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Thema: Wenig Luft - Tumore - wann einschläfern?

  1. #1
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    Question Wenig Luft - Tumore - wann einschläfern?

    Hallo liebe Foris...

    ich schreibe diesmal wieder aus einem traurigen Grund:

    mein Kaninchen (11 1/2 Jahre) atmet seit einer Woche sehr schwer und macht dabei komische Geräusche. (Nicht immer, auch zu unterschiedlichen Situationen, mal bei Belastung (Hoppeln) aber auch in Ruhephasen.) Am Anfang dachte ich noch es wäre eine Erkältung (hat sich so angehört) bis vor einigen Tagen.
    Außerdem ist ihm ein Knubbel am Hals gewachsen.

    Wir sind heute zum Tierarzt gefahren und haben ihn röntgen lassen. Ergebniss: Die Lunge ist sehr schlecht belüftet (auf dem Bild sehr grau) und überall waren Punkte im Körper zu erkennen. Der TA meinte, dass es sich erfahrungsgemäß bei so alten Tieren um Tumore handelt. Außerdem hatte er noch weitere "kleinere" Befunde wie Rückenschmerzen (Athrose) und Harnstein.

    Durch die großräumige Streuung der Tumore und das fortgeschrittene Alter kann er nichts medikamentöses bzw irgendwas machnen.... Er meinte, wenn das Atmen schlimmer wird bzw er aufhört zu fressen, würde er ihn einschläfern lassen.

    Nun frisst er schon erheblich schlechter als vorher. Aber er frisst noch. Draußen hüpft er auch noch rum.

    Ich weiß nicht wann der Zeitpunkt gekommen ist ihn zu erlösen.... Worauf würdet ihr noch achten? Oder könnt ihr vielleicht was aus eurem eigenen Erfahrungsschatz berichten?


    Traurige Grüße, Julia

  2. #2
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    das ist immer eine schwere Entscheidung und man weiss nie genau wie man es richtig macht. Für mich ist der Zeitpunkt zum erlösen gekommen wenn ich das Gefühl habe, das ein Tier keine Lebensqualität mehr hat. Das kannst nur du beurteilen. Solange du das Gefühl hast das er sich noch wohlfühlt, er hoppelt und frisst würde ich noch abwarten. Sollte das nicht mehr gegeben sein musst du den letzten Gang mit ihm machen.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Danke für deine schnelle Antwort.

    Ja so habe ich es auch versucht zu sehen.... er frisst noch aber sehr wenig. Heute hoppelt er fast gar nicht mehr und sitzt mehr rum. Und in den nächsten Tagen soll es ja auch noch heißer werden, wo er noch mehr Probleme mit dem Atmen bekommt...

    Ich will ihn nicht quälen und denke mir auch "wie viel schlimmer muss es noch werden?". Ich will ja nicht, dass er qualvoll erstickt... Und 11 1/2 Jahre ist ja auch eine lange Zeit. Ich weiß nicht, ob es dann ein paar Tage machen, die ich ihn dann evtl zu früh hole.... Es klingt furchtbar, aber ich hoffe du weißt was ich meine...
    LG Julia

  4. #4
    Steppenläufer Guest
    Das ist wirklich schwierig

    Ich würde normalerweise zustimmen, dass man einfach beobachten sollte, wie es dem Tier geht, und daran dann den Zeitpunkt einschätzen soll, ab dem es nicht mehr geht.

    Aber bei Atemproblemen sehe ich das etwas anders: wenn man wirklich nichts mehr machen kann, was Linderung bringen kann (wurde eine Lungenentzündung ausgeschlossen? Die könnte man medikamentös behandeln lassen), dann würde ich nicht mehr lange warten (heute noch? morgen?), weil es jetzt schon Schwierigkeiten beim Atmen hat.
    Erstickungsgefühle gehen immer auch mit Angst und enormem Streß einher.
    Kaninchen verstecken gesundheitliche Probleme sehr gut, damit kein Fressfeind auf sie aufmerksam wird. Wenn du ihm schon anmerken kannst, dass es ihm schlecht geht, dann geht es ihm wirklich schlecht.

    Tut mir leid

  5. #5
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    Hey,

    er wurde gestern abend noch erlöst. Wie du gesagt hast Steppenläufer, dieses "minimale" Anzeigen der Krankheit am Vormittag hat gereicht.... innerhalb von 7 h nach der ersten Untersuchung (mit Röntgen) wurde es auf einmal viel schlimmer.
    Der TA hat ihn nochmal durchgecheckt.... er hatte niedrige Temperatur, hat die Hinterläufe nicht nachgezogen (wenn sie noch vom hoppler angeknickt waren) und hat eigentlich nur noch apathisch geatmet.
    Ich hatte wirklich Angst vor dem Einschläfern, da ich dachte er wird es merken/ zucken o.ä. Aber zum Glück ist alles prima verlaufen... der TA war klasse, ich habe ihn die ganze Zeit gestreichelt beim Einschlafen, Schlafen und dann letztendlich bei der letzten Spritze...

    Ich bin so unfassbar traurig.... werde heute erstmal das Kaninchenzeug zusammen sammeln und hoffen, dass ich mich irgendwann dran gewöhnen kann.

    Danke für eure Unterstützung.

    LG Julia

  6. #6
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    Das hast du sicher alles genau richtig gemacht, auch, wenn es natürlich sehr schwierig war! Nur wenigen Kaninchen wird so ein langes Leben mit einem so behüteten Ende zuteil

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

    (aus: Goethe, Johann Wolfgang: Faust, Vorspiel)

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