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Thema: Der HCM-Austauschfred

  1. #1
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    Lightbulb Der HCM-Austauschfred

    Liebe Foris,

    vor wenigen Tagen bekamen wir für Teddy die Diagnose HOCM. Wie sicher alle Betroffenen waren wir erstmal schockiert, verwirrt, verzweifelt und überfahren von den Worten. Im Netz gibt es ja eine Menge Informationen zu dieser Krankheit, allerdings sind diese teilweise auch sehr kryptisch.

    Aus diesem Grund möchte ich gern hier einen HCM-Austauschfred ins Leben rufen, um wichtige Infos und Links festzuhalten, Fragen zu stellen, sich über Diagnose und Behandlung auszutauschen und natürlich, um sich gegenseitig Trost zu spenden und den Rücken zu stärken.
    Es wäre toll, wenn so viele wie möglich mitmachen - für alle, die schon lange mit einer HCM-Mieze leben und für die, die es gerade erst erfahren haben, ist das sicher sehr hilfreich.

    Was haltet ihr von folgendem Schema, um die Sache anzugehen: Name, Rasse, Alter und Diagnose (ggf. Werte) der Mieze, behandelnder Arzt, Behandlung, Prognose. Danach Erfahrungen und Fragen. Toll wäre es, wenn ihr aufschreiben würdet, wie ihr die Diagnose versteht; bei all den Fachbegriffen ist das ja gar nicht so einfach.
    Vielleicht können wir alle wichtigen/gesicherten Informationen hervorheben, sodass Neuankömmlinge die wichtigen Infos leichter finden können?
    Wenns weitere Vorschläge gibt, immer her damit!
    Liebe Grüße von


  2. #2
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    Wann sollte ich hellhörig werden und meine Katze auf HCM untersuchen lassen?

    • Bei gefährdeten Rassen (zB Coonies) routinemäßiger Herzschall im Alter von 2 Jahren
    • Wenn bei den Eltern der Miez die Krankheit bekannt ist!
    • Wenn die Katze schnell ermüdet, bei körperlicher Anstrengung mit offenen Maul atmet und/oder Pumpatmung hat (der Körper sieht dann ein bisschen aus wie ein Blasebalg)
    • Bei bläulichen Schleimhäuten
    • Bei mangelndem Appetit
    • Generell schwere Atmung, vermiderte Belastbarkeit
    • Wenn die Katze hustet, und dafür keine andere Ursache gesichert werden kann
    • Wenn die Katze eine Thrombose hatte und/oder Wasser in der Lunge


    Wie gehe ich vor, wenn ich meine Katze auf HCM untersuchen lassen will?

    • Abhören des Herzens beim Tierarzt (jedoch hören nicht alle TAs Herzgeräusche!)
    • Röntgenbilder des Herzens
    • Um eine sichere und genaue Diagnose zu stellen und die richtige medikamentöse Behandlung einzuleiten, bedarf es eines guten Tierkardiologen! Viele TAs haben entsprechende Geräte in ihren Praxen, doch nur die wenigsten haben genug Erfahrung in der Untersuchung und der Interpretation der Befunde!
    • Eine Liste zertifizierter Kardiologen in Deutschland findet ihr hier: http://collegium-cardiologicum.de/CC...f_21_02_11.pdf
    Liebe Grüße von


  3. #3
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    Als Einstiegslinks möchte ich gern diese hier empfehlen (Erweiterung der Liste erwünscht! Bitte mit kurzer Info, worum es in dem Link geht):

    Wie funktioniert das Katzenherz und wie ist es eigentlich aufgebaut?: http://pawpeds.com/healthprogrammes/HCMFormInfo_de.html

    Welche Herzkrankheiten bei Katzen gibt es?: http://www.tierkardiologie.lmu.de/pt...ankheiten.html

    Was ist HCM?: http://www.vomwernerwald.de/InfoHCM.html
    http://www.tierkardiologie.lmu.de/st...myopathie.html (primäre & sekundäre HCM, Beschreibung, was ist SAM, Symptome, Diagnostik, Therapie)
    Liebe Grüße von


  4. #4
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    Ich mache mal den Anfang mit unserem Kater Teddy.
    Rasse: BKH
    Alter: nur ein Jahr
    Krankheit fiel auf durch: Hecheln bei starker Belastung/Stress, mäkeliges Fressen, geringes Gewicht sowie Größe für das Alter. Abhören beim TA bekräftigte Verdacht, dann Herzschall mit Farbdoppler beim Kardiologen
    Diagnose: Hypertroph-obstruktive Kardiomyopathie (HOCM) mit funtioneller Insuffizienz der Mitralis (SAM)
    Kardiologe: Dr. Carsten Schmidt, Kaltenkirchen
    Behandlung: Betablocker Atenolol 25mg, 2x täglich 1/4 Tablette und Prilactone 40 mg, 1x täglich 1/4 Tablette
    Kontrollschall in einem Jahr
    Prognose: Alter und Fortschritt der HOCM sprechen für einen agressiven Verlauf. Allerdings bisher noch keine hämodynamischen Auswirkungen, der Vorhof ist noch nicht vergrößert.

    Teddys Werte der Doppler-Echokardiographie:
    • Verringerter linksventrikulärer Durchmesser (LVDd 12,1 mm), rechtsventrikulärer Durchmesser unauffällig
    • Vorderwand: normale Stärke, physiologische Motilität
    • Ventrikelseptum: Hypertrophie (IVSd 6,7 mm), basale Wulstbildung, physiologische Motilität
    • Hinterwand: Hypertrophie (HWd 8,2 mm), physiologische Motilität
    • Homogene Echogenität des Myokards ()
    • Normale Kontraktilität des Myokards (FS um 46%)
    • Kein Hinweis auf Vorhof- oder Ventrikelseptumdefekt im Farbdoppler
    • Linkes und rechtes Atrium nicht vergrößert (LA/Ao-Verhältnis 1,3 in der Längsachse, LAs-2D 10,2 mm)
    • Linksventrikulärer Ausflusstrakt durch septalen Wulst subvalvulär eingeengt, mit 9,2 mm normaler enddiastolischer Durchmesser der Aortenwurzel, morphologische Beschaffenheit und Motilität der Taschenklappen o.b.B, turbulentes Flussprofil der Aorta ohne diastolische Regurgitationssignale, Vmax des systolischen Einstromes mit 4,74 m/s stark erhöht
    • Rechtsventrikulärer Ausflusstrakt morphologisch unauffällig, Beschaffenheit und Motilität der Taschenklappen o.b.B., laminares Flussprofil der A. pulmonalis ohne diastolische Regurgitationssignale im Farbdoppler, Vmax des systolischen Einstromes mit 1,50 m/s an der oberen Normgrenze
    • Morphologische Beschaffenheit der Trikuspidalklappensegel o.b.B., keine systolischen Regurgitationssignale im Farbdoppler
    • Morphologische Beschaffenheit der Mitralklappensegel o.b.B., dennoch leichte systolische Regurgitationssignale im Farbdoppler, Vreg der systolischen Regurgitation 2.66 m/s im CW-Doppler, transmitraler Fluss mit Zeichen einer verschlechterten diastolischen Relaxation, E/A-Verhältnis mit 0,53 verringert
    • Physiologischer Kurvenverlauf der Mitralklappenbewegung im M-Mode (typische Ausbildung der E- und der A-Welle) ()
    • Geringe Distanz zwischen E-Punkt der Mitralisbewegung und Kammerseptum (EPSS 0,0 mm) ()
    • Perikard unauffällig, kein Perikarderguss
    • Kein Pleuraerguss
    • Herzfrequenz während der Untersuchung um 180/min, Herzryhtmus unauffällig

    Kann dazu noch jemand was sagen???


    Wie habe ich die Diagnose verstanden?

    Ich habe das ganze so verstanden, dass Teddys linke Herzkammerwand sehr stark verdickt ist, insbesondere in Anbetracht seines Alters. Dadurch fehlt Raum in der linken Herzkammer, und es kommt in der Folge zu einem Blutrückfluss in den linken Vorhof. Dieser ist noch nicht vergrößert; passiert dies aber, besteht die Gefahr von Thrombosen, die sich dort bilden, da sich zu viel Blut im Vorhof befindet und das Blut an den Seiten quasi "steht". Mit der Zeit schleifen sich die Thromben irgendwann ab und gelangen so aus dem Vorhof hinaus.
    Zudem staut sich das Blut vom Vorhof zurück in die Lungenarterien, in denen der Druck dadurch stark ansteigt. Es kommt zum Austritt von Flüssigkeit in die Lunge.
    Habe ich das richtig verstanden???

    Die Fragen, die ich habe, sind folgende:

    • Wenn ich das oben richtig verstanden habe, dann besteht keine Thrombose/Wasserlungen-Gefahr, solange der Vorhof noch unverändert ist - oder???
    • Und was ich mich auch noch frage, woran merke ich, wenn es anfängt mit dem Wasser in der Lunge? Ich habe gelesen, dass die Miezen dann manchmal husten und schwer atmen, aber dann ist da doch schon recht viel Wasser, oder? Kann man es irgendworan früher merken? Ich möchte so schnell wie möglich eingreifen können, er soll nicht das Gefühl haben, langsam zu ersticken Die Thromben kann man ja schon vor dem Ablösen auf dem Schall sehen, sagte der Kardiologe. Das Wasser auf dem Röntgen. Aber ich kann ihn ja nicht wöchentlich vorsorglich zum TA schleppen....
    • Ich habe widerstreitende Anganben zur Behandlung mit den Medis gelesen. Mache sagen, die können den Verlauf verlangsamen, andere sagen, sie können nur die Symptome mildern, wieder andere sagen, beides ist möglich....was sagt ihr dazu??
    • Wenn die Medis es nicht schaffen, den Verlauf zu verlangsamen, denke ich, dass Teddy nicht mehr so lange hat. Sollte unter diesen Umständen nicht schon früher als in einem Jahr ein Kontrollschall gemacht werden?
    • Wieso wird bei Katzen sowas eigentlich nicht operiert? Ich habe gelesen, dass es bei Hunden manchmal gemacht wird, und sogar an Wellensittichen kann man OPs durchführen...




    Ich weiß, das ist jetzt alles total viel. Wir wissen es erst seit Freitag und sind noch ziemlich geschockt und verwirrt. Ich möchte gern alles verstehen und richtig machen, gerade, da man ja als Besi bei einer HCM ohnehin nicht wirklich viel machen kann.
    Wer also zu irgendeinem meiner Punkte oder meiner Fragen Anmerkungen/Erfahrungen/Einschätzungen/Antworten abgeben kann....ich bin sehr dankbar dafür!
    Liebe Grüße von


  5. #5
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    Katzerine,

    erst mal tut es mir sehr Leid, dass dein Teddy so früh an HCM erkrankt ist

    Du hast diesen Faden sehr professionell und medizinisch eröffnet und ich habe lange gezögert meine Erfahrung hier kundzutun, da ich das medizinisch mit Fakten nicht so rüberbringen kann, aber vielleicht kann dir unsere Geschichte wenigstens etwas Mut machen

    Unser Felix war gerade mal 2 Jahre alt, als er uns eines Nachts durch fürchterliches Schreien weckte, er lag auf dem Boden, etwas Flüssiges lag unter ihm, es roch nicht nach Pipi, er hatte riesige Augen und erstickte fast. Wir haben ihn sofort in die TK gefahren.

    Am nächsten Tag kam dann die niederschmetternde Diagnose: HCM im fortgeschrittenen Stadium, die Lunge war voller Wasser, weitere Lebenserwartung sehr fraglich, und bis zu diesem Tag war Felix jedoch total unauffällig.
    Wir bekamen ihn wieder mit nach Hause, und sollten ihm 2x tägl. Medikamente geben:
    Tägl. ¼ Atenolol (Betablocker), 2x tägl. ½ Dimazon (entwässernd) und 2x die Woche eine halbe Kinderaspirin.

    Später am Abend schrie er wieder und konnte seine Hinterbeine nicht mehr bewegen,
    die TK riet mir ihm eine zusätzliche Entwässerungstablette zu geben und falls der Thrombus sich nicht auflösen würde ihn am nächsten Morgen zum Erlösen in die Klinik zu bringen.

    Ich habe mich zu ihm auf den Boden gelegt (er konnte ja nicht laufen) und ihm die ganze Nacht unter Tränen etwas zum Beruhigen erzählt. Morgens um 05:00 stand er dann von alleine auf und ging an seinen Napf futtern, ich konnte es gar nicht glauben.

    Mit der Zeit wurde Felix immer munterer und ich habe dann erst gemerkt, dass er die Jahre vorher im Vergleich irgendwie „gebremster“ war. Er war von Geburt an krank und mit der richtigen Medikamenteneinstellung blühte er sozusagen auf. Die TK sagte mir, dass sowas häufiger vorkommen würde.

    Nach kurzer Zeit sprang er morgens und abends freiwillig auf die Arbeitsplatte und erwartete seine Tabletten, natürlich plus Belohnung. Nur bei heißem Wetter oder Stress ging es ihm schlechter, aber mit einer Entwässerungstablette extra packte er auch das.
    In der TK wurde er anfangs halbjährlich geschallt, was aber wegen seiner positiven Entwicklung auf einen Jahresabstand zurückgefahren werden sollte.
    Die TK hat ihre Prognose revidiert und hatte ihm noch etliche Jahre gegeben,

    Leider wurde Felix überfahren und ich kann nicht sagen wie alt er mit dieser Krankheit letztendlich geworden wäre, oder wie sich Nebenwirkungen der Medis auf lange Sicht ausgewirkt hätten.

    Ich hoffe ich habe dir hiermit etwas Mut machen können
    viele Grüße von Susanne
    mit Oscar, Fredi, Paul und Fly


  6. #6
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    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen



    Später am Abend schrie er wieder und konnte seine Hinterbeine nicht mehr bewegen,
    die TK riet mir ihm eine zusätzliche Entwässerungstablette zu geben und falls der Thrombus sich nicht auflösen würde ihn am nächsten Morgen zum Erlösen in die Klinik zu bringen.

    Ich habe mich zu ihm auf den Boden gelegt (er konnte ja nicht laufen) und ihm die ganze Nacht unter Tränen etwas zum Beruhigen erzählt. Morgens um 05:00 stand er dann von alleine auf und ging an seinen Napf futtern, ich konnte es gar nicht glauben.

    Mit der Zeit wurde Felix immer munterer und ich habe dann erst gemerkt, dass er die Jahre vorher im Vergleich irgendwie „gebremster“ war. Er war von Geburt an krank und mit der richtigen Medikamenteneinstellung blühte er sozusagen auf. Die TK sagte mir, dass sowas häufiger vorkommen würde.

    Macht mich sehr traurig der Beitrag , weil er den Anschein erweckt , dass unser Momo nicht zwingend hätte von uns gehen müssen , hätte er sich in ebenso kompetenter Behandlung befunden wie euer Kater

    Und auch wenn ich weiß ,Momo wird durch diese Gedanken nicht mehr lebendig , macht es mich ebendrum traurig!
    unser geliebter Dusty-Schatz,

    wir wünschen uns, dass Du bis an dein Lebensende mit allem versorgt sein wirst, was du brauchst um glücklich sein zu können , wir denken noch oft an Dich


    ****************************** ****************************** *****************************

    Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, fühlt sich sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen
    Du hast diesen Faden sehr professionell und medizinisch eröffnet und ich habe lange gezögert meine Erfahrung hier kundzutun, da ich das medizinisch mit Fakten nicht so rüberbringen kann, aber vielleicht kann dir unsere Geschichte wenigstens etwas Mut machen
    Ohje nein, das tut mir leid. Ich wollte hier kein Fachchinesisch zusammentragen! Teddys Werte habe ich nur eingestellt, weil ich hoffe, dass hier jemand reinschaut, der damit was anfangen kann.
    Natürlich soll dieser Faden hier auch und gerade dazu da sein, Erfahrungen und Erlebnisse mit dieser Krankheit auszutauschen. Vielen Dank also für deinen Beitrag!

    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen
    Ich hoffe ich habe dir hiermit etwas Mut machen können
    Das hast du Eure Geschichte ist sehr berührend und nimmt so gar nicht den typischen Verlauf, den man immer überall liest und der einen so gruselt. Man kann lesen, wie sehr du ihn geliebt hast

    Zitat Zitat von Dusty004 Beitrag anzeigen
    Und auch wenn ich weiß ,Momo wird durch diese Gedanken nicht mehr lebendig , macht es mich ebendrum traurig!
    Ich habe dir ja drüben im Faden schon geschrieben, dass Momo sicherlich schon länger krank war, und vermutlich hätte man früher eingreifen können, wenn es bemerkt worde wäre.
    Es tut mir so leid für euch! Denk daran, dass es Momo jetzt gut geht, er leidet nicht mehr und schaut euch von oben zu
    Liebe Grüße von


  8. #8
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    Wie bist Du darauf gekommen in Schallen zu lassen? Gab es schon Symptome?

    Ich möchte nochmal betonen, dass HCM jede Katze treffen kann. Ob Hauskatze, Coon, BKH oder sonstige. Außerdem ist solange es kein SAM oder ähnliches gibt kein Herzgeräusch zu hören. Wenn es richtige Symptome gibt ist es leider oft schon sehr weit fortgeschritten.

    Das Wasser in der Lunge wirst Du bemerken wenn er schwerer atmet. Ich würde ihn auch regelmäßig dem TA vorstellen und nach einer Erstdiagnose auf jeden Fall nach 6 Monaten einen Kontrollschall machen. Ein Jahr wäre mir zu viel. Das geht, wenn die Tiere sehr gut eingestellt sind und eine leichte Form haben.
    Ohne Dir Angst machen zu wollen: Ein Jahr ist schon sehr sehr früh für eine Herzerkrankung. Und das mit diesen Werten... Nutzt die Zeit die Ihr habt und sollte doch sie länger sein, dann dreht ihr der HOCM ne lange Nase und lächelt.
    Gruß Lieschen Müller

    http://www.gidf.de/

  9. #9
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    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    Wie bist Du darauf gekommen in Schallen zu lassen? Gab es schon Symptome?
    Teddy hat bei starkem Stress, nämlich beim Autofahren, gehechelt. Außerdem auch, wenn wir mit der Federangel gespielt haben, da er die soo aufregend findet. Wenn er allein gespielt hat, wir Bällchen geworfen haben oder er mit Flauschi getobt hat, hat er keinerkei Symptome gezeigt. Das allein hätte mich vielleicht gar nicht hellhörig werden lassen. Dazu kam aber, dass er seit ca dem 10. Monat nicht mehr wirklich gewachsen ist, obwohl die Eltern sehr groß sind, und dass er immer sehr sehr schlank war. Das zusammengenommen, plus dann eben die Aussage der TÄ letzte Woche, dass beim Abhören Herzgeräusche zu hören sind, ahben uns veranlasst, ihn schallen zu lassen.
    Seine Eltern sind negativ geschallt.

    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    Ich möchte nochmal betonen, dass HCM jede Katze treffen kann. Ob Hauskatze, Coon, BKH oder sonstige. Außerdem ist solange es kein SAM oder ähnliches gibt kein Herzgeräusch zu hören. Wenn es richtige Symptome gibt ist es leider oft schon sehr weit fortgeschritten.
    Danke für den Hinweis, sehr wichtig!

    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    Das Wasser in der Lunge wirst Du bemerken wenn er schwerer atmet. Ich würde ihn auch regelmäßig dem TA vorstellen und nach einer Erstdiagnose auf jeden Fall nach 6 Monaten einen Kontrollschall machen. Ein Jahr wäre mir zu viel. Das geht, wenn die Tiere sehr gut eingestellt sind und eine leichte Form haben.
    So geht es mir auch, ein Jahr erscheint mir zu viel. ich werde das mit dem Kardiologen besprechen!
    Bei unserer Haus-TÄ sollen wir ihn in 14 Tagen nochmal vorstellen.

    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    Ohne Dir Angst machen zu wollen: Ein Jahr ist schon sehr sehr früh für eine Herzerkrankung. Und das mit diesen Werten... Nutzt die Zeit die Ihr habt und sollte doch sie länger sein, dann dreht ihr der HOCM ne lange Nase und lächelt.
    Du machst mir keine Angst, die Krankheit tut es Aber ich danke dir sehr für die offenen Worte, das ist genau das, was ich brauche, um alles zu verstehen und mich auch damit abzufinden, dass es so sein wird.
    Ich weiß, du kannst ja auch keine Ferndiagnosen stellen, und das verlange ich auch gar nicht, aber deine ganz individuelle unverbindliche vorsichtige Einschätzung: Was denkst du denn, wie lang er noch hat? (Wenn ich fragen darf)
    Liebe Grüße von


  10. #10
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    So wie ich das verstehe hat Teedy ja schon eine Aortenstenose. Durch die kommt es zu Turbulenzen des Blutes und die Mitralklappe öffnet sich im falschen Moment. Dadurch entsteht das SAM.
    Die Herzfrequenz und der Blutdruck müssen also stabilisiert werden, und deswegen der Betablocker?

    Ich bin kein Kardiologe, da wäre es doch vermessen zu sagen wie lang er noch hat. Das kann man auch kaum nach einem einzigen Schall sagen. Sicherlich ist hier eine aggressivere Entwicklung wahrscheinlich, wenn das so früh schon auftritt. Aber beim nächsten Schall kann man doch erst sagen, ob es sich rasch verschlechtert oder mit Medis etwas aufgehalten werden kann.
    Wie alt waren die Eltern beim letzten Schall?
    Hast Du die Werte bei Pawpeds eintragen lassen?
    Gruß Lieschen Müller

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  11. #11
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    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    So wie ich das verstehe hat Teedy ja schon eine Aortenstenose. Durch die kommt es zu Turbulenzen des Blutes und die Mitralklappe öffnet sich im falschen Moment. Dadurch entsteht das SAM.
    Die Herzfrequenz und der Blutdruck müssen also stabilisiert werden, und deswegen der Betablocker?
    Puuuh, ganz ehrlich...ich weiß nicht genau, wieso der Betablocker verordnet wurde.
    Zuerst hatten wir ja nur den Abhörverdacht unserer TÄ - die hat ihm daraufhin einen ACE-Hemmer verordnet, Fortecor 2.5 mg, 1x täglich eine halbe Tablette.
    Der Kardiologe sagte dann, dass er in diesem Fall vorerst einen Betablocker vorziehen würde, da dieser vielfältigere Wirkungen auf das Myokard habe und wegen seiner Arrhytmieprävention. Was das genau bedeuten soll....
    Warum fragst du?

    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Kardiologe, da wäre es doch vermessen zu sagen wie lang er noch hat. Das kann man auch kaum nach einem einzigen Schall sagen. Sicherlich ist hier eine aggressivere Entwicklung wahrscheinlich, wenn das so früh schon auftritt. Aber beim nächsten Schall kann man doch erst sagen, ob es sich rasch verschlechtert oder mit Medis etwas aufgehalten werden kann.
    Wie alt waren die Eltern beim letzten Schall?
    Hast Du die Werte bei Pawpeds eintragen lassen?
    Ja, du hast sicher recht. Ich muss mich noch damit abfinden, keine wirkliche Prognose zu haben. Das Tempo des bisherigen Verlaufs sagt nichts gutes, dass sein Vorhof noch normal ist und er außer bei strakem Stress (positiv und negativ) keine Symptome zeigt, ist wiederum ja nicht schlecht. Ich hoffe, die Medis können etwas bremsen, da liest man ja auch immer widersprüchliches zu...

    Der letze Schall der Eltern war 2010, die Katze war da 2 Jahre alt, der Kater 1 1/2.

    Nein, noch hab ich sie nicht eintragen lassen. Habe bisher ehrlich gesagt noch nicht viel Zeit gefunden, mir die Seite näher anzusehen. Am Tag nach der Diagnose stand ich ziemlich neben mir, gestern hab ich mich etwas berappelt und gelesen, gelesen, gelesen...
    Liebe Grüße von


  12. #12
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    Zitat Zitat von Katzerine Beitrag anzeigen
    Ohje nein, das tut mir leid. Ich wollte hier kein Fachchinesisch zusammentragen! Teddys Werte habe ich nur eingestellt, weil ich hoffe, dass hier jemand reinschaut, der damit was anfangen kann.
    Natürlich soll dieser Faden hier auch und gerade dazu da sein, Erfahrungen und Erlebnisse mit dieser Krankheit auszutauschen. Vielen Dank also für deinen Beitrag!

    Das hast du Eure Geschichte ist sehr berührend und nimmt so gar nicht den typischen Verlauf, den man immer überall liest und der einen so gruselt. Man kann lesen, wie sehr du ihn geliebt hast
    so war das auch gar nicht gemeint von mir

    ich glaube auch wie Absinth, dass man eine genauere Prognose erst nach dem nächsten Schall bekommen wird, es muß sich erst zeigen wie Teddy auf die Medis anspringt, das wird die weitere Entwicklung bestimmen, vorher ist alles zu ungenau (siehe unsere erste Prognose)

    Unser Felix war bis zu dem Erstickungsanfall nachts total unauffällig, später unter Medis zeigte er nur Symptome (hecheln, zurückziehen) bei Stress (Autofahrten, Hitze).

    Am besten ist natürlich wenn du soviel Ruhe wie möglich ausstrahlst und den Kleinen gut beobachtest und Stress für ihn möglichst vermeidest. Wir haben wie bereits gesagt bei Anfangssymptomen die Dosis der Entwässerungstabletten kurzfristig erhöht, z.B. vor Transporten. Vielleicht kannst du das ja mal mit deiner TA besprechen, damit man für den Fall vorbereitet ist.

    Felix war übrigens ein "einfacher" Bauernhofkater, auch ziemlich schlank im Gegensatz zu seinem Bruder Oscar ich habe immer gedacht das läge daran, dass er ein viel agilerer, hektischerer Typ als der gemütlicherer Oscar war. Wahrscheinlich war seine Figur aber auch krankheitsbedingt.

    Ich wünsche euch so sehr, dass die Medis ihre Wirkung zeigen und er mit der richtigen Medi-Dosierung die Krankheit noch lange herauszögern kann, ich drücke euch die Daumen
    viele Grüße von Susanne
    mit Oscar, Fredi, Paul und Fly


  13. #13
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    Ist Teddy eigentlich Freigänger oder Wohnungskater?
    viele Grüße von Susanne
    mit Oscar, Fredi, Paul und Fly


  14. #14
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    Ist Teddy eigentlich Freigänger oder Wohnungskater?
    viele Grüße von Susanne
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  15. #15
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    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen
    so war das auch gar nicht gemeint von mir


    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen
    Am besten ist natürlich wenn du soviel Ruhe wie möglich ausstrahlst und den Kleinen gut beobachtest und Stress für ihn möglichst vermeidest. Wir haben wie bereits gesagt bei Anfangssymptomen die Dosis der Entwässerungstabletten kurzfristig erhöht, z.B. vor Transporten. Vielleicht kannst du das ja mal mit deiner TA besprechen, damit man für den Fall vorbereitet ist.
    Danke für den Tipp, ich werd den Kardiologen mal drauf ansprechen!

    Zitat Zitat von Felipe Beitrag anzeigen
    Ist Teddy eigentlich Freigänger oder Wohnungskater?
    Er ist ein Wohnungskater, geht aber regelmäßig auf den Balkon.
    Liebe Grüße von


  16. #16
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    Mh, die Eltern waren natürlich noch sehr jung und gehören eigentlich genau jetzt nachgeschallt, grade nach der Diagnose. Einer von beiden wird definitiv eine HCM entwickeln, der Erbgang ist ja dominant.
    Und grade deshalb würd ichs auch in Pawpeds eintragen, das ist ja der Sinn dieser Datenbanken auch wenns natürlich manchmal schade ist, das dort nur Ergebnisse der zertifizierten Kardiologen drin stehn.
    Wahrscheinlich hast Du aber nicht das PP HCM-Formular? Dann lass es beim nächsten Schall ausfüllen.

    Hatte gefragt weil ich dachte Du wüsstest, weshalb genau der Betablocker verschrieben wurde.
    Gruß Lieschen Müller

    http://www.gidf.de/

  17. #17
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    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    Mh, die Eltern waren natürlich noch sehr jung und gehören eigentlich genau jetzt nachgeschallt, grade nach der Diagnose. Einer von beiden wird definitiv eine HCM entwickeln, der Erbgang ist ja dominant.
    Ja, das hat die Züchterin auch vor, so wie ich sie verstanden habe. Natürlich müssen auch die Dosis von Teddys Bruder informiert werden.

    In einem anderen Forum schrieb mir jemand, Teddys Eltern wären sicher beide heterozygot und daher beide gesund, während Teddy es hat.

    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    Und grade deshalb würd ichs auch in Pawpeds eintragen, das ist ja der Sinn dieser Datenbanken auch wenns natürlich manchmal schade ist, das dort nur Ergebnisse der zertifizierten Kardiologen drin stehn.
    Wahrscheinlich hast Du aber nicht das PP HCM-Formular? Dann lass es beim nächsten Schall ausfüllen.

    Hatte gefragt weil ich dachte Du wüsstest, weshalb genau der Betablocker verschrieben wurde.
    Ja, werd ich machen!

    Wie gesagt, ich weiß nur, was im Bericht steht zur Medigabe. Inwiefern der Betablocker vielfältiger auf das Myokard hat und Arrhytmiepräventiv wirkt, dazu fehlt mir das pharmazeutische Wissen.
    Liebe Grüße von


  18. #18
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    Hallo
    als erstes möchte ich mal sagen, wie toll ich diesen Fred finde . Sehr informativ und professionell aufgebaut. Ich habe mich jetzt mal durch die Links gearbeitet und möchte nachfragen, ob diese Liste der Kardiologen vollständig ist?
    Ich habe mich letztens z.B. über Deinen Fall unterhalten Kathi und auch wo Du gewesen bist. Die Züchterin meinte, das der ganz toll ist ( sie war mit ihrem Hund da) und meinte, es gäbe wohl in Hamburg noch einen besseren. Den habe ich aber auf der Liste nicht gefunden . Kann es sein, das dort vlt. nicht alle aufgeführt sind. Weil wenn, dann würde es doch Sinn machen, wenn man eine zusätzliche Liste der Foris macht, wo zusätzlich die aufgeführt werden, die sich durch gutes Wissen ausgezeichnet haben.

    Außerdem finde ich dieses Thema sehr wichtig und man könnte doch die Mods fragen, ob dieses Thema nicht festgepinnt wird. Damit man nicht solange suchen muss, wenn man nicht jeden Tag schreibt
    Liebe Grüße von Carola, Belle, Lina, Freddie und Tizia

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    Für immer im Herzen meine Regenbogenkinder
    Meine Regenbogenkinder

  19. #19
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    Zitat Zitat von catsanddog Beitrag anzeigen
    Hallo
    als erstes möchte ich mal sagen, wie toll ich diesen Fred finde . Sehr informativ und professionell aufgebaut. Ich habe mich jetzt mal durch die Links gearbeitet und möchte nachfragen, ob diese Liste der Kardiologen vollständig ist?
    Ich habe mich letztens z.B. über Deinen Fall unterhalten Kathi und auch wo Du gewesen bist. Die Züchterin meinte, das der ganz toll ist ( sie war mit ihrem Hund da) und meinte, es gäbe wohl in Hamburg noch einen besseren. Den habe ich aber auf der Liste nicht gefunden . Kann es sein, das dort vlt. nicht alle aufgeführt sind. Weil wenn, dann würde es doch Sinn machen, wenn man eine zusätzliche Liste der Foris macht, wo zusätzlich die aufgeführt werden, die sich durch gutes Wissen ausgezeichnet haben.

    Außerdem finde ich dieses Thema sehr wichtig und man könnte doch die Mods fragen, ob dieses Thema nicht festgepinnt wird. Damit man nicht solange suchen muss, wenn man nicht jeden Tag schreibt
    Hm, also unser Kardiologe schallt auch ein mal die Woche in zwei anderen Kliniken, eine davon in Hamburg glaube ich. Meinte sie sicher einen anderen?

    Auf der Liste oben werden alle Kardiologen geführt, die vom Collegium Cardiologicum zertifiziert sind, also vor allem auch genug Erfahrung (nicht nur die Geräte und die Fortbildung) haben.

    Gestern habe ich hier noch eine (teilweise deckungsgleiche) Kardiologenliste gefunden: http://pawpeds.com/healthprogrammes/vetlist_de.html
    (runterscrollen zu "Germany")
    Liebe Grüße von


  20. #20
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    Es war definitiv ein anderer und sie war absolut begeistert. Der konnte ihnen super helfen. Ich werde sie nochmal fragen.
    Liebe Grüße von Carola, Belle, Lina, Freddie und Tizia

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  21. #21
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    Ich denke bei Empfehlungen darf man durchaus Namen nenne..also, wenn du möchtest...?
    Bin mit unserem bisher sehr zufrieden (war ja erst ein Termin), aber es schadet nie, noch eine zweite Adresse in der Nähe in der Hinterhand zu haben.
    Liebe Grüße von


  22. #22
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    Hallo Ihr Lieben,

    aufgrund der Bitte von cats&dog haben wir diesen Beitrag oben festgepinnt.

    Der Klügere gibt solange nach, bis er der Dümmere ist.

  23. #23
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    Die Liste führt alle zertifizierten Kardiologen auf. Das sind die, deren Ergebnisse in Pawpeds veröffentlich werden, weil man da einfach einen gewissen Standard garantieren möchte.
    Das heißt nicht, dass andere Kardiologen es nicht drauf haben. Allerdings gibts halt einige Koryphäen in dem Gebiet, die sich fast ausschließlich mit diesen Untersuchungen beschäftigen. Es gibt auch häufiger falsch positive Ergebnisse als falsch negative (was ja eigentlich besser ist als andersrum).

    Der Mensch aus dem anderen Forum hat leider keine Ahnung. Sonst wüsste er, dass das "Heterozygot" nur den Gentest betrifft, der momentan nur für Maine Coon gilt und außerdem nur was über EIN! Gen aussagt, von dem man noch nicht weiß, ob es wirklich HCM auslöst bzw. welche weiteren Auslöser es braucht, damit eine HCM auftritt.
    Wenn ein Jungtier HCM hat dann muss es die von mindestens einem Elternteil haben. Und da die HCM dominant vererbt wird, muss es ein Elternteil auch haben, was nicht heißt, dass es sich bei diesem Tier schon manifestiert hat. Kann also sein, dass Mutter oder Vater erst mit 5 Jahren positiv geschallt werden. Das ist die Sache mit der variablen Penetranz, sprich: Die Krankheit kann in verschiedenen Graden auftreten.
    Frag mal Sheratan, ihr Kater hat milde HCM und ist schon 10 Jahre, sein Sohn mit HCM 9 Jahre, während andere Söhne keine 3 Jahre alt wurden.

    Also ich denke er bekommt Betablocker, weil der die Herzfrequenz und den Blutdruck senkt. Da das Herz wegen der verdickten Herzwand ja immer schneller pumpen müsste wodurch diese weiter verdickt würde. Und der Herzrhythmus soll normalisiert werden (wegen der Turbulenzen).
    Gruß Lieschen Müller

    http://www.gidf.de/

  24. #24
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    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    Der Mensch aus dem anderen Forum hat leider keine Ahnung. Sonst wüsste er, dass das "Heterozygot" nur den Gentest betrifft, der momentan nur für Maine Coon gilt und außerdem nur was über EIN! Gen aussagt, von dem man noch nicht weiß, ob es wirklich HCM auslöst bzw. welche weiteren Auslöser es braucht, damit eine HCM auftritt.
    Wenn ein Jungtier HCM hat dann muss es die von mindestens einem Elternteil haben. Und da die HCM dominant vererbt wird, muss es ein Elternteil auch haben, was nicht heißt, dass es sich bei diesem Tier schon manifestiert hat. Kann also sein, dass Mutter oder Vater erst mit 5 Jahren positiv geschallt werden. Das ist die Sache mit der variablen Penetranz, sprich: Die Krankheit kann in verschiedenen Graden auftreten.
    Frag mal Sheratan, ihr Kater hat milde HCM und ist schon 10 Jahre, sein Sohn mit HCM 9 Jahre, während andere Söhne keine 3 Jahre alt wurden.

    Also ich denke er bekommt Betablocker, weil der die Herzfrequenz und den Blutdruck senkt. Da das Herz wegen der verdickten Herzwand ja immer schneller pumpen müsste wodurch diese weiter verdickt würde. Und der Herzrhythmus soll normalisiert werden (wegen der Turbulenzen).
    Wirklich vielen Dank für deine Beiträge, du kannst das sehr verständlich formulieren!
    (Habe mal etwas fett markiert, damit Interessierte bestimmte Infos schnell finden)

    Zum Auftreten der HCM in verschiedenen Graden:
    Der Kardiologe sagte auch, dass man derzeit außer bei den MCs keinen Gentest machen kann, und dass es mit Sicherheit noch mehr als nur dieses eine, dort bekannte Gen gibt (beim Menschen kennt man wohl eine ganze Menge und ist sich aber auch da sicher, dass es noch mehr gibt). Er sagte aber auch, dass man bei einer Katze, welche die HCM schon in so jungem Alter und gleichzeitig in so starker Ausprägung hat wie Teddy, davon ausgehen kann, dass eine starke genetische Disposition vorliegt, also eventuell mehrere (ja leider noch unbekannte) Gene vererbt wurden.

    Was ich mich grade frage: Soweit ich weiß, sind auch Teddys Eltern Kitten dieser Zucht. Also müsste ja auch schon mindestens ein Großelternteil betroffen gewesen sein oder betroffen werden

    Vielleicht kannst du mir auch noch eine Frage beantworten: Ich füttere (außer im Fummelbrett hin und wieder) nur Nassfutter und habe bisher immer Taurin zusätzlich supplementiert, da es ja kaum ein NaFu gibt, welches ausreichend Taurin enthält. Nun ist Taurin ja auch wichtig fürs Herz, ich habe aber gelesen, dass es auch den Blutdruck erhöhen soll usw? Dann wäre das ja jetzt irgendwie kontraindiziert und ich sollte es lieber weglassen, oder?
    Liebe Grüße von


  25. #25
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    Man geht bei HCM mit sehr hoher Sicherheit von einem dominanten Erbgang aus der aber noch nicht erforscht ist, weil die Krankheit eben so tückisch ist.
    Und ja, wenn er es hat und es ist genetisch, dann muss es mindestens ein Elternteil und auch wieder ein Großelternteil haben. Wenns aber mal so einfach wäre... Die allermeisten Zuchttiere werden nur ziemlich jung geschallt und dann bei Liebhabern platziert. Eine HCM erkrankte Katze muss nicht an HCM sterben. Oder sie tut es durch Thrombose oder Sudden Death aber wird nie seziert. Oder sie hat es einfach nur eine milde HCM, wird 10 oder 12 und niemand macht sich Gedanken, wenn so ein altes Tier stirbt. Und es gibt ja noch die Alters-HCM. Wird ein Tier sehr spät geschallt ist es halt wieder schwer zu sagen, obs genetisch oder altersbedingt ist.
    Ich kenne nen Menschen mit HOCM die bei ihm erst mit über 50 Jahren entdeckt wurde, sie ist aber genetisch.

    Beim Menschen gibt es bislang etwa 180 bekannte Gentmutationen die man mit HCM in Verbindung bringt. Mit Katzen forscht man ja, weil man für den Menschen Ergebnisse ableiten möchte und die kätzische Generationenfolge eben kürzer ist.

    Taurin stärkt den Herzmuskel, das wäre in Teddys Fall wirklich nicht so gut... Sekundäre Herzerkrankungen können ja auch durch Taurinmangel und Schilddürsenerkrankungen entstehen, die sind aber in der Regel reversibel, wenn man Taurin gibt oder die Schilddrüsenwerte einstellt.
    Gruß Lieschen Müller

    http://www.gidf.de/

  26. #26
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    Also, wie ich jetzt weiß, wurde der Kater bereits kastriert, bei der Katze soll das jetzt gemacht werden. Auch wird nachgeschallt.

    Das Taurin lasse ich bei Teddy jetzt weg, er bekommt ja noch etwas davon durch das normale NaFu.
    Seine Tabletten nimmt er bisher gsd sehr brav und verträgt sie auch sehr gut

    Ich habe gelesen, es gäbe zwei typische HCM-Verläufe...
    einmal den langsamen, bei dem dann zu Wasser in der Lunge usw kommt, und dann den schnellen, agressiven, der fast immer mit dem plötzlichen Herztod endet.
    Kann dazu jemand etwas sagen?
    Liebe Grüße von


  27. #27
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    Hallo Katzerine,

    die Diagnose von Teddy tut mir sehr leid. Absinth hat dir ja schon viel beantwortet!
    Es gab früher schon einmal einen solchen Thread hier und ich finde gut, wenn auch aus nicht so schönem Anlass, dass dieser nun nochmal aufgenommen wurde bzw, ein neuer. Absinth hat ja geschrieben: Eine HCM-Katze stirbt nicht unbedingt an HCM infolge Wasser in der Lunge etc., sondern kann auch an den Folgen einer Thrombose oder an einem plötzlichen Herztod sterben. Die Gefahr der Thrombose kann der Kardiologe, zumindest der, bei dem ich bin, gut einschätzen und entsprechend vorbeugen.

    Ansonsten glaube ich mit Sicherheit, dass Medikamente helfen, aber vielleicht nicht in allen Fällen. Ich bin aber davon überzeut, dass sie bei meinen beiden entschieden dazu beigetragen haben, dass sie nun schon 10 und 9 sind, obwohl sie die Diagnose 2006 und 2007 bekommen haben. Eine Prognose über die Entwicklung wird wohl erst nach dem Kontrollschall möglich sein, weswegen ich auch kein Jahr warten würde. Ich glaube, bei der ersten Diagnose sollte ich spätestens ein halbes Jahr später nochmal hin (ich weiß es leider nicht mehr genau).

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

    (aus: Goethe, Johann Wolfgang: Faust, Vorspiel)

  28. #28
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    Danke für deine Antwort, Sheratan!

    Schön, dass deine beiden nun schon so lang bei dir sind!
    Ich werde auf jeden Fall in einem halben Jahr zum Kontrollschall gehen, ein Jahr warten ist mir auch zu lang. Teddy bekommt jetzt seit einer Woche seine Medis, nach einer weiteren Woche will unsere Haus-TÄ ihn mal sehen sagte sie. Bisher habe ich den Eindruck, dass er sie ganz gut verträgt, er firsst allerdings wie immer sehr schlecht.

    Sheratan, kannst du beschreiben, wie dein Kardiologe die Thrombose-Gefahr einschätzt? Er sieht sie sicher auf dem Schall, wenn bereits welche da sind und gibt dann Blutverdünner?
    Wie oft geht ihr denn zum Kontrollschall?

    Ich habe noch etwas zum Thema Thrombose-Früherkennung recherchiert.
    Meistens (wenn man nicht gerade beim Schallen war uns sie dort aufgefallen sind), bemerkt man sie wohl erst, wenn sie sich schon gelöst und wieder festgesetzt haben. Meist sind die Hinterbeine betroffen, diese knicken weg und viele Katzen schreien dann auch, weil sie Schmerzen haben.
    Ich habe nun gelesen, dass frühere Zeichen der Thrombose sind, wenn die Mieze kalte und bläulich verfärbte Pfotenballen hat. Hat jemand sowas schon erlebt/gesehen?
    Dem nach zu urteilen, was man liest, sind die Chancen, die Thrombose wieder ganz auflösen zu können, höher, je früher sie entdeckt wird.
    Liebe Grüße von


  29. #29
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    Hallo Katzerine,

    ich muss bis jetzt nur einmal jährlich zum Kontrollschall (außer eben am Anfang, als aber nach Erstdiagnose dann jeweils der Verlauf stagnierte, konnte man den Abstand verlängern) und der ist nun auch wieder fällig. Ich bin nur eben gerade am schauen, was ich mache:

    1. 250 km (ein Weg) zum Experten fahren, bei dem sie bisher immer waren
    2. 60 km zu jemandem fahren, der immerhin zertifiziert ist
    3. hier in der Stadt einfach in die Tierklinik (wo der Schall aber doppelt so teuer ist wie beim "Experten")

    Ich bin derzeit dabei, Lösung Nummer 1 zu organisieren. Die Kater sind das Pendeln ja gewohnt und ich sehe schon voraus, dass ich evtl. nach einem Besuch bei Nr. 2 oder 3 mir nicht so sicher vorkomme. Die Kosten hätte ich sogar raus, weil der Experte nicht so teuer ist, ist halt nur sehr aufwändig und ich brauche einen Mitfahrer usw... Und ich bin sooo nervös vorher...

    Der Kardiologe hat mir bisher immer gesagt, es besteht keinerlei Thrombose-Gefahr bei meinen Tieren, darum muss ich hier auch nichts vorbeugend machen. Dies hat mit irgendeinem fixen Wert zu tun, den ich nun leider nicht mehr weiß, wenn der nicht überschritten ist, dann besteht keine Gefahr laut ihm.
    Darum will ich auch unbedingt zu ihm, ich weiß halt auch von den verwandten Tieren, dass er da immer recht gut auch im Vornherein erkennen konnte, wieviel Zeit noch bleibt, welche Gefahren sind. Bei meinen Katern sagte er zuletzt, er kann es NICHT vorhersagen und das ist in dem Fall Gold wert.

    Ganz spezifische Fragen kannst du doch vlt in dem Forum der Tierkardiologie stellen, mal da reingeschaut? Da beantworten die Tierärzte die Fragen (war zumindest vor paar Jahren so), also in dem Fall vlt die mit den Thrombosewarnzeichen.

    Ich habe in der ersten Zeit nach der Diagnose sehr sehr viel beobachtet. Atemgeräusche, Frequenzen, höre ich da ein Rasseln in der Lunge? Ich habe mich damit ziemlich verrückt gemacht. Mache ich immer noch manchmal, vor allem vor solchen Untersuchungen. Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, aber wenn Du merkst, Du steigerst Dich rein, versuche, ein inneres "Stop"-Schild zu heben... Sicher soll man aufmerksam sein, aber ich kenne es von mir, dass ich wirklich manchmal mit Argusaugen auf einen Kater starre und dann nicht mehr objektiv bin und mich langsam in Verzweiflung steigere, also nur so als "Vorwarnung" für HCM-Katzen-Besitzer ;-)

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

    (aus: Goethe, Johann Wolfgang: Faust, Vorspiel)

  30. #30
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    Zitat Zitat von Sheratan Beitrag anzeigen
    Hallo Katzerine,

    ich muss bis jetzt nur einmal jährlich zum Kontrollschall (außer eben am Anfang, als aber nach Erstdiagnose dann jeweils der Verlauf stagnierte, konnte man den Abstand verlängern) und der ist nun auch wieder fällig. Ich bin nur eben gerade am schauen, was ich mache:

    1. 250 km (ein Weg) zum Experten fahren, bei dem sie bisher immer waren
    2. 60 km zu jemandem fahren, der immerhin zertifiziert ist
    3. hier in der Stadt einfach in die Tierklinik (wo der Schall aber doppelt so teuer ist wie beim "Experten")

    Ich bin derzeit dabei, Lösung Nummer 1 zu organisieren. Die Kater sind das Pendeln ja gewohnt und ich sehe schon voraus, dass ich evtl. nach einem Besuch bei Nr. 2 oder 3 mir nicht so sicher vorkomme. Die Kosten hätte ich sogar raus, weil der Experte nicht so teuer ist, ist halt nur sehr aufwändig und ich brauche einen Mitfahrer usw... Und ich bin sooo nervös vorher...
    Puh, 250km sind natürlich kein Pappenstiel. Allerdings, wenn sie Autofahren gewöhnt sind und es gut wegstecken, würde ich es an deiner Stelle auch machen. Die zertifizierten Kardios sind das ja nicht umsonst, aber ich denke mir würde es so wie dir gehen, es würde eine innere Unsicherheit bleiben. Immerhin kennt der Experte deine beiden ja schon eine lange Zeit und auch ihren kompletten Krankeheitsverlauf.
    Fahrt ihr die Strecke an einem Tag dann hin und zurück?
    Würde dich sofort begleiten, aber ich seh du kommst aus NRW/RLP, da bin ich zu weit weg
    Ich drücke ganz doll die Daumen, dass der Termin gut verläuft und sich nichts negativ verändert hat!

    Ich war mordsnervös vor unserem Schalltermin und habe mich mit sehr vielen Rescues gedopt. War auch ganz gut, ich hätte sonst sicher in der Praxis angefangen zu heulen. So war mir nur sehr schlecht und die Anspannung hat sich dann erst Abends in Tränen gelöst.

    Zitat Zitat von Sheratan Beitrag anzeigen
    Der Kardiologe hat mir bisher immer gesagt, es besteht keinerlei Thrombose-Gefahr bei meinen Tieren, darum muss ich hier auch nichts vorbeugend machen. Dies hat mit irgendeinem fixen Wert zu tun, den ich nun leider nicht mehr weiß, wenn der nicht überschritten ist, dann besteht keine Gefahr laut ihm.
    Falls du daran denkst, kannst du ihn mal fragen, welcher Wert das ist, wenn du wieder da bist?

    Zitat Zitat von Sheratan Beitrag anzeigen
    Ganz spezifische Fragen kannst du doch vlt in dem Forum der Tierkardiologie stellen, mal da reingeschaut? Da beantworten die Tierärzte die Fragen (war zumindest vor paar Jahren so), also in dem Fall vlt die mit den Thrombosewarnzeichen.
    Hab grad mal gegoogelt, meinst du dieses hier?: http://www.tierkardiologie.lmu.de/sys/cgi/yabb/YaBB.cgi

    Zitat Zitat von Sheratan Beitrag anzeigen
    habe in der ersten Zeit nach der Diagnose sehr sehr viel beobachtet. Atemgeräusche, Frequenzen, höre ich da ein Rasseln in der Lunge? Ich habe mich damit ziemlich verrückt gemacht. Mache ich immer noch manchmal, vor allem vor solchen Untersuchungen. Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht, aber wenn Du merkst, Du steigerst Dich rein, versuche, ein inneres "Stop"-Schild zu heben... Sicher soll man aufmerksam sein, aber ich kenne es von mir, dass ich wirklich manchmal mit Argusaugen auf einen Kater starre und dann nicht mehr objektiv bin und mich langsam in Verzweiflung steigere, also nur so als "Vorwarnung" für HCM-Katzen-Besitzer ;-)
    Mir geht es da ähnlich Das mit dem inneren Stop-Schild ist ein guter Gedanke, das werde ich mal versuchen. Gds bin ich nicht allein, mein Freund und ich versuchen immer füreinander das Stopschild zu sein, wenn der andere gerade am Rad dreht. Die Tage direkt nach der Diagnose waren die schlimmsten, da hat er ganz hart zu mir gesagt, ich soll nicht über Teddy reden und ihn ansehen, als wäre er schon nicht mehr da. Und er hat Recht damit, das ist natürlich Unsinn so zu denken. Heute, eine Woche später, geht es schon besser, man muss es ja auch erstmal alles verarbeiten und für sich akzeptieren, dass die Krankheit da ist und bleiben wird.
    Teddy zeigt ja nur richtige Symptome, wenn wir Autofahren, das kommt außer bei TA-Besuchen nicht mehr vor, und wenn wir mit der Federangel spielen, die er über alles liebt. Ich hab mich bisher aber nicht mehr getraut, sie rauszuholen Gerade, weil ein kurzes Spiel damit ihn immer mehr frustriert hat als gar keines. Im Unterschied zu Spielen mit anderen Sachen oder wenn er mit Flauschi tobt, respektiert er dabei seine eigenen Grenzen nicht und würde sich bis zum Kreislaufkollaps hecheln, wenn man ihn ließe. Es tut mir sehr leid, ihm sein Lieblingsspielzeug jetzt vorzuenthalten, wo er doch eine möglichst schöne Zeit haben soll, aber ich trau mich einfach nicht.
    Jedenfalls bleibt mir so zum "manischen Überwachen" nur sein schlechtes Fressverhalten, was mich aber auch schon vor der Diagnose besorgt hat.
    Liebe Grüße von


  31. #31
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    Danke für Deine lieben Wünsche! Es wird sicher ohnehin noch ein paar Wochen dauern, denn der zertifizierte Kardiologe hat immer einen großen Andrang (hier in der Klinik bekäme ich sehr schnell nen Termin...), außerdem brauche ich, wenn ich Begleitung und Auto klarhabe, auch einen Termin um die Mittagszeit, denn es wäre hin und zurück an einem Tag. Sooo wild ist es eigentlich gar nicht, weil wir die gleiche Strecke früher gependelt sind und beim letzten Schall haben wir das auch schon so gemacht. Danach sind sie eh immer ganz brav und wollen unbedingt ins Auto

    Genau, das Forum meine ich!

    Hm, mein Ex, mit dem ich viele Jahre zusammenwohnte, hatte sich bei der Diagnose damals nicht so verrückt gemacht, was sicher auch ganz gut ist. Jedenfalls hat er sie nicht beobachtet usw., aber ich glaube er dachte sich vermutlich auch, dass ich das schon ganz gut im Blick habe alles... Und die "Nachfolger" nahmens glaube ich nie so ernst, weil meist erwähnt man ja vor dem ersten "Kater-Treffen", dass man zwei Katzen hat die herzkrank sind und jeden Tag Tabletten bekommen und da stellen sich viele wohl doch was anderes vor, als zwei putzmuntere Kater Auch meine Eltern halten das alles für übertrieben, aber mir ist das so auch viel lieber, wenn es ihnen gut geht und alle denken, ich hätte einen an der Klatsche mit Tabletten und Kardiologen als umgekehrt

    Ich habe eine ungefähre Ahnung, welchen Wert er meinte, aber ich will jetzt nix falsches sagen, vlt bekommst du im Forum auch schon Antwort oder aber ich frage ihn nochmal!

    Übrigens hat der Kardiologe immer, wenn ich gefragt habe, ob es sonst noch was zu beachten gäbe, gesagt: Die Kater können und sollen fressen und machen, wozu sie Lust haben, spielen was sie wollen usw. Als allerdings Orko beim letzten Termin etwas dicklich *hüstel* war, sagte er sinngemäß "ok, nun brauchen wir nicht mehr so fatalistisch zu denken, der Kater braucht eine Diät"

    Mein Merlin war übrigens früher auch extrem mäkelig, bis ich was gefunden habe, wovon ihm nicht schlecht wird und was er gut verträgt. Ich kenne das, habe sogar versucht ihn mit der Hand zu füttern, er bekam Aufbauspritzen vom Tierarzt, weil er nix futtern wollte, schlimm war das...

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

    (aus: Goethe, Johann Wolfgang: Faust, Vorspiel)

  32. #32
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    Ja das wär lieb, wenn du da nochmal nachfragst!

    Habe gestern Nacht noch einen langen Beitrag in diesem Forum geschrieben, mit vielen Fragen, und hoffe, ich bekomme dort bald Antwort. Wobei ich denke, Sonntags haben auch die Docs mal frei und das ist ja auch gut so.

    Meine Familie fühlt schon mit uns mit, aber so richtig nachvollziehen können das doch eher Menschen, die selbst mal eine so enge Bindung zu einem Tier erlebt haben.

    Wie hast du denn gemerkt, dass Merlin schlecht war nach dem Futtern? Hat er gewürgt und/oder erbrochen? Ich habe auch schon überlegt, ob das bei Teddy eine Rolle spielen könnte, allerdings hat er nie gewürgt oder erbrochen. Zum Teil spielt bei ihm sicher auch rein, dass er eine kleine Mäkelmiez ist. Ist momentan sehr schwer einzuschätzen, ob er aus Appetitmangel oder aus purer Mäkelei nicht frisst. Heute hat er jedenfalls erst zwei Happen zu sich genommen.
    Munter ist er aber. Er spielt gerade Verfolgungsjagdt mit Flauschi und wackelt mit dem Popo
    Liebe Grüße von


  33. #33
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    Sorry, ich habe Deine Frage leider überlesen, Katzerine. Also Merlin bekommt Flitzekacke von Futter mit vielen Nebenerzeugnissen.

    Ich komme gerade vom Herzultraschall mit den beiden. Bei Orko ist alles "beim alten", Vorhof ist okay. Merlin hat nun leider die Grenze überschritten und wir müssen zusätzlich entwässern. Ich habe das allerdings schon geahnt, weil mir die Atmung in Relation zu Orko schneller vorkam, auch, wenn Merlin generell der wuselige ist und sie schlafend okay war. Er bekommt Dimazon, eine halbe am Tag. Habe gleich mal getestet, ob er sie zermösert übers Futter frisst und tja, erst blieb es liegen, dann hat der Hunger es aber reingetrieben Ich selbst gebe die Tabletten zwar mit der Hand, aber weil ich gern über Pfingsten paar Tage wegfahren wollte, kann das nun auch mein Bruder machen Keine Thrombosegefahr, was mich sehr erleichtert - das ist ja echt mein Alptraum...

    Naja, ich hoffe, dass er das Medikament gut verträgt, sollen Ende des Jahres nochmal hin und aufgrund des langsamen Verlaufs (Merlin wird nun 10 im November) schaut es auch ganz gut aus. Er wird sicher keine 20, aber vor fünf Jahren hätte ich nie gedacht, dass die beiden mal zweistellige Lebensalter erreichen.

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

    (aus: Goethe, Johann Wolfgang: Faust, Vorspiel)

  34. #34
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    Unsere Würmi ist auch sehr schwer herzkrank. Sie wurde neulich 5 Jahre alt und hat eine pulmonale Hypertonie mit Rechtsherzinsuffizienz
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pulmonale_Hypertonie

    Würmi ist also auch lungenkrank und kurzatmig, durch die Medikamente konnte das Hecheln unter Belastung/Stress etwas minimiert werden. Vetmedin und Karsivan verschaffen ihr "mehr Luft ". Ihr größtes Problem ist aber ihr riesiges Herz. Die TÄ schütteln jedesmal ungläubig den Kopf wenn sie das Röntgenbild sehen. Wir wissen nicht, wieviel Zeit Würmi noch hat, die TÄ sind da sehr negativ gestimmt. In den letzten Monaten hatte sie öfters "Anfälle", die aber durch vorheriges Erbrechen kamen. Dann hechelte sie und ihr Herz raste. Das Herz ist leider innerhalb von drei Monaten wieder gewachsen. Im Juni wird das Herz wieder geschallt.
    An Medikamten bekommt sie Diltiazem, Karsivan, Dimazon, Vetmedin, Plavix und ASS. Das Thromboserisiko konnte durch die Blutgerinnungshemmer gemindert werden, es waren keine neuen Blutgerinnsel im Schall zu sehen.
    Heute geht es der Maus ganz gut, aber das kann sich täglich ändern. Wir kümmern uns um sie so gut es geht, an Medis bekommt sie auch alles was möglich ist. Ich hoffe dass das Herz nicht wieder gewachsen ist, aber wirklich große Hoffnungen mache ich mir nicht. Würmi ist eine recht kleine Katze mit einem zierlichem Körper. Irgenwann hat das Herz und die anderen Organe keinen Platz mehr. Wir werden sehen wie es weitergeht.
    Wir haben noch einen anderen herzkranken Kater, Sunny, er wird bald 18 Jahre alt. Ihm gab man damals noch drei Monate. Das ist jetzt vier Jahre her. Sowas gibt einem immer die Hoffnung, das es vielleicht doch noch eine Weile gut gehen kann. Bei ihm schlugen die Medis gut an. Bei Würmi im Grunde auch, aber ihre Krankheit war schon zu weit fortgeschritten. Bei ihr ist es angeboren.
    Liebe Grüße von Sandy und ihren Plüschmiezen Jessy, Pebbles, Pippilotta und Monchichi

    Immer im Herzen meine Rainbows Gyzmo, Mausi, Würmi, Molly, Sunny und mein Baby Luna

  35. #35
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    Mal eine Frage wegen des Dimazons an die, die damit schon Erfahrungen haben. Merlin bekommt es ja nun seit drei Tagen erst. Er trinkt gar nicht, also vorher nicht, jetzt auch nicht. Habe ihn in 9 Jahren nur einmal am Wassernapf gesehen, als er ein halbes Brathühnchen vertilgt hatte. Ach ja, und nach einem Suppenhuhn.. Er frisst nur Nassfutter. Nun scheint er mehr Hunger zu haben Vielleicht, weil er Durst hat? Ich überlege dann nämlich, Katzenmilch mit Wasser anzubieten, damit er vielleicht doch trinkt, denn auf Dauer kann er ja nicht mehr futtern, weil er Durst hat...? Oder hat noch jemand ne hungrigere Katze mit Dimazon?

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

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  36. #36
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    Sunny und Würmi bekommen das Dimazon, haben aber bei einer normalen Dosis weder mehr Durst noch mehr Hunger. Nur wenn die Dosis erhöht wird, saufen sie mehr.
    Ich biete meinen öfters laktosefreie Milch an. Die ist gesünder und billiger wie Katzenmilch.
    Liebe Grüße von Sandy und ihren Plüschmiezen Jessy, Pebbles, Pippilotta und Monchichi

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  37. #37
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    Ok, ich dachte es müsste zu mehr Durst und auch mehr ergebnissen im Katzenklo führen, aber ich kann von beidem nichts sehen... An laktosefreie Milch habe ich gar nicht mehr gedacht, da kaufe ich später trotzdem mal welche, danke :-)

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

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  38. #38
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    Nichts zu danken. Milch ist aber als Nahrung zu werten, nicht als "Getränk".
    Da meine aber eh mehr auf den Rippen vertragen können, dürfen sie soviel Milch schlappern wie sie wollen
    Liebe Grüße von Sandy und ihren Plüschmiezen Jessy, Pebbles, Pippilotta und Monchichi

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  39. #39
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    Sheratan, das freut mich, dass euer Kontrolltermin relativ glimpflich abgelaufen ist!

    Zum Entwässern kann ich leider nichts sagen, das ist bei Teddy gsd noch nicht nötig.
    Ich würde es versuchen, ihm laktosefreie Milch oder zuckerfreie Kondensmilch in guter Verdünnung anzubieten. Wenn er dann weniger frisst, weißt du ja, dass das vermehrte Futtern vom Entwässern kommt. Evtl kannst du dann ja langsam den Wasseranteil erhöhen, dann trinkt er vielleicht auch so.

    Sandy, ich habe Würmis Geschichte schon häufiger hier im Forum verfolgt. Wirklich unglaublich, womit sie und ihr alles zu kämpfen habt, aber schön, welchen Lebenswillen sie hat.
    Sunny war also 14, als es bei ihm diagnostiziert wurde? Hat er eine andere Grunderkrankung?

    Teddy Appetitproblem gehört übrigends seit bald vier Wochen der Vergangenheit an. Nachdem wir alles mögliche versucht hatten und es mir nicht möglich war herauszufinden, ob er eine Stauungsgastritis haben könnte, hat er vor vier Wochen einfach so wieder angefangen normal zu fressen. Zwischendrin gibt es mal einen Tag, wo es nicht soo dolle ist, aber da die Grundsituation gut ist, gehen wir entspannt damit um und dann ist es eben mal einen Tag so. Ich danke der Firma Schmusy dafür, dass sie das Natures Menu jetzt auch im Beutel mit Soße anbieten, denn das mag er wirklich sehr gern und es ist nicht ganz so minderwertig wie andere Soßenfutter!
    Liebe Grüße von


  40. #40
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    Huhu Katzerine,

    ja eine liebe Freundin hat mich mittlerweile mal drauf aufmerksam gemacht, den Beipackzettel richtig zu lesen Bei Dimazon steht drin: Der Behandlungseffekt kann durch vermehrte Trinkwasseraufnahme beeinträchtigt werden. Soweit es der Krankheitszustand des Patienten erlaubt, sollte deshalb die Trinkwassermenge für die Dauer der Behandlung weitgehend eingeschränkt werden.

    Ich werde vielleicht den Kardiologen aber nochmal fragen, habe ohnehin noch eine "Nachfrage". Mich wunderte halt der ziemlich starke Hunger und wenn das eben Durst ist (weil er nur Nassfutter frisst), weiß ich auch nicht, was ich da machen soll, er schreit dann halt ziemlich rum, habe diese Woche auch ein bisschen Katzenmilch gegeben, hat immerhin auch weniger Kalorien als ne Portion Futter. Ich beobachte das noch ein wenig und frage dann den Kardiologen, mich verunsichert das ein wenig.

    Klasse, dass Teddy wieder gut frisst! Das Beutelfutter schaue ich mir vielleicht auch mal für Orko an, der ist mit hochwertigem Nassfutter auch so mäkelig, liebt aber ja sein Trofu

    Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

    (aus: Goethe, Johann Wolfgang: Faust, Vorspiel)

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