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Thema: angst vor autos

  1. #1
    der dicke hund Guest

    angst vor autos

    hi ihr lieben,
    eine freundin von mir hat einen dalmimix zur pflege bis sie vermittelt wird.
    die kleine nun so ca. 7 monate alt kannte bis her nichts.
    sie kommt von einem vermehrer.....der alle hunde in boxen gehalten hat und keine sozialisation war.
    der ist gestorben und unser verein hat 2 tiere aufgenommen.
    die kleine macht sich gut. sie ist in einer familie die hundeerfahren ist und 2 eigene gut sozialisiete tiere besitzt.
    die kinder die da mit wohnen können gut mit tieren umgehen.und ein kind hat besonderen zugang zu der kleinen maus.
    die kleine maus hat schon viel gelernt...vor allem blödsinn
    das hauptproblem ist, sie geht ums verrecken nicht an oder in autos.
    an parkenden bekommt man sie nur vorbei wenn man sie vorbei zerrt........wenn sie könnte würde sie abhauen..........sie hat sich viel von den beiden anderen abgeschaut.das aber nicht .
    wie man souverän an autos vorbei geht.
    wie baut man es auf? sie hat alles durch.........es muss neu aufgebaut werden die frage ist wie?
    das autofahren genau das gleiche.das geht nur auf dem schoss.keine gute lösung.........wissen wir .
    vor boxen hat sie angst.....warum wohl
    hat einer von euch eine praktikabele idee?
    und wie gesagt sie hat in den letzten 4 wochen so megamässig viel gelernt das ist der hammer...und auch vertrauen aufgebaut.
    sie ist wohl auch getreten worden von ihrem vermehrer.....

  2. #2
    MicoMaushund Guest
    Hallo dicker Hund,

    ich würde mit dem eigenen Auto anfangen, die Angst abzubauen. Einfach Türe auf, hinsitzen mit dem angeleinten Hund, mit ihm reden und spielen, ohne dass da Zwang ist. Mal auf den Schoß nehmen, mal mich hinlegen ...

    Dann vielleicht Leckerchen/Spielzeug auf den Sitz oder Boden, ganz vorn am Einstieg, dann weiter nach hinten.

    Dann das Ganze mit laufendem Motor.

    Ich würde sie auch nicht vorbeiziehen, sondern irgendwo mal außerhalb parken. Eine Hilfsperson mitnehmen, die den Hund erst hält und selber hinter das Auto gehen, so, dass der Hund ohne Leine im Bogen zu mir kann, dann den Bogen verkleinern. Oder Ball mit Abstand am Auto vorbeirollen, falls der Hund gerne Bälle fangt. Immer versuchen, dass der Hund durch Belohnung und positive Bestärkung lernt, dass Autos - in der Regel - nichts tun.

    Ich hatte schon mal einen 10-Monate-Zwinger-Schäfi, der auch nichts kannte, keine Bäche, keine dunklen Wege im Park, keine Wohnung. Innerhalb von einem halben Jahr hatte er alle Versäumnisse aufgeholt.

    Wichtig: locker und geduldig bleiben und kein Zwang

    LG, MicoMaushund

  3. #3
    Registriert seit
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    Dresden
    Beiträge
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    Nen Versuch ist das Füttern zuerst am, später im Auto wert...Der Wuffi wird also nicht mehr im Haus gefüttert, sondern Stück für Stück, Tag für Tag bewegt sich der Napf zum Auto hin. Am Auto angekommen ist dann der nächste Schritt das Fressen bei offener Autotür, danach im Türrahmen, dann ein Stück weiter drin und so weiter. Es braucht sicher einige Zeit...

    Ich würde mit dem Hund dann vorerst auch keine Autofahrten machen; soll der Hund ruhig erstmal lernen, daß ein stehendes Auto keine Gefahr mehr bedeutet. Die Kinder der Familie könnten ja zum Beispiel auch im offenen Auto spielen, oder Mama schnappt sich ein Buch, setzt sich ins Auto und liest den Kindern darin vor. Es geht dabei absolut nicht darum, den Hund aktiv dazu zu bewegen einzusteigen oder dergleichen, sondern er soll einfach die Coolness und Selbstverständlichkeit der Menschen wahrnehmen. Im Gegenteil, es ist sogar hilfreich, wenn der Hund dabei mehr oder weniger ignoriert wird, also keine Lockversuche zum Auto hin mehr gemacht werden.

    Ich würde trotz der Vorgeschichte mit der Boxenhaltung versuchen, den Hund an eine Flugbox oder etwas artverwandtes zu gewöhnen. Das geht grade bei den Flugboxen sehr gut, indem man das Oberteil abnimmt und nur das Unterteil als Liegeplatz im Haus anbietet. Das Oberteil kann ja durchaus einen zweiten Platz stellen. Ne schöne Kuscheldecke rein und dann schnappt sich das vertrauenswürdige Kind wieder ein Bilderbuch, setzt sich ganz entspannt da rein, guckt sein Buch an und wartet, bis der Hund dazukommen und mitkuscheln möchte. Nach einigen Tagen sollte der Hund das Plasteding nicht mehr als Unterteil eines potentiellen Gefängnisses einstufen, sondern als seinen ureigenen Platz.
    Später dann, wenn das wirklich klappt, werden beide Teile ohne Tür wieder zusammengesetzt und schwupp ist aus dem Liegetrog eben ne Hundehütte geworden.
    Nix Druck dabei, er wird nicht eingesperrt und bekommt auch gar keine entsprechenden Assoziationen. Im Normalfall stuft ein Hund nach diesem Weg seine Box nicht als Gefängnis ein - weil er diese Box nie als solches kennengelernt hat. Naja, und irgendwann kann die Kiste dann eben auch mal ins Auto, was dem Hund guttun dürfte; weil er seine Box dann als etwas sicherheitvermittelndes empfindet.

    Das ist die Theorie...in der Praxis kann das freilich anders aussehen, aber wenn all das ohne Druck geschieht, sehe ich da keine schlechten Karten. Wichtig ist bei solchen Hunden, daß ihre unter Umständen haarsträubende Vorgeschichte vom Menschen aus dem Bewußtsein gestrichen wird. Der Hund kann sehr wohl zwischen dem Anblick eines Konfliktherdes (hier die Box) mit seinem Peiniger und dem Anblick des Konfliktherdes mit einer Vertrauensperson unterscheiden. Je nach dem Umfang und der Tiefe des Vertrauens zu dem Menschen kann es dabei sogar passieren, daß der Hund den Konfliktherd als solchen gar nicht mehr wahrnimmt. Das steht und fällt aber mit der Gelassenheit des Menschen, der ja hier als Vertrauensbildner fungiert.

    Was sehr oft bei solchen Hunden gemacht wird, ist ein "zu verständnisvolles" Umgehen mit der Angst. Das heißt, der Hund wird gebettelt, mit den verschiedensten Mitteln zu locken versucht, getröstet, gestreichelt und es wird ihm gut zugeredet. All das sollte nicht gemacht werden, stattdessen sollte der Konfliktherd vom Menschen besser nicht ins Bewußtsein des Hundes gerückt, also keine aktiven und als solche für den Hund erkennbaren Gewöhnungsversuche unternommen werden.
    Man kann einem Hund die Angst nur begrenzt "abgewöhnen", am schnellsten gewinnt er an Sicherheit, wenn die angstauslösenden Reize von seinem Menschen nicht gespiegelt und kommentiert werden.
    So, das war wieder ein halbes Buch, ich hoffe Du kannst mir überhaupt folgen.

  4. #4
    der dicke hund Guest
    hi du
    ja kann ich..........plond aber nicht plöd nur manchmal plöde spass beiseite........du hast recht.
    da ist der drehund angel punkt. es muss aus dem bewusstsein raus....auto ist normal kein theater. und ich denke auch wie mico schrieb.....einen normalen umgang lernen.
    das mit dem fressen ist eine gute idee.........
    das mit der box ist da schon schwieriger.sie hat eine.funktioniert aber null.........sie hat panik.........und so sachen funktionieren leider nicht von heute auf morgen.
    die arme maus hat so viel baustellen da wird das auch noch..........
    ich werde das mal so weitergeben...........
    ich werde euch mal berichten wie es mit der kleinen weitergeht.
    danke

  5. #5
    MicoMaushund Guest
    und ich denke auch wie mico schrieb.....einen normalen umgang lernen.
    Also ... bei meinem Hund hat das bedeutet, dass ich einen Nachmittag lang über Gräben gesprungen bin, weil der Schisser sich nicht über einen 20 cm tiefen und 1 m breiten Bach getraut hat ... und dass ich im Dunkeln nur pfeifend durch die Pampas gewandert bin ... normaler Umgang? Na, wer mich gesehen hat, hat sich sicher was anderes gedacht

    Wichtig ist halt, dass erst mal die Baustellen sortiert werden, immer eine zubuddeln und immer die, die für den Hund am wichtigsten ist.

    Du hast doch auch geschrieben, dass sie vermutlich getreten wurde, hat sie Angst vor Füßen?

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