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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wir haben um Lola gekämpft !



HaflingerMona
22.03.2003, 04:14
Hallo an alle!
Es ist jetzt schon schon 2 Monate her, dass meine Kaninchendame Lola mit 2,5 Jahren gestorben ist. Sie starb am 19.12.02 um 23:30. Dabei sah es am Anfang gar nicht so schlimm aus. Gut, sie war lustloser geworden und lag viel mehr als sonst. Aber dabei habe ich mir noch nicht soviel gedacht. Es hätte ja sein können, das sie einen schlechten Tag hatte, oder einfach ruhiger geworden war. Und dann sah ihr hoppeln total merkwürdig aus, bald hoppelte sie auch gar nicht mehr, sondern kroch nur noch. Natürlich habe ich mir da schon sorgen gemacht, und wollte am nächsten Tag sofort zum Tierarzt gehen. Sie war auch schlaff. In ihrem Körper war nicht mehr die Spannung, wie sonst. Aber Kraft hatte sie schon noch. Ich habe sie dann auf den Arm genommen, und als sie dann von meinem Arm gesprungen ist, (ich saß auf dem Boden)ist sie statt auf ihren Beinen auf dem Bauch gelandet. Sie konnte in diesem Augenblick ihre Beine nicht benutzen. Und sie ist freiwillig von meinem Schoss gesprungen. Danach war sie richtig verstört, meine arme Lola wusste gar was los war. Nach kurzer Zeit war sie dann wieder normal. Am Abend haben wir sie dann noch laufen gelassen, und sie konnte auch normal laufen. Das komische Hoppeln war weg. Aber danach ging es ihr auf einmal wieder schlechter. Viel schlechter als sonst. Sie war jetzt richtig schlaff. Als ich sie dann zurück in ihren Stall gesetzt habe, ist sie einfach so liegen geblieben, wie ich sie hingelegt hatte. Lola war jetzt so schwach, dass sie fast keine eigenen Bewegungen mehr machte.Wir haben uns dann entschieden, sie erstmal in einen Karton umzuquartieren, weil Lenny (meine andere Zwergkaninchendame,auch 2,5 Jahre alt), Lola zu dieser Zeit ziemlich durch den Stall gejagt hat. Lola ist eigentlich nur gelaufen, wenn sie von Lenny gejagt wurde. Aber bevor ich die beiden getrennt habe, hat Lenny Lola noch die Stirn geleckt, und sie nicht gejagt. Das war das Letzte mal gewesen, dass die beiden zusammen waren. Lola ging es immer schlechter. Wenn ich sie auf dem Arm hatte, konnte sie sich gar nicht selber halten. Ihre Vorderbeine sind nach vorne gerutscht, und in ihren Hinterbeinen, so kam es mir vor, hatte sie kein Gefühl mehr. Sie ist einfach zur Seite gekippt, und in meinen Schoss gefallen. Lola konnte sich nicht mehr richtig Bewegen. Wenn sie es versucht hat, hat sie oft das Gleichgewicht verloren, und ist fast zur seite gekippt. Ihre Beine konnte sie gar nicht mehr Bewegen, sie hat immer nur im Liegen versucht mit ihrem Vorderkörper nach links oder rechts zu kommen. Da habe ich richtig angst bekommen. Ich spielte mit dem Gedanken zum Nottierarzt zu gehen. Aber leider waren meine Eltern in dieser Nacht bei einem Konzert. Ich hätte sie ja anrufen können, und dann wären wir bestimmt mit Lola zu einem Nottierarzt gefahren. Aber auch das wäre für Lola schon zu spät gewesen. Am nächsten Morgen bin ich dann statt zur Schule, mit Lola zum Tierarzt gegangen. Im Wartezimmer habe ich sie die ganze Zeit gestreichelt, und ihr gesagt das alles Gut wird. Plötzlich ging es ihr auf einmal rasend schnell schlechter. Ihr Kopf ist auf meine Hand gesunken und sie hat mit den Zähnen geknirscht. Dann der Schock: Die Tierärztin stellt fest, dass Lola eine Lähmung hat, die dabei ist, sich auf ihren ganzen Körper auszubreiten. Und das immer schneller! In ihren Beinen hatte sie schon gar kein Gefühl mehr. Mein 1. Gedanke war, dass eine Lähmung meine Süsse ziemlich beeinträchtigen würde. Aber dann sagte die Tierärztin mir, dass sie nur noch versuchen kann, Lola zu retten. Versuchen? Ich wagte kaum die Frage, ob Lola eingeschläfert werden müsse wenn die Lähmung nicht mehr aufgehalten werden könne, zu stellen. Mir liefen die Tränen über die Wangen. Natürlich war es so! Und Lola sah sehr schlecht aus, die Lähmung war einfach schon zu weit fortgeschritten. Die Tierärztin hatte ihr eine Spritze gegeben, und sagte, wie schade es doch um ein noch so junges Tier sei, und das Lola es mit ziemlicher Sicherheit nicht schaffen würde.Jedenfalls war Lolas Zentrales Nervensystem beschädigt. Die Tierärztin meinte, dass es bei einem Sprung oder so passiert ist. Nervenstränge waren an einer Stelle auseinander, und so konnten die Befehle nicht dahingeleitet werden, wo sie hinsollten. Deshalb konnte sie auch ihre Beine nicht Bewegen. Sie wollte sie ja bestimmt Bewegen, aber der Befehl kam nicht bis zu ihren Beinen. Sie hat sich so gequält! Bestimmt hat sie ihre Beine gar nicht mehr gespürt. Das war einer der schlimmsten Tage meines Lebens.Zu Hause haben wir sie dann alle 10 minuten eine viertelstunde unter Rotlicht gelegt und ihr Wasser mit einer Pipette gegeben. Manchmal hatte sie sogar Kraft ihren Kopf selbst nach oben zu halten und hat manchmal richtig an der Pipette gezogen. Über sowas haben wir uns immer riesig gefreut, weil wir dachten, dass sie wieder mehr kraft bekommt. Ich hatte sie oft auf dem Arm, damit sie nicht in dem Karton liegen musste. 2 oder 3 mal dachte ich, sie stirbt in meinen Armen, dann wurden ihre Augen von einem komischen Grün überzogen, sie hat sich in meinen Schoss gedrückt und sich mit ihren Zähnen leicht in meinen Arm festgebissen. Ich glaube, das mit den Zähnen hat sie gemacht, um die Schmerzen besser auszuhalten. Einmal hat sie es sogar geschafft, kurz auf ihren Vordebeinen zu stehen. Wir haben sofort gedacht ihre Reflexe kommen zurück, weil kurz war die Verbindung zu ihren Beinen ja wieder da, und die Reflexe konnten dahingeleitet werden, wo sie hinsollten. Die Tierärztin meinte ja auch, wenn die Reflexe wieder zurückkommen wird sie wieder ganz gesund.Den ganzen Tag haben wir uns um sie gekümmert, ich habe versucht ihr das Stehen wieder beizubringen. Aber immer wenn ich ihre Vordebeine wieder losgelassen habe, ist sie wieder auf den Bauch gerutscht. Nachts wollten wir dann eigentlich aufhören mit dem Rotlicht, aber ich wollte es dann doch noch machen. Nur alle 2 Stunden. Später, so um halb 12, wurde Lola ziemlich laut in dem Karton. Sie warf sich mit mit dem Kopf gegen die Pappwand. Ich habe sie dann rausgenommen, um sie zu beruhigen, aber ich merkte sofort, das sie ganz abweisend war,und ihre koordination nicht mehr stimmte. Sie wollte sich mit ziemlicher Kraft auf die Seite oder den rücken drehen. Das hat mich ziemlich überrascht. Ich hätte sie fallengelassen, wenn ich nicht richtig zugepackt hätte. Diese Kraft auf einmal! Ich habe sie dann wiede zurück gesetzt, und sie gestreichelt. Dann ist ihr Kopf ins Heu gesunken. Ich dachte sie wird wieder schwächer, und hab sie weiter gestreichelt. Dann kam es mir aber plötzlich so vor, als würde sie nicht mehr atmen. Als ich sie wieder aus dem Karton nahm, hab ich es sofort gemerkt: Lola ist TOT!!! Eigentlich ist nur das passiert, worauf wir den ganzen Tag gewartet haben. Wir wollten es nicht glauben, nicht wahrhaben, aber eigentlich wussten wir das sie stirbt. Auch ich hatte diese Ahnung, obwohl ich bis zum Schluss die Hoffnung nicht aufgegeben habe.Es war besser für sie.Zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass sie teilweise mitbekommen hat, was wir für sie getan haben.
Dabei war sie doch so süss, wir hatten noch nie ein so verschmustes Kaninchen wie die Lola gehabt. Sie war schwarz, hatte einen weißen Fleck auf der Nase, und ein weisses weiches Brustfell. Das Weiß von dem Brustfell ging bis zu einem ihrer Vorderbeine herunter. Und sie war ziemlich klein und zart. Fast nur halb so gross, wie meine Lenny.
Ich werde sie nie vergessen. in meinem Herzen wird sie weiterleben. Trotzdem Frage ich mich, wieso ausgerechnet ich?
wieso musste so ein junges verschmustes Tier sterben?Vielleicht würde sie ja sogar noch leben, wenn ich früher zum TA gegangen wäre? Wir hatten sie mit 5 Wochen bekommen, und sie war da schon ein kleines Schmusebärchen. Sie hat es
geliebt, mit dem Rücken in einer Hand zu liegen, und sich kraulen zu lassen. Ich konnte sie auch später noch im Schoss, auf dem Rücken, rumtragen. Meiner Mutter ist sie auch ans Herz gewachsen, wie kein anderes Kaninchen.Lola war ein besonderes Kaninchen, das nie Scheu vor uns Menschen hatte......
So, ich hoffe, ich habe nicht zuviel geschrieben.
Aber ich musste mir das von der Seele schreiben!

Ich kann mich am besten ja nochmal vorstellen: Ich bin Julia, 15 Jahre und aus Hamburg.
Zu meinem Namen HaflingerMona: Mona ist eine Haflingerstute aus Österreich, hat einen total lieben Charackter, und ist mein Lieblingspferd(-pony)

tierfreund000
22.03.2003, 22:55
hi! das tut mir leid mit deiner lola!!
sie wird dich immer in errinnerung behalten!!
sorry ich würd dich gern trösten, aber mir fallen nie die richtigen worte ein:(

bye eure jacky :(