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Thema: Abschied von Lena

  1. #1
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    Abschied von Lena

    Im Kroatien Urlaub 2010 sah ich Lena zum ersten Mal - eine Seele von einer Hündin, der unglücklicher Weise die letzten 6 Jahre auf engsten Raum ( 2 - 3 m² ) ihr Dasein fristen musste.
    Der Besitzer war froh sie loszuwerden - und obwohl ich schon einen 12 Jahre alten Collie Schäfermischling hatte war es keine Frage. Tierarzt - Impfung - Chip - Reisepass und Lena war "adoptiert".
    Lena war glücklich endlich nicht mehr im "Abseits" leben zu müssen, und zeigte dass auch in ihrem ganzen Wesen. Einen Hund der derart mit Leben beseelt, kommunizierend
    liebesbedürftig aber auch liebegebend uns ergänzte, war eine Bereicherung für alle.
    Sogar Aron ( mein Collie Schäfer ) der anfänglich nicht sehr begeistert schien , fand Gefallen an der lebhaften tempramentvollen kleinen "Dame" aus dem Süden. Ich war froh, dass Aron eine Spielgefährtin hatte die ihn auf Trapp hielt und zudem seine Alterungserscheinungen etwas hinauzögerte, und vor allem über die Tatsache noch einen Hund zu haben wenn Aron einmal nicht mehr sein würde. Doch es kam anders.
    Ich hatte heute die Hunde in den Garten gelassen das Gartentor doppelt versperrt und zusätzlich mit einem Band gesichert, weil Aron in der Lage ist ohne Band das Tor zu öffnen. Ich schaute mehrere male nach ihnen - Es war alles in Ordnung. Lena "sonnte " sich und Aron lag an seinem Platz. Ich wieder raus ging war Lena spurlos verschwunden. Ich stieg sofort ins Auto und suchte sie - leider erfolglos. Kurz darauf kam eine Frau die Lena kannte und fragte mich ob sie mir abginge - ich bejahte und bekam die Mitteilung ,dass Sie auf den Schienen neben dem Lagerhaus gefunden wurde.
    Ich eilte sofort zum Lagerhaus fuhr mit dem Jeep durch die Halle zu den Schienen.
    Da lag sie - ich mag euch garnicht beschreiben in welchem Zustand - mir war klar - jede Hilfe kommt zu spät - es ist vorbei - Ich nahm sie ins Auto, schaufelte ein Grab im Garten bei den Rosen, legte sie hinein, schloss ihre Augen, und weinte bittere Tränen. -

    Adieu Lena - meine kleine Dame aus dem Süden

  2. #2
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    Das tut mir so leid für Dich, dass Du die Kleine auf eine so schreckliche Art verlieren musstest. Wie grausam ist doch ds Schicksal, nun hatte sie endlich ein schönes Leben und dann das... Ich wünsche Dir und Aron viel Kraft, fühl' Dich gedrückt! Traurige Grüße,
    Anja+Snoopy

  3. #3
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    Hallo Anja & Snoopy

    Vielen lieben herzlichen Dank für Deine tröstenden Worte - es ist wahrlich "schmerzlindernd" sich verstanden zu fühlen und es hilft die Situation zu verarbeiten. Ich wünsche Dir & Snoopy viele gemeinsame schöne Momente & Erlebnisse und freu mich für euch beide, dass er in dir ein gutes "Frauchen" an seiner Seite hat.

    lg Jürgen

  4. #4
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    Das tut mir sehr leid, fühl dich auch von uns gedrückt.

    Schade dass euch nicht mehr Zeit blieb.

    Komm gut an Lena.
    LG
    Iris

    *Was mich nicht glücklich macht, kann weg*

  5. #5
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    Hallo Iris !

    Vielen lieben Dank für deine Zeilen + drücken. Ich wünsch mir auch das Lena, mein kleines Mädchen, gut ankommt.

    LG Jürgen

  6. #6
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    Oh Gott, wie schrecklich. Ich kenne dich nicht, aber ich möchte dir mal schreiben, was ich als erstes gedacht habe:

    Ihr Tag ist gekommen, und dass sie die letzte Zeit ihres Lebens noch bei euch sein durfte und ein schönes Leben hatte, ist wahrscheinlich das beste, was ihr je hätte passieren können. Sie war euch bestimmt unendlich dankbar. Ich bin mir sicher, wenn sie hätte wählen können zwischen einigen weiteren Jahren in dem Verschlag, oder nur einem einzigen Jahr bei dir, in einer richtigen Familie, mit Menschen, die sie lieben, dann hätte sie sich ohne zu zögern für dich entschieden. Und nichts anderes hat sie bekommen.

    Ich wünsche ihr, dass sie gut drüben ankommt und dir wünsche ich viel Kraft für die nächste Zeit!

  7. #7
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    Auch von mir ein stiller Gruß.
    Ich habe meinen Timmy im März verloren und es tut noch immer jeden Tag weh.

  8. #8
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    Hallo Shila Shadow Hallo KLM Luca !

    Danke für eure lieben Worte. - Die ersten Tage weinte ich mir die Seele aus dem Leibe weil ich es einfach nicht wahrhaben wollte und zusätzlich der Anblick als ich Lena begrub unerträglich schmerzhaft für mich war.
    Der Gedanke dass mein Mädchen es gut bei mir hatte und nun gut angekommen ist und es ihr an nichts mangelt tröstet mich über die Tatsache hinweg ein so voller Leben und mit Liebenswürdigkeit beseeltes kleines Wesen an meiner Seite verloren zu haben.
    Vielleicht läuft sie - dort wo sie jetzt ist - mal deinem Timmy über den Weg - Ich bin mir sicher er würde Gefallen an Lena finden und sich darüber freuen.

    LG Jürgen

  9. #9
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    Zitat Zitat von ShilaShadow Beitrag anzeigen
    Ich bin mir sicher, wenn sie hätte wählen können zwischen einigen weiteren Jahren in dem Verschlag, oder nur einem einzigen Jahr bei dir, in einer richtigen Familie, mit Menschen, die sie lieben, dann hätte sie sich ohne zu zögern für dich entschieden.
    Das denke ich auch. Du hast ihr ein Zuhause mit Liebe und Wärme gegeben. Etwas, was sie die ersten Lebensjahre leider nicht hatte. Auch wenn sie jetzt über die Regenbogenbrücke gegangen ist, tröstet es Dich vieilleicht ein wenig, wenn Du an die schönen Momente mit ihr denkst. Der Schmerz lässt irgendwann nach, aber ich kann sehr gut nachempfinden, wie es Dir jetzt geht. Viel Kraft für die nächsten Wochen!

  10. #10
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    Oh, mein Gott, ich lese den Abschied von Lena und weiß, wie du fühlst! Wir hatten vor 2 1/2 Jahren Fleur zu uns geholt, für unsere fast erwachsene Tochter, die an Bulimie und Borderline erkrankt ist. Sie hatte sie sich so sehr gewünscht! Wir wollten nicht unbedingt einen zweiten Hund, da unser Goldi bereits 11 Jahre alt war und es ihm damals nicht so gut ging. Aber was soll ich sagen: Fleur hat alle, Zweibeiner und Vierbeiner mit ihrer liebenswürdigen Art bezaubert. für Amigo (unser Goldi) war sie ein richtiger Jungbrunnen! Sie hing so arg an ihrem "Ziehvater", so dass wir uns sorgten, wie es werden würde, wenn Amigo nicht mehr da ist. Gestern geschah das Unfassbare: es starb unsere Fleur! Es ist unbeschreiblich, welch ein Schmerz einem das zufügt und auch ich weinte und weine noch bittere Tränen. Wann hört das auf? Eure Lena beschreibst du so, dass ich Fleur darin sehe. Wir können also dankbar sein für jeden Tag, den wir mit unseren Hundedamen verbringen konnten, dies muss unser Trost sein!

  11. #11
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    Hallo Charlotte !

    Zu allererst - fühl Dich von mir verstanden & gedrückt und vor allem in der Gewissheit, dass ich deine Trauer und deinen Schmerz über den Verlust eurer zauberhaften Fleur mit dir / euch teile .
    Ich glaube diese Plattform ist wirkliche eine Hilfe, weil ich merke, dass ich mich hier mit Menschen die, einen besonderen und intensiven Bezug zu Tieren haben, austauschen kann, Trost erfahre, und ich mich mit dieser anfänglich unbeschreiblichen Hilflosigkeit und Ohnmacht der Situation gegenüber nicht alleine fühlen muss.
    Ich habe auch versucht mich mit dem Thema Trauer inhaltlich auseinanderzusetzen, um mir dadurch ein wenig selbst dabei helfen zu können, und bin dabei auf die Seite "www.zeitzuleben.de"gesto en, wo ich individuelle Anregungen und Impulse zum Aufarbeiten und den Umgang mit Trauer gefunden habe.
    Ich kann dir damit sicherlich nicht die Frage "Wann hört es auf weh zu tun" beantworten ,aber je mehr ich versuche einen bewussten Umgang mit diesem Thema zu finden, - nehme ich immer mehr wahr , dass diese ehrliche und tiefe Empfindung der Liebe zu all jenen, an die wir sie geben, weit stärker ist als alles was uns trennt.
    Ich bin icht nur dankbar für die schöne Zeit mit meinen Liebsten, sondern auch über die Tatsache, dass es Menschen wie Dich/euch gibt, durch deren Liebe und Feingefühl eine schöne Zeit im Miteinander für Mensch und Tier erst hat entstehen können.
    Fleur und Lena sind zwar am anderen Ende der Regenbogenbrücke , - aber sie sind nicht alleine denn wir sind in Gedanken und in der tiefen Verbundenheit unserer Liebe bei ihnen .

    Lg Jürgen

  12. #12
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    Oh, mein Gott, Jürgen, du schreibst so, wie ich es nicht ausdrücken kann, doch ich fühle mich so verstanden! Ich dachte zunächst, dass ich verrückt werde, als die Klinik anrief und sagte, Fleur habe es nicht geschafft! Nur jemand, der seinen Vierbeiner so in sein Leben lässt wie du, und Mitglieder dieses Forums, wissen, wie grausam dieser Verlust ist. Darum bin ich auch in dieses Forum gegangen - was ich noch niemals zuvor gemacht hatte - um mir diesen Schmerz von der Seele zu schreiben und mir Trost zu suchen. Danke für die Info zu dem Link, ich werde ihn ganz bestimmt heute abend aufrufen und schauen, ob auch ich für mich Hilfe für die Trauerbewältigung finden kann. Auch das Buch, welches mir Julia empfohlen hat, werde ich lesen. Meine beste Freundin hat vor 15 Jahren durch einen tragischen Unfall ihren geliebten Hund verloren. Auch sie hat mir diese enormen körperlichen Schmerzen, welche die Trauer hervorrufen, beschrieben, die ganz langsam weniger wurden und letztendlich ganz den schönen Erinnerungen mit ihm gewichen sind. Das ist auch meine Hoffnung, dass ich irgendwann mir alle Bilder von Fleur anschauen kann in liebevoller und dankbarer Erinnerung an eine wunderbare Weggefährtin! Auch ich wünsche mir, dass es mehr Menschen gibt, die einen sensibleren und liebevolleren Umgang mit Ihresgleichen und Tieren pflegen. Liebe Grüße Claudia

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