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Thema: Unser Hund hört draussen nicht auf uns

  1. #1
    janxt Guest

    Question Unser Hund hört draussen nicht auf uns

    Wir haben unseren Hund jetzt seit ca. einem Monat!
    Es ist ein Labradormischling und er ist jetzt ca.16 Wochen alt.
    Es läuft eigentlich ganz gut mit ihm,nur haben wir ein großes Problem.
    In der Wohnung hört er mittlerweile sehr gut,wenn man ihn ruft.
    Nur draussen reagiert er überhaupt nicht,wenn man ruft.
    Wir haben leider keinen Garten,in dem wir üben können.
    Deshalb versuchen wir es immer am See. Dort sind wir aber Luft für ihn. Er beachtet uns garnicht.
    Er guckt nicht mal,wenn man ruft.
    Jedesmal muss man hinter ihm herrennen und ihn "einfangen"!
    Kann mir jemand Tips geben.
    Meine letzte Idee ist eine Hundeschule.
    Das ist aber eine schwere Entscheidung,da ich Auszubildender bin und mich das finanziell sehr trifft!
    Gibt es andere Möglichkeiten,wie er lernt,dass er auch draussen auf uns hört?

  2. #2
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    Hund hört nicht

    Hi,
    natürlich ist Dein Hund noch jung, doch Du musst Dich - und das wirst Du auch in den bereits vielen Tipps/Beiträgen der Vergangenheit nachlesenkönnen - interessant machen. Spring in die Luft, Kugel dich auf dem Boden (jetzt wo es warm ist ist es ja angenehmer als im Winter, hi, hi), verstecke Dich (Dein Hund wird sicher nach Dir schauen). Wenn er kommt immer loben. Kommt er beim Spazierengehen nicht, wenn Du ihn rufst, bringe ihm das Wort "und Tschüß" oder so bei. Das mache ich momentan (seit erst 4 Tagen) bei meinem Cocker so. Der ist zwar "schon" ein Jahr, aber das funktioniert. Vieles ist aber auch durch die Schleppleine besser geworden - viel, viel besser- aber da Dein Hund noch so jung ist, weiß ich nicht, ob die Schleppleine da überhaupt schon sein muss. Auf jeden Fall musst Du Dich immer riesig freuen, wenn Hundi kommt. Nicht nur kurz über den Rücken tätscheln. Spiel mit ihm, knuddel ihn, Leckerle geben! Man braucht viel, viel Geduld, gute Nerven, aber es ist wirklich so (auch wenn man es niiiieeeee glauben will!) es wird auch besser. Mit den Worten "und tschüß" habe ich super Erfahrung gemacht. Mein Hundi weiß nämlich, dass ich nicht nur mit dem Abhauen drohe, sondern es tue. Ich renne grundsätzlich in die andere Richtung und ich kann sagen, dass sie bis jetzt immer (!) innerhalb ein, bis zwei Sekunden angeflogen kam! Auch, wenn Vögel in der Ferne waren, die sie doch so gerne gejagt hätte, oder wenn was furchtbar lecker riecht. Ich sage "tschüß" und düse in die andere Richtung ab! Also ich bin selbst überrascht darüber!
    Viel Spaß noch mit Deinem neuen Freund!

  3. #3
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    Hab noch was vergessen

    Nicht hinter Deinem Hund herrennen. Das findet er klasse, aber deshalb kommt er nicht zu Dir! Und wegen der Hundeschule: Im Hundesportverein kommt man meist viel billiger weg (wir zahlten ca. 100 DM im Jahr!) und die sind oft nicht schlechter als "richtige" Hundeschulen. Schau mal in Deiner Gegend und vor allem: Schau sie Dir vorher mal an. Meist kann man 2 - 3 Probestunden mitmachen (kostenlos!). Eine Hundeschule/Hundeverein ist sehr, sehr sinnvoll. Allein schon, wegen des Hundekontakts. Die Hunde gehen (ich gehe von unserem aus) mehr als gerne hin, denn dort wird halt nicht nur geübt, sondern auch viel mit den Artgenossen getobt!

  4. #4
    Chris62 Guest

    hundeschule

    hallo!
    ich würde dir in jedem fall eine hundeschule bzw einen hundeverein empfehlen. mit 16 wochen würde er in die junghundgruppe kommen- was sehr wichtig für seine entwicklung wäre. außerdem lernst auch du richtig mit deinem hund zu arbeiten. denn das wichtigste auf der welt solltest DU für deinen hund sein bzw. werden. ein verein kostet nicht die welt ( jahresbeitrag) im gegensatz zu einer HS.
    was dein momentanes problem angeht, versuche erst in der wohnung ohne ablenkung zu üben. nimm ein schönes leckerlie oder sein lieblingsspielzeug und jedesmal wenn du ihn rufst und er kommt, wird er ausgibig gelobt und bekommt ein leckie oder zur belohnung ein spiel. später dann, wenn dein hund die übung zuverlässig ausführt, kannst du draußen üben, auch erst ohne ablenkung. zeig ihm, dass du was tolles in deiner tasche hast bevor ihr losgeht. rufe ihn ab und zu zu dir ran und belohne ihn ausgibig. rufe ihn aber nur, wenn du dir sicher bist, das er nicht allzu agelenkt ist und auf keinen fall solltest du deinem hund hinterherlaufen. geh lieber in die andere richtung oder versteck dich. er lernt dann auf dich zu achten und nicht etwa erfolgreich deine befehle nicht zu befolgen.
    versuchs einfach mal.
    gruß gaby

  5. #5
    doggie Guest
    Du lässt Deinen Hund bereits nach vier Wochen freilaufen, obwohl er nicht kommt wenn Du rufst? Das verwundert mich jetzt etwas, ehrlich gesagt. Wir haben unsere Hündin auch noch nicht lange, aber auch wenn unsere viele Hundehalter doof darauf ansprechen, ich würde sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht freilaufen lassen. Wir haben eine 10m Schleppleine, die wir teilweise benutzen und mittels der wir das Kommen üben (sonst 2m Leine, aber auch daran kann man es ja üben).

  6. #6
    Chris62 Guest

    @ doggie

    wieso lässt du deinen hund nicht frei laufen, hast du angst dass er wegläuft oder hat es einen anderen grund?
    gruß gaby

  7. #7
    doggie Guest
    Weil wir sie, wie gesagt, noch nicht lange haben. Außerdem hat sie einen starken Jagdtrieb und eins unserer Spaziergehgebiete liegt an einem See in dem ziemlich viele Enten wohnen. Und nicht zuletzt sind Radfahrer und Inline-Skater sehr interessant und von denen gibt es dort auch ohne Ende.
    Es gibt unzählige Hundehalter die mich verständnislos darauf ansprechen, aber da frage ich mich dann schon was in deren Kopf eigentlich vor sich geht. Der Hund ist seit nicht mal 5 Wochen bei uns und kann in der kurzen zeit natürlich nicht die völlige Bindung zu uns aufgebaut haben. Ich habe jedenfalls keine lust mich in die Riege derer einzureihen die dann im Spaziergehareal an die Bäume Suchmeldungen pinnen müssen.

  8. #8
    Chris62 Guest

    @ doggie

    ok.habe eben in einem anderen beitrag gelesen, dass dein hund schon 14 monate alt ist. dann wird mir natürlich einiges klar. aber einen 16 wochen alten junghund sollte man getrost auch ohne leine laufen lassen, schon allein um seinen enormen bewegungsdrang zu befriedigen. außerdem geht ein junger hund der nicht wegen jeder kleinigkeit angeleint wird auch später mit joggern, skatern ect. viel natürlicher um.
    die erfahrung hab ich zumindest gemacht und beobachte es auch immerwieder. voraussetzung ist natürlich, dass der hund die "kommübung" halbwegs beherrscht. deswegen hab ich ja auch geschrieben" erst ohne jegliche ablenkung üben". ein hund von 16 wochen entfernt sich auch nicht allzuweit von seinem besitzer. deswegen auch der tipp mit dem richtungswechsel oder dem versteckspiel.
    gruß gaby

  9. #9
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    792
    Hallo janxt!

    Den meisten Tipps von Gaby und Daggi kann ich mich anschließen - nur das mit der Hundeschule/ dem Hundeverein... Ich habe hier einige Kurse "beschnuppert", aber keinen gefunden, der mir zusagte. (Mit vier Monaten, nach dem Welpentreff, sollte mein Hundchen im Junghundekurs "sitz" und "platz" usw. lernen, aber das konnte es alles schon. Muss ich dafür Geld bezahlen? Oder für einen Trainer, der mit Leinenruck arbeitet und duldet, dass seine KundInnen ihre Vierbeiner anbrüllen? Das kann ich auch alleine! - Was ich sagen will: Es gibt wirklich auch schlechte; man muss also nicht
    in jedem fall eine hundeschule bzw einen hundeverein
    besuchen, sondern sollte schon aufmerksam auswählen.)



    Mein Hund durfte übrigens auch von Anfang an frei laufen, denn ich will schließlich nicht, wie hieß es hier so schön,
    im Spaziergehareal an die Bäume Suchmeldungen pinnen müssen.
    Aber da hat Gaby ja auch schon ganz richtig geschrieben: Bei einem älteren Hund ist das was anderes, aber gerade ein Welpe wird normalerweise bei seinem Rudel bleiben wollen.


    Hunde lernen situationsbezogen. Wenn dein Hund also zuhause weiß, was "komm" bedeutet, so weiß er noch lange nicht, dass das anderswo auch gilt, also z.B. im Garten oder im Park oder wenn andere Hunde dabei sind oder Männer mit Regenschirmen oder was auch immer; das muss man extra üben. Aber keine Angst! Je mehr Situationen man abgehandelt hat, desto schneller begreift der Hund es im nächsten Fall.

    Wie bzw. wann rufst Du denn Deinen Hund? Ich würde ihn zehnmal aus ganz kurzer Entfernung rufen, ihm jedes Mal ein dickes Lob und ein Leckerli geben und ihn wieder wegschicken, bevor ich ihn beim elften Mal vielleicht mal für eine halbe Minute an die Leine nehme.
    Und ich würde anfangs darauf achten, dass ich nur rufe, wenn ich ziemlich sicher bin, dass er kommt! Sonst nützt sich das Kommando ab; der Hund lernt "wenn ich nach dem "komm" nicht komme, kann ich weiter spielen/ schnuppern/ ... ". Er soll aber lernen "wenn ich nach dem "komm" komme, kriege ich ein Leckerli und darf dann weiter spielen/ schnuppern/ ..."
    Du solltest also in einem Moment rufen, in dem Dein Hund gerade zu Dir schaut oder sogar schon in Deine Richtung geht. Und dann locken und loben und den Clown spielen! man kommt sich zwar seltsam vor dabei, aber das gibt sich mit der Zeit.


    Was ich noch absolut empfehlen kann: Eine Pfeife. (Die Idee ist nachzulesen im Buch "Welpen brauchen Prägungsspieltage" von Ute Narewski, das sowieso jedeR WelpenbesitzerIn gelesen haben sollte. ) Ich habe eine Pfeife aus Horn, die auf der einen Seite trillert, auf der anderen "glatt" pfeift. Ein glatter Doppelpfiff (tut-tut) bedeutet "komm" - aber das kann man sich eigentlich beliebig wählen.
    Wir haben den "Komm"-Pfiff anfangs mit dem vollen Futternapf trainiert. Aber ich glaube, das habe ich schon neulich hier im Forum beschrieben... <Click> Hier war das...


    Viel Spaß und Erfolg!
    Mascha

    Man wird alt wie 'ne Kuh
    und lernt immer noch dazu!

  10. #10
    janxt Guest
    Vielen Dank für eure zahlreichen Tips!
    Ich denke,wir werden es erst nochmal ohne Hundeschule versuchen.
    Den angesprochenen Kontakt zu anderen Hunden hat er auch so genug,da wir in einer Großstadt direkt in der Nähe von einem See wohnen,wo es von Hunden nur so wimmelt.
    Leider sind wir da aber auch fast nie ungestört mit ihm.

    Wir werden uns erst nochmal die ganzen Tips zu Herzen nehmen.

  11. #11
    Chris62 Guest

    @ mascha

    hallo falls du mich zitieren wolltest, so solltest du dann aber auch den ganzen satz vollständig zitieren.

    mein wortlaut war:
    ich würde dir in jedem fall eine hundeschule bzw einen hundeverein empfehlen.
    " hundeschulen" schießen wie pilze aus dem boden. vor allen dingen in den vergangenen 2 jahren und selbstverständlich lassen viele dieser sogenannten " hundeschulen" und deren " Trainer" viel zu wünschen übrig. deshalb ist es natürlich sehr wichtig die passende für sich zu finden. deshalb habe ich auch hauptsächlich einen verein vorgeschlagen. die hundetrainer in den vereinen arbeiten ehrenamtlich und haben spaß an ihrer arbeit mit hunden. und wenn ich mal von unserem verein berichten darf, sind die trainer sogar noch auf jedem nur denklichen seminar zur fortbildung vertreten.
    außerdem hat man in einem guten verein noch die möglichkeit an allen nur denklichen aktivitäten die dort angeboten werden teilzunehmen. die kosten einen nichts zusätzlich, außer man nimmt an seminaren teil, aber das ist ja logisch.
    dein hund konnte in der junghundgruppe also schon sitz, platz ect.
    aber in einer junghundgruppe werden diese übungen vertieft und es kommen neue hinzu. gut, das ein " trainer" an der leine rumruckt und die hunde dort angeschrien werden ist nicht normal, da wär ich dann auch nicht mehr hingegangen, denn hunde hören sehr gut und schreien braucht man wirklich nicht.
    aber dennoch finde ich es wichtig mit seinem hund eine gewisse grundausbildung zu machen. denn wie du weißt werden die meisten fehler in der erziehung durch falsche haltung bzw komunikationsschwierigkeiten gemacht.
    ich denke in jedem fall auch das janxs die probleme die sich draussen zeigen in kürzester zeit in den griff bekommen würde. aber wie du schon sagst, das umfeld in der schule muß stimmen.
    also bis heute abend
    ciao gaby



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