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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Allergie



Marion74
09.03.2003, 20:33
Hallo,
wir haben einen Dobi, fast 4 Jahre, der eine Allergie bzw. Überempfindlichkeit gegenüber Staphylokokken hat. Wir haben ihn jetzt ein Jahr . Am Anfang haben wir eine Antibiotikum Kur gemacht und dann eine Serumtherapie, die aus seinem Blut hergestellt wurde. Der Ausschlag (besonders unter den Achseln, an den Beinen und am Kinn) kam jedoch langsam wieder und wir behandlten ihn mit einem Shampoo. Anschließend waren wir in Urlaub und waren dort auch beim TA wegen Durchfall. Er gab und ein sehr niedrig dosiertes Cortison, das wir über 3 Wochen geben sollten. Schon nach 1,5 Wochen brach die Allergie unter Cortison wieder aus. Seitdem sind wir beim Homöopathen, der uns bis jetzt gut helfen konnte. Doch seit 2-3 Wochen ist die Allergie wieder mit Macht zurück, er sieht so schlimm aus und wir haben mittlerweile das 3. homöopathische Medikament und es wird nicht besser sondern schlimmer. Wir wissen nicht mehr wo wir jetzt hingehen sollen. Muß er wieder Antibiotikum bekommen oder sollen wir weiterhin versuchen homöopathisch zu behandelln. Oder hat jemand noch einen anderen Rat?
Wir sind für jede Anregung dankbar.
Marion

Jela
10.03.2003, 10:36
Hallo Marion!

Das tut mir leid um deinen Kleinen. Sind Staphylokokken nicht Pilze? Ist es sicher, dass es sowas ist?

Bei uns lag nämlich ganz offensichtlich eine Allergie vor. Meine 1. Tierärztin war eher ratlos, der 2. TA, so ein richtiger Absahner, hat erstmal gesalbt, gecremt, mit Antibiotika behandelt (auf Staphylokokken-Verdacht, die's dann aber nicht waren), was auf die Dauer natürlich nix gebracht hat, aber sehr teuer war. Hätte gern viel bezahlt und was davon gehabt, hab aber viel bezahlt für nix.

Weil die Allergie bei uns nur 1x im Jahr heftig auftritt, hab ich gute Erfahrungen mit Antihistaminika (preiswertes Pendant zum teuren Zyrtek von Spada, Name fällt mir gerade nicht ein) gemacht. Sollte man natürlich nur in Absprache mit TA machen, ist nur etwas schwierig, wenn keiner mit der Sprache rausrückt und erst der letzte nach meinen Selbsversuchen anmerkt, dass man das so machen kann. :mad: Es sind natürlich nicht alle so, aber leider viel zu viele. Hier im Umkreis hat eine angehende TÄ meiner Bekannten zum Stachelhalsband geraten. Eine andere (wohl fertig mit Studium?) hat 2 unerzogene Racker, die letztens meinen Hund (an der Leine!!! Kind bei mir) angefallen haben, einfach ausm Haus raus und auf meinen Hund los (ihre Hündin feindselig, der Rüde bellend). Die Alte macht das Falscheste vom Falschesten: Kreischt rum, schnappt meinen Hund (!!!) und nennt ihn giftig (das ist echt klasse, weil, wenn überhaupt hatten sich beide Hündinnen in der Wolle und ihre kam auf uns zu. Wie blind und dumm können Menschen eigentlich sein)! Habe nur ruhig und sarkastisch gesagt: Oh, Ihre sind aber ganz brav. Und dass ich meinen Hund sehr gut verstehen kann, wenn er das nicht witzig findet (der dann übrigens ruhig, willig und etwas verstört mit mir weiter gelaufen ist) und bin weitergegangen, weil es in mir kochte und ich kurz davor war, ausfallend zu werden.

So, jetzt wollte ich dir helfen und habe mich nur über die doofen TÄe aufgeregt. Was lernen die eigentlich im Studium?

Ich kann dir schwer was raten. So wie es sich anhört, könnte es halt eine 'richtige' Allergie sein, die falsch behandelt wird, das ist mein Verdacht. Eine komplette Blutuntersuchung wäre angebracht, um irgendwelche Mängel/Immunschwäche auszuschließen, und natürlich ein Allergietest. Falls du eine Tierklinik im Umkreis hast, am besten dahin gehen und sagen, was getan werden soll; zumindest wurde bei mir dann nicht mehr lang rumexperimentiert.

Liebe Grüße

Jela

admin
10.03.2003, 11:09
@Marion
Leider geht aus Ihrem posting nicht hervor, was die TÄ bislang untersucht hatten.
Bei Hautausschlägen, eitrigen Entzündungen (Pyodermie) und Juckreiz ist es aber unerläßlich das Tier gründlichst zu untersuchen.
Gerade Dobermänner haben eine bekannte Rasseprädisposition für diverse Hauterkrankungen.

Im ersten Schritt ist ein Hautgeschabsel, eine Hautbiopsie, ein Abklatschpräparat und evtl. aich ein Punktat einer Pustel zu untersuchen.
Hier wird nach Bakterien, Pilzen, Hefen, Parasiten und in der Zytologie nach Zellen, die auf eine Allergie hinweisen gesucht.

Im nächsten Schritt würde man einen Allergietest vornehmen, der analog der Humanmedizin vorgenommen wird. Das heißt also ein Intracutantest (Quaddeltest der Haut), da Blutallergietests nur bedingt aussagekräftig sind.

Da die beschriebenen Stellen auch besonders "gerne" von Flöhen aufgesucht werden, ist auch an eine Flohstichallergie zu denken, die z.B. das saisonal bedingte Aufflammen erklären könnte. Bei einem allergischen Tier reicht ein einzige Flohbiss aus, um die Allergie voll aufblühen zu lassen. Eine konsequente Prophylaxe ist also der erste wichtige Schritt.

Meist ist die besiedlung der haut mit Staphylokokken (Bakterien) nicht das primäre Problem, sondern sekundäre Folge von kleinen Wunden, die der Hund sich durch Kratzen zufügt.

Da die Problematik Ihres Tieres sich nun schon so lange hinzieht, wäre es ratsam sich zu einen auf Dermatologie spezialiserten Tierarzt überweisen zu lassen. Entsprechende kollegen finden Sie in unserer zooplus-Tierarztsuchen.

Alles Gute! ;)

dr. kirsten thorstensen
vet services manager

zooplus AG

Marion74
10.03.2003, 18:25
Hallo und vielen Dank für die Antworten.
Unser TA hat einen Bluttest auf Allergien gemacht und Schabselproben genommen. Der Schabseltest war negativ, er hat nichts gefunden. Der Bluttest hat ergeben, das er gegen Staphylokokken allergisch ist und eine Empfindlichkeit von 1 (0 ist unempfindlich, geht bis 6) bei Milben hat
Ich habe nachgesehen, einen Dermatologen für Tiere gibt es in unserer Nähe nicht. Ich weiß echt nicht mehr weiter. Denn du hast recht, es gibt so viele Abzocker von Tierärtzen, wir waren auch schon bei so manchen, das man nicht mehr weiß wo man hingehen soll.
Marion

dorothee
14.03.2003, 21:25
Hallo Marion,

nimm mal Kontakt mit der Dobermanhilfe auf Frau Zahn. Sie kennen sich mit Tierärzten für diverse Fachgebiete und speziell für Dobermänner sehr gut aus.

www.dobermann-hilfe.de

Was fütterst du deinem Hund?

Gruss Dorothee

Marion74
16.03.2003, 18:28
Hallo Dorothee,
vielen Dank für den Hinweis. Ich werde gleich auf die Seite gehen. Meinem armen Dobi geht es wieder so schlecht, ich muß morgen unbedingt was unternehmen. Nur was? Es tut mir in der Seele weh ihn so zu sehen. Soll ich zum TA gehen, oder nicht? Er gibt ihm sowieso nur Antibiotikum. Ich werde auf jeden Fall das Mail vom Zooplus TA mitnehmen und ihn darauf ansprechen.
Ich füttere seit ca. 3 Monaten California Natural und gebe ihm Bierhefe Tabletten und Biotin/Methionin Tabletten mit ins Futter. Habe extra alles umgestellt. Geholfen hat es bis jetzt noch nichts. Bzw. im WInter war es sowieso besser. Hast du noch eine Idee?
Marion

dorothee
17.03.2003, 11:00
Hallo Marion,

wir haben auch eine allergische Dobermannhündin auf Konservierungsstoffe. Wir fütttern mittlerweile roh bzw. angepsstes Barf. Was bei Allergien auch gut hilft ist eine sogenannte Ausschlussdiät. Damit man weiss auf was der Hund allergisch ist. Ich würde die Ausschlussdiät mit rohem Pferdefleisch beginnen und rohes Pferdefleisch über mehrere Wochen füttern bis die Erscheinungen abgeklungen sind. Dann vorsichtig Komponente für Komponente hinzufügen. www.barfers.de oder www.gesunde-hunde.com

Vieleicht hab ich dir noch Tips ruf mich mal bitte an 0711879149

gurss dorothee