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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Hündin



Peggy Sue
09.11.2012, 12:45
:rain:Hi. Ich bin neu hier. Ich versuche ein Erlebnis zu verarbeiten und mir allenfalls von versierten objektiven Personen Rat zu holen, ohne verurteilt zu werden. Ich werde mich hier nicht rechtfertigen, sondern möchte objektive Meinungen. Hier die Geschichte: Meine halbblinde 4 Jahre alte 3 kg Hündin wurde mit zunehmendem Alter scheinträchtig. Gemäss dem Hormonstatus ist es nun so, dass sie alle 4 Wochen eine neue Scheinträchtigkeit beginnt, also sobald die erste abflaut, setzt die neue ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch nach einer Kastration weiterhin scheinträchtig ist, liegt bei 50% (egal ob mit oder ohne Eierstöcke, wie ich hier eine Konversation mitverfolgt hatte von 2006). Also beschloss ich, sie zu decken. Sie wurde schwanger, genoss die Schwangerschaft auch und scharrte und nestete schon früh, war aber endlich ein umgänglicher Hund, sie zickte nicht so rum und verliess auch wieder lieber das Haus für Spaziergänge, was eben nach der plötzlich einsetzenden und immer heftier werdenden Scheinträchtigkeit nicht mehr möglich war. Dann setzte zeitgerecht die Geburt ein, eine schreckliche Geburt, die ich so, als frühere Hobbyzüchterin von kleinen Hunden, nicht gewohnt war. Sie litt sehr. Der erste Welpe war tot und unterernährt, aber er starb erst auf dem langen Geburtsweg, weil er lange ( über 5 Intervalle mit Presswehen ) im Geburtskanal steckte. Der zweite Welpe hatte einen deformierten Rücken, kaum ausgebildete Füsse und einen offenen Bauch, aus dem die Gedärme ausgetreten waren. Der dritte Welpe sah aus wie eine Maus und war völlig unterentwickelt. Nun bekommt sie Medikamente gegen die Milch, die zu Hauf in ihre Brustdrüsen einschoss. Sie leidet. Mein Tierarzt meinte, nach einigen Tagen liesse es nach, aber nun sind es exakt 12 Tage. Sie läuft hin und her, sucht ihre Welpen, jammert, scharrt, nestet, hechelt, wenn ich mir ihr spazieren will, zerrt sie zurück zum Haus, wenn ich mit ihr unterwegs bin, jammert sie vor sich hin. Ich war mehrfach beim Tierarzt, er gab ihr eine Spritze und meinte, wie müssten sie kastrieren, aber im Moment ist es noch nicht möglich, rein hormonell. In etwa 2 Wochen, nachdem die Milch völlig aus den Drüsen verschwunden ist, kann ich sie kastrieren lassen. Weitere 2 Wochen, in denen mein Hündin sich in meinem Kleiderkasten ein Nest machen will, ich sie suche und rufe im ganzen Haus und sie kommt nicht, frisst nicht, ein Elend. In zwei Wochen aber wird sie zu 99% läufig werden, so wie bisher auch und nun überlege ich, sie nun doch nochmals belegen zu lassen, dann aber einen geplanten Kaiserschnitt zu terminieren und so den Welpen und der Mutter noch eine Chance zu geben. Wenn ein Welpe lebt, werde ich ihn ihr lassen, also den Welpen behalten. Wenn mehrere leben, umso besser, wenn keiner lebt, bin ich gleichweit wie jetzt. Ich weiss es einfach nicht. Die Komponenten sind einfach so, dass sie leidet, vor allem psychisch und das ist schlimm mitanzusehen. Was ist am besten, was ist die Lösung. Wenn ich sie fragen könnte, würde sie mir sicher sagen, sie will schwanger sein, aber inwieweit diese Antwort dann gesund für sie ist. Lass ich sie kastrieren und habe dann einen latent scheinschwangeren Hund zuhause, der sich kaum einen Meter vom Haus entfernt wegen seinen Phantasiewelpen, dann ist das auch kein Zustand. Doch ich will sie auch nicht in Gefahr bringen, da sie ja so verstümmelte Welpen hatte. Sie hätte ja leicht eine Infektion bekommen können. Ich weiss nicht, was ich tun soll und bin dankbar für jede Nachricht.

OESFUN
09.11.2012, 14:43
Kastration - so schnell wie möglich . Fakt ist doch das der Hormonhaushalt der Hündin vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist und das schon seit längerer Zeit. Das muss umgehend beendet werden. Selbst wenn die Welpen überlebt hätten, hätte das nichts an dem Problem der Hündin geändert. Sie wäre mit Sicherheit weiterhin scheinschwanger geworden. Im Moment kann man nur alles tun um ihr die Zeit so leicht wie möglich zu machen und nach der Kastration dauert es mit Sicherheit noch einige Wochen bis der Körper sich hormonell umgestellt hat, aber dann müsste es aufwärts gehen.

:hi::hi: Herzlich willkommen übrigens:bl::bl:

Peggy Sue
09.11.2012, 20:13
Danke. Das bestätigt eigentlich meinen eigenen Eindruck auch.

Micky
10.11.2012, 12:18
Hallo,
ich schließe mich dem an: so schnell wie möglich kastrieren lassen. So wird sich nicht nur das Problem der Scheinträchtigkeit legen, sondern es werden auch Risiken wie Mammatumore und Pyometra minimiert.
Was die Psyche der Hündin anbelangt... bis sie es überstanden hat, würde ich jegliche Anzeichen von Scheinträchtigkeit sofort unterbinden (Nester entfernen, Spielzeug, welches als Welpenersatz dient, wegnehmen, nicht im Bereich der Zitzen streicheln etc.) und stattdessen versuchen, die Hündin aufzumuntern, sie zum spielen animiere und ablenken.
(Ich hoffe, das klingt nicht zu "hart", aber im Grunde ist Scheinträchtigkeit ja keine Krankheit)
Dir und deiner Hündin alles Gute

Peggy Sue
11.11.2012, 19:41
Hi. Also meine Hündin macht echt alles zu "Welpen", sogar die Kauknochen, Möhren oder hartes Brot. Sie ist weinerlich und wie gesagt, kaum zu etwas zu animieren. Aber ich versuch es und lasse sie so rasch als möglich kastrieren. Woher sie das hat, ist mir schleierhaft. Sie ist echt die einzige scheinträchtige Hündin in meinem Leben als Hundehalterin.

servytet
11.03.2013, 14:21
Wow... das zu lesen ist echt schlimm.. Da schießen mir selbst schon Tränen in die Augen.. :(
Daher muss ich mich jetzt noch einmal erkundigen: hat die Kastration stattgefunden? Wie geht es ihr jetzt und ist es besser geworden?
Liebe Grüße