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Thema: Blinder 8-monatiger Hund ist agressiv

  1. #1
    Hexilinia Guest

    Blinder 8-monatiger Hund ist agressiv

    Ich bin heute zum 1. Mal hier und hätte gerne einen Ratschlag für folgendes Problem. Ich habe seit ca. 3 Wochen einen Havanesermischling (Rüde) aus Teneriffa aufgenommen, der durch eine Schussverletzung vollständig blind ist. An sich hat er sich bei mir sehr gut eingelebt und versteht sich auch mit meiner Hündin sehr gut. Leider ist er sehr agressiv gegenüber fremden Menschen. Er knurrt sie an und schnappt (beisst )auch zu. Mir gegenüber ist er sehr lieb. Wie kann ich ihm das abgewöhnen?
    Vielen Dank im voraus
    Jutta

  2. #2
    Registriert seit
    03.07.2002
    Ort
    München
    Beiträge
    688

    Lightbulb Angst vor Fremden

    Hallo Hexilinia,

    ich habe auch einen Havaneser Rüden 5 Monate und der
    ist sehr scheu vor Fremden läßt sich nicht anfassen und
    wechselt schon mal die Strassenseite fals ihm die Person
    ungewöhnlich aussieht (stark humpelt, angetruncken oder
    große Taschen trägt) oder bleibt auch mal stehen und schaut
    den Leuten hinterher und was er auch absolut nicht mag
    wenn fremde Personen hinter uns her gehen dan bleibt er
    stehen bis sie vorbei sind.
    Zu Deinem Hund da er ja blind geworden ist ist er noch
    vorsichtiger und ängstlich gegenüber Fremden.
    Beim spazieren gehen gib Deinem Hund jedes mal ein
    Leckerli sobald er keine Angstreaktion auf die Person zeigt
    wenn er knurrt oder schnapt ignoriere ihn auch wenn es
    schwer ist den durch schmipfen bekommt er eine zusätzliche
    Bestärkung in seinem Verhalten.
    Ich hoffe ich konnte Dir helfen.

    Viele Grüße
    von Astrid und Leo

  3. #3
    Virgilswelt Guest
    Hallo,

    ich denke in erster Linie könnte es an seiner Blindheit liegen. Wahrscheinlich ist er unsicher und ängstlich (er weiß ja nicht was auf ihn zukommt). Wenn es wirklich ein Havanesermischling ist kommen vielleicht auch noch ein paar rasseeigene Eigenschaften dazu. Ein Havaneser ist ein lieber, freundlicher, kleiner Hund, der sich sehr eng an seine Bezugsperson bindet. Aber er ist vorsichtig gegenüber fremden Menschen. Außerdem weißt du ja nicht welche Erfahrungen er machen mußte bevor er zu dir kam.

    Ich denke du solltest ihn ganz langsam an fremde Menschen heranführen. Also nicht zum Kontakt zwingen. Aber auch die Leute müssen lernen, daß sie einen Hund, so niedlich er auch ist , nicht einfach so anfassen können. Knurren und schnappen solltest du aber dennoch nicht dulden, und ihn dann mit einen scharfen Nein zurechtweisen. Du wirst aber viel Geduld und Konsequenz dabei brauchen. Ich kenne eine Schäferhündin, die sehr ängstlich war, als sie gefunden wurde. Mitlerweile hat sie sich zu einem ganz tollen Hund entwickelt. Aber vor Männer hat sie immer noch Angst. Sie kennt diese von Anfang an, aber anfassen lassen möchte sie sich von ihnen nicht. Bei uns Frauen sieht das total anders aus (ist ne Schmusebacke). ich will damit sagen, es kann sein, daß er immer mißtrauisch gegenüber Fremden bleiben wird.

    Sicher wird dir eine gute Hundeschule bei deinem Problem weiterhelfen. Ich wünsche Dir noch viel Spaß mit dem Kleinen.

  4. #4
    sunshine Guest

    Lightbulb

    Hallo

    ich kann mir vorstellen daß das Verhalten deines Wuffis manchmal ein ganz schönes "Problem" darstellt. Ich kenne mich zwar mit dieser Rasse nicht so aus, aber ich denke das ich dir zumindest einen kleinen Tipp geben kann.

    Da ich annehme, daß dein Wuffi das mit dem knurren und schnappen auch macht wenn ihr mal nicht "so vertrauten" Besuch bekommt - würde in einem solchen Fall vorschlagen, daß du und euer Besuch den Hund einfach vollkommen ignoriert, das heißt nicht ansprechen oder in jeglicher Form Kontakt aufnehmen. Neue Leute stellen für euren Hund wahrscheinlich sehr viel Stress dar, daher gebt ihm Zeit zu merken das das nichts schlimmes ist. Wenn er merkt das von ihnen keine Gefahr ausgeht wird er von selbst kommen und vielleicht nach einer gewissen Zeit sich auch anfassen lassen. Bis dahin versucht in jeder Situation, bei jeder Begegnung mit Fremden diese einfach zu ignorieren (auch gefhlsmäßig, denn euer Hund spürt verstärkt euer Reaktionen weil er ja blind ist, da reicht schon ein kleines Rucken an der Leine oder ein verändern eurer gangart oder richtung - weil ihr vielleicht denkt - "mist da kommt schon wieder jemand"). Ihr müßt ihm das Vertrauen wieder lernen.

    Ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen.

    Liebe Grüße
    Chris

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