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Thema: Erfahrungen mit fiepsenden Wellis?

  1. #1
    welligirl Guest

    Exclamation Erfahrungen mit fiepsenden Wellis?

    Hallo,
    ich wollte mich mal hier erkundigen, ob jemand Erfahrungen mit Wellis hat die fiepsen!? Mein Timmy mach uns in letzter Zeit ziemlich Sorgen. Angefangen hat alles damit, dass er seinen Schnabel nicht mehr richtig abwätzt und dieser somit viel zu lang wächst und wir ihn häufig schneiden müssen. Doch seit einiger Zeit fiepst er. Man kann es glaub ich ganz gut mit Asthma bei uns Menschen vergleichen. Unser TA meinte erst es wäre eine Erkältung, aber diese müsste längst ausgeheilt sein. Er meint es sind auf jeden Fall die Luftsäcke und es könnten darinnen evtl. Milben sein. Allerdings kann ich mir nicht erklären woher die kommen sollten... Timmy fiepst vor allem bei Aufregung und Nachts. An manchen Tagen ist es schlimmer und manchma tut er es fast den ganzen Tag nicht. Manchmal schnappt er dabei auch nach Luft oder würgt dabei. Hat jemand vielleicht Erfahrungen damit?

  2. #2
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    Hallo Steffi,

    wurde denn mal untersucht, woher der lange Schnabel kommt? Meist ist das nur ein Sympton, kann z.B. auf Leberprobleme hindeuten oder auch bei der Viruserkrankung PBFD kann es vorkommen. Wenn ihr den Schnabel schneidet, beseitigt ihr eben nicht die Ursache.

    Fiepsende Atemgeräusche können auch wieder verschiedene Ursachen haben, Luftsackmilben könnten von deiner Beschreibung her passen. Darauf kann der TA untersuchen, indem er die Luftsäcke durchleuchtet, die Milben sind dann als kleine Punkte zu erkennen - leider aber nicht immer. Da die Behandlung gegen diese Milben aber sehr simpel und auch recht ungefährlich ist - Spot-On-Behandlung in den Nacken des Vogels, das Gift tötet die Milben ab - kann das auch auf Verdacht gemacht werden. Die Behandlung muss nach 10 Tagen wiederholt werden, damit auch die Milben abgetötet werden, die sich bei der ersten Behandlung noch in den Eiern befanden. Da diese Milben sehr ansteckend sind, müssen alle Vögel behandelt werden. Außerdem sollte man die Trinkgefäße täglich heiß auswaschen und mindestens 24 Std. durchtrocknen lassen, weil sich die Milben auch über das Wasser verbreiten können.

    Ansonsten kommt noch eine Reihe von Bakterien für diese Geräusche in Frage, die aber beim kleinen Welli leider nicht durch Abstriche festgestellt werden können. Man gibt hier ein Antibiotikum, welches sehr breit wirkt, in der Hoffnung, die Bakterien zu erwischen.

    Was mir aber noch im Zusammenhang mit dem zu langen Schnabel einfällt: vielleicht ist die Leber vergrößert, und drückt somit auf die Luftsäcke? Ob das anatomisch möglich ist, weiß ich leider nicht, wäre aber sicher eine Überlegung wert.

    Meine Henne hatte diese Atemgeräusche auch, bei ihr war es letztendlich eine Allergie gegen Heu.
    Liebe Grüße von Steffi
    mit Charlie, Fritz, Elsie, Leno, Rigoletto und Purzel

  3. #3
    welligirl Guest
    Danke für deine Antwort. Also Antibiotikum hat Timmy als erstes erhalten da man ja ersr dachte er ist erkältet, was allerdings nicht geholfen hat. Letzte Woche waren wir beim TA, wo er die Spot-On-Behandlung bereits bekommen hat. In ca. 14 Tagen sollten wir nochmals kommen um es zu wiederholen. Unser TA ist im Bereich Kleintiere eigentlich ziemlich fit, meinte allerdings dass er nicht 100% sagen dass es Milben sind. Wegen seines Schnabels denke ich das es wirklich daran liegt,dass er ihn nicht genügend abwetzt. Da er schon lange vor seinem fiepsen das Problem mit dem Schnabel hatte... Ich hoffe ja so, dass die Milbenbehandlung anschlägt. Über was verbreiten sich denn die Luftsackmilben? Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen woher er das hat. Da ja alle anderen keine Probleme haben, er es auch nicht von Anfang an hat und ich auch noch bei keinem Tier Milben hatte. Müssen wirklich alle diese Behandlung mit machen? Unser TA hat deswegen nichts gesagt und ich möchte es ehrlich gesagt den anderen 11 ersparen. Timmy hat auch keinen Partner in der Gruppe, also auch keinen richtigen Kontakt zu einen.

  4. #4
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    Hallo,

    ich habe dir mal diesen Link rausgesucht, da sind sehr gute Infos zu Luftsackmilden: http://www.birds-online.de/gesundhei...sackmilben.htm

    Eigentlich sollte spätestens zwei Tage nach der Spot-on-Behandlung eine deutliche Besserung eintreten.
    Liebe Grüße von Steffi
    mit Charlie, Fritz, Elsie, Leno, Rigoletto und Purzel

  5. #5
    WelliVoli Guest
    Hallo Steffi-Lotte,

    seit heute bin ich auch hier im Forum registriert. Durch Zufall habe ich den Text vom fiepsenden Welli gelesen. Das Thema interessiert mich sehr, da sich die Problematik bei einem meiner beiden Wellis auch zeigt. Mal fiepst er und mal nicht. Es hört sich immer so an als ob er heiser ist. Ich weiss nicht was der Grund ist. Zu einem Tierarzt brauche ich hier in meiner Umgebung gar nicht erst zu gehen, da die hier sowieso ab Größe Hund, Katze abwärts keine Ahnung mehr haben. Hört sich jetzt zwar nicht gerade nett von mir an, doch leider ist es so. Du schriebst etwas von einer Spot-On Therapie. Was ist das, wie funktioniert sie und bei welchen Symtomen wird sie angewendet?

    Auf schnelle Antwort von Dir freue ich mich sehr.

    Liebe Grüße von Antje
    mit Rambo und Pünktchen

  6. #6
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    Hallo Antje,

    das glaube ich dir gerne, dass die normalen Kleintierärzte sehr oft keine Ahnung von der Behandlung von Vögeln haben. Es gibt aber auch TAs, die spezielle Kenntnisse in der Vogelbehandlung haben, die meisten sogar mit extra Zusatztitel. Ich glaube dieser hier http://www.tierezumdoc.de/ wäre in deiner Nähe.

    Eine Spot-On-Behandlung ist eine Behandlung mit einem Kontaktgift gegen Milben (Räudemilben, Luftsackmilben...). Dabei wird ein einziger Tropfen des Mittels direkt auf die Nackenhaut des Vogels gegeben. Die Flüssigkeit zieht in die Haut ein, verteilt sich über den Blutkreislauf und tötet so die Milben ab. Die Behandlung muss nach einem gewissen Zeitraum, meist 10 Tagen, wiederholt werden, da inzwischen aus den Eier, die vom Gift nicht abgetötet werden, neue Milben geschlüpft sind. Kommt das Gift an die Federn, kann es für den Vogel, der sein Gefieder mit dem Schnabel putzt, sehr gefährlich werden, da er es dann beim Putzen aufnimmt.

    Die Behandlung führt deshalb am besten ein vogelkundiger TA durch. Nicht alle Atemgeräusche kommen von diesen Luftsackmilben, es kann auch eine andere Infektion, z.B. mit Pilzen, vorliegen, oder ein Tumor drückt auf die Atemorgane. Luftsackmilben sind nicht ganz leicht nachzuweisen, manchmal sieht man sie als kleine schwarze Punkte, indem man die Luftsäcke mit einer starken Lampe durchleuchtet.
    Liebe Grüße von Steffi
    mit Charlie, Fritz, Elsie, Leno, Rigoletto und Purzel

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