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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Überlegungen zur Anschaffung von Kleintieren (FAQ-Beitrag Hasenmama)



Rotkäppchen
23.10.2012, 15:35
Überlegungen vor der Anschaffung
Kaninchen sind nicht die anspruchslosen Nager, welche den ganzen Tag in einem ein Quadratmeter großen Käfig sitzen und zum Kuscheln herausgenommen werden. Leider ist dieses Bild heute noch sehr verbreitet. Um den zukünftigen Mitbewohnern ein artgerechtes zu Hause bieten zu können, müssen einige Überlegungen im Vorfeld getätigt werden.

Mietvertrag
Eine Kleintierhaltung ist immer erlaubt und kann nicht untersagt werden. Allerdings muss beachtet werden, dass Kleintiere nur in üblicher Zahl entsprechend der Wohnungsgröße gehalten werden dürfen. Dies darf nicht zu einer Verwahrlosung der Wohnung sowie einer unzumutbaren Belästigung der Mitmieter führen. Im Zweifelsfall ist dies vorher mit dem Vermieter abzuklären.

Versicherungen
In der privaten Haftpflichtversicherung sind zahme Kleintiere mitversichert, so also auch Kaninchen. Krankenversicherungen wie mittlerweile bei Hunden oder Katzen üblich, gibt es im Kleintierbereich nicht.

Zeitaufwand
Hierbei ist nicht ausschließlich die Zeit für die Reinigung des Geheges zu bedenken, sondern auch die Zeit, um die Kaninchen sinnvoll zu beschäftigen, diese benötigen täglich mehrere Stunden Auslauf.
Sofern ein Käfig oder Auslauf zur Unterbringung verwendet wird, kann man eine Grundreinigung des Käfigs mindestens 1-mal pro Woche einrechnen. Dies benötigt je nach Käfiggröße gut 1 Stunde. Hält man seine Kaninchen in einem Freilaufgehege in der Wohnung oder gar in einem separaten Zimmer, sollten täglich alle Köttel gesaugt und Pfützen gründlich entfernt werden, eine Grundreinigung ist hier dann nicht so häufig nötig, sofern die Kaninchen stubenrein sind und für ihr tägliches Geschäft aufgestellte Toiletten nutzen.

Platzbedarf
Laut Tierschutzgesetzt muss einem Kaninchen in Gruppenhaltung (Kaninchen sind Gruppentiere und von Einzelhaltung wird abgeraten) pro Tier mindestens 2 Quadratmeter Platz zur ständigen Verfügung stehen. Ebenso sollte es in der Lage sein, einige Sätze in alle Richtungen ausführen zu können. Dies ist allerdings nur ein Mindestmaß und sollte keinesfalls unterschritten werden – im Gegenteil, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Es ist aber zu bedenken, dass ein Kaninchen einen Bewegungsdrang hat, der Vergleichbar mit dem einer Katze ist und die Mindestgröße von 2 Quadratmetern dem bei weitem nicht gerecht wird.

Urlaubsvertretung
Für den Fall, dass ein längerer Urlaub ohne Tiere geplant ist, muss für eine geeignete Urlaubsvertretung gesorgt sein. Das ist bei Kaninchen nicht ganz einfach, da viele Dinge bei der Haltung berücksichtigt werden müssen. Plötzliche Änderungen im Futterplan können schon die Gesundheit des Tieres beeinflussen. Plötzlich auftretende Durchfälle, Verstopfungen und Aufgasungen sind da nicht selten und das kann für das Tier sehr schnell tödlich enden. Es will also wohl überlegt sein, wem man sein Tier anvertraut.
Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Unterbringung gegen Entgelt in einer Tierpension, diese nehmen im Schnitt zwischen 8-10 Euro pro Tag im eigenen Käfig. Eine meist günstigere Alternative ist das Tier beim Züchter in Pflege zu geben, sofern dieser es anbietet. Diese nehmen in der Regel oft gegen eine kleine „Futtergebühr“ von 2-3 Euro pro Tier und Tag.
Sofern man einen kleintiererfahrenen Verwandten oder Bekannten kann nach einer Einweisung und Erstellung eines „Fahrplans“ (was ist zu tun wenn ein Tier zum Beispiel Durchfall hat oder sonst krank wird? Zu welchem Tierarzt soll das Tier gebracht werden? Was darf das Tier fressen? Wie viel darf es fressen? Etc.) das Tier auch dort untergebracht werden.

Rotkäppchen
23.10.2012, 15:36
Teil 2

Berufstätigkeit
Kaninchen sind für berufstätige Möhrenspender sehr gut geeignet. Diese Tiere sind überwiegend dämmerungsaktiv und können sich im Gegensatz zu einem alleine gehaltenen Hund sehr gut mit ihren Artgenossen beschäftigen. Kaninchen müssen auch nicht „Gassi“ geführt werden, da sie ihr Geschäft entweder in der Kloecke des Käfigs oder einer dafür aufgestellten Katzentoilette verrichten. Da ihr Hauptfutter aus Heu besteht und den ganzen Tag zur freien Verfügung stehen soll, sind diese auch nicht an feste Fütterungszeiten gebunden und so ist Schichtarbeit auch kein Problem.

Kosten auch bei Problemen wie chronischen Erkrankungen und Unfällen, Allergien, Worst Case
Ein Kaninchen kostet je nach Art und Geschlecht zwischen 15 und 50 Euro. Empfehlen würde ich grundsätzlich den Kauf bei einem Züchter. Ist dieser seriös, kann man die Zucht besuchen und sich Elterntiere und Halter genauer ansehen. Oft sind die Tiere bei den Züchtern auch günstiger zu erwerben als in einem Bauhaus.

An Futterkosten für Heu und „getreidefreies“ Trockenfutter (sollte den kleinste Teil der Nahrung ausmachen) kann man für 2-3 Kaninchen mit ca. 25 Euro pro Monat rechnen.
Dazu kommen Kosten für Frischfutter wie Gemüse, Obst und Kräuter.

Je nach Ausstattung des Geheges und Haltung kommen hierzu ca. 10 Euro für Hygieneartikel wie Katzenstreu (für Toiletten) oder Heu für den Käfig.

Wir halten unsere Kaninchen in einem Freilaufgehege in der Wohnung (Kosten hierfür ca. 30 Euro bei der Anschaffung). Ein großer Käfig kostet im Schnitt zwischen 50 und 160 Euro, wobei die meisten im Handel erhältlichen Modelle für eine ausschließliche Käfighaltung viel zu klein sind und somit durch ein Freigehege ergänzt werden sollte.
Ein guter Außenstall mit Auslauf der auch winterfest gemacht werden kann, kostet nicht selten 200 – 300 Euro.
Kaninchen möchten sinnvoll beschäftigt werden, auch das kostet oft zusätzlich Geld. Beispiele hierfür sind Katzenkratzbäume als Kletter- und Schlafmöglichkeit oder Buddelkisten um den natürlichen Grabtrieb des Kaninchens zu befriedigen. Auch Intelligenzspielzeug wird gerne von den Nagern angenommen.
Einiges davon kann aber auch mit ein wenig Geschick und kleinem Geld selbst hergestellt werden. Auch hier gilt: nach oben sind keine Grenzen gesetzt.
Wird ein Kaninchen mal krank, kann das schnell zu hohen Tierarztkosten führen. Ein Beispiel ist eine bei Nagern nicht selten auftretende Magenüberladung oder Verstopfung (zum Beispiel durch übermäßig verschluckte Haare beim Fellwechsel). Trifft dies ein Tier, so besteht hier höchster Handlungsbedarf. Im Gegensatz zu Hund und Katze ist eine Verstopfung bei einem Kaninchen lebensbedrohlich. Hier sollte nicht länger als 1 Tag beobachtet werden und oft ist das schon zu lange. Ist eine Magenentleerung mit Unterbringung in einer Kleintierklinik nötig, kann das gut 250-300 Euro kosten.

Ebenso gehören die jährlichen Impfungen zu den Haltungskosten. Jedes Kaninchen sollte in der Regel 1- bis 2-mal jährlich (je nach Impfmittel) gegen Kaninchenschnupfen und Myxomatose geimpft werden. Hier kann pro Impfung und Tier mit ca. 30 Euro gerechnet werden.
Hält man eine artgerechte Gruppe von Männchen und Weibchen, müssen die Männchen kastriert werden, um ungewolltem Nachwuchs zu vermeiden. Auch dies kostet je nach Tierarzt zwischen 15-60 Euro.

Auch bei Kaninchen gibt es chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Schnupfen oder bestimmte Allergie. Hier kann es erforderlich sein, dass besonderes Futter oder lebenslange Medikation erforderlich sein kann.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine artgerechte Haltung einer kleineren Kaninchengruppe nichts für den schmalen Geldbeutel ist. Sicherlich kann man mit etwas basteln und Kreativität auch mit kleinem Geld einen schönen Lebensraum für seine Fellnasen schaffen, aber vor plötzlich auftretenden Krankheiten ist man nie gefeit und dafür sollte man gerüstet sein.

Grundausstattung
Für ein artgerechtes Zuhause sind einige Dinge nötig. Essentiell ist hierbei ein ausreichend großes Gehege. Von Käfigen als Alleinbehausung ist abzuraten, da diese meist nicht groß genug für 1 Tier sind, geschweige denn für eine Gruppenhaltung und diese sollte bei Kaninchen dringend bevorzugt werden.

Eine gute Behausung ist zum Beispiel ein Freilaufgehege in der Wohnungshaltung oder ein entsprechend großer Kaninchenstall mit angeschlossenem Freilaufgehege für die Außenhaltung. Nicht selten sind selbstgebaute Vollieren im Gartenbereich anzutreffen.

Für den Wohnungsbereich eignen sich als Einrichtung für das Gehege Katzenkratzbäume. Diese sind je nach Modell für Kaninchen gut geeignet, da sie Erhöhte Aussichtspunkte und Schlafmöglichkeiten im Gehege bieten, ebenso beliebte Schlafhölen. Mit etwas Geduld kann ein Kaninchen auch an eine Katzentoilette gewöhnt werden. Dies erleichtert die Sauberhaltung des Geheges und vermindert die Zyklen für eine Grundreinigung erheblich. Wir setzen hierfür Silikatstreu für Katzen ein. Dies ist für die zarten Kaninchenpfoten sehr angenehm und bindet den sonst starken Uringeruch sehr gut. Einen Käfig mit Einstreu gibt es bei uns nicht mehr. Die Katzentoiletten (wir haben 2) müssen selbst bei 3 Kaninchen maximal 2-mal monatlich gesäubert werden. Damit die Fellnasen nicht auf den doch recht ungemütlichen Fliesen sitzen müssen haben wir als Untergrund einen kurzflorigen Teppich mit Drainage aus dem Baumarkt. Dieser ist sehr günstig in der Anschaffung und kann falls doch mal eine Pfütze danebengeht, sehr gut gereinigt werden.
Bei Holzmöbeln und Gehegen ist unbedingt darauf zu achten, dass diese unbehandelt sind, da Kaninchen alles annagen, was in Reichweite ist.

Im Außengehege können als Schlafmöglichkeit zum Beispiel Holzkisten, selbstgebaute Höhlen und Kisten mit kuscheligem Heu dienen. Auch schöne Hütten und Schlafhäuschen aus Holz gibt es im Handel zu kaufen. Hier gibt es die unterschiedlichsten Modelle und Größen, was eine fantasievolle und interessante Gestaltung ermöglicht.

Beim Außengehe ist zusätzlich zu beachten, dass bei einer ganzjährigen Außenhaltung die Kaninchen auch im Winter gut geschützt sind. Es gibt dazu zum Beispiel spezielle Planen die man an den Außengehegen anbringen kann. Diese halten die Wärme im Winter in den Gehegen und schützen zusätzlich vor Nässe.
Auch ist darauf zu achten, dass keine fremden/wilden Tiere in das Gehege eindringen können und somit das Leben der Kaninchen gefährden. Dies können zum Beispiel Raubvögel, Katzen oder kleinere Raubtiere wie zum Beispiel Marder sein.

Zur Grundausstattung sollte sowohl im Innen und auch Außengehege eine ordentliche Heuraufe dienen. Das Heu sollte dabei steht’s für die Tiere gut erreichbar und in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden können, gerade wenn die Tiere über mehrere Stunden alleine gelassen werden.

Für täglich frisches Wasser muss gesorgt werden. Es gibt im Handel dafür geeignete Nippeltränken und Tonschalen. Tonschalen sind in der Haustierhaltung vorzuziehen, da sie die natürliche Haltung der Tiere beim Trinken unterstützen.

Da Kaninchen für ihr Leben gerne buddeln, sollte für eine entsprechende Möglichkeit gesorgt werden. Dies kann entweder durch eine „Buddelkiste“ in der Wohnungshaltung oder ein entsprechendes Erdreich im Gartengehege geschehen. Für das Außengehege gilt zu beachten, dass die Kaninchen durch Buddeln nicht ausbrechen können. Hier kann man zum Beispiel Betonplatten in den Boden einlassen.

Buddelkisten können zum Beispiel mit Spielsand, groben Holzspänen oder Papierschnipseln gefüllt werden. Da die Geschmäcker auch bei Kaninchen unterschiedlich sind und die Kisten auch mal gerne als Toilette missbraucht werden, ist hier ein wenig experimentieren angesagt. Wir haben gute Erfahrungen mit Buchenholzspänen gemacht, die eigentlich für große Papageien als Einstreu gedacht sind.
Hat man obige Punkte beachtet, hat man eine gute „Grundausstattung“ für seine Lieblinge.
Diese kann dann je nach Lust und Budget durch Spielzeuge und Beschäftigungsmöglichkeiten ergänzt werden.
Beschäftigung
Ein Kaninchen will beschäftigt werden. Ist es gelangweilt oder verfügt über nicht genügend Platz, fangen sie an Dinge anzunagen und an den Gittern zu knabbern und zu rütteln.
Auch ganz einfache Dinge wie zum Beispiel Futterbälle können ein Kaninchen schon eine ganze Weile auf Trab halten. Intelligenzspielzeuge für Hunde und Katzen können auch von Kaninchen verwendet werden. In diesen werden meist kleine Leckereien versteckt und die Fellnase muss durch ziehen, schieben, rütteln und schubsen versuchen an diese heranzukommen.

Was man bisher nur von Hunden und anderen Tieren kennt, ist auch bei Kaninchen möglich: das Klickertraining. Hierzu gibt es einige gute Bücher im Handel. Mit etwas Geduld und täglichem Training, kann man seinen kleinen Fellnasen so einiges Beibringen.

Ebenso gibt es das sogenannte „Kaninhop“ was sich immer größer werdender Beliebtheit erfreut. Dies entspricht in etwa dem Hindernislaufen was man von Hundeplätzen und Wettbewerben kennt. Voraussetzung ist natürlich immer, dass das Tier auch Spaß daran hat. Zwingen sollte man es auf keinen Fall. Auch hier gibt es zahlreiche Wettbewerbe in welchem Kaninchenhalter ihre Schützlinge gegeneinander anhüpfen lassen.

Abwechslung ist für Kaninchen wichtig, dies kann zum Beispiel schon durch kleine Änderungen im Gehege erreicht werden (Umstellen des Kratzbaumes, eine Kiste mit Schnipseln, ein selbstgebastelter Futterbaum usw.). Viele Anleitungen zum selber bauen findet man im Internet.

Rotkäppchen
23.10.2012, 15:36
Teil 3


Einzelhaltung versus Gruppenhaltung
Ein Kaninchen sollte keinesfalls alleine gehalten werden, auch eine noch so gute Beschäftigungsmöglichkeit und intensivste Zuwendung ersetzt in keinem Fall den Artgenossen. Auch Meerschweinchen und andere Nager sind als Artgenossen nicht geeignet, das sie nicht die gleiche „Sprache“ sprechen.
Kaninchen lieben es sich gegenseitig zu putzen, sich ums Futter zu streiten oder einfach nur gemeinsam zu faulenzen. Wer einmal ein Kaninchen in der Gruppe beobachtet hat und die Einzelhaltung kennt, wird seine Fellnasen nie wieder alleine halten wollen. Kaninchen sind nur in der Gruppe glücklich, nur dort können sie ihr natürliches Sozialverhalten ausleben. Eine gute Gruppe ist ein Pärchen, schöner und natürlicher sind 3 Kaninchen. Dies entspricht am ehesten der natürlichen Gruppenbildung in der Natur, diese bestehen meist aus 1 Bock und mehreren Weibchen.
Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Rammler vor Vergesellschaftung mit den Weibchen der Gruppe kastriert wird, da es sonst schnell zu ungewolltem Nachwuchs kommt.
So wie es für eine Gruppenhaltung (außer nicht ausreichendem Platz) keine Gegenargumente gibt, so habe ich für die Einzelhaltung keine, welche dafür sprechen.

Wer für zwei Kaninchen keinen ausreichenden Platz zur Verfügung stellen kann, sollte von einer Anschaffung zum Wohle des Tieres lieber ganz absehen.

Futter
Grundnahrungsmittel für Kaninchen ist Heu, das ist das Täglich Brot des Nagers. Es muss rund um die Uhr zur Verfügung stehen, da die Tiere einen sogenannten „Stopfmagen“ haben. Damit „hinten“ was rauskommt, muss „vorne“ was rein. Fressen Kaninchen über längere Zeit nichts, kann es zum Erliegen der Verdauung kommen, was für ein Kaninchen lebensbedrohlich ist.
Die Verdauung der Nager ist sehr empfindlich, daher ist es wichtig, das Richtige zu füttern. Hier gibt es unterschiedliche Auffassungen von Haltern. Die einen verteufeln alle Trockenfutterprodukte, andere wiederum warnen vor übermäßigem Angebot an Grünfutter auf Grund von Durchfallgefahr.

Ich denke eine „perfekte“ Futterversorgung wird es pauschal nicht geben. Jedes Tier hat seinen eigenen Geschmack und verträgt Futter anders. Es gibt Tiere die kein Grünfutter vertragen oder Allergie gegen Heu haben. Andere wiederum bekommen von Obst und Gemüse schnell Aufgasungen und Pilze in den Darm. Eine ausgewogene Ernährung und Beobachtung der Tiere ist nötig um das eigene Rezept für seine Tiere zu finden.
Ich persönlich reiche den ganzen Tag über Heu. Das ist bei meinen Tieren das Hauptfutter, zumal es für den gleichmäßigen Zahnabrieb der Tiere sehr wichtig ist. Ansonsten kann es zu sogenannten Zahnspitzen kommen, die für das Tier sehr problematisch werden können und dann wiederum vom Tierarzt abgeschliffen werden müssen. Dies ist weder für Tier noch Halter eine angenehme Sache. Morgens gibt es 2 Esslöffel „getreidefreies“ Trockenfutter pro Tier. Es besteht aus vielen Kräutern und wird von meinen Tieren sehr gerne angenommen. Es gibt im Handel eine gute Auswahl an getreidefreien Produkten, darauf sollte man sehr achten, wenn man seinen Fellnasen Trockenfutter anbieten möchte. Getreide enthält viel Zucker und dieser wiederum ist schädlich für Kaninchen. Sie werden dadurch dick und krank.

Dazu gibt es zweimal am Tag frische Kräuter (wie zum Beispiel Basilikum, Minze, Thymian, Liebstöckel oder Melisse), Gemüse (Kohlrabi, Möhren, Sellerie, Pastinake, Zucchini, Kürbis, Tomaten, Gurken etc.), Obst (Wassermelone, Erdbeeren, Trauben, Banane, Ananas, Äpfel, Mandarinen etc.), frische Zweige (Birke, Walnuss, Haselnuss) und Salate. Beim Gemüse ist darauf zu achten, dass es keine Blähungen verursacht wie zum Beispiel Kohl. Obst sollte nur hin und wieder gefüttert werden, da es viel Fruchtzucker enthält.
Kaninchen müssen sich in der Natur anstrengen, um ihren Speiseplan abwechslungsreich zu gestalten. Damit man es den Tierchen nicht allzu einfach macht das Futter zu erreichen, kann man auch hier mit etwas Kreativität eine wunderbare Beschäftigung für Nager schaffen. Es gibt Futterbälle für Leckerlies, denen die Kaninchen hinterherrennen und schubsen müssen, damit dieses herausfällt. Auch kann ein Futterbaum gebastelt werden indem das Futter in kleine Öffnungen gesteckt wird. Es gibt viele Intelligenzspielzeuge auf dem Markt, mit denen man das Futter an den Hasen bringen kann und eine tolle Beschäftigung obendrein bietet.
Zum Thema Ernährung, Beschäftigung, Einrichtung und generell zur artgerechten Haltung kann ich die Internetseite www.diebrain.de nur wärmstens empfehlen.