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Thema: Die artgerechte Ernährung unsere Katze (aktualisiert)

  1. #1
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    Die artgerechte Ernährung unsere Katze (aktualisiert)

    Katzen Ernährung

    Wikipedia beschreibt die Hauskatze mit dem einleitenden Satz: “Die Hauskatze (Felis silvestris f. catus) ist ein fleischfressendes, zu den Katzen gehörendes Säugetier“.
    Die Katze gilt im Allgemeinen als sehr anspruchsvoll in der Ernährung und benötigt eine sehr ausgewogene und gut supplementierte Nahrung.

    Die meisten unserer Hauskatzen haben Eltern oder Großeltern, die Freigänger waren und dabei zumindest teilweise sich selbst ernährt haben. Dabei ist ihr Beutespektrum recht vielzeitig, es wird gefressen, was sie fangen und von der Größe her erlegen können: Mäuse, Ratte, verschiedene Vögel, Aphibien, Reptilien, Insekten, Fische usw.
    Dabei wird die Beute roh und meist vollständig gefressen. Manche Katzen sind jedoch auch sehr geschickt und lassen verschiedene ungeliebte Organe, wie beispielsweise Galle oder Magen zurück.
    Getreide und andere pflanzliche Stoffe werden nur in geringen Mengen über den Verdauungstrakt der Beutetiere aufgenommen. Sie nehmen also nur einen sehr geringen Anteil in der Nahrung ein und sind in der Regel schon vorverdaut. Zudem sind fast alle Beutetiere der Katze Gemischtköstler und keine reinen Vegetarier.
    Als Ballaststoffe dienen sie der Katze in der Natur in der Regel nicht, als solche dienen vielmehr Gefieder oder Haarkleid der Beutetiere.
    Pflanzliche Beimischungen im Fertigfutter stehen im Verdacht negativ auf die Niere zu wirken, die Darmflora zu verändern, Allergien auszulösen und den Urin-pH zu alkalisieren und dadurch Struvit auszulösen.
    Laut einem Artikel des Nexus-Magazins (http://www.nexus-magazin.de/artikel/...ory&category=2), wird Fertigfutter den natürlichen Ansprüchen der Katze selten gerecht:
    „Hunde, Katzen und Frettchen, die regelmäßig handelsübliche Tiernahrung bekommen, leiden unter einer Reihe unangenehmer Krankheiten. Tierbesitzer, denen die Gesundheit ihrer Tiere am Herzen liegt, sollten sich besser für naturbelassene, zähe Nahrung aus rohem Fleisch oder zumindest rohen Knochen entscheiden.“
    Auch Hans-Ulrich Grimm hat ein sehr kritisches Buch über die kommerzielle Tierfuttermittelherstellung verfasst (Katzen würden Mäuse kaufen, ISBN: 978-3-552-06049-4), in welchem er die Problematik folgendermaßen zusammenfasst:
    „Zufrieden schnurrt ein hübscher Kater mit glänzendem Fell, nachdem er sein Fressen bekommen hat - glaubt man der Werbung, so ist für unsere Haustiere das Beste gerade gut genug.
    Doch die Realität sieht anders aus. Wussten Sie, dass aus Erdgas ein bizarrer Fleischersatz hergestellt wird? Für Menschen verboten, für Tiere erlaubt...
    Mit Aromen, Geschmacksverstärkern, Konservierungs- und Farbstoffen und dem ganzen Arsenal der Kunstnahrungshexenküche wird ein leckeres Menü für Waldi und Minka zubereitet.
    Und die Zukunft hat schon begonnen: Mit Biotechnologie und High-Tech landen Bakterien und Pilze im Fressnapf unserer Lieblinge.
    Die Tiere leiden. Hunde und Katzen bekommen Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs, Schweine haben Darmprobleme, und unter Rindern breiten sich gefährliche Bakterien aus, die auch den Menschen befallen können. Sie sind nicht nur im Fleisch sondern bereits im Trinkwasser zu finden.“
    Auch möchte ich an dieser Stelle Elina Sistonen, Heimtierernährungsberaterin, München, 2003 zitieren: "Futter aus dem Supermarkt ist dazu da, um Tiere eine gewisse Zeit am Leben zu erhalten. Mehr nicht."
    Anhand dieser beispielhaften kritischen Aussagen zur Katzenernährung kann man bereits herauslesen, dass einem besorgten Katzenhalter, der seiner Katze ein langes und gesundes Leben bescheren möchte, anzuraten ist, bei der Auswahl des richtigen Katzenfutters sehr durchdacht vorzugehen.
    Grundlegend stehen dem Katzenhalter drei Futtervarianten zur Auswahl: Barf, Dosenfutter oder Trockenfutter.

    1. B.A.R.F:

    Wikipedia beschreibt BARF recht kurz und eindeutig:
    Das erste Mal tauchte dieser Begriff in den USA auf. Er wurde von Debbie Tripp benutzt, um sowohl einen Hundebesitzer zu bezeichnen, der seine Hunde nach dieser Methode ernährt, als auch das Futter selbst. Das Akronym Barf machte im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel durch. Zunächst stand diese Abkürzung für „Born Again Raw Feeders“ (wiedergeborene Rohfütterer), welche auch den ideologischen Aspekt dieser Bewegung verdeutlichte, dann „Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter), im Deutschen wurde die Bedeutung „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“ dazu erfunden.

    2. Dosenfutter
    Dosenfutter ist die erste kommerzielle Futterart für Katzen. Früh musste man feststellen, dass einfaches Dosenfleisch bei Katzen im Gegensatz zu Hunden zu schlimmen Mangelerscheinungen führt. So können sie beispielsweise kein Vitamin A aus Beta-Karotin synthetisieren und auch ihren verhältnismäßig hohen Taurin-Bedarf nicht eigenständig decken (Quelle: Wikipedia).
    Dosenfutter ist in den verschiedensten Qualitätsstufen erhältlich und es gibt einiges zu beachten, wenn man ein gesundes und ausgewogenes Futter erstehen möchte.

    3. Trockenfutter
    Trockenfutter ist eine relativ moderne Fütterungsmethode. Sie verspricht eine saubere, geruchlose und kostengünstige Ernährung unserer Katzen.
    Leider muss Trockenfutter aus Herstellungsgründen zu einem Großteil aus stärkehaltigen Pflanzenstoffen bestehen. Dies ist einer der Hauptgründe, warum es kein wirklich artgerechtes und gesundes Trockenfutter geben kann.

  2. #2
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    BARF- Biologisch artgerechte Rohfütterung

    1. BARF- Biologisch artgerechte Rohfütterung


    BARF - Biologisch Artgerechte Rohfütterung Noch immer kreisen viele Vorurteile und Fehlinformationen um das Thema B.A.R.F. (auch BARF), was Tierbesitzer verunsichert und viele Interessierte abschreckt, ihre Tiere roh zu ernähren.
    Wir möchten mit diesen Vorurteilen aufräumen und Katzen- und Hundehalter ermuntern,
    die Verantwortung für die Ernährung ihrer Tiere in die eigene Hand zu nehmen.

    Der Begriff B.A.R.F. bezeichnet ein Futter, das vom Hund und/oder Katzenhalter aus rohen Zutaten selbst zubereitet wird. Das heißt aber nicht, dass die Tiere ausschließlich mit rohem Fleisch gefüttert werden. Vielmehr bedeutet es, die natürliche Nahrung
    weitestgehend „nachzubauen“ und dabei auf die grundlegenden Nahrungsbedürfnisse der jeweiligen Tierart und des einzelnen Tieres als Individuum einzugehen.
    Barfen ist zwar keine hoch komplizierte Wissenschaft, die ein Hochschulstudium der Tierernährung voraussetzt, jedoch sind einige wenige anatomische und physiologische Grundkenntnisse über die jeweilige Tierart Voraussetzung, um eine Katze oder einen Hund tiergerecht, ausgewogen und natürlich ernähren zu können und so von vornherein Mangelerscheinungen zu verhindern.
    Gute Beobachtungsgabe ist dabei ebenso wichtig, wie das Wissen um die individuellen Bedürfnisse der eigenen Tiere. Man muss sich dessen bewusst sein, dass jede Katze und jeder Hund ein Individuum mit individuellen Ansprüchen, individuellen Bedürfnissen und einem individuellen Umfeld ist. Das bedeutet, dass die Nahrung mehr oder weniger individuell auf dieses Tier zugeschnitten werden muss. Gesunde Ernährung ist eine der Grundvoraussetzungen für ein langes und gesundes Leben unserer vierbeinigen Wegbegleiter.
    Eine ausgewogene, natürliche Ernährung hält das Immunsystem fit und kann sich außerdem positiv auf den Verlauf vieler Erkrankungen auswirken.
    Barfen ist eine tiergerechte, natürliche und gesunde Alternative. Als All-Heilmittel oder therapeutische Diät ist es jedoch nicht zu verstehen.
    Katzen und Hunde sind auch heute noch, genau wie ihre Vorfahren, ihrer Natur nach Raubtiere.
    Ihre Nahrungsbedürfnisse und das Fressverhalten konnten auch die vielen Jahre der Domestikation nicht ändern. Das mag uns, angesichts unseres täglichen Zusammenlebens mit unseren vierbeinigen Begleitern, nicht immer so bewusst sein, man sollte es sich jedoch immer wieder vor Augen führen, um ihren natürlichen Bedürfnissen gerecht werden zu können. B.A.R.F. ist aber weitaus mehr, als nur die tägliche Befriedigung der Bedürfnisse des Tieres nach einer optimalen Nährstoffversorgung. Neben dieser bietet die Rohfütterung dem Tier die Gelegenheit, seine Bedürfnisse nach arteigenem Fressverhalten weitgehend ausleben zu können. Hierzu zählen unter anderem, das „Beute reißen“ oder das Zerschneiden der „Beute“ mit den Zähnen. Dies ist nicht nur im Sinne der Ernährung oder der körperlichen Gesundheit, sondern auch hinsichtlich der psychischen Gesunderhaltung und somit des gesamten Wohlbefindens unserer vierbeinigen Freunde sehr wichtig. Ein Punkt, welcher unserer Meinung nach, viel zu wenig Beachtung bei der Diskussion um die optimale täglichen Futterversorgung findet.


    Quelle: dubarfs-Forum www.dubarfst.com


    Das Barfen ist die Beste Möglichkeit wirklich zu wissen, WAS man den süßen Fellpopos täglich in den Napf tut. Es ist zudem artgerecht und gesund.
    Allerdings kursieren viele Gerüchte übers Barfen, einige möchte ich kurz widerlegen:

    1. Salmonellen:
    Natürlich kann Fleisch Salmonellen enthalten. Aber zum einen ist die Magensäure von Katzen äußerst aggressiv und wehrt damit Bakterien äußerst effizient ab, zum anderen kenne ich keine Katze, die von sich aus verdorbenes Fleisch fressen würde.
    Abgesehen davon essen doch auch viele von uns Mett, Hackepeter oder sushi. Machen wir uns da immer solche Gedanken? ;-)


    2. Würmer:
    Fleisch, was für den menschlichen Verzehr zugelassen ist, muss auf Würmer kontrolliert werden. Ich habe noch von keiner Wurminfektion aufgrund von rohem Fleisch gehört...
    Eine Infektion mit Würmern über unsere Straßenschuhe oder eine gefangene Stubenfliege ist sehr viel wahrscheinlicher als über Rohfleisch.
    Es ist daher zu empfehlen allgemein 2 mal im Jahr bei reinen Wohnungskatzen eine Kotuntersuchung und ggf. eine Entwurmung durchzuführen.
    Bei Freigängern ist eine solche Untersuchung und ggf. Entwurmung je nach Gegend bis zu 4mal im Jahr zu empfehlen.


    3. Es ist super schwer und zeitaufwendig
    Am zeitaufwendigsten ist die Anfangsphase, wenn man beginnt, sich in das Thema einzuarbeiten. Die Zubereitung später geht eigentlich recht schnell.
    Zur ersten Einarbeitung in das Thema empfehle ich das Buch „Natural Cat Food – Rohfütterung Für Katzen“ von Susanne Reinerth (ISBN: 3837062317). Dieses Buch fasst gut alle Grundlagen zusammen und mach Lust und Mut zum BARFen.
    Alternativ dazu kann man bei dubarfst.eu verschiedene Skripte gegen eine kleine Spende herunterladen, die einem ebenfalls alle Grundlagen übermitteln.
    Um dann jedoch tiefer in die Materie einzusteigen und für aufgekommene Fragen eine Antwort zu finden, kommt man wohl um ein gutes Forum nicht herum.
    Solche Foren bieten einem neben Antworten auf viele Fragen hilfreiche Tips für die Zubereitung erster Mahlzeiten, sowie auch sog. Kalkulatoren, die einem auch ohne große Mathematikkünste das Berechnen ausgewogener Mahlzeiten ermöglichen.


    4. Barfen ist teuer
    Wenn man bereits hochwertig füttert, kann barfen sogar recht billig sein: http://dubarfst.com/forum/thread.php?threadid=477
    Danach betragen die Futterkosten, wenn man günstig barft 50cent pro Tag. Mit Biofleisch oder ausgefallenen Fleischsorten kann man natürlich teurer kommen.


    5. Viren
    Oft wird erzählt rohes Fleisch enthalte einen Virus, der für Katzen gefährlich ist. Dabei handelt es sich um den sog. Aujeszky-Virus, der jedoch nur in Schweinefleisch vorkommt (Haus- wie Wildschwein). Es gibt zwar offizielle Meldungen, nach denen Deutschland seit 2003 Aujeszky-Virus frei sein soll, dennoch wird allgemein von der Verfütterung rohen Schweinefleisches an Katzen oder Hunde abgeraten. Die entgültige Entscheidung darüber ist aber natürlich jedem Tierhalter selbst überlassen.

    Quellen und weiterführende Literatur:

    http://www.savannahcat.de/
    www.dubarfst.de
    http://www.pahema.com/index/cPath/167/barf-bedarf.html
    http://www.dubarfst.eu/
    http://www.pristine-paws.de/ke_calc.htm (Barf-Rechner, hilft dir die notwendigen Mineralstoffmengen zu ermitteln)
    http://www.pristine-paws.de/ke_raw.htm (AnfangsRezepte)
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6...ubmed_RVDocSum

    http://dubarfst.eu/forum/board.php?boardid=86 (vers. Lizenzen: Kalkulator, Skripte u.v.m – Link evt. Erst nach vorheriger Anmeldung gültig)
    http://blaue-samtpfote.de/barf/barf.html

    Natural Cat Food: Rohfütterung für Katzen - Ein praktischer Leitfaden (Broschiert)
    von Susanne Reinerth (Autor)
    ISBN-10: 3837062317
    Preis: 24,99€

    Katzen füttern - von Dr. Anna Laukner (behandelt die Rohfütterung aber nur am Rande)
    Erschienen im Ulmer-Verlag
    ISBN: 978-3-8001-5338-1
    Preis: 7,95€

  3. #3
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    Dosenfutter

    2. Dosenfutter:

    Grundregeln für hochwertiges Dosenfutter könnte man folgendermaßen zusammenfassen:

    A ) Ins Nassfutter gehört keinerlei Kohlenhydrate (Getreide, Mais usw.) maximal eine Menge von 4%, die als Ballaststoffquelle dient, kann man als akzeptabel werten.
    Jedoch muss man auch hier einiges beachten: Eine Angabe, die beispielsweise lautet „mind 4% Mais“ kann bedeuten, das auch wesentlich größere Mengen im Futter enthalten sind, da es sich hier lediglich um eine Mindestangabe handelt.
    Desweiteren, wird gerade Reis meist ungekocht eingewogen. Im gekochten Zustand kann damit die Menge problemlos auf 12% ansteigen, wie wir aus unseren eigenen Kocherfahrungen alle wissen.

    B ) Katzen können keinen Zucker schmecken und benötigen ihn auch nicht für eine gesunde Ernährung.
    Zucker schadet vorallem den Zähnen, führt oft mal zu Verdauungsproblemen und kann die Wahrscheinlichkeit für Diabetes erhöhen.
    Auch im Falle von Zucker kann die Deklaration sehr uneindeutig sein. So wird mitlerweile häufig statt Zucker auch Karamell, Kandis oder der Zuckerersatzstoff Inulin in der Zusammensetzung genannt.

    C ) Katzen reagieren sehr empfindlich auf ein unausgeglichenes Calcium-Phosphorverhältnis.
    Es ist daher zu empfehlen, auch darauf ein besonderes Augenmerk zu werfen:
    Ein ausgewogenes Calcium Phosphorverhältnis läge bei (C) 1,15 : (P) 1. Ist dieses Verhältnis nicht ausgewogen, kann es die Nieren belasten, dem Knochenbau schaden oder zu Calciumkristallen der Harnwege führen.

    D ) Katzen brauchen Fleisch.
    Grundsätzlich ist zu sagen, dass Katzen keine reinen Fleischfresser sind, sondern ganze Beutetiere fressen. Sogenannte „Fleisch-Nebenerzeugnisse“ sind daher nicht grundsätzlich schädlich oder unnatürlich, aber sie sollten natürlich möglichst nicht den Großteil des Futters ausmachen. Zudem sind verschiedene Nebenerzeugnisse oder Innereien schwerer verdaulich. Gerne wird beispielsweise Lunge als Füllstoff verwendet. Da diese schwerer verdaulich ist und wenige Nährstoffe enthällt, macht sie satt und nicht dick – dies scheint in anbetracht der vielen übergewichtigen Hauskatzen erstmal sehr vorteilhaft. Aber gleichzeitig belastet ihre Verstoffwechselung den Organismus und gerade bei Katzen mit CNI kann dies zu einer Überlastung der Niere führen, aber auch bei gesunden Katzen sollte Lunge keinen maßgeblichen Teil des Futters darstellen.
    Innereien wie Leber können zu eine Übervitaminisierung mit Vitamin A führen oder die Niere als ein Entgiftungsorgan kann bei größeren Mengen erhebliche Giftstoffe „übertragen“.
    Zudem finden auch Federn, Schnäbel, Füße, Schweinenasen etc. Verwendung – die in größeren Mengen sicherlich auch nicht gesundheitsförderlich sind.
    Man sollte daher genau nachlesen, welchen Fleischanteil ein Futter besitzt.
    Grundsätzlich wird bei Dosenfutter auch ein Proteinanteil von mindestens 10% empfohlen. Der Proteinanteil allein sagt jedoch nichts zum wirklichen Fleischanteil aus, denn Proteine können aus allen möglichen Substanzen gewonnen werden. Theoretisch sogar aus Autoreifen....

    E ) Katzen benötigen definierte Mengen an Vitaminen, Mineralien und Taurin.
    Mitlerweile kommen immer mehr sogenantte „Ergänzungsfuttermittel“ auf den Markt. Sie sehen oft auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus, haben einen hohen Fleischanteil und scheinen den Katzen meist auch gut zu munden.
    Jedoch kann die häufige Fütterung solche Ergänzugsfuttermittel zu schweren Mangelerscheinungen führen und so sollten sie nicht häufiger als 1-2 mal die Woche gefüttert werden.
    Grundsätzlich ist der Begriff „Alleinfuttermittel“ jedoch nicht wirklich gut definiert, so dass dies kein sicherer Anhaltspunkt ist. Zumindest sollte der Katzenhalter daher kontrollieren, ob Vitamine und Mineralien in der Zusammensetzung deklariert werden.

    Desweiteren benötigen Katzen ganz essentiell Taurin.
    Da es leider verhältnismäßig teuer ist, gehen die Hersteller damit sehr sparsam um und geben fast nie genügend Taurin hinzu, um den empfohlenen Tagesbedarf (250- 500mg) einer Katze zu decken (bei einer reinen Mäuse-Ernährung würden Katzen sogar noch wesentlich mehr Taurin aufnehmen).
    Es ist daher zu empfehlen Taurin grundsätzlich zu supplementieren.





    Quellen:
    Skript für Veterinärmediziner der Universität Zürich
    Wikipedia
    Homepage Cats Country
    Savannahcats.de
    Kritische-tiermedizin.de
    Dubarfst.de
    Lucky-land.de
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6...ubmed_RVDocSum
    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/re...s_000000000143

    Natural Cat Food: Rohfütterung für Katzen - Ein praktischer Leitfaden (Broschiert)
    von Susanne Reinerth (Autor)
    ISBN-10: 3837062317
    Preis: 24,99€

    Katzen füttern - von Dr. Anna Laukner
    Erschienen im Ulmer-Verlag
    ISBN: 978-3-8001-5338-1
    Preis: 7,95€
    uvm.

  4. #4
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    3. Trockenfutter:

    Trockenfutter ist eine realtiv moderne Fütterungsform. Sie wurde sowohl zum Nutzen des Tierbesitzers als auch der Industrie entworfen.
    Die Vorteile von Trockenfutter sollen dabei vorallem folgende sein: geruchsarm, sauber und günstig (sowohl in der Herstellung, dem Verkauf, als auch beim Transport).
    Zudem wurde Trockenfutter lange Zeit eine zahnpflegende Wirkung zugesprochen.

    Die Nachteile von Trockenfutter sind für viele Tierhalter nicht sofort erkennbar, aber von großer Bedeutung für die Gesundheit unserer Katzen.

    1. Wasser

    Trockenfutter besteht nur aus maximal 10% Feuchtigkeit. Dies erspart Gewicht und macht das Futter „sauber“ und lange haltbar.
    Unsere Hauskatze ist jedoch evolutiv ein ehemaliges Wüstentier und nimmt daher den größten Teil ihres Wasserbedarfs mit der Nahrung auf (u.a. über das Blut der Beutetiere). Dies führt zu verschiedenen gesundheitlichen Risiken, so wird beispielsweise im Skript für Veterinärmediziner der Universität Zürich geschrieben: „Die Katze nimmt von Natur aus den größten Teil des Wassers zusammen mit der Nahrung auf. Wird Trockenfutter verabreicht, kompensiert die Katze die geringere Nahrungswasseraufnahme nicht, indem sie mehr säuft. [...]
    Eine ungenügende Wasseraufnahme führt zu einer Harnkonzentration und begünstigt das Auftreten der Feline urinary tract desease.“


    2. Fleischanteil

    Während kommerzielles Dosenfutter bis zu 90% Fleischanteil aufweisen kann, ist dieser bei Trockenfutter bereits aus produktionstechnischen Gründen reduziert. Hans-Ulrich Grimm gibt in seinem Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ an, dass der Trockenfleischanteil im Trockenfutter maximal 40% betragen könne.
    Bei vielen Trockenfuttersorten ist der Fleischanteil jedoch sogar wesentlich geringer, darunter auch viele namenhafte Hersteller, die z.T. sogar das Vertrauen vieler Tierärzte besitzen...

    Da Katzen jedoch von Natur aus Fleisch- bzw. Beutetierfresser sind, hat eine solche fleischarme Ernährung oft negative Einflüsse auf ihre Gesundheit (beispielsweise Niere, Aktivität, Blasenkristalle, Übergewicht, Allergien usw.).

    3. Pflanzliche Anteile

    Magen und Darm der Carnivore sind an die Ernährungsform angepasst. In Relation zur Körpergröße haben Katzen deshalb einen sehr kurzen Darm.

    Fleisch geht bei der Verdauung leicht in Fäulnis über, wenn es zu lange im Darm verbleibt. Damit die dabei entstehenden Fäulnisgifte nicht den Körper belasten, haben Fleischfresser kurze Därme, um ein zu langes Verweilen des Darminhaltes im Körper zu vermeiden.
    Pflanzenmaterial hingegen muss lange im Darm verbleiben, um es der Darmflora zu ermöglichen, die chemisch recht „robusten“ pflanzlichen Zellwände (Cellulose) verdauen zu können. (Quelle: Wikipedia)

    Ein Carnivore, also auch unsere Katzen, können pflanzliche Stoffe schlecht verwerten, sie verlassen den Darm wieder fast vollständig. Der Versuch, diese Bestandteile trotzdem zu verwerten, belastet jedoch den Verdauungsapparat und somit auch Organe wie die Nieren, wirkt negativ auf die Darmflora und kann Allergien auslösen.
    Ein weiters Problem der pflanzlichen Zusatzstoffe ist eine Alkalisierung des Urin-pH-Wertes der Katze:
    „Katzen haben als Fleischfresser einen sauren Harn-pH. Kommerzielles Trockenfutter enthalten oft viele pflanzliche Produkte und "produzieren" deshalb einen alkalischen Urin.“ (Quelle: Skript für Veterinärmediziner der Universität Zürich)
    Die Alkalisierung des Urins führt bei vielen Tieren, vorallem bei Katern, zur Ausbildung von Struvitkristallen in Verbindung mit teils blutigen, sehr schmerzenden Blasenentzündungen und sogar lebensgefährlichen Blasenverschlüssen. Viele Hersteller mengen ihrem Futter daher seit Jahren harnansäuernde Substanzen bei (Methionin, Vitamin C, Cranberry-Extract, NH4Cl u.a.). Diese stehen jedoch wiederum im Verdacht u.a. die zuvor sehr seltenen Calciumoxalatkristalle zu begünstigen.

    Dazu zitiere ich aus eine Doktorarbeit (http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5970/...k_Marina.pdf):
    „Jedoch ist die Zahl der Calciumoxalatfälle stetig gestiegen. Diese Beobachtung führte zu Vermutungen, dass möglicherweise veränderte (allgemeine) Fütterungsbedingungen die Ursache zur vermehrten Entstehung von Calciumoxalat-Urolithen sein können [BARTGES et al. (2000), BUFFINGTON (1994), BUFFINGTON & CHEW (1999), HESSE et al. (2000 und 2000a), MARKWELL et al. (1998a),
    TETRICK (2000)]. In diesem Fall wird die Ursache bei den bereits präventiv mit dem täglichen Futter verabreichten spezifischen „Anti-Struvit-Maßnahmen“ vermutet. Das Hauptziel der Umstellung der Futterzusammensetzung, um das Struvit Bildungsrisiko zu verringen, ist:
    1. eine deutliche Erniedrigung des Harn-pH und
    2. eine gleichzeitige Reduzierung der Magnesium-Ausscheidung.
    In ungünstigen Fällen können jedoch diese Maßnahmen zu einer Urinzusammensetzung führen, die eine Bildung von Calciumoxalatsteinen begünstigt. Auch die gleichzeitige meist überflüssige Gabe von Vitaminen C und D wird als zusätzlicher Risikofaktor einer Calciumoxalatsteinbildung diskutiert“


    Kohlenhydrate machen einen Großteil der Bestandteile in Trockenfutter aus: “ Ihr Anteil beträgt bei Feuchtfutter 0 bis 30 Prozent, Trockenfutter enthalten zwischen 30 und 60 Prozent“ (Quelle: Wikipedia)

    Desweiteren schreibt die Tierärztin und Buchautorin Dr. Med vet Quinten in ihrem Buch „Gesundheits-Ratgeber Katzen“: “Die Fütterung von Trockenfutter ist eine Ursache für Haut- und Fellprobleme“

    4. Zahnpflege
    Oft mals noch wird als Argument für Trockenfutter die angeblich zahnpflegenden Eigenschaften genannt.
    Dies kann man jedoch weitläufig als Gerücht bezeichnen:
    - Trockenfutter besteht zum größten Teil aus Kohlenhydraten, dabei handelt es sich um nichts anderes als um Stärke bzw. langkettigen Zucker. Wie gesund Zucker für die Zähne ist, sollte bekannt sein.
    - Katzen können nicht kauen! Sie haben ein Reißgebiss mit dem sie Fleischstücke aus ihrer Beute herausreißen können, sie sind aber nicht in der Lage die für Pflanzenfresser oder Omnivoren typischen Kaubewegungen durchzuführen. Daher können sie das Trockenfutter auch maximal „knacken“, die meisten Katzen schlucken aber sogar große Trockenfutterbrocken einfach unzerkaut hinunter, was wiederum zu Verdauungsproblemen führen kann und keine zahnpflegende Wirkung erzielt.
    Ein kurzes Zitat dazu vom HundKatzeMaus-Tierarzt Dr. Wolf:
    Zahnstein ist bei Hauskatzen keine Seltenheit. Ihr Raubtiergebiss ist zum Zerschneiden von Fleisch, nicht aber zum Zermahlen von Trockenfutter geschaffen. Nur wenn Katzen Mäuse fangen und diese mit Haut und Haaren verspeisen, werden die Zähne ausreichend gereinigt. Futterreste, die am Zahnstein hängen bleiben, sind zudem der ideale Nährboden für Bakterien, Pilze und Viren. Mit einem Zahnsteinbefall gehen deshalb meist Zahnfleischentzündungen einher.



    Zusammenfassung::

    Trockenfutter besteht aus technischen Gründen zu einem Großteil aus pflanzlichen Bestandteilen, die in vielerlei Hinsicht negativ auf die Gesundheit unserer Katzen wirken.
    Zudem sind unsere ehemaligen Wüstenbewohner nicht in der Lage durch Trinken ihren Wasserbedarf zu decken. Daraus resultiert die Tatsache, dass Trockenfutter nicht als ein geeignetes und artgerechtes Futtermittel für unsere Katzen angesehen werden kann und von einer Fütterung generell abzuraten wäre.


    Quellen:
    Siamori, Katzenzahn (User im Zooplus-Forum)
    Skript für Veterinärmediziner der Universität Zürich
    http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5970/1/Frenk_Marina.pdf
    http://www.hauspuma.de/Gesundheit/Er...ckenfutter.htm
    Bücher und Homepage von: Dr. Med vet Doris Quinten (ISBN : 3-405-16769-8, ISBN : 3-405-14562-7, ISBN : 3-8174-3125-2, www.drquinten.de)
    http://www.wer-weiss-was.de/faq192/entry2262.html


    http://www.hobbyorni.ontoo.de/78,0,d...t,index,0.html
    http://www.drquinten.de/wissenswerte...plan-Katze.htm
    http://www.nexus-magazin.de/artikel/...ory&category=2
    http://www.treffpunkt-haustier.de/hu...ung-von-hunden
    http://www.transanimal-editor.de/index_d_dino.htm
    http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html
    http://www.vox.de/535_2946.php?maini...=hundkatzemaus
    http://www.pubmedcentral.nih.gov/pic...6&blobtype=pdf

    Natural Cat Food: Rohfütterung für Katzen - Ein praktischer Leitfaden (Broschiert)
    von Susanne Reinerth (Autor)
    ISBN-10: 3837062317
    Preis: 24,99€

    Katzen füttern - von Dr. Anna Laukner (behandelt die Rohfütterung aber nur am Rande)
    Erschienen im Ulmer-Verlag
    ISBN: 978-3-8001-5338-1
    Preis: 7,95€

  5. #5
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    Spezielle Diäten

    Grundsätzlich sind die meisten Erkrankungen viel zu komplex um hier allgemeingültige Tips geben zu können, daher sollten die folgenden Hinweise nur als grundlegende Tips angesehen werden – ersetzen aber weder den Tierarzt noch eine individuelle Anpassung an jedes Tier...

    1. Allergien
    Viele Tiere leiden heutzutage unter verschiedensten Allergien. Als Auslöser werden Umweltgifte, Zusätze in Futtermitteln, falsche Fütterung, untrainierte Immunsysteme uvm. diskutiert.
    Allergien können sich ganz unterschiedlich zeigen, die häufigsten Symptome sind dabei Hautprobleme und Durchfälle. Medikamente bringen hier zwar kurzfristig eine Verbesserung der Symtome, aber die Probleme sind meist kurze Zeit nach dem Absetzen wieder vorhanden.
    Beim Tierarzt ist es möglich entsprechende Allergietests durchzuführen, jedoch sind diese nicht nur sehr teuer, sondern decken natürlich auch nicht alle verwendeten Futtermittelzusatzstoffe ab.
    Letzendlich hat sich als effektivste Maßnahme die sog. „Ausschlußdiät“ bewährt.
    Zu Beginn sollte für eine solche Ausschlussdiät eine Proteinquelle verwendet werden, die im bisherigen Futter nicht vorhanden war. Dabei empfielt sich Straußen-, Pferde- oder Kaninchenfleisch zu verwenden.
    Dieses sollte mindestens 7-10 Tage ohne gleichzeitige Gabe von Medikamenten gefüttert werden. In den meisten Fällen bessern sich in der Zeit die Symptome.
    Es ist dann empfehlenswerte nach folgender Reihenfolge weitere Futtermittelbestandteile mit einem jeweiligen Abstand von mind. 5-7 Tagen hinzuzunehmen bzw. auszutesten: Eierschale (Kalziumquelle), Taurin, Salz, weitere Fleischsorten, vers. Häufige pflanzliche Ballaststoffe, Barf-Vitamine (Fertigsupplemente, sowie z.B. Fortain, Algen usw.) und anschließend wenn nötig einige Dosenfuttersorten.
    Es ist zu empfehlen dabei alles genauestens zu dokumentieren.

    2. Blasensteine:
    Struvit- und Oxalaterkrankungen sind bei Katzen leider nicht selten. Genauere Fütterungshinweise dazu finden sich in einem entsprechenden Threat bei den FAQs.

    3. Nierenerkrankungen:
    Nierenerkrankungen sind ein sehr individuelles Thema, während mitlerweile von einer proteinreduzierten Diät solange abgeraten wird, wie die Katze keine Symptome wie Erbrechen und Mattigkeit zeigt – kann eine solche Reduktion in späteren Phasen zum Wohlbefinden der Katze beitragen.
    Folgende Hinweise werden jedoch allgemein vielerorts gegeben:
    - Gesamtmengen an Kalzium und Phosphor reduzieren
    - weniger Knochen- und Knochenmehl verwenden
    - Kalziumkarbonat als Kalziumsupplement
    - Salzmenge reduzieren
    - Bierhefe durch B-Vitamin Komplex ersetzen
    - kein Trockenfutter (wegen Niere und auch Trinkfaulheit)
    - möglichst Futter ohne Konservierungsstoffe etc. füttern (Leber, Niere usw.)
    - Fütterung von Phosphatbindern – die Wahl des richtigen ist abhängig von verschiedenen Blutwerten

    Tiefgreifendere und aktuellere Informationen bekommt man in diversen spezialisierten Foren und Groups.

    4. Diabetes
    Grundsätzlich kann man bei Diabetes der Katze zu einer proteinreichen und kohlenhydrat- sowie zucker- armen Nahrung raten.
    Speziellere Informationen liefern auch hier spezialisierte Foren: http://www.forumromanum.de/member/fo...ER=user_429958

    5. Übergewicht:
    Auf dem Futtermittelmarkt stöhnen die Regale mittlerweile unter dem riesigen Angebot von Light-Produkten. Fast allen gemeinsam ist eine Fett- und Fleischreduktion – dafür sind die Wert von Kohlenhydraten meist wesentlich erhöht.
    Dies führt selten zu einer wirklichen Gewichtsreduktion, kann aber zu verschidenen Problemen nach sich ziehen.
    So sind Kohlenhydrate nichts anderes als langkettige Zuckermoleküle und sorgen eher für eine Gewichtszu- als -abnahme. Zudem sind Kohlenhydrate für Carnivoren alles andere als sinnvoll, wie oben zum Thema „Trockenfutter“ bereits beschrieben.
    Fett können Katzen gut verstoffwechseln, zudem wird das Fett benötigt, um die Aufnahme anderer Nährstoffe zu gewährleisten und so kann eine Fettreduktion zu diversen Mangelerscheinungen führen.
    Proteine sind Baustoffe in verschiedenen Bereichen des Methabolismusses. Eine Reduktion der Proteinmenge führt oft u.a. zum Abbau von Muskelmasse, was wiederum meist zu Trägkeit führt. Dies ist wiederum eher kontraproduktiv für eine effektive Diät.
    Es ist daher zu raten die Futterrationen weiterhin ausgewogen zu konzipieren, dafür aber deren Futtermengen nach und zu reduzieren und die Aktivität des Tieres zu erhöhen.
    Auf diese Weise nimmt ein Tier zwar langsam aber gesünder ab – mehr als 1% Gewichtsabnahme pro Woche sind ungesund.
    Auch eine Nulldiät sollte bei Katzen nie in Betracht gezogen werden, zu schnell führt dies – gerade bei übergewichtigen Tieren – zu Leberschäden.

    6. Senioren:
    Viele handelsübliche Futtersorten für Senioren sollen Übergewicht und Nierenproblemen vorbeugen. Aus diesem Grund sind sie meist Fett- und Proteinreduziert. Dies ist als Vorbeugung aber sehr umstritten.
    Wissenschaftlich konnten bisher kein speziellen Bedarfswerte für Seniorkatzen ermittelt werden.
    Grundsätzlich reagieren aber Katzensenioren sicherlich empfindlicher auf falsche Fütterungen, als jüngere Tiere, die Fütterungsfehler eher kompensieren können.
    Man könnte folgende Tips beherzigen:
    - Über- und Untergewicht vermeiden
    - mind. 2 mal im Jahr ein Check-Up beim Tierarzt durchführen lassen
    - leichter verdauliches Futter
    - kein Trockenfutter (Niere, Trinkfaulheit)
    - möglichst Futter ohne Konservierungsstoffe etc. fütterm (Leber, Niere usw.)
    - gleichzeitig aber haben Senioren oftmals nicht mehr einen so feinen Geschmack und verweigern "gesundes" Futter..... da muss man individuell abwägen...

    7. Kitten:
    Genauso wie es keine Seniormäuse in der Natur gibt, bietet diese auch keine speziellen Kittenmäuse. Katzenkinder kompensieren ihren vergleichsweise hohen Bedarf durch eine verhältnismäßig hohe Futtermenge pro kg Körpergewicht.
    Es ist daher sinnvoll Kitten so viel fressen zu lassen, wie sie möchten. Auch sollte eine recht hohe Anzahl an Fütterungen ermöglicht werden, oft werden mindestens 5-6 Fütterungen empfohlen.
    Trockenfutter ist auch gerade bei Kitten besonders problematisch, da sie sehr schnell dehydrieren und durch den recht kleinen Magen, aber den großen Nahrungsbedarf kann das Nachquellen des Trockenfutters schnell zu Verdauungsproblemen führen.






    Quellen:
    Katzendiabetes-Forum
    dubarfst.eu
    Bücher und Homepage von: Dr. Med vet Doris Quinten (ISBN : 3-405-16769-8, ISBN : 3-405-14562-7, ISBN : 3-8174-3125-2, www.drquinten.de)
    http://www.nexus-magazin.de/artikel/...ory&category=2

    http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html
    Natural Cat Food: Rohfütterung für Katzen - Ein praktischer Leitfaden (Broschiert)
    von Susanne Reinerth (Autor)
    ISBN-10: 3837062317
    Preis: 24,99€

  6. #6
    Registriert seit
    15.01.2007
    Beiträge
    4.466
    Futterumstellungstips

    Das Wichtigste ist zuerst einmal seine Katze möglichst vollständig vom Trockenfutter wegzubekommen. Gerade bereits ältere Tiere haben meist schon eine nicht mehr 100% intakte Niere (auch wenn die Blutergebnisse noch keine Veränderung zeigen, dort sieht man erst schlechte Werte, wenn bereits 70% der Niere geschädigt sind) und brauchen unbedingt viel Flüssigkeit.

    1. Frisst die Katze bereits sowohl Trockenfutter als auch Nassfutter, ist das relativ einfach:
    - man reduziert innerhalb von 2-3 Wochen die Trockenfutterration immer weiter und füttert dafür vermehrt das bisher bereits bekannte Dosenfutter (vorerst ist es völlig in Ordnung, wenn es sich dabei noch um Whiskas und Co handelt).

    - hat man die Umstellung geschafft - GLÜCKWUNSCH )

    - danach wählt man eine hochwertigere Futtersorte mit guter Akzeptanz aus. Dafür eignet sich meist Lux bzw. Shah von Aldi sehr gut.

    - nun mischt man unter das bekannte Futter teelöffelweise das neuere bessere Futter. Dabei sollte man ruhig langsamer vorgehen, aber konsequent. Rümpft Mietz die Nase, nicht sofort weich werden!
    Erst wen sie nach mehreren Stunden konsequent das Fressen verweigert und nicht ein mal lecken geht, sollte man EINEN Schritt zurückgehen. Sobald die Katze aber einmal eine Futtermischung gefressen hat, NIE WIEDER das alte Futter pur geben!!!!

    2. Frisst die Katze bisher ausschließlich Trockenfutter und verweigert jegliches Dosenfutter...
    Ist es weitaus komplizierter.
    Es ist zu empfehlen anfangs feste Futterzeiten einzuführen und nicht mehr den ganzen Tag über Futter im Napf zu lassen - denn wer keinen Hunger hat, wird nie was neues kosten

    Sind die Futterzeiten geschafft, fängt man weiter an kleine Tricks anzuwenden:
    Möglichkeit 1: man weicht das Trockenfutter laaangsam immer mehr ein oder serviert es schwimmend in Wasser

    Möglichkeit 2: Man kauft Nassfutter mit guter Akzeptanz (Lux/Shah oder Whiskas mhhh) und bestreut oder mischt es mit etwas Trockenfutter
    Manche Katzen sind jedoch geschickt und sortieren das Trockenfutter wieder heraus. Dann ist es sinnvoll das Trockenfutter zu zermörsern und das Futter damit zu bestreuen.

    Möglichkeit 3: Funktioniert sehr selten auf Anhieb, aber manche Katzen lassen einen staunen Dazu einfach Nassfutter mit guter Akzeptanz anbieten, jegliches Trockenfutter wegräumen und einige Stunden das Haus verlassen



    weitere Tips:
    http://www.katercarlo.de/umstellungstipps.html
    http://www.savannahcat.de/
    http://dubarfst.eu/forum/thread.php?threadid=10
    Natural Cat Food: Rohfütterung für Katzen - Ein praktischer Leitfaden (Broschiert)
    von Susanne Reinerth (Autor)
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