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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nach dem Tod ???



asmodina
18.03.2003, 22:12
Hallo,

leider habe ich eine komische Frage. Sicherlich ist das für manche oder alle klar, aber ich weiss darüber leider nicht bescheid.

Was macht man mit einer Katze, wenn die daheim stirbt? Begraben darf man sie freilich auf einem Tier-Friedhof, aber wenn dies ausgeschlossen ist, was macht man dann mit dem Tier?

Kann man die zum Tierarzt bringen? Ich frage hier nach, da es für meine Schwester jetzt leider zur Aufgabe geworden ist. Und generell würde es mich auch interessieren.

Vielen Dank jetzt schon mal.
Gruß
asmodina

freddy2002
19.03.2003, 05:39
Hi,

es gibt drei Möglichkeiten:
1. zum Tierarzt, dort wird gesammelt und dann gehts in die Tierkadaververwertung. :(
2. Tierfriedhof
3. Eigener Garten, darf aber nicht in einem Trinkwasserschutzgebiet liegen!

Ich hoffe es hilft weiter.

asmodina
19.03.2003, 08:06
.. danke für die Information.

Hast mir sehr geholfen.

Gruß
asmodina

dixi
19.03.2003, 10:23
Beiuns gibt es noch das verbrennen...man bekommt dann die Asche des Tieres und man kann es dann begraben oder einfach so behalten.

dixi u^nd Co.

nikkeey
19.03.2003, 19:16
Wir haben unsere Haustiere bisher immer im Garten begraben (bei meiner Oma), finde ich am schönste. Geht halt nur nicht wenn man im Wasserschutzgebiet wohnt...

Untermieter
20.03.2003, 22:56
Ich hab mal geschaut, was unser Tierheim auf seiner Homepage zu dem Thema sagt :http://www.tierschutz-berlin.de:

„Wohin mit unserem toten Freund?
Wie schwer der Abschied von seinem vierbeinigen Freund fällt, weiß jeder, der bereits ein Tier verloren hat. In seiner großen Trauer verdrängt dann so mancher Tierhalter den Gedanken, was nach dem letzten Gang mit seinem Liebling geschieht - der Tierarzt wird sich schon kümmern. Und so verwundert es nicht, dass über 90 Prozent aller in Tierarztpraxen eingeschläferten Hunde und Katzen in Plastiksäcken verpackt in der Tierkörperbeseitigungsanlage Ruhleben entsorgt werden.

Seife aus Tierkadavern
Was viele nicht wissen: Zusammen mit Schlachtabfällen und toten Tieren, die die Berliner Stadtreinigung auf der Straße findet, werden die toten Tiere in der Tierkörperbeseitigungsanlage in Ruhleben verarbeitet. In einem riesigen Kessel wird das ganze unter Hochdruck auf eine Temperatur von 133 Grad Celsius erhitzt. Ergebnis dieses "Schnellkochtopfprinzips" ist eine "Fleischsuppe" aus Wasser, Fett und sogenannten Feststoffen, also Knochen. Diese werden getrocknet und zu Tiermehl pulverisiert. Das abgeschöpfte Tierfett wird an Chemie- und Kosmetikfabriken verkauft; es ist Basisprodukt für Seife und technische Schmierstoffe. Eine ekelerregende und traurige Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass so ein Tier, mit dem man viele Jahre zusammengelebt hat, ein guter Freund und Gefährte war.

Das Grab im eigenen Garten
Glücklich kann sich schätzen, wer über ein eigenes Grundstück verfügt. Das bundesweit gültige
"Tierkörperbeseitigungsgesetz" muss jedoch auch im eigenen Garten beachtet werden. So dürfen Tiere nur begraben werden, wenn das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt und das Grab ein bis zwei Meter von öffentlichen Wegen entfernt ist. Der Leichnam muss von einer mindestens 80 Zentimeter hohen Erdschicht bedeckt sein und sollte in leicht verrottbares Material, zum Beispiel eine Stoffdecke' eingewickelt werden.

Verbrennung als Alternative?
Seit einiger Zeit bieten auch in Berlin verschiedene Firmen die Einäscherung des verstorbenen Haustieres an. Da es bislang (außer einer kleinen Anlage in München) in Deutschland keine Tierkrematorien gibt, müssen die Tiere zur Verbrennung nach Holland transportiert werden. Der Tierhalter hat die Möglichkeit, eine anonyme Einäscherung vornehmen zu lassen oder sich für eine teure Einzelverbrennung mit Rückführung der Urne zu entscheiden.
Kontrollieren lässt es sich allerdings nicht, ob in der Urne dann auch wirklich die Asche des toten Tieres liegt."

Viele Grüße vom Untermieter :(

samtpfote5
21.03.2003, 08:26
Oh je, und ich hab das immer für ein Gerücht gehalten, dass tote Tiere zu Seife verarbeitet werden, ich glaubte, die würden verbrannt werden. :( :( :(

Also von meinen Tieren wird keines nach seinem Tod zu Seife verarbeitet, die bekommen ein schönes ruhiges Plätzchen.

Gabi
21.03.2003, 09:29
Ich habe es vor fast 2 Jahren nicht fertig gebracht, meine Bonnie in einem Pappkarton aus der TA-Praxis raus zu tragen. Ich hätte ihren Anblick nicht ertragen. Mir blieb also nur, sie dort zu lassen. Mein Freund meinte, wir können sie doch im Wald vergraben. Aber das wäre dort gewesen, wo wir immer joggen, so wäre ich ständig wieder an sie erinnert worden. Das soll nicht heißen, ich wolle sie vergessen (kann ich auch gar nicht), aber die Wunde, die ihr Tod gerissen hat, wäre nie geheilt. Selbst jetzt könnte ich wieder heulen. :(

Katastrophenzoo
21.03.2003, 09:54
Ziemlich unangenehmes Thema, aber ich finde die Aussagen des Tierschutzes ziemlich befremdlich. Weshalb ist es ekelerregender wenn es der toten Katze Seife gemacht wird als wenn sie unter der Erde verwest???
Und ob sie nun verbrannt oder gekocht wird, ist mir auch egal.
Ich vermisse meinen Morky sehr und es hat 27 EUR zusätzlich gekostet ihn beim Tierarzt zu lassen, aber ich hätte echt nicht gewusst was ich sonst mit ihm tun soll. Und für ihn tun konnte ich eh nichts mehr...

katzenbande
21.03.2003, 10:43
Als vor 1 Jahr meine geliebter Tiger gestorben ist, war für mich klar, dass ich ihn mitnehme und beerdige. Ich hätte die Vorstellung nicht ertragen, ihn in der Tierklinik zu lassen, so dass er dann weiterverarbeitet wird. Sonst könnte man ja auch soilent green einführen. Das klingt vielleicht für manche krass, aber das ist nunmal meine Meinung. Ich finde es schön, dass ich den kleinen im Garten meiner Eltern "besuchen" kann und er dort seine Ruhe gefunden hat. Wenn man das Thema rein rational betrachtet, hört sich das vielleicht blöd an. Aber wer ist schon rational, wenn es um den Tod seines geliebten Tieres geht??

Liebe Grüße
Mirjam

freddy2002
21.03.2003, 12:07
@Samtpfote
Es kommt ja nur das Fett in die Produktion. Der "Rest" ist dann Tiermehl, welches früher zB an Nutztiere verfüttert wurden (siehe BSE) und heute "nur noch" in Heizkraftwerken oder ähnlichem verbrannt oder in Heimtiernahrung verarbeitet wird.

Gut das wir einen Garten haben! :(

PeggyZ
21.03.2003, 12:45
Hallo Ihr Lieben!

Wir haben unsere alte Peggy (ist 16 Jahre geworden) letztes Jahr in dem Waldstück beerdigt, in dem ich täglich mit unseren beiden Hunden spazieren gehe. Mir hat es sehr geholfen, dass sie noch in der Nähe ist. In diesem Wald ist Peggy immer gern herumgestromert - unser Kater tut dies heute noch. Wir haben zwar auch einen Garten, aber ich fand den Wald irgendwie schöner. Ach jaa.....

Berglöwe
21.03.2003, 21:05
Also meinen ersten verstorbenen Kater habe ich mit einer roten Rose im Garten meiner Schwiegermutter beerdigt.

Und meine Katze "Daisy" habe ich dann in meinem eigenen Garten mit 3 Osterglocken begraben *heul*. Für jedes Familienmitglied halt eine Osterglocke. Na ja sie ist jetzt halt genau seit einem Jahr in meinem Garten beerdigt und ich pflanze immer schöne Blumen auf ihr Grab.

Liebe Grüße
von Berglöwe

PeggyZ
22.03.2003, 10:19
Wie süß! Ich bring Peggy auch immer Blumen. Mein Mann findet das albern. Schön, mal Gleichgesinnte zu treffen!

samtpfote5
22.03.2003, 11:01
Nee, also ich fände die Vorstellung irgendwo schlimm, dass ich jedesmal, wenn ich ein Stück Seife in die Hand nehme, mich fragen würde, ob da nun ein bischen Substanz von meiner Katze drin wäre....
:( :( :(

Untermieter
25.03.2003, 22:33
naja - rein sachlich betrachtet ist es egal, welche Katze ich mir ins Gesicht schmiere :(
Aber da ich meine Katzen als Familienmitglieder betrachte finde ich, dass sie es einfach nicht verdient haben, als Abfallprodukt verwertet zu werden ... Ich laß' ja die Leiche meines Opas auch nicht zu Rasierwasser pressen ..:(
Ich habe eine meiner Katzen beim Tierarzt gelassen zum Entsorgen - uns es bis heute bereut. Denn meine Muter hat einen großen Garten - oder soll ich sagen :Tierfriedhof ...

Viele Grüße vom Untermieter :)

Berglöwe
25.03.2003, 23:25
Oh je Untermieter,

das mit der einen Katze wird dir wohl immer hinterherjagen, aber das deine Mama einen Garten hat ist doch schön. Da finden dann alle Mietzen ihre letzte Ruhestätte.

Liebe Grüße
von Berglöwe

Untermieter
25.03.2003, 23:51
Tja, das stimmt, Berglöwe .. . Ab und zu denke ich noch an Katze Isis ...
Aber alle anderen liegen im Garten :p (Wie heißt es : "Nur die Harten komm inn Garten !")
Gibt's irgendwo Mengenrabatt für Osterglocken ???
:D :D :D

Liebe Grüße vom Untermieter ;)

gerdax
26.03.2003, 08:01
liegen unsere Tierchen an der Südhecke unter dem Walnußbaum. Frau Antje - Martini - Salmi - im Nachbargarten fortgesetzt mit Lukas. Alle haben Stauden oder Immergrün und auch Osterglocken und Tulpen. Mein Sohn hat Steine gesucht, auf denen die Namen mit rotem Autolack verewigt sind.

Immer wenn wir dort sind, kommen wir ins Gespräch: weißt du noch?............

catweazlecat
26.03.2003, 08:03
Hallo Zusammen

ist wirklich ein schwieriges Thema mit dem viele Tierbesitzer auch überfordert sind :-(

Ich denke mal es würde sich jeder wünschen sein Tier irgendwo im Garten oder in der Nähe zu begraben. Allerdings ist das z.B. im Winter reines Wunschdenken wenn der Boden gefroren ist. Dann bleibt nur die Abgabe beim Tierarzt oder der Tierfriedhof. Allerdings sind die Tierfriedhöfe oder auch die Verbrennung der Tiere recht teuer und das kann und will sich auch nicht jeder leisten.
Also ich gehöre auch zu den Menschen, die ihre Tiere beim Tierarzt lassen. Das liegt aber an meinem persönlichen Verhältnis zum Thema Tod.
Für mich stirbt kein Lebewesen ob Mensch oder Tier wirklich solange ich es im Herzen trage. Was beerdigt, verbrannt oder beseitigt wird ist "nur" eine leere Hülle. Und da ich für mich selbst beschlossen habe, nach meinem Tod sowohl für Organspenden zur Verfügung zu stehen als auch verbrannt werden möchte und möglichst irgendwo verstreut, möchte ich auch keinen "Totenkult" um meine Tiere veranstalten.

Ich denke wichtig ist das man den Tieren, mit denen man gelebt hat und die einem alle Liebe gegeben haben in schöner Erinnerung behält und sie in unseren Herzen weiterleben dürfen!

Übrigens gibt es noch eine andere Möglichkeit, nämlich das Ausstopfen <brrr>.
Auch dafür gibt es ja Interessenten, die diese Methode als richtig und für sich als Lösung erachten. Könnte ich mir persönlich auch nicht vorstellen, so neben einem ausgestopften Tier zu sitzen und es immer noch als vollwertigen "Partner" zu sehen. Das finde ich dann doch mehr als unwürdig für das verstorbene Tier. Diese ausgestopfte Hülle hat doch nichts mehr mit dem lebensfrohen Geschöpf gemeinsam mit dem man so viele schöne Jahre verbracht hat...

Viele Grüsse

PeggyZ
26.03.2003, 14:19
Was ich etwas schräg fände, wäre die Asche meines Tieres - ob Hund oder Katz - in einer Urne auf'm Kaminsims! Aber jeder so wie's ihm gefällt!!

UschiW
27.03.2003, 03:14
Hallo Ihr Lieben,

so gehen die Meinungen auseinander. Seit ich einmal ein Katze selber in die Tierkörperverwertung gebracht habe (ich hab sie wieder mitgenommen ich konnt es ihr nicht antun) weiss ich, wies da zugeht. Früher hab ich mir auch keine Gedanken darüber gemacht.

Der Schorschi und die Stöpsel sind neben meinem Ententeich begraben. Ich hab letzten Herbst ein paar Frühjahrsblumen drauf gepflanzt. Die treiben jetzt gerade aus.

Ich find es gut, dass ich einen Ort habe, an dem ich mich mit ihrem Tod auseinandersetzen kann. Ich besuche ihn jeden Tag, wenn ich in die Arbeit komme (der Teich ist dort) und sie sind dann beide immer noch irgenwie präsent. Nicht irgendwo verhäckselt und verkocht, sondern irgendwie noch da.

Hört sich vielleicht kitschig an, aber wenn ich in die Arbeit komme und am Ententeich vorbeigehe begrüsse ich die Enten und Schorschi und Stöpsel.

Ich hätte sie auch im Garten begraben können, aber ich fand den Platz neben dem Ententeich einfach schöner.

Liebe Grüsse
Uschi
und Frau Hendlmaier
und Sn. Wuschel

bluetonic
28.03.2003, 11:00
Alle meine Hasen, Meerschweinchen und Wellis liegen im Garten meiner Eltern. Und ja, bei solch kleinen Tieren geht das auch im Winter (ich werde nie vergessen wie mein Vater 2 Stunden mit der Schaufel im Garten geflucht hat, und im gefrorenen Boden rumgehackt hat)...
Hat jemand den Beitrag (vor etwa einer Woche) bei Gallileo gesehen? Da ging es um Tierkörperverwertungsanlagen und da ist mir ganz schlecht geworden. Da wurde ein Pferd aus einem Stall gezogen und im Laster weggebracht...oben drauf dann noch ein paar Kühe, die auf dem Weg abgeholt wurden...
Die Einzelheiten in der Anlage erspare ich euch, aber ich fand das einfach würdelos!
Ich will auch keinen übertriebenen Kult betreiben, aber ein Tier, das ich lange Jahre lang gehegt und gepflegt habe dann auf einem Haufen anderen Haustiere auf einem blutigen Boden zu wissen: ne, das schaff ich nicht.

Liebe Grüße,
Nina

syra
07.04.2003, 03:25
Es ist ein sehr trauriges, aber unabwendbares Schicksal.
Und ich glaube auch, daß jedes Schichsal anders ist und man dann auch nicht immer gleich reagiert.
Meine erste Katze wurde von einem kleinen Jungen, was wir erst später erfahren haben, am Schwanz gepackt und einfach mal so rum geschleudert.
Damals wohnte ich in der Nähe von Ansbach und eine Klasse Tierärtzin war direkt in der gleichen Straße.
Der Schwanz war gebrochen, aber so unglücklich weit oben, direkt am Schließmuskel, und so konnte r nicht ambutiert werden.
Wir haben mit Ruhe und Tropfen alles versucht.
Der Schwanz starb von unten her ab.
Die Tierärtzin meinte dann, daß es doch besser sei, meiner Mickey einen schmerzhaften Tod zu ersparen und sie einzuschläfern.
Ich konnte nicht.
Hab meine Katze wieder mitgenommen.
Ich war fix und fertig und hab nur geheult und meine Mickey im Arm gehalten.
Während ich diese Zeilen schreibe heule ich übrigens wieder, obwohl das alles schon vor 9 Jahren passierte.
Um 22.00 hab ich es nicht mehr ausgehalten und meine Ärztin angerufen.
Ich konnte sofort kommen.
Bis zum Schluß war ich dabei, aber wie wenn meine Mickey es geahnt hätte, hat sie die Tierärtztin dermaßen gekrallt (vor der Spritze), so daß sie genäht werden mußte.
Ich war damals nicht fähig meine tote Katze mitzunehmen, obwohl ich einen Garten hatte.
Mein Mann brachte darauf hin nach ca. 3 Wochen ein echt süßes Katzenbaby mit..
Wir mußten es wieder weggeben. Ich hab keinen Draht zu der Katze gefunden.
Nun wohnen wir in Stein und seit 2000 habe bzw. hatte ich 2 Katzen.
2001 Ist die Katze meiner Freundin im Alter von 23 Jahren gestorben.
Das war ihr Baby. Meine Freundin ist 33. Und die hat sie bei mir beerdigt.
Am 14.11.02 ist meine Lara mit 2,5 Jahren durch eine häuslichen Unfall gestorben und meine Kinder waren dabei!!!!
Die ist aber auch im Garten.
Ich habe ein ziemlich großes Grundstück und da hbe wir jetzt 2 richtige Gräber .Mit Grabstein aus einer Dachziegel, eingefaßt und bepflanzt.
Uns hift es.
Und was das Verbot betrifft keine Tiere im Garten zu begraben ,wegen dem Grundwasser, da frage ich mich schon,
wer entfernt die wilden Tiere?
Ratten und so sind ja saubere Tiere. Mal locker 20 tot ,aus dem Fischweiher zu ziehen und dann werden die Fische doch noch verkauft.
Ich kann nur jedem die Empfehlung geben, wenn du dein Tier nicht mit nehmen kannst ist das völlig okay und wenn du es nicht fertig bringst, nehm es mit.Laß dich nicht vom Arzt überreden. Das ist deine Entscheidung.
Und mach das so.
Vielleicht konnte ich dir ein bißchne helfen.
Liebe Grüße
Marion

murks
09.04.2003, 19:55
Mein kleiner Kater ***** ist ja vor ein paar Wochen auch total überraschend gestorben und es wäre mir ehrlich gesagt nie in den Sinn gekommen, ihn in eine Tierkörperverwertungsanstalt zu bringen. Gott sei Dank habe ich einen Garten, in dem auch alle anderen verstorbenen Tiere begraben wurden. Leider hatte ich aber auch die Temperaturen unterschätzt und es war einfach kein Loch in den Boden zu bekommen. Als nächstes hab ich im Tierfriedhof angerufen, aber 400 Euro für Beerdigung und Grab fand ich dann doch etwas übertrieben. Und die Möglichkeit der Einäscherung finde ich eigentlich gar nicht so schlecht, allerdings bin ich grundsätzlich mißtrauisch und wollte nicht jede Menge Geld dafür ausgeben, wenn ich dann doch nicht sicher sein kann, daß aus meiner Katze nicht doch Seife gemacht wird. Also hab ich ***** in meinem Gefrierfach "zwischengelagert" (das Gefrierfach hab ich natürlich vorher ausgeräumt und ***** war gut verpackt). Aber irgendwie hatte ich die ganze Zeit ein ungutes Gefühl, es kam mir irgendwie so pietätlos vor. Deshalb war ich froh, als er endlich beerdigt werden konnte. Hab übrigens auch Osterglocken angepflanzt.

murks

Sandra1980
15.04.2003, 14:34
@Murks
Ich glaub das haett ich nicht gekonnt, das Tier tot im Gefrierschrank zu wissen... Andererseits hast DU schon recht, was den sonst?

Als meine Donna (Yorkshire) vor knapp einem Jahr gestorben ist (16.4) war der Boden auch noch gefroren. Mein Papa und mein Freund haben Nachts noch angefangen das grab auszuheben, aber es ging einfach nciht. Am naechsten Morgen dann ging es weiter und es hat wirklich sehr lange gedauert! (mehrere Stunden!)
Ich habe meiner Kleinen einem Abschiedsbrief und einen Ball mitgegeben. Dann habe ich sie mit Erde bedeckt, das war so schlimm, aber ich musste das einfach selbst tun. Nun haben wir eine Platte da wo sie ist und darauf steht immer eine Pflanze, meistens sogar eine bluehende. Waere ich jetzt daheim wuerde ich wieder einen kleinen Blumenstrauss machen lassen und ihn auf ihr Grab legen... Das hab ich vor einem Jahr schon gemacht.

Als unsere erste baby-katze gestorben ist haben wir sie auch im garten begraben, allerdings nciht so ganz offiziell, also nciht ganz so tief...

Und all die Maeuse und Voegel sind auch im garten...

So wie jedes weitere tier seine letzte Ruhestaette im garten finden wuerde.

Ein Freund von uns hat seinen hund ausgesetz gefunden und als er gestorben ist hat er ihn unter einem bluehendem baum in der naehe begraben. Schliesslich war das der Ort, der ihnen Beiden lange glueckliche Jahre geschenkt hat.

Ich faende es gut wenn es mehr offizielle Tierfriedhoefe gaebe, aber es muesste halt zu bezahlen sein.
Vielleicht eroeffne ich mal einen, wenn ich etwas Geld uebrig habe. Dann koenen auch Wohnungsbesitzer ohne Garten ihr Tier beerdigen...

Snufo
21.04.2003, 14:11
also, auch wenns komisch klingt, mir ist es echt egal, was das gesetzt vorschreibt! wenn die meinen sie können es mir verbieten mein tier irgendwo zu vergraben, taj dann solln sie mal weitermeinen! ich werd wenn der eitpunkt gekommen ist, einfach nach instinkt handeln, und die können mich alle mal mit ihren gesetzten!!!:(

Sandra1980
21.04.2003, 18:12
Pass nur auf, dass Dich dann nciht der normalerweise nette Nachbar erwischt!
Als wir unsere Donna begraben haben kamen die auch an den Zaun und meinten "ist aber schon die richtige Tiefe, oder? Und ja nicht auf unserem Grundstueck!"
Wir haben das grab leider ganz an den grundstuecksrand gesetzt, aber das ist ja erlaubt, weil es ist ja kein oeffentliches Grundstueck, was anschliesst, sondern nur des Nachbars...

Seelendiebin
29.04.2003, 11:04
Also auch wenn ich nun auf unverständniss treffe, möchte ich mich zu diesem recht Unangenehmen Thema äussern!

Ich als Mensch, möchte niemals auf nem Friedhof enden. Ganz ehrlich. Meine Meinung ist es, mein Körper vergeht doch sowieso. Da hat keiner mehr was von.
Die Erinnerungen sind doch wichtig.
Von daher könnte man mich genauso wieder verwerten oder sonstiges!
Komische Einstellung?? Nee finde ich net. Denn der Geist und die Seele ist doch wichtig. Ich liebe doch einen Menschen oder ein Tier nicht wegen seines Körpers!
Sondern seiner Seele wegen. Seines Charakters. Wenn ein Tier von mir Sterben würde, würde ich es zum TA bringen. Denn was bleibt uns als normale Mieter ohne Garten denn schon über?Leider nix anderes! Tierfriedhöfe ?? Gibt es hier einen und der ist zu weit entfernt und was ich für mich net möchte, möchte ich für meine Katzen auch nicht!
Jede menge Bilder die meine Erinnerungen wach halten würde ich überall aufstellen oder aufhängen. In meinem Herzen sind sie sowieso IMMER!

Hoffe jetzt nicht,das ihr nun arg böse auf mich seid,aber ich halte absolut nix von Friedhöfen. Aber das mit der Verbrennung wäre noch ne ganz tolle Idee. Und die Asche würde ich an einem Ort verstreuen wo ich mir Sicher wäre, das sie sich dort wohlfühlen würden.
Ach vielleicht denke ich auch so,weil von uns selbst noch kein Tier gestorben ist. Aber im Moment denke ich so darüber.

Katastrophenzoo
29.04.2003, 11:08
Hallo Silke,

ich sehe das genauso. Für mich hat die "tote Hülle" keine Bedeutung und ganz ehrlich, ich möchte sie nicht einmal in der Nähe haben. Für mich zählen die Erinnerungen und so lange ich die habe, lebt das Tier auch irgendwie weiter.
Deswegen ist mir auch völlig egal was aus dem Körper gemacht wird, so lange es einigermassen umweltverträglich ist.

UschiW
02.05.2003, 22:46
Hallo Ihr Lieben,

möchte mich nochmal zu diesem Thema äussern.

Ihr habt alle irgendwie Recht. Aber jeder geht halt anders damit um.

Gestern, am 1. Mai war es genau ein Jahr, dass ich meinen Schorschi über die Regenbogenbrücke gehen lassen musste. Und ich war an seinem Grab, neben meinem Ententeich und hab ihm eine Begonie gepflanzt.

gerdax
03.05.2003, 16:51
dort, wo meine drei Tiere begraben sind, blühen jetzt die weißen Tulpen. Immer wenn ich sie sehe, freue ich mich und erinnere mich an sie (übrigens - die Tulpen auf dem Grab vom dicken Kaninchen sind viel größer, als die bei der mageren Salmi - hmmm - lass ich unkommentiert!).

Kalline
03.05.2003, 22:16
Hallo!

Bis jetzt musste ich glücklicherweise noch kein "größeres" Tier (Katze) begraben.
Früher, bei meinen Eltern, gab es einen Garten. Dort wurden Wellensittiche, Meerschweinchen und Kaninchen begraben.

Inzwischen habe ich leider keinen Zugang mehr zu einem Garten (hier am Mehrfamilienhaus könnte ich kein Tier begraben).
Die Rennmäuse und Hamster, die ich in letzter Zeit beerdigen musste, liegen auf unserem speziellen "Friedhof der Kuscheltiere". Es ist ein kleines Stückchen Wald, dass einem Bauern gehört. Dessen Frau ist mit meiner Mutter gut befreundet und sie hat uns die Erlaubnis erteilt, unsere Kleintiere dort zu begraben.

Ich fürchte, eine Katze wäre zu groß, als dass wir sie dort beerdigen könnten. Aber wir würden ihr sicherlich ein schönes Plätzchen suchen und nicht etwa die Tierkörperverwertungsanstalt!

Liebe Grüße

Kalline

katzenbande
09.05.2003, 10:57
Dort, wo mein Tiger begraben ist, wollte ich immer schöne Blumen oder Planzen einsetzen. Bisher habe ich es aber nicht vertig gebracht, dorthin zurückzukehren. Ich weiß, dann kämen alle Erinnerungen an die schlimmen Tage damals wieder hoch und ich hätte wieder eine Weile dran zu knabbern. Ich habe ihn nie vergessen und behalte ihn in guter Erinnerung und denke an die schöne Zeit mit ihm.
Ich hoffe, dass ich es dieses Jahr über mich bringe. Es wäre ja doch eine schöne Geste.