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Thema: Grundstück Sicherungspflicht?

  1. #1
    Benja Guest

    Grundstück Sicherungspflicht?

    Hallo!
    Wir haben ein Einfamilienhaus mit Grundstück auf welchem sich unser Boxer zeitweise frei bewegt. Das Grundstück ist rundherum eingezäunt, so daß unser Hund nicht "stiften" gehen kann. Leider befindet sich unsere Haustür auf der Rückseite des Hauses und wir haben zu diesem Zweck eine Funkklingel am Carport angebracht. Außerdem haben wir ein Schild an der Pforte das auf unseren Hund hinweist. Nun gibt es aber leider immer noch Leute die dies ignorieren und das Grundstück ohne klingeln betreten.
    Mich würde nun mal interessieren ob ich als Hundehalter für Schäden haftbar gemacht werden kann, wenn unser Hund den Besucher z.B. umwirft und dieser sich verletzt?
    Wir haben natürlich eine Hundehaftpflichtversicherung doch würde ich echt gerne wissen wie ich eine Haftung ausschließen kann!
    Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen!
    Gruß Andrea

  2. #2
    Registriert seit
    11.04.2002
    Ort
    Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz
    Beiträge
    5.393
    Hallo Andrea,

    ja, Du haftest trotzdem, auch wenn Du Warnschilder aufstellst. Als Hundehalter bist Du immer "der Dumme". Wusstest Du, dass Du sogar dann haftest, wenn Dein Hund einen Einbrecher verletzt? So seltsam und hundefeindlich ist unsere Rechtsprechung. Du mußt Deinen Hund stets so "verwahren", dass er selbst dann niemanden verletzen kann, wenn dieser (befugt oder unbefugt) euer Grundstück betritt.

    Traurig, aber wahr!

    Liebe Grüße
    Claudia
    Viele Grüße
    Claudia und die Monsterwarte



    "Was nützt einem die Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?"

    http://mitglied.lycos.de/zweihovis
    http://hundeecke.de.vu *Das freundliche Forum rund um den Hund*

  3. #3
    Stoepselchen01 Guest

    Sicherungspflicht

    Hallo Andrea,

    also ich kann Dir nur sagen, das mein Bekannter nicht zur Rechenschaft gezogen werden konnte vor Gericht als sein Rottweiler jemanden gebissen hat, der unberechtigt aufs Grundstück gegangen ist.
    Genau deshalb nicht weil er ersteinmal den Warnhinweis " Betreten des Grundstücks auf eigene Gefahr, Hund läuft frei" und zweitens " Bissiger Hund" aufgestellt hatte.
    Das Gericht empfand das dies Warnhinweise genug seien und der Fremde diese hätte ernstnehmen müssen.

    Wie Du siehst gehen die Meinungen und Erfahrungen hier auseinander, also würde ich Dir empfehlen Dich vorsichtshalber bei einem Jurist zu erkundeigen und auf jeden Fall immer das Tor zum Grundstück geschlossen zu halten.

    Ganz liebe Grüße, Dani und Lucky

  4. #4
    Dodo H Guest
    Hallo Dani
    Vielleicht hatte dein Bekannter Glück, wir hatten eine Rechtsanwältin beim Vereinsabend, die sagte uns, das Schilder nicht ausreichend seien, da man davon ausgehen muß, das Analphabeten, Kinder oder eventuell Behinderte diese Schilder nicht lesen können.
    Bei Einbruch, könnte dem Einbrecher aber eine Mitverschulden/Teilschuld zugesprochen werden.
    Sie sagte sogar, das ein Wachhund so gesichert werden muß, das er das Grundstück nicht verlassen kann (Fall: Firma,Einbrecher macht Loch im Zaun, Hund bemerkt das, entwischt und unschuldiger Passant wird vom Hund gebissen, HH war haftbar, weil der Hund nicht das Gelände verlassen durfte, er war nicht mehr "unter Kontrolle/Aufsicht")
    Da das ein so weites Thema ist, sollte man sich selbst erkundigen, wenn man sicherer sein möchte, da gebe ich dir vollkommen Recht
    Dodo

  5. #5
    Benja Guest
    Hallo alle miteinader!
    Ersteinmal vielen Dank für eure Beträge!
    Ich habe mich letztens mal beim Hundeklub erkundigt, welche Erfahrungen dort gemacht wurden.
    Ich habe folgenden Tipp bekommen:
    Man sollte,neben Warnhinweisen, dem Hund eine gerissene Hundeleine ans Halsband machen! (Die andere Hälfte aber bitte aufbewahren!)
    Sollte dann jemand das Grundstück betreten, und geschädigt werden, kann man darauf hinweisen das der Hund angeleint gewesen ist und die Leine wohl gerade gerissen sei!
    In soeinem Fall braucht man wohl nicht zu haften.

    Viele Grüsse von Andrea und dem "stürmischen" Karlo

  6. #6
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    Talking

    Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, aber letztendlich liegt es immer im Ermessen des Richters... Erwischst Du einen mit gesundem Menschenverstand, der Hunde liebt, wird das Urteil ganz anders ausfallen als bei einem hundefeindlich gestimmten Richter.

    Die unterschiedlichen Urteile sind "einzelfallabhängig", haben also keinen Präzedenzcharakter.

    Liebe Grüße
    Claudia
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