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Thema: Wenn Katzen älter werden

  1. #1
    Tina02 Guest

    Question Wenn Katzen älter werden

    Mit großer Begeisterung habe ich heute zum ersten Mal hier reingelesen und mich gleich registriert. Wie ich sehe, haben hier viele eine Menge Ahnung und Erfahrung mit Katzen.

    Mein Kater wird zwölf und mir ist wohl klar, dass er kein junger Feger mehr ist. Um gleich vorzubeugen, er ist ein Einzeltier (oft habe ich hier gelesen, dass Ihr das nicht befürwortet), aber ich wusste es damals nicht besser und ihm als "Platzhirsch" später noch Konkurrenz zuzumuten - das wär's wohl auch nicht gewesen. Und er ist ein freiwilliger Wohnungskater - will heißen er könnte, aber er will nicht raus. Seit ungefähr einem halben Jahr schläft er extrem viel, er spielt zwar gerne und bisweilen auch ausgiebig, aber danach übermannt ihn wieder der Schlaf. Seine "Wachzeiten" dürften alles in allem bei höchstens sechs Stunden liegen, eher weniger. Er sucht zwar nach wie vor unsere Nähe (vor allem wenn ihn der Hunger plagt), aber zieht sich immer häufiger ganz bewusst in den Teil der Wohnung zurück, in dem wir NICHT sind. Und er schläft nur noch ganz sporadisch am Fußende - das war ehemals sein Stammplatz. Ich beobachte ihn zur Zeit ganz akribisch, weil ich das Gefühl habe, er hat sich verändert. Doch ich frage mich auch, ob es daran liegen könnte, dass sich unsere Lebensumstände geändert haben und wir deutlich mehr um ihn herum sind, als früher. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass er, seit wir quasi ständig zu Hause sind, weniger Wert auf unsere Gesellschaft legt als früher. Aber ich überlege natürlich auch, ob es ihm nicht gut geht und er sich deshalb zurückzieht. Allerdings hat er sich auch neue Dinge angewöhnt - so begleitet er mich zum Beispiel jeden Morgen ins Bad und will bei mir sein, so lange ich mein stündliches Morgenprogramm durchziehe. Dafür kommt er mir nicht mehr entgegengelaufen, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, sondern liegt schläfrig auf seinem roten Plüschkissen...
    Jetzt habe ich Euch wohl ziemlich gelangweilt - ich will nur darauf hinaus, ob eine Katze ihr Verhalten so grundlegend ändert ohne Grund. An sich passiert ja nichts, was wirklich bedenklich wäre, außer vermutlich in meinem Kopf. Ich bin mir wohl dessen bewusst geworden, dass unsere längste gemeinsame Zeit hinter uns und nicht vor uns liegt ...
    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit Euren Katzen gemacht?

  2. #2
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    Verhaltensänderung

    Hallo Tina,

    die Verhaltensänderung Deines Tigers sind zur Zeit die gleichen meines Katers (fast 6), allerdings ist er auch gerade krank (Blasenentzündung). Er schläft nicht mehr am Fußende, er begrüßt mich nicht mehr, wenn ich von der Arbeit komme, schläft viel (tat er aber vorher auch, ist ein Perser) und will im Moment eher seine Ruhe haben. Denke eine Änderung vom "üblichen" Verhalten sagt immer was aus, zumindest wenn sich so viele liebgewonnenen Gewohnheiten auf einmal ändern. Und 12 Jahre ist doch noch kein Alter, es soll Katzen geben, die 19 Jahre alt wurden...
    Alles Gute für Deinen Senior.

    Liebe Grüße Siri & Guinness

  3. #3
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    Hallo Tina,

    das Ruhebedürfnis älterer Tiere ist sicher höher, als bei jungen Katzen.

    Aber, es kann auch eine Erkrankung dahinter stecken. Wenn nämlich eine beginnende Niereninsuffizienz vorliegt, merkst du anfangs nur, dass die Katze mehr schläft (das mehr Trinken muss noch nicht auffallen).

    Mein Tipp also, zumindest einmal bei den jährlichen Impfungen (besser noch wäre halbjährlich) Blut abnehmen und die Nierenwerte kontrollieren lassen.
    Liebe Grüße
    Renate und
    My Persian Cats

  4. #4
    gerdax Guest

    @tina02

    zunächst einmal herzlich willkommen!

    Meine alte Salmi hat sich ähnlich verhalten. Daß sie mir nicht mehr freudig entgegenlief, bewertete ich schließlich positiv. Sie war sich meiner sicher, mußte ihren entpannten Leib nicht von der Fensterbank bewegen, wußte sie doch, daß ich eh gleich komme! Sie war den größten Teil ihres Lebens einzige Wohnungskatze bei uns, hatte je nach Jobform mal mehr, mal weniger Gesellschaft durch uns. Als sie 16 war, kam ein junger Kater dazu (unfreiwillig übernommen wg. Ortswechsel der Tochter), der ihr nicht gutgetan hat. Sie hatte Stress damit, sich an die neue Rangordnung zu gewöhnen, es kam nie dazu, daß sie seine Gesellschaft gut fand. Unser Nachbarkater Lukas ist inzwischen 18 und hat mit keiner anderen Katze Nerv, vertägt sich mit allen - ist aber Freigänger und Platzhirsch.

    Du langweilst uns sicher nicht - erzähl gern mehr von Euch!

  5. #5
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    Hallo Tina,
    willkommen in unserer Runde!

    Bei älteren Katzen ist es wichtig eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim TA machen zu lassen. Blut etc...
    Zur Vorsicht würde ich mit ihm einmal zum TA gehen und wie Renate schon sagte einmal Blut abnehmen lassen.

    Allerdings ist es bei älteren Katzen normal das sie mehr und viel schlafen. Vielleicht hat sich sein Tagesablauf Eurem angepasst? Du schreibst Ihr seit jetzt länger und öfter zu Hause. Vielleicht hat er seine Eigenschaften auch ein wenig verändert? Aber es hilft nichts hier herum zu Raten, mache am besten einen Termin beim TA aus.

    Es gibt von Büttners Tierkost natürliche Mitteln(Pulverform) die man auch unter das Essen mischen kann. Es gibt da einige Sachen. Falls es Dich interessiert schick ich Dir den Link per mail.


    Wenn Du beim TA warst erzähl uns was war.

    Liebe Grüße und alles Gute!
    Liebe Grüße von Petra

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  6. #6
    Tina02 Guest

    Smile Danke!

    Hallo und lieben Dank für die freundliche Aufnahme und die Tipps. Unsere Tierarztbesuche beschränkten sich bisher auf ein notwendiges Minimum und ich kann sie in diesen zwölf Jahren an einer Hand abzählen. Den Gedanken, ihn einmal gründlich durchchecken zu lassen, hatte ich auch schon, vor allem, nachdem ich von diversen Nierenproblemen hier gelesen habe. Wenn es nur nicht jedes Mal eine so schreckliche Tortur für den armen Kater wäre! Er hasst es mit dem Auto zu fahren und stirbt jedes Mal tausend Tode. Keine Gnade - da muss er durch! Ja, ich werde berichten, zumal ich jetzt fast besorgter bin als vorher

    Allerdings glaube ich, dass unser neuer Rhythmus auch viel dazu beiträgt, dass sein Verhalten sich geändert hat. Ist das nicht ein wenig wie bei den Menschen - das, was man immer hat, wird allmählich ein wenig uninteressant oder ist zumindest nicht mehr ganz so spannend? Mein Mann begrüßt mich nach unseren zehn gemeinsamen Jahren auch längst nicht mehr so enthusiastisch... Der Kater hat ihm sogar zwei voraus... So what.

    Viele Grüße und bis bald.

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