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Thema: Milztumor- ist das das sichere Ende?

  1. #1
    Nina Wolfshund Guest

    Milztumor- ist das das sichere Ende?

    Hallo! Heute steh ich hier mit meinem dummen Gesicht und habe Fragen. Vielleicht gibt es ähnliche Erfahrungen und Tipps daraus resultierend?
    Meine Älteste im Rudel ist 16 Jahre alt und ich stehe mit ihr vor einer schweren Entscheidung.
    Seit ca.zwei Wochen hat sie einen Wasserbauch, d.h.ihr Unterbauch ist extrem angeschwollen. Zuerst trank sie einfach viel, dann frass sie immer weniger, seit 5 Tagen frisst sie Nichts mehr und trinkt nur noch. Erste Diagnose war Leberschaden, woraufhin sie zweimal täglich Entwässerungstabletten bekam. Unser Haus ist seitdem ein Pumakäfig bzw.riecht so! Armes Tier macht ständig unter sich, geht ab und zu mit raus, 5 Minuten Spaziergang. War vor der Tablettengabe schlimmer, da wollte sie zeitweise gar nicht raus, lag nur rum.
    Nun wurde sie heute auf mein Drängen hin geröngt, da ich keine deutliche Besserung sah und nun das Ergebnis: Tumor in der Milz. Milz ist 4fach vergrößert, Herz auch stark vergrößert. Blut bereits in der Bauchhöhle.
    TA sagt, sobald wie möglich einschläfern- entweder geplant morgen oder im Akut-endstadium, das er für die nächsten 8 Tage sieht.
    OP schließt er aus, würde der Hund nicht überstehen.
    Was tun? Ich liebe meine Hündin und ich will sie nicht zu früh ermorden, aber auch nicht zu lange leiden lassen. TA sagt, noch leide sie nicht. Habe auch nicht das Gefühl. Zwar ist es für sie schwer, aufzustehen usw., aber sie tut es und geht auch in den Garten, versucht beim Mini-gassi Pipi zu machen. Hat heute fremden Hund am Zaun verbellt! Sie schaut mich an, folgt mir meist durch die Zimmer. Ansonsten liegt sie nur rum.
    Mann, ist das schwer!TA sagt, wenn ich nix mache, wird sie innerhalb der nächsten Tage plötzlich einfach zusammen klappen und in den Todeskampf gehen- im günstigsten Fall dauert er nur eine halbe Stunde, im schlimmsten Fall zwei Tage. Will ich das? NEIN! TA sagt, er wird auf Zuruf hier zuhause einschläfern. Aber der braucht ja auch noch mind.20 Minuten bis hierher....
    Ich hätte meine Maus auch direkt heute nach dem Röntgen da lassen können, aber das habe ich natürlich nicht getan. Sie ist doch noch voll da und nimmt an allem teil.
    Hier ist nun Halligalli angesagt. Nachdem erst unser Wolf verstorben ist, ist nun auch die Alte ein Schwachpunkt im Rudel und ich muß sie schützen vor den Anderen. Was nicht das Thema ist, auch wenn unnatürlich. Solange es geht, will ich meine Maus am Leben halten. Aber es ist so schwer, den Zeitpunkt zu bestimmen!
    Kann ein Ultraschall nicht noch mehr Klärung bringen? Vielleicht steht es doch nicht so schlecht um sie? TA würde keinesfalls mehr operieren und das sehe ich ein. Die Hündin ist alt und frisst nix mehr, hat also keine bzw.kaum Reserven, zudem vergrößertes Herz.
    Vielleicht denkt ihr: ach, was macht die sich Gedanken, der Hund ist doch schon 16 Jahre alt, da muß man ihn gehen lassen- jaja, aber je länger der Hund bei mir lebt, desto enger die Bindung und schwieriger die Entscheidung, meine Meinung. Kann man nicht doch noch was machen? Laut TA hat sie keine Schmerzen, aber beschwerlich ist der Wasserbauch schon.
    Sollte ich doch noch eine Klinik wg.Ultraschall aufsuchen? Oder meinem TA vertrauen, was ich ja eigentlich möchte?
    Aber er kann ja nicht sehen, ob die Metastasen bereits gestreut haben. Er fühlt und sieht den Tumor, sowie die äußeren Symptome. Er sagt "wenn es mein Hund wäre, würde ich nicht mehr lange warten".
    Vielleicht zu konfus-sorry!
    Liebe Grüße

  2. #2
    peanutsnorfolks Guest
    Hallo Nina,
    das tut mir leid.

    Ich würde es mit einer Klinik versuchen, wenn Dir die Kosten nicht wichtig sind.
    Vielleicht gibt es noch eine Chance.
    Und wenn man in einer OP feststellt, dass es keinen Sin hat, kann man den Hund ja auch in der Narkose erlösen.

    Dein Wolf ist tot? Das ist an mir vorbei gegangen. Was hatte er denn?

    Halt die Ohren steiff.

    Gruß
    Jutta

  3. #3
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    Milztumor

    Oh mein Gott! Das sind ja grauenvolle Nachrichten! Leider kann ich dir auch nicht viel Trost spenden. Der Milztumor gehört zu den gefährlichsten und aggressivsten Krebsarten. Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten: entweder operieren, wobei die Gefahr einer Strahlung der Krebszellen sehr, sehr groß ist. D.h. eine nachherige Chemotherapie. Oder man lässt es und irgendwann platzt der Tumor auf und der Hund verblutet innerlich. In deinem Fall würde ich auch keine Operation mehr in Erwägung ziehen. Dein TA hat leider Recht. Es bringt nichts. Nimm schön langsam Abschied und sobald sich der Zustand noch verschlechtert (wobei - ein lebenswertes Leben ist das ohnedies nicht mehr) lass sie gehen. Ich kann verstehen, wie weh das tut. Aber das ist der letzte Liebesdienst, den du ihr erweisen kannst.

    Allen Anderen empfehle ich, ab ca. 7 Jahren (natürlich von der durchschnittlichen Lebenserwartung der jeweiligen Rasse abhängig) beim jährlichen Gesundheitscheck nicht nur ein Blutbild und eine Harnprobe zu machen, sondern auch ein Herzultraschall und ebenso den Bauchraum zu schallen, mit besonderem Augenmerk auf die Milz. Sollte da ein Schatten sein, dann raus damit. Ohne Milz kann der Hund leben. Und je kleiner der Tumor ist, umso größer die Chance, dass ein Tumor restlos entfernt werden kann.
    Gerti und Piper

  4. #4
    Nina Wolfshund Guest
    Sie ist tot.
    Heute früh hatte ich in der Klinik angerufen und den Fall geschildert und Gleiches gesagt bekommen wie vom TA zuvor. Dann wollte ich sie nun solange leben lassen, wie sie nicht leidet und sie noch am Leben teilnimmt. Ich dachte, wir haben noch ein paar Tage. Aber dann ging alles ganz schnell bzw.gar nichts mehr. Sie kam nicht mehr hoch, erst konnte sie nicht und dann wollte sie auch nicht mehr. Die anderen Hunde hielten sich plötzlich wie auf Kommando fern und ich saß bei ihr, redete mit ihr, versuchte einen klaren vernünftigen Gedanken zu fassen und wenn ich ehrlich zu mir war, mußte ich sie erlösen lassen. Eine Besserung war ausgeschlossen und sie wäre nun in die letzte Phase gegangen. Das mußte ich ihr nicht antun. Aber es tut weh, so weh. Nach einer Stunde kam der TA und gab ihr die Überdosis Narkosemittel, woraufhin sie wirklich ohne Gegenkampf oder Krampf einschlief; er mußte allerdings nochmal nachspritzen, da sie mehr als normal durchhielt. Sie hat halt das Herz einer Löwin! Ich hoffe, ich hab richtig gehandelt und ich wünsche ihr den verdienten Frieden und viele Kaninchen und Katzen, die sie jagen kann. Sie war und bleibt meine große Hundeliebe, die graue Maus.
    Ich würde auch jedem Halter dazu raten, ab dem 8.Lebensjahr o.g.Untersuchungen machen zu lassen. Aber sie schützen nicht vor Allem! Meine Hündin war im Herbst noch völlig in Ordnung.

  5. #5
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    Oh Nina, das tut mir wirklich sehr sehr leid

    Aber denke daran, wie lange dein Mädel bei dir war und was ihr sicher für schöne Erlebnisse hattet.

    Ihr geht es nun wieder richtig gut und sie tobt schon wieder durch die Gegend.

    In einem anderen Thread sagte 'LillysMum' - noch tun die Erinnerungen weh, aber irgendwann werden es nur noch schöne Erinnerungen sein, die dir ein Lächeln schenken....

    Fühl dich gedrückt

  6. #6
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    @Nina
    es tut mir leid ..... ich bin sicher, Du hast die richtige Entscheidung getroffen - und auch zum richtigen Zeitpunkt. Sie hatte absolut keine Chance mehr, auch nicht in einer guten Klinik mit einer OP - nicht mehr in diesem Zustand. Manchmal geht das verflixt schnell mit dem Krebs .....
    Fühl Dich gedrückt
    Grüßle,
    die Krähe mit Theo und Corvin

  7. #7
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    Hallo Nina,

    es tut mir so leid.... Drücke Dich!!

    Liebe Grüße und viel Kraft
    Isis

  8. #8
    Stina Guest
    liebe Nina,

    es tut mir so leid

    mitfühlende Grüsse

    Stina

  9. #9
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    Liebe Nina,

    das tut mir so leid, ich hatte gehofft, ihr habt noch etwas mehr Zeit.

    Traurige Grüße
    Daniela
    Als denkender Mensch beantwortet man nicht dieselbe Frage ein Leben lang gleich.
    Richard von Weizsäcker

  10. #10
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    Zitat Zitat von Nina Wolfshund Beitrag anzeigen
    Sie ist tot.


    Gruß von der Regenbogenbrücke

    Weine nicht um mich, da ich jetzt
    hinausging in die sanfte Nacht.
    Traure, wenn du willst, aber nicht lang
    dem Flug meiner Seele hinterher.

    Ich habe jetzt Frieden, meine Seele hat Ruh´,
    Tränen braucht es nicht.
    Im Gegenteil, denk an das Glück
    der Liebe, die uns verband.

    Es gibt keinen Schmerz, ich leide nicht
    und auch die Angst ist weg.
    Mach deinen Kopf für anderes frei
    ich lebe in deinem Herzen fort.

    Vergiss meinen letzten Lebenskampf
    vergiss unseren letzten Streit.
    Vergrab´ dich nicht im Jammertal
    sondern freu dich -

    ich habe gelebt - mit Dir


    Ich fühle mit dir
    Gerti und Piper

  11. #11
    Nina Wolfshund Guest
    Dankeschön!!!

  12. #12
    Big Guest
    Hallo Nina,

    auch ich habe meine fast 13 Jahre alte weiße Schäferhündin am 03.11.08 wegen eines Milztumors über die Regenbogenbrücke gehen lassen müssen. Ich weiß, was Du durchgemacht hast und kann Dir sagen, es war die richtige Entscheidung. Unser Tierarzt hat auch zum Einschläfern geraten. OP ausgeschlossen. Hätten wir sie nochmal mit nach hause genommen, hätte der Tumor platzen können und sie wäre innerlich verblutet.
    Für uns kam auch alles sehr plötzlich, obwohl der Tumor schon einen Druchmesser von mehr als 10 cm hatte. Sie war top fidel und innerhalb von 4 Wochen ist sie total zusammengesackt.
    Kopf hoch, ich teile Dein Leid. Obwohl es schon fast 4 Monate her ist, vermisse ich sie unendlich

    LG Birgitt

  13. #13
    der dicke hund Guest
    liebe nina,
    entschuldige bitte ich lese das nun erst.
    ich fühle mit dir , es ist schwer den *richtigen* zeitpunkt zu finden.
    es tut mir sehr leid...........ich drücke dich und bin in gedanken bei dir.

  14. #14
    Nina Wolfshund Guest
    Ihr seid alle ganz lieb und ich danke euch! Im Prinzip darf ich mich "nicht so anstellen", weil ich ja schließlich vilee Hunde habe und zudem die Hündin schon sehr alt war.
    Trotzdem tut es weh und gerade weil sie so lange an meiner Seite war und gerade zu Beginn so schwierig war, was natürlich nach viel Training und Zeit zusammenschweißt, vermisse ich sie besonders stark. Ich sehe sie überall und höre nachts ihr Schnaufen, drehe mich beim Spaziergang nach ihr um und meine Hände sehnen sich so sehr nach ihrem kuscheligen weichen Fell, meine Augen wollen in ihre braunen, geduldigen Augen schauen...ach, es ist so schwer.
    Ja, wann ist da bloß der richtige Moment? Das weiß jeder Halter wohl am besten für seinen Hund. Ich habe sie nicht beim TA gelassen sondern mitgenommen, auch weil sie ja vormittags noch mit spazieren (4 Minuten) gegangen war und es an dem Tag in ca.5 von 15 Fällen geschafft hatte, draussen Pipi zu machen. Nachts schlief ich bei ihr auf dem Boden, um jede regung mitzubekommen und für sie da zu sein und da legte sie sich neben mich, leckte mir die Hand...klingt kitschig, war aber so. ich könnt heulen.Aber als am nächsten Tag echt nix mehr ging, sie nicht mal mehr mit Halsband und Leine hochkam, sie nur noch Napf um Napf leersoff und aber nicht mehr aufstand sondern mir nur noch mit Blicken folgte, habe ich nach der Klinik den TA angerufen und gefragt, ob es wirklich keine Besserung werde geben können. Er sagte nein- besser als jetzt wird es nicht, es kann nur eine Weile so bleiben, dann geht es weiter bergab. Plötzlich wird dann die schlimme Endphase eintreten und die dauert eine halbe bis 36 Stunden, bis sie gestorben ist und sich dahin gequält hat. Das hatte meine Maus nicht verdient! Natürlich hätte ich sie gerne noch ein, zwei, zehn Stunden bei mir gehabt- aber was, wenn ihr Todeskampf plötzlich eingetreten wäre? Sie hätte mindestens die halbe Stunde bis zum Eintreffen des TA sich quälen müssen (nachts noch länger) und mein Sohn hätte es auch miterleben müssen. Nein, so egoistisch durfte ich nicht sein. So gerne ich sie auch noch zweihundertmal mehr im Arm gehalten hätte....ihr gerne noch dreissig Mal gesagt hätte, wie lieb ich sie habe und mich daran erinnert, was wir alles zusammen erlebt haben... Ihr wäre es doch egal gewesen. Für sie gab es nur den Ist-Zustand und der war Sch.e.i.ß.e für sie! Wenn sie noch hätte aufstehen können und am normalen Leben teilnehmen können oder es eine klitzekleine Aussicht auf Heilung gegeben hätte, dann hätte ich mit Sicherheit noch gewartet. Eine OP hatte keine Aussicht und es wäre für sie nur eine letzte zusätzliche Qual und viel zu viel Stress gewesen, die ich ihr ersparen mußte. Sie hasste Tierärzte und es wäre für sie schon ein Todesstoss gewesen, wenn ich sie in die Klinik gegeben hätte, es wäre in ihren Augen ein Rudelausstoss gewesen und den hätte sie eh nicht verkraftet. Eine OP wäre nur egoistisch von mir gewesen, zumal sie eh nicht erfolgreich gewesen wäre.
    So starb sie in meinen Armen und antürlich werde ich mich immer fragen, ob ich nicht noch einen halben Tag hätte warten können... Aber vielleicht wäre sie sonst noch in den Todeskampf gegangen und der hätte Schmerzen und Qual bedeutet. Ach, wer weiß was richtig ist? Es ist immer schwer, für Jeden von uns.
    Sie liegt nun hier bei uns im Garten neben ihrem besten Freund.
    Ich danke euch für die Anteilnahme.
    Liebe Grüße

  15. #15
    der dicke hund Guest

    hallo nina, ich weiß nicht wie weit du die geschichte meiner dicken mitverfolgt hast.
    da war es so ähnlich........wann war der richtige zeitpunkt auch die dicke war alt und schon lange krank........es wird immer schwer bleiben und ich finde du darfst trauern ......auch wenn du noch andere tiere hast . aber du hast ja jedes tier lieb.

  16. #16
    Nina Wolfshund Guest
    Das iist so lieb von dir, mir zu schreiben und ich danke dir! Es tut mir sehr leid mit deiner Dicken, es ist sicherlich sehr schwer und schmerzhaft für dich gewesen!!! Es ist immer schrecklich traurig, wenn ein Tier gehen muß- aber vorallen, wenn so ein manchmal mistiges, manchmal biestiges, schwieriges aber vorallem Einzigartiges und großartiges mit riesigem einzigartigem Herz Charaktertierchen geht.... Warum bloß werden Hunde nicht auch 80 Jahre alt?
    Fühl dich gedrückt, liebe Grüße

  17. #17
    Registriert seit
    10.12.2006
    Beiträge
    1.826
    Der kleine braune Hund blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese,

    jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser

    des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren,

    und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein. Nun war er ganz naß und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort.

    "Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?" Der kleine braune Hund drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer

    des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen. Der kleine braune Hund seufzte und kletterte aus dem Wasser.

    "Das muß ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier sein". Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner

    Mommy spiegelte sich wieder darin. "Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muß ein Irrtum sein. Sie sagt,

    ich darf gar nicht hier sein". Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine braune Hund

    kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu

    streicheln und genau dort hinter dem Ohr zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen

    Willen zu schlafen an. "Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy

    weiß es tief in ihrem Herzen", sagte die Dame. Der kleine braune Hund seufzte und lehnte seinen Kopf an den

    Fuß der Dame. "Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig".

    "Aber sie wußten von Anfang an, daß dies geschehen würde". "War ich denn krank?" Das überraschte den

    kleinen braune Hund. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie

    dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war.

    "Nein, sie wußten nicht, daß Du krank warst", sagte die freundliche Dame "Aber dennoch wußten sie, daß sie

    die Tränen gewählt hatten". "Nein, das taten sie nicht", sagte der kleine braune Hund. "Wer würde schon

    Tränen wählen?" Sanft küßte die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt -

    aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy. "Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte

    die Dame. Der kleine braune Hund sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen. Katzen - Big Boy

    und Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Hunde auch - Sally, Baby und Morgan,

    Rocky und Belle, Eika und Aras. Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster

    namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf.



    Sie lächelte und begann: "Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten

    ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauermit vielen

    Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen Dinge schauen -Puppen und

    Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr. "Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,",

    sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben". "Oh, vielen Dank", sagten die

    kleinen Engel. "Das ist gerade, was wir brauchen". "Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen

    der Oberengel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Dinge kann man schon lieben",

    meinten sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, daß wir sie lieben". Der Oberengel führte sie zum

    zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. "Ihr könnt diese Tiere

    lieben", sagte er. "Sie werden wissen, daß ihr sie liebt." Die kleinen Engel waren begeistert.



    Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige

    fütterten die Vögel. "Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel. Aber nach einiger

    Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Sie wissen, daß wir sie lieben", sagten sie. "Aber sie lieben uns nicht

    wieder. Wir möchten auch geliebt werden." So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte

    ihnen die Menschen. "Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus

    zu den Menschen. "Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel. Aber bald waren sie wieder

    zurück. "Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns.

    Sie brechen unsere Herzen." Der große Engel schüttelte den Kopf. "Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müßt

    mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe." Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres

    Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen

    herbei und bestaunten sie. "Was ist mit denen?" riefen sie. Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg.

    "Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System." "Würden sie wissen,

    daß wir sie lieben?" fragte einer. "Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend. "Und würden sie uns wiederlieben?"

    fragte ein anderer. "Ja", erwiderte der große Engel. "Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie.

    "Nein", gestand der große Engel. "Sie werden euch für immer lieben." "Dann sind sie genau das, was wir uns

    wünschen", riefen die kleinen Engel. Aber der Oberengel war sehr aufgeregt. "Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen.

    "Ihr müßt sie füttern. Und ihr müßt ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen." "Das tun wir gerne",

    riefen die kleinen Engel. Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere

    in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere. "Sie sind nicht gut

    programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten.

    Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!" Aber das kümmerte die kleinen

    Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so

    daß sie fast zersprangen. "Wir haben unsere Chance!" riefen sie. "Ihr versteht nicht", versuchte es der

    Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, daß selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird.

    Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!" Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren

    Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe,

    die sie uns geben." Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf. "Nun habt ihr die Tränen

    gewählt", flüsterte er. "Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche Dame. "Und jede Mommy

    und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, daß ihr sie eines Tages verlassen

    werdet und sie weinen müssen." Der kleine braune Hund setzte sich auf.

    "Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt. "Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den

    Kummer wert ist." "Oh", sagte der kleine Hund und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild

    seiner Mommy, weinend. "Wird sie jemals aufhören zu weinen?" Sie nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte

    die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er machte sie besonders." Sie tauchte die

    Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen.

    "Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bißchen von der glücklichen Zeit und all

    dem Schmusen, Streicheln, Spielen und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag

    seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig

    sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für

    einen neues Hündchen öffnen." "Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!" Die Dame lächelte ihn an und stand auf.

    "Aber sie wird auch wieder jemanden liebhaben. Daran wird sie denken". Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre

    Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte. "Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir

    nicht spielen gehen?" Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine braune Hund wollte seine Mommy noch nicht

    verlassen. "Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte. "Du wirst in den Augen

    jedes Hundes sein, den sie ansieht. Und sie wird Dich im Bellen jedes Hundes hören, den sie streichelt.

    Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben.

    Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, daß Du in Sicherheit bist und

    hier auf sie wartest." "Das gefällt mir", sagte der kleine braune Hund und warf einen letzten langen Blick auf

    seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wußte, daß ihr eingefallen war, wie er fast in die

    Badewanne gefallen wäre. "Ich hab' dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst".

    Er blickte zu den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen "Oh, Mommy! Ich gehe jetzt spielen,

    okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich." Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.....

    .... und ich glaube dieser Satz spricht uns allen aus der Seele "Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist."



    Leider bleiben unsere Tiere nicht ewig bei uns...

  18. #18
    Registriert seit
    03.05.2003
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    1.368
    Zitat Zitat von Nina Wolfshund Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, ich hab richtig gehandelt und ich wünsche ihr den verdienten Frieden und viele Kaninchen und Katzen, die sie jagen kann.
    Ich schätze mal, die Kaninchen und Katzen wollen auch ihren Frieden haben ...
    Liebe Grüße
    Petra, Jule, Sammy & Micky mit Benny im Herzen (10.05.96 - 04.11.09)



  19. #19
    Nina Wolfshund Guest
    Och du "...."- meinst du ernsthaft., ich würde wollen, daß auch nur ein einziger Hund ein echtes Kanickel jagt? Natürlich nicht! Es ist ein gedanklicher Wunsch an meine Dicke, weil sie es so gern gewollt hätte und dank mir nie durfte....
    Du Neunmalklug! Ich dachte, jeder normal denkende Mensch kann den Satz verstehen, wie er gemeint war.
    Damit auch du es schon verstehst, nochmal deutlich: Was ich in meiner Trauer sagen bzw.ausdrücken wollte, war Folgendes: Ich liebe mein Tierchen und wünsche ihm soviel Spaß und Freude wie Irgendwas wo auch immer es grad ist!!! Und zwar Freude in seinem Sinne. Als ich sie bekam, hatte sie schon mehrfach Jagderfolg gehabt und war dementsprechend hoch motiviert, wenn sie ein Kanickel roch oder sah. Ich denke, das ist der einzige Punkt, weshalb sie nicht 100% mit mir zufrieden war- ich habe ihr das eigenständige Jagen verboten bzw. sie umgeprägt auf Ersatz-dummies. Hat ihr auch Spaß gemacht, aber sicherlich nicht genausoviel wie das echte Jagen.
    Ich denke,Keiner hier im Forum fände es gut, wenn sein Hund jagen geht und bin davon ausgegangen, daß mein Satz dementsprechend schon verstanden wird.
    Grrrr...deine Bemerkung war echt unnötig!!!
    Trotzdem schöne Grüße (bin noch nicht in Stimmung für große Nettigkeiten- SORRY)

  20. #20
    der dicke hund Guest
    hallo nina, schön das du selber geantwortet hast.
    dann muss ich es nicht erklären was du gemeint hast.
    maltesergirl ich muß mich schon wundern das du es so völlig mißverstanden hast.
    wenn du richtig gelesen hast der hund ist TOT .

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