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Thema: 3 mal füttern am Tag???

  1. #1
    dobby Guest

    3 mal füttern am Tag???

    Hallo ihr Lieben,

    habe mal eine grundsätzliche Frage: Meine Aruscha ist ja ein Doggen-Mix und ich habe gehört, dass Doggen und ihre Mischlinge häufig eine Magendrehung bekommen können. Das will ich natürlich verhindern. Insbesondere, da Aruscha nach dem Fressen nichts besseres zu tun hat als sich auffordernd auf den Rücken zu legen und alle Viere von sich zu strecken (so nach dem Motte: "Bitte kraulen, Frauli!"), was dem ganzen bestimmt nich zuträglich ist.

    Jetzt wollte ich halt wissen, ob ihr es für sinnvoll haltet 3 mal am Tag zu füttern. Im Moment bekommt sie 2 mal. Morgens und Abends. Ist das o.k.?

    Danke für eure Hilfe

    Ciao
    Dobby und Aruscha

  2. #2
    Rottiheidi Guest
    @Dobby

    Ich halte es für ausreichend zweimal am Tag zu füttern. Die Futtermenge ist dann nicht so hoch, daß die enorme Gefahr einer Magendrehung entsteht.

  3. #3
    NickvanBergen Guest

    @Dobby

    Es gibt viele Faktoren, die eine Magendrehung "begünstigen".Bei großen Hunden sollte man auf jeden Fall zwei mal täglich füttern.Wenn Du die Möglichkeit hast es drei mal zu tun,umso besser,damit hättest du das Risiko meiner Ansicht nach weiter minimiert.
    lg
    nick

  4. #4
    Rottiheidi Guest
    Habe hier zwei Beiträge für Dich zu diesem Thema:

    "Horror Magendrehung
    Was geht bei dieser gefährlichen Erkrankung vor sich, wie kann sie bei glimpflichem Ausgang ablaufen?
    Chronik einer glimpflich verlaufenden Magendrehung


    Es kann fast jeden Hund treffen. Meist überfällt diese lebensgefährliche Erkrankung ältere Hunde mit tiefem Brustkorb und erschlafftem Gewebe, und oft genug, wenn sie sich nur einmal den Wanst vollschlagen. Und meist zur Unzeit. Das eigentlich dramatische daran: Es ist immer eine Operation nötig, und das ist nicht immer möglich.

    Zusammenfassung aus tiermedizinischen Handbüchern:

    Die Ursache einer Magendrehung (torsio ventriculi) beziehungsweise Magenverlagerung ist noch nicht endgültig geklärt. Hunde mittel- bis grosser Rassen mit tiefer Brust sind besonders gefährdet, ausserdem Rüden doppelt so häufig wie Hündinnen. Die Torsion (Drehung) tritt meist bei wenig gefülltem Magen auf. Eine Gewebeschwäche der Magen-Aufhängesysteme bei gleichzeitiger Magenatonie (-schlaffheit) scheint eine veranlagte Voraussetzung zu sein.

    Nach bisherigem Wissen kann angenommen werden, dass durch eine Magenschlaffheit die Entleerung des Magens verlängert und die Selbstreinigungsfunktion gestört ist. Das führt dazu, dass gasbildende Keime wie Streptokokken (natürliche, teilweise aber hochgradig krankmachende Bewohner von Schleimhäuten), Milchsäure-Bakterien, Clostridien (ausserhalb des Körpers befindliche Bakteriengattung) und Hefen in die Umwandlung des Mageninhaltes eingreifen. Dabei kommt es zu einer erhöhten Gasbildung, die ihrerseits einen erheblichen Druck auf die Magenwand ausübt und eine Erschlaffung der Magenmuskulatur verstärkt.

    In vielen Fällen ist dann nicht nur das Magengewölbe aufgebläht und zusammen mit der Milz bei einer 90-Grad-Drehung gekippt. Bei einer grösseren Drehung verlagert sich die Milz. Durch die Blähung des Magens kommt es zu einem Abklemmen und damit Verstopfen der Pfortader und folglich zum Hochdruck und zur Venen-Stauung im Magen-Darm-Trakt. Dies führt dann zur Absonderung vom Gewebeflüssigkeit in Magen, Darm und Bauchhöhle.

    Die Drehung muss dann umgehend operiert werden.

    Ein Tiermediziner erklärt, was es mit der Magendrehung auf sich hat:

    "Meistens handelt es sich um ältere Hunde (älter als fünf Jahre). Hunde mit Magendrehung werden oftmals nur einmal täglich gefüttert, Hunde, die ihre tägliche Futterration auf mindestens zwei Portionen verteilt bekommen, erkranken seltener an einer Magendrehung.

    Die genaue Ursache für eine Magendrehung ist nicht endgültig geklärt. Diskutiert werden:

    Ausdehnung des Magens wegen der grossen Futtermengen (einmal täglich gefüttert) und dazu Erschlaffung des Gewebes im Alter.
    Gasentwicklung im Magen mit anschliessender Verdrehung desselbigen.
    Bewegung nach dem Füttern und dann Umschlagen des gefüllten, pendelnden Magens.
    Man weiss also im Prinzip nur, dass man Hunde möglichst nicht nur einmal am Tag füttern sollte (ich füttere mich übrigens auch nicht nur einmal am Tag, weil sich sonst nämlich den restlichen Tag ziemlichen Kohldampf schiebe).


    Die Symptome: Würgen, ohne dass nennenswerte Mengen Mageninhaltes hervorgebracht werden; meistens werden nur geringe Mengen Schleim/Flüssigkeit erbrochen. Anfangs noch Unruhe, die dann in Apathie übergeht, weil der Kreislauf des Hundes nicht mehr mitmacht.

    Durch die Magendrehung werden grosse Gefässe und die Milz abgedreht, so dass es zu einer extremen Kreislaufbelastung kommt. Aufgrund dieser Kreislaufbelastung kommt es oft zu Herzrhythmusstörungen (lebensbedrohlich).

    Diese Rhythmusstörungen sind gefürchtet, so dass nach einer Diagnose einer Magendrehung zunächst der Magen entlastet wird (Punktion mit einer Kanüle) und die Herzrhythmusstörungen behandelt werden. Zusätzlich erfolgt eine massive Flüssigkeitszufuhr. Sobald der Kreislauf stabilisiert ist, wird operiert.

    Die Operation sieht so aus, dass der Magen geleert und in seine normale Lage zurückgelegt wird. Es gibt Tierärzte, die den Magen nicht in seiner normal-anatomischen Lage befestigen. Ich halte das für nicht ausreichend. Ich finde es besser, wenn der Magen in seiner normalen Lage befestigt, also festgenäht wird, entweder an den Rippen oder in der Bauchwundennaht.

    Nach der Operation besteht noch für ca. drei Tage die Gefahr, dass der Hund erneut Herzrhythmusstörungen bekommt, die gegebenenfalls auch noch tödlich sein können.

    Ist die Wunde ansonsten gut verheilt, ist eigentlich alles wieder o.k. und der Wuffel kann wieder ein ganz normales Leben führen. Wilde Sachen sind nicht zu beachten (es sei denn, der Magen ist zum Ausräumen aufgemacht worden, dann muss man in den nächsten Tagen nach der Operation mit der Fütterung vielleicht etwas aufpassen (kleinere Mengen füttern).

    Sonst wird es nach der Operation wahrscheinlich nicht wieder zu einer Magendrehung kommen; es sei denn, der Magen ist in der Operation nicht fixiert worden.

    Die Fütterung mindestens zweimal täglich ist zwar keine Garantie dafür, dass der Hund niemals eine Magendrehung bekommt, aber es ist doch sehr unwahrscheinlich."

  5. #5
    Rottiheidi Guest
    "Neues über Magendrehung
    Von Gitta Vaughn

    Magendrehung - wenn ein Hundehalter weiss, was das für einen Hund bedeuten kann, dreht sich auch bei ihm nach einer derartigen Diagnose der Magen um. Besonders die Halter grosser Hunde wissen um das Risiko. Aber vieles schien nicht bewiesen, so rätselte man weiter. Vor fast zehn Jahren nahm sich die Universität Purdue in den USA dieses Themas in einer Langzeitstudie an. Nun wurden erste Erkenntnisse veröffentlicht. Sie sind erstaunlich und sollten in manchen Bereichen und Gewohnheiten ein Umdenken hervorrufen.

    Tatsache ist, dass die Ursachen für eine Magendrehung bisher weitgehend unbekannt waren und über die Zuverlässigkeit der Vorbeugemassnahmen auch keine gesicherten Erkenntnisse zur Verfügung standen.

    Dies wird sich hoffentlich bald ändern. Im Sommer 1994 begann die Universität Purdue in Indiana, USA, mit der bis dahin grössten Studie, um die Ursachen der Magendrehung zu erforschen. Es ist bisher die umfangreichste Studie, die elf Rassen mit fast 2000 Hunden mit einem Gewicht von 23 bis 45 Kg und über 45 kg umfasst, und die Studie ist immer noch nicht abgeschlossen.

    Magendrehung ist in den USA die zweithäufigste Todesursache nach Krebs. In den Jahren 1964 - 1994 wurde ein Zunahme um 1500 Prozent registriert, die Gründe hierfür sind noch unbekannt. Ausgegangen wird jedoch von Umweltursachen wie zum Beispiel veränderte Fertigfutterherstellung, veränderte Herstellung und/oder Verwendung von Impfstoffen etc. Zucht und Beliebtheit bestimmter Rassen lassen diese extreme Zunahme nicht erklären.

    Einen traurigen Spitzenplatz nehmen die Deutschen Doggen ein. Über 50 Prozent von ihnen werden höchstwahrscheinlich an Magendrehung erkranken und nahezu ein Viertel der betroffenen Hunde werden die Erkrankung nicht überleben.

    Bei Hunden mit hohem Risiko kann eine prophylaktische Operation die Drehung des Magens verhindern. Diese Operation hat sich bereits zu 95 Prozent bewährt bei Hunden, die nach der ersten Magendrehung operiert wurden. Nur 5 Prozent der operierten Hunde erlitten einen Rückfall. Da die Magendrehung eine genetische "Komponente" hat, sollten Hunde, die für die prophylaktische Operation in Frage kommen, kastriert sein.

    Die bisherigen Ergebnisse zeigen ein erhöhtes Risiko (63 Prozent) für Hunde, die Verwandte ersten Grades haben, die bereits an Magendrehung erkrankt sind. Inzucht scheint das Risiko noch weiter zu erhöhen. Mit Hunden, die an Magendrehung erkrankt sind und/oder Verwandte ersten Grades haben, die an Magendrehung erkrankt sind, sollte nicht gezüchtet werden.

    Die meisten der bekannten Vorbeugemassnahmen scheinen keinen Einfluss auf das Risiko zu haben, wobei die erhöhten Futterschüsseln das Risiko offensichtlich noch erhöhen. Das oft empfohlene Anfeuchten des Trockenfutters hat keine Auswirkungen auf das Risiko, weder positiv noch negativ. Die Anzahl der täglichen Mahlzeiten wiederum scheint einen Einfluss zu haben. Weniger Mahlzeiten sollen das Risiko zu erhöhen.

    Auch das Verhalten kann einen Einfluss auf das Risiko ausüben. Ängstliche und aggressive Hunde scheinen mit höherem Risiko behaftet als ausgeglichene Hunde.

    Ausserdem konnte belegt werden, dass sich fast 60 Prozent der Fälle nachts ereignen.

    Die Todesrate für Magendrehung liegt immer noch sehr hoch: bei fast einem Viertel innerhalb der ersten sieben Tage. Wobei auch festgestellt wurde, dass etwa die Hälfte der Hunde stirbt, ehe eine Behandlung möglich ist. Je schlechter das Allgemeinbefinden bei Erreichen des Tierarztes, desto geringer die Überlebenschance.

    Mit einer Operation sinkt das Risiko einer erneuten Magendrehung auf 4,3 Prozent, während nicht operierte Hunde zu 65,6 Prozent eine weitere Magendrehung erleiden. Die Todesrate bei erneuten Magendrehungen liegt bei über 80 Prozent.

    Das Alter spielt eine bedeutende Rolle. Das höchste Risiko haben bei den Hunden jene, die zwischen 22 und 45 kg wiegen, und die Hunde, die älter als 5 Jahre sind. Bei den Riesen über 45 kg sind es gar jene, die älter als 3 Jahre sind.

    Tiefe und schmale Brust im Vergleich zu anderen Hunden der gleichen Rasse ist ein weiterer Risikofaktor wie auch die Schnellfresserei.

    Die neuesten Ergebnisse zeigen ein 2,7-fach höheres Risiko für Hunde, die Trockenfutter bekommen, das "Fett" in den ersten meisten vier Zutaten anzeigt.

    Ein 4,2-faches Risiko besteht, wenn das Futter Zitronensäure (Ascorbin) enthält und zudem vor dem Füttern angefeuchtet wird.

    Trockenfutter die Fleischmehl mit Knochen in den ersten vier Zutaten auflisten, reduzierten das Risiko um 53 Prozent.

    30 Prozent der untersuchten Fälle konnten auf den höheren Fettgehalt (innerhalb der ersten vier Zutaten) zurückgeführt werden.

    Fast ein Drittel konnten auf Futter mit Zitronensäure (innerhalb der ersten vier Zutaten), das vor dem Füttern angefeuchtet wurde, zurückgeführt werden.

    Detaillierte Ergebnisse können derzeit nicht veröffentlicht werden, da die gesamte Studie noch vor der Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift steht. Dass die hier aufgeführten Ergebnisse publiziert wurden - trotz des Risikos, dass die entsprechenden Fachzeitschriften deshalb eine Veröffentlichung ablehnen könnten -, sollte jeder Hundehalter dankend zur Kenntnis nehmen. Denn das Forscherteam wertet das Leben eines Hundes, der durch diese Daten gerettet werden kann, höher als die Exklusiv-Veröffentlichung in einer renommierten Fachzeitschrift.

    Magendrehung ist eine lebensbedrohende Erkrankung, die eine sofortige Behandlung erfordert. Nur eine Röntgenaufnahme kann klären, ob es sich um eine harmlose Verstimmung oder lebensbedrohende Erkrankung handelt. Auch wenn der Magen nur aufgebläht, aber nicht verdreht ist, sollte sofort operiert werden. Nur so kann einer Verdrehung wirksam begegnet werden.

    Bei Verdacht auf Magendrehung sollte jeder Halter auf einer sofortigen Röntgenaufnahme bestehen. Leider kommen Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen immer wieder vor, mit fast immer tödlichem Ausgang."

  6. #6
    ChristineG Guest
    @Rottiheide,
    Danke, für die Superinfos. Auch wenn man wohl, letztendlich, nicht 100% verhindern kann, daß es seinem Hund passiert.
    Gruß Christine

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