Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Knurren

  1. #1
    Ela1970 Guest

    Knurren

    Halli-hallo!
    Leider muß ich nun 1 Tag in der Woche nen ganzen Tag arbeiten! Aber zu Glück geht mein Neffe (11 Jahre) dann mit Olli (Goldie, 7 Monate). Das hat er nun 3x mittwochs gemacht. Ging im großen und ganzen auch gut. Nur: olli hat geknurrt als Neffe zur Tür reinkam, sich aber schnell wieder eingekriegt. Is ja noch okay. paßt aufs Haus auf.
    Als Neffe ihm vor dem Weggehen noch ein Rindsohr ins Körbchen packte, kam wieder ein Knurrer.

    Olli beißt beim Laufen auch gerne mal in die Leine, sag ich aus, läßt er auch los.
    Bei meinem Neffen hat er geknurrt.

    Wie soll sich mein Neffe verhalten? Soll er es ignorieren oder ihm mit der Hand über die Schnauze fassen? Würde Olli dann wohl versuchen zu beißen? Ich trau es ihm ja nicht zu, aber ein Tier ist ein Tier und nen Arm würde ich nicht verwetten!
    Liebe Grüße
    Ela

  2. #2
    Registriert seit
    23.07.2002
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    686
    Hallo Ela,
    das Problem ist, das ein Hund ein Kind von 11 Jahren nicht als höherrangig anerkennt, denn mit 11 Jahren hat ein Kind für einen Hund noch keine soziale Reife, die erhält ein Kind erst in der Pubertät. Dein Hund erzieht den Jungen, in dem er ihm ganz klar sagt, was er ihm gestattet und was nicht. Wenn dein Neffe ihn "maßregeln" würde, könnte es gut sein, dass dein Hund mal zu schnappt.

    Hunde und Kinder sind so eine Sache, viele Hunde erlauben Kindern alles, da sie keine Konkurrenz für sie darstellen, Kinder haben dann so etwas wie Narrenfreiheit. Aber nicht jeder Hund sieht das so. So lange du dabei bist, kannst du deinen Hund auch maßregeln, wenn er deinen Neffen anknurrt. Das überträgt sich aber nicht auf die Zeit, wenn du nicht dabei bist, denn dann werden die Karten wieder neu gemischt.
    Du kannst deinem Hund nicht vorschreiben, wen er als höherrangig ansehen soll, das muss man sich verdienen.

    Dem Hund kann man auch keinen Vorwurf machen, denn oft können Kinder sich nicht entsprechend verhalten. Du würdest dir sicher auch nichts von einem 11 jährigen sagen lassen, geschweige denn still halten, wenn er dich "dominieren" würde.

    Da dein Hund ja bald in die Rüpelphase kommt, kann es auch noch ganz andere Schwierigkeiten geben, z.B. kann dein Hund, da er den Jungen nicht als "Boss" anerkennt, auch beginnen, ihn gegen alles mögliche zu verteidigen. Kann dein Neffe richtig reagieren, wenn dein Olli z.B. mal einen anderen Rüden aufmischen will? Hat er die Kraft, den Hund zu halten, wenn es darauf ankommt?

    Vielleich kann eine erwachsene Person deinen Neffen begleiten? Das wäre das sicherste, oder du trainierst mit deinem Neffen und deinem Hund, damit die beiden den richtigen Umgang miteinander lernen. Vorher würde ich Kind und Hund nicht alleine los schicken.

    LG

  3. #3
    Ela1970 Guest

    Red face Vorbei gedacht!

    Hi Cheroks!

    Danke erstmal für Deine Antwort!

    ich habe ja eigentlich gedacht, dass es nun zeitlich ja ganz gut paßt, wenn mein Neffe mit dem Hund läuft, da Olli ja noch ein "Riesen"welpe ist. Und dass die beiden sich nun besser miteinander klar kommen als wir wir erst später damit anfangen!
    Halten kann der Junge den Hund auch wenn andere Hunde ankommen. Olli hat ein Geschirr und das ist am Rücken ja wie ein Gurt. Mein Neffe ist recht gross und kräfig für sein Alter. Weiß natürlich nicht wie es ist, wenn Olli ausgewachsen ist!
    Meine Schwester ist auch berufstätig und kann nicht immer mitgehen.
    Schiet, was mach ich bloß????

    Wenn mein Neffe das knurren nun ignoriert, bzw. Olli nen Stock hinhält wenn er die Leine beißt.....ist das nicht ne Möglichkeit?
    Mit dem knurren beim ins Haus kommen ist doch noch recht normal, oder? Immerhin ist Olli alleine und weiß ja nicht wer das Haus betritt. habe meinem Neffen schon gesagt, er soll gelich anfangen zu reden und ihm was leckeres geben.
    Bringt das wohl was???

  4. #4
    Ela1970 Guest

    Talking Ups, was vergessen?

    Wie meinst Du das mit dem:
    den Umgang der beiden miteinander üben?

    Wir sind schon zu dritt losgewesen, damit mein Neffe sieht wie ich mich bei versch. Situationen benehme.
    Hast Du sonst ein paar Tipps?
    Danke

  5. #5
    Registriert seit
    23.07.2002
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    686
    Hallo Ela,
    das Problem ist eben, dass dein Hund dem Jungen zeigt, das er ihn nicht für voll nimmt, eben durch das knurren. Darauf muss eigentlich eine Reaktion kommen, damit dem Hund klar ist, er darf das nicht! Aber wenn dein Neffe das nicht richtig macht, könnte dein Hund schon mal konkreter werden.
    Ein Knurren sollte man immer ernst nehmen, denn es ist eine Vorwarnung!
    Kennst du nicht einen Nachbar mit Hund, der deinen Hund einmal pro Woche mitnehmen könnte? Oder einen Hundesitter, der sich aus kennt?

    Wenn dein Neffe z.B. mal ein ganzes Wochenende bei dir wäre und er den Hund füttert, sich um ihn kümmert, spielt, Gassi geht usw. hätten die beiden vielleicht eine Beziehung auf einer anderen Ebene. Er würde den Jungen vielleicht nicht als Chef ansehen, aber ihm vielleicht mehr gestatten und ihn nicht mehr anknurren, da dein Neffe so mehr in euer Rudel integriert würde.
    Im Spiel, z.B. Ballspiel, kann dein Neffe das Aus üben, unter deiner Aufsicht und z.B. Gehorsamkeitsübungen wie Sitz, Platz usw. wenn das alles sicher sitzt (Trockenübung zu Hause) wird er vielleicht lockerer mit dem Jungen umgehen und ihn nicht mehr maßregeln. Auf der anderen Seite muss dein Neffe auch ganz klare Grenzen respektieren, z.B. wenn er ihm eine Schweineohr gibt, ihn dann nicht anzufassen!
    Das kann die Beziehung verbessern, trotzdem ist das keine Garantie dafür, dass nichts passiert.

    Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht, darum bin ich vielleicht übervorsichtig!
    LG Tina

  6. #6
    Registriert seit
    11.04.2002
    Ort
    Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz
    Beiträge
    5.393

    OH OH !!!!

    Original geschrieben von cheroks
    das Problem ist, das ein Hund ein Kind von 11 Jahren nicht als höherrangig anerkennt, denn mit 11 Jahren hat ein Kind für einen Hund noch keine soziale Reife, die erhält ein Kind erst in der Pubertät.

    Hunde und Kinder sind so eine Sache, viele Hunde erlauben Kindern alles, da sie keine Konkurrenz für sie darstellen, Kinder haben dann so etwas wie Narrenfreiheit.
    LG
    Hallole,

    also, im ersten Teil gebe ich Cheroks völlig recht. Dein Hund wird ein 11 jähriges Kind NIEMALS als ranghöher betrachten, auch wenn es für sein Alter groß und kräftig ist!!!! Das kann sehr schnell in einer Katastrophe enden, wenn man glaubt, einen Elfjährigen schon mit einem doch ziemlich groß werdenenden Hund losschicken zu können!!!

    Zum zweiten Statement von Cheroks: Ein Elfjähriger wird von JEDEM Hund anders behandelt werden als ein Säugling oder ein Krabbelkind! Ein Hund betrachtet einen Elfjährigen als "Halbstarken". Und Halbstarke werden im Rudel ganz gewaltig gemassregelt!!! Da ist nix mit "Narrenfreiheit". Dieses Privileg haben, wie gesagt, nur Kleinstkinder!

    Ela, ich würde Dir ganz, ganz dringend raten, den Jungen NICHT MEHR alleine mit dem Hund loszuschicken. Der Hund zeigt durch sein Knurren, dass er sich (berechtigterweise) von einem in seinen Augen "´Halbstarken" nichts sagen läßt. Schön, dass Dein Neffe ihn halten kann, wenn andere Hunde kommen - aber gegen die Zähne hat er schlechte Karten! Und irgendwann, mit zunehmendem Alter, WIRD Dein Goldie-Rüde mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit heftiger zuschnappen, wenn ihn Dein Neffe bei der "Erledigung seiner Geschäfte" (z. B. ein kleines Kämpfchen mit einem anderen Rüden) stört. Einfach, um ihm mitzuteilen: Lass mich in Ruhe und halt Dich da raus. Und dann haben wir wieder eine Schlagzeile mehr.

    Kinder überschätzen sich in ihrer Fähigkeit als Hundeführer sehr leicht. Dein Neffe wird Dir versichern, dass er den Hund selbstverständlich jederzeit halten kann und unter Kontrolle hat (tut ja auch seinem Ego gut). Und die Erwachsenen freuen sich dann, einen Gassigeher für den Hund zu haben, und schicken Kind und Hund trotz dieser ganz eindeutigen Warnsignale seitens des Hundes miteinander los! Das kann ganz gewaltig ins Auge gehen... die Resultate lesen wir oft genug in der Zeitung .

    Wenn Dein Neffe sich als Hundeführer betätigen möchte, dann soll er bitte erstmal mit dem Hund auf einen Hundeplatz / in eine Hundeschule und DORT seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dort bekommt er auch in Konfliktsituationen kompetente Hilfe. Erkennt ihn der Hund dann irgendwann an (das wird in den nächsten ein, zwei Jahren mit Sicherheit NICHT der Fall sein), DANN kannst Du die beiden miteinander losschicken, keinesfalls vorher!!! Nicht umsonst gibt es die Faustregel, dass 14 Jahre das MINDESTALTER ist, das ein Kind haben sollte, um mit einem mittelgroßen Hund spazieren zu gehen!

    Bitte handle verantwortungsbewusst (wirst Du sicher tun, sonst hättest Du ja keinen Rat hier im Forum gesucht) und such Dir einen älteren Gassi-Geher. Hund und Kind werden es Dir danken!!!!

    Liebe Grüße und alles Gute
    Claudia
    Viele Grüße
    Claudia und die Monsterwarte



    "Was nützt einem die Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?"

    http://mitglied.lycos.de/zweihovis
    http://hundeecke.de.vu *Das freundliche Forum rund um den Hund*

  7. #7
    Ela1970 Guest

    mmhhhhhhhh,......

    so kann man sich halt täuschen!!!
    Habe das mit meiner Schwester geklärt, sie läuft mit den Beiden Gassi! Muß sie sich zwar den Tag auch anders einteilen, aber das ist halt Geschwisterliebe!!!!

    Hab echt gedacht, dass das alles kein Problem ist. Man sieht ja so oft Kinder mit Hunden laufen! Aber die fragen halt nicht im Forum nach!

    Danke nochmal!!!!

    Ela

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •