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Thema: Wildernde Katzen erschiessen.

  1. #1
    samtpfote5 Guest

    Wildernde Katzen erschiessen.

    Weiß jemand, ob es immer noch dieses unsägliche Jäger-Recht gibt, alles, was sich außerhalb von soundsoviel Metern eines Grundstückes bewegt, als "wilderndes Tier" zu behandlen und abschießen zu können???

    Ich habe deswegen mit zwei passionierten Jägern richtigen Streit!

  2. #2
    Tiggerbaby Guest
    Hallo Heike,

    nach meinem Kenntnisstand ist dies immer noch rechtens. Eine Aufhebung ist nicht in Sicht, die Verschärfung sogar wahrscheinlicher und von Jägern gewünscht.

    Initiative jagdgefährdeter Haustiere <klick>


    Gruß
    Martin

  3. #3
    samtpfote5 Guest
    Ich war der Meinung, dass dieses "REcht" im Zuge der Aufnahme des Tierschutzes in das GG gestorben ist.

  4. #4
    Tiggerbaby Guest
    Ich verstehe nicht wieso dieses Gesetz nicht mehr gültig sein soll, weil der Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen wurde ?

    Verstehe mich bitte nicht falsch ! Ich bin ebenfalls gegen das erschießen der Katzen (sofern sie nicht wilderten), aber das sind doch 2 unterschiedliche Paar Schuhe. Hier wurden natürlich nur halbe Sachen gemacht. Du hast Recht, man hätte dieses Gesetz streichen sollen, aber so sind nun mal unsere Politiker.

    Dem Jäger liebstes Spielzeug nehmen ? Nee ! Dann könnte der Jäger in der Natur keine Schießübungen mehr machen.


    Martin


    PS: Das dieses olle Gesetz ohne Sinn und Verstand ist, könnt Ihr bei obigen Link nachlesen.

  5. #5
    samtpfote5 Guest

    Angry

    Ich habe das so in einer Diskussion mit Tierschützern gehört. Naja, da war ja dann auch wohl wieder mal der Wunsch der Vater des Gedanken... leider.

    Also können die Jäger weiterhin Katzen und Hunde, die in ihrem Revier herumstreifen, nach Lust und Laune mit dem Argument, die Tiere würden ja den Wildnachwuchs reissen, abballern...

  6. #6
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    @ Heike
    Jäger dürfen streunende Katzen 200m entfernt vom LETZTEN Haus erschiessen.
    Also 200 m vom letzten Haus finde ich ziemlich weit ( gut, daß Maja nur in den Nachbargärten rumturnt ), was ich nicht nach vollziehen kann, ist daß Katzen überhaupt erschossen werden dürfen. Der Jäger könnte in die Luft schiessen und damit die Katze vertreiben. Wenn es nicht hilft einfangen und ab ins Tierheim.
    Deshalb: Freigänger so früh wie es möglich ist kastrieren!!!!!!
    Liebe Grüsse, Suse

  7. #7
    Violetta Guest

    Unhappy Ja, leider!!!

    Die Mutter meines Freundes ist Jägerin und hat einen Jagdhund. Unserer Katze hat weder die Mutter noch der Hund etwas getan(gehörte halt zum Rudel)!!

    Ich fand es jedesmal abscheulich, wenn eine fremde Katze auf dem Grundstück lief und der Hund ohne jegliches Halten hinterher jagte, sogar eine erwischte.

    Bis heute kann ich es nicht nachvollziehen, schließlich wird die Katze einfach so weggeschmissen

    Lt. ihrer Aussage wäre es doch normal und auch verständlich,
    schliesslich könnte die Katze verwildert sein und dem Hund was antun also müsste er sich auch wejhren können und unsere Katze jagd ja auch Mäuse(wäre kein Unterschied).

    Wie auch immer, die rechtliche Lage kenn ich leider nicht, aber von der Mutter weiß ich, daß sie auf ihrem(von ihrem) Grundstück schiessen darf. Natürlich nicht Grundlos rumballern. Sie sagt zum Schutz!!! Meiner Meinung alles Quatsch!! Ich erschieße auch keinen, weil mir ja jemand weh tun KÖNNTE!!!

    Ich hab das Gefühl daß die Jäger nur "ihre" Rechte kennen und alles andere keine Priorität hat.

    "IST DOCH NUR EINE KATZE"

  8. #8
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    @ Violetta
    ......... das bedeutet, wenn bei der Mutter eine Nachbarskatze durch den Garten schlendert um von A nach B zu kommen, darf sie diese Katze erschiessen?
    Na das ist ja echt krass.
    Ich habe neulich gelesen, daß Nachbarn bis zu 2 Katzen tolerieren müssen. Der Katzenbesitzer aber auch hinnehmen muss, daß die Katzen verscheucht werden. Die Gesetze sind aber auch von Bundesland zu Bundesland verschieden.
    Ich habe unseren Nachbarn gesagt, daß sie unsere Katze scheuchen sollen wenn sie von ihr nicht besucht werden wollen - und daß sie sie auf keinen Fall füttern sollen da die sonst IMMER wieder kommt so weiss ich daß sie keinen Schrott zugesteckt bekommt.
    Bei einigen Nachbarn ist sie willkommen bei anderen nicht und wird gescheucht
    Also ich bin echt entsetzt, wenn das Schiessen auf dem eigenen Grundstück erlaubt ist.
    Liebe Grüsse, Suse

  9. #9
    grisu Guest

    Angry

    Hi Leute,

    so brutal das klingt, aber an dem Gesetz wird sich nichts aus
    folgendem Grund ändern.

    Habt Ihr mal nachgedacht, was für Leute Jäger in ihrem normal Leben in der Regel sind... Menschen mit sehr viel Geld nämlich.

    Geld, welches für die lokalen Politker sehr wichtig ist... also lässt man sie.

    Frustrierte Grüsse
    Elke,

    die häufiger mit Jägern kollidiert, weil die bei uns meinen, auch Pferde gehören nur in den Stall oder in die Halle. Alles echte "Naturliebhaber". Sorry, habe einfach noch keine positiver Erfahrung mit Jägern gemacht.

  10. #10
    samtpfote5 Guest
    Boah, mir kommt echt die Galle hoch (habe gerade den Klick von Martin befolgt und gelesen).

    DAS nennt sich auch noch SPORT????

    Sorry, dafür fehlt mir jedes Verständnis.

    Und sollte wir, was wir in Planung haben, mal in ein Haus mit Garten ziehen, dann werde ich dafür sorgen, dass der Garten gesichert ist.

    Ich habe wirklich keine Lust, nächtelang aufzusitzen und auf eine Katze zu warten und nicht zu wissen, ob sie

    überfahren,
    vergiftet
    verletzt
    ange- oder erschossen
    gefangen
    gequält

    wurde. Ich glaube ich würde vor Sorge verrückt werden.

  11. #11
    witchbreed Guest
    Vor Jahren wurde mir eine Katze erschossen mit Schrottkugeln, ihre Jungtiere waren damals knapp 10 Wochen alt. Meine Katze, die ich von einem Bauernhof hatte, war eine ausgezeichnete Jaegerin und wir nahmen an, dass sie von einem Vogelfreund erschossen wurde. Trotz Trauer, ist das ganze aus Tierschutzsicht leider verstaendlich, unsere Stubentiger richten naemlich bei Wildtieren, insbesondere Voegeln wirklich auch viel Schaden an. Es gibt z.B. Erhebungen, dass die Oelpest vor Wales vor einigen Jahren weniger Vogelleben forderte, als unsere Hauskatzen jaehrlich erlegen.

    Der Jagdtrieb ist ausgepraegt und kann nicht abtrainiert werden. Die Katzendichte ist fuer die Wildtiere zu hoch, und unsere Katzen haben keinen natuerlichen Feind mehr. Also bei Freilauf, um Probleme mit Jaegern zu umgehen, vielleicht doch ein Halsband mit Gloeckchen anziehen.

  12. #12
    Scheder Guest
    abgesehen vom erschießen der katzen, gibts bei jägern noch andere (meines erachtens abartige) sachen was man mit katzen machen kann.

  13. #13
    gerdax Guest

    @witchbreed

    diese Erhebung hinkt schon deshalb, weil die Ölpest auf eine Region beschränkt ist und so nicht nur die Arten trifft, die dort Leben, sondern nachhaltig auch ihren (und unseren) Lebensraum. Sicher werden weltweit auch mehr Fische von anderen Fischen gefressen, als von Menschen - oder durch Ölpest getötet. er diesen Zusammenhang wohl heraufbeschworen hat?

    Zuerst nimmt man den Vögeln und Wildtieren (auch den Katzen) ihren angestammten Lebensraum, um dann den Sündenbock Katze an den Pranger zu stellen. In einem gesunden Umfeld können Katzen keine Vogelart ausrotten. Da wo ich aufgewachsen bin, gab es trotz urbaner Umgebung alles - Grünes, Vögel und Katzen. Heute wird man dort vergeblich nach einem Spatzen Ausschau halten. Der arme würde weder Nistmöglichkeiten noch Nahrung vorfinden. Für einen Pferdeapfel müsste er kilometerweit fliegen und ein Sandbad zu Gefiederpflege wo alles zugepflastert ist? Selbst um diese verbreitete Vogelart dort auszumerzen, war keine Katze nötig.

    Es sicher richtig, für ein Gleichgewicht zu sorgen - aber die menschlichen Versuche in diese Richtung haben schon viel Schaden angerichtet.

    Nun isses so.

    Die Ignoranz des Bauern, der seine Katzen ihren Trieben und sie und ihren Jungen den Jägern überlässt, ist ebenso übel wie ein schießwütiger Jäger - ob der sich wohl von einem Halsband beeindrucken lassen würde?

    Nachbarn die Gift gegen "Unkraut" verwenden und statt Wiesen lieber Geraniern sehen, machen sich keine Gedanken darüber, dass es keine Insekten mehr gibt, die die Vögel nähren könnten. Statt Weißdorn, Holunder und Schlehen, pflanzen sie Hortensien und Magnolien und scheren ihre Hecken auf vorgeschriebene Einmeterzwanzig - so gibt´s nicht mal mehr Beeren. Die selben Leute füttern Eichhörnchen und regen sich über Nachbars Felix auf, der tatsächlich den einzigen entkräfteten gefiederten Gesellen erwischt hat, der als Ei von den Krähen und Elstern verschont gebieben war. (Vielleicht hatte eine Katze die Elster vom Nest vertrieben?)

  14. #14
    Enya Guest
    Suse,
    man darf auch auf seinem eigenen Grund und Boden nicht wahllos auf alles schießen was sich bewegt!!
    Wir hatten auch mal so einen Deppen im Dorf.
    Du hörtest vor allem am Sonntag das Knallen. Komischwerweise, war dann doch ziemlich schnell Schluß damit, als sich direkte Anwohner beschwert habe.
    Was ist denn , wenn plötzlich ein Kind in die Schußlinie rennt, weil es seine Katze oder seinen hund zurück holen will??

    Der schlimmste jäger und Ausmerzer der Tierwelt ist und bleibt der Mensch. Nicht unsere Haustiere.
    Der Spatz steht mittlerweile schon auf der Liste für bedrohte Vogelarten. Nicht weil die Katze zuviele gefangen hat, sondern weil er keinen geeigneten Lebensraum mehr hat.


    @ Gerdax: Wir versuchen deshalb in unserem Garten, nur noch Sträucher und anderes zu Pflanzen, was der Natur hilft. Gespritzt und gedüngt wird auch nicht. Aber dafür haben wir viel Voegelarten die wir beobachten können und sehr viele Insekten, welche man kaum noch sieht.

  15. #15
    gerdax Guest

    Hallo Biggi,

    genau so machen wir es auch - und eine Wildwiese lassen wir auch wachsen. Nicht nur, dass wir alle möglichen Vögel und Insekten haben, zweimal jährlich wird gemäht, und so kommen unsere zwei Häschen mit Bio-Heu durch den Winter. Eine Ecke ist für Igel da - ein riesiger Reisighaufen, eine andere birgt eine Trockenmauer. Am liebsten würde ich auch noch ein Brennesselfeld haben. An einem englischen Rasen habe ich keine Freude mehr. Auf unserem findet man viele Gräser, Klee Scharbockskraut, Veilchen, Mohn, Löwenzahn und, und, und....
    Kinder, Häschen und Katzen verstecken sich darin.

    Einmal lag da auch eine tote Drossel - böser Michel!
    Nach Hause bringen die Katzen nur Mäuse und Kleinviecher. Für ´n Vogel gab´s mal Ärger - nun bringen sie sie eben nicht mehr.

  16. #16
    Miez Guest
    Hi,
    ich glaube man darf erschiessen wenn sich ne Katze mehr als 300 m von der Wohnbebauung aufhält. SO oder so ähnlich jedenfalls.
    Der Bauer bei uns am Stall schießt auch mitten aufm Hof.....................
    Aber wir werden von den Mäusen platt gerannt.

  17. #17
    Ronin Guest
    Also wenn ich lese was sich hinter dem Link von Martin verbirgt, dann wird mir auch ganz übel.

    Wir haben zwar nur Wohnungskatzen (zum Glück) - ich weiß aber nicht was ich mit einem Jäger machen würde, der vor meinen Augen eine Katze erschießt. Vermutlich würde es auf einen Prozeß wegen Körperverletzung hinauslaufen.
    Und ich brauche im Gegensatz zu diesen Feiglingen kein Gewehr dazu!

    Ich hab in meinem Leben einige Jäger kennengelernt - komischerweise waren das immer Typen die mir mal eher unsympatisch waren und das war BEVOR ich wußte daß sie in ihrer Freizeit Jäger sind. Was da für abartige Rituale ablaufen um sich am Töten zu berauschen... die gehören doch in Behandlung!!!

  18. #18
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    Leider ist das Erschiessen von Katzen ab einer bestimmten Distanz zum letzten Haus nach wie vor rechtmäßig. Nach der Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel ins GG besteht aber Hoffnung, dass sich dies ändern könnte. Zur Zeit wird unter Juristen darüber diskutiert. Mit welchem Ausgang, wird man sehen. Viel Hoffnung habe ich ja nicht, aber hin und wieder wird man ja doch mal angenehm überrascht...
    Julia

  19. #19
    Miez Guest
    Hi,
    es ist unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland ab welcher Entfernung zur Wohnbebauung man schießen darf.

    Es darf aber nicht jeder rumballern der irgendwie zu einem Schießknüppel gekommen ist.
    Man muß Inhaber des Jagdrechtes für diesen Bezirk sein.

  20. #20
    gerdax Guest

    Jäger

    Gestern habe ich mir von jemanden, ders wissen sollte erzählen lassen, dass es so läuft:
    Nicht jeder Jäger hat ein eigenes Revier, darum "verkauft" er einem revierlosen Jäger das Recht in seinem Revier auf Niederwild (kleine Tiere wie Kaninchen, Fasane...) zu schießen und diese zu verwerten. Das "Hochwild" (Rehe, Wildschweine....) behält der Revierhalter sich vor.

    Und jetzt kommt´s: man kann als Jäger das Recht auf "Raubwild" zu schießen, gewöhnlich kostenlos vom Revierhalter erteilt bekommen. Der hat somit die Mühe vom Hals und "arme Leute" mit Jagdschein dürfen ballern.

    Wenn´s wirklich so ist, kann man schon daran erkennen, worum es geht. Welches Motiv steckt wohl dahinter, wenn jemand unbedingt das Revier eines anderen "sauber" halten will?

  21. #21
    Steffi L. Guest

    Wahrheit und Blödsinn

    Hallo alle zusammen, einiges was hier geschrieben wurde stimmt ist wahr und anderes ist wirklich an den Haaren herbeigezogener Blödsinn. Das mit der 200m Grenze stimmt. Es gibt bei Jägern, den Reitern und den Katzenhaltern immer wieder schwarze Schafe und man sollte nicht alle über einen Kamm scheren. Viele der "älteren" Jäger haben leider immer noch die Meinung Katzen wären so schädlich, dass man sie alle abschießen muß. Wenn so ein Jäger unrechtmäßig innerhalb der 200m Marke eine Katze schießt, dann zeigt ihn an, denn dadurch kann er seinen Jagdberechtigung verlieren. Und mit dem Schießen im eigenen Garten: Man darf das nur, wenn sichergestellt ist, dass Flugbahn der Kugel oder der Schrotkörner nicht das eigene Grundstück überschreiten und das ist wirklich fast nicht machbar, außer man von sehr dicken Mauern umgeben. Es gibt aber leider wirklich richtig verwilderte Katzen und vor ein paar Jahren haben Jäger mit Hilfe des Tierschutzes in einem Revier Katzen eingefangen. Diese Tiere konnten nicht sozialisiert werden und sind dann eingeschläfert worden. Oder Katzen mit eingewachsenen Halsbänder, die ein "lieber" Katzenhalter irgendwann rausgeschmissen hat.... Und zu den Reitern: Auch da gibt es schwarze Schafe, die quer durch den Wald reiten und zu hochnäsig sind und nicht hören wollen, wenn man ihnen versucht zu erklären, dass sie das Wild an ihren Ruhestellen stören. Ja, jetzt kommt: Das wird nur gesagt, damit die Jäger mehr abzuknallen haben. Wie anfangs schrieb: Es gibt solche und solche und es gibt immer zwei Seiten und nur im immer wieder suchenden Dialog kann Verständnis füreinander aufbringen. Klar es wird immer wieder sture Menschen geben, aber auf beiden Seiten....... Viele Grüße Steffi

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