befürchtungen, dass was schief gehen könnte?

    Bei einem erwachsenen Hund aus dem TH konzidiere ich, dass er schon "fertig" ist und möglicherweise Eigenheiten hat, die man entweder akzeptieren kann oder noch wegerziehen muss.

    Ansonst habe ich nie Bedenken gehabt, Hunde (bzw. alle Haustiere) und Kinder miteinander groß werden zu lassen. Unser "erstes Kind" war ein Schäferhund, und sieben Monate später hatten wir unseren Sohn. Der Haushalt ist dann auf bis zu zwei Hunden, acht Katzen und vier Kindern angewachsen, und ich spreche hier nicht von einem Bauernhof.

    Sowas muss allerdings auch funktionieren. Unseren Hunden (jedem) haben wir eine Hundeschule angedeihen lassen, und damit meine ich absolut nicht, dass der Hund auf zirkusreif getrimmt wird, sondern an seine Rechte und Pflichten (vor allem Gehorsam der Familie gegenüber) herangeführt wird. Erziehung und Beschäftigung des Hundes braucht auch Zeit, sonst kann es einem leicht so gehen, wie einem Bekannten, den wir auf der Straße jeweils nur "hinter der angespannten Leine herfliegend" gesehen haben. Damit kann niemand Freude haben, auch wenn das lustig aussieht.

    Was die Auswahl des Hundes und euer Kleines anbelangt, gibt's sicher Beratung im Tierheim. Dann schon mal viel Glück!

  3. #3
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    Also ich bin davon überzeugt das es funktionieren kann wenn beide Seiten Regeln lernen und beachten . Die wichtigste für mich ist gegenseitiger Respekt. Der Hund braucht einen Platz der ihm gehört und der für das Kind tabu ist . Genauso waren in unserem Haus die Kinderzimmer (zumindest als die Jungs noch klein waren) für den Hund gesperrt . Da sie in der ersten Etage liegen war das kein grosses Problem.

    Was sagt denn das TH zu dem Hund, gibt es Auskünfte zu seinem "Werdegang", weiss man wie und wo er vorher gelebt hat. Habt ihr selber Hundeerfahrung ??

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  4. #4
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    Unser Jüngster (von 4) war damals 19 Monate, als ich einen Hund aus dem TH geholt habe. Was soll ich sagen? Es hat leider nicht geklappt, der Hund musste wieder zurück.
    Er sollte lt. TH mit Kindern aufgewachsen sein, machte auch einen netten Eindruck. Nach ein paar Tagen wendete sich das Blatt, er knurrte die Kinder an (war ein Schäfer-Windhund-irgendwas-Mix). Ging gar nicht! Nach Telefonaten mit der Vorbesitzerin stellte sich heraus, dass er keine Kinder gewöhnt war...
    Schweren Herzens haben wir ihn wieder zurückgebracht. Nach 2 Wochen wurde er an ein kinderloses älteres Ehepaar vermittelt.
    Dann entschieden wir uns doch für einen Welpen vom Züchter, die heute fast 13 Jahre alt ist.

    Letztes Jahr zog dann doch noch eine "Ausländerin" aus dem Tierschutz bei uns ein. Aber nun ist der Kleine auch schon 14, da ist das kein Problem mehr.
    Es ist immer schwierig, man kann nie wissen, ob es klappt oder nicht.
    Viel Erfolg!

  5. #5
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    Ja, liebe Sabine, genau das sind meine Bedenken!

    Wir haben noch keinerlei Hundeerfahrung. Es wäre unser erster Hund.

    Und im Tierheim konnte man uns keine genauere Auskunft über Pepsi geben. Außer, dass er noch sehr verspielt ist (ob das gut oder schlecht ist, das weiß ich nicht?!) und dass er friedlich und gutmütig erscheint, wenn ihn Kinder im Tierheim besuchen. (ansonsten wäre die Sache für mich eh nicht der Rede wert.)

    Aus welchen Familienverhältnissen er kommt, konnte man uns nicht sagen. Er ist wohl als Welpe irgendwo ausgesetzt worden. Da hat ihn ein Förster oder so gefunden und erstmal ne Weile behalten und dann ins Tierheim gebracht, als sich kein Besitzer gemeldet hat.

    Ich hatte bis dahin keine Ahnung, dass es hier in Deutschland überhaupt noch so etwas gibt.

    Pepsi

  6. #6
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    Also ich gebe zu -- ich würde es nicht auf biegen und brechen durchziehen. Die Geschichte des Hundes hört sich sehr "merkwürdig" an ...... warum behält man einen hund eine "Weile" (die ja ziemlich lange gewesen sein muss) um ihn dann ins Tierheim zu bringen. Fakt ist das ein unerzogener Hund in dieser Gewichtsklasse ein Kleinkind allein schon im Spiel zu Fall bringen wird. Unser jüngster Sohn ist mit grossen Hunden aufgewachsen , sie sind durchaus erzogen aber auch er ist das eine oder andere mal umgerannt worden , das passiert. Gut wäre wenn ihr mit einem erfahrenen Hundetrainer sprecht (vielleicht hat das Tierheim da ja jemanden an der Hand) der sich den Hund und auch die Kombination euer Familie MIT Hund (eventuell bei einem Spaziergang) ansieht .

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  7. #7
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    Ja, mit großen Hunden ist das so eine Sache...
    Deshalb haben wir uns dann auch für mittelgroße, sprich Cocker entschieden - und nie bereut

  8. #8
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    wobei auch ein Cockerspaniel schwerer (oder gleich schwer) als ein zweijähriges Kind ist

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  9. #9
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    > Naja und mein Kind ist auch wild und noch in der Erziehungsphase!

    Meine Idee: Erstmal um die Erziehung des Kindes kümmern, bevor Ihr eine neue Baustelle aufmacht.
    Denn egal ob Welpe der TH-Hund ... ein neuer Hund macht Arbeit! Und gerade bei einem Ersthund läuft das nicht so nebenbei.

    Ich würde mit der Anschaffung warten, bis Ihr Euch sicher seid, dass Ihr Zeit für Kind und Hund habt.


    Johanna mit Betsey und Crazy

  10. #10
    Grizabella Guest
    Zitat Zitat von OESFUN Beitrag anzeigen
    wobei auch ein Cockerspaniel schwerer (oder gleich schwer) als ein zweijähriges Kind ist
    Jedenfalls sollte der Schwerpunkt eher auf der Erziehung als auf dem Gewicht des Hundes liegen. Auch eine ewig zwischen den Beinen herumflitzende Katze kann Unheil anrichten.

    Bei einem kleinen Kind finde ich es schon bedenklich, einen zweijährigen Hund aufzunehmen, der von Erziehung noch nichts gehört hat.

  11. #11
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    Zitat Zitat von OESFUN Beitrag anzeigen
    wobei auch ein Cockerspaniel schwerer (oder gleich schwer) als ein zweijähriges Kind ist
    Wie schwer sind denn die Cocker, die Du kennst??
    Meine sind 10 und 12 kg schwer. Die erste, die mit Kleinkind hier war, ist die ganz leichte. Aber weniger die Kilozahl, sondern mehr die Größe würde mir Kopfzerbrechen machen.

  12. #12
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    Na ein durchschnittliches zweijähriges Kind liegt doch in dem kg bereich den du nennst und ein cockerrüde kann durchaus 14kg wiegen. Aber um das Gewicht bzw. die Grösse geht es doch vorrangig gar nicht sondern um das "Benehmen", den Erziehungsstand. Unser Lucky hat bei Kleinkindern z.B. IMMER von alleine den "Schongang" eingelegt , wenn man seine Leine einem Kleinkind in die Hand gegeben hat hätte er NIE gezogen ..... wir haben ihm das nicht beigebracht das hat er von allein gemacht. Er bewegte sich dann nur noch in Zeitlupe und hatte immer ein Auge auf das Kind.

    Und solche Situationen wie hier



    waren für unsere Hunde und Kinder vollkommen normal

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  13. #13
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    ..aber der Hund wiegt ja anfangs erst 4 oder 5 kg, er kommt ja nicht direkt - vorausgesetzt, er ist ein Welpe - mit 12 kg in die Familie.

  14. #14
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    Auch wenn wir jetzt am Thema vorbeischrammen ..... auch ein Goldenretrieverwelpe wiegt mit 8 Wochen keine 30 kg. Es geht hier aber um das aufnehmen eines erwachsenen Tierschutzhundes

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  15. #15
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    Weiß ich doch, Birgit, ich bezog meine Antwort auf unsere Situation damals mit Cockerwelpe und Kleinkind

  16. #16
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    Nochmal vielen Dank an Euch Alle für die vielen Denkanstöße!

    Um dieses Thema einfach mal abzuschließen, wollte ich Euch nun unsere Entscheidung mitteilen:

    Wir wollen tatsächlich noch warten bis unsere Tochter etwas größer ist. Vielleicht wirklich erst, wenn sie zur Schule geht.

    Der Wunsch nach einem Hund ist bei uns allen drei schon ziemlich groß geworden, weil wir uns ja nun eine Weile mit dem Thema beschäftigt haben. Aber wir sind auch der Meinung (obwohl wir ihn sehr lieb gewonnen haben), dass Pepsi besser bei jemand anderen aufgehoben ist. Jemanden mit mehr Hundeerfahrung als wir. Ich hoffe, dass sich dort auch bald jemand für ihn findet.

    @ Birgit: Die Fotos mit Hund und Kind finde ich einfach super!

    Pepsi

  17. #17
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    @Sven
    was mir grad noch einfällt.... wenn Ihr so viel Spaß am Hund habt, dann meldet Euch doch im Tierhiem oder Tierschutz als Gassigänger.... da sist eigentlich ne gute Gelegenheit schonmal ein bischen "zu üben"

    Ich finde Eure Entscheidung sehr weise
    Die Zeit für einen Familienhund wird kommen

    LG Pia
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

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