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Thema: Hufrolle - medizinische Hufeisen?

  1. #201
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  2. #202
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    Hallo und Hilfe,

    ich lese schon länger mit und habe nun das Bedürfnis mir Rat zu holen.
    Ich habe mir letztes Jahr im Mai 2012 meine Stute geholt. Sie lief Jahrelang als Voltigierpferd in einem Reitverein(aus sehr schlechter Haltung). Als ich sie bekommen habe war sie sehr abgemagert und und voll von Parasiten. Zunächst habe ich sie bis November in einem Offenstall stehen gehabt. Sie war sehr rangniedrig und wegen der wenigen Unterstellplätze und der zu vielen Pferde kam sie dort nicht zur Ruhe. Beim Putzplatz ist sie öfter eingeschlafen und war total erschöpft.

    Anfang Oktober fing sie an zu lahmen. Tierarzt hat Schmerzmittel verschrieben. Aber mehr oder weniger wurde mir zu verstehen gegeben das sie schon alt sei und ich mir einen zu großen Kopf mache. Seitdem blieb immer mindestens ein Taktfehler.
    Im November habe ich den Stall gewechselt Nachts in eine Box und Tagsüber den ganzen Tag Weide. In der Herde fühlt sie sich wohler. Mit der Box kommt sie klar und liegt oft.

    Mit dem Stallwechsel kam auch der Hufschmiedwechsel und ich musste sie das erste Mal vor dem Hufschmied vortraben lassen. Der erste der ihr schlechtes laufen wahrnahm und es ernst genommen hat. Er legte mir ans Herz das rechte Vorderbein röntgen zu lassen. Gesagt getan. Es war Januar. Sie lief mal besser mal schlechter. Diagnose: Schale, Hufrollenentzündung und Hufbeinverknöcherung. Der Tierarzt riet mir zum Keilbeschlag. Hufschmied kam in Februar. Sie stieg und der Nippel vom Hufeise rieß ihr den linken Huf unten auf. Eisen wieder ab. 1 1/2 Wochen Boxenruhe, Antibiothika um das Fieber zu bekämpfen. Links fette Entzündung, rechts HRE. HRE wurde schlimmer. Ende März nächster Versuch Hufeisen sind drauf!

    Seit März bekommt sie zusätzlich zum Müsli und Mineralfutter, Teufelskrallenkapseln vom Aldi, Ingwer und Teufelskralle, Arnica.
    Teufelskrallenkapseln seit ca. 3 Wochen nicht mehr,
    Arnica seit ca. 6 Wochen nicht mehr.

    Die Hoffnung lag im Keilbeschlag. Seit Sonntag lahmt sie wieder und hat Schmerzen.

    In den letzten zwei Wochen habe ich sie lediglich 20 Minuten im Schritt geritten. Ich habe sie Ende März nochmal vernünftig einrenken lassen und die Tierärztin hat mir das go gegeben. Gestern war zufällig ein TA da und hat gefühlt. HRE Bein (rechts keine pulsation), linkes Bein pulsation. Die Entzündung ist aber bereits raus.

    Bitte helft mir weiter.

  3. #203
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    Die Entzündung wird noch nicht raus sein... Die Pulsation zeigt es deutlich. Durch den Beschlag kann ihr Huf nicht arbeiten und somit wird er zu schlecht durchblutet. Fazit: Entzündung kann sich ausbreiten... Ich kann Dir nur raten den Beschlag allerschnellstens abnehmen zu lassen und sie durch einen guten Barhufpfleger (nach Biernat oder NHC) bearbeiten zu lassen. Der Huf stellt sich von selbst steiler - eben so, wie Deine Stute es benötigt. Eisen sind da absolut kontraproduktiv, da sie den Huf starr halten.

    Genauso sollte man auf Ingwer verzichten, da er als reines Schmerzmittel fungiert. Nur was nützt es Dir, wenn die nicht merkt wenn es ihr weh tut, falsch läuft und das ganze schlimmer wird? Sie MUSS den Schmerz merken und sich drauf einstellen können, außerdem mußt DU sehen können, ob sich eine neue Entzündung anbahnt. Mit Schmerzmittel siehst Du nix, bzw erst, wenn das nicht mehr wirkt und das ist dann heftig....

    Teufelskralle von Aldi..sorry, aber gibst Du da eine Packung am Tag oder wieviel? Besorg Dir bitte etwas für Pferde, alles andere ist sparen am falschen Ende...

    Ich kann Dir nur raten:
    - Offenstall mit wenigen Pferden - gern auch älteren, damit sie sich viel bewegen kann und die Entzündung besser abgebaut wird
    - Eisen ab und schnellstens von einem guten Huforthopäden (NICHT Schmied) stellen lassen
    - bis sie nicht 100% lahmfrei und das über 2 Monate ist, gar nicht mehr reiten, nur spazieren gehen
    - Futtermittelzusätze wie hier beschrieben: http://forum.zooplus.de/showthread.p...30#post1670630
    - Du kannst auch Katzenkralle (Unicaria Tomentosa) zufüttern, würde ich aber erst machen, wenn Du "Grund" im eigentlichen Problem hast.
    - Durchhalten und Dich hier ausheulen. Es wird Tage geben, da bist Du ein heulendes Elend, weils ihr schlecht geht. Aber diese Tage werden Stück für Stück weniger werden. Meine Lamour wird morgen 25 Jahre alt. Sie läuft, wird zwar nicht mehr geritten, aber wir gehen spazieren, machen ein bißchen am Boden und sie hat Lebensfreude...jaaaa...sie scheucht imme rnoch gern alle über den Paddock Wenn ich bedenke, daß man mir vor 6 Jahren sagte, daß ich sie einschläfern soll, weil sie sich nur quält... ich bin - trotz vieler schlimmer Tage, die hinter uns liegen - froh, daß ich nicht drauf gehört habe.

  4. #204
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    Ab nächsten Monat ist Sunny Tag und Nacht auf der Weide.
    Von den Teufelskrallenkapseln bekam sie zwei morgens und zwei abends. Ich hatte gelesen dass die genauso gut sein sollen wie andere Kapseln. Woran sehe ich, dass die Teufelskrallenkapseln eine gute Qualität haben?

    Ich ruf gleich mal eine Huforthopädin an.

    Ich habe zu Hause noch Grünlippmuschelkapseln die ich für meinen 12 - jährigen Schäferhund verwende: ... kann ich die für Sunny nehmen?

    Ich habe Röntgenaufnahmen. Kann ich sie dir mal zukommen lassen. Evtl. erkennst Du mehr als ich... ?
    Geändert von OESFUN (23.04.2013 um 12:46 Uhr) Grund: Shoplink entfernt

  5. #205
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    Nächsten Monat wird sie Tag und Nacht auf der Weide bleiben.

    Ich versuch gleich mal eine Huforthopädin ans Telefon zu bekommen.

    Woran sehe ich das die Teufelskrallenkapseln eine gute Qualität haben? Ich habe noch Grünlippmuschelkapseln kann ich die auch für Sunny verwenden?

    Ich habe Röntgenbilder. Könntest Du Dir dir evtl mal anschauen? Vllt erkennst Du ja mehr als ich ..
    Geändert von OESFUN (23.04.2013 um 14:09 Uhr) Grund: link entfernt

  6. #206
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    Es geht nicht um die Qualität, sondern die Menge...In den Kapseln sind vielleicht mal grad 2g Teufelskralle... Schau mal auf die Packung. Du solltest ca. 20g am Tag geben damit es etwas nutzt...
    Du kannst die Grünlippkaspeln verwenden, aber auch die sind viel teurer, als wenn Du es lose kaufst. Puriosos Hyafarm hat gute und günstige Grünlippmuschel. Die nehm ich zur Zeit für Lamour. Wichtig ist da, das es neuseeländisches Grünlipp ist UND daß es rein ist. Bei günstigen Produkten vermahlen sie auch Muschelschalen etc mit...
    Wichtig ist, daß Du Teufelskralle / Zink zur Entzündungshemmung im monatlichen Wechsel gibst UND Ginkgo / Knobi im monatlichen Wechsel um das Blut zu verdünnen. Das ist wichtig, da die Adern bei HRE Pferden verdickt sind und das Blut schwerer durch die Hufe fließt. Ist es verdünnt, kann die Entzündung schneller abgebaut werden und eben auch langfristig eine neue verhindert werden. Hier hab ich auch die Mengen notiert, die ich mir zum Teil aus dem Netz mühsam rausgesucht habe oder mit dem ThP/Tierarzt abgesprochen habe: http://forum.zooplus.de/showthread.p...30#post1670630

    Bei reiner Weidehaltung sollte sie da trockene Stellen haben, daß die Hufe nicht komplett durchweichen. Auch das kann dann zur Erweiterung des Schadens führen. Zu trockene Hufe tun ebenfalls weh, weil diese sich weniger bewegen können. Das Mittelmaß machts eben Auch achte bitte drauf, daß sie nicht ZU viel Gewicht zulegt. Auch das drückt auf den Gelenksbereich und verursacht zusätzlich Reibung und Schmerzen...

  7. #207
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    Die Huforthopädin wird mich zurück rufen und mir sagen wann sie das nächste mal in der nähe sein wird. Sie kommt von weiter weg.

    Woher bekommst Du die Ginkoblätter?

  8. #208
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    Alles von Makana

    Jaaa....Huforthopäden sind teilweise echt rar gesäht...bei uns ist auch nur eine in der Gegend die halbwegs gut ist Meine ursprüngliche HO kommt nicht mehr zu mir, weil ich nun zu weit weg wohne leeeeider *heul*

  9. #209
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    Habe Teufelskralle, Zinkpellets, Knoblauch, Ginkgoblätter bestellt.
    Puriosos Hyafarm finde ich nicht .. ?
    Und wo bekommst Du die Schüssler Salze her? Von jedem Schüssler Salz 30 Tabletten am Tag?
    ...Ohje hoffentlich wird alles gut ...

  10. #210
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    Hab grad mal geschaut - die Seite ist anscheinend nicht mehr online und im Reiterflohmarkt hat sie es auch nicht mehr drinnen Makana hat auch gutes Grünlipp, war nur etwas teurer... EDIT!!! Hab sie über ebay gefunden schau mal beim Verkäufer "hyafarm" Link kann ich hier nicht einstellen, findest Du aber

    Alles an Medikamenten suche ich mir über medizinfuchs de raus und bestelle dann dort über die günstigte Inet-Apotheke. Ich sammel da auch Medis, die meine Eltern regelmäßig benötigen und bestelle dann alles zusammen bei 1 oder 2 Apotheken. Da kann man so RICHTIG Geld sparen Ist ein bißchen Sucharbeit, die sich aber absolut lohnt. Bei den Schüsslersalzen hab ich nachher 2x10 Tabletten gegeben. Laut meiner THP sollte ich 2x15 geben, aber das ging dann irgendwann extrem ins Geld

  11. #211
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    Ach so: Du mußt Geduld Geduld, Geduld haben. Etwas, was sich über Jahre hinweg aufgebaut hat, dauert eben auch, bis es sich soweit gebessert hat, daß Du wieder lächeln kannst Wie gesagt: es hat bei mir Tage gegeben, wo ich heulend im Stall saß... Ich habe dann immer wieder mich selbst gefragt: mach ich das richtige, sollte ich nicht einen Schlußstrich ziehen... ich bin heute froh, daß ich es nicht gemacht habe und auch mal 4-5 Tage ertragen habe, daß es meinem geliebten Pferd total SCH**** ging...wenn ich sie heute sehe, ist das Gestern und die Tränen fast wieder vergessen

  12. #212
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    Hallo, die Mittelchen von Markana sind angekommen und werden seit Samstag Abend gegeben. Am Samstag kommt die Huforthopädin. Mit was kann ich rechnen wenn sie am Samstag die Keileisen runter bekommt? Wird sie wegen der Umstellung noch mehr Schmerzen haben? Sunny läuft momentan an ca. 6 von 7 Tagen scheiße und mit Schmerzen. Ich gebe ihr noch die Chance und den Sommer.

    Die muss aber unbedingt Gewicht verlieren. Sie hat kein Gramm fett auf den Rippen dafür einen riesigen Heubauch. Sie ist sowieso sehr kräftig gebaut als polnische Stute. Sie bekommt aber schon so wenig. Wie wird sie das Gewicht los? Wenn ich mit ihr arbeiten könnte wäre alles einfacher.

  13. #213
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    Ich bin gerade auf denTietkommunikationsbeitrag gestoßen. Ich denke schon länger darüber nach. Was für Erfahrungen hast du damit gemacht lammi?

  14. #214
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    Ob sie nach der Umstellung noch mehr Schmerzen hat oder kaum welche, kommt auf die jetzige Hufstellung an und wie die HO arbeitet. Es kann durchaus passieren, daß sie durch die Umstellung ggf auch ein Hufgeschwür bekommt. Das sieht immer bös aus, ist auch nicht toll, kann aber passieren, wenn der Huf plötzlich durchblutet wird und dann die abgestorbenen Zellen raus transportiert. Sehe es dann trotzdem mal positiv, da a) diese toten Bereich sonst im Huf verblieben wären und den weiter geschädigt hatten und b) siehst Du, daß sich im Huf etwas tut und in dem Fall ist es dann positiv
    Der Heubauch kommt durch die verlangsamte und reduzierte Bewegung. Du kannst mit ihr auch spazieren gehen. Möglichst auf grader Strecke und wenn Du hast: Waldboden und Asphalt abwechselnd. Asphalt sorgt für den nötigen Abrieb und für Bewegung im Huf und Waldboden federt schön, was den Gelenken gut tut. Sprech das mal mit der HO ab.
    Tierkommunikation finde ich gut - allerdings gibt es da ZU viele Scharlatane... Wenn, dann hör Dich um, frag nach Empfehlungen von anderen und wenn Dir jemand erzählt, Dein Pferd möchte mehr Möhren und täglich Zucker, jag ihn aus dem Stall

  15. #215
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    Hallo,
    die HO war am Samstag drei Stunden da. Sunny stellte sich beim Hufeisen abmachen genau so blöd an wie beim drauf machen. Mit viel Geduld und Ruhe hat die HO es dennoch hin bekommen und als die Hufeisen drunter waren fing das Sedalin auch endlich an zu wirken (nach einer 3/4 Stunde). Unter den Keilplatten hat sich wiederliche Fäule gebildet. Der Gammel stank bestialisch. Auch konnte man sehen, dass in dem linken Huf der Hufbeschlagsunfall noch nicht weiter verheilt ist. Der Huf stand unter einer großen Spannung durch die Eisen und hat oberflächliche Risse. Die Hufe sind dennoch in einem guten Zustand und das was die Eisen kaputt gemacht haben bekommen wir schnell wieder hin. Die HO wollte erstmal nicht zu viel Hufe umstellen, da die 1 cm Keile schon umstellung genug sind. Die HO kommt aber in drei Wochen schon wieder (am 25.05.2013) und danach in 4 Wochen abständen.

    Ich bin irgendwie froh das die Dinger runter sind. Ich habe Sunny versprochen das wir die Dinger nie wieder drauf machen werden. Gestern lief sie im Galopp und Trab zur Weide (die Hottis durften zum Anweiden eine Stunde auf richtig tolles Gras) so wie immer.Der Schritt hat sich verändert- aber nicht schlechter. Trab und Galopp blöd wie vorher. Zumindest keine schlechten Veränderungen zum Hufeisen. Heute werde ich sie mir nochmal angucken wie sie läuft. Sunny ist den ganzen Tag draußen. In der Nacht kommt sie auf einem Paddok mit der Diätgruppe um abzuspecken.

    Nun zur Fütterung. Ich habe gestern (erst) angefangen ihr Grünlippmuschel zu geben. Sie ist so verfressen und stört sich nicht an dem Geruch. Aber ich glaube ich habe einen Fehler in der Fütterung gemacht. Sie bekommt zur Zeit 20 g. Teufelskralle und 40 g. Bewegungskräuter (shit ich habe anstatt Ginkgoblätter Bewegungskräuter bestellt und es zu spät gemerkt) sowie 10 g Grünlippmuschel + Müsli und Mineralfutter.

    Aber ich hätte Teufelskralle und Zink ihr geben müssen... ? Wenn ja würde ich es heute noch ändern.

    Ich bestelle heute oder morgen Grünlippmuschel nach.

    Auf jeden Fall habe ich ein bisschen Hoffnung wieder...

  16. #216
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    Hallo zusammen,

    darf ich mich hier mal mit einklinken? Würde euch gerne meine Geschichte erzählen und Erfahrungen mitteilen.

    Zu meinem Pferd. Er ist ein 1.82m großer Wallach und nun 16 Jahre alt. Die erste akute Hufrolle hatte er mit 6. Dann folgen immer im zwei Jahres Rhythmus weitere akute Schübe (aktuell Nr.5). Sein Strahlbein schaut gar nicht so schlimm aus lt. Tierarzt, bei ihm sind es wohl die Weichteile, die empfindlich sind. Zu Anfangs merkt man den Taktverlust und kurz drauf kommt dann eine Lahmheit.

    Meiner Meinung nach spielen hier mehrere Faktoren eine Rolle, wieso mein Pferd solche Probleme hat. Zum einen ist er natürlich durch seine Größe auch "schwer", zwar nicht kaltblutmäßig, aber er hat schwere Knochen, jedoch stimmen die Proportionen zu den Gelenken rein optisch.
    Noch dazu hat er Model-Maße-Beine, aber einen relativ kurzen Hals. D.h. er muss ein Bein beim Grasen sehr weit vor stellen und ein Bein ein ganzes Stück weiter zurück. Da mein Pferd ein absolutes Gewohnheitstier ist, nimmt er auch immer die gleiche Position ein. Dies hat zur Folge, dass ein Huf flacher ist und ein bisschen untergeschoben Trachten hat, der andere ist eher steiler (jedoch kein Bockhuf). Interessant finde ich, dass er auf dem Huf, den er eher nach hinten nimmt bzw. der steiler ist, lahmt bzw. hier sitzt der Entzündungsherd drin. Evtl. reibt hier die Sehne über Knochen oder Polster.

    Interessant ist, dass ich vorhersehen kann, wann mein Pferd wieder in den akuten Zustand kommt. Es ist wirklich in einem Kalender vorberechenbar. Alle zwei Jahre, entweder in der letzten April- oder ersten Maiwoche. So auch dieses Jahr. An seinem 16.Geburtstag am 5.5. war er lahm. Lammi, du meintest ja, dass das evtl. mit Eiweiß zu tun haben könnte? Da könntest du recht haben. Warum dann zwar nur alle 2 Jahre..k.A.:-)

    Vielleicht sollte ich noch dazusagen, dass ich freizeitmäßige Dressurreiterin bin, gerne ins Gelände geh und mein Pferd nie überfordert habe. Wir haben immer darauf geachtet, die Vorderhand durch entsprechende Gymnastizierung zu entlasten. In sofern hat auch mein Versuch nie was gebracht, wenn ich ihm von März bis Mai weniger arbeite oder z.B. fast nur ausreite...

    Schon zu anfangs, rieten mir viele zu einem Nervenschnitt. Das ist das letzte, was ich machen würde. Ebenso bin ich nicht der große Schulmedizin-Verfechter. Dank Homöopathie und Naturheilmitteln haben wir schon viel in den Griff bekommen (klar bei Kolik, Platzwunden o.ä. muss Onkel Doktor schon ran). Ich habe immer versucht einen gesunden Mittelweg zwischen den beiden Behandlungsmethoden zu finden, und ich denke ich hab das ganz gut hinbekommen.

    Mit der aktuell akuten Hufrolle habe ich mir jetzt mal wirklich Gedanken gemacht, was für mein Pferd das absolut beste wäre. Ich versuch es jetzt mit Globuli und Teufelskralle.
    Tierarzt hat mir eine Flasche zu Gabe als einmalige Kur dagelassen. Die Flasche war leer und Pferd lief sofort schlechter...Somit kam gleich die zweite Flasche her. Die bekommt er jetzt seit gestern. Glukosamine haben wir bei der letzten Entzündung getestet und haben keine wirkliche Besserung mit sich gebracht. Magnopodo von iWEST hatte ich getestet. Mein Pferd hat das fischige Pulver nicht runterbekommen (war für mich absolut verständlich). Mobifor Triflex hatte er bei seiner Vorbesitzerin beim ersten Schub (da war er bereits sowas wie meine RB) erhalten. Das hat m.M.n. besser gewirkt. Ist aber für mich unbezahlbar!
    Dein Beitrag hat mich dazu ermutigt, auf barhuf umzustellen. Die Eisen kommen nächste Woche runter. Ich hoffe, uns bleibt ein Abszess erspart. Das Hornmaterial ist grundsätzlich sehr gut. Ebenso ziehen wir ab 01.August in einen neuen Stall. Offenstall ist für meinen etwas schwer, aber ich habe jetzt eine gute Alternative gefunden. Eine riesen Paddockbox(30qm), die er mit einer Isi Stute teilen wird. Vom Paddock geht es direkt auf die Koppel. Für viel ruhige Bewegung ist somit gesorgt.
    Mein Pferd hat mir so viele Jahr so viel Freude bereitet. Jetzt geht er quasi in Altersteilzeit. Wenn er wieder gut laufen sollte, haben wir einen schönen Platz. Ich denke er gehört noch lange nicht zum alten Eisen und er wird mir mit Sicherheit noch viele tolle Erfolgserlebnisse auf dem Platz schenken. Sonst bummeln wir gemütlich im Schritt durchs Gelände. Ich denke, dass war die richtige Entscheidung.

    Gerne halte ich euch auf dem Laufenden. Würde mich auch über reichen Erfahrungsaustausch freuen.

    Grüße
    BettyBooo

  17. #217
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    Hallo!Muss das Thema mal wieder hervorholen. Mein Wallach, 9 Jahre hat auch vor kurzem die Diagnose Hufrollenentzündung bekommen. Zufüttern tu ich zur Zeit eigendlich alles was der Markt so hergibt. Nach anraten vom Tierarzt bekam er Eisen vorne mit Luvex Polsterung, das erste mal vor drei Wochen. Anfangs lief er damit auch gut, mittlerweile finde ich wird es wieder schlechter. Nun habe ich viel gelesen, mich viel informiert so das ich wirklich über die Umstellung auf barhuf nachdenke.Habe aber angst davor etwas falsch zu machen, da mir der Tierarzt ja zu den Eisen geraten hat und meinte nen guter Beschlag sei das A und O. Habe schon eine Hufpflegerin die bei Biernath gelernt hat angeschrieben und warte dort auf eine Antwort. Bin so verunsichert und habe Angst falsche Entscheidungen zu treffen. Lg Susi

  18. #218
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    Hallo,
    ich möchte das Thema auch gerne wieder aufleben lassen.
    Ich besitze eine 19 Jahre alte Stute, die früher im grossen Sport ( Grand Prix gelaufen ist) ich habe Sie in einem erbährmlichen Zustand gekauft, abgemagert, lahm, lustlos.
    Nach einer gewissen Regenerationsphase lief die Stute 2 Jahre klar.
    Vor ca. 1,5 jahren ging unsere Odisee los.
    Sie ging von einer Sek. auf die andere stocklahm. Kein Tierarzt fand das Problem. Bekam 3x Cortison Hyalaron ins Hufgelenk. Keine Verbesserung
    In einer Klinik habe ich sie dann Szintigraphieren lassen. Dort kam heraus, dass die Arthorse im Kron und Hufgelenk so wie im Hufbein im Endstadium hat, ausserdem hat sie eine Knochenzyste im Fesselbein und das Strahlbein zeigt Veränderungen. Alles vorne Links.. Die anderen Beine sind völlig in Ordnung.
    Ich solle die Stute einschläfern lassen, alles andere hat keine Wert.
    Ich nahm mein Pferd mit nach Hause und begann mit einer Tierärtzin/TCM eine Behandlung. Wir akupunktierten das Pferd jede Woche einmal und sie bekam chinesische Kräuter. Das funktioniert soweit ganz gut, bis vor zwei Wochen die Lahmheit wieder kam. Sie tickt ganz deutlich vorne links.
    Sie ist beschlagen mit Keilplatten, was aber keine sonderliche Besserung brachte.
    Jetzt habe ich Angst das das alles wieder von vorne losgeht.
    Hat jemand nen Tip was ich ihr geben könnte das es nicht gleich wieder so schlimm wird?

  19. #219
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    Hey ihr,

    ich kann jetzt mal von meinem Pferd berichten, denn es hat sich einiges getan...

    Wir haben uns Mitte Juli endgültig von Hufeisen verabschiedet. Meinen Tierarzt habe ich gebeten, ein Röntgenbild (Oxspring Bilder) von beiden Vorderbeinen zu machen. Sein rechts Strahlbein weißt keinerlei Veränderung aus. Am linken Strahlbein ist jedoch die Veränderung der Gefäßkanäle (Lollipops) am Knochen deutlich erkennbar. Ob die Gleitfähigkeit der tiefen Beugesehne beeinträchtigt ist, können wir nicht sagen...

    Anfang August stand auch noch der Stallwechsel vor uns. Es hat alles prima geklappt. Er fühlt sich pudelwohl...So hab ich mein Pferd noch nie gesehen...

    So und noch zu dem Barhufigen.... Zweimal habe ich ihm einen Sauerkrautwickel um einen Huf gebastelt, weil er zwischenzeitlich sehr sensibel war und ich nicht sicher war, ob da nicht ein Abszess wuchert. Tierarzt meinte jedoch, da ist nichts, nur leicht geprellt. Er kam auch nicht auf drei Beinen daher, wie sooft beim Hufabszess.
    Die ersten drei Monate war er etwas fühliger und auch die Steinchen haben sich ziemlich reingetreten, aber ungefähr seit Anfang November (unser letzter Besuch der Hufpflegerin) sehen die Hufe deutlich besser aus und es bricht sehr sehr selten noch was aus. Das Hornmaterial ist viel viel besser - härter, widerstandsfähiger und wenig Abrieb.

    Natürlich war er nicht gleich lahmfrei nach der Eisenabnahme, aber es wurde zusehends besser. Aktuell sieht man keine Lahmheit mehr. Ob das jetzt an der Eisenabnahme oder einfach an der Auskurierung der Entzündung liegt, kann ich nicht sagen. Das wird die Zeit zeigen...Spätestens in 1,5 Jahren wären wir wieder an dem zweijährigen Lahmheitsrhytmus angekommen.

    Was sich deutlich geändert hat ohne Eisen ist das Gangbild. Anfangs lief er etwas klamm und jetzt habe ich das Gefühl mein Pferd passt deutlich mehr auf seine Füße auf. Vorallem im Trab und Galopp "platscht" er nicht mehr so in den Boden. Ist zwar anfangs ungewohnt, aber es wird immer besser. Wir sind momentan wieder ein wenig am Aufbauen, gehen viel ins Gelände (OHNE Hufschuhe und das ohne Probleme, zwar versuche ich möglichst auf Grasflächen zu gehen, aber auch Schotter oder Asphalt verkraftet er gut).
    Wir arbeiten momentan selten vom Sattel aus. Machen zum Aufbau Langzügelarbeit, Zirkuslektionen und wollen ein bisschen Horsemanship nach Parelli anfangen, um den Alltag noch abwechslungsreicher zu gestalten...

    Medikamententechnisch gab es noch die eine Kur mit Teufelskralle fertig. Nachdem der Knochenabbau klar war, gab es noch Schüssler Salz Nr. 1 - Calcium fluoratum D12. Aufgrund der niedrigen Potenz gibt es die jetzt vorerst als Dauergabe... Mehr gibt/gab es nicht...

    Ich denke, dass die neue Haltung von ihm in Verbindung mit barhuf ihm entgegen kommt. Es sind jedoch erst ein paar Monate vergangen. Wie es/er sich weiterentwickelt, wird die Zeit zeigen...

    Ich hoffe, es interessiert euch mein Geschreibsel
    Grüße
    BettyBooo

  20. #220
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    Hallo zusammen,
    meine Stute Lissy, 15 Jahre jung und Mecklenburg Warmblut und ich machen seit ca. 4 Jahren mit einem Hufrollensyndrom rum, welches auf den Röntgenbildern halt nur minimal zu sehen ist. Hyaluronspritzen und manchmal auch Hyaluron mit Cortison gemischt, haben bisher immer gut geholfen, manchmal sogar ein Jahr lang, wobei man immer sieht, dass sie unheimlich steif und vorsichtig geht.
    Ich gebe auch Zusatzmittel wie Traumeel, Gonex, Grandflex, Tendonflex etc. im Wechsel. Jetzt hat sie schon zum 2. Mal innerhalb von 8 Wochen eine so deutliche Lahmheit, dass wir erst auf Hufgeschwür untersucht haben - negativ. Das kam von jetzt auf gleich, ich kann nicht glauben, dass es von der Hufrolle kommt. Der Tierarzt ist sich sicher und sagt, er sehe eigentlich nur den Nervenschnitt als langfristige Lösung. Habt ihr damit Erfahrung oder vielleicht auch noch andere Ideen, die bei euch geholfen haben? Ich werde auf jeden noch eine 2. Meinung einholen, bevor ich das mache. Nach der gestrigen Hyaluron-Cortison Spritze geht sie erheblich besser, aber nicht lahmfrei.
    Danke im Voraus für eure Tipps, Lissy und Ulrike

  21. #221
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    Hallo Ulrike!
    Nervenschnitt ist komplett Old Style und wird heute nicht mehr gemacht. Das Pferd ist dann euch unreitbar!!! Das vergessen die TÄ gern zu erwähnen... Das Wichtigste ist, daß der Huf gut barhuf gestellt und bearbeitet wird und eben NICHT durch Eisen eingeengt wird. Das ist die halbe Miete. WIE wichtig das ist, konnte man schön bei meiner Lamour sehen. Ich hatte nun EINMAL beim Hufe machen wirklich nur ein ganz bißchen zuviel von der Trachte weggenommen und schon war Lamour lahm, hatte wieder eine fette HRE...ihre erste seit nun mehr 4 Jahren... Ich hätte mich ohrfeigen können...aber war nunmal passiert Mittlerweile geht's wieder.
    Ich hatte hier mal zusammengetragen, was man füttern kann und sollte http://forum.zooplus.de/showthread.p...30#post1670630 Grünlippmuschelexrtakt ist gefütterte Hyaluronsäure. Die wird benötigt, um die Knorpelmasse zu stabilisieren. Und das funktioniert tatsächlich - auch bei Bandscheibenpatienten
    Du must viel Geduld haben und dem ganzen Zeit geben, daß sich das Pferd regenerieren kann.

    Wurde denn bei Euch Lahmheit z.B. aus dem Rücken oder Halsbereich ausgeschlossen? Hattest Du mal einen Osteopathen da?

  22. #222
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    Hallo lammi88,

    ich möchte den Nervenschnitt auch unbedingt umgehen und würde sie gerne wieder auf barhuf bringen. Die Eisen hat sie damals nur aufgrund der Hufrollen-Diagnostik bekommen, da man zuerst einen Steg eingebaut hat zur Entlastung der Sehne. Das war der einzige Grund für die Eisen. Jetzt im Winter denke ich, würde ihr die Umstellung schwer fallen, aufgrund des besch.... Paddockbodens. Ich habe Angst, dass ich das damit noch schlimmer mache. Danke für deine Futterempfehlung.
    Hast du mal von Hyaloral gehört als Zusatzfutter? Osteopath war da und meinte, dass ihre Bänder auch zu locker wären und zur Unterstützung habe ich 4 Wochen lang Tendonflex gefüttert.

  23. #223
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    Hallo, ich bin gerade zufällig über diesen Eintrag, der sich ja schon über Jahre aufgebaut hat, gestolpert. lammi88 - zunächst "hut ab" für Deine großartige Hilfe für die "Problemkinder" unter uns. Das ist wirklich großartig. Ich wollte mal fragen, ob Du mir eventuell auch ein paar Fragen beantworten könntest, ich habe seit Oktober letzten Jahres auch die Diagnose "Hufrolle" allerdings bisher ohne Lahmheit beim Reiten, aber doch deutlich stumpferen Gängen (vorallem "frisch aus der Box") und auch Wendeschmerz. Wobei ich mir da bisher einfach nicht sicher bin, ob es wirklich ein Schmerz ist, oder von oben aus dem Rücken kommt. Ein Osteopath, ein Chiropraktiker, 2 TÄ und ein Hufschmied sind so langsam ratlos und haben mir den "Tipp" gegeben "Stell's einfach mal n halbes Jahr weg" - Aber ein 17 jähriges Pferd, welches beim Reiten, laufenlassen etc nicht lahm ist, "wegzustellen", da tue ich mich schwer mit. Vielleicht hast Du Zeit, Dir unsere "Geschichte" mal anzuhören und mir einige weitere Tipps aus der "Kräuterküche" zu geben. Liebe Grüße

  24. #224
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    30.016
    Huch!

    Ulli2012.... sorry, Deinen Beitrag hab ich eben erst gesehen Falls Du noch mitliest, meld Dich bitte nochmal Ist mir durchgerutscht, sorry....

    Cocti: Wenn Du kannst, stell Dein Pferd in einen Offenstall, wo es sich frei 24Std bewegen kann. Ich habe bei meiner Stute festgestellt, daß sie von sich aus mehr läuft, wenn sich wieder eine Entzündung anbahnt. Das geht meist dann 3-4 Tage, dann ist wieder gut. Sie ist dann wie ruhelos. Steht Dein Pferd nun in der Box, kann es das Laufbedürfnis nicht ausleben und die Entzündung nicht verarbeitet werden.
    Vermeide enge Wendungen und zu uneben Böden. Das ist das, was weh tut. Wichtig wäre die Knorpelmasse zu festigen und somit wieder belastbar zu machen. Das nimmt einen großen Teil des Schmerzes.
    Meine Lamour ist nun seit 1 Jahr "ohne alles". Ich hatte ihr zu Silvester etwas Teufelskralle und Ingwer unters Futter gerührt um zu verhindern, daß sie mir eine Schmerzkolik bekommt (rumtoben auf unebenem, hart gefrorenem Boden). Alles gut. Was ich sagen kann: Grünlippmuschel hat definitiv etwas bewirkt. Ihr Strahl war sowas von fest. Das war genial. Sie bekommt eben auch Grünlippmuschel nun schon lange nicht mehr, da sie sehr viele andere Baustellen hat und ich den Magen/Darm nur mit sowenig wie nötig irgendwas belasten möchte. Ihr Strahlhorn ist definitiv weicher und bröseliger geworden, wir hatten dieses Jahr das erste Mal seit 9 Jahren wieder Strahlfäule... Ich werde mal versuchen, ob ich ihr es nicht doch wieder geben kann. Sie läuft momentan schön, immer noch im Schritt leicht passig, aber sie hat eben auch keine Muskulatur mehr. Woher auch - sie wird 27 und ist in Rente Aber immer noch Leitstute und darauf besteht sie auch
    Bei Lamour ist zur Zeit nicht mehr die Hufrolle das Problem, sondern ihre maroden Zähne. Sie kann das Heu nicht mehr ordentlich kauen, die groben Stücke reizen den Darm und ich kämpfe seit 1,5 Jahren mit Kotwasser, teilweise Durchfall und eben auch Gewichtsverlust.... Und diese dumme Nuss weigert sich die Heucobs zu fressen. Damit war nämlich weg... Stuten können sowas von Zicken sein....

  25. #225
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    30.016
    Ich habe hier schon länger nichts mehr geschrieben - weil es nichts wirklich Neues gibt.
    Lamour ist alt und klapprig, läuft aber gut und freut sich des Lebens - mittlerweile ohne jeglichen Futterzusätze, nur noch sehr regelmäßig die Hufe nachstellen und gut.
    Diesen Sonntag wird die schon 28 Wer hätte das jemals gedacht? Meine Maus

    Wer übrigens mal Fotos von ihr sehen will, findet die hier im "Neuanfang" http://forum.zooplus.de/showthread.php?86383-Neuanfang

  26. #226
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    Habe den Thread gestern zufällig gefunden und mich gleich mal registrieren lassen, weil mich das Thema auch sehr interessiert.

    Ich wüsste gerne, was für Erfahrungen ihr mit Knochenzysten im Huf gemacht habt bzw. wie diese überhaupt entstehen?

    Habe unzählige Artikel und Erfahrungsberichte gelesen und kann die leider noch nicht ganz auf einen Nenner bringen.

    Fakt ist, es gibt viele Fälle, in denen sich Zysten wieder vollständig(!) füllen/mineralisieren.

    In einem anderen Forum schreibt eine Userin, dass sie ihrem Pferd Calcitonin gespritzt und zusätzlich ein calciumreiches Mineralfutter gefüttert hat. Nach 3 Monaten (!) war die Zyste auf neuen Röntgenbildern wieder zu 95% gefüllt.

    Dann gibt es noch Berichte, dass eine falsche Hufbearbeitung mit z.B zu langen Eckstreben Zysten verursachen können, da sie -vereinfacht ausgedrückt- in das Horn drücken, somit den Druck erhöhen was dann wiederum zur Folge hat, dass der Knochen sich auflöst (die Zysten sind innen nämlich "hohl").

    Ich würde gerne mehr darüber erfahren (lese auch schon sehr viel in englischen Foren und englische Artikel zu dem Thema) und hoffe mich hier ein bisschen austauschen zu können, nachdem ihr schon viel Input zusammengetragen habt. In vielen (natürlich nicht allen) anderen Foren wird ja doch eher über die konventionelle Behandlung, sprich Eisen etc. diskutiert, aber nicht wodurch diese Veränderungen überhaupt erst entstehen.

    Liebe Grüße

  27. #227
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    Louni!

    Oh, hab Deinen Post eben erst gesehen, sorry!

    Calcitonin hatte ich meiner Maus auch gespritzt, aber ich habe sie nie wieder röntgen lassen, da es mir egal war, was das Röntgenbild sagt. Mir war nur wichtig, wie sie läuft. Und das kann ich auch so sehen http://flexikon.doccheck.com/de/Calcitonin

    Zysten entstehen wohl laut meiner Huforthopädin wirklich oftmals durch falsche Hufbearbeitung - wie so vieles

    Meine mittlerweile 28 jährige Granddame läuft recht gut. Was uns grad eher echte Probleme macht, ist ihr Reizdarm durch die nicht mehr vorhandenen Zähne und daß sie trotzdem Heu futtern will Dann haben wir Durchfall und der wiederum führt eben auch zum Abbau von allen möglichen und unmöglichen Mineralstoffen Man siehts mittlerweile an den Hufen und auch das Immunsystem ist arg in Mitleidenschaft gezogen. Ich kämpfe seit 1 Jahr mit Strahlfäule Aber ansonsten ist die super drauf, tobt rum ist immer noch Cheffin im Ring und besteht auch drauf... Also kämpfen wir weiter, denn von solchen "Kleinigkeiten" lassen wir uns nicht unterkriegen

  28. #228
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    Hey,

    eure Geschichte habe ich hier im Forum schon ein bisschen nachgelesen (also diesen Thread komplett und den zu deinen beiden Pferdchen dann nur überflogen, weil meine Augen schon ganz müde waren, vom vielen Lesen ).

    Worauf führst Du denn den DF bzw. Reizdarm zurück? Darauf dass sie das Futter wegen der fehlenden Zähne nicht mehr so fein zermahlen kann?

    Finde davon abgesehen und vor allem für ihr Alter, sieht sie aber echt super aus.

    Deine HO arbeitet nach Biernat, oder? Strasser hat auch einige interessante Aspekte, wobei ich niemals jemanden an die Hufe lassen würde, der zu radikal arbeitet, aber da scheint (wenn man den Aussagen Glauben schenken darf) ja durchaus ein Umdenken in den letzten Jahren eingesetzt zu haben.
    Weißt Du, wie das mit den Eckstreben bei Biernat und NHC gehandhabt wird? Biernat lässt sie, gaube ich, als tragendes Element stehen bzw. etwas länger, oder?


    Liebe Grüße

  29. #229
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    30.016
    Zitat Zitat von louni Beitrag anzeigen

    Worauf führst Du denn den DF bzw. Reizdarm zurück? Darauf dass sie das Futter wegen der fehlenden Zähne nicht mehr so fein zermahlen kann?

    Finde davon abgesehen und vor allem für ihr Alter, sieht sie aber echt super aus.
    Sie hat auf einer Seite nur noch 2 mahlende Zähne, auf der anderen doch noch 3... mehr isse nich Und dementsprechend sind in ihren Äppeln 3-4cm lange Heustücken... zu lang Aber Madame weigert sich auf Heucobs umzusteigen, besser gesagt - sie verweigert die komplett, sie WILL Heu.. Was soll ich machen? Der Durchfall geht weg, wenn die Dame sich auf Koppel und ihre Pre Alpin Senior Mischung beschränkt. Futtert sie Heu dazu hab ich wieder Kotwasser ohne Ende Und sie nimmt dann eben nicht zu, bzw sogar ab... Viel dünner darf sie nicht werden... mal sehen, wie ich sie jetzt im Sommer auffüttern kann...


    Zitat Zitat von louni Beitrag anzeigen
    Deine HO arbeitet nach Biernat, oder? Strasser hat auch einige interessante Aspekte, wobei ich niemals jemanden an die Hufe lassen würde, der zu radikal arbeitet, aber da scheint (wenn man den Aussagen Glauben schenken darf) ja durchaus ein Umdenken in den letzten Jahren eingesetzt zu haben.
    Weißt Du, wie das mit den Eckstreben bei Biernat und NHC gehandhabt wird? Biernat lässt sie, gaube ich, als tragendes Element stehen bzw. etwas länger, oder?
    Meine HO war von der DHGeV. Ursprung Biernat. Aber sie macht doch noch vieles anders, hält sich nicht an die Vorgaben, weil sie in der Praxis bei ihr anders besser funktionieren. Ist auch nicht mehr bei der DHG gelistet
    Es gibt bei Strasser und bei Biernat gute Hufbearbeiter. Letztlich kommt es auf die Erfahrung derjenigen an und darauf, ob sie mitdenken oder stumpf nach Schule arbeiten. Letzteres funktioniert eben nicht bei allen Pferden. Und ich denke bei NHC wird es ähnlich sein. Da habe ich aber noch keinen Hufbearbeiter gesehen.
    Meine HO kürzt die Eckstreben auch Sohlenniveau, es sei denn, die will die dazu benutzen die Wand weiter rauszuschieben, dann wird die Eckstrebe länger gelassen. Bei mir wuchern die. Ich muß alle 2 WOchen ran und kürzen, sonst überlappen die und Lamour bekommt ein Hufgeschwür. Bei Joschi gehts, da brechen die Eckstreben meist von allein auf Sohlenniveau weg

  30. #230
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    Hallo
    mein Pony (damals gehörte sie noch nicht mir) fing letzes Jahr an im Trab zu lahmen. Sie wurde in die Klinik gebracht und es wurde festgestellt, dass sie ein Loch in der oberflächlichen Beugesehne hat. Danach hieß es erstmal nur Schritt auf hartem Boden. Im Frühjahr diese Jahre wurde die Sehne von einem Tierarzt kontrolliert und es wurde festgestellt, dass die Sehnenverletzung ausgeheilt ist. Danach fingen ihre alten Besitzer wieder an zu reiten (nur Schritt, und ein paar Meter mal im Trab). Jedoch tickte sie immer noch. Nach längerem überlegen verkauften sie sie, da sie sich nicht mehr als Schulpferd eignete. Da sie schon vor der Sehnenverletzung mein Pflegepferd war, kaufte ich sie. Das ticken war auf hartem Boden besser als auf weichem. auf hartem Boden tickte sie im langsameren/ bis mittelschnellen Trab, aber im schnellen Trab nicht. Ich dachte immer, dass sie evtl noch Schmerzen wegen ihrere Sehne hat. Nun lies ich diese Woche noch einmal den Tierarzt kommen, der im Frühjahr schon ihre Sehne kontrolliert hatte. Er diagnostizierte, dass sie lahmt aufgrund Hufrolle/Hufgelenk und höchstwahrscheinlich nicht wegen ihrere Sehne. Er meinte außerdem, dass sie Hufeisen benötigt wegen einer Fehlstellung, da sie ihre Hufe nur einseitig belastet und somit sich der Huf nicht an allen Stellen gleich abnutzt. Eigentlich bin ich kein Freund von Hufeisen, aber gut auskenne tue ich mich auch nicht... Im Moment läuft sie barfuß auf allen 4 Hufen.
    Habt ihr Erfahrungen und Tipps?

  31. #231
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    30.016
    Hi Kathaa!
    Hufeisen brauchen fast 90% der Pferde nicht. Bei Hufrollenpatienten ist das sogar eher kontraproduktiv, da der Hufmechanismus eingeschränkt wird. Bestes Beispiel, daß auch ein Pferd mit massisten Fehlstellungen keine Eisen braucht, ist ein Wallach, der bis im Frühjahr bei uns gestanden hat. Als ich in 2007 kennen lernte, waren seine Hufe echt gruselig gestellt. Er hat massive X- und O-Beine, kein Bein grade. War zu der Zeit ca. 10 Jahre alt und die Schmiede hatten dem Eisen verpaßt...Erfolg war: der arme Kerl trabte oder galoppierte an und lag auf der Nase. Die Hufe waren einfach falsch gestellt, der fiel über seine eigenen Hufe.
    Meine Huforthopädin hat dem damals als erstes die Eisen abgenommen, ihn richtig gestellt (bzw auf eine später mal korrekte Hufstellung hin bearbeitet) und er lief! Im schönsten Trab über die Koppel ohne hinzuknallen. Das ist so geblieben. Er läuft sich immer noch außen schneller ab als innen, das muß die Besitzerin halt nachbearbeiten und der Huforthopäde eben öfter kommen und ihn wieder komplett zu stellen. Das Hufwachstum paßt sich dem Abrieb an und der Huf selbst wird härter. Das dauert etwas (ca. 1 Jahr), aber dann kann das Pferd ganz normal geritten werden. Und der große hat wirklich SEHR schiefe Beine.... Haben die Züchter schon als Fohlen nicht aufgepaßt gehabt

    Suche Dir einen Huforthopäden der gute Bewertungen hat. Besser niemanden nach Strasser, da die für Hufrollenpatienten zu flach stellen. Biernat oder NHC oder auch DHGeV. Damit solltest Du gut fahren.
    Im übrigens haben sehr viele Pferde Hufrollendeformierungen und lahmen nicht Die wenigstens Tierärzte wissen da wirklich Bescheid und machen unsinnigen Quatsch wie z.B. Nervenschnitt, der nun wirklich komplett überholt ist....

  32. #232
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    30.016
    Tja, lange habe ich hier nicht mehr geschrieben.
    2007 war die Diagnose, am 24.4.2018 ist meine Lamour nun stolze 30 Jahre alt geworden. Sie ist altergemäß langsam, tobt aber immer noch gern mit den anderen auf der Koppel - auch tiefer gelegt wie früher Lahmen nur noch sehr selten, wenn sie es komplett übertrieben hat. Ansonsten genießt sie ihr Leben und auch die Party, die ich letztes Wochenende für sie zu ihren Geburtstag gegeben habe. Meine Grand Dame

    Ich denke, Lamour ist ein gutes Beispiel, daß auch Pferde mit massiven Hufrollenbefunden ein gutes und schönes Leben haben können, wenn man als Besitzer auf ihre Bedürfnisse eingeht und ihnen Zeit gibt, die Entzündung auszuheilen.
    Gebt Euren Pferden die Zeit - sie sind es wert und geben SO viel zurück

    Lamour an ihrem 30. Geburtstag




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