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Thema: Rangordnungsproblem??

  1. #1
    Taischa1 Guest

    Rangordnungsproblem??

    Ich hab mal ne Frage an euch, was bezeichnet ihr eigentlich als Rangordnungsproblem?? Also für mich ist das z.B.wenn der Hund auf dem Sofa sitzt, ich möchte mich dahinsetzen und er fängt an zu knurren, das ist für mich ein Rangordungsproblem. Sind andere Sachen, damit mein ich Rüdenaggression auch ein Rangordnungsproblem? Doch eigentlich nicht, oder??
    Danke

  2. #2
    billymoppel Guest
    hallo taischa,

    soll die frage lauten: "hilfe, mein rüde verhält sich aggressiv zu anderen, wer hat schuld? ich oder er oder beide?"?

    gruß
    bettina, grübel

  3. #3
    Rüsselterriene Guest
    "Rangordnungsprobleme" sind alle innerartlichen "Schwierigkeiten" die zwischen konkurrenzähnlichen Hunden eines Rudels auftreten.

    Meine Definition.

    Beispiel: Intaktes Hundemädchen X unterdrückt Läufigkeit des intakten Hundemädchens Y, um alle vorhandenen paarungsbereiten Rüden für die optimale Vermehrungsrate für sich bereitstehen zu haben.
    R.O.Problem, was sich z.B. ergibt: Erhöhte Aggressionen zwischen den Hündinnen X und Y.

    Anke *Theorie is geil*

  4. #4
    Taischa1 Guest

    Lightbulb

    Muß ich mir denn als Besitzer auch Sorgen machen, wenn mein Rüde sich mit anderen Rüden zoffen will?? Das hat ja dann nichts mit dem Rudel " Mensch und Hund " zutun, oder?? Sollte ich selber mein Verhalten überdenken, wenn er, der Hund aggressiv gegenüber anderen Rüden reagiert, denn ich bin doch der Rudelführer??

  5. #5
    billymoppel Guest
    hallo taischa,

    als rudelführer müsstest du teil eines hundehunderudels sein, das bist du als mensch definitiv nicht und wirst es niemals sein. sie dich als gesellschafter, symbiont deines hundes. vielleicht auch gott und götze.
    aber davon abgesehen: natürlich es möglich, dass ausschließlich dein hund ein problem hat, genauso möglich ist es, dass du dich in entsprechenden situationen falsch verhälst. von hier aus läßt sich das wohl kaum sagen. und was heißt aggressiv? mit oder ohne leine?
    im übrigen, meinen rüden - noch immer unbestrittener rudelührer - interessiert es einen sch...., wenn seine mädels sich kloppen. noch interessiert es ihn brennend, wenn eine von ihnen meint, ein fremde hündin anmachen zu wollen. ihr bier.

  6. #6
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    Hallo Taischa,
    was heisst "Sorgen machen"?
    Ein gewisses Aggressionspotential bei einem Rüden oder einer Hündin finde ich "normal". Je nach Alter und Charakter des Hundes ist es stärker oder weniger stark ausgeprägt . Problematisch wird es dann, wenn mein Hund dann nicht mehr zu beeinflussen ist, auf JEDEN Hund los gehen will, IMMER an der Leine "drauf" will usw.
    Auf jeden Fall sollte der Hundehalter sein Verhalten reflektieren! Oft sind Leinenpöbler hausgemacht : typisch ist z.B. ein fremder Hund taucht auf und ich nehm die Leine schon mal kurz und versuche meinen Hund verbal zu beruhigen "ist ja gut, der tut dir nichts, alles ist feini".
    Das ist meiner Meinung eher ein Missverständis in der Kommunikation Mensch - Hund.
    Rudelführer sein zu wollen macht nur Kopfkrämpfe. Ich bin lieber ein ruhiger und souveräner Teamleiter und Sicherheitsbeauftragter.

    Hast du ein Aggressionsproblem mit deinem Rüden? Dann beschreib doch mal genauer, wie das aussieht.

    lg tina

  7. #7
    Taischa1 Guest

    Exclamation

    Es stimmt, ich hab ein Aggressionsproblem mit meinem Rüden. Ich versuch es mal zu beschreiben: Er hat recht häufig mit Rüden ein Problem,aber es läßt sich leider nicht immer pauschalisieren. Wenn er an der Leine ist und einen anderen Hund erblickt, macht er Theater, damit mein ich, er fängt an zu knurren , heftig an zu ziehen und wenn, was ja verkehrt ist, ups eine zeitlang wußte ich es nicht besser sorry, ihn losmache, stürmt und stürzt er sich sofort auf den Hund. In den meisten Fällen geht es gut, so in etwa kann ich es natürlich abschätzen bei welchen Hunden es gutgeht und bei welchen ich lieber das Weite suchen sollte, weil die selber ein Aggressionsproblem haben. Worum es jetzt eigentllich geht ist, das mir letztens ein Besitzer einer lieben Hündin gesagt hat, ich hätte mit meinem Rüden ein Rangordnungsproblem, was ich eigentlich nicht so sehr....
    Lieben Gruß
    Taischa

  8. #8
    Rüsselterriene Guest
    Hi Taischa (?),
    Worum es jetzt eigentllich geht ist, das mir letztens ein Besitzer einer lieben Hündin gesagt hat, ich hätte mit meinem Rüden ein Rangordnungsproblem, was ich eigentlich
    DAS kannst du getrost in den Wind schlagen.
    Recht häufig ein Problem mit seinem Rüden bzgl. Rüden zu haben, bedeutet "sicherstenfalls" eine Unsicherheit seitens des Rüden. Such dir ausgewählte, ruhige und souveräne "Kumpel" und geniesse das Leben. (er MUSS nicht alle "toll" finden)

    Nebeneffekt dieser scheinbaren Nichts-Tuerei: Er lernt: Er muss nicht mit jedem "klarkommen" und sich dementsprechend nicht für jeden ins Zeug legen.

    Bleib gelassen,

    Anke

  9. #9
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    686
    Hallo Taischa,
    wie gesagt, Leinenpöbeln ist oft ein erlerntes Verhalten. Es entspringt häufig aus einer Unsicherheit, wird vom Menschen verstärkt und wird zu einem Ritual.
    Ein Klassiker der Missverständnisse zwischen Mensch und Hund.
    Mit Rangordnung hat das nichts zu tun.
    Einerseits würde ich an der Frusttrationstoleranz des Hundes arbeiten, damit er es einfach mal aushält, wenn da nun ein fremder Rüde erscheint.
    Dann würde ich überlegen, ob und wie ich die Konzentration des Hundes wieder auf mich lenken kann - bei dem einen reicht es auf das locker an der Leine gehen zu bestehen.
    Ist dieses Verhalten schon etabliert, würde ich es unterbrechen um Platz für ein neues Verhalten zu schaffen.

    lg tina

  10. #10
    Kokosch Guest
    hmmm könnt ihr das erlernte aggressive Verhalten an der Leine erklären. Washat man dann falsch gemacht und wie kommt man das "umlernen"?

    LG
    Nicole

  11. #11
    billymoppel Guest
    DIE ursache für leinenanggression gibt es sicher nicht. zum einen ist die leine ein pima stimmungsüberträger, zum anderen wird sie gern (und falsch) als korrekturmittel eingesetzt - bevor ein kommando gegeben wird, schleift man hund lieber vorbei.
    zum anderen, das sollte man nicht unterschätzen, eignet sich nichts so zum pöbeln wie die leine. es ist völlig ungefährlich einen ebenfalls angeleinten hund anzumachen. da kann man richtig schön die sau raus lassen jeder hund weiß das. eine selbstbelohnende handlung sozusagen.
    genauso wenig gibt es DEN weg von der leinenaggression: wichtig ist der entspannte halter (einfach gesagt, oder?) genauso wichtig ist der wohlerzogene hund, der sicher auf hand- und hörzeichen und die körpersprache am anderen ende der leine reagiert, der versteht (!), was von ihm erwartet wird und was nicht.
    auch nicht unerheblich: je sicher der hund im umgang mit artgenossen, ja in seiner person überhaupt, desto weniger nötig hat er die bestätigung durch solches verhalten. ich bin der überzeugung, dass ausgesprochene leinenpöbler immer auch ein problem mit dem selbstbewußtsein haben, dass sie keine souveränen hunde sind.
    dann mag es auch die hunde geben, die halt einfach beim anblick eines artgenossen in eine derartige aufregung verfallen, dass sie sie nicht anders kanalisieren können. (typ dauerkläffer) hier sollte und muss man dem hund ein anderes ventil schaffen.
    die liste läßt sich sicher fortsetzen...

  12. #12
    Taischa1 Guest
    Danke für die vielen Antworten.
    Manche Wörter wie Rangordnung oder Dominanzproblem benutzen viele gerne für zu vieles.??:?
    Viele Grüße

  13. #13
    Kathrin F. Guest
    Hallo Taischa,

    Ich schildere Dir nun mal mein Problem mit Robin. Der ist nämlich ein super lieber, sensibler Hund. Nun hat er sich in Spanien auf der Straße und im Groß-Zwinger im Tierheim angwöhnt andere Rüden anzurempeln. Und zwar rein prophylaktisch, damit der andere so beeindruckt ist und ihm nichts mehr tut (mit der Hundetrainerin ausgetestet).

    Leider sind die wenigsten Rüden so souverän, daß sie so ein Verhalten ohne Konsequenzen über sich ergehen lassen - kann ich auch verstehen .

    Also bringe ich Robin bei, daß ich ihm sehr gut die anderen Rüden vom Leib halten kann und er sich nicht mehr damit auseinandersetzen muß.
    Das läuft dann so ab, daß ich ihn zu mir rufe (das muß natürlich klappen, aber er ist meistens eh an der Flexi-Leine) und dann nehme ich ihn kurz und bringe mich zwischen ihn und den anderen Rüden. Das sieht zwar ziemlich dämlich aus, vor allem wenn das dann zu einer Kreiselbewegung führt, weil der andere Rüde ja unbedingt an Robin schnüffeln will , aber so nehme ich auch das Tempo heraus (wenn der andere Rüde z.B. auf uns zu galoppiert oder so). Meistens ist der andere Rüde so irritiert, daß er schnell von uns abläßt (den anderen Besitzer hat es natürlich nicht interessiert, was sein Hund so treibt und ob mein Robin ein Problem mit ihm hat , aber das bin ich ja schon gewohnt).

    Erste Erfolge gibt's auch schon. Robin bellt die anderen Rüden schon wesentlich seltener an und wirkt insgesamt ruhiger.

    Wenn mir ein anderer Rüde auf einer engen Allee entegen kommt, nehme ich auch oft einen anderen Weg, um die Konfrontation und für Robin Streß zu vermeiden - Robin weiß es zu schätzen und bekommt allmählich Vertrauen in meine Urteilsfähigkeit (was das eigentlich Ziel ist) .

    Hmm, ob Dir das hilft, weiß ich jetzt auch nicht sooo genau , aber vielleicht ja doch.

    Liebe Grüße
    Kathrin

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