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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spielen oder Dominanz verhalten?



ulli-maus
09.03.2015, 14:33
ich habe eine Frage an euch. Beim spazieren gehen mit meiner Hündin (Collie 1,5 Jahre), treffen wir öfter einen Rhodesian Ridgeback Rüden. Ca.3 Jahre alt. Die Zwei spielen auch immer ganz nett zusammen. Letzten Sommer hat mich der Rüde umgerempelt und ich bin hingefallen. Es ist aber nichts passiert. Jetzt hat er es wieder gemacht und hat dabei meine Kniescheibe rausgehauen. Meine Hündin lief bestimmt schon 4 m vor mir als er von hinten angerannt kam. Der Weg ist breit genug. Schätze mal 6-8m. Liege schon 6 Wochen mit einer Knieorthese, da auch alle Bänder zerrissen sind.
Nun meine Frage:
Kann das Zufall sein und er hatte nur Augen für meine Hündin, oder hat er es mit Absicht gemacht.
Würde gerne eure Meinung wissen.
Danke schon mal im Voraus.

Carmelita
09.03.2015, 15:26
Wenn man es nicht sieht, ist es nicht einfach, das zu beurteilen. Aber der Beschreibung nach würde ich schon sagen, es war nicht unbeabsichtigt. Das ist schon eine freche und respektlose Geste des RR. Bei einem anderen Hund z.B., den er respektiert würde er sich das im Leben nicht trauen, höchstens einmal - dann gäbe es eine knallharte Ansage.

Ich finde das schon arg, was Dir passiert ist und wünsche Dir gute Besserung :bl:

Susanne

Carlo
10.03.2015, 09:25
dominanz ist sicher das falsche wort, aber wie susanne schon schrieb, es ist äußerst respektlos. selbst wenn der weg nur so breit gewesen wäre wie du - auch hunde haben eine bremse, gelle. auch dreijährige rr.
ich meine, dass dreijährige rüden sich mal daneben benehmen ist völlig normal (dass dich das so schwer verletzt hat, ist natürlich bedauerlich - dies war aber sicher nicht die absicht des hundes), grenzen sind ja auch bei jungen männern nicht eingebaut, sondern müssen erlernt werden. das wissen wir ja alle aus kindergarten und schule :D (und es betrifft uns durchaus ja auch, der gerechtigkeit halber :D)
ich meine mich zu erinnern, dass mein rüde einstens auch mal die halterin einer rottweilerin angepinkelt hat :D (okay, die hündin war extrem dominant, die begegnungen bei aller liebe - und das war es über die jahre wirklich - nie ganz spannungsfrei, das pinkeln kam sicher aus der intention zum einen die spannung für sich selbst raus zu nehmen, zum anderen die hündin zu becircen und ein baum war nicht in der nähe, war halt mitten auf der wiese). trotzdem war es natürlich respektlos.
die frage ist, wie die andere seite der leine damit umgeht - und eigentlich hätte das nach dem ersten vorfall nicht noch mal passieren sollen.
mein junger mann hat damals einen einlauf gekriegt, den er so schnell sicher nicht vergessen hat und auch im sonstigen umgang war das dann halt die zeit, wo man die zügel etwas fester nehmen musste.
ich würde das offene gespräch suchen, viele halter sind leider kritik- und distanzlos ihren hunden gegenüber solang sie nicht beißen. oder wie ich immer sage: gute erziehung ist sehr viel mehr als "sitz", "platz" und sonstiger sklavischer hundeplatzgehorsam.
vielleicht ist den haltern jetzt ja auch klar geworden, welche "waffe" ihr hund ist - denn gute 30kg in den bewegung erzeugen ungehuere kräfte, wobei einen natürlich auch ein mini-yorki von den beinen holen kann, wenn es dumm läuft :D
gute besserung :cu::cu: