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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spazieren gehen Angst vor anderen Menschen



Celticchild
11.09.2015, 23:14
Mein Napoléon hat Angst vor Menschen. Ich kann nur mit ihm ausser haus gehen früh Morgens wenn noch keine andeen Menschen draußen sind; zenn die ersten Menschen auf der Straße sind will er sofort rein, wenn es "zu spät ist versteckt er sich sofort hinter mir. Wenn ich es erzwinge bekommt er sofort Herz rasen. Ich weis nicht was man ihm angetan hatte. (Habe ihm verlassen aus dem straßengraben geholt).
Wie kann ich diese Angst langsam abbauen.
Die Angst besteht auch vor Kindern (ist vermutlich auch mal mit steinen beworfen worden ( das tun hier leider manche wenn sie sich nicht an einen Hund vorbei trauen.)

OESFUN
12.09.2015, 08:27
Bei Hunden liegt die Prägephase zwischen der 4ten und 8ten Woche , was sie da erleben sowohl positiv als auch negativ wird er behalten und da Napoleon in dieser Phase wohl eher negative Dinge erlebt hat wird es schwierig werden ihn da "rauszuholen". Wenn er dann auch noch in der Sozialisierungsphase (so bis zur 16 Woche) wenige oder gar keine positiven Kontakte zu anderen Menschen hatte wird es wohl noch schwerer. Erzwingen geht gar nicht :o macht es , meinerMeinung nach , nur schlimmer . Er muss lernen das er dir vertrauen kann und sich an dir orientieren.

uta_stareprawo
12.09.2015, 11:53
Reagierst du in irgendeiner Form, wenn ein anderer Mensch auftaucht? D.h. drehst du dich zu deinem Hund um und versuchst ihn zu beruhigen, verspannst du dich (vielleicht eher unbewusst, weil du genau weißt, wie dein Hund reagieren wird)?

Ich würde zunächst einmal versuchen, ganz souverän weiterzugehen, wenn irgendwo ein anderer Mensch auftaucht. Den Hund nicht ansprechen, aber aufpassen, dass du immer zwischen dem fremden Menschen und deinem Hund bleibst. Wenn das so nicht funktioniert, wenn der Hund rückwärts zieht oder stocksteif stehen bleibt, versuch ihn abzulenken. Wirf ein Leckerlie (natürlich nicht in Richtung des fremden Menschen) oder fang an, ganz locker mit ihm zu spielen. Wenn du entspannt bleibst und dein Hund beschäftigt ist, wird er mit der Zeit lernen, dass Menschen für ihn keine Gefahr mehr darstellen. Aber das wird lange dauern, da brauchst du viel Geduld.

Celticchild
12.09.2015, 17:01
ok ich werde versuchen ihn durch Spielchen abzu lenken, bis her habe ich versucht mit ihm dann das zurückziehen in Platz machen um zu lenken und mich zu ihm hingehockt. und wenn der andere vorbei war bin ich wieder aufgestanden und habe versucht weiter zu gehen.

OESFUN
12.09.2015, 18:02
Wenn du der Situation soviel Aufmerksamkeit widmest (wenn du dich zu ihm hinhockst wirst du ihn bestimmt auch streicheln oder beruhigend auf ihn einreden) machst du ihm eigentlich klar das er Grund hat solche Angst zu haben, da du sein Verhalten bestärkst .

uta_stareprawo
13.09.2015, 12:18
Ganz genau. Indem du dich hinhockst, machst du dich klein - für den Hund heißt das, du hast auch Angst und willst dich verstecken. Bleibst du dagegen aufrecht und souverän, heißt das für den Hund, du betrachtest den fremden Menschen nicht als Gefahr bzw. du bist in der Lage, deinen Hund vor dem Fremden zu beschützen. Genauso mit der Stimme: Leise und beruhigend heißt für den Hund eher ängstlich, ja nicht auffallen. Normale Lautstärke und tiefe Stimme vermittelt Selbstbewusstsein und Sicherheit.

Mit dem Hund zu spielen, sobald jemand Fremdes auftaucht, ist übrigens auch eine gute Möglichkeit für dich zu verhindern, dass du selbst dich verspannst. Du lenkst euch damit gewissermaßen beide ab. Ich mache das mit meinen zwei Damen, wenn wir anderen Hunden oder Katzen begegnen. Dadurch konzentriert sich mein Hund auf mich und kommt nicht auf die Idee, den anderen Hund anzuzicken oder der Katze hinterherzujagen.