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Thema: Bellt alles an - alle Versuche zwecklos!

  1. #1
    Himbeere Guest

    Bellt alles an - alle Versuche zwecklos!

    Meine Hündin (10 Jahre alt), bellt beim Gassi gehen alles und jeden an. Auch wenn nix zu sehen ist bellt sie manchmal Vielleicht hört sie ja irgendwo in 10 km Entfernung einen Hund.

    Alle Ablenkungsversuche, Leckerlies, Spielen, Bei Fuss gehen lassen, Sitz machen lassen, fruchten nicht. Schimpfen, ignorieren, beruhigen, die Richtung wechseln, zwecklos.

    Sobald sie irgendwas erblickt, gehts los.

    Ob Mensch oder Tier. Oder eine Motorradplane.

    Bei meinem Mann macht sie das auch, aber nicht so extrem wie bei mir.

    Aber nur in ihrem "Revier". Wenn wir in der Stadt unterwegs sind, bellt sie "nur" wenn sie andere Hunde sieht.

    Zuhause ist sie "eigentlich" brav, ausser wenns klingelt, dann gehts los.

    Und sie ist nicht mehr zu beruhigen, ausser ich geh jedem Hund oder Mensch aus dem Weg, wenn ich ihn schon von weitem sehe. Aber das geht ja auf Dauer auch nicht mehr.



    Was kann ich denn tun?

    Manche Leute gehen uns schon freiwillig aus dem Weg.

    LG Himbeere

  2. #2
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    Hallo Himbeere

    Ein Mecklenburger...
    Erzähl doch mal etwas mehr über Deine Hündin, hast Du sie von kleinauf? Oder hast Du sie erwachsen übernommen? Zeigt sie das Verhalten "schon immer"?

  3. #3
    Himbeere Guest
    Hallo

    Also ich hab sie ab einem dreivirteljahr von einem Bekannten übernommen. Da war sie auch schon "bellfreudig". Aber noch nicht ganz so schlimm, zumindest nicht auf der Straße.

    Sie bleibt ja auch nicht alleine, aber das haben wir inzwischen aufgegeben, ihr das anzugewöhnen.

    Sie ist eine Art CollieMix, mittelgross, ein "Prinzesschen" halt.

    LG Himbeere

  4. #4
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    Hmm, das wird dann entsprechend schwer...
    Entstanden ist das ganze wohl aus einer Mischung von Unterforderung, Unsicherheit ("schlechte Kindheit") und fehlender Erziehung/Bindung/Rangordnung...Das alles sind Mutmaßungen, aber es ist halt recht häufig so...

    Inzwischen ist das Verhalten wohl zur Marotte/Macke geworden...
    Wie trainiert es sich denn mit ihr? Hast Du mit ihr Übungen gemacht und wie verliefen die? Ist sie am Training interessiert und kann sie sich konzentrieren? Ist sie verspielt oder eher mit Futter zu locken? Und wie beschäftigst Du sie, wie lastest Du sie sowohl körperlich als auch geistig aus?
    Was Du meiner Meinung nach zuerst trainieren solltest, ist ein Abbruchkommando, nämlich "Nein". Das sollte sie als erstes verstehen lernen und sie sollte auch erfahren, daß "Nein" wirklich "Nein" heißt.
    Es muß Dir möglich sein, sie von unerwünschtem Tun abzuhalten und das durchzusetzen, das ist die Grundvoraussetzung für alles weitere...

  5. #5
    Himbeere Guest
    Also am Training ist sie eigentlich gut interessiert. Sie verliert nur leicht die Lust.

    Sitz, bei Fuss, Komm her, hört sie gut.

    *hust* Also auf das Zauberwörtchen "Nein" hört sie leider kaum bzw. gar nicht.

    Auslasten tu ich sie mit Ballspielen (das machen wir sehr gern), langen Spaziergängen, wir nehmen sie ja überall mit hin. Auch an verschiedene Orte, wir verreisen auch mit ihr, etc.

    Geistig auslasten tu ich sie glaub ich zuwenig. Da fällt mir nicht so viel ein, was man da machen könnte?!

    Vielleicht Kreuzworträtsel? Nein, Scherz!

    Ich weiss auch, daß sie sich oft zu Hause langweilt.

    Über Tipps bin ich aber sehr dankbar.

    Sie ist eher mit Spiel zu locken als mit Futter.

    LG HB

    PS: Ich weiss nur, daß sie als Welpe oft alleine gelassen wurde, und wenig Beachtung bekam.

  6. #6
    der dicke hund Guest
    hi du
    ein verhalten das 10 jahre besteht einem hund abzugewöhnen ist ein hartes stück arbeit........puhh......vielle icht hast du ja lust und die zeit einen trainer dazuzuholen der die situation sieht und beurteilen kann.
    und geistige auslastung zuhause ist gar nicht so schwer.
    ich verstecke futter in der wohnung..........ich zeige ihr futter lege es unter den teppich ins regal o. wie auch immer.
    schicke sie raus...........und rufe sie dann das ist ein spass..............dann haben wir kopfspielzeug so dregscheiben die muss sie solange drehen bis ein leckerchen rauskommt. einen kong zum befüllen ist auch immer spass.

  7. #7
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    Okay, da kommen wir der Sache doch schon ein Stück näher

    Geistige Arbeit kannst Du ihr z.B. in Form von Schnüffelspielen anbieten; Du bindest sie an oder sagst eben Sitz wenn sie das befolgt, und versteckst vor ihren Augen Leckereien - im Freien, oder an regnersichen Tagen auch mal im Wohnzimmer. Nasenarbeit ist eine höchst anstrengende Sache für den Hund, er muß körperlich arbeiten, aber auch kombinieren, ausschließen, "berechnen" wo er das Futter finden müßte. Aber auch das tägliche Training ist geistiges Futter. Bring ihr Tricks bei, leg jeden Tag eine kleinen Lektion ein, in der Du gelerntes festigst und neues zeigst.
    Mal zur Anregung:
    • auf auf die Seite legen
    • Pfote links und rechts geben
    • freies Rüchwärtsgehen
    • Lautgeben
    • Rolle über den Rücken
    und, und, und...sei erfinderisch, der Phantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Ich halte es für ganz wichtig, daß Du ihr Angebote zur Beschäftigung machst, das festigt zum einen die Bindung und damit auch Deine Autorität, und zum anderen hat sie dann draußen auch nicht mehr so einen "Triebstau", der sich eben darin äußert, alles und jeden anzukläffen.

    Tja, und nun zum "Nein": Gute und artgerechte Maßregelungen sind das Tadeln ("Nein" sagen - und nichts anderes) mit tiefer, drohender, grollender Stimme, der Schnauzengriff, aber auch ein leichter Leinenruck zur Disziplinierung kann gute Dienste leisten. Die Methode sollte sich immer nach der Schwere des Vergehens richten, und muß damit also angemessen, kurz und zeitnah, also exakt im Moment des Fehlverhaltens und nicht danach sein. Bedenke, daß ein Hund auch nicht in "Normal" und "Unnormal" denkt, für ihn ist alles, was er tut logisch, Du mußt Tabus eben auch erst etablieren, damit er versteht daß es Dinge gibt, die er nicht tun darf. Für den Hund gibt es kein "Fehlverhalten". Der Hund hat von Natur aus kein Bewußtsein für verbotene Dinge, das muß ihm der Mensch erst vermitteln. Er kann auch kein "schlechtes Gewissen" haben, oder ein Tun aktiv bereuen. Wenn er in Erwartung eines Tadels geduckt umherschleicht, dann tut er das nur, weil ihn die Erfahrung gelehrt hat, daß auf das Verhalten XY die Strafe 17b folgt, nicht aus "Einsicht" in seinen Fehler.

    Ich bin übrigens auch ein Verfechter der Theorie, daß es keine Strafe, sondern stets eine Korrektur, also ein Alternativangebot meinerseits zum Vorhaben des Hundes geben sollte.
    Das heißt, daß dem Hund statt des Fehlverhaltens eingeräumt wird, etwas erwünschtes tun zu können, um ihn danach loben zu können. Nachweislich lernen Hunde besser und nachhaltiger, wenn sie mit einem "guten Gefühl" aus einer Situation entlasen werden.

    In der Praxis sieht das dann so aus: Der Hund zerrt zur Seite, weil da ein leckeres Hühnerbein liegt. Ich sage aber "Nein!" und nehme ihn mit der Leine zu mir herein, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines kleinen Rucks, weil er ja insbesondere anfangs nur widerstrebend zu mir kommen wird. Bei mir soll er sich setzen und erhält dafür tüchtiges Lob und einen leckeren Käsehappen. Das ist Korrektur.
    Strafe hingegen ist folgendes: Ich lasse ihn bewußt das Hühnerbein aufnehmen, um ihn dann zu packen und zu schütteln, ins Maul zu greifen und die Beute abzunehmen; ich provoziere also Fehlverhalten, um dem Hund dafür eine Abreibung zu verpassen. Im Einzelfall kommt man nicht um Strafen herum, aber meines Erachtens stellen sie kein Fundament für eine willige und vertrauensvolle Folgsamkeit dar.
    Das allerwichtigste ist aber die Konsequenz. Der Hund hat nur dann einen Grund zu reagieren, wenn er gelernt hat, daß die Anweisungen seines Menschen verbindlich sind. Sitz ist also Sitz und nicht aufstehen oder hinlegen; Herankommen heißt sofortiges Herankommen ohne zu schnuppern und erst recht ohne wegzulaufen.
    Und Nein heißt also Nein und nicht - na gut, dann kläff halt weiter, oder nimm eben das Hühnerbein, weil heute Sonntag ist oder weil ich meine Tante nicht brüskieren will, nachdem sie dem Hund verbotenerweise was zugesteckt hat. Gerade diese kleinen "Ausnahmen" die einem Hund im Gehorsam zugestanden werden, sind fatal für das sichere Befolgen eines Kommandos. Was Du sagst ist für den Hund Gesetz, er kann Kommandos nur dann ernst nehmen, wenn er weiß, daß deren Nichtbefolgen eine Konsequenz hat (z.B. das Hereinholen an langer Leine, wenn der Befehl "Komm!" ignoriert wurde). Solange dem Hund noch die Möglichkeit eingeräumt wird, sich dem Kommando zu widersetzen, hat er keinen Grund ihm Folge zu leisten. Das hat übrigens absolut nichts mit Gewalt zu tun, aber eben mit Nachdruck...

  8. #8
    peanutsnorfolks Guest
    Hat der Hund das schon immer gemacht oder ist das Verhalten neu?
    Wenn es neu ist, kann es am Alter liegen.
    Vielleicht sieht und hört sie nicht mehr so gut und es ist Unsicherheit.

    Gruß
    Jutta

  9. #9
    Himbeere Guest
    Hallo zipfelhut,

    danke für deine Antwort. Und auch den Anderen.

    Also das könnte sein, daß vielleicht die engere Bindung zu ihr fehlt, oder ein Dominanzproblem besteht. Kurz gesagt, sie hört nicht auf mich, weil sie denkt, "och mit Frauchen kann ich´s ja machen."

    Deshalb ist sie bei meinem Mann auch ein bisschen anders, weil er "strenger" zu ihr ist, und auch mal ein tiefes AUS von sich lässt, oder eben einen Leinenruck.

    Ich bin da vielleicht ein bisschen zu zaghaft. Aber das Rucken an der Leine sieht immer so nach Gewalt aus, ich weiss nich, und gerade in der Öffentlichkeit denke ich dann, die Leute denken vielleicht, wie geht die denn mit ihrem Hund um.

    Dafür geht sie aber auch nicht so gerne mit ihm Gassi. Und sie unterwirft sich ihm mehr, als hätte sie vor ihm Angst? Oder ist das Respekt? Wie ist die Geste zu verstehen?

    Und sie kuschelt auch nich so gerne mit ihm.

    LG HB

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