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Thema: Hat Angst vor anderen Hunden und bellt

  1. #1
    magy Guest

    Unhappy Hat Angst vor anderen Hunden und bellt

    Hallo ihr da draußen,

    ich bin echt ratlos und brauche dringend eure Hilfe.

    Ich habe eine kleine Mischlingshündin (Dackel-Jack-Russel) und immer wenn sie einen Hund schon aus weiter Entfernung sieht bellt sie los und hört nicht auf.
    Es ist kein Agressionsverhalten, sondern vielmehr Angst. Denn wenn dann ein HUnd näher kommt wird das Bellen zum Quieken und sie versucht sich hinter mir zu verstecken.
    Nur wenn es ein bekannter Hund ist freut sie sich und schleckt ihn ab wenn er kommt. Aber bei unbekannten Hunden hat sie immer Angst. Und das schlimmste ist das Bellen, ich laufe mit ihr über die Straße, da ich in der Innenstadt wohne, und sie sieht irgendwo einen Hund, und bellt los und hört nicht mehr auf.
    Ich weiß einfach nicht woher das kommt und was ich machen kann um ihr diese Angst und ihr Fehlverhalten zu nehmen.
    Sie ist bei mir zuhause geboren und ich kenne sie ja schon immer und muss sagen, dass sie auch nie schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden machen musste. Das kam von einem Tag auf den anderen, ich glaube nach ihrer ersten Läufigkeit.
    Vor kleinen Hunden, wie sie , hast sie weniger Angst, doch bellt sie dann trotzdem zuerst immer, bis sie dann schnüffelt und merkt , dass der Hund nett ist oder ein Bekannter ist. Doch bei großen rastet sie wirklich komplett aus und wenn diese ihr zu nahe kommen bellt sie nicht mehr, sondern schreit als würde sie sterben.
    Ich weiß einfach nicht weiter, ich habe alles erdenkliche versucht damit dies aufhört. Habe ihr die Schnauze zugehalten, gut zugeredet, Leckerchen gegeben, sie auf den Rücken gedreht, sie versucht zu beruhigen. Jede erdenkliche Lösung habe ich wochenlang probiert.
    Sie ist noch keine drei Jahre alt und etwa ein JAhr geht das schon so und jeden Tag mehr denke ich, dass sie vielleicht nie wieder damit aufhört.
    Natürlich sage ich "nein" wenn sie bellt, zuhause klappt das super und auf der Straße auch, nur nicht bei anderen Hunden, wenn ich dann nämlich "nein" sage hört sie kurz auf, guckt mich einen bruchteil einer Sekunde an und dreht sich dann wieder dem Hund zu und bellt weiter.

    Sie ist kein Problemhund, sie hört gut, kann Tricks, läuft im Park ohne Leine und ist ne Schmusebacke. Aber dieses furchtbare Angstbellen macht mir und dem Hund denke ich auch schwer zu schaffen.

    Vielleicht habt ihr ja einen Rat für mich, dafür wäre ich wirklich dankbar.

    Gruß

    Magy

  2. #2
    Ellwood Guest
    Hallo magy!

    Du sagt deine Kleine ist drei Jahre alt und seit einem Jahr geht das mit diesem Verhalten. Kannst Du wirklich garantieren, dass sie nicht doch eine schlechte Erfahrung gemacht hat? Ist sie immer nur bei Dir oder war sie auch schon mal bei einer anderen Person? Wenn ja, dann würde ich mal nachhaken ob da nicht etwas gewesen ist.
    Während der Läufigkeit könnte sie ja auch mal ein großer Rüde bedrängt haben und die können ja ganz schön ruppig sein.
    Vielleicht könntest Du mal eine Person mit großem Hund zu Dir einladen ? Ich würde absichtlich die Nähe von Leuten mit großen Hunden suchen, einfach ein Stück mitgehen und dabei sowohl Deinen als auch den anderen Hund garnicht beachten. Keine Beruhigungsversuche, kein schimpfen und nicht an der Leine zurückziehen, denn alle Aufmerksamkeit verstärkt ihr Verhalten.

    Zitat: "Natürlich sage ich "nein" wenn sie bellt, zuhause klappt das super und auf der Straße auch, nur nicht bei anderen Hunden, wenn ich dann nämlich "nein" sage hört sie kurz auf, guckt mich einen bruchteil einer Sekunde an und dreht sich dann wieder dem Hund zu und bellt weiter."

    Und wenn sie dann auch noch ein Leckerli bekommt.....?

    Hat sie ein Spielzeug auf das sie besonders fixiert ist, Ball oder so? Wenn nicht versuch sie mal auf so etwas zu fixieren und wenn Du ihr unterwegs das Spielzeug zur Ablenkung anbietest und sie fixiert das Spielzeug, dann loben. Wenn sie den anderen Hund anbellt, dann ignorieren und ohne Kommentar weitergehen.

    Ich hoffe das hilft Dir, aber hier kommen bestimmt noch mehr Ratschläge!
    Gruss Ellwood

  3. #3
    Biene13 Guest
    Hallo Magy
    auch unser Dackel hatte Angst vor großen Hunden, er wurde im Spiel mal von einer Retriever-Hündin getreten und quiekte auch ganz laut auf. Also muß sie ihm irgendwie weh getan haben.
    Ich habe anfangs auch den Fehler gemacht und bin allen größeren Hunden erstmal aus dem Weg gegangen, weil unser so ähnliches Verhalten gezeigt hat, wie Deine.
    Dann wurde mir das aber zu dumm - ich hatte einfach keine Lust mehr drauf, um jeden großen Hund einen Riesenbogen zu laufen - und habe mich täglich mit einem jungen Mann verabredet, der eine wirklich gut verträgliche große Staff-Mix-Hündin hat. Mit ihr haben wir begonnen, mit unserem zu arbeiten.

    Zuerst sind wir nur gemeinsam ein Stück spazierengegangen - beide Wuffs erstmal angeleint, für meinen gabs immer dickes Lob und Leckerli, wenn er sich völlig normal verhielt. Ich hab nur drauf geachtet, daß es für meinen nicht zu stressig wurde. Also wirklich nur in ganz kleinen Etappen angefangen. Bin dem jungen Mann heute noch dankbar, daß er da immer mitgehalten hat.

    Dann haben wir so nach und nach den Kreis der "Grossen" vergrößert, immer einen und noch einen dazu. Zum Glück kenn ich viele Leute mit großen Hunden.
    Es hat einige Zeit gedauert, aber das ganze ist nun von Erfolg gekrönt und unser verhält sich unter den großen Rassen genauso normal wie mit seinesgleichen.

    Die einzigen, die er wirklich absolut hasst, sind Jack-Russel, von denen wurd er auch schon einige Male gebissen und nicht nur gekniffen, da sind schon wirklich Narben am Körper geblieben. Ich glaube auch nicht, daß sich dieses Verhältnis irgendwann einmal bessern wird. Aber damit kann ich leben.

    Sieh es einfach locker und vor allem bleibe ruhig - verfall nicht in Hektik, wenn ein "Grosser" kommt, das merkt Dein Zwerg auf jeden Fall.

    LG Biene13 Heidi

  4. #4
    Deargi Guest
    Hallo,

    du hast ja schon gute Tipps bekommen. Wenn dein Hund dieses Verhalten zeigt ist es am besten, wenn entweder souverän weitergehst und dich von dem bellen nicht beeindrucken lässt. Dadurch zeigst du deinem Hund, dass die Situation doch überhaupt nicht schlimm ist und sie keine Angst zu haben brauchst. Mit bedauern, Leckerlie, Streicheln oder sonstige Aufmerksamkeit deinerseits belohnst du deine Hündin noch für ihr Verhalten. Und sie denkt, 1. es hat einen Grund warum ich Angst habe und 2. Frauchen möchte das ich belle. Also wird sie das tun.

    Die zweite Möglichkeit wäre, das du von ihr ein Ersatzverhalten abverlangst. Im Moment sucht ihre Angst ein Ventil, was sich in dem Bellen äußert und ihr eine gewisse Sicherheit vermittelt, das sie ja weiß wie sie sich in Situationen mit Hundebegegnungen verhalten "muss", damit ihr nix schlimmes passiert. Wenn du jetzt ein FUSS verlangst und sie dich gleichzeitg anschauen soll, lenkt das erstens ihren Blick von dem anderen Hund weg und zweitens gibt ihr dieses Verhalten Sicherheit.

    Weiterhin solltest du aber Hundebegegnungen, egal ob mit groß, klein, mittel weiter trainieren.

    LG
    Daergi

  5. #5
    magy Guest

    Hund sieht jeden Tag andere Hunde

    Hey,

    erst einmal danke für eure Rückmeldungen. Doch all das was ihr mir geschrieben habt, habe ich auch schon versucht. Die Leckechen habe ich ihr natürlich auch nicht einfach so gegeben. Als ich einen Hund sah musste sie sitz machen und bekam dann dafür ein Leckerchen fürs Sitz machen. So oft habe ich es auch einfach ignoriert und bin sogar mit ihr dann freudestrahlend zu dem anderen Hund gegangen damit sie sieht dass es nicht schlimm ist. Doch dies war auch ohne Erfolg.
    Ihr habt mir garaten, dass ich mich öfter mal mit meinem Hund und einem großen Hund treffen soll. Das tu ich bereis jeden Tag. Ich darf meinen Hund mit zur Arbeit nehmen und da sind auch die Hunde vom Cheff, ein Labrador und ein Golden Retriever. Meine kleine Sheyla kuschelt sich sogar an die beiden und sie schlafen nebeneinander und mögen sich. Auch auf der Straße werden die beiden, wenn ich sie treffe nur kurz angebellt. Und dann werden sie abgeschleckt.

    Jetzt habe ich mir von meinem Cheff ein Erziehungshalsband ausgeliehen um das Problem zu lösen. Dieses Halsband hat eine Fernbedienung und man kann damit bei Bedarf ein kurzes Piepssignal ertönen lassen, oder es vibriert, wie ein Handy. Ich habe es seit gestern und denke, dass es klappen könnte.
    Jedes mal wenn sie anfängt zu bellen, vibriert das Halsband und sie wird abgelenkt und hört auf, dann lob ich sie.
    Das Piepssignal ist auch gut um ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, denn jedesmal wenn ich es betätige schaut sie mich an. Hätte nicht gedacht, dass diese Halsbänder tatsächlich einen Effekt haben.
    Was haltet ihr davon?
    Denkt ihr ich könnte ihr damit das Bellen dauerhaft abgewöhnen?
    Oder habt ihr noch andere Vorschläge?

    Gruß

    Magy

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