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Thema: ... andere Hunde! Juchuh!

  1. #1
    bohrertöter Guest

    Exclamation ... andere Hunde! Juchuh!

    Hallo
    Bin neu hier und hab auch gleich zwei ganz wichtige Fragen, und zwar:

    A)
    Ich habe eine 12 Monate alte Dogge - Irish Setter Hündin. Leinenführigkeit klappt eigentlich ziemlich gut und jetzt kommt auch gleich mein problem. Wenn sie einen anderen Hund sieht, aber dann geht sie los wie eine Rakete. Da wird gesprungen, sich auf den Boden gelegt, rangepirscht und wieder gesprungen. Sie ist eine total verspielte und hat zollt anderen Hunden überhaupt keinen Respekt. Sie stützt auf die Hund los und überrumpelt sie total. Wurde deshalb auch schon 2x zurechtgebissen und sie hat trotzdem noch nix kapiert! Wie soll ich mich in der Situation verhalten, ablenken mit leckerlie funktioniert überhaupt nicht.... nervt ganzschön , man kann nich normal gassi gehen.

    B)

    Ist auch ganz schlimm wenn sie ohne leine geht. Sobald sie einen anderen Hund entdeckt und er in 150m umkrei entfernung ist, wird hingerannt. Da kann ich rufen, pfeifen, schimpfen, klatschen ... nix passiert. Das finde ich sehr frech, sobald das passiert dreh ich mich um und renne in die entgegengesetzte richtung, das funktioniert auch ziemlich gut. Zumindest kommt sie dann in 3-4 minuten wieder zurück, dann wird sie natürlich total gelobt. Man merkt aber nicht das sie daraus lernt und nicht wegrennen darf.

    Ich bin schon auf eure antworten gespannt. Grüße!

  2. #2
    Pessoa Guest
    Halllo,
    deine Hündin ist nicht frech. Sie ist noch nicht ausgewachsen, entsprechend verspielt und neugierig. Sie will dich nicht ärgern. Sie verhält sich so, weil sie noch nicht gelernt hat, dass du diejenige bist, die das Sagen hat und darüber entscheidest wie der Spaziergang und die zugehörigen Highlights gestaltet werden. Noch ist ihr alles drumherum viel wichtiger als du. Ich habe mit meinem Hund genau das Gleiche erlebt. Es ist frustrierend und man fühlt sich erbärmlich hilflos, wenn Hundi mal wieder davongeschossen ist auf eigene Faust. Schreien und Hampelmann spielen hat bei mir nichts genutzt. Das spornt den Hund noch an. Ich arbeite mit der Schleppleine. Damit gebe ich dem Hund einen begrenzten Spielraum von 5-10 Metern. Er kann lernen auf mich zu achten und sich stärker an das andere Ende der Leine zu orientieren. Vielleicht kannst du dir das von erfahrenen Hundehaltern/Trainern zeigen lassen. Sehen und selbermachen sind da viel besser als alle Theorie. Wichtig ist Lob zum richtigen Zeitpunkt, Geduld und nochmals Geduld.

    Viel Erfolg und beste Grüße

  3. #3
    alra Guest
    In der Pubertät sind Junghunde psychisch instabil.
    Die Zeit in der Pubertät, je nach Rasse zwischen dem 7. und 12. Monat
    nennt man auch ,,sensible Phase. Zahlreiche Hunde entwickeln in dieser Zeit Phobien, Ängstlichkeit o.ä.
    Bereits geringfügige unangenehme Erfahrungen führen zu einer Sensibilisierung, die sich bis zur richtigen Störung entwickeln kann.
    Auch das Einordnen in eine Rangordnung ist in dieser Zeit von Bedeutung.

    Die testen jetzt voll ihre Grenzen aus; sind halt pubertäre Jugendliche.
    Die benehmen sich so, als ob sie noch niemals nicht irgendwas gelernt hätten.
    Da darf man nicht verzweifeln, die meinen es ja nicht bös

    Die Schleppleine ist schon mal eine gute Idee.
    Das wird aber nur ein Stück vom Ganzen Programm sein.
    Dein Hund braucht eine richtige Aufgabe - Du stellst sie und er muß sich auf Dich konzentrieren, um sie zu lösen.
    Mit Sicherheit tun Euch mal ein paar Stunden Hundeschule gut oder Gruppenarbeit im Hundesportverein.
    Da wird es beiden leichter gemacht, sich aufeinander zu konzentrieren- da gibt es nämlich konkrete Anweisungen und feste Regeln.

    Haste keine "unwiderstehlichen" Leckerchen? Ich hab da z.B. Käse oder auch kleingeschnittene Wiener. Die meisten Hunde sind damit bestechlich.

    Mit dem an der Leine reißen mußt Du natürlich richtig aufpassen - das ist ja sicher keine Kleine; hört sich eher nach Kraftpaket an.
    Die zieht Dich doch bestimmt locker von den Füßen ?

    Da würd ich als erstes zum besseren Handling schon mal ein Geschirr empfehlen. Es hat sich gezeigt, dass durch Halsbänder bzw. den über sie auf den Hals einwirkenden Leinenruck erhebliche Verletzungen im Kehlkopf- und Halswirbelsäulenbereich entstehen können!

    VlG

  4. #4
    Kokosch Guest
    Ichh abe damals mit meinem 10-monatigen auch mit der Schleppleine gearbeitet. Das war sehr gut und er hat auch schnell kapiert, dass ich diejenige bin, die entscheidet, ob er mit anderen spielen darf oder nciht. Mir aht das "sitz" auf Entfernung geholfen. Das war leichter für meinen Hund, weil er dann den anderen weiter beobachten konnte.

    beigebracht hat mir das eine hundetrainerin: Sitz normal üben wenn der Hund neben Dir steht, danna uch 1m entfernung und immer mit einem Handzeichen verbunden. Bei mir ist das die Hand nach oben nehmen, gut sichtbar für den Hund und Sitz sagen. Wenn er das nicht macht so lange vor ihn stellen bis er es macht und dann leckerli geben. Bei der Entfernung ebenso. Wenn er es nicht macht mit einem strengen "hey" darauf hinweisen und wenn er es immer noch nicht macht mit schnellen Schritten auf ihn zu und vor ihm aufbauen, wenn er dann sitz macht leckerlie. so haben wir das wochenlang geübt bis er in 20 m entfernung bei befehl sitz macht. das mit dem handzeichen hilft meinem übrigend sehr und wenn es mal laut sein sollte, macht er es auch ohne meinen wörtlichen befehl.

    die trainerin hatte damals auch immer ihren hund dabei, so dass ich das in "live" üben konnte. Vielleicht fragst du mal jemanden, den du kennst oder mit dem man sich beim spazieregehen näher unterhält...vielleicht kann man ja gemeinsam üben.

  5. #5
    alra Guest
    die Handzeichen sind echt "Gold wert"

    ich mach das mit meinen Hunden schon immer und gleich von Anfang an.
    Dann ist es auch relativ einfach(er), z.B. das SITZ aus der Entfernung hinzubekommen.
    Der Hund weiß dann ja schon, was er tun soll.
    Es ist nur noch ungewohnt, weiter weg zu sein.

    Und wenn man da einmal dabei ist - gleich noch die Hundepfeife dazunehmen!
    Das bringt dann richtig was - vor allem im Gelände und ohne Sichtkontakt.

    Den Zusammenhang begreifen die Hunde viel schneller, als wir es uns vorstellen können.
    Ich hab ja meine Große, 5J., mit Rettungshundeausbildung.
    Die macht das alles perfekt.
    Wie schnell die aber lernen, das sehe ich an meinem Kleinen (15Wo).
    Die Sicht- und Hörzeichen SITZ und PLATZ hat er schon gut drauf.
    Und wenn ich nach meiner Großen pfeife, dann ist der Kleine fast schon schneller da

    VlG

  6. #6
    Ari Guest
    Unser 6 Monate alter Dalmi verhielt/verhält sich ähnlich aber nicht so extrem. Wir waren vor einiger Zeit kurz davor mit der Schleppleine anzufangen. Allerdings haben wir uns dann entschlossen es erst anders zu probieren, da wir uns mit dem richtigen Umgang einer Schleppleine nicht auskennen. Ich bin der Meinung, dass man mit der Schleppleine nur arbeiten sollte, wenn man wirklich weiß wie oder sich professionelle Hilfe sucht, die einem das erklärt. Hat man sich es mit der Schleppleine versaut, dann hat man irgendwie nichts mehr zum draufpacken.
    Wir haben es dann so probiert. Sobald wir in gewisser Entfernung eine anderen Hund gesehen haben, haben wir unseren Hund zu uns gerufen, teilweise angeleint und beschäftigt. Meist mit Gehorsamübungen (Sitzen mit Blickkontak, ein paar Schrite bei Fuß gehen mit Richtungswechsel – möglichst mit Blickkontak und wieder Sitz oder Platz im schnellen Wechsel) aber auch Spielzeug. Mir war wichtig, dass er immer Blickkontakt zu mir hat und sich nicht auf den anderen näher kommenden Hund fixiert.Dazu habe ich auch Leckerchen eingesetzt.
    Insgesamt habe ich versucht mehr Abwechslung in die Spaziergänge zu bringen, damit ich interessant bin. Wenn ich mich bemerkbar mache, könnte was spannendes passieren. Das kann alles mögliche sein. Ein Apportierspiel, ein Suchspiel, Versteckspiel, Zerrspiel, Agility-ähnliche Übungen.
    Das hat bei unserem Hund ziemlich gut geklappt. Ein scharfes "nein" hat seine Wirkung im Übrigen auch nicht verfehlt, wenn er schon wieder auf dem Sprung war.
    Wir müssen uns aber immer wieder selber am Riemen reißen, denn wenn es eine Zeit lang gut klappt, wird man wieder nachlässig und der Hund spürt das. Man ist da selber ziemlich gefordert eine Spaziergang Abwechslungsreich zu gestalten.

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