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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nierensteine und eventueller Nierenschaden



Genesis
28.01.2013, 19:15
Hallo zusammen,

am gestrigen Sonntag fing es an, dass sich unser Kater Charlie seltsam verhalten hat. Dabei schien er Probleme beim Wasserlassen gehabt zu haben. Wir haben das aber erst einmal nicht als akut bewertet, da er so noch munter war. Heute am Morgen war die Blase dann extrem gefüllt und steinhart. Wir sind dann mit ihm zum Tierarzt, welcher den Urin in der Blase dann direkt mit einem Katheter abgelassen hat. Dabei kam eine Mischung aus Blut und Urin zu Tage, wobei der TA sagte, dass dieses wahrscheinlich von den Nieren stammt. Er hat dann die Nierenwerte getestet, die leider extrem hoch waren, also nicht mehr messbar. Im nächsten Schritt hat Charlie dann eine Elektrolyt-Lösung per Tropf erhalten, um die Nieren zu spülen. Diese ist auch direkt durchgegangen, allerdings war im weiteren Urin auch wieder Blut, nur nicht mehr so extrem.

Der TA sagt, dass es jetzt darauf ankommt, wie sich der Kater bis morgen früh erholt. Aktuell ist er noch in Narkose, weil es beim TA zu allem Übel auch noch sehr voll war und lange gedauert hat. Wie es ihm jetzt geht können wir also noch gar nicht bewerten. Der TA sagt, dass mit viel Glück keine Schäden zurück bleiben, er macht uns aber insgesamt nur wenig Hoffnung, auch wenn er es nicht ausschließen mag. Morgen früh müssen wir dann wieder hin, dann bekommt er noch mal eine Infusion. Es sei denn, dass es ihm nicht besser geht, dann wird er wohl eingeschläfert werden müssen.

Charlie ist eigentlich noch nicht wirklich alt, wir schätzen ihn auf 5-6 Jahre. Also eigentlich kein Alter.

Was für Nierensteine, oder Blasensteine das nun waren konnte der TA nicht abschließend sagen, da die Kristalle durch die roten Blutkörperchen im Urin nicht mehr erkennbar waren. Er geht aber davon aus, dass wenn sich Charlie erholt, er sein Leben lang Spezialfutter brauchen wird.

Ich habe nun zwei Fragen - Wie bewertet ihr eventuell die Chancen, dass sich die Nieren erholen? Irgendwelche Erfahrungswerte?

Wie sieht es mit dem Spezialfutter aus? Hat da jemand Erfahrung? Wir sind nun leider nicht die Reichsten, und die 200-250 Euro TA-Kosten tun uns jetzt schon höllisch weh. Jetzt machen wir uns natürlich Sorgen, was uns das Spezialfutter kosten wird. Unser TA sagte so 45 Euro für 6 Kilo. Bekommt der Kater dann nur noch das Trockenfutter? Und wie lange kommt man da ungefähr mit hin?

Für eure Hilfe danke ich im Voraus! Und drückt uns die Daumen, bzw. vor allem unserem Charlie! :)

bibilein
28.01.2013, 19:56
Hallo,

das tut mir leid mit Deinem Kater. Wie die Chancen stehen kann ich Dir leider nicht sagen , sorry. Aber ich wünsche Deinem Kater , dass er sich rasch erholt, drück Dir die Daumen.
Mein Kater hatte auch schlechte Werte, ich habe dann mit Homöpathie angefangen und heute sind die Blutwerte wieder im grünen Bereich.
Nierentrockenfutter bekommt er auch.
Ich hoffe, er erholt sich. Kann Dir meine Homöpathie Sachen gerne mal schreiben, wenn Du magst. Aber jetzt braucht er erstmal die Infusionen, um wieder fit werden.

Alles Gute.
Sandra

CaveCanem
28.01.2013, 20:05
Hallo :cu:
Hat der Arzt tatsächlich Nierenstein gesagt? Es hört sich eher nach Blasenstein bzw. nach Struvit an.

Erst einmal ist es ganz wichtig, dass festgestellt wird, was es für Kristalle sind, die sich in der Blase befinden. Sind es Struvitkristalle, dann können die aufgelöst werden mit dem Spezialfutter. Ist es ein Oxalatstein, kann der nur durch Operation entfernt werden. Diese Art ist aber sehr viel seltener als das Struvit.

Das Trockenfutter muss, ja darf eigentlich nicht lebenslang gegeben werden. Es säuert den Urin stark an, wodurch sich das Struvit auflöst. Geht der ph-Wert des Urins dann aber zu sehr nach unten, kann sich Oxalat bilden.
Wichtig ist, dass der Kater, nachdem sich die Struvitkristalle ausgelöst haben, am besten nur Nassfutter bekommt und möglichst viel trinkt. Ansäuern kann man den Urin auch mit einer Paste (z.B. Uropet), die gegeben wird, oder mit Guardacid oder ähnlichem.
Ich drücke eurem Katerchen die Daumen, dass sich die Nieren wieder erholen, Erfahrungswerte habe ich da nicht, aber durch den Rückstau des Urins werden die Nieren natürlich angegriffen.

Genesis
28.01.2013, 20:21
Hallo ihr Beiden,

erst einmal vielen Dank für eure Antworten.

Ob er nun Nieren- oder Blasenstein sagte, da muss ich nun wirklich lügen. Ich habe irgenwie eine Stunde Schlaf intus, und in dem ganzen Trubel mag ich da auch was verwechseln. Werde ihn morgen früh noch mal ganz genau fragen.

Aktuell ist der Kater immer noch am Schlafen, aber er scheint langsam wach zu werden. Wir sind am überlegen, ob wir ihn heute Nacht in der Box lassen sollen. Das ist ne sehr große Box, eigentlich für Hunde, und essen und trinken soll er eigentlich laut TA auch nicht mehr. So kann er sich heute richtig ausschlafen, und läuft nicht Gefahr irgendwo runter zu fallen.

Wir hoffen immer noch, dass er wieder auf die Beine kommt, aber da wir schon mal einen Kater mit 3 Jahren an Nierenversagen verloren haben ist das natürlich schon keine schöne Situation, auch wenn man gern positiv denken will.

bibilein über Infos bezüglich deiner Homöpathie Sachen würde ich mich zu gegebener Zeit sehr freuen. Aber wie du schon sagst, jetzt muss er erst einmal überleben... :|

Steppenläufer
28.01.2013, 22:03
Hi,

für mich hört sich das auch eher nach Blasenkristallen mit einer Harnröhrenverlegung an. Die Nierenwerte können auch deshalb so daneben sein, weil der Körper gerade eine hochgradige Entzündung zu bekämpfen hat (das sichtbare Blut im Urin spricht dafür). Sie können in ein-zwei Wochen wieder ganz normal sein.

Morgen sieht die Welt sicher schon wieder anders aus: Blasenentzündungen, die durch Kristalle verursacht werden, kann man gut in den Griff bekommen. Auf jeden Fall ist es wichtig, dass ihr möglichst viel Wasser in Charlie hineinbekommt, wenn er wieder munter ist. Z.B. über nasse Leckerlis oder mit warmem Wasser vermischtes Nassfutter.

Genesis
29.01.2013, 11:42
Hallo zusammen,

heute am Morgen waren wir dann wieder beim TA. Die Nacht hat der Kater einigermaßen überstanden, aber man sieht ihm an, dass es ihm wirklich schlecht geht. Er ist sehr wacklig auf den Beinen, wirkt teils sehr abwesend, und wirkt insgesamt sehr geschwächt. Der TA hat jetzt wieder eine Infusion durchlaufen lassen. Positiv ist, dass im Urin kein Blut mehr ist, allerdings kann er aktuell auch den Urin nicht halten. Der TA sagt, dass das primär an den Giftstoffen liegt, die im Körper sind, und er daher geschwächt ist.

Leider sind die Nierenwerte auch heute nicht messbar, also über 300 gewesen. Der TA sagt aber, dass das nicht bedeutet, dass sie nicht doch besser geworden sind. Das Gerät kann eben nur nicht mehr als 300 anzeigen. Jetzt haben wir ihn da gelassen, und er bekommt den Tag über immer wieder Elektrolyt-Lösungen um die Nieren und den Körper zu säubern. Der TA sagt, dass er aktuell nicht sagen würde, dass der Kater eingeschläfert werden muss. Er sieht also immer noch Hoffnung. Und da vertrauen wir dem TA auch, da er uns seit Jahren betreut, und er auch ehrlich ist, wenn es aussichtslos ist.

Leider steigen auch die Kosten. Wir sind jetzt schon bei gut 250 Euro, und so langsam wird es für uns schwer das dann noch zu bezahlen. Aber gut, eines nach dem anderen. Wir können ihn heute Abend wieder abholen, und dann müssen wir schauen wie es weiter geht...

Urin wurde auch noch mal untersucht, aber der TA, bzw. seine Frau, konnte wieder nichts finden. Keine Kristalle, nichts. Gegen eine Entzündung spricht für den TA aber, dass er gestern sehr zähflüssiges Sekret aus der Harnröhre geholt hat, was eher für Steine spricht. Er befürchtet schon fast, dass sich in der Blase ein großer Stein gebildet hat.

Alles sehr, sehr belastend im Moment. Wir können aber nur abwarten, und dann weiter schauen. :|

Pampashase
29.01.2013, 17:29
Ich wünsche Dir viel Kraft und drücke ganz fest die Daumen.
Hat denn der TA nicht die Möglichkeit festzustellen, ob sich ein Stein in der Blase gebildet hat?

Genesis
29.01.2013, 19:23
Hallo zusammen,

bin zurück vom Tierarzt. Es sieht etwas besser aus, oder für meine Augen sogar deutlich besser, aber ich bin auch Laie. Der Kater hat heute über den ganzen Tag weg mehrere Infusionen bekommen, und morgen früh bekommt er direkt die nächste. Vom Gesamtbild hat er sich deutlich verbessert. Er ist wieder aktiver, scheint wieder deutlich mehr Kraft zu haben, läuft wieder merklich stabiler, und ist auch sonst vom Wesen her deutlich gesünder. Die Infusionen haben also in jedem Fall angeschlagen.

Aktuell trinkt er extrem viel, aber ich denke, da hat er einfach auch viel aufzuholen, immerhin hatte er seit Sonntag selbst nicht mehr getrunken, und Wasser kann ja zum Spülen der Nieren nur gut sein. Problem ist noch, dass er nicht fressen will, auch keine Leckerlis und Pasten vom TA, die Katzen sonst extrem gern mögen. Der TA sagte, wir sollen ihm heute Abend z.B. Magerquark geben, Nahrung ohne viel Eiweiße, wegen der Harnstoffe. Aber da wollte er auch noch nicht dran.

Daneben läuft er noch leicht aus, also tröpfelt. Ich denke aber, dass könnte daran liegen, dass er einen Katheter bekommen hat, und der Arzt ihm die Blase auch etwas unsanft ausgedrückt hat. Außerdem ist der Urin noch leicht Rosa, also ist noch minimal Blut drin. Das können laut TA aber noch Rückstände sein.

Wegen den Steinen. Das wird der TA machen, wenn der Kater wirklich über den Berg ist. Aktuell geht es eher ums Überleben. Der TA sagt, dass es aber auch sein kann, dass es wirklich nur ein einzelnes Steinchen war, und wir nicht mehr finden werden. Die Frau vom TA, auch TA, sagte zwar, dass sie lieber Gegner hat, die sie bekämpfen kann, aber manchmal muss man sich damit eben zufrieden geben.

Jetzt hoffen wir mal, dass sich die Werte rehabilitieren, und sich vor allem die Nieren erholen. Dafür spicht aber laut TA, dass es ihm heute Abend schon deutlich besser geht.

Ich werde dann die Tage hier im Forum noch mal fragen, wegen Magenschonender Katzenkost, und wegen der nierenschonenden Kost (PH-Neutral). Erst mal muss er nun über den Berg! Wir haben heute Abend aber schon deutlich mehr Hoffnung, weil sich sein Gesamteindruck eklatant zu heute Morgen verbessert hat.

In diesem Sinne, einen schönen Abend allen!

CaveCanem
29.01.2013, 20:21
Es freut mich, dass es dem Katerchen besser geht. Der Rest wird auch noch kommen.

Pampashase
29.01.2013, 21:58
Das hört sich schon viel besser an. Wir drücken aber weiter die Daumen und die Pfoten!

Genesis
30.01.2013, 13:12
Hallo zusammen,

der nächste TA-Besuch ist geschafft. Es gab wieder eine Infusion, und eine kurze Kontrolle. Aktuell geht es dem Kater-Tier wieder deutlich besser, und der TA sagt, wir müssen nun einfach abwarten und beobachten. Weitere Infusionen soll er erst mal nicht bekommen, und so nichts Gravierendes passiert geht es auch erst Freitag wieder hin.

Probleme sind immer noch, dass er, der Kater, ausläuft, er kann also die Blase nicht richtig kontrollieren. Auch ist im Urin immer noch ganz leicht Blut, so dass der Urin leicht rosa wirkt. Der TA sagt aber, dass die Blase schlicht entzündet ist, und führt beides darauf zurück. Dafür hat er entsprechende Spritzen bekommen, und wir müssen nun abwarten, dass diese Entzündung abklingt. Das mit der Inkontinenz ist zwar nervig, aber ihn, den Kater, stört es wirklich am meisten. Katzen sind nun mal reinheitsliebend, und wer hat schon gern ständig einen nassen Poppes?

Ansonsten trinkt er immer noch wie eine sibirische Bergziege, aber auch dass ist laut TA in Ordnung. Per se ist am Trinken erst mal nichts falsches, und er hat natürlich auch gut Flüssigkeit verloren die letzten Tage. Fressen tut er aber auch wieder, und die Nahrung bleibt auch drin!

Insgesamt sind wir also auf dem Weg der Besserung, aber eben auch noch nicht komplett über den Berg. Morgen kann er sich dann endlich mal ausruhen, und muss den Stress mit der Fahrt zum TA nicht durchmachen. Wird ihm sicherlich auch mal ganz gut tun.

In diesem Sinne, beste Grüße!

Genesis
31.01.2013, 11:01
Nachdem die Blase von Charlie heute Morgen wieder komplett voll war, sind wir wieder einmal zum TA. Dieser hat diese dann "ausgedrückt", und es war wieder jede Menge Blut darin. Der TA ist mittlerweile auch recht ratlos, und weiß nicht so recht wo die Problematik liegt. Er geht davon aus, dass die Blase, oder die entsprechenden Muskeln durch die erstmalige Überspannung nicht richtig arbeiten, und der Kater das erst wieder lernen muss. Allerdings weiß er auch nicht, wo das Blut herkommt. Er hatte erst überlegt dem Kater ein Röhrchen in die Harnröhre einzunähen, aber er sagt, dass sein eine Lösung für maximal 2 Tage. Er sagt, dass der Kater lernen muss wieder allein Wasser zu lassen.

Problem ist auch, dass er extrem viel trinkt. Ein halber Liter am Tag ist das bestimmt, wenn nicht sogar mehr. Dadurch füllt sich die Blase natürlich entsprechend, und wird wieder voll. "Positiv" ist, dass er dann anfängt inkontinent zu werden, sprich wenn der Druck zu groß wird, dann fließt es im Grunde von allein. Einen Widerstand oder Anomalien konnte der TA nicht feststellen. Der TA stellt mittlerweile aber in Frage, ob das anfängliche Problem wirklich auf Steine zurück zu führen ist, da auch heute wieder keine Kristalle im Urin waren.

Ansonsten geht es dem Kater wirklich gut. Er frisst gut, er trinkt, er ist fit, springt, kratzt. Alles so ziemlich normal. Es ist "nur" das Wasserlassen, und das Blut im Urin.

Der TA wird sich jetzt bis morgen selbst noch mal informieren, und auch Kollegen zu Rate ziehen.

Wenn hier irgendwer noch Ideen hat, oder jemanden, den er oder sie fragen kann, dann wäre ich um jede Hilfe und Info dankbar. Wenn wir das Problem nicht in den Griff bekommen, könnte es das Todesurteil für den kleinen Mann sein, und das kann und darf einfach nicht die Lösung sein!

Vielen Dank im Voraus!

CaveCanem
31.01.2013, 11:39
Ist denn mal die Blase geröntgt worden, ob nicht doch ein Stein den Blasenausgang verschließt?

Tetja
31.01.2013, 11:58
Ich würde versuchen zu einem Spezialisten für Urologie zu fahren (Adressen kannst du u.a bei der Tierärztekammer deines Bundeslandes erfahren)

Genesis
31.01.2013, 12:03
Geröntgt wurde noch nicht, allerdings ist die Frage, warum der TA dann die Blase ausdrücken kann? Wenn der Harnleiter zu wäre, dann würde ja eigentlich gar nichts mehr rauskommen, denke ich. Der Kater hat so leider auch gar keinen Antrieb aufs Katzenklo zu gehen. Er ignoriert es komplett. Ich werde das morgen noch mal genau mit dem TA besprechen, eventuell kann er uns ja an einen Spezialisten verweisen. Allerdings wird so langsam fraglich wie wir das finanzieren sollen. Wir bewegen uns jetzt schon am Limit, und das wird bei einem Spezialisten dann auch nicht besser. Unser TA hat uns jetzt Ratenzahlung angeboten, das hätten wir wohl bei einem anderen Arzt nicht. So langsam sind wir wirklich ratlos was wir noch tun sollen. Natürlich wollen wir dem Kater helfen, und wir machen alles was möglich ist. Letzte Option wäre es ihn ins Tierheim zu geben, damit ihm da geholfen wird, aber das kann es doch auch nicht sein. Wir lieben den kleinen Mann, und er hat es bei uns auch gut.

:| Morgen einfach abwarten, und dann weiter sehen. Ein Schritt nach dem anderen. Wir werden schon eine Lösung finden...

Tetja
31.01.2013, 12:14
Die TA-Kosten können schnell ins astronomische gehen :hug:

Als ich mit Nele in der TK war, gab es dort die Möglichkeit der Ratenzahlung über eine Bank (?), dies scheint bei TK`s häufig möglich zu sein

Kommst du aus dem Großraum HH?

Genesis
31.01.2013, 12:18
Nein, aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, also NRW. :)

Wie gesagt, wir bekommen das schon hin. Irgendwie wird es schon gehen. Ich denke mal, der TA wird morgen mehr wissen. Er ist wirklich sehr engagiert, bzw. auch seine Frau! Es ist halt nur sehr belastend momentan. Ich habe seit gut einer Woche nicht mehr richtig geschlafen, und das schlimmste was es einfach gibt, ist, wenn es keine Lösung gibt. Wenn man sagen würde, das und das muss gemacht werden, oder dieses und jenes hilft, aber die Ungewissheit ist einfach schlimm.

Genesis
31.01.2013, 13:14
Kleiner Lichtblick - Der Kater war gerade auf dem Katerklo, und hat dort tatsächlich Urin abgesetzt, und es war auch nicht gerade wenig. Zusätzlich hat er auch Kot abgesetzt, was wir so auch nicht gesehen hatten. Das beruhigt mich schon ungemein, da es vor allem ausschließt, dass irgendetwas irreversibel defekt ist. Er scheint also durchaus Wasser lassen zu können, und eventuell wird es nun auch wieder besser. Wasser muss ich ihm aktuell einteilen, da er sonst zu viel trinkt. Er bekommt das Schälchen nun alle 1-2 Stunden, und dann beobachte ich weiterhin, ob er aufs Klo geht. Für mich aber schon mal sehr positiv, auch wenn ich noch nicht zu euphorisch werden will. Da zu ist einfach noch zu viel im Argen.

CaveCanem
31.01.2013, 13:18
Das freut mich. Es ist wirklich ein Lichtblick. Vielleicht hatte er auch einfach noch Schmerzen, so dass er den Urin nicht absetzen wollte.

Genesis
31.01.2013, 18:06
Er war nun heute mehrfach auf dem Klo, offenbar bekommt er nun öfter den Impuls, dass er "muss". Die Mengen halten sich zwar immer in Grenzen, aber dadurch, dass ich ihm heute das Wasser eingeteilt habe, hat er auch nicht so extrem viel getrunken. Ich habe zwar trotzdem das Gefühl, dass sich der Bauch, bzw. die Blase angespannt anfühlt, aber das kann eventuell auch auf die Blasenentzündung zurück gehen. Im Zweifel sind wir morgen früh auch wieder beim TA.

Ich habe auch eine neue, wenn wahr, erschreckende Theorie was der Auslöser war. Wie ich schon sagte, konnte der TA bisher keine Kristalle finden. Nun ist mir heute aufgefallen, dass der Kater beim Pinkeln das Becken extrem weit nach unter drückt, und er dabei eventuell auch mit dem Penis das Streu berührt. Es klingt eventuell unwahrscheinlich, aber eventuell hat er beim einfahren des selbigen ein Stück vom Streu mit eingezogen. Der TA sagte ja, dass er eine komisch breiige Masse aus der Harnröhre, bzw. am vorgelagerten Penis entfernt hat. Das würde, jetzt nach längerem Nachdenken, auf unser Streu passen. Wir benutzen das Cat's Best Öko Plus, was ja eher so eine Holzmasse ist, und wenn diese Nass wird, dann wird sie eben so breiig.

Für mich eine erschreckende Erkenntnis, wenn es denn so wäre. Ich habe jetzt mal was von seinem Urinabsatz nebst Streu eingetütet, und nehme es morgen mit zum TA.

bibilein
02.02.2013, 10:44
Gute Besserung für Deine Katze :-) Meld Dich einfach, wenn Du Infos wegen der Homöpathie brauchst.

Gruß
Sandra

Genesis
02.02.2013, 10:58
Hallo Sandra,

vielen Dank. Aktuell hoffen wir noch auf ein bisschen Normalität. Obwohl sich das alles binnen nur einer Woche abgespielt hat, sind wir aktuell extrem sensibel und schreckhaft. Ich räume z.B. das KaKlo aktuell direkt leer, wenn ich gesehen habe, dass einer (Charlie) drauf war, um die Menge zu sehen, und auch um zu sehen wenn er wieder drauf war. Er scheint aber mittlerweile wieder ganz normal drauf zu gehen wenn er muss. Trotzdem ist man immer in Alarmstellung, und prüft alle Stunde mal den Blasendruck/Inhalt. Ich glaube, dass wird auch noch 1-2 Wochen dauern, bis wir da wieder etwas ruhiger sind, auch wenn es sehr anstrengend ist, ständig unter Dauerstrom zu stehen.

Wegen der Infos werde ich aber in jedem Fall in der nächsten Woche auf dich zu kommen, und freue mich jetzt schon. Momentan droht mein Kopf etwas vor Infos zu platzen, und leider macht man sich da auch selbst verrückt, wenn man so viel liest. Da können ein paar seriöse, erprobte, vertrauenswürdige Infos in jedem Fall helfen. Das Internet ist einfach voll von Infos, von denen die Hälfte und mehr einfach nur fragwürdig, oder grob fahrlässig ist. :)=

Aktuell geht es unserem Charlie gut. Er frisst, er trinkt, und geht aufs Klo wenn er "muss". Ich hoffe, dass das nun so bleibt. Ich würde es mir vor allem für ihn wünschen. Montag sah er aus wie tot, und wir haben ihn schon von uns gehen sehen. Nur unserem Tierarzt ist es zu verdanken, dass er nichts unversucht gelassen hat, um ihn zu helfen. Ich bin mir sicher, manch anderer Tierarzt hätte ihn bei den Nierenwerten und dem Krankheitsbild eingeschläfert. Dafür bin ich unendlich dankbar!

Hier mal ein Bild von unserem Charlie vom Dienstag. Da war er den ganzen Tag beim TA. Unser TA hat es auf Facebook gepostet. Da sieht Charlie noch ganz zerknickt aus, kein vergleich zu heute!

Charlie am Tropf (www.yucom.de/priv/charlie.jpg)

bibilein
02.02.2013, 23:10
Da hast Du aber auch Glück gehabt, wenn er sich wieder erholt. Das ist nicht immer so. Aber Katzen sind auch Kämpfer.
Wir Menschen sind mit den Nerven noch am Ende und die Katze geht zum normalen Tagesprogramm über, als wäre nichts gewesen ;-)
Haben sich denn die Nierenwerte verbessert, wurde mal kontrolliert?
Ja, keine Eile, meld Dich einfach wegen der Infos. Hab auch lange gesucht, bis ich das Richtige gefunden habe, was er nimmt, bzw. was ich ihm geben kann. Renalzin usw. soll ja sehr gut sein, aber wenn ich´s nicht reinkriege und er nur am würgen ist, hat es keinen Sinn. Hatte mich hier im Netz auch schlau gemacht damals.

Genesis
02.02.2013, 23:27
Also die Nierenwerte wurden diese Woche 2 mal geprüft, und beide Male waren sie über 300, also konnte das Gerät sie nicht anzeigen. Wobei der Arzt sagt, dass man nicht sagen kann wie weit über 300, von daher können sie durchaus besser geworden sein. Wir sind nun aber so verblieben, dass der Kater nun erst einmal einen Monat lang Spezialfutter, als wenig Phosphor/Protein bekommt, damit die Nieren geschont werden. In einem Monat dann, also Ende Februar, sollen wir dann noch mal wieder kommen, und dann werden die Werte erneut geprüft. Letztendlich sagt der TA, dass man nun einfach etwas abwarten muss, und so oder so sollte man nun erst mal den Schongang einschalten.

Er hat sich wirklich gut erholt, und ich kann gar nicht oft genug betonen, wie dankbar ich dafür bin. Denn auch ich sehe da keine Selbstverständlichkeit, sondern viel Glück, Können (des TA), und eventuell auch etwas Höheres, wie Schutzengel und dergleichen drin. Selbst wenn er nun weiterhin Probleme mit den Nieren hat, denke ich, dass wir mit dem Spezialfutter sehr gut auskommen werden, und auch so ein gutes Leben für die Fellnase bleibt. Natürlich hoffen wir, dass der Schaden nicht schlimmer wird, aber selbst dann müssen wir das beste draus machen. Wir haben wirklich ein Geschenk bekommen, und man darf mit Fug und Recht behaupten, dass der Kater dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Das muss man sich immer wieder bewusst machen.

Aktuell mache ich immer wenn er auf dem Klo war einen kleinen Test, indem ich den Urin mit etwas Klopapier aufsauge. Interessanterweise konnte ich seit 2 Tagen kein Blut mehr darin finden. Ich frage mich, ob, als der TA die Blase ausgedrückt hat, eventuell ein Äderchen geplatzt ist, und das Blut daher kam. Denn woher sollte es stammen, und wo ist es nun hin? Das ist noch immer eine der größten Unbekannten, und etwas das uns Sorgen macht. Allerdings nehmen wir es erst einmal so hin. Wir wollen jetzt auch erst einmal, dass der Kater zur Ruhe kommen kann, und da war heute der erste Tag. Immerhin hat er zudem eine Blasenentzündung gehabt, und es konnte wegen der Nieren ja auch kein Metacam, oder ähnliches gegeben werden. Daher hoffen wir, dass der Kater gute Selbstheilungskräfte hat.

Heute hat er wie ein Blöder getobt. Es gab ein wenig Baldrian, und er hat über eine Stunde mit einem Stofftier gespielt. Das ist einfach so unglaublich positiv, wenn man bedenkt, wie es noch vor wenigen Tagen um ihn stand. Wir hoffen wirklich sehr, dass wir das Gröbste hinter uns haben, vor allem für den Kater hoffen wir das. Solche Dinge sollte kein Kater erleben müssen, und auch wenn es zur knallharten Realität gehört, ist das schlimmste an der Sache, die Qualen die das Tier durchleben musste. Es hört sich eventuell blöd an, aber unsere anderen Katzen sind entweder sehr schnell verstorben, oder wurden sehr zeitnah eingeschläfert. Die mussten sich nicht groß quälen. Aber das was wir in dieser Woche erlebt haben, dass war einfach unschön.

Aber nun gut. Ich schreibe schon wieder viel zu viel. So langsam können wir wieder positiv denken, und auch die Nervosität und der Druck lässt langsam nach, was sich sicherlich auch auf die Gesamtsituation positiv auswirken wird. :)

Vielen Dank noch mal bis hierher! Einen schönen Abend wünsche ich noch! :)

Genesis
04.03.2013, 11:45
Hallo zusammen,

nach einem doch sehr stressigen Montag, nicht wegen der Katzen, war ich heute Morgen noch mal mit Charlie beim TA um die Nierenwerte prüfen zu lassen. Wir waren doch schon etwas unruhig, obgleich das Ergebnis ja eigentlich nichts geändert hätte, bzw. hat, egal ob hohe Nierenwerte, oder nicht. Charlie geht es insgesamt sehr gut, und es hat sich grundsätzlich alles wieder sehr gut eingespielt.

Nun zu den Nierenwerten. Sie sind deutlich besser geworden, und vor allem sind sie wieder messbar. Selbst unser TA hätte das so nicht erwartet. Im Detail bedeutet das:

Creatin: 1,76 mg
Urea: 48,6 mg

Ich bin da jetzt kein Fachmann, aber laut Frau vom TA ist der Normalwert bei Urea unter oder bei 38, aber der jetzige Wert ist schon mal deutlich besser, und insgesamt scheinen wir auf einem guten Weg. Bin wirklich froh, weil wir uns auch schon aufs Schlimmste vorbereitet haben.

Aktuell macht uns sein Gewicht etwas Sorgen. Laut TA ist es zwar noch in Ordnung und nicht gefährlich, aber etwas mehr könnte er durchaus vertragen. Und das, obwohl er uns die Haare vom Kopf frisst. Aber wir werden das mal im Auge behalten. Ich wüsste auch nicht, was wir ihm noch beifüttern könnten. Momentan bekommt er HappyCat Diet und Abends Kattovit. Vom HappyCat frisst er bestimmt 100 Gramm, wenn nicht sogar mehr. Der TA sagte jetzt aber auch, dass wir ihm das ruhig geben sollen, auch wenn es eigentlich zu viel ist.

In 6 Monaten werden wir dann noch mal die Nierenwerte prüfen lassen, aber so sieht es ja schon deutlich besser aus. :)