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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bitte lesen = geschwollene Beine!!??



gerdax
22.02.2003, 17:18
@all

Hallo Ihr lieben!

Viele von Euch wissen, daß auf unsere Hintertreppe unser Nachbarklater Lukas (18 Jahre alt) in einer isolierten Kiste haust. Zum Fressen geht er nach Hause, danach kommt er wieder, auch nachts schläft er dort. Eigentlich hat er sein Schlafplätzchen im Schuppen nebenan. Er war immer schon ausschließlich Draußenkater.

Eben kamen wir von einem Spaziergang zurück und er wartete wie immer an der Auffahrt. Es fiel uns auf, daß er unglaublich geschwollene Beinchen und ganz dicke Pfoten hat - bis auf eines - rechts vorne scheint normal zu sein. Er geht auch ganz schwerfällig. Er hat Klitschaugen und eine schmutzige Nase.

Bevor ich zu seinem Frauchen gehe - scheint nicht zuhause zu sein, wollte ich mal hören, ob jemand von Euch eine Idee hat, was das sein könnte. Vielleicht Wassereinlagerungen wegen Nierendefekt? Oder was sonst?

Bitte antwortet schnell!

Enya
22.02.2003, 19:02
Hallo Gerda,

ups das hört sich nicht gut an.
Bitte umgehend mit der Nachbarin reden und den Lukas zum Ta bringen lassen.
Wir haben durch die geschwollenen Beine bei unserem Bilbo festgestellt, das er schwerst Nierenkrank war.
Es könnte aber auch am Herz liegenetc.
Die Klitschaugen könnten auf eine Entzündung der Augen hindeuten.

Schmutzige Nase: Es scheint als wenn Lukas sich nicht mehr richtig pflegen kann.

Also mach deinen Nachbarn klar, das das alte Bärchen umgehend zum Ta muß!!! Vor allem da er ja schon nicht mehr rihtig laufen kann.

tricia
22.02.2003, 20:14
Ich habe gleich an eine Herzinsuffizienz gedacht - ja, Lukas muss sobald wie möglich zum TA.

Enya
22.02.2003, 21:56
Hallo Gerda, mail an dich schon unterwegs!!!!

gerdax
23.02.2003, 10:27
heute früh habe ich die Nachbarin angetroffen. Lukas Beine sind immer noch geschwollen, sein Fell verklebt. Er kommt aber immer noch alleine aus seinem Kistchen und setzte sich auf den Hasenstall in die Sonne. Sein Kistchen ist verkotet. Sie hatte schon bemerkt, daß er kaum noch frisst und es ihm nicht so gut geht - das hat er aber öfter (stimmt). Die dicken Beine hatte sie allerdings noch nict bemerkt. Sie will mit ihm zum TA, wenn ihre Tochter mit dem Auto kommt und ihn solange drinnen behalten. Ich habe ihr angeboten, sie zu fahren, wann immer sie es für nötig hält.

Sie wird ihn nicht im Haus halten können, vermutlich wird er zurück auf seine Treppe wollen. Und dort würde er in seinen Exkrementen erfrieren. Ich bin in einem toalen Konflikt. Lasse ich ihn rein, habe ich Nachbarschaftskrieg und meine Kleinen werden unter Umständen angesteckt mit was weiß ich...er sifft aus allen Körperöffnungen.
Ich glaube, daß seine Zeit gekommen ist. :(

samtpfote5
23.02.2003, 10:43
Ach Menno, ich kann so etwas überhaupt nicht lesen.... Meiner Meinung nach gehört Lukas sofort zum TA.

:(

Enya
23.02.2003, 21:48
Man Gerda so ein Mist!!
Der Dame gehört einen mit dem Hammer ge....
Hat schon bemerkt das es ihm nicht so gut geht und wartet dennoch ab.
Ne das kann ich nicht verstehen. Vielleicht könnte man ihm jetzt noch helfen!!
Warum nimmt sie denn deine Hilfe nicht an???

Aber es wird schwierig so einen Kater drinnen zu halten. Hab es ja selber hinter mir. Selbst als er gar nicht mehr konnt mußte er noch raus.:(



traurige

Berglöwe
23.02.2003, 22:21
Man Gerda,

kannste denn Lukas nicht einfangen und alleine zum TA bringen, ohne deine doofe Nachbarin zu fragen ??? Die scheint ja total bescheu--- zu sein.

Hey probiere ihm doch zu helfen bevor es zu spät ist !!!

Taurige, aber liebe Grüße
von Berglöwe

Weinrichshain
23.02.2003, 22:39
Auch ich finde, daß das nicht gut kling. Es könnte Katzenschnupfen sein, was mit dem Bein ist, weiß ich nicht.
Da der Kater schon sehr alt ist, ist sein Immunsystem sicherlich auch schon ziehmlich geschwächt, so daß er sich wer weiß was eingefangen hat. Unbedingt zum Tierarzt gehen !!!
Hier darfst Du keine Zeit verschwenden, auch wenn es nicht Dein Kater ist. Rufe vorher beim Tierarzt an, wie das mit den Kosten geregelt wird in so einem Fall.
Gruß Ilona
http://www.perser-persian.de

gerdax
24.02.2003, 12:42
Lukas hat die Nacht zuhause verbracht, die Schwellungen sollen zurückgegangen sein, er trinkt wieder, frißt aber kaum.
Die Nachbarin paßt auf, daß er ins KKlo macht und trägt ihn zurück, wenn er raus will.

Von normal-denkenden Menschen wird mir immer vorgeworfen, daß ich mich mit meinen Tieren "zu sehr habe". Für die Häsin muß, damit sie nicht allein ist, unbedingt passende Gesellschaft organisiert werden. Die Häschen müssen unbedingt einen großen Freilauf haben, abends müssen sie unter Anfeuerungsrufen der Nachbarn wieder eingefangen und in den sicheren Stall gebracht werden, die Kaulquappen, die mein Sohn anschleppt, müssen einen Teich kriegen und die Katzen werden besser behandelt,als der Rest der Familie.

Unsere Nachbarin ist eine sehr nette Frau. Sie hat Lukas seit fast 18 Jahren. Er kam von einem Bauernhof. Als er jung war, hatte er einen Unfall und sie hat ihm die Schulter operieren lassen, um ihn zu retten. Anfangs wurde er geimpft - später im Alter nicht mehr. Immer mal wieder wirkte er kränklich und immer wurde er wieder fit. Sie hat ihn mit Futter versorgt und im Stall ein Plätzchen eingerichtet, weil er drinnen nicht zu halten war. Er war der Platzhirsch hier und hatte ein schönes Leben. Und sie liebt ihn.

Sie hat eine andere Art des Umgangs mit dem Tier, sie sagt: er ist 18 Jahre alt, möglich, daß er stirbt. Wenn er jetzt im Warmen ist, jemanden hat, der sich kümmert und er keine Schmerzen hat - warum behandeln? Warum ihn nicht einfach friedlich sterben lassen. Vielleicht wird´s wieder, wie immer.

Und ich seh´ wieder mal - es gibt nicht nur eine Wahrheit -keiner kann aus seiner Haut. :confused:

samtpfote5
24.02.2003, 12:53
Hallo Gerdax,

natürlich ist es möglich, dass Lukas stirbt, aber möglicherweise auch nicht und Lukas hat eine Krankheit, die leicht behandelt werden könnte....

wir können in die Tiere nicht hineinsehen, sie teilen uns nicht immer mit, wenn sie Schmerzen haben. Ich kann nur nicht verstehen, warum Lukas' Besitzerin mit ihm nicht zum Arzt fährt. So hätte man zumindest Gewissheit und vielleicht könnte man Lukas ja helfen, vielleicht hat er ja noch ein paar Jahre vor sich.

Meine Mutter hatte bei ihrer Katze vor einigen Jahren ebenso gehandelt. Tiger, ein Freigänger, wurde plötzlich dünner und trank auffällig viel und sein Fell wurde matt und struppig. Sie sind mit ihm nicht zum TA gegangen, sie meinte, Tiger liesse sich nicht einfangen und außerdem koste das nur Geld. Ich konnte - 300 km - entfernt auch nichts für Tiger tun und er war eines Tages verschwunden - wahrscheinlich hat er sich irgendwo zum Sterben hingelegt.

Heute sieht sie es selber so, dass sie Tiger eigentlich elend verrecken lassen haben und heute tut es ihr Leid und sie meint selber, vielleicht hätte man ihm ja noch helfen können.

So können sich Ansichten auch noch im Nachhinein ändern.

teamcheffin
24.02.2003, 12:56
und warum dem Tier nicht helfen???

Sicher sind 18 Jahre eine stolze Leistung. Aber hat nicht jeder ein Recht auf ordentliche Pflege und vernünftigen Umgang?

Wenn er wirklich krank sein sollte (was ich fast aus deinen Schilderungen vermute) wäre es mehr als gerecht, ihm vom TA helfen zu lassen.

Leider muß ich anmerken, daß mir die Nachbarin egal wäre und ich mir an deiner Stelle den Lukas (?) schon geschnappt hätte und zum TA gebracht hätte.
Sollte der TA dann feststellen, daß er schwer erkrankt ist, kann man ihm dann immer noch sein Gnadenbrot geben. Aber sich einfach nicht zu erkundigen, was das Tier hat, ist nachlässig und in gewisser Weise unverantwortlich.

Das Tier hat euch von seinen 18 Jahren seines Lebens viele Jahre durch seine Anwesenheit beglückt. Nun seid Ihr dran. Du als Nachbarin ebenso, wie deine Nachbarin als Besitzerin.

Quält das tier nicht und laßt mal abchecken, was er hat. Die paar Euros, dürfte euch doch das Wohlergehen des Kerlchens wert sein.

Macht das beste daraus. LG

gerdax
24.02.2003, 13:03
stimmt, Heike. Wär´s meiner, wäre ich auch schon längst beim TA gewesen.

Fakt ist aber - er gehört zur Nachbarin. Sollte er wieder auf meiner Treppe auftauchen und in demselben Zustand sein, muß ich reagieren. Aber jetzt hat sie ihr Tier bei sich. Er wird nachts nicht frieren, hat ein Klo neben sich, wird Pflege erhalten und beobachtet werden. Sie will ja wohl, wenn´s nicht besser wird, mit ihrer Tochter gemeinsam zum TA fahren. Ich halte Kontakt (Vitaminpaste mitgebracht) und berichte, wie´s weitergeht.

samtpfote5
24.02.2003, 13:38
@ Gerdax,

ich verstehe dich schon sehr gut und auch, in welcher Zwickmühle du bist! Du kannst ihr ja schlecht Lukas wegnehmen und du bist sicher diejenige, die am meisten mit dem Kater mitfühlt, denn du siehst ihn ja Tag für Tag.

Vielleicht kannst du ja hier mal das TA-Team um seine Meinung fragen und die Antwort deiner Nachbarin geben. Vielleicht überzeugt sie das ja.

Liebe Grüße und ich drück die Daumen für Lukas!

Heike

gerdax
24.02.2003, 18:55
schon geschehen!

samtpfote5
25.02.2003, 08:09
Hallo Gerda,

sagst du Bescheid, was das TA-Team zu Lukas geschrieben hat??

Liebe Grüße

Heike

gerdax
25.02.2003, 09:14
ich hab Dir die Nachricht vom ZP-TA per mail weitergeleitet.

@teamchefin
also - um die Behandlungskosten geht es nicht, die wäre mir der alte Kumpel auch wert. Wenn mein Tier krank von der Nachbarin gefunden würde, wollte ich auch informiert werden und selbst mit ihm zum TA. Ich hatte zunächst keine Veranlassung zu glauben, daß sie das nicht tut (höchstens Befürchtungen). Eigentlich ist sie immer liebevoll mit ihm umgegangen und hat ihn damals, als er verletzt war, auch operieren lassen. Nun ist er bei ihr zu Hause (drinnen) und sie sagt, es ginge ihm wieder besser, die Schwellungen wären zurückgegangen und sie wird heute mit ihrer Tochter zusammen zum TA fahren.

Enya
25.02.2003, 09:29
Hallo Gerda,
es beruhigt mich echt, das euer alter Freund zum Ta gebracht wird.
Es ist ja bei so ausgesprochenen Freigängern auch nicht immer einfach zu sehen , was los ist.
Jetzt drücke ich erstmal die Daumen, das es ihm wieder besser gehen wird.
Was hat das ZP TÄT denn gesagt? Würde mich auch mal interessieren.

Wir drücken erst mal die Daumen, das es Lukas bald wieder besser geht.
PS: Ich hatte es auch erst so verstanden, als wenn es deiner Nachbarin egal ist, das Lukas krank ist. Sorry

tricia
25.02.2003, 19:43
Hallo, Gerda. Wie geht es Lukas jetzt? Es ist eine verzwickte Situation - man will natürlich helfen, aber sich nicht zu sehr einmischen. Du hättest ihn gleich zum TA gebracht, ich und die anderen hier auch- aber ich kann schon verstehen, dass deine Nachbarin ihn nicht zu sehr belasten will. Wir haben vor Jahren ein "Wildling" aufgenommen (letztes Jahr gestorben). Für ihn waren TA-Besuche fast schlimmer als die Krankheiten. Ich drücke die Daumen.

Bluecat
26.02.2003, 14:44
Hallo Gerda,

gibt es schon Neuigkeiten von Lukas?
Auch mich würde interessieren, was die ZPTÄ geraten haben...

gerdax
26.02.2003, 19:06
Die Nachbarin war mit Lukas beim TA. Ich habe, als sie zurückkam schon gelauert. Sie erzählte unter Tränen, daß Lukas einen Tumor im Bauch hätte und man nichts mehr machen könne, außer ihm noch eine heimelige Zeit zu gönnen und ihn zu verwöhnen. Sie möchte nicht mehr, daß er rausgeht, solange es nicht warm ist. Aber sollte es warm werden, darf er tagsüber wieder auf seine Treppe. :(

Bluecat
26.02.2003, 19:11
Oh nein, wie traurig!

Seelendiebin
26.02.2003, 19:30
Ohjee..der arme Kerl...
Ich hoffe er hat keine schmerzen??

tricia
26.02.2003, 19:31
Das tut mir wirklich leid. Ich hoffe, er hat noch ein paar schöne Wochen oder Monate, und wenn es so weit ist, dass er sanft entschläft.

UschiW
26.02.2003, 21:19
Hallo,

tut mir echt leid um den armen Kerl. Ich wünsche ihm nur auch, dass er keine Schmerzen hat.

Liebe Grüsse
Uschi
und Frau Hendlmaier
und Sn. Wuschel

Enya
26.02.2003, 22:17
Hallo Gerda, das tut mir unendlich leid für Lukas.
Hoffentlich muß erkeine Schmerzen ertragen.
Ist schon richtig, das er seine letzten Tage wie Gott in Frankreich verbringen soll.
Für Lukas wünsche ich mir von ganzem Herzen, das er friedlich einschläft und von Zuhause den WEg ins Regenbogenland antreten darf.
Ach mir fehlen einfach die Worte.

Fühlt euch fest gedrückt von mir.

gerdax
27.02.2003, 08:22
also, Schmerzen scheint er nicht zu haben. Ich hoffe, daß das so bleibt.

Als meine Salmi starb, wurde in ihren letzten Tagen einfach immer schwächer und schließlich schlief sie ein. Kein langer Kampf. So wünsche ich es Lukas auch. Sollte es anders kommen, wird die Nachbarin ihm helfen.

Vielleicht erlebt er ja noch ein schönes Frühjahr mit viel Sonne.

samtpfote5
27.02.2003, 08:34
Das ist aber traurig, das arme Kerlchen..... :(

Berglöwe
27.02.2003, 20:02
hat einen dicken Kloß im Hals und fängt schon wieder fast zu flennen an.

Auch ich wünsche Lukas noch ein paar schöne Frühlingstage mit ganz viel Sonnenschein *schnief*.

Auf das er friedlich und ohne Schmerzen irgendwann einschläft *heul*.

Taurige, aber liebe Grüße
von Berglöwe

gerdax
05.03.2003, 10:26
Am Abend brachten wir ihm noch eine gegarte Scholle. Er liebte Fisch. Er hat noch davon gefressen, sich dann in sein Körbchen gelegt und sein Frauchen hat ihn morgens im seinem Körbchen gefunden. Eingeschlafen und nicht mehr wach geworden.

samtpfote5
05.03.2003, 10:40
Ooooch....irgendwo hab ich schon eine solche Nachricht erwartet. Der arme kleine Kerl hatte noch ein paar schöne Tage, in denen er umsorgt und verwöhnt wurde. Ich hoffe, er hatte keine Schmerzen und ist sanft ins Regenbogenland hineingeschlafen...

Bluecat
05.03.2003, 10:48
Wie sehr hätte ich dem kleinen Kerl noch einige schöne warme Frühlingstage gewünscht...

Aber einschlafen und im Regenbogenland zu erwachen, das war für ihn die Erlösung ....