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Thema: Initiative gegen den monatelangen generellen Leinenzwang in Niedersachsen

  1. #1
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    Initiative gegen den monatelangen generellen Leinenzwang in Niedersachsen

    An die Niedersachsen und alle, denen unnötige Gängelei von Hundebesitzern ein Greuel ist:

    Es gibt eine Initiative gegen den Leinenzwang zur Brut- und Setzzeit in Niedersachsen.
    Ins Leben gerufen wurde sie von der Hannoverschen Gesellschaft zur Förderung der Kleintiermedizin.
    Kritisiert wird vor allem der pauschale Charakter des Leinenzwangs, denn er gilt völlig unabhängig davon, ob tatsächlich eine Gefahr für Wild und Vögel besteht oder nicht.

    Guckst Du auch hier.

    Hier der Link zur Online-Petition.

    Der Flyer:




  2. #2
    Cybeth Guest
    Auch wenn ich mich wieder unbeliebt mache, aber der Leinenzwang ist vollkommen richtig. Jedes Jahr das selbe Drama. Ästlinge die auf den Wiesen von Hunden zerbissen werden und nicht nur das. Wenn man spazieren geht, liegt überall Hunde Kacke an den Feldwegen.

    Es nutzt auch nichts, das überall Kotbehälter + Tüten aufgestellt werden, es wird weiter munter zugekackt.

    Anscheinend geht es wie immer nicht im Guten, also muss wieder ein Gesetz erlassen werden und Geldbußen ausgesprochen werden.

  3. #3
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    Wobei mir jetzt nicht einleuchtet was Leinenzwang und Kacke am Feldweg miteinander zu tun haben. Koten wird der Hund in beiden Fällen (angeleint oder nicht) , da müsste eher kontrolliert werden das der Hundebesitzer das auch entfernt bzw. so weit mitnimmt bis eine Mülltonne kommt.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  4. #4
    Cybeth Guest
    Zitat Zitat von OESFUN Beitrag anzeigen
    Wobei mir jetzt nicht einleuchtet was Leinenzwang und Kacke am Feldweg miteinander zu tun haben. Koten wird der Hund in beiden Fällen (angeleint oder nicht) , da müsste eher kontrolliert werden das der Hundebesitzer das auch entfernt bzw. so weit mitnimmt bis eine Mülltonne kommt.
    Der Zusammenhang besteht daran, das viele Hundehalter verantwortungslos sind.

    Alleine schon eine Petition gegen einen Leinenzwang zu starten, zeigt das deutlich an.

    Wie es mit den Vogelbeständen im Frühjahr aussieht, wenn die ersten Ästlinge auf den Wiesen unterwegs sind, dazu braucht man sich nur an eine Wildvogelauffangstation zu wenden. Wie viele Tiere dort jedes Jahr eingeliefert werden, die durch freilaufende Hunde verletzt wurden und diese Zahl könnte man noch locker verdreifachen, da die meisten verletzten Vögel einfach liegen gelassen werden.

    Das soll kein Hundehalter Bashing werden, das trifft genauso auf Katzenhalter zu.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Cybeth Beitrag anzeigen
    Der Zusammenhang besteht daran, das viele Hundehalter verantwortungslos sind.
    Alleine schon eine Petition gegen einen Leinenzwang zu starten, zeigt das deutlich an.
    Das ist schon recht unverschämt, Gegnern eines generellen Leinenzwangs Verantwortungslosigkeit zu unterstellen.
    Es geht nicht darum, Hunde munter stöbern und hetzen zu lassen, sondern darum, dass Hunde monatelang total undifferenziert stets und überall angeleint werden müssen, völlig unabhängig davon, ob Wild und Jungvögel irgendwie in Gefahr sind oder nicht.
    Das Landesgesetz stellt jegliche freie Landschaft (= alles außer öffentliche Straßen, Gebäude, Gärten und Höfe) unter Leinenzwang, ohne Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten und Notwendigkeiten. So können Gemeinden nicht einmal regelmäßig kurz gemähte und garantiert wildfreie Freizeit- und Hundewiesen vom Leinenzwang ausnehmen. D.h., menschliches Fußballspiel geht in Ordnung, wirft der Halter seinem Hund dort einen Ball, verstößt er gegen das Gesetz. Die Gemeinden dürfen den Leinenzwang nur ausweiten, nicht aber mindern, selbst dort nicht, wo völlig unsinnig.
    Das unbeaufsichtige Herumlaufen, das Wildern, das Betreten von Wiesen im Aufwuchs und von bestellten Äckern ist laut dem gleichen Gesetz sowieso verboten, und zwar ganzjährig. Es ist also genug Handhabe vorhanden, wirklich verantwortungslose Hundehalter zu bestrafen.
    Der zusätzliche pauschale monatelange Leinenzwang trifft demnach in erster Linie die Hundehalter, die ihre Hunde so erzogen haben, dass sie auf den Wegen bleiben und nicht stöbern.
    Ab Mai werden die Wiesen gemäht, bei dem Wetter teilweise schon jetzt im April. Erklär mir bitte, was daran verantwortungslos ist, eine frisch gemähte und somit von jeglichem Wild und Brutvögeln "befreite" Wiese ohne Leine benutzen zu wollen? Mit 50m Leine dran dürfte ich es, denn die Leinenlänge ist vom Gesetz nicht festgelegt. Wenn das Gras wieder höher steht, darf man dann sowieso wieder nicht drauf.

    Zitat Zitat von Cybeth Beitrag anzeigen
    Anscheinend geht es wie immer nicht im Guten, also muss wieder ein Gesetz erlassen werden und Geldbußen ausgesprochen werden.
    Das Gesetz wurde in den 70er Jahren d.l.Jh. unter einer schwer jägerlastigen Landesregierung erlassen mit E. Albrecht, ebenfalls einem passioniertem Jäger, an der Spitze. Es hat rein gar nichts mit der heutigen Hundekotproblematik oder irgendwie mit dem Schutz nicht jagdbarer Vögel zu tun, sondern spiegelt die Gutsherrenmentalität vieler Grünröcke wider.

  6. #6
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    an der Gutsherrenmentalität ist wohl auch was dran.... find ich nicht gut. aber ich bin für die Anleinpflicht in der Brut- und Setzzeit. nicht weil dann "verantwortungslos handelnde Hundehalter schikaniert werden dürfen von oben herab", sondern einzig und allein nur weil die Anleinpflicht das Wild schützt. Ich denke auch, daß es viele Hundebesitzer gibt, die auf ihre freilaufenden Hunde acht geben und ihre Hunde kein Wild hetzen, aber ich habe auch schon anderes selber gesehen. und wenn man so einen Albtraum sieht, wünscht man sich Gesetze. Es geht eben leider nicht ohne.
    was gut wäre sind eingezäunte Freilaufflächen für Hunde, gibt es hier leider nicht. irgendwelche Rechte müßten steuerzahlende Hunde ja auch haben.

    @Briddy wenn einem eine Wiese gehört, kann der Hund darauf laufen, ist klar. Wenn nicht, dann natürlich nicht. und schon gar nicht, wenn sie gemäht ist. Das Gras wird zu Heu verarbeitet und da kann da ja keiner drin rumwühlen oder einen Haufen reinmachen. Das Heu wird ja schließlich später verfüttert an Rinder, Schafe oder Pferde. ist doch eigentlich selbstverständlich und wem das nicht einleuchtet, da wundert mich es auch wieder nicht, daß es ohne Gesetze für alles mögliche nicht geht.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Monika Beitrag anzeigen
    aber ich bin für die Anleinpflicht in der Brut- und Setzzeit. ... einzig und allein nur weil die Anleinpflicht das Wild schützt.
    Eine Anleinpflicht dort, wo tatsächlich Wild geschützt werden kann, wäre ja auch in Ordnung. Es ist aber nunmal nicht jeder Quadratmeter in der freien Landschaft voller Wild. Selbst Jagdpächter bestätigen, dass in manchen Ecken Hunde durchaus frei laufen könnten, weil nichts da ist, was geschützt werden müßte. Wäre aber gegen das Gesetz, denn dies verbietet Freilauf pauschal überall.

    Von 16 Bundesländern kennen nur drei (Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt) einen pauschalen landesweiten Leinenzwang in der Brut- und Setzzeit. Überall sonst kommt das Wild offensichtlich recht gut ohne klar. Die Festsetzung eines Leinenzwangs obliegt dort den Gemeinden. Was ja auch Sinn macht, das entsprechend regionaler Gegebenheiten zu regeln. Eine landesweite Pauschalregelung kann das nicht berücksichtigen und ist daher unsinnig.

    @Briddy wenn einem eine Wiese gehört, kann der Hund darauf laufen, ist klar. Wenn nicht, dann natürlich nicht. und schon gar nicht, wenn sie gemäht ist. Das Gras wird zu Heu verarbeitet und da kann da ja keiner drin rumwühlen oder einen Haufen reinmachen. Das Heu wird ja schließlich später verfüttert an Rinder, Schafe oder Pferde. ist doch eigentlich selbstverständlich und wem das nicht einleuchtet, da wundert mich es auch wieder nicht, daß es ohne Gesetze für alles mögliche nicht geht.
    Herrjeh... Nachdem das Heu gepresst wurde, natürlich. Ich habe nichts davon geschrieben, dass ich im Heu rumwühlen will.
    Doch, ich Gesetz heißt es "Jeder Mensch darf die freie Landschaft betreten und sich dort erholen." Jegliche Grünfläche, auch Wiesen und Weiden, gehört zur freien Landschaft. Ausgenommen von der Betretungserlaubnis sind bestimmte kritische Waldteile, bestellte Äcker bis zur Ernte und eben Wiesen und Weiden im Aufwuchs und während der Weidezeit. Was ja logisch ist, man hat dem Landwirt nicht seine Feldfrüchte und das Viehfutter plattzutrampeln oder das Weidevieh herumzuscheuchen, ob nun mit oder ohne Hund. Ergo, wenn nichts plattzutrampeln, zu zerwühlen und zu scheuchen ist, darf man drauf.
    Und nein, selbst wenn mir eine Wiese gehört und ich sie so kurz halte, dass sich dort kein Wild niederläßt, darf mein Hund während der Brut- und Setzzeit nicht unangeleint drauf, weil meine eigene Wiese halt auch zur freien Landschaft gehört. Genauso kann ich übrigens auf eigenem Grund und Boden die Jagd nicht verbieten.

  8. #8
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    Genauso kann ich übrigens auf eigenem Grund und Boden die Jagd nicht verbieten.
    wobei es zu dem Thema gerade ein Urteil gab das man das doch kann .....

    Ansonsten glaube ich nicht das es praktikabel ist zu sagen hier darf man den Hund laufen lassen - hundert Meter weiter wieder nicht. Was ich allerdings auch meine das es Hundeauslaufflächen geben muss in denen der Freilauf erlaubt ist .

    Meine Hunde lasse ich grundsätzlich nicht auf Weiden und Felder . Ich kann z.B. als Laie gar nicht beurteilen ob auf dem Feld bereits eingesät wurde und das mein Hund sich auf einer Weide löst auf der später Tiere grasen sollen finde ich persönlich nicht so prickelnd, würde ich auch nicht haben wollen.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  9. #9
    Steppenläufer Guest
    Aber es ist doch genauso leicht zu machen, den Kot auf einer Weide einzusammeln, wie wenn dieser am Wegesrand abgesetzt würde. Und ganz unabhängig davon: Koten muss der Hund, ob an der Leine oder frei. Um Hundehaufen geht es beim allgemeinen Leinenzwang doch gar nicht.

    Ich bin gegen pauschalen Leinenzwang. Bloß weil es immer ein paar *** gibt, denen andere Tiere und Menschen egal sind, sollten doch nicht alle Hundehalter pauschal unter Generalverdacht stehen.

    Einiges hier im Thread Erwähnte wusste ich noch gar nicht. Vielen Dank

  10. #10
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    Wenn der Hund im Freilauf auf eine Weide kotet muss ich das erst mal finden um es entfernen zu können ...... gar nicht so einfach .

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  11. #11
    Steppenläufer Guest
    Ein Pferdehaufen ist auf jeden Fall bedeutend größer. Und eine Gefahr auf Parasitenbefall geht für Weidetiere überwiegend von Wildtieren aus, die bezüglich der gemischten Weidenutzung keinerlei Hemmungen haben.
    Wir haben hier in der Gegend viele Wanderwege, auf denen man stückweise sogar Weiden überqueren muss. Aber bis man da ist, hat Hund normalerweise schon gemacht. Etwas anderes wäre es natürlich, wenn man direkt mit dem Auto vor die Weide fährt ^^

  12. #12
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    Mag ja sein -- darum hab ich ja geschrieben das ich persönlich das nicht prickelnd finde , ist halt meine Einstellung dazu . Meine haben genug andere Möglichkeiten sich zu lösen und zu bewegen .

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  13. #13
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    Also ich sehe ja immer nur die Schilder von Landwirten, die darum bitten, die Weide eben nicht vollzukacken, was mir als nicht Hundebesitzer natürlich leicht fällt

    Allerdings ist Kot von Vegetariern wie Pferden oder anderen Kühen wohl eine andere "Nummer" für die Kühe als Hundekot... Und bei den Hunden geht es häufig um den Erreger Neospora caninum, der Totgeburten auslösen kann, der aber wohl nur bei Hunden vorkommt - so zumindest die Argumente einiger Landwirte. Hätte ich einen Hund, würde ich es sicher halten wie Birgit, gibt doch genug andere Flächen....

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  14. #14
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    Zitat Zitat von Briddy Beitrag anzeigen
    Herrjeh... Nachdem das Heu gepresst wurde, natürlich. Ich habe nichts davon geschrieben, dass ich im Heu rumwühlen will.
    Doch, ich Gesetz heißt es "Jeder Mensch darf die freie Landschaft betreten und sich dort erholen." Jegliche Grünfläche, auch Wiesen und Weiden, gehört zur freien Landschaft. Ausgenommen von der Betretungserlaubnis sind bestimmte kritische Waldteile, bestellte Äcker bis zur Ernte und eben Wiesen und Weiden im Aufwuchs und während der Weidezeit. Was ja logisch ist, man hat dem Landwirt nicht seine Feldfrüchte und das Viehfutter plattzutrampeln oder das Weidevieh herumzuscheuchen, ob nun mit oder ohne Hund. Ergo, wenn nichts plattzutrampeln, zu zerwühlen und zu scheuchen ist, darf man drauf.
    Und nein, selbst wenn mir eine Wiese gehört und ich sie so kurz halte, dass sich dort kein Wild niederläßt, darf mein Hund während der Brut- und Setzzeit nicht unangeleint drauf, weil meine eigene Wiese halt auch zur freien Landschaft gehört. Genauso kann ich übrigens auf eigenem Grund und Boden die Jagd nicht verbieten.
    die Wiese von Bauer Meyer- Schulze ist doch keine "freie Landschaft" wie z.B. große Flächen in der Heide. ich lauf ja auch nicht mit meinem Hund durch Nachbars Garten, das ist ja fast genauso. ob mit oder ohne Leine, ich betrete das einfach nicht. find ich wirklich seltsam was sich manche leute so denken, mich wundert wirklich gar nichts mehr.
    man hat in fremde Wiesen einfach nichts zu suchen, ob man die Haufen wegmacht oder nicht, das gehört doch eigentlich sowieso nicht zum Thema das kotnichtwegmachproblem, aber egal. es gibt genügend Wege, die jeder betreten darf, auch wenn es manchmal den jäger ärgert, wenn man das Wild verscheucht und er da oben auf seinen thron, äh Hochsitz hockt. es ist gut so wie die Gesetze hier sind und wird hoffentlich nie geändert, es gibt Leinen, die lang genug sind, was will man mehr. ich möchte jedenfalls in keinem anderen Bundesland leben!

  15. #15
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    Obwohl es zu diesem Erreger Nachweise gibt das er hauptsächlich über die Kühe selber weitergegeben wird und die Weitergabe durch den Hund nur erfolgen kann wenn dieser Rohfleisch erhalten hat das mit diesem Erreger infiziert ist ..... aber wieder ein anderes Thema

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  16. #16
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    Zitat Zitat von Monika Beitrag anzeigen
    die Wiese von Bauer Meyer- Schulze ist doch keine "freie Landschaft" wie z.B. große Flächen in der Heide. ich lauf ja auch nicht mit meinem Hund durch Nachbars Garten, das ist ja fast genauso. ob mit oder ohne Leine, ich betrete das einfach nicht. find ich wirklich seltsam was sich manche leute so denken, mich wundert wirklich gar nichts mehr.
    Die seltsamen Vorstellungen hast eher Du, das NWaldLG hast Du jedenfalls offensichtlich nie gelesen. Gärten und Hofflächen gehören nicht zur freien Landschaft. Wiesen, Weiden und Äcker dagegen schon sowie die dazugehörigen Wege und Gewässer. Ist im Gesetz alles genau definiert, Abs. 1 §2.
    In unserer Zivilsationslandschaft hat im Übrigen jedes Stückchen Erde irgendeinen Eigentümer. Wenn's nach Dir ginge, dürfte niemand im Grünen einen Fuß vor den anderen setzen, denn Du befindest Dich IMMER auf jemandes Eigentum.
    Mich wundert aber auch nichts mehr. Statt mal genau die Gesetze und Verordnungen zu lesen, posaunen manche Leute ihre eigenen Vorstellungen als Tatsachen heraus und stellen andere als seltsam hin.

  17. #17
    Cybeth Guest
    Um was geht es denn hier? Um Leinenzwang in der Brut- und Setzzeit und daran kann ich absolut nichts verwerfliches finden.

    Und das eine Gefahr für Wildvögel/Wildtiere besteht, kann man nicht von der Hand weisen.

    In Großstädten braucht man nur in den Stadtpark gehen und sich das Elend anschauen, wenn die Nestlinge zu Ästlingen werden und von freilaufenden Hunden verletzt, oder getötet werden. Die Krönung kommt noch hinzu, dass man verletzte Tiere einfach liegen lässt.

    An miesen Verhalten kaum noch zu überbieten und genau deshalb finde ich Leinenzwang absolut richtig. Geldlbußen sollten verdreifacht werden und wer mehr als 2 mal auffällig wird, der Hund beschlagnahmt werden.

    Katzen die sich außerhalb von Ortschaften befinden, werden abgeschossen, um z.B Bodenbrüter zu schützen.

    Hundehalter genießen keine Sonderstellung in der Gesellschaft und da es viele unverantwortliche Hundehalter gibt, muss hart durchgegriffen werden.

  18. #18
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    Also ich denke da lehnst du dich sehr weit aus dem Fenster -- ich glaube kaum das im Stadtgebiet mehr Vögel durch Hunde als durch Katzen zu Schaden kommen ..... dann wäre ja Schlussfolgerung Katzen bleiben drinnen (wenn sie nicht an der Leine laufen) und Hunde angeleint. Wobei ich in meinem Leben noch nie einen durch einen Hund verletzten/getöteten Vogel gesehen, gefunden oder auch nur davon gehört habe aber gerade wieder heute morgen eine kleine Meise von der Wiese geräumt habe die die Katze der Nachbarn erwischt hat.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  19. #19
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    Zitat Zitat von Briddy Beitrag anzeigen
    Die seltsamen Vorstellungen hast eher Du, das NWaldLG hast Du jedenfalls offensichtlich nie gelesen. Gärten und Hofflächen gehören nicht zur freien Landschaft. Wiesen, Weiden und Äcker dagegen schon sowie die dazugehörigen Wege und Gewässer. Ist im Gesetz alles genau definiert, Abs. 1 §2.
    In unserer Zivilsationslandschaft hat im Übrigen jedes Stückchen Erde irgendeinen Eigentümer. Wenn's nach Dir ginge, dürfte niemand im Grünen einen Fuß vor den anderen setzen, denn Du befindest Dich IMMER auf jemandes Eigentum.
    Mich wundert aber auch nichts mehr. Statt mal genau die Gesetze und Verordnungen zu lesen, posaunen manche Leute ihre eigenen Vorstellungen als Tatsachen heraus und stellen andere als seltsam hin.
    in der Natur bewege ich mich selber nur auf Wege, die dafür vorgesehen sind, ich und mein Hund betreten weder fremde Acker- noch Wiesenflächen.
    und vor allem habe ich auch so viel Respekt den freilebenden Wildtieren gegenüber, daß ich meinen Hund anleine in der Brut- und Setzzeit. obwohl er noch nicht einmal jagdtriebig ist, ich mach es selbstverständlich, schon immer.
    ist mir ein Rätsel daß Menschen gegen die Anleinpflicht zur zeit sind und bestehende Gesetze ändern wollen und damit den verantwortungslosen Hundebesitzern erlauben wollen Wildtieren großes Leid zuzufügen. und von den Verantwortungslosen gibt es leider nicht wenige.
    aber das Gesetz wird eh nicht geändert

  20. #20
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    Zitat Zitat von Monika Beitrag anzeigen
    ist mir ein Rätsel daß Menschen gegen die Anleinpflicht zur zeit sind und bestehende Gesetze ändern wollen und damit den verantwortungslosen Hundebesitzern erlauben wollen Wildtieren großes Leid zuzufügen.
    Du hast das NWaldLG immer noch nicht gelesen, oder?
    Zitat: " In der freien Landschaft ist jede Person verpflichtet,
    dafür zu sorgen, dass ihrer Aufsicht unterstehende Hunde
    a) nicht streunen oder wildern und
    b) in der Zeit vom 1.April bis zum 15.Juli (allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit), an der Leine geführt werden, es sei denn, dass sie zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungs- oder Hütehunde oder von der Polizei, dem Bundesgrenzschutz oder dem Zoll eingesetzt werden oder ausgebildete Blindenführhunde sind.


    Wenn Passus b) gestrichen oder geändert würde, bliebe doch immer noch Passus a) bestehen. Das erlaubt keineswegs verantwortungslosen Hundebesitzern, Wildtieren Leid zuzufügen. Und zwar sogar u.U. bei Todesstrafe nicht (also für den Hund, nicht den Besitzer).
    Die Handhabe gegenüber Verantwortungslosen hat man also grundsätzlich und ganzjährig. Nur ist es halt für die Ordnungsbehörden viel einfacher, in einer festgesetzten Zeit stumpfsinnig danach zu gucken, ob eine Leine am Hund ist oder nicht, statt tatsächliches Fehlverhalten zu ahnden.
    Eine Freigabe von wenigstens ein paar Wegen und Wiesen dort, wo eh kein Wild brütet und setzt, würde nicht nur für viele Hundehalter von großem Wert sein, sondern auch automatisch und freiwillig die Hundespaziergänger entsprechend kanalisieren, so dass das Wild anderswo mehr Ruhe hätte. Die derzeitige Regelung hindert ja nun wirklich niemanden daran, mit angeleintem Hund durch Wildeinstandsgebiete zu trampeln.

  21. #21
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    Zitat Zitat von Briddy Beitrag anzeigen
    Du hast das NWaldLG immer noch nicht gelesen, oder?
    Zitat: " In der freien Landschaft ist jede Person verpflichtet,
    dafür zu sorgen, dass ihrer Aufsicht unterstehende Hunde
    a) nicht streunen oder wildern und
    b) in der Zeit vom 1.April bis zum 15.Juli (allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit), an der Leine geführt werden, es sei denn, dass sie zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungs- oder Hütehunde oder von der Polizei, dem Bundesgrenzschutz oder dem Zoll eingesetzt werden oder ausgebildete Blindenführhunde sind.


    Wenn Passus b) gestrichen oder geändert würde, bliebe doch immer noch Passus a) bestehen. Das erlaubt keineswegs verantwortungslosen Hundebesitzern, Wildtieren Leid zuzufügen. Und zwar sogar u.U. bei Todesstrafe nicht (also für den Hund, nicht den Besitzer).
    Die Handhabe gegenüber Verantwortungslosen hat man also grundsätzlich und ganzjährig. Nur ist es halt für die Ordnungsbehörden viel einfacher, in einer festgesetzten Zeit stumpfsinnig danach zu gucken, ob eine Leine am Hund ist oder nicht, statt tatsächliches Fehlverhalten zu ahnden.
    Eine Freigabe von wenigstens ein paar Wegen und Wiesen dort, wo eh kein Wild brütet und setzt, würde nicht nur für viele Hundehalter von großem Wert sein, sondern auch automatisch und freiwillig die Hundespaziergänger entsprechend kanalisieren, so dass das Wild anderswo mehr Ruhe hätte. Die derzeitige Regelung hindert ja nun wirklich niemanden daran, mit angeleintem Hund durch Wildeinstandsgebiete zu trampeln.
    wer mit offenen Augen durch die Natur läuft, weiß das VIELE Hundebesitzer sich nicht an a halten.
    ich hab schon zu viel Schreckliches gesehen und versucht mit den Hundebesitzern zu reden und war auch noch schockert wie ignorant sie sind. "gibt doch genug Rehe" war so eine typische Antwort. und wo kein Kläger ist, da kein Richter... und meistens hat es keiner gesehen, außer Menschen die eben viel draußen sind. und mich wundert es nicht, daß einige mit Fotoapparat rumlaufen und Leute anzeigen. (hab ich selber allerdings noch nicht getan)
    und warum soll man den Wildtieren nicht wenigstens ein paar Wochen Ruhe gönnen im Jahr? wenigstens zu der Zeit, da sie ihre Kinder bekommen und in Ruhe großziehen wollen. ist das denn so schlimm? und wenn der Hund angeleint sein MUSS, dann kann er eben nicht abhauen und kilometerweit rennen und Schäden anrichten. anders ist es meiner Meinung nicht händelbar.
    ein wirklicher Tierfreund ist FÜR die Anleinpflicht in der Brut- und Setzzeit!
    ich bin schon am Überlegen ob man die Anleinpflicht fürs ganze Jahr einführen sollte und als Ausgleich geeignete eingezäunte Freiflächen schafft für Hunde.

  22. #22
    Cybeth Guest
    Zitat Zitat von Monika Beitrag anzeigen
    wer mit offenen Augen durch die Natur läuft, weiß das VIELE Hundebesitzer sich nicht an a halten.
    ich hab schon zu viel Schreckliches gesehen und versucht mit den Hundebesitzern zu reden und war auch noch schockert wie ignorant sie sind. "gibt doch genug Rehe" war so eine typische Antwort. und wo kein Kläger ist, da kein Richter... und meistens hat es keiner gesehen, außer Menschen die eben viel draußen sind. und mich wundert es nicht, daß einige mit Fotoapparat rumlaufen und Leute anzeigen. (hab ich selber allerdings noch nicht getan)
    und warum soll man den Wildtieren nicht wenigstens ein paar Wochen Ruhe gönnen im Jahr? wenigstens zu der Zeit, da sie ihre Kinder bekommen und in Ruhe großziehen wollen. ist das denn so schlimm? und wenn der Hund angeleint sein MUSS, dann kann er eben nicht abhauen und kilometerweit rennen und Schäden anrichten. anders ist es meiner Meinung nicht händelbar.
    ein wirklicher Tierfreund ist FÜR die Anleinpflicht in der Brut- und Setzzeit!
    ich bin schon am Überlegen ob man die Anleinpflicht fürs ganze Jahr einführen sollte und als Ausgleich geeignete eingezäunte Freiflächen schafft für Hunde.
    Schließe mich deine Ausführungen an. Da ich sehr ländlich wohne und mich oft in der Natur bewege, bekommt man sehr viel mehr mit, als wenn ich vom Plattenbau aus dem Fenster schaue.

    Die Fakten sprechen für sich. Durch Hunde- und Katzen werden jedes tausende Ästlinge verletzt oder getötet.

    Die veranwortungslosen Halter sind genauso bei den Katzenhaltern zu suchen.

    Aber es bringt mir nichts hier weiter zu diskutieren, man bekommt eh wieder das Wort im Mund herum gedreht und es wird sich alles wieder so zurecht gelegt, wie man es eben gerade braucht.

  23. #23
    Cybeth Guest
    Hier mal ein paar Schlagzeilen aus unserer Lokalpresse, der vergangenen Wochen.
    Geändert von Steppenläufer (27.04.2014 um 21:47 Uhr) Grund: Texte entfernt

  24. #24
    Steppenläufer Guest
    Bitte keine Volltexte von anderen Seiten hier veröffentlichen, da du damit gegen das Urheberrecht des Autors/der Zeitschrift verstößt. Kurze Zitate mit Quellenangabe sind ok. Danke.

  25. #25
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    Wer einen Stöber- oder sogar Hetzhund hat, sollte den Hund IMMER an der Leine ausführen.
    Nicht nur unsere Hunde haben Rechte, sondern auch die Wildtiere.


    Johanna mit Betsey und Crazy

  26. #26
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    Gegen den Leinenzwang zur Brut- und Setzzeit habe ich gar nichts und generell sollte es Rücksicht geben. Die Bauern sind extrem genervt. Einfach mal nachlesen, wie schön sie vollgekackte Äcker finden.....http://www.landtreff.de/hundehalter-...st-t96627.html
    Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.

  27. #27
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    Finden kann man vieles, o es aber nur ein Gerücht ist, muss man wissen wollen.

    In der vorliegenden Risikobewertung galt es, ausschließlich, das direkte Abortrisiko zu betrachten, dass mit dem Aufenthalt von Hunden auf einem Grünlandareal verbunden sein könnte. In einem auf realistischen Annahmen beruhenden, im Zweifelsfall aber immer Wertebereiche eines worst-case Szenarios einschließenden
    Simulationsmodell wurde ermittelt, dass erst ab einem regelmäßigen (dass heißt wöchentlich am häufigsten 2 mal, jedoch mindestens einmal und höchstens fünfmal) Aufenthalt von mindestens 87 Hunden während der Weidesaison auf einem Grünlandareal (Weide, Mähweide) ein geringes Abortrisiko besteht. Selbst wenn die angenommene Oozysten-Ausscheidung verzehnfacht wird, müssten nach diesem Simulationsmodell immer noch mindestens 14 Hunde während der gesamten Weidesaison dieses Areal regelmäßig aufsuchen um ein geringes Abortrisiko für den Rinderbestand darzustellen. Die Einbeziehung von worst-case Szenarien in diese Simulation berechtigt zu der Annahme, dass die Zahl von Hunden, die sich auf einem Grünlandareal aufhalten müssen, um mindestens einen N. caninum-bedingten Abort auszulösen, unterschätzt wird, sodass das reale Abortrisiko für Rinderherden, dass durch Hunde auf Grünlandarealen entsteht, noch geringer ist. Aufgrund der in den Rinderhaltungsregionen der Bundesrepublik bekannten Hundedichten wird davon ausgegangen, dass solche Begehungsintensitäten durch Hunde auf Grünlandarealen in der Regel nicht erreicht werden.

    Quelle: http://www.fli.bund.de/fileadmin/dam...m=100,-236,842


    Johanna mit Betsey und Crazy

  28. #28
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    4
    Ich finde den Leinenzwang in bestimmten Gegenden sehr sinnvoll. ABER in der Gegend wo ich zB. wohne gibt es keine Rehe usw die angegriffen werden können daher fände ich es sinnvoller, wenn der Leinenzwang in solchen Gegenden abgeschafft wird. Vielleicht könnte man (wenn er denn vorhanden ist) in die Hundeführerscheine eintragen, ob der Hund in der Zeit nur an der Leine geführt werden darf da er einen starken Jagdtrieb besitzt. Letztendlich gibt es noch die Schleppleine durch die der Hund dann immer noch freier laufen kann.
    Zu dem Thema Hundekot (was hier meiner Meinung nach nicht hingehört aber jedem das seine ) bei uns muss man immer nach den Mülleimern suchen was ich ich bei den Hundesteuern echt als Frechheit empfinde und welcher Hundebesitzer hat schon lust Kilomterweit mit einer sche..tüte rum zu laufen? Obwohl ich auch dafür bin, dass der Kot immer aufgesammelt wird.
    Was ich aber auch nicht nachvollziehen kann, ist das bei uns Katzen draußen auch alles vollscheißen und da meckert keiner (Nein ich habe nichts gegen Katzen, aber alles auf Hunde abzuschieben finde ich ungerecht) und auf unseren Feldwegen liegt auch dauernd Pferdekot rum der muss auch nicht weg gemacht werden.

  29. #29
    Registriert seit
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    Na ja, mein Hund hat damals angeleint auf einem Wiesenweg ein Rebhuhnküken erwischt. Ich konnte es ihm gerade noch aus dem Maul ziehen und vollgesabbert wie es war wieder in die Wiese setzen. Junge Hasen sind auch nicht immer so schlau und rennen vorher weg. Es müssen nicht immer Rehe sein. Getier gibt es überall, dazu gehören auch Ästlinge, die tollpatschig auf dem Boden herumhüpfen.
    Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.

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