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Thema: Wieviel Geld sollte da sein?

  1. #1
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    Wieviel Geld sollte da sein?

    Hallo ihr Lieben,

    mich beschäftigt seit einigen Tagen immer mal wieder eine Frage. Der Hintergrund: Unser alter Wauzi Jack ist gesundheitlich ziemlich angeschlagen, wir waren in den letzten drei Monaten bestimmt ein dutzend Mal mit ihm beim Tierarzt viele Untersuchungen, Röntgenbilder, er bekommt nun regelmäßig Cortison.... seit neuestem bekommt er nun auch im 60 Kilometer entfernten Leverkusen einmal die Woche Physiotherapie.

    Das alles geht ziemlich ins Geld, wie ihr euch sicher vorstellen könnt...

    Nicht falsch verstehen, natürlich ist unser kleiner Schatz uns das wert, dennoch wäre ich, wenn ich jetzt als Studentin alleine mit den Kosten wäre, schon ziemlich am Ende mit meinen finanziellen Möglichkeiten.

    Ich habe zwar auch ein paar kleine Reserven, doch mit einer größeren OP (oder auch einer größeren Autoreparatur) wären die ziemlich schnell futsch.

    Die meisten hier (so zumindest mein Eindruck) vertreten genau wie ich die Meinung, dass man nur soviel Tiere halten sollte, wie man auch die finanziellen Möglichkeiten zur Haltung und medizinischen Versorgung hat.

    Doch: Wann ist es "genug"? Wieviel Reserven sollte man haben um sich ein Tier anzuschaffen? Oder wieviel Verdienen? Wieviel sollte man bereit ggf. in sein Tier zu investieren? Bin ich ein schlechter Hunde/Katzenhalter, wenn ich kein Geld habe/ausgeben möchte für sehr teure Behandlungen? Wo liegt die Grenze?


    Freue mich über unterschiedliche Meinungen ....

  2. #2
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    Puh, schwierige Frage Ich hab auch schon öfters darüber nachgedacht, gerade auch zur Zeit, bevor wir uns für die dritte Katze entschieden haben.

    Ich persönlich habe mir da die Grenze gesetzt, wo ich jedes Tier nicht nur mit dem Nötigsten versorgen kann, sondern ihm auch darüber hinaus manchmal eine Freude bereiten kann (bspw. teueres Futter, dass sie gern mögen, ein großer Kratzbaum, gutes Streu, vielleicht sogar mal irgendwann ein schönes Außengehege). Wenn ich jeden Monat aufrechnen müsste, was ich für die Katzis kaufen darf und was nicht, würde mir das keinen Spaß machen und irgendwie hätte ich wohl fast auch schon ein schlechtes Gewissen.

    Was Krankheiten und Behandlungen betrifft, sind alle drei Katzen mit einer Krankenversicherung ausgestattet, somit kommen wenigstens hier keine bösen finanziellen Überraschungen auf uns zu.

    Allerdings mache ich mir aber schon auch Gedanken, was mal sein sollte, wenn die finanzielle Lage durch Arbeitslosigkeit, Langzeit-Krankheit oder sonstiges kippt. Solche Fälle kann man ja nie vorhersehen, und falls man dies bei der Erstanschaffung von Tieren mit einplant, dürfte man sich eigentlich gar kein Tier ins Haus holen
    Ich denke, falls die Riesen-Katastrophe eintritt, ich keinen Job mehr habe, keinerlei Unterstützung bekommen könnte, alles Gesparte aufgebraucht ist und gleichzeitig hohe Tierarztrechnungen begleichen muss, würde ich meine Tiere abgeben in ein besseres Zuhause ..und kann daher auch Tierhalter verstehen, die diesen letzten Schritt gehen.

    Wie viel Geld sollte man zurücklegen? Ich habe ehrlich gesagt gar kein Geld für Notfälle zurückgelegt, weil wir eben durch die Versicherung keine größeren Probleme bekommen sollten. Allerdings ist auf unseren Konten immer noch etwas Luft, falls wirklich einmal Not am Mann ist.

    Während meiner Studienzeit, in der ich oft nichtmal genug Geld aufbringen konnte für meine eigene adäquate Versorgung und mit meinem Budget am Monatsende gerade so rum kam, hätte ich mir auf keinen Fall ein Tier "aufhalsen" können, auch, wenn ich es mir damals schon sehr gewünscht habe.
    Liebe Grüße von Nicole mit Swirly, Ghismo und Baby Honey


  3. #3
    Joe Black Guest
    Ich bin sehr zufrieden mit meinen Versicherungen für die Beiden. Da stellen sich für mich die Fragen nach Begrenzungen nicht, wenn mal was wirklich großes Teures anstehen sollte. Für mich eine Erleichterung. Was nutzt es, wenn man sich völlig finanziell verausgabt und nachher den Tieren nicht mehr das notwendige gute Futter geben kann? Schwierig... ich denke, dass Tiere schon genau aus diesem Grund oft eingeschläfert wurden.

  4. #4
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    Was sind denn das für Versicherungen? *neugierigist*
    Was kosten sie, was ist dadurch versichert... wäre ja ev. auch für meine überlegenswert...

    Für Jack hatten wir damals kurzfristig überlegt, ob wir eine Krankenversicherung abschließen, aber viele Versicherungen nehmen nur junge Hunde auf, oder die Beiträge sind astronomisch... und oftmals waren dann auch unterschiedliche Sachen nicht mit drin...

  5. #5
    Joe Black Guest
    Ich bin bei der Agila und zahle pro Nase monatlich 17,90 Euro. Da sind 100 Euro im Jahr Vorsorgeuntersuchung inclusive. Also Impfung, Wurmkur etc. Ab dem 5. Lebensjahr (bei mir ist es jetzt soweit, obwohl meine geschätzt wurden) muß man 20% zu den OP-Kosten beizahlen. Guck am besten mal auf die HP. Es gibt aber auch noch andere. Ich habe mich für die Agila entschieden, da sie bis zum 3-fachen Satz übernehmen. Also auch Sonntagsbehandlung in der Tierklinik.

    Das Geld habe ich durch Joe's OP schon 3 x wieder raus, was ich eingezahlt habe, würde sie dennoch lieber nicht in Anspruch nehmen. - Viele sagen, es ist nicht nötig, lieber was ins Sparschwein tun, aber ICH gehe da dann auch sonst mal dran, wenn anderswo Not am Mann ist. Das muß wohl jeder selbst wissen. Leider gibt es keinen "Mengenrabatt".

  6. #6
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    Ich habe keine Reserven für meine Katzen gebildet. Wenn was kommt, wird das halt irgendwie gestemmt. Ob ich allerdings so ganz teure Spezialoperationen (z.B. Transplantationen oder so) machen lassen würde, weiss ich nicht. Das muss dann wirklich ganz viel an Lebensqualität für die Katze bringen.
    Ich bin nicht der Meinung, dass man viel Geld haben muss, um Tiere halten zu können und damit man nur jegliche Operationen und Behandlungen bezahlen kann. Wichtiger ist gesundes Futter, viel Liebe, Aufmerksamkeit und die Möglichkeit für die Katze, ein artgerechtes Leben zu führen. Und natürlich eine tierärztliche Versorgung, die ein schmerzfreies und gesundes Leben ermöglichen muss.
    Gruß, Ulli
    Ulli mit Paulchen, Happy, Ramsis und Ronja, den Dreibeinchen Jenia und Fritzle, den Blindmäusen Nikos und Stella, Isidor und Lucky sowie den Engelchen Hermine und Rosalie
    Immer aktuell: MIMMIs Blog mit allen Infos zu MIMMIs Katzenhilfe

  7. #7
    wailin Guest
    Zitat Zitat von Nicole82 Beitrag anzeigen
    ...
    Ich persönlich habe mir da die Grenze gesetzt, wo ich jedes Tier nicht nur mit dem Nötigsten versorgen kann, sondern ihm auch darüber hinaus manchmal eine Freude bereiten kann (bspw. teueres Futter, dass sie gern mögen, ein großer Kratzbaum, gutes Streu, vielleicht sogar mal irgendwann ein schönes Außengehege). Wenn ich jeden Monat aufrechnen müsste, was ich für die Katzis kaufen darf und was nicht, würde mir das keinen Spaß machen und irgendwie hätte ich wohl fast auch schon ein schlechtes Gewissen....
    Das sehe ich genauso. Wenn man zu einem späteren Zeitpunkt in Engpässe gerät muss man m.E. individuell entscheiden wie man damit umgeht, aber sehenden Auges würde ich es vermutlich nicht tun.

    Bzgl TA Kosten kann ich nur aus Erfahrung beitragen, dass die Ausgaben steigen je älter das Tier wird. Das fängt beim jährlichen 'Senioren-Check' an und dann kommt dieses Zipperlein und 'ne Zahnsanierung etc.

    Aber ein Mindesteinkommen o.ä. sehe ich auch nicht. Es kommt halt auch darauf an, wie man die Prioritäten setzt.

    Ich glaub wenn ich es mir nicht leisten könnte würde ich eher das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und z.B. Tiere in Urlaubspflege zu mir in die Wohnung nehmen. Natürlich ist es etwas anderes als eigene Tiere zu haben, aber man muss wenigstens nicht ganz ohne sein.

  8. #8
    Oriental Cats Guest
    Tja, das ist eine schwierig zu beantwortende Frage.

    Vielleicht berichte ich mal über meine Erfahrungen, habe ja nun schon seit fast 30 Jahren Katzen und nicht gerade wenige.

    Was waren die finanziellen "Hämmer" in all den Jahren
    Anice hatte sich vor 15 Jahren mit Pampasgras (im Garten) die Speiseröhre aufgeritzt, Brustraum war vereitert, 14 Tage Klinik mit Brustraumspülungen, intensive Nachsorge beim TA. Es waren noch DM-Zeiten, Kostenpunkt ca. 2.200.- DM
    Vor 4 Jahren starben innerhalb von 7 Monaten die Bianca, der Merlin und Muckelchen (Fibrosarkom). Wir waren Dauerpatient beim TA. Kostenpunkt in Summe ca. 1.600.- €

    Sonst hatten wir all die Jahre keine außerplanmäßigen medizinischen Kosten für unsere Knalltüten. Gut, die jährlichen Blutbilder unserer Seniorin und mal eine Zahn-OP, aber das hält sich noch "im Rahmen" und ist im Etat eingeplant.

    Mein Tipp:
    Man sollte schon eine gewisse Reserve für solche außergewöhnlichen Belastungen haben. Prima, wenn man sie nicht braucht, doch im Notfall kann man alles für seine Lieblinge tun, muss nicht jeden Cent 2x umdrehen.

  9. #9
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    Ich hab keine Reserven mehr, aufgebraucht, und trotzdem habe ich 3 Katzen und plane eine vierte.

    Ich hab das riesige Glück das ich einen Tierarzt und eine Tierklinik habe die im Notfall Raten akzeptieren.

    Futterkosten sind natürlich immer monatlich drin, genau wie hin und wieder mal nen schönen Baum oder sowas

    Ich denke es geht auch ohne finanziellen Rückhalt, aber dann sollte monatlich das Geld stimmen und man sollte Raten zahlen können, wenn man selbst die nicht tragen könnte....... sollte man es sein lassen mit Tieren.
    Liebe Grüße Nicki, die 3 L´s, 1 C, 1 J, 1 M und 1 P







  10. #10
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    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen

    Die meisten hier (so zumindest mein Eindruck) vertreten genau wie ich die Meinung, dass man nur soviel Tiere halten sollte, wie man auch die finanziellen Möglichkeiten zur Haltung und medizinischen Versorgung hat.
    Das sehe ich im Prinzip auch so. Aber: Wer kann die Kosten schon absehen!? Klar ist, dass man kalkulierbare laufende Kosten wie Futter, Streu, Spielzeuge decken können muss. Aber TA-Kosten??? Ich hab auch nicht ahnen können, dass ich (als Studentin) in den ersten 3 Jahren mit meinen zwei Katzis 3000€ beim TA lassen muss (und dann auch noch für viele Fehldiagnosen und Falschbehandlungen). Ich musste sogar bei meiner Mutter Schulden machen (die weniger verdient als ich!).

    Ich sage immer: Wenn es nach dem Einkommen bzw. den finanziellen Möglichkeiten geht, dürften Hartz-IV-Empfänger, Studenten und viele Rentner GAR KEINE Tiere halten. Und das kann`s ja wohl auch nicht sein...

    Jeder kann in eine finanzielle Notlage kommen. Auch einen noch so guten Job kann man plötzlich los sein. Und dann kann es ganz schnell eng werden.

    Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, eine Katzenkrankenversicherung abzuschließen, aber da solche Versicherungen viele Leistungen (z.B. Zahnsteinentfernung, Kostenübernahme bei chronischen Leiden) von vorne herein ausschließen, hatte sich das für mich ganz schnell wieder erledigt. Da würde ich ja doppelt zahlen (die Versicherung, die Vorsorgesachen wie Impfungen und Entwurmungen zahlt, welche ich eh kaum im Anspruch nehme) und die ganzen chronischen Erkrankungen (lange Zeit Verdacht auf Asthma und HCM, Neigung zu Zahnstein und ZFE).
    Liebe Grüße vom Katzenmiez mit Hauskatzi Emma, Coonie-BKH-Mix Othello und Coonie Antonio!


  11. #11
    nellerovka Guest
    Hallo,
    ich habe auch mit einer Versicherung gehadert, mich aber dagegen und für ein Sparschwein entschieden. Das wird regelmäßig gefüttert und da gehe ich auch nicht ran - es soll wirklich nur für den Fall sein, dass mal eine teure Behandlung, wie OP o.ä., notwendig sein sollte.

  12. #12
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    Hm... lese ich es richtig heraus, dass nach "durchschnittlicher" Meinung hier, das Geld für den "täglichen Bedarf" da sein sollte, plus die Möglichkeit sich Sachen im "normalen Rahmen" leisten zu können... sei es TA Kosten für kleinere Behandlungen, Impfungen, als auch Extras....

    Aber was ist, wenn die Kosten das "normale" übersteigen? Muss man das nicht irgendwie "einplanen"? Wir haben uns bei Jack gerade (allerdings aus anderen Gründen) gegen eine Operation entschieden. Stattdessen versuchen wir der Sache mit Medikamenten und Physiotherapie (pro Monat ca 130 Euro + ca. 70 Euro Spritgeld) Herr zu werden.

    Bei einer OP wären Kosten von 3000-4000 Euro angefallen...

    Was würdet ihr machen, wenn dies eine lebensnotwendige OP wäre? Oder die Lebensqualität ganz entscheidend verbessern würde?

    Als wir anfänglich auch mit unserer TÄ darüber gesprochen haben, musste ich doch ganz schön schlucken.... 4000 Euro hätte ich NICHT mal eben so zahlen können...

    Wieviel sollte man in euren Augen denn überhaupt bereit sein zu zahlen um das Leben seines Tieres zu retten? Einfach aus rein vernunftstechnischen Gründen?

  13. #13
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    Man sollte ALLES bereit sein für sein Tier zu zahlen.

    Es sollte eben die Möglichkeit bestehen wenn man keine Rücklagen hat entweder beim TA Raten zu zahlen, einen Kredit aufnehmen können oder anderweitig das Geld leihen zu können.

    Es käme für MICH nie in Frage mein Tier wegen zu hoher Kosten einschläfern zu lassen oder wegzugeben.
    Liebe Grüße Nicki, die 3 L´s, 1 C, 1 J, 1 M und 1 P







  14. #14
    nellerovka Guest
    Auch wenn es für manch einen übertrieben klingt - ich würde ALLES für meine Tiere tun - lieber würde ich verzichten.

  15. #15
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    @Catheart

    Ich finde deine Einstellung sehr nobel (und auch durchaus nachvollziehbar ), aber ist das wirklich realistisch?
    Als Beispiel: Lilli als Freigängerin hätte einen Autounfall, Rücken kompliziert verletzt, TA eröffnet dir, dass eine Behandlung nur mit speziellen neuen Methoden möglich wäre - und das auch nur im Ausland! Kostenpunkt vermutlich weit über 10.000 -20.000 Euro.

    Klar, habe ich Geld wie Heu, kein Problem - aber wer hat das schon? Oder die Möglichkeit "auf die Schnelle" so etwas zu finanzieren? Und dann ev. die nächsten 20 Jahre abzubezahlen, anstatt den Kindern die Ausbildung zu finanzieren, die dringenden Reparaturen am Haus zu bezahlen oder die Pflegekraft für die eigenen Eltern....? Muss man nicht irgendwann der eigenen Tierliebe durch die Vernunft einen Riegel vorschieben?

    Und hat nicht jeder IRGENDWANN eine Grenze...?

  16. #16
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    Naja, dein Beispiel klingt für mich nun etwas überzogen

    Und wenn ein Tierarzt mir das eröffnen würde, würde ich Lillie erlösen lassen, denn so schwer verletzt eine Reise ins Ausland wäre für mich Quälerei an der Katze.

    Übrigens habe ich auch noch nie von so hohen Kosten gehört
    Liebe Grüße Nicki, die 3 L´s, 1 C, 1 J, 1 M und 1 P







  17. #17
    Oriental Cats Guest
    @ Leni

    Dein Beispiel ist ja nun Gott sei Dank ein extremer Ausnahmefall und nicht die Regel.

    Hier müsste man doch sehr genau abwägen wie groß die Heilungschancen sind und ob man das einer verletzten Katze antun möchte, sie nicht doch vielleicht besser "gehen" lässt.

  18. #18
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    @Catheart

    Dass wohl fast jeder von uns Katzenfanatikern mit Handkuss auf den Urlaub verzichten würde, die teuren Klamotten o.ä. um seiner Katze das Leben zu retten, davon gehe ich fast schon aus... nur mit stellt sich die Frage: Wann muss einfach "Schluss" sein?

    Klar waren die Preise von eben schon recht dramatisch aber auch nicht sooo unmöglich!

    Bei der OP gegen dir wir uns entschieden haben, wären damals zusätzlich zu den Kosten noch über Monate hinweg mehrfach in der Woche Physioherapie erforderlich gewesen, statt 200 Euro im Monat wäre es dann locker das Dreifache geworden...

    600 Euro, 10 Monate, schon haben wir ca de 10.000 Euro voll... und das auch "nur", wenn alles glatt ginge...


    @Oriental Cats

    Natürlich sind das jetzt Ausnahmen - Gott sei Dank! Dennoch denke ich, dass man mit dem Ausspruch: "Ich würde ALLES für mein Tier tun/bezahlen" sehr vorsichtig sein sollte.

    Klar möchte keiner sein Tier gehen lassen, weil es an den Finanzen hakt (und das zugeben möchte man noch viel weniger ), aber ist es nicht trotzdem manchmal das, was man tun sollte/muss?

  19. #19
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    Hallo, Alena, ich denke, es ist sehr schwierig, so eine Frage generell zu beantworten. Ich würde alles tun, um meiner Katze zu helfen. Aber oftmals gehen sehr teure Behandlungen bei einer Katze auch mit langen, langen Klinikaufenthalten einher und da muss man sich schon fragen, ob man das seiner Katze antut. Tierliebe kann sich auch darin äußern zu sagen, es ist gut, ich erlöse das Tier. Das Beispiel mit dem Auslandsaufenthalt würde ich nicht machen. Eine Katze ist eine Katze, die kann nicht verstehen, warum sie das durchstehen soll. Man muss ganz ehrlich zu sich selber sein: Was ist das beste für das Tier? Wann muss ich ertragen, sie zu erlösen? Ich bin der Meinung, nicht alles, was machbar ist, muss man auch machen. 2.000 Euro für eine Behandlung bei einer Katze würden mich schon ziemlich treffen, aber das würde ich machen, wenn es verspricht zu helfen. Solche Sachen wie Transplantationen (z.B. von Nieren) wo dann vielleicht 10.000 Euro zusammen kommen, würde ich dann aber nicht mehr machen, weil das in meinen Augen für die Katze keine Lebensqualität bringt, wochenlang beim Tierarzt zu sein.
    Liebe Grüße, Ulli
    Ulli mit Paulchen, Happy, Ramsis und Ronja, den Dreibeinchen Jenia und Fritzle, den Blindmäusen Nikos und Stella, Isidor und Lucky sowie den Engelchen Hermine und Rosalie
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  20. #20
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    Zitat Zitat von Katzenmiez Beitrag anzeigen
    Ich sage immer: Wenn es nach dem Einkommen bzw. den finanziellen Möglichkeiten geht, dürften Hartz-IV-Empfänger, Studenten und viele Rentner GAR KEINE Tiere halten. Und das kann`s ja wohl auch nicht sein...
    Ich habe aus diesem Grund aber auch als Studentin kein Tier gehalten Während dem Studium ist das Geld sowieso knapp, und dann ist ja auch nicht klar, ob man nach dem Studium einen Job findet, vielleicht zig Mal umziehen muss, zeitweise von Arbeitslosenhilfe leben muss....das war mir alles zu riskant und wäre einem Tier gegenüber nicht fair gewesen.

    Und als Hartz-IV-Empfänger bekommt man doch Hilfe vom Staat für's Tier, oder? Hier in England ist das zumindest so. Da gibt es extra Tierärzte, die für unentgeltlich oder einen sehr kleinen Betrag behandeln, das zahlt dann der Staat.

    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen
    Aber was ist, wenn die Kosten das "normale" übersteigen?
    Bei einer OP wären Kosten von 3000-4000 Euro angefallen...

    Was würdet ihr machen, wenn dies eine lebensnotwendige OP wäre? Oder die Lebensqualität ganz entscheidend verbessern würde?
    Hier zeigen sich dann wieder die Vorteile einer Versicherung Bei Hunden schlagen die Behandlungen ja oft noch viel härter zu Buche als bei Katzen.
    Ansonsten würde ich mir das Geld aber schon zusammenleihen, von Familie, Bekannten, vielleicht bekommt man sogar von der Bank etwas dazu? Auch 4000€ kann man in Raten abzahlen Und müsste man soviel für's eigene Auto zahlen, würde man wohl auch alles versuchen.

    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen
    Und dann ev. die nächsten 20 Jahre abzubezahlen, anstatt den Kindern die Ausbildung zu finanzieren, die dringenden Reparaturen am Haus zu bezahlen oder die Pflegekraft für die eigenen Eltern....? Muss man nicht irgendwann der eigenen Tierliebe durch die Vernunft einen Riegel vorschieben?
    Dazu wäre meine Einstellung, dass meine Tiere mir genauso viel wert sind, wie meine "menschliche Familie" und meine Freunde. Sie sind für mich vollwertige Familienmitglieder, von daher werden sie auch nicht finanziell benachteiligt gegenüber Ausbildung der Kinder, Pflege der Eltern, oder ähnliches. Für mich geht es hier auch nicht mehr um "Tierliebe", sondern um die Liebe zu einem Familienmitglied, für das ich Verantwortung übernommen habe.
    Liebe Grüße von Nicole mit Swirly, Ghismo und Baby Honey


  21. #21
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    Nein, ich Deutschland gibt es keine Hilfe für die Tiere vom Staat.

    Aus dem Grund musste meine Mutter sich von ihren Tieren trennen
    Liebe Grüße Nicki, die 3 L´s, 1 C, 1 J, 1 M und 1 P







  22. #22
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    Hallo Nicole82,
    bist du sicher, dass in England diese Tierärzte vom staat bezahlt werden.

    Tierärzte und auch Ärzte für Obdachlase und dern Tiere gibt es in einigen Großstädten (woanders vllt. auch) hier schon.
    Die finanzieren sich aber aus Spenden.

    Genau wie die Tierrettung in München.

    Inzwischen gibt es in D aber auch schon Tafeln für tiere, wie es Tafeln für Menschen gibt.

    http://www.tiertafel.de/
    http://www.tafel.de/
    Lydia mit Kater Janek geb. 2004? und Kätzin Bella geb. ?
    im Herzen Felix (Apr. 1995 - März 2015) und Pitti (1997 ? - Nov. 2007)

    Wir barfen seit Juni 2007

  23. #23
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    @Nicole

    Okay, da sehe ich dann doch schon noch einen Unterschied zwischen meinen Eltern,Bruder,LG und meinen Tieren. So sehr ich alle meine Tiere liebe und an ihnen hänge, hat das Leben und Wohlergehen meiner Familie doch Vorrang...

    Und ich fände es als Kind auch nicht so doll, wenn eine Katzen oder ein Hund meiner Mutter genauso wichtig gewesen wäre wie ich...

  24. #24
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    Zitat Zitat von Katzenzahn Beitrag anzeigen
    Hallo Nicole82,
    bist du sicher, dass in England diese Tierärzte vom staat bezahlt werden.

    Tierärzte und auch Ärzte für Obdachlase und dern Tiere gibt es in einigen Großstädten (woanders vllt. auch) hier schon.
    Die finanzieren sich aber aus Spenden.

    Genau wie die Tierrettung in München.

    Inzwischen gibt es in D aber auch schon Tafeln für tiere, wie es Tafeln für Menschen gibt.

    http://www.tiertafel.de/
    http://www.tafel.de/
    So hatte ich es von der Tierarzthelferin verstanden. Gehört wohl mit zum Sozialhilfepaket Habe aber grad nochmal nachgegoogelt , und da sieht es so aus, als gäbe es mehrere Möglichkeiten.
    Es gibt wohl extra Organisationen, die tierärztliche Hilfe leisten, die komplett aus Spenden finanziert werden. Einige Unterstützungen werden aber auch vom Staat angeboten, in Verbindung mit anderen staatlichen finanziellen Hilfen.
    Liebe Grüße von Nicole mit Swirly, Ghismo und Baby Honey


  25. #25
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    Also ich bin Studentin und mein Freund auch, wir werden demnächst drei Katzen haben...
    mit der Finanzierung habe ich lange gerechnet... Amy und Minnie bezahle ich und die 3 Katzi ist seine, die finanziert er....
    Mein Freund hat einen sehr guten Job neben dem STudium und als Lehramtsanwärter auch gute Chancen sofort einen Job zu kriegen...
    Ich muss sagen, wenn man sparsam lebt, etwas nebenbei arbeitet, dann sollte das möglich sein... wenn ich jetzt mal reche, höchstsatz bafög 600 Euro, plus 400 Euro job, das ne Menge Holz...
    Ich als Studentin habe weniger Ausgaben als manch ein anderer... ich bin Familienversichert, bezahle keine GEZ (weil zu geringes Einkommen momentan), habe nen Ticket für fast umsonst... meine Eltern bezahlen die Studiengebühren ok, aber das kann man sich inzwischen auch finanzieren lassen...
    ich finde 1000 euro im Monat sind schon etwas wovon man eindeutig Geld zurück legen kann..
    Ich habe deutlich weniger, aber ich schaffe es sogar alle 2 Jahre schön in Urlaub zu fahren, ok mti der eigenen Wohnung wird das schwieriger aber na ja....

    Ich falle aber auch häufig hintenrüber wenn ich bedenke was für Leute sich Tiere anschaffen.... als Hartz 4 Empfänger 4 Katzen ist der Wahnsinn....

    ich musste schon schlucken als Amy dieses Jahr beim Ta war... cih hab jetzt in 1 1/2 Jahren für meinen Zoo locker 2500 Euro an Ta Kosten gehabt... wobei ich erst seti 1/2 Jahr die zweite Katzi habe
    Liebe Grüße

    Katharina

    "Ich leg mein Leben in deine Hand, meinst du du kannst es ganz dolle festhalten und beschützen?"

    http://einsatzfuer4pfoten.de.tl/

  26. #26
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    Zitat Zitat von Nicole82 Beitrag anzeigen
    Ich habe aus diesem Grund aber auch als Studentin kein Tier gehalten Während dem Studium ist das Geld sowieso knapp, und dann ist ja auch nicht klar, ob man nach dem Studium einen Job findet, vielleicht zig Mal umziehen muss, zeitweise von Arbeitslosenhilfe leben muss....das war mir alles zu riskant und wäre einem Tier gegenüber nicht fair gewesen.
    Ich habe meine Katzen ja auch (wie ich gerne ausführe) aus "egoistischen Gründen". Es gibt Leute - was ich sehr schätze - die alte, behinderte, kranke und "schwierige" Fälle aufnehmen. Das ist bewundernswerte Tierliebe! Aber ich persönlich könnte das nicht. Denn ich habe meine Katzen in erster Linie, damit es MIR besser geht. Und da konnte ich mit der Anschaffung der Katzen eben nicht bis Studiumsende warten. Sonst hätte ich mein Studium nämlich vermutlich gar nicht durchgestanden. Viele Mädels in meinem Alter sind in einer festen Partnerschaft oder schon verheiratet. Da ist vieles leichter, weil man dann in der Regel zwei Einkommen hat.

    Und ja, ich würde meine Katzen ggf. auch in ein anderes/"besseres" Zuhause geben, wenn es MEINER Gesundheit zuträglich wäre oder ich die Katzen aus bestimmten Gründen nicht mehr (be)halten kann (wie z.B. in dem Fall, dass meine Mutter tatsächlich ein Schwerstpflegefall wird, ich die Wohnung doch verkaufen muss, ich meine Abschlussprüfungen wegen dem ganzen Stress zur Zeit vergeige und ohne Uni-Abschluss erstmal keinen Job finde).
    Liebe Grüße vom Katzenmiez mit Hauskatzi Emma, Coonie-BKH-Mix Othello und Coonie Antonio!


  27. #27
    wailin Guest
    Zitat Zitat von Lilienbecker Beitrag anzeigen
    ... Man muss ganz ehrlich zu sich selber sein: Was ist das beste für das Tier? Wann muss ich ertragen, sie zu erlösen? Ich bin der Meinung, nicht alles, was machbar ist, muss man auch machen. ...
    Dem kann ich nur lebhaft beipflichten.

    Rony hat eine verkrüppelte Pfote. Man könnte sie theoretisch unter OP Bedingungen neu brechen, richten, verdrahten, versuchen die Sehen wieder auf Normallänge zu strecken, ggfs künstliches Handgelenk (ist in sich mehrfach gebrochen) etc.. Er ist eingeschränkt, hat aber keine Schmerzen, feixt mich aus 2,5m Höhe aus dem KB an und dank 'Krankengymnastik' ist sie auch wieder einigermassen beweglich. Soll ich ihm das wirklich antun ? Ich denke: Nein...und das ist keine Frage des Geldes.

    Es gibt auch in Deutschland Hilfen wenn es wirklich hart auf hart kommt z.B. Tiertafel oder Luna oder auch manche TH haben Programme, die dazu dienen auch Menschen mit wenig Geld die Tierhaltung zu ermöglichen. In der hiesigen TK gibt es zum Bsp ein grosses Sparschwein um die Materialkosten für die Behandlung von 'armen' Tieren zu bezahlen. Die TA arbeiten kostenfrei, aber die Medis etc müssen halt irgendwie gedeckt werden. Der Tierbesitzer zahlt nur einen symbolischen Betrag, was ich wiederum gut finde, denn es beschämt so niemanden.

  28. #28
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    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen
    Und ich fände es als Kind auch nicht so doll, wenn eine Katzen oder ein Hund meiner Mutter genauso wichtig gewesen wäre wie ich...
    Das ist wahrscheinlich Erziehungssache. Wenn ich ein Kind bekomme, soll das auch lernen, dass die Tiere vollwertige Familienmitglieder sind. So wie halt die Geschwister auch!

    Für meine Omas zum Beispiel ist es dagegen schon unvorstellbar, dass ich überhaupt Tiere im Haus hab und denen auch noch Sachen kaufe

    Zitat Zitat von lovingangel Beitrag anzeigen
    Also ich bin Studentin und mein Freund auch, wir werden demnächst drei Katzen haben...
    Zitat Zitat von Katzenmiez Beitrag anzeigen
    Ich habe meine Katzen ja auch (wie ich gerne ausführe) aus "egoistischen Gründen". Es gibt Leute - was ich sehr schätze - die alte, behinderte, kranke und "schwierige" Fälle aufnehmen. Das ist bewundernswerte Tierliebe! Aber ich persönlich könnte das nicht. Denn ich habe meine Katzen in erster Linie, damit es MIR besser geht. Und da konnte ich mit der Anschaffung der Katzen eben nicht bis Studiumsende warten.
    War auch gar nicht als Kritik an Studenten mit Tieren allgemein gedacht! Klar gibt es Studenten, die schon zu Studienzeiten ein stabiles Leben führen, finanziell in einer guten Position sind und wo auch recht klar ist, dass sie nach dem Studium direkt in einen sicheren Beruf einsteigen können. Aber ich kann nicht verstehen, wieso auch so viele Studenten, bei denen das ganz klar nicht der Fall ist, sich trotzdem die Wohnung mit Tieren vollladen müssen.

    Mehrere Male habe ich mitbekommen, dass eine Katze geholt wurde (weil ist ja so süß, Zwei sind aber zu teuer), die dann ausschließlich vom billigsten TroFu ernährt wurde, nie nen Kratzbaum gesehen hat und dann letztendlich nach dem Studium ins Tierheim oder zum nächsten unsicheren Zuhause gewandert ist, weil man halt doch nochmal ins Ausland wollte oder nen Job am anderen Ende von Deutschland bekommen hat. Oder die Tierarztkosten waren zu hoch, oder in der nächsten Studentenbude waren Tiere nicht erlaubt, oder plötzlich waren Tierbabies da ....Das gleiche Spiel funktioniert natürlich auch mit Hund, Meerschwein oder ähnlichem.
    Liebe Grüße von Nicole mit Swirly, Ghismo und Baby Honey


  29. #29
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    Zitat Zitat von Nicole82 Beitrag anzeigen
    Aber ich kann nicht verstehen, wieso auch so viele Studenten, bei denen das ganz klar nicht der Fall ist, sich trotzdem die Wohnung mit Tieren vollladen müssen.

    Ja, das stimmt... Im StudiVZ (naja, da gint es ja auch Nicht-Studenten) liest man z.B. auch oft, dass jemand EINE Wohnungskatze möchte (weil 2 halt zu teuer sind) oder am besten noch eine Rassekatze - aber eben möglichst billig.

    Viele Studis bekommen ja auch Unterstützung von ihren Eltern. Das ist z.B. etwas, was mir völlig fremd ist, weil ich mit Halbwaisenrente und Minijob monatlich mehr Geld zur Verfügung habe als Meine Mutter mit ihrem Teilzeitjob. Für Antonio musste ich auch `ne ganze Zeit sparen. Deshalb kam ich finanziell auch arg in Bedrängnis, als sich dann kurz nach der Zusammenführung die Giardien breit machten.
    Liebe Grüße vom Katzenmiez mit Hauskatzi Emma, Coonie-BKH-Mix Othello und Coonie Antonio!


  30. #30
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    Zitat Zitat von Nicole82 Beitrag anzeigen
    Das gleiche Spiel funktioniert natürlich auch mit Hund, Meerschwein oder ähnlichem.
    Noch was: Eine gute Bekannte von mir fängt demnächst mit ihrem Refendariat an. Sie hat auch psychische Probleme und wünscht sich schon sehr lange ein Haustier ("zum Kuscheln"). Zuerst wollte sie `nen Hund (Berner Sennen oder so), bis ihr auffiel, dass das als alleinstehende, berufstätige Person (zumindest in der Anfangsphase) vielleicht nicht so optimal ist. Dann wollte sie zwei Kaninchen "weil man die ja auch gut im Käfig wegsperren kann", damit sie nicht die Wohnung "verwüsten". Wir waren auch mal zusammen auf `ner Katzenausstellung. Seitdem ist sie Birmchen-Fan. Sie möchte aber nur EINE Katze, weil sie ja noch nie Tiere hatte und sich noch nicht so gut auskennt.

    Bin aber gerade dabei, sie (zumindest katzentechnisch) zu beraten.
    Liebe Grüße vom Katzenmiez mit Hauskatzi Emma, Coonie-BKH-Mix Othello und Coonie Antonio!


  31. #31
    wailin Guest
    Zitat Zitat von Katzenmiez Beitrag anzeigen
    Sie möchte aber nur EINE Katze, weil sie ja noch nie Tiere hatte und sich noch nicht so gut auskennt.
    Das kann ich sogar nachvollziehen. Als Susi (damals 15) hier im Januar 2005 einzog war sie mein allererstes Haustier. Ich konnte mir so gar nicht vorstellen, dass zwei in vieler Hinsicht 'einfacher' sind als eine alleine Ganz ehrlich habe ich damals auch gezielt nach einem älteren Einzeltier gesucht weil ich dachte, o.k. wenn es doch nichts für mich ist, bin ich nicht auf 20 Jahre sondern vielleicht nur auf 4-5 Jahre gebunden. Denn eine Rückgabe oder dem Tier nicht alles angedeihen zu lassen was ihm guttut wäre mir nie in den Sinn gekommen. Rückblickend betrachtet natürlich völliger Unfug Ich vermisse Susi noch heute.

    Heute denke ich: Rony wird jetzt 13, aber Katzen werden ja zum Glück immer älter also haben wir mindestens noch 10 Jahre vor uns

    Viel Glück bei Deiner Überzeugungsarbeit

  32. #32
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    Zitat Zitat von Katzenmiez Beitrag anzeigen
    Viele Studis bekommen ja auch Unterstützung von ihren Eltern.
    Hab auch kaum Unterstützung bekommen. Aber ehrlich gesagt finde ich es auch sonst ein bißchen zu viel verlangt, wenn die Eltern dann auch noch die Haustiere der Kinder mitttragen sollen, neben den Kosten für ein Studium So etwas hätte ich mich nie getraut, zu verlangen!

    Zitat Zitat von wailin Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich habe ich damals auch gezielt nach einem älteren Einzeltier gesucht weil ich dachte, o.k. wenn es doch nichts für mich ist, bin ich nicht auf 20 Jahre sondern vielleicht nur auf 4-5 Jahre gebunden.
    Rückblickend betrachtet natürlich völliger Unfug
    Finde das ganz und gar keinen Unfug, sondern sehr vorausschauend gedacht!!
    Liebe Grüße von Nicole mit Swirly, Ghismo und Baby Honey


  33. #33
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    2.864
    Ich finde, diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

    Ich war einige Jahre Sozialhilfeempfänger (ist schon sehr lange her), hatte zwei kleine Kinder, 4 Katzen (2 davon in regelmässiger tierärztlicher Behandlung), Kaninchen und Hamster. Und es hat trotzdem keinem an etwas gefehlt. Ich habe bei mir gespart.

    Heute haben wir 12 Katzen, etwa 20 Futterkatzen im Hof und mindestens die gleiche Anzahl in einem Industriegebiet, die wir alle aus eigener Tasche finanzieren.

    Letzten Sommer hatte einer der Hofkater einen schweren Unfall, ein Bein mußte amputiert werden. Kostete auch mehr als nur ein paar Euro. Da halfen liebe Freunde mit, die uns und unsere Katzen sowie die Arbeit, die wir da leisten, persönlich kennen und sehr schätzen. Aber wir haben einen TA, bei dem auch Ratenzahlung kein Problem ist.

    Wenn es bei uns einmal durch längere Krankheit oder gar Arbeitslosigkeit eng werden sollte, dann muß ich die Versorgung der Industriekatzen einstellen, so leid es mir tun würde. Aber unseren eigenen Katzen wird es an nichts mangeln.

    Die regelmässigen Katzenkosten (Fressen und TA) bewegen sich bereits im 4-stelligen Eurobereich. Dazu kommen zusätzlich einige Kastrationen für die wilden Katzen, die ich aber je nach finanzieller Lage einfange. Von meinem Verdienst bleibt mir selber ein Taschengeld, denn ich muß auch mein Auto und das Haus finanzieren bzw. mitfinanzieren.

    Urlaub gibt es keinen, den verbringe ich daheim, damit die Katzerei auch richtig was von mir hat. Allenfalls mache ich eine Deutschlandtour mit dem Auto, da habe ich aber ausser Sprit keine Kosten, da ich durch meine Katzenschutzarbeit in ganz Deutschland liebe Menschen kenne und immer ein gern gesehener Gast bin.

    Kratz- und Spielmöbel haben wir ziemlich viel selber gebaut. Aus Dingen, die für den Sperrmüll vorgesehen waren.

    Bisher haben wir alle Herausforderungen stemmen können. Dafür gibt es aber auch keine 40-Stunden-Woche sondern viele Stunden mehr, die ich arbeite. Aber die Katzen sind es einfach wert.
    Von den Katzen kann man Gelassenheit und unendliche Geduld lernen (von mir)

    https://streunerhof.hpage.com

  34. #34
    Joe Black Guest
    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen

    600 Euro, 10 Monate, schon haben wir ca de 10.000 Euro voll... und das auch "nur", wenn alles glatt ginge...
    Ich frage mich gerade, inwieweit die Versicherung das abdecken würde. Ich meine solche Extremfälle. Die OP Kosten werden ja "offiziell" unbeschränkt übernommen. Das werde ich mal in Erfahrung bringen, ob es eine Grenze zu "vollständig übernommen" gibt. Aber wahrscheinlich liefe das wie bei unseren Krankenkassen. Diagnose vom Arzt vorlegen und dann wird entschieden.

  35. #35
    Registriert seit
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    1.826
    @Nicole82
    Das ist wahrscheinlich Erziehungssache. Wenn ich ein Kind bekomme, soll das auch lernen, dass die Tiere vollwertige Familienmitglieder sind. So wie halt die Geschwister auch!
    Verstehe ich das richtig? Das Leben deines Kindes wäre dir nicht mehr wert als das Leben eines Tieres?


    @Joe Black

    Wie gesagt, für Jack wollten wir damals eine Versicherung... einfach weil wir schon geahnt haben, dass da noch was kommt
    Aber die meisten nehmen nur junge Hunde und wenn, dann alte nur zu unglaublich schlechten Bedingungen....

    @Lilienbecker
    Dass man auf eine OP wie Transplantationen verzichten, da man dem Tier Leid ersparen will ist etwas anderes, als eine OP nicht machen zu lassen, weil sie einem einfach zu teuer ist...
    Was wäre denn wenn es in diesem Fall für das Tier eigentlich okay wäre, nur eben für die Brieftasche nicht...?

  36. #36
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    Ich bekomme selber auch H4 mein GG verdient etwas, aber auch keine Reichtümer dazu habe ich 2 Töchter die bei meinem Ex leben (warum andere Geschichte und gehört net her). Ich geh mit Luna regelmässig zum TA, ok er akzeptiert Raten. Sie bekommt ihr Futter und Streu, hungern oder dreckiges KaKlo gibts net. Kratzbaum etc hat sie auch ... wozu gibts ebähhh Wenn ich jetzt die Wahl hätte mit Luna zum TA weil sie krank ist oder mir n Wunsch zu erfüllen, würde ich mit Luna hingehen. Vor einer evtl teuern längeren Behandlung mit dem TA das Für und Wider, Sinn und Unsinn bereden, dann vill n Nacht drüber schlafen und dann entscheiden, was ich tue. Hätte sie zB Krebs dazu unheilbar würde ich sie schwere Herzens gehen lassen. Auch wie jmd vohin sagte Pfote müsste operiert werden Katze gehts aber so gut, würde ich mich auch gegen die Op entscheiden.

  37. #37
    Joe Black Guest
    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen
    Verstehe ich das richtig? Das Leben deines Kindes wäre dir nicht mehr wert als das Leben eines Tieres?
    Wieder ein Grund, warum ich ganz dankbar bin, kinderlos zu sein. Da stellt sich mir die Frage gar nicht. Aber ganz neutral gedacht: warum sollte ein Menschenleben "mehr wert" sein? - Wer bestimmt das?
    Ich habe keinen direkten Vergleich, aber ich finde jedes (bewußte) Leben hat die gleiche Wertigkeit. Wer ist "wichtiger"? Ein Wal oder ein Nagetier? Alles Säugetiere, oder? Wie wir Menschen auch!

    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen
    @Joe Black

    Wie gesagt, für Jack wollten wir damals eine Versicherung... einfach weil wir schon geahnt haben, dass da noch was kommt
    Aber die meisten nehmen nur junge Hunde und wenn, dann alte nur zu unglaublich schlechten Bedingungen....
    Ich weiß! Die erste Steigerung kommt dann schon mit 5 Jahren

  38. #38
    Registriert seit
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    12.702
    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen
    @Nicole82
    Verstehe ich das richtig? Das Leben deines Kindes wäre dir nicht mehr wert als das Leben eines Tieres?
    Hast du Kinder?
    LG, Tine & die Rasselbande


  39. #39
    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Leni Beitrag anzeigen
    @Nicole82
    Verstehe ich das richtig? Das Leben deines Kindes wäre dir nicht mehr wert als das Leben eines Tieres?
    Nein, richtig wäre: Das Leben meiner Katzen ist mir nicht weniger wert als das Leben meines Kindes, meiner Eltern, meines Freundes/Ehemanns.

    In die Lage, dass man sich entscheiden muss, wen von beiden man am Leben lassen soll, werde ich ja hoffentlich nicht kommen Aber ich würde niemals auch nur darüber nachdenken, Geld in die Ausbildung meines Kindes zu stecken, wenn ich damit das Leben meines -ähm- anderen, tierischen Kindes retten kann

    Zitat Zitat von Joe Black Beitrag anzeigen
    Wieder ein Grund, warum ich ganz dankbar bin, kinderlos zu sein. Da stellt sich mir die Frage gar nicht. Aber ganz neutral gedacht: warum sollte ein Menschenleben "mehr wert" sein? - Wer bestimmt das?
    Ich habe keinen direkten Vergleich, aber ich finde jedes (bewußte) Leben hat die gleiche Wertigkeit. Wer ist "wichtiger"? Ein Wal oder ein Nagetier? Alles Säugetiere, oder? Wie wir Menschen auch!
    Also hier zum Beispiel wäre für mich ein Insekt oder so nicht gleichwertig mit einem Säugetier. Ab einem gewissen -soll ich "Status" sagen?- entdeckt man in einem Tier ja eine eigene Persönlichkeit, die es so menschenähnlich macht, dass es sich zu einem treuen und langjährigen Freund entwickeln kann.
    Liebe Grüße von Nicole mit Swirly, Ghismo und Baby Honey


  40. #40
    Registriert seit
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    [QUOTE=Nicole82;1527935]Hab auch kaum Unterstützung bekommen. Aber ehrlich gesagt finde ich es auch sonst ein bißchen zu viel verlangt, wenn die Eltern dann auch noch die Haustiere der Kinder mitttragen sollen, neben den Kosten für ein Studium So etwas hätte ich mich nie getraut, zu verlangen!

    [QUOTE]

    Ähm, also, ich kriege Geld von meinen Eltern, also mein Kindergeld plus Taschengeld und was für die Miete, 250 euro pro monat kriege ich von denen außer dem Kindergeld... Meine Eltern zahlen die Studiengebühren weil mein Vater nicht will das ich da nen Kredit für aufnehme... Ich kriege zb. kein Bafög weil mein Vater zu viel verdient... tja, die Regelung greift ab nächsten oder übernächsten Monat

    Die Tiere zahle ich schon immer, erst als es wirklich eng wurde (CNI-Diagnose Thread udn alles was davor war) haben sie mir etwas dazu gegeben. ( 40 Euro)

    Unterschätzt manchmal nicht was manche andere Studis kriegen...oder nebenbei verdienen... die haben meist einen höheren Stand als Hartz vier, kommt aber viel auf den Studiengang an

    Und ja, ich stelle Tiere und Menschen auf die gleiche STufe, wer mir erzählt "DAS ist doch nur ein Tier" stößt bei mir auf sehr sehr taube Ohren
    Liebe Grüße

    Katharina

    "Ich leg mein Leben in deine Hand, meinst du du kannst es ganz dolle festhalten und beschützen?"

    http://einsatzfuer4pfoten.de.tl/

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