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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unterordnung



Luna
15.05.2002, 14:12
Inzwischen(eigentlich erst seit ich regelmäßig im Zooplustalk lese-davor hab ich mir keine Gedanken drüber gemacht) bin ich mir im klaren das mein Hund sich in der Rangordnung nicht unbedingt unter mir sieht. Das will ich jetzt ändern. Die vielen Beitrage im Archiv "Woran erkenne ich das mein Hund fast der Boss ist" hab ich gelesen. Vor ungefähr einem halben Jahr hab ich damit angefangen das er bei Fuß die Treppen runtergehen muß und nicht mehr vor mir runterfetzen. Er geht durch keine Türen mehr ohne das ich vorgehe (draußen-in der Wohnung schon). Er steht auf wenn er im Weg liegt (das aber schon immer-da hab ich drauf geachtet das er früh schnellgenug wegspringt oder geht da die Leute draußen ja auch nicht unbedingt Rücksicht auf ihn nehmen bzw. gar nicht soweit runterschauen ob da ein Hund ist).
Seit ungefähr einer Woche versuche ich nicht darauf einzugehen wenn er spielen will oder kommt und gestreichelt werden will(hab ich hier gelesen*g* Man lernt nur dazu).
Soll ich ihm jetzt noch verbieten von sich aus auf die Couch zu springen? (durfte er schon immer). Und muß man wirklich so konsequent darauf achten das er nachdem ich gegessen hab sein Fressen bekommt? Ist wirklich alles so notwendig damit er versteht an welcher Stelle er steht?
Er hat z.B. gestern beim Radfahren den Reifen angepinkelt. Wohl auch ein klares Zeichen wer der Boss ist. Er bellt auch wenn Fremde in die Wohnung kommen (zwar nicht mehr soviel wie früher aber halt schon noch).

Sandy
15.05.2002, 22:00
Hallo!
Das ähnliche Problem hab ich auch!:rolleyes:
Ich würde euch auch dringenst um Rat bitten!!!!
BITTE! :D :)

Schon mal danke!
Ciao, sandy

Alpha
15.05.2002, 22:41
Hallo Luna!
Treppen herauf als auch herab sollte Dein Hund nicht bei Fuss,sondern hinter Dir laufen.Auf die Couch darf Dein Hund gerne,nur nie von sich aus.Erst wenn Du das Kommando gibst(z.B.komm hopp),darf er aufs Sofa.Es wäre ratsam,ihn zumindest nicht,während Du isst ,fressen zu lassen sondern danach .Er darf selbstverständlich auch nicht betteln oder beim/unterm Tisch liegen,während Du isst.Wenn er Dich als Boss sieht,wird er von sich aus auf Abstand bleiben,wenn es noch nicht soweit ist,mußt Du Dir den Respekt verschaffen.Wenn Du tatsächlich über Deinem Hund stehen möchtest,ist es unumgänglich,die Regeln ein zuhalten.Dabei sind Konsequenz noch wichtig und das Du Deinen Hund nie unfair behandeltst.
Gruß,Alpha

Luna
16.05.2002, 09:58
Hallo Alpha! Ich hab grad gesehen das Du 5 Hunde hast! Wow! Lösen sich eigentlich alle Probleme von selber wenn man über dem Hund steht? Also ich hatte z.B. überlegt noch einen Hund dazuzunehmen(inzwischen bin ich mir im Klaren das ich erstmal mit dem einen klarkommen muß*g*). Aber z.B. wenn ich eine Hündin dazuhole hab ich Angst das mein Kleiner sie verteidigt vor anderen Rüden. Passiert das nicht wenn man "der Boss" ist? Was hast Du denn wenn man fragen darf? Nur Rüden?

Und, es wird eine wahnsinns Umstellung wenn ich plötzlich versuche alles einzuhalten. Ich hab z.B. mal hier gelesen das eine geschrieben hat Ihre Hunde würden es nie wagen Spielzeug vom Boden aufzuheben und damit zu spielen.
Wie ist es für Ihn wenn er plötzlich vieles nicht mehr darf? Versteht er es erst gar nicht und ist anfangs schlimm für ihn oder versteht er dann an welcher Stelle er steht und es ist ok?
Lauter Fragen....schonmal danke für die Antwort.

Noch kurz ein Erlebnis: Gestern hab ich eine Frau gesehen die eine kleine Hündin hatte. Genauso klein wie meiner. Sie ist ohne Leine durch die Menschen zum Mc Donalds rein. Auch Menschen ohne Ende. Der Hund ist ganz ruhig hinterhergetrottet, ist jedem aus dem Weg der rauswollte, hat brav gewartet und ist dann mit Frauchen wieder raus. Das war sooo faszinierend. Ich konnte gar nicht woanders hinschauen und dachte meiner wäre schon unterm Auto weil er panisch losgelaufen wäre sobald mehr Menschen da sind oder er hätte schon 20 Menschen angebellt, wäre dann im MC D. falls er es überhaupt soweit geschafft hätte irgendwo in ein Eck geflüchtet und zitternd dagesessen. Auf jeden Fall hab ich die Frau so beneidet um ihren Hund. Mir ist klar das meiner niiie so werden kann, aber wenn eine Besserung eintreten würde wär ich ja schon sehr dankbar. Ich hab ja mindestens noch 10-15 Jahre mit ihm.

Nemo
16.05.2002, 11:46
Hallo,

also wir sind auch gerade in der Umbruchphase, wir wollen "der Boss" sein. Wir achten jetzt auf viele Dinge, die wir zwar wußten, aber nie eingesetzt haben. Zum Beipiel: Wenn Nemo alleine ist und wir zurückkommen, wird er erstmal komplett ignoriert, egal was er macht. Wichtig dabei ist den Augenkontakt zu meiden und ihn auch nicht ansprechen oder sogar anfassen. Wir machen dann erstmal unsere Hausarbeit oder telefonieren usw. Wenn er dann irgendwann aufgibt uns sich hinlegt, warten wir ca. noch 5 Minuten ab und dann rufen wir ihn zu uns, er kriegt dann eine Leckerli und wird begrüßt. Wichtig ist hierbei wieder: er muß zu uns kommen und nicht wir zu ihm. Es fällt wirklich schwer, aber es hilft. Grund für die Methode: Das Alphatier darf kommen und gehen wann es will. Besucher sollten sich genau verhalten! Wenn wir irgendwo zu Besuch hingehen ist die Reihenfolge der Begrüßung auch wichtig. Zuerst die Menschen und dann der Hund.

Beim Essen verhält es sich auch so wie schon mal geschrieben, erstens achten wir darauf das er nach uns ißt und dann, wenn er irgendwo in einer Ecke liegt rufen wir ihn zu uns und gehen zu seinem Futterplatz. Wir nehmen seine Schüssel und füllen sie, wir legen uns noch eine Kecks oder etwas anderes Essbares daneben und tun so als nehmen wir ihn aus seinen Napf und essen ihn vor seinen Augen, danach stellen wir komentarlos seine Schüssel zu seinem Futterplatz.

Es sind viele solche Kleinigkeiten, die immer wieder nötig sind um die Rangordnung jeden Tag neu zu beweisen. Er hat jetzt auch eine Platz von uns bekommen (in der Wohnung), wo er nicht die Eingangstür sieht. Sofa, Bett und Schlafzimmer sind ab jetzt tabu, nur wir haben das Recht diese Gebiete zu Nutzen. Wir machen das ganz, mit auch anderen Dingen, die schon geschrieben wurden (zuerst durch die Tür usw.) jetzt ca. 1,5 Wochen und er hat es akzeptiert und die Spaziergänge werden langsam echt erholsam (ohne Leine, früher meistens mit Schleppleine). Er schaut imme rwo wir sind, wenn er etwas anstellt oder er zurückbleibt, gehen wir einfach weiter. Dann kommt er früher oder später ganz schnell angerannt. Wir halten dann immer ein Leckeli bereit. Es wird immer schneller.

Buchtipp: Mit Hunden sprechen von Jan Fennell

Luna
16.05.2002, 16:00
Das sind doch mal anschauliche Beispiele :-) Seit ich mir soviel Gedanken ums Thema Unterordnung mache fällt mir erst auf was für Sachen er sich eigentlich rausnimmt ohne das es mir überhaupt bewußt war.
Das mit dem heimkommen und nicht begrüssen muß ich auch machen. Er kommt nämlich immer angelaufen, winselt(vor Freude denke ich*g*) und läuft um mich rum und springt durch die Gegend, dann fetzt er zu einem Spielzeug(was in Zukunft auch nicht mehr rumliegen wird), packt es und läuft damit durch die Gegend, dann wieder zu mir usw. Nach 5 Minuten hat er sich dann beruhigt. Das gleiche wenn ich im Büro 2 Minuten zum kopieren gehe. Da dachte ich auch übertreiben kann mans auch, war ja nur 2 Minuten weg. Aber scheinbar ist das ja keine Freude des wiedersehens....
Es ist schwer so zu denken wie der Hund, aber da gewöhnt man sich auch dran denke ich.

Lotta
16.05.2002, 16:47
Hallo Nemo und Luna,

ich verstehe nicht so ganz - sollen euch eure Hunde nicht mehr begrüßen, wenn ihr heimkommt? Oder waren sie dabei zu wild oder grob? Unsere Hunde begrüßen uns immer, mit allen Zeichen der Unterwerfung: Ohren nach hinten, Mundwinkel lang, Schwanz auf halber Höhe wie wild wedelnd, Schnauzenstoß in die Luft usw. Dann werden sie von uns geklopft und gestreichelt und beruhigen sich wieder. Auch ihre "Hundefreunde" begrüßen sie, man sieht an der Körperhaltung ganz deutlich den Rang, aber beide Tiere zeigen ihre "Freude am Wiedersehen". So ein Begrüßungsritual kenne ich auch von Wölfen nach dem Aufwachen.

Ansonsten halte ich es für sinnvoll, die Privilegien eines Hundes einzuschränken, so wie ihr es tut. Nur das mit dem Begrüßen leuchtet mir nicht ein. Man hat ja zu seinem Hund nicht nur eine Dominanzbeziehung, sondern auch eine Bindung, und die muss man sich doch gerade nach einer Trennung zeigen?
Schreibt doch mal, wie ihr darauf gekommen seid.

Grüße von Lotta

Nemo
16.05.2002, 16:52
freut mich, daß Dir meine Tipps gefallen. Bei uns war es auch so, beim Heimkommen (er war alleine) ist er auch jedesmal um uns rum, und an uns hochgesprungen, zur Spielekiste usw. Das Gleiche auch nur wenn wir mal den Müll runtergebracht haben bzw. am Klo waren :-) Wir haben auch festgestellt, daß er jetzt viel ruhiger und entspannter ist, sonst ist er bei jedem Geräusch aufgeschreckt und war relativ nervös.

Wir versuchen jetzt auch immer, daß er nichts einfordert (zum Beispiel Jetzt spiel mal mit mir, oder gibt mir mein Futter es ist schon spät). Falls er es einfordert, wenden wir immer die 5minuten Regel an, ab dem Zeitpunkt ab dem er sich irgendwo ruhig hinlegt. Dann rufen wir Ihn und geben Ihm wie oben beschrieben Futter, oder spielen. Schreib mir bitte mal, wie es klappt. Uns ist es wirklich total schwer gefallen, aber die Freude ist jetzt umso größer.

Nemo
16.05.2002, 17:06
Hallo,

Die Regeln werden nicht sein ganzen Leben lang eingehalten, nur jetzt in der Umbruchphase, und dann immer mal mehr oder weniger, hauptsache die Rangordnung ist klar.

Zu uns: Wir haben eine fast 2 Jahre alten Welsh Terrier und hatten ein wirkliches Dominazproblem. Seit den 1,5 Wochen in der wir das jetzt machen funktioniert das jetzt alles viel besser und mit mehr Freunde. Noch mal zur Begrüßung: Er veranstaltet beim Heimkommen immer weniger "rumgehopse", da er weiß das es nichts bringt, dann wenn er sich beruhigt hat darf die Begrüßung umso größer sein. Wichtig für uns ist: Es muß immer von uns ausgehen und er sollte es nicht selbst einfordern. Bei uns funktioniert es gut, aber wir haben auch einen sehr dominaten Hund. Die Bindung wird wirklich bei uns immer größer und die Spaziergänge sind jetzt wirklich toll (früher fast immer mit Schleppleine) und man sieht ihm die Freude wirklich an. Wie gesagt es kommt immer auf den Hund, wie Konsequent die sogannten Regeln eingehalten werden müssen. Wir wollen unseren Hund wenn möglich immer ohnen Leine laufen lassen und uns auf ihn verlassen können und er soll vertrauen zu uns haben, wir haben schon viele Welsh Terrier Besitzer getroffen die nur mit Leine gehen. Es soll es mit Freude tun und nicht dazu gezwungen werden oder aus Angst vor der Strafe etwas richtig mache (ich hoffe es ist verständlich)

Nemo
16.05.2002, 17:12
an Lotta:

Deine Frage hatte ich vergessen: Wir waren letzte Woche im Urlaub mit unsere Hundschule und da wurde mir eine Buch empfohlen: Mit Hunden sprechen von Jan Fennell. Seit eben 1,5 Wochen halten wir uns an die Tipps und bringen natürlich auch eigene Ideen und Erfahrungen mit ein und arbeiten nicht nur das Buch nach.

Sandy
16.05.2002, 18:30
Jetzt leuchtet mir vieles ein!:rolleyes:
Aber könnt ihr mir noch sagen ob mein Teufel auch mit
dem Geraufe aufhören wird wenn er bemerkt hat dass ich der Boss bin, und ich wenn es nötig wäre diese Kämpfe austragen müsste?
Und könnt ihr mir sagen ob bei uns aus der Familie alle diese
Regeln einhalten müssen? Oder nur ich?!
Bin wirklich im Stress, denn mein Hund (Terrier!!!) ist ein richtiger Hitz-Kopf, und seine Dominanz unübertreffbar!

Helft mir, bitte!
Sandy

Nemo
16.05.2002, 18:51
Hi,

ein Terrier, was den für einer. Also alle Familienmitglieder sollten diese Regeln einhalten, die über ihm stehen wollen und auf den er zuverlässig hören soll. Bei uns sind das zwei Personen. Wenn jemand alleine mit ihm Gassi geht, sollte er gleich klar machen, das er der Boss ist. Zuerst durch die Tür, und gleich ein paar Unterordnungsübungen beim Spaziergang. Fuß gehen bei durchhängender Leine, Sitzen beim Stehenbleiben, Sitz aus der Bewegung, Platz aus der Bewegung. Wichtig auch spontane Richtungsänderungen einbauen und den eigenen Weg durchsetzen und den Hund nicht anschauen beim gehen, aber auch ausgiebig loben er etwas richtig macht. Wenn es nicht funktioniert, immer wieder Richtungswechsel einbauen. Wenn das dann gut klappt und ohne Zug auf der Leine müßte er die Rangordnung akzeptiert haben und man kann ihn laufen lassen. Die ersten paar Schritte ohne Leine auch mit Fuß und dann bleibt man stehen und läßt ihn Sitz machen und sagt dann geh spiele oder so. Mit dem Raufen muß man sehen, wie er die Regeln annimmt bzw. wie Stark die Bindung ist. Normalerweise sollte es besser werden. . Achte auch darauf das Dein Hund keine Kommandos alleine auflöst. Bei Bleiben zum Beispiel: Der Hund robbt oder geht Dir eine Stück nach, dann bring ihn wieder auf seinen Platz zurück. Berichte mal wie es klappt. Du kannst auch gerne eine Email direkt an mich schicken. Das man sich unter Terrierbesitzern hilft ist doch ehrensache.

Mascha
16.05.2002, 21:33
Hallo Leute!

Es ist sicher gut und richtig, bei seinem Hund darauf zu achten, dass er nur auf Kommando auf's Sofa springt, durch Türen geht usw. - ich habe das bei meinem jetzigen Hund von Anfang an beachtet (rechtzeitig die richtigen Bücher gelesen ;)) und habe im großen und ganzen einen wohlerzogenen Vierbeiner.

Durch die Diskussionen hier im Forum bin ich allerdings allmählich zu der Frage gekommen, mit welcher Begründung wir Menschen das alles eigentlich als Zeichen von Rangpositionen nehmen. Ich meine, im normalen Wolfs- oder Hunderudel gibt es ja keine Türen! Erhöhte Liegeplätze schon - das ist was anderes. Aber gerade die Türen - ist es für einen Hund wirklich "von Natur aus" einleuchtend, dass ein Ranghöherer zuerst durch die Tür geht?

Klar ist, dass die Ranghöchsten das Zeichen zum allgemeinen Aufbruch geben, die Richtung bestimmen usw. Aber das Aufbruchszeichen ist bei Menschen doch eher der Griff zur Leine oder zum Hausschlüssel als der tatsächliche Schritt durch die Tür!? Und die Richtung kann erst draußen vorgegeben werden - erstmal muss man eben raus.

Und da könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es für die meisten Hunde - nach ihrem Verständnis - egal ist, wer als erster durch die Tür geht; nicht davon hängt die Rangordnung ab! Viel wichtiger ist es, dass der Mensch die Erlaubnis gibt, dass hund also nicht nach eigener Lust und Laune losrennen darf.


Was meint Ihr dazu?

Nemo
16.05.2002, 22:14
Hi Mascha,

also ich habe es immer so verstanden, das die Wohnung oder das Haus die Höhle ist und nach der Tür unbekannte Gefahren lauern. Deshalb schaut der Ranghöchste nach, ob die Luft rein ist.

Chris62
17.05.2002, 10:26
hallo an alle!
also ich begrüße meinen hund schon wenn ich heim komm bzw er begrüßt mich. wir tun dies zwar nicht überschwenglich, aber das hat weniger damit zu tun, dass ich alpha bin, als eher damit, dass ich es für selbstverständlich ansehe, das er alleine bleibt.
der haushund bringt viele soziale verhaltensweisen aus dem wolfserbe mit, u.a. eben die fähigkeit sich uns anzupassen. wir wurden zu seinem rudel und innerhalb dieser gemeinschaft sucht er seinen platz in der rangordung. für eine sinnvolle mensch- hundbeziehung muß diese unzweifelhaft feststehen, wobei der hund sich einzuordnen hat.
bedingungsloses unterordnen kann und darf nicht das übergeordnete ziel der erziehung als ganzes ausmachen.
auf dieser basis wir sich nie eine gesunde mensch/ hundbeziehung aufbauen können.
neben der einordnung des hundes muß auf der anderen seite aber auch der mensch seinen anspruch auf führung bekunden, in einer für den hund verständlichen weise. der mensch sollte also über die vorgänge der rangordnungsbildung bescheid wissen. diese liegen bei zahlreichen hundehaltern leider im argen. viele hunde ordnen sich nicht unter dem menschen , sondern neben oder auch über ihm ein und sei es nur in dieser oder jener situation. damit meine ich, das es nicht egal ist ob man dem hund immer als erstes den vorrrang lässt, ob er bestimmt wann es streicheleinheiten gibt, ob er entscheidet wie weit er sich beim spazierengehen entfernt, oder erst auf das x te komando hört, oder ob ich heute erlaube was ich morgen verbiete, oder was ich einmal belohne beim nächsten mal vielleicht bestrafe ect. ist also aus der sicht des hundes die rangordung nicht klar, dann wird der hund versuchen die gewünschte ordnung herzustellen und zwar so lange bis er seinen rang in der familie gefunden hat. dabei handelt er keineswegs hinterlistig oder gemein. er folgt lediglich seinen angeborenen verhaltenszwängen. ursachen für solch fundamentale fehler in der erziehung sind meist vermenschlichung, inkonsequenz und ein gehöriges maß an unwissenheit.
die weichen für eine gesunde rangordung, bei welche der mensch ( als alpha) die entscheidungen trifft, innerhalb welcher aber auch der hund seine arteigenen und individuellen freiräume genießen darf , müssen früh in der prägungsphase gestellt werden und es gilt sie ein leben lang aufrecht zu erhalten und zu vertiefen.
ich persönlich bevorzuge das wort einordnen, da es im vergleich zur unterordnung die weitaus höhere entwickelte fähigkeit darstellt und der begriff unterordnung noch aus einer zeit stammt in dem die hunde mit ZWANG ausgebildet wurden. er mußte " parieren".
ich hingegen arbeite über futter und beutemotivation und nicht mit zwang.
mfg gaby

Thomas
17.05.2002, 10:57
....hast Du feeeiiiin geschrieben, Chris62!

Happy Weekend!
Thomas

Chris62
17.05.2002, 12:50
link funktioniert wieder- uff!
danke nochmal
frohe pfingsten
chris :cool:

Alpha
17.05.2002, 23:07
Hallöchen!
Ich weiß jetzt nicht mehr,wer danach fragte,aber:klar bekommt man auch das "Rauferei"-Problem in den Griff,wenn man die Regeln umsetzt,da Alpha stets für Sicherheit sorgt,sprich "Gegner" in Schach hält usw.Das natürlich nicht von heute auf morgen,man muß sich für Hund auch auf ganzer Ebene des Alphas als würdig erweisen...Ohne die Regeln zu beachten,kann man allerdings nicht Alpha werden,für Hund.
Gruß,Alpha

Alpha
17.05.2002, 23:30
Hund kann nicht unser Partner sein-in dem Wunschdenken kommt es meist zu den Problemen.Leider leider leider muß der Hund untergeordnet sein,dem Menschen.Hunde leben und brauchen Hierarchie,auch wenn sie bei Mensch leben.Sie können vieles erlernen,sich uns "anpassen"/Dinge,Gepflogenheiten hinnehmen lernen,doch sollten wir ihnen auch mal einen Schritt entgegenkommen,indem wir Teile ihrer Welt übernehmen:dazu gehören die Grundregeln sowie,daß wir sie wie gesagt nicht vermenschlichen(z.B.Leckerchen erziehung,"mein Hund hat mich lieb weil ich ihn füttere/streichle/ihn "gerettet habe").Mensch muß/sollte lernen,im Umgang mit Hund Dinge wie Belohnung,Beruhigung,Mitgefüh l,Dankbarkeit usw. zu vergessen,da es dies unter Hunden nicht gibt und nie geben wird.Damit tut sich Mensch leider sehr schwer.
Türen gibt es bei wildlebenden Hunden nicht,richtig(toll erkannt,nicht weitergedacht)-aber sie stehen im Hundereich für Reviere,die immer Alpha als erster betritt.
Das Begrüßen muß immer Alpha einleiten,wer dies seinem Hund zugesteht,ist für Hund nicht Alpha.Die Regeln(eh nurn kleiner Auszug)werden im Hunderudel(ich spreche nicht von Wölfen,sondern von Hunden)das ganze Rudelleben über jeder Generation so gelebt und nie abgebaut!Alpha denkt nie"jetzt haben sies begriffen und sind brav,da lass ich die Zügel mal wieder locker...".Nein.Sie besteht zeitlebens auf Einleitung der Regeln.
Gruß;Alpha

Flocke
18.05.2002, 22:43
Huhu Gaby

kann Thomas nur zustimmen. Du hast mir aus der Seele gesprochen... Wir wünschen euch auch ein frohes Pfingstfest.

NadineG.
19.05.2002, 04:31
Hall an alle!

Interessantes Thema, daß ihr da gerade diskutiert! Leider betrifft es mich und meine Hunde im Moment auch gerade ziemlich doll:o und mir sind da mal ein paar Fragen durch den Kopf geschossen...

Ich habe etwas weiter oben gelesen, daß der Hund nicht von sich aus Spielzeug aufnehmen soll in meiner Gegenwart. Warum nicht habe ich noch nicht genau verstanden. Ich glaube, es hat etwas mit "Beute machen" zu tun? Gilt auch genau das Gleiche für die Begrüßung des Hundes wenn er sich ein Spielzeug (muß nicht mal ein Spielzeug sein. Letztens hat unsere Kleine einfach das Geschirrhandtuch vom Stuhl gezogen, hat sich das zwischen die Zähne geklemmt und wollte uns begrüßen kommen...:rolleyes: ) schnappt und uns dann begrüßen kommt? (Übrigens muß ich sagen, daß ich jetzt seit kurzem meine Hunde auch ignoriere, wenn ich nach Hause komme. Ich frage nur mal aus Neugierde, da unsere Kleine das nämlich ständig gemacht hat. Na ja, manchmal versucht sie es immer noch....)

Würd mich freuen, wenn ihr mir weiterhelfen könntet?

Viele Grüße
Nadine

Alpha
20.05.2002, 20:09
hallo Nadine!
Es kommt darauf an,welche Zeichen Dein Hund gibt beim Begrüssen.Entweder zeigt sie Dir Beute vor,d.h.präsentiert "ihres",oder sie will zur Beschwichtigung Dir eine Beute bringen,da sie Dir nicht gefolgt ist,was ja Ungehorsam bedeutet.(Hunde können nicht denken"sie hat mich ja nicht mitgenommen sondern weggesperrt-ich konnte ihr also nicht folgen").
Gruß,Alpha

NadineG.
21.05.2002, 05:05
Hallo Alpha,

sie gibt ihr Spielzeug nicht ab, bzw. spuckt es mir nicht vor die Füße. Das ganze läuft folgendermaßen ab: Tür geht auf, ich komme rein. Hund läuft "panisch" durchs Haus und sucht Spielzeug (oder halt irgendetwas) und klemmt sich das zwischen die Zähne. Dabei ist sie ziemlich aufgeregt. Ich stelle dann immer meinen Fuß auf die Treppe um die Schuhe auszuziehen und sie setzt sich vor mir auf die Stufen, so daß ihr Gesicht in Höhe meines ist. Dabei macht sie dann immer so glucksende Geräusche (kann ich nicht beschreiben, hört sich aber niedlich an..). Ihre Ohren sind dabei angelegt. Genau diese Geräusche macht sie auch immer, wenn sie uns ins Gesicht leckt. (lecken will...) was ja eigentlich Untergebenheit heißt, oder? Wie sieht es denn nun aber damit aus, wenn der Hund sich in meiner Gegenwart einfach ein Spielzeug nimmt und darauf rumkaut? Ich habe mal in einem Beitrag von Dir gelesen in dem stand, daß der Hund das nicht soll. - Warum??

Hast Du jetzt übrigens mal meine e-mail Adresse bekommen? Falls nicht, sie lautet ngommans@gmx.de Ich würde mich freuen, wenn Du Dich mal bei mir melden würdest!

Viele Grüße
Nadine

Karlanda
26.05.2002, 19:40
Hallöchen an alle,

ich habe da jetzt auch mal eine Frage. Ich habe seit kurzer Zeit einen Rüden von 1,5 Jahren aus der Notvermittlung. Um überhaupt keine Diskussionen zuzulassen, habe ich von vornherein die Erziehung wie folgt begonnen: hinter mir durch die Tür gehen, kein Anspringen, kein "Anraufen", kein Gezerre an Gegenständen, keine Couch, kein Bett, Schweineohr abgeben (gibt's auch wieder zurück), ebenso Futternapf, kein übertriebenes Markieren, Hundeschule ab der zweiten Woche nach Einzug. Eines ist aber noch unklar: Der Hund macht vor mir "Sitz" und gibt dabei sehr häufig Pfötchen (besonders vor dem Spazierengehen) - wie kann ich das deuten?

Viele Grüße