PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auto oder Pferd? (oder gar nichts...)



Sandra1980
06.03.2003, 17:30
Hallo Ihr alle!

ich weiss, die Frage hoert sich ja schon mal doof an, und wahrscheinlich koennt ihr mir auch nicht helfen, aber ich versuchs halt doch, weil ich schon total hin und hergerissen bin.

Also, wie Ihr vielleicht wisst bin ich momentan in den Staaten, habe einen Freund mit zwei katzen, wellensittichen und rennmaeusen daheimgelassen und habe hier jetzt selbst eine Katze (und Fische, gegensaetze muessen sein!! :D

Mein Traum war es natuerlich schon immer ein Pferdchen zu besitzen, und zwar eine Araberstute, moeglichst in weiss. Was einem dann ueber den Weg laeuft kan man nie wissen, aber soweit mal der Traum.

Hier in den Staaten habe ich mir ein absolut tolles Auto gekauft, was ich eigentlich nicht mehr hergeben moechte, weil es einfach super ist (wo kriegt man in Deutschland schon einen Achtzylinder mit ueber 300 PS in so einer tollen karosserie fuer so wenig Geld?!) Nun, Ich bin also verliebt, weiss auch schon wie ihn rueberbekommen koennte und wieviel alles so kostet.

Ein Pferdchen kostet im ersten Jahr deutlich weniger als das Auto! Danach ist es pro Jahr ewas mehr, aber nciht so, dass es auffaellt.

Allerdings, man weiss ja nie, und ein Auto (selbst einen Exoten) kann man leichter verkaufen als ein Pferd, das ja ein Partner ist. Ausserdem kann ich mir ein Pferd spaeter immernoch kaufen, wenn ich mal endlich richtig verdiene.

Allerdings, ist das Auto mir wirklich so viel wert? Dass ich dann im Sommer damit rumfahre und es im Winter in der Garage steht? Naja...

Ausserdem hatte ich mich schon so auf das Pferdchen gefreut! Ich wollte sie eigentlich gleich ncoh im winter kaufen (weil ich mir denke, dass die dann vielleicht etwas billiger hergegeben werden...)

Andererseits, ich habe noch zwei Jahre Studium vor mir, wo ich natuerlich nicht so wahnsinnig viel Geld verdiene. Aber dafuer haette ich mehr Zeit fuer die Ausbildung der Kleinen.

Ach je...

Kann mir jemand ein paar nette Ratschlaege geben?

Bapsi
07.03.2003, 10:24
Hallo Sandra,

für mich hört sich Deine Überlegung nach "heimweh" an. Sei mir bitte nicht beleidigt aber ich habe das Gefühl das Du Dir ein Pferd kaufen willst damit Du beschäftigt bist. Und nicht mehr an daheim (und Deinen Freund) denken mußt und ihm (dem Pferd) all Deine Liebe geben kannst die ja sonst auf mehrere Tierchen und Deinen Freund geteilt wurde? Kannst Du nicht erstmal eine Reitbeteilgung annehmen? Und Dir dann in Deutschland eine weiße Araberstute kaufen? Ich denke auch das der Umzug von Amerika nach Deutschland für das Tier ein ziemlicher Stress ist, vor allem wenn Du sie fliegen lassen würdest. Und ist es nicht unheimlich schwer eine Araberstute in Amerika zu kriegen ich denke mal da sind vor allem Quaters usw. oder täusche ich mich da?? Ich würde lieber abwarten und in Deutschland mein Traumpferd und mein Traumauto haben wollen. Bis dahin hast Du auch das nötige Kleingeld und kannst jede unvorhergesehen Tierarztrechnung bezahlen. Aber Du mußt selber wissen was Du machen willst ich bin ja nicht in Deiner Situation. Es ist nur ein gutgemeinter Rat. Und sei nich sauer wegen meinen laienhaften Rückschlüssen ;-))

Viele liebe Grüße Bapsi

Sandra1980
07.03.2003, 14:20
@ Bapsi

tut mir leid, ich glaube ich hab da was wichtiges vergessen, oder falsch ausgedrueckt!
Es geht schon darum, was ich dann wenn ich wieder daheim bin mache.
Ich fliege im Dezember heim, nehm meine Katze von hier mit, gebe mein Aquarium jemand anderem, und die Frage war halt
ob ich mir daheim dann das Pferd kaufe, oder eben das Auto mitnehme.
Einem pferd wuerde ich auch ehrlich gesagt den Flug nicht antun wollen. Ausserdem hast Du recht, Arabs sind hier recht selten, wobei einer meiner Arbeitskollegen hier Araber zuechtet! (zufaelle gibts...) Allerdings hab ich sie mir noch nciht angeschaut, weil es doch ein Stueckchen weg ist.
Reitbeteiligung hier hatte ich auch schon, aber ich find das einfach schlimm, wie die groesstenteils mit ihren Pferden umgehen.

So, die Frage ist halt leider entweder oder. Und ich muss sagen, es ist wirlich schwer fuer mich, da ich sowohl Pferde- als auch Autonarr bin.
fuer ein Pferd hat man halt Verantwortung (sollte man zumindest), ach, ich weis nicht...

Als ich jedoch gelesen hatte, dass es Heimweh sein koennte (auch wenn es auf einem Missverstaendnis beruht hatte) hab ich mir gedacht, das kann sein. Ich kann absolut ohne dem Auto leben, geniess ich halt noch den sommer, nehm ihn vielleicht noch auf die Rennstrecke, und das wars dann. Aber ich koennte auch absolut ohne Pferd leben. Ich hab daheim eine super Reitgelegenheit auf Isis, die mir das Toelten beigebracht haben, aber ein eigenes waer schon endlich was...
\Meinst Du ich bin noch zu jung (23)?
Vom Geld her sollte es eigentlich kein Problem sein...

Ach je, so unentschlossen!

Aber es ist fuer mich klar, eines von beiden muss sein. Wenn es das Auto ist muss das Pferd noch 2 oder 3 Jahre warte, wenn es das Pferd ist ist das Auto vergessen (weil ich den spaeter nicht mehr herkrieg, dann kann ich nur auf die eventuelle neuauflage warten...)

Ach, und sauer bin ich absolut nicht! Du hast ja schliesslich mich nicht beleidigt!

Liebe Gruesse aus der Ferne,
Sandra

tabaluga
07.03.2003, 14:43
Hallo!
Also ich an deiner Stelle würde das Auto nehmen und mit dem Pferd noch ein bisschen warten, wenn du noch so unentschlossen bist. Meiner Meinung nach, muss man das Pferd nämlich wirklich wollen mit ganzen Herzen und wenn du dich noch nicht entscheiden kannst, warte noch paar Jahre. Es läuft dir ja auch nicht weg.
Überlege es dir auf jeden Fall noch mal genau und wie gesagt, du hast ja noch alle Zeit der Welt für ein Pferd.
Gruß
Tabaluga

Sandra1980
07.03.2003, 15:32
Tabaluga,
Ich denke ja fast, dass Du recht hast. Soweit war ich auch schon.
Ach nein, da faellt mir schon wieder was ein!
fuer das Pferd spricht halt, dass ich jetzt genuegend Zeit haette es selbst auszubliden, was ich ja eigentlich mit Unterstuetzung schon moechte.

Wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich mir wenn ich daheim bin ein kleines Auto mit 90PS kaufe und das wars dann.

Wenn ich mich entschieden habe (aendert sich wohl jeden tag, sicher ist es erst wenn ich entweder den Container fuers Auto gebucht habe, oder eben daheim bin und mit dem Pferdeanhaeger zum Stall fahre...) sag ich es Euch! (und dann werdet Ihr mich richtig jammern hoeren, egal wie ich mcih entscheide...)

Vielleicht koennt Ihr mir ja ncoh ein paar Entscheidungshilfen geben, so bezueglich Zeitaufwendung fuer Ausbildung, oder allgemein...

Sandra

AnnaS
08.03.2003, 09:46
Hallo Sandra

Hm, also ich finde deinen Beitrag irgendwie komisch. Nicht wegen dir, sondern weil ich so absolut nicht verstehen kann, wie sich die Frage "Auto oder Pferd" überhaupt stellen kann. So verschieden sind die Menschen.

Meine persönliche Meinung ist, dass ich niemals ein teures Auto besitzen wollen würde, wenn ich dafür auf ein Pferd verzichten muss. Ein Pferd gibt mir viel, viel mehr als so ein Blech-Ding, was die Hälfte des Jahres auch noch in der Garage stehen muss. Aber die Entscheidung musst du ganz allein treffen, und eigentlich kann dir da niemand zu raten. Denn wenn ich dir raten würde, würde ich sagen, verkaufe dieses Auto, kaufe dir jetzt ein billiges, spare das Geld bis Dezember, wenn du nach Hause kommst und mache dich auf die Suche nach einem Pferd. Doch wenn du Zweifel hast an einem Pferd, dann lass es sein und behalte dein Auto.

Oder sehe die nächsten Monate in den Staaten dieses Auto als Glück an, genieße dein Glück, verkaufe es wenn es nach Hause geht und widme dich dann deinem nächsten Traum - einem Pferd.

Doch da das eine emotionale Geschichte ist, bleibt die Entscheidung bei dir und jeder Rat wäre subjektiv.

Was den Zeitaufwand bei einer Ausbildung angeht, muss ich sagen, dass du schon jeden Tag genügend Zeit haben solltest. Je nach dem wie jung das Pferd sein soll. Ich würde dir raten, ein Pferd zu kaufen, was du noch nicht gleich nach dem Kauf anreitest, sondern erst mal eine ganze Weile Bodenarbeit machst, es an zig verschiedene Dinge gewöhnst, sein Vertrauen gewinnst, usw. Denn das macht den Beritt um einiges leichter. Dazu solltest du pro Tag deine 2 Stunden übrig haben. Wenn du dein Pferd dann anreitest, solltest du auch täglich was mit ihm machen. Klar kann es Tage geben, an denen du keine Zeit hast, und es nur mal auf der Weide steht. Aber mehr als 2 Tage hintereinander solltest du ein Pferd in der Ausbildung nicht stehen lassen.

Was die tägliche Zeit angeht, würde ich sagen, dass du dir ein Ziel für den tag setzt, was du erreichen möchtest. Kleine Ziele. Und wenn du dieses Ziel erreicht hast, hörst du auf. Das kann mal nach einer halben Stunde sein, es kann aber auch mal 2 Stunden dauern. Ich bin ein absoluter Gegner davon, sich immer eine zeitliche Grenze zu setzen. Vielmehr sollte man das individuell und nach Tagesform gestalten.

Gruß,
Anna

Sandra1980
08.03.2003, 17:11
@ Anna,

Weisst Du, so teuer ist das Blechteil ja nicht, zumindest nicht hier. Also ich denke auch immer mehr, dass ich es so machen werde. Zeit geniessen und danach naechster Traum.

WIe Du das mit der Ausbildung beschreibst hab ich mir das auch gedacht. Wie gesagt, die Maus im Winter holen, dann sollte sie so knapp drei sein, dann arbeite ich mit ihr so lang es halt sein muss, geh auch ganz viel spazieren (kann mir jetzt schon die bloeden Blicke von manchen Leuten vorstellen! "wieso hockt da denn keiner drauf? ist das pferd boese? kannst du nicht reiten?")
Und dann hab ich zwei Jahre so ziemlich jeden Tag theoretisch mehrere Stunden Zeit!

Hab mir auch schon gedacht, wie das mit nem Plan waere, der sagt 2 mal pro Woche spazieren gehen, zweimal spielen (man kann wahrscheinlich auch manchmal schreckenstraining dazu sagen), zweimal Bodenarbeit fuer das Baby, und den letzten Tag der Woche machen wir halt was uns gefaellt, kann auch mal sein einfach auf der Wiese liegen...
Fuer mich hoert sich das toll an, was denkt Ihr, was das Pferd dazu sagt?

Ich will natuerlich alles richtig machen, aber ich glaub fast das geht gar nicht...

Liebe gruesse,
Sandra :)

AnnaS
08.03.2003, 18:25
Also ich habe mir anfangs auch immer vorgenommen, mich an eine Art Plan zu halten. Das geht aber nicht, weil manchmal das Wetter dazwischen kommt (stell dir vor es ist Winter, du willst spazieren gehen und es ist Eisregen), manchmal dieses, manchmal jenes. Irgendwann habe ich die Idee mit so einem Plan aufgegeben. Achte einfach darauf, dass es ausgewogen ist, was du mit deinem zukünftigen Pferdchen machst. Dann machst du es richtig.

Vor allem ist es eben auch so, dass manchmal an dem einen Tag irgendwas nicht so wunderbar funktioniert, du machst Schluss, wenn wenigstens etwas geklappt hat, und willst es am nächsten Tag noch einmal versuchen. Und schon ist der Plan dahin, weil vielleicht auf diesem Plan etwas ganz anderes steht.

Wie gesagt, achte drauf, dass es nicht langweilig wird für das Pferd, und dass du es aber andererseits auch nicht überforderst, in dem du zu sprunghaft bist mit deinen Unternehmungen.

Anna