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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trauerforum



Lysandra
14.05.2002, 15:03
Hallo allerseits,

eigentlich finde ich es ja schön das es so ein forum gibt wo man sich auch über seine trauer äussern kann ,aber andereseits muss ich auch gestehn ich meide diese seite wie die Pest!
Jedesmal wenn ich die beiträge lese heule ich wie ein schlosshund ,so wie jetzt auch!
Denn dann muss ich auch an meine verlust denken,meine süsse Spot!
Sie ist jetzt schon seit Oktober letzten Jahres verschwunden!Und das schlimmste ist das man nicht weiss was mit ihr geschehen ist!
Ich hatte alles versucht ,Tierheime angerufen , anzeige in der zeitung,zettel beim tierarzt ausgehängt wir haben die Strassengräben abgefahren und auch beim Strassenbauamt angerufen ob in der letzten zeit ne tote Katze gefunden wurde !Aber nichts!!
Gut 3 Monate später gabs dann nen artikel in der lokalzeitung das allein in der Rintelner umgebung 22 schwarze Katzen vermisst wurden!!!!
Es wurde davon ausgegangen das es sich um schwarze Messen handelt oder Felljäger!
auch wenn es sich scheisse anhört ich hätte sie lieber tot im strassengraben gefunden als immer im gedanken zu haben das ihr das passiert ist!
Aber ich gebe auch die hoffnung nicht auf das sie doch irgentwann mal wieder auftaucht ,man hat ja schon von Katzen gelesen die 3 Jahre verschwunden waren und dann wieder aufgetaucht sind!
Aber ich weiss auch das meine anderen Katzen nie wieder Freigänger sein werden ,auch wenn es das schönste ist eine katze in freier natur zu beobachten!
Whisky und Jinxy dürfen daher nur noch an der Leine raus,aber dort wo ich jetzt wohne ist das von der strasse her sowieso nicht mehr möglich!Jinxy jedenfalls hat Spots platz eingenommen auch wenn er ihn nicht so ausfüllt wie sie ,aber ich ich denke auch für Whisky ist es wichtig das er wieder nen neuen gefährten hat und nicht allein ist und mir tut es auch gut er bringt einen zum lachen (und zum verzweifeln:-)

Ich wünsch euch allen jedenfalls alles gute und das ihr über eure trauer hinweg kommt auch wenns schwerfällt!
viele liebe Grüsse Jasmin

Sigrid
14.05.2002, 17:06
Hallo Lysandra!
Dem kann ich nur zustimmen. Wenn man liest, dass anderen es genauso geht, kann man gleich wieder mitheulen. Aber was Du da schreibst, geht einem ja auch schon wieder an die Substanz. Mein 1. Kater "Felix" kam auch eines Tages nicht mehr nach Hause und ich habe auch nie erfahren, was aus ihm geworden ist. Das ist zwar schon über 18 Jahre her, aber auch heute lässt mich der Gedanke immer noch nicht ganz los, was aus ihm geworden ist. Damals wurden überall Katzen für Labore in der Gegend eingefangen. Es gab aber auch noch einen Nachbarn, der ihm nicht wohlgesonnen war und der nie mit sich reden liess. Ich hoffe, das war nicht sein Schicksal, sondern er hat einfach ein neues Die Ungewissheit ist doch das Schlimmste. Ich drücke Dir aber die Daumen, dass Deine Katze wieder auftaucht. Ich weiss von einem Kater, der 1 Jahr gebraucht hat, wieder nach Hause zu finden.
Nachdem mein Felix verschwunden blieb, habe ich auch beschlossen, meine nächste Katzengeneration nur noch in der Whng. zu halten. Das habe ich auch so umgesetzt. Manchmal (gerade jetzt im Frühling) tut es mir leid, dass sie nicht stromern können, aber wenn ich an die Sorgen, Verletzungen, etc. denke, die ich vorher hatte, denke ich das es ok ist.
Gruss
Sigrid

Lysandra
14.05.2002, 19:28
Hallo Sigrid,

hab vielen lieben Dank für deine antwort ,ich glaube der schmerz über den verlust eines Tieres vergeht nie ,auch wenn es so wie bei dir schon 18 Jahre her ist! Was ja schon echt lang her ist!
Aber gerade wenn man sowas dann liest wegen Versuchslaboren und Felljägern dann macht man sich noch viel mehr gedanken als wenn er friedlich an altersschwäche oder ähnlichem gestorben wäre!
Meinen Whisky haben sie damals (wo ich noch zuhause wohnte und er freilauf hatte) angeschossen!!
Eines Tags kam er nachhause und als ich ihn am Rücken gestreichelt habe ist er zurückgezuckt beim nachschaun hab ich dann ein Kreisrundes kleines Loch gefunden! Ich bin dann sofort zu TA und er meinte das käme von ner Schrotkugel!
Ich hab mir tausenmal ausgemalt was ich mit sonem Schwein machen würde wenn ich wüsste wer sowas macht ,nur leider findet man sowas viel zu selten raus!
Hast du dir sofort ne neue Katze "geholt"?
Geholt hört sich doof an aber ich wüsste nicht wie ichs besser ausdrücken soll!Und hast du zwei Katzen?

LG Jasmin

Sigrid
15.05.2002, 11:33
Hallo Jasmin!
Ja, unsere lieben Mitmenschen, ballern rum, halten mit dem Auto auf alles, was sich bewegt, usw.usw. Solange Tiere vor dem Gesetz nur als Sache gelten, wird sich wohl nichts daran ändern lassen..
Ich hatte fast immer 2 Katzen. Als Felix damals verschwand, hatte ich meinen 10 Monate alten Maschi noch. Der hat ihn wahnsinnig vermisst. Damals musste ich immer Jagen und Verstecken mit ihm spielen draussen im Garten. Das war so süss. Hat er auch noch mit mir spielen wollen, als er schon echt ein Opa war. Damals hatte ich überlegt, ob ich eine Katze dazuholen sollte, damit Maschi nicht so einsam ist. Habe es aber vor mir hergeschoben, weil ich dachte, Felix kommt dann zurück und sein Platz ist dann schon besetzt. Das Schicksal hat das dann für mich entschieden als mir fast 11 Monate nach Felix Verschwinden ein kleiner roter Kater vor mein Fahrrad lief. Der kleine hatte offensichtlich kein Heim mehr, so kam er mit mir nach Hause. Maschi hat sich richtig gefreut, während Tschako etwas brauchte. Ich glaube, er fand das richtig doof, dass bereits ein anderer Kater in seinem neuen Heim lebte. Tschaki kam an einem Mittwoch. Am Donnerstag dachte ich, ich müsste die beiden Kater trennen. Am Samstag hoffte ich, niemand würde sich auf mein Inserat hin melden. Das tat auch niemand und Tschako blieb.
Dann zog einige Jahre später ein neuer Kater bei uns ein. Das war Speedy (Familienzusammenführung). Leider vertrugen die 3 Kater sich nicht so gut. Irgendwann merkten auch die dazugehörigen Menschen, dass sie nicht füreinander bestimmt waren und Speedy und sein Mensch suchten sich eine neue Bleibe. Da lebten meine beiden Kater wieder richtig auf. Mir wurde erst da richtig bewusst, wie sehr sie von Speedy untergebuttert wurden. Speedy war ein richtiges Nervenbündel, gemein zu seinen Artgenossen, aber so schmusig und lieb zu Menschen. Er ist nicht alt geworden. Mit 12 Jahren ist er an Krebs erkrankt und kein TA konnte ihm mehr helfen, wie mein Ex berichtete.
Tschako blieb bis April 1997. Er hatte aber in den letzten Lebensmonaten eigentlich 2 Heime. In der Nachbarschaft lebte eine alte Dame, die ihr Leben lang sehr viel für Katzen getan hatte. Als bei meinem Tschako die Nieren ihren Dienst quittierten, wurde es ihm (vermute ich) zu unruhig in unserer Whng. Irgendwann besuchte er diese alte Dame und die Beiden mochten sich sehr. Er besuchte sie immer öfter und irgendwann, besuchte er uns nur noch und blieb immer mehr bei ihr. Sie hat ihn nach Strich und Faden verwöhnt. Wir waren sehr traurig (mein Sohn war damals 8 Jahre), aber ich habe Tschako auch verstanden. Er brauchte Ruhe und einen Menschen, der sich nur auf ihn konzentrierte. Das gab es bei uns nicht.
Dann hatte ich also nur noch meinen Maschi, inzwischen zum Opa gereift. Maschi war wie ein Freund. Bis zum Schluss war er immer gerne unterwegs, vergass aber nie das Nach-Haus-Kommen. Leider liessen seine körperlichen Kräfte vor 2 Jahren nach. Er bekam Aufbauspritzen und Medikamente. Aber es half alles nicht endgültig. Am 4.8.2000 haben wir den Kampf aufgegeben. Er war so müde und schlapp. Ja, mein Maschi, leider gab es keinen Jungbrunnen. Er fehlt mir auch heute noch. Er war ein ganz besonderer Kater.
Dann hatte ich eine Samtpfotenpause nötig. Es dauerte über 4 Monate bis mein Sohn und ich die leere Whng. nicht mehr aushalten konnten. Ende Dezember kauften wir eine neue Katzenausstattung (Maschis Sachen sollten Maschis Sachen bleiben) und gingen ins Tierheim. Da trafen wir auf Cindy. Angeblich unsauber. Cindy war zu dem Zeitpunkt 7 Jahre und schon zum 2. Mal im Tierheim. Sie hatte sich im Häuschen versteckt (war gerade 2 TAge da) und schaute interessiert heraus als mein Sohn mit ihr sprach. Das war es! Wir hatten keine Ahnung, wie sie aussah, kannten nur ihren Kopf , aber vor allem ihre Augen. Cindy zog bei uns ein und ist ein ganz tolles Katzenmädchen. Letztes Jahr im Juni kam noch Chiara als Katzenkind dazu. Jetzt sind es also wieder 2 Samtpfoten, dieses Mal aber Mädels. Und diese Generation lebt ausschliesslich als Wohnungskatze.
Mein Sohn hat noch ein Kaninchen namens Kicklee. Eigentlich sollte er ein Zwerg sein, aber das war ihm wurscht. Er wuchs und wuchs. Im Moment ist unsere Chiara (wird nächste Woche kastriert) der Meinung, Kicklee und sie wären ein schönes Pärchen. Kicklee hatte sich bisher mit seinem Mönchsdasein zufrieden gegeben. Da sah es so aus als ob er nicht kastriert werden muss. Chiara schleicht aber so um seinen Käfig herum, dass er jetzt auch sehr unruhig geworden ist und klopft usw. Der TA bestätigte mir, dass so etwas nicht selten ist und Kicklee dann wohl auch noch kastriert werden sollte.
Du hast jetzt noch 2 Katzen, wenn ich das richtig verstehe? Ich glaube wohl, dass Du sie nicht mehr rauslassen möchtest. Akzeptieren sie das?

Gruss
Sigrid

Lysandra
15.05.2002, 18:22
Hallo Sigrid,

ja ich hatte auch immer schon zwei Katzen !
Meine erste war Spot die ich damals ich glaub das war 1997 von nem Bauernhof in Ostfriesland mitgebracht hatte!
Ein halbes Jahr später hab ich dann ein Kätzchen von ner Arbeitskollegin bekommen namens Tigger sie wurde leider kein halbes Jahr alt da auch sie an Fip erkrankte und ich sie einschläfern lassen musste !Als dann nach dem Labortest sicher war das Spot gesund war hab ich Whisky aus dem Tierheim geholt!
Mit ihm hab ich dann aber auch ganz schön oft beim TA gesessen weil er alles mitbrachte was nur geht! Flöhe ,milben und nen Pilz den sich letztendlich Spot und auch noch ich eingefangen haben!
Aber dafür ist er heut ein Prachtkerl!
Ich bin dann letztes Jahr zu meinem Freund gezogen ,da war ich noch am überlegen was ich mache ! Ich hätte sich auch bei meinen Eltern lassen können ,weil es mir sehr leid tat das sie hier nicht rauskönnen!
Aber da alle beide sehr auf mich fixiert sind (vorallem Whisky)
hab ich sie dann doch mitgenommen !
War für uns alle ne umstellung ,aber es geht!
Und wenn wir jetzt bald umziehn haben sie auch nen Balkon oder vielleicht sogar nen garten den man sicher machen kann!
Naja ich habs jedenfalls letztes Jahr so gemacht das ich 1-2 mal im Jahr meine zwei mit zu meiner Mutter genommen hatte wo sie dann für zwei wochen bei ihr geblieben sind und dort auch rausdurften! (sozusagen ihr Urlaub)!!
Tja und im Oktober ist das dann halt mit Spot passiert!
Jinxy haben wir dann ende Oktober anfang nov. bekommen!
Er kennt das draussen sein gar nicht ,ausser an der Leine und Whisky kennt die Leine auch noch von ganz früher als er noch ganz klein war und nicht kastriert!Von daher ist er glaub ich trotzdem glücklich!
Wenn du lust hasten könnten wir uns ja auch E mails schreiben und nicht nur übers Forum!
Meine E mail wäre Lysandra21@gmx.de

Also LG
Jasmin

Manuela
16.05.2002, 19:26
Mir geht es ganz genau so.
Nur ganz selten öffne ich diese Seite. Ich habe auch schon versucht zu trösten, aber ich gehe da von mir aus, da gibt es sowieso keinen wirklichen Trost für den Betroffenen, wenn sein Tier stirbt. Dann muß jeder Trost nur floskelhaft und abgedroschen klingen, auch wenn es noch so lieb gemeint ist.
Trotzdem finde ich diese Seite gut, weil der Betroffene sich einfach seinen Kummer von der Seele schreiben kann, denn das hilft auf jeden Fall.
So, jetzt verlasse ich diese Seite wieder, bestimmt werde ich irgendwann in hoffentlich erst ferner Zeit hier aufkreuzen, um mir meinen Kummer von der Seele zu schreiben.
Manuela