PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfen bei älteren Katzen?



Enya
16.02.2003, 20:34
Hallo ich bin im moment etwas verunsichert.
Es steht mal wieder die Impfung für unsere Enya an. Leider ist das jedesmal der absolute Horrortrip für sie und auch für uns.
Mittlerweile ist sie ja geschätzte 10 Jahre alt und es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, das ein älteres Tier noch jedes Jahr geimpft werden muß.
Unser Ta meint auf jeden Fall. Alle Impfungen und das auch jährlich.

Muß dazu noch sagen, das Enya ab und an mal raus geht. So 2 mal in der Woche.
Soll ich sie wirklich noch jedes Jahr gegen alles impfen lassen oder wie immer häufiger befürwortet nur noch alle drei Jahre?
Bin jetzt doch ein wenig verunsichert.
Die beiden Kleinen sind obwohl Stubentiger gegen alles geimpft und das soll auch die nächsten Jahre so bleiben.

Was würdet ihr machen bzw. raten

Berglöwe
16.02.2003, 20:40
Hallo Birgit,

also ich würde Enya auf alle Fälle jedes Jahr impfen lassen.

Katzenschnupfen und Seuche oder auch Fip, kann man soviel ich weiß auch an Schuhsohlen und Kleidungsstücken mit nach Hause bringen. Und deshalb würde ich sie auf jeden Fall impfen lassen.

Das ist halt meine Meinung. Vielleicht gibt es ja noch andere Meinungen ???

Viele Grüße
von Berglöwe;)

Gabi
16.02.2003, 20:50
Mein Tommy wird demnächst auch 10 Jahre alt und mir ist noch gar nicht in den Sinn gekommen, die Impfungen mal ausfallen zu lassen.

So viel ich weiß, ist das mit den 3 Jahres Abständen im Amiland so. Aber ich glaube, dort wird auch ein anderes Impfserum verwendet.

Ich werde Tommy weiterhin jedes Jahr komplett impfen lassen, auch für ihn ist der TA-Weg jedesmal wieder ein Drama. Aber untersucht werden muss er ja eh. Auch ältere Tiere können alle Krankheiten bekommen, gerade bei ihnen sehe ich es als noch wichtiger an, geimpft zu sein, da ihre Abwehrkräfte, genau wie bei alten Menschen nicht mehr so gut sind.

Enya
16.02.2003, 20:55
Ich komme auch nur darauf,
da es hier irgendwann mal erwähnt wurde.
So von wegen das gerade ältere Tiere einen Schutz von bis zu 3 Jahren haben. Außerdem würde das jährliche impfen nur dem Ta die Tasche füllen.
Dazu kommt allerdings auch, das ich unserem TA nach der Aktion mit Sir James nicht mehr 100% vertraue. Ist ja echt einiges schief gelaufen.

Diesen monat muß sie ja zum impfen. muß zuerst allerdings noch Schlaftabletten besorgen, da sonst eine Behandlung unmöglich ist.
Weiß auch nicht warum unsere sonst sehr sanftmütige Katze zu einer regelrechten Furie wird, die man mit drei Mann nicht gehalten bekommt.

Gabi
16.02.2003, 20:58
Schlaftabletten??? *weia* ist es so schlimm??? Kann der TA nicht zu Euch nach Hause kommen???

Würde mich allerdings nun auch interessieren, ob da was dran ist mit dem 3-Jahres-Schutz, ich kann es mir aber nicht vorstellen. Im FNF wurde das Thema oft diskutiert, gar nicht so lange her.

Berglöwe
16.02.2003, 21:00
Hey Birgit,

wenns denn so schlimm mit Enya ist, kannste da nich deinen Tierarzt mal fragen, ob er mal ne Ausnahme macht und zu Dir nach Hause kommt ???

Machen ja manche TÄ auch mal unser hat das auch schon Mal gemacht!!!

Viele Grüße
von Berglöwe

;)

Enya
16.02.2003, 21:06
Hallo Gabi,
wir haben echt schon alles versucht.
Auch Hausbesuche. Ergebnis: Eine Stunde haben wir veruscht Enya überhaupt anfassen zu dürfen. Zum Schluß mußten wir eine Decke über sie werfen, damit man sie überhaupt festhalten konnte. TÄ und ich ziemlich zugerichtet, diverse Nadeln verbraucht. TÄ möchte das auch nicht noch einmal mitmachen!!
TÄ und Ich mit den Nerven am Ende.
Nächster Versuch. Wir bekommen die Katze ohne Narkose überhaupt nicht in die Box. Sie hat plötzlich mindestens 10 Pfoten mit super scharfen Krallen welche erbarmungslos eingesetzt weden. Dazu beißt sie sich fest.
Das sie nicht bösartig ist, wissen wir. Aber wir wissen nicht was sie früher alles erlebt hat.
Selbst nach zwei Jahren darf ich es mich nicht wagen sie hoch zu heben oder mal weg zu schiebe. Soetwas wird von ihr verabscheut und deswegen bekomme ich auch immer direkt die Quittung.

Ist halt schlimm die Katze in Schlaf zu versetzen nur weil mal wieder das impfen ansteht. Sie braucht dann einen ganzen Tag um wieder fit zu werden.

ChristianeS
17.02.2003, 06:46
Hallo Enya,
auch ich bin z. Zt. etwas am Zögern bei meiner Jenny. Die wird bald 14 Jahre alt und geht auch nur noch auf die Terrasse. Bisher habe ich sie wirklich fast auf den Tag genau im Jahresabstand gegen Seuche, Schnupfen und Leukose impfen lassen.
Gegen Seuche und Schnupfen werde ich sie auch weiterhin impfen lassen, einfach deshalb, weil gerade der Seucheerreger so furchtbar ansteckend ist und ich ja im Tierheim aushelfe.... Aber auch da überlege ich, ob ich nicht statt alle 12 Monate lieber alle 13-14 Monate impfen lasse. Das müßte auf alle Fälle auch ausreichen.
Und bei Leukose bin ich immer noch am Schwanken. Einesteils möchte ich nicht mehr, andererseits, wer weiß, wie alt sie wird? Und dann - falls ich sie doch mal in eine Katzenpension bringen muß, dort ist die regelmäßige Impfung ein Muss... hmmm.
Viele Grüße
Christiane mit Jenny, Maya, Milena und Einstein

Enya
17.02.2003, 08:11
Hallo mich würd mal interessieren, was das Zooplus Tierärzteteam dazu sagt!!!

Liebes ZP- TÄ Team könnt ihr uns in der Frage weiter helfen??

TineX
17.02.2003, 17:54
Hallo Enya,
schau doch mal auf der TA-Seite hier auf Zooplus unter "Katzen" und "Impfen" nach, dort ist genau diese Frage schon einmal ausführlich beantwortet worden.
ICh fand sie so interessant, dass ich sie auch nochmal hier im Forum gepostet habe. Meine Katzen sind noch zu jung, aber wenn sie älter sind werde ich in Erwägung ziehen, sie nicht mehr jedes Jahr komplett durchimpfen zu lassen.

Gruss
Tine

Enya
18.02.2003, 10:25
Hallo Tine, danke für den Tip.

Hmm, da meine alte Enya, ja doch hin und wieder noch Freigänger ist, werde ich sie auf jeden Fall impfen lassen müssen.
Vor allem gegen Tollwut. Dann könnte ich auch immer gleich ein geriatrisches Profil machen lassen.
Damit würde sich das sedieren und stressen der Katze für sie selber lohnen.
Mich scheut halt immer mehr, das ich sie schon sediert zum Ta bringen muß. Das fördert ja auch nicht das Vertrauen zwischen uns. Es dauert dann auch immer einige Zeit, das wir sie danach streicheln dürfen.
Tja so ist das halt, wenn man eine kleine Zicke zuhause hat.
Da werden wir dann mal wieder durch müssen.

TineX
18.02.2003, 10:46
Hallo Birgit,
da hast du natürlich recht - Tollwutimpfung ist bei Freigängern absolut Pflicht, hier wird die jährliche Impfung ja auch in dem Zooplus-Beitrag nicht in Frage gestellt.
Ist natürlich wirklich dumm, dass der TA-Besuch für deine Miez einen solchen Stress bedeutet.
Leider habe ich auch keine Idee mehr - du scheinst ja schon alles versucht zu haben...
Dann drücke ich dir wenigstens die Daumen, dass sie die Narkose gut übersteht!

Alles Gute
Tine

admin
18.02.2003, 11:14
@all
Zum Thema Impfungen Stekllung zu nehmen, ist derzeit nicht ganz einfach, denn das Thema Impfungen dürfte im Moment das heißeste Eisen in der Tiermedizin sein.
Auf dem internationalen TÄ-Kongreß in USA, an dem ich Mitte Januar teilnahm, wurde dieses Thema intensivst diskutiert.

Fakt ist, dass gegen FeLV nur nach negativem Test geimpft werden sollte. Nach einer Grundimmunisierung bestehend aus zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen und einer nochmaligen Boosterung nach 12 Monaten wird empfohlen die Impfintervalle auf drei Jahre zu verlängern.

Katzenschnupfen und -seuche können ebenfalls in mehrjährigen Intervallen geimpft werden. Vor einem Aufenthalt in einer Katzenpension muss die Schnupfenimpfung unbedingt geboostert werden, da ihre Wirkdauer vermutlich sogar unter 12 Monaten liegt.

Was die Tollwut angeht, so wird sie nach neuesten Erkenntnissen ebenso wie die FeLV Impfung für die Entstehung impf-assoziierter Sarkome verantwortlich gemacht.

Daraus ergibt sich folgendes Problem:
Wird eine freilaufende Katze aufgrund von Tollwutfreiheit eines Wohngebietes nicht geimpft, ist dies einerseits hinsichtlich des potentiellen Tumorrisikos günstig.
Sollte die Katze allerdings ungeimpft jemanden beißen, stellt sich ein forensisches Problem. Die gebissene Person kann über den Amtstierarzt die diagnostische Euthanasie des Tieres fordern, da Tollwut nur post mortem im Gehirn nachweisbar ist.

Generell empfehlen die amerikanischen Kollegen nur Einzel- statt der bisher üblichen Kombinationsimpfstoffe und inaktivierte Lebendvakzine zu verwenden sowie keinesfalls Tollwut oder FeLV in die Nackenfalte oder an der Brustwand zu applizieren, sondern in die linke bzw. rechte Hintergliedmaße.

So kann bei Aufftreten eines Sarkoms ggfs. die betroffene Gliedmaße weit distal amputiert werden, was die Überlebensrate des betroffenen Tieres dramatisch verlängert!

Was die Impfungen angeht, so ist
- Leukose nur für Zuchten oder Freiläufer relevant.
- Tollwut ebenfalls nur bei Freiläufern.
- Katzenseuche und -schnupfenerreger können über vektoeren (Schuhe etc) eingeschleppt werden, daher ist eine Impfung auch für Wohnungskatzen ratsam.
- FIP ist ein Thema für sich, wird abert inzwischen nur mehr für Zuchten mit Titer-negativen Tieren (unter Vorbehalt) empfohlen.

Beste Grüße ;)
dr. kirsten thorstensen
vet services manager

zooplus AG

admin
18.02.2003, 11:19
@all
Etwas Grundsätzliches wollte ich gerne noch zum Theme Katzentransport, Tierarzt, Angst etc anmerken.

Kaum eine Katze schätzt den Besuch beim Tierarzt. Hierauf kann und sollte man als Besitzer aber nur bedingt Rücksicht nehmen.
Gerade bei älteren Tieren jenseits der 10 oder gar 15 Jahre ist eine jährliche, später halbjährliche Untersuchung beim Tierarzt besonders wichtig.
Der kurzfristige Streß ist weit weniger schlimm, als eine altersbedingte Krankheit zu spät zu entdecken und dann Dauergast beim Tierarzt zu sein.

Würden ältere Katzen regelmäßig beim TA vorgestellt und jeweils ein geriatrisches Profil (check der wichtigsten Organparameter) angefertigt, wären Beiträge über terminal nierenkranke oder diabtische Katzen weit seltener zu lesen!
Angst ist immer ein schlechter Berater!

Nochmals beste Grüße ;)
dr. kirsten thorstensen
vet services manager

zooplus AG

Enya
18.02.2003, 11:21
Erst mal ein Danke schön für die ausführliche Antwort.
Tja beruhigt bin ich jetzt nicht, vor allem wegen der Impfsarkome. Unser Ta spritzt aber sämtliche Impfungen immer noch in die Hautfalte.
Aber eine perfekt Lösung ohne Risiko wird es wohl nie geben.

Also dann laß ich besser jedes Jahr impfen. Vielleicht gibt es bald noch weitee Erkentnisse?

Ok dann werden wir die Aktion mal wieder in Angriff nehmen.

admin
18.02.2003, 11:31
Hallo Birgit,
es ist wirklich nicht einfach zu entscheiden, wie man vorgeht.
Was ich oben noch hatte anmerken wollen, war folgendes.

Die gestreckten Impfintervalle gelten für Tiere bis ins Seniorenalter von etwa 10-12, danach schwindet die Leistungsfähigkeit des Immunsystems, so daß wieder jährlich geimpft werden sollte.

Also betreffen die langen Intervalle Katzen zwischen 2 und 10-12 Jahren.
Bzgl. der nötigen Impfungen ist immer individuell zu entscheiden. Eine "Standardimpfung" gibt es nicht mehr.

Die Impflokation sollte man für Tollwut/Leukose auf jeden Fall weit distal wählen!
dr. kirsten thorstensen :confused:
vet services manager

zooplus AG

Renate W.
18.02.2003, 18:20
Hallo Birgit,

habe einen interessanten Link zum Thema "Impfungen".

Der jährliche Shot - mehr Gewohnheit als Wissenschaft (http://www.ekispage.de/)

Bin schon gespannt, was die Forenmitglieder dazu sagen.

gerdax
18.02.2003, 21:49
Ich habe diesen Bericht auch gelesen und bei der Tierärztin angesprochen. Sie meinte, daß ich ihr mitteilen solle, wenn es einen Impfstoff gäbe, der in größeren Intervallen anzuwenden sei. - War natürlich überfragt. Man kommt schnell in den Verdacht, an den armen Teiren sparen zu wollen, wenn man etwas gegen diesen Impf-Wahn hat. Noch dazu ist es wohl so, wie in dem Bericht erwähnt, daß weder die Hersteller der Stoffe, noch die Tierärzte ein wirkliches Interesse an Veränderung haben.

Sollen wirklich die Tierbesitzer den Ärzten das richtige Mittel in die Hand legen - oder einsame nicht qualifizierte Entscheidungen treffen? Ich bin nicht generell Impfgegner - auch meine Kinder sind gegen alles Mögliche geimpft. Aber nicht jährlich!

Wie hältst Du es denn mit der Impferei?

Ich hab´mich entschlossen, den beiden Kleinen die Grundimmunisierung geben zu lassen und zunächst nach einem Jahr aufzufrischen. Dann sehe ich weiter - mal sehen, wie der Stand der Dinge dann sein wird.

Enya
18.02.2003, 22:14
Hallo Renate,
danke für den Link. Er enthält sehr nützliche Hinweise. Muß sagen es hat mich zum Teil echt verblüfft!!!
Ich gönne meinem TA von Herzen jeden Euro den er verdient, ist ja kein einfacher Job. Aber ich möchte nun mal nicht verdummbeutelt werden.

@ ZP TÄT:
Vielen Dank das sie so ausführlich Antwort geben.
Wir werden folgendes machen. Habe morgen früh einen Termin in der Praxis, wo wir das weitere impfen für unsere Enya besprechen werden. Tollwut soll sie auf jeden Fall weiter jährlich bekommen. Wir leben auf dem Lande und haben häufig mit Tollwut zu tun. Sicher ist sicher.
In Enyas Fall könnte man den Impfintervall einmal strecken, mehr aber auch nicht.Dann wäre sie ja schon 12 und wie beim alten Menschen läßt das Immunsystem im Alter leider zu wünschen übrig.
Da diese Katze ein Fundtier war, kann man ja auch nicht mit 100% Sicherheit sagen, wie alt sie definitiv ist.
Allerdings werde ich beim impfen sehr genau darauf achten wo die Spritze gesetzt wird!!
Der jährliche Check beim TA erfolgt sowieso weiterhin. Ich möchte schließlich immer genau wissen ob meine ältere Katze gesund ist.
@ Gerdax: auch ich habe bis jetzt meine Katzen jährlich impfen lassen. Das Geld spielt keine Rolle, sonst würde ich mir nicht immer die " Kümmerlinge" im Tierheim aussuchen.
Aber es ist nie verkehrt mehr zu wissen und das auch anzumerken.

Beim Menschen kann man ja eine Antikörperbestimmung machen lassen. Würde das auch bei Katzen funktionieren? Dann wüßte man doch nach der Laboruntersuchung ob der impfschutz noch ausreichend ist oder ob nachgeimpft werden muß??

Renate W.
18.02.2003, 22:27
Liebe Gerda,

dass weder die Pharmaindustrie noch die Tierärzte großes Interesse daran haben, wenn die Katzenhalter mit "solchen Ideen" (Impfintervalle) ankommen, ist uns beiden klar.

Und solange die Pharmaindustrie für den einzelnen Impfstoff nur "eine Garantie" der Wirkung von 1 Jahr übernimmt, solange kann bzw. will sich meiner Meinung nach der Tierarzt auch nicht darauf einlassen, eine andere Entscheidung zu treffen. Gesetzt den Fall, eine Katze, wo das Impfintervall verlängert wurde, erkrankt doch z.B. an Leukose. Der Tierarzt hätte wahrscheinlich einen Prozess am Hals und das Risiko geht er sicher nicht ein.

Aber nun zu mir und meiner Vorgangsweise - wie du weißt, sind meine Katzen REINE WOHNUNGSKATZEN:

Leukose-Impfung habe ich heuer zum ersten Mal ausgelassen - wird 2005 wieder geimpft;

bezüglich der Katzenschnupfen/-seuche-Impfung (im Juni 2003 fällig) muss ich mit dem Tierarzt noch reden, ob er nur den "Katzenschnupfen-Impfstoff" in der Praxis hat bzw. besorgen kann. Ich würde dann die Katzenschnupfen-Impfung jährlich auffrischen und auch bei der Katzenseuche ein längeres Impfintervall bevorzugen.

Whisky ist "ein eigenes Kapitel". Wie du weißt, hat er zystische Nieren - ich werde ihn Leukose überhaupt nicht mehr impfen lassen. Er bekommt nur mehr (wenn möglich) Katzenschnupfen- und FIP-Impfung (4 Monate Zeitabstand zwischen den einzelnen Impfungen). Die FIP-Impfung bietet 60-70 % Schutz - ich kann nicht wissen, ob Smokey zum Virenausscheider wird und Whisky eine Corona-Vireninfektion durchmachen würde, das Risiko ist mir zu groß, darum wird er weiterhin gegen FIP geimpft.

Das war "mein" Impfplan.
:D

Anke
19.02.2003, 23:15
Also in die Hintergliedmaße injizieren damit man besser amputieren kann???

Das ist aber eine tolle Alternative.




Katzenschnupfen und -seuche können ebenfalls in mehrjährigen Intervallen geimpft werden. Vor einem Aufenthalt in einer Katzenpension muss die Schnupfenimpfung unbedingt geboostert werden, da ihre Wirkdauer vermutlich sogar unter 12 Monaten liegt.

Und das widerspricht sich doch!?

Da ich mich kenne, werde ich genau das machen was ich will und das was die TA wollen.

Dies gilt allerdings für meine Privattiere und nicht für den Verein!

LG Anke

Anke
19.02.2003, 23:17
Sollte natürlich heißen

und NICHTdas was die TA wollen.

LG Anke

Enya
19.02.2003, 23:43
So war heute wie verabredet beim TA, wegen der Vorgehensweise bzgl. des impfens.
Puh war ich sauer.
War nämlich umsonst da, weil sie keine Zeit hatten um ausführlich mit mir zu sprechen. Toll:mad:
Dann wurde ich auf meine Frage wegen des Hausbesuches für unsere Isis auch an morgen verwiesen.
Was soll ich davon halten??
Ich lasse mit Sicherheit viel Geld für die Tiere beim TA, da möchte ich auch das sie Zeit für mich haben!
Oder ist vielleicht zuviel verlangt.
Ich bin echt am überlegen den TA zu wechseln.

Soviel zum Thema Impfplan!!

Renate W.
20.02.2003, 07:36
@Anke,

ich behaupte, dass rd. 90 % (liege ich zu hoch ?) aller Katzenhalter sich bedingungslos auf die Aussage des Tierarztes verlassen.

Widersprechen bezüglich Impfungen wird nur der, der sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und davon überzeugt ist, dass er für sein Tier keinerlei Risiko eingeht.

@Birgit,

vielleicht war in der Praxis gestern die "Hölle" los und da eine Impfung nichts Lebensbedrohendes ist, kann man auf den nächsten Tag verschieben.

Wenn du also mit der Tierärztin zufrieden bist, solltest du ein wenig Nachsicht üben.

Hast du für dich schon Überlegungen angestellt, wie du bei deinen Süßen vorgehen möchtest?

Enya
20.02.2003, 13:09
Hallo Renate,
ich habe jetzt für mich überlegt, das Enya dieses Jahr noch einmal komplett geimpft wird. Außerdem soll gleichzeitig ein geriatrisches Profil gemacht werden.
FIP Impfung scheidet aus, da sie im letzten Jahr einen Titer von 1:400 hatte und dieser nicht mehr runter ging.

Die kleinen, reine Wohnungstiger, sollen auch komplett geimpft werden. Sie sind auch FIP geimpft, da sie keinen Titer aufwiesen.Isis ist jetzt fällig zur Nachimpfung und Nevyn im September.
Es ist wirklich nicht so einfach zu entscheiden, da eine Katze ja Freigänger ist.
Das war so mein Gedanke für dieses Jahr. Nächstes Jahr sind die kleinen ja ausgewachsen und sollen dann in einem größeren Zeittrahmen geimpft werden.

Kurz zum Ta. Klar in der Praxis ist immer viel zu tun, sind zeitweise mit drei Ärtzten beschäftigt.
Impfungen sind ja Kleinigkeiten. Aber der Hausbesuch wäre mir schon wichtig gewesen vor allem da sich bei Isis das Gangbild wieder verschlechtert.

admin
20.02.2003, 18:11
@ Anke
Da bei Freiläufern nun einmal das Risiko einer Leukoseinfektion höher ist, als das eines Sarkoms sollte auf die Impfung nicht verzichtet werden.
Rechtliche Erwägungen wie erläutert legen die Impfung gegen Tollwut bei Freiläufern nahe.

Da dagegen die Gefahr eines Sarkoms steht, sollte das Risiko durch gezielte Wahl der Impflokation minimiert werden.

Wie bereits erläutert, ist ein impfassoziiertes Sarkom langfristig ein Todesurteil für das betroffene Tier, wenn nicht weitläufig ausgeschnitten werden kann.
Es ist also ein wenig kurzsichtig die Option der Amputation der Gliedmaße einfach abzutun.
Wird weiterhin in die Brustwand oder die Nackenfalte appliziert, kostet das tatsächlich unnötige Katzenleben.
Bedenken Sie dies bitte.

Nochmal:
Grundsätzllich muß jeder Besitzer in Absprache mit seinem TA entscheiden, was nötig und was verzichtbar ist.
Eine Standardlösung gibt es nach den Erkenntnissen der letzten Jahre nicht mehr!
Mit freundlichen Grüßen
dr. kirsten thorstensen
vet services manager

zooplus AG

Anke
20.02.2003, 21:18
Hallo Frau Dr. Thorstensen,

auf eine Tollwut - Impfung sollte bestimmt nicht verzichtet werden.

Aber es ist für mich keine Alternative die Impfung so zu setzen, dass evtl. ein Sarkom an einer Stelle entsteht die dann amputiert werden kann.

Natürlich die Katze kann weiter leben, aber wie? Für einen Freigänger der es gewohnt ist Bäume rauf und runter zu klettern und alles anzustellen was halt zu einem freien Katzenleben gehört muss es doch grausam sein, wenn das alles nicht mehr möglich ist, er wohlmöglich im Haus eingesperrt leben muss. Er/Sie geht dann in meinen Augen nicht an diesem Sarkom ein sondern an seelischer Grausamkeit.

Und gerade die Impfungen um die es geht werden doch meist nur bei Freigängern durchgeführt.

Ich hatte so einen Fall im Bekanntenkreis. Allerdings wurde das Bein amputiert wegen eines Unfalls. Die Wunde ist super verheilt, aber der Kater hat nach ca. 4 Monaten die Augen zu gemacht, er wollte nicht mehr, er hat sich regelrecht aufgegeben, weil er nur noch am Fenster hockte und draußen nicht mehr mitmischen konnte.

Es wird so viel Geld für die Forschung ausgegeben und es kann doch nicht so schwer sein festzustellen wie lang eine Impfung wirkt? Bei Kindern oder auch bei uns s. Tetanus ist das doch auch möglich!

LG Anke

Anke
20.02.2003, 21:33
Hallo Renate,

ja leider hast Du da recht, weil man uns Katzenbesitzern auch immer ein schlechtes Gewissen einredet. Ich kenne in dieser Hinsicht keine Statistik die besagt, die und die Tiere waren geimpft und die nicht und aus diesem Grund sind sie gestorben oder nicht.

Außerdem sind auch wir Menschen doch viel aufgeschlos-sener geworden und unsere Ärzte werden nicht mehr als "Herrgötter in Weiß" betrachtet, wieso funktioniert das nicht bei den TA ?

Bin ich froh, dass ich "nur" Wohnungskatzen habe. Nur mach ich mir auch Gedanken darüber, was ich den Menschen raten soll die von uns eine Katze bekommen!?!?

LG Anke

Berglöwe
20.02.2003, 21:52
Hallo Birgit,

was Du da bei Deinem TA erlebt hast, finde ich auch nicht so toll:mad: . Also bei unserem TA ist es ganz unterschiedlich mal kommt man sofort ran und mal sitzt man, trotz Termin, eine Stunde lang mit der Mietze im Käfig. Das finde ich dann auch nicht so toll:( . Aber rankommen tut man in jedem Fall und Zeit nehmen sie sich dann auch, dafür sorge ich dann schon:D .

Ein Hausbesuch wurde bei uns auch schon abgesagt, aber nur weil eine unvorgesehene OP bevorstand. Na gut, dafür habe ich dann auch Verständnis.

Aber trotzdem kam dann noch abends ein Arzt zu uns nach Hause, der sich meine alte Mietze angeschaut und auch behandelt hat. Und der hatte wirklich ganz viel Zeit.

Hey ich kenne meinen TA jetzt seit 20 Jahren, die Ärzte wechseln auch mal, aber ich vertraue ihm, und würde nie den TA wechseln, weil ich mit ihm echt total zufrieden bin, auch wenn ich mal ne Stunde warten muß:p

Viele Grüße
von Berglöwe;)

PS: Impftermine mache ich immer für Samstags früh so 8.30 oder 9.00 Uhr aus, da mag wohl keiner am Wochenende so früh aufstehen und da kommt man sofort dran *froi*

Renate W.
20.02.2003, 22:03
Liebe Anke,

es ist wirklich sehr schwierig, bei Impfungen einen Tipp zu geben. Bleiben wir bei den "reinen" Wohnungskatzen - und bleiben wir dabei, sie werden nur Katzenschnupfen/-seuche geimpft.

Gesetzt den Fall - und davor sind wir "katzennarrischen" hier nicht "sicher" - man nimmt ein Kätzchen auf und dieses ist "Leukose-positiv". Und nehmen wir wieder an, die Übertragung des FeLV-Virus erfolgt durch engen Körperkontakt, z.B. über Lecken.
Und nehmen wir an, die Abwehrkräfte einer schon im Haushalt lebenden Katze sind nicht so gut, dass das Virus abgetötet werden kann.

Ich kann nur von mir reden, aber ich würde mir tausend Vorwürfe machen, wären meine "eingesessenen" Stubentiger nicht geimpft.

Ich kann dich nur zu gut verstehen, wenn du dir Gedanken machst, was du den Leuten raten sollst - wirklich schwierig, ich beneide dich nicht.

Mit dem TA habe ich großes Glück, sehr aufgeschlossen, immer Zeit, wenn ich wieder mal eine "Erklärung" brauche.

Ich habe aber auch die "Götter in weiß" erlebt, unnahbar, kaum Auskunft gegeben - und wenn ich es heute betrachte - auch noch inkompetent. Hätte ich vor Jahren bedingungslos dem Tierarzt vertraut, wäre mein Whisky nicht mehr am Leben.

Aber jetzt sind wir gut aufgehoben, da kann ich sogar vertrauen!

admin
21.02.2003, 08:45
@Anke
Vielleicht verstehen wir uns ja nicht richtig...
Wenn ein Tier geimpft werden muß, aus welchem Grund auch immer, läuft es bei Tollwut und Leukose ab der 1. Injektion Gefahr ein Impfassoziiertes Sarkom (iS) zu entwickeln. Da ist es doch nur natürlich, daß man versucht dann die Überlebensrate -gesetzt den Fall- so hoch als möglich zu halten. Über die gestreckten Impfintervalle UND die geeignete Impflokation.

Persönlich weiß ich von mehreren Katzen die prima auf drei Beinen zurecht kommen, sogar große Hunde, die z.B. durch einen Unfall eine Gliedmaße verloren haben, laufen bestens.

Nur als Richtwert: die Überlebensdauer bei einem an der Brustwand befindlichen Fibrosarkom liegt bei etwa 12 Monaten, da die Rezidivrate auch nach OP sehr hoch ist, weil man nicht großflächig genug ausschneiden kann.
Die Überlebensrate nach distaler Amputation liegt bei mehreren Jahren.

Ich geben Ihnen recht, daß es mehr als wünschenswert wäre herauszufinden, wehalb genau es zu den iS kommt. Man geht davon aus, daß es die Adjuvantien (Hilfsstoffe) in den Vakzinen sein könnten, ist hierüber aber nicht sicher.
Tierversuche hierzu sind nicht wünschenwert, da geben Sie mir doch sicher recht?! Also bleibt nur eine minutiöse Studie aller in der Praxis auftretenden Fälle und genaue Bucjhführung welche Vakzine verwendet wurde.

Was die Feststellung der Dauer eines Impfschutzes angeht, so bin ich eine Verfechterin entsprechender Studien.
Diese sind zugegbenermaßen sehr, sehr aufwendig, da in vielen Gruppen getestet werden muß:

- Tiere, die über einen Zeitraum von 2, 3, 5, 10 etc Jahren ohne Kontakt zu Artgenossen und den entsprechenden Erregern gehalten werden und die nur grundimmunisiert und 1x geboostert werden

- Tiere, die über einen Zeitraum von 2, 3, 5, 10 etc Jahren mit Kontakt zu Artgenossen und Erregern gehalten werden (Challenge) und die ebenfalls grundimmunisiert und 1x geboostert werden.

- Tiere, die über einen Zeitraum von 2, 3, 5, 10 etc Jahren ohne Kontakt zu Artgenossen und den entsprechenden Erregern gehalten werden und die grundimmunisiert und jährlich/ zweijährlich etc geboostert werden.

- Tiere, die über einen Zeitraum von 2, 3, 5, 10 etc Jahren mit Kontakt zu Artgenossen und Erregern gehalten werden (Challenge) und die grundimmunisiert und jährlich geboostert werden.

Natürlich ist hier nicht von 5 oder 10 Probanden die Rede, sondern von einer großangelegten Studie, die so schwierig durchzuführen ist, weil es eben keine Feldstudie mit Tieren ist, die ganz regulär bei Ihren Besitzern leben und jährlich zum Test "einrücken".
Über 5-10 Jahre für eine Studie im Labor gehaltenen Katzen würde ebenfalls wieder die Tierschützer auf den Plan rufen. Es ist also nicht gerade einfach, wenn auch wünschenswert.

Was Sie tun können, ist Ihre Tiere statt einer Impfung testen zu lassen ob noch ein belastbarer Titer vorhanden ist und dann entsprechend für oder gegen die Impfung entscheiden. Das ist nicht gerade billig, ist aber die einzig fast 100% sichere Alternative.

Die derzeit praktizierte Alternative ist eben die Intervalle vorsichtig zu strecken und so quasi eine "Langzeitstudie" herbeizuführen.
Dabei ist die Kooperation zwischen TA und Besitzer sehr wichtig, um entscheiden zu können, was ist nötig und was nicht.
Auch viele TÄ der "alten Schule" müssen hier umdenken, da gebe ich Ihnen recht.

MfG
dr. kirsten thorstensen
vet services manager

zooplus AG

Anke
21.02.2003, 23:38
Hallo Fr. Dr. Thorstensen,

vielen Dank für Ihre Antworten. Ist echt interessant und wenn es nicht den Rahmen sprengen würde, würde ich sehr gerne mit Ihnen weiter diskutieren. Da gibt es noch so viel Punkt das wir und vielleicht mal treffen sollten.

Ihre Ausführung wird wohl jeden zum Nachdenken bewegen.

Herzliche Grüße aus Wuppertal Anke

@ all

habt Ihr nicht Lust mal so einen Stammtisch zu machen?
Sie ist für uns alle "fremd", keiner ist voreingenommen und ich könnte mir Vorstellen, dass das ein sehr interessanter Tag werden könnte.

LG Anke

Anke
21.02.2003, 23:40
Oh je,

da es schon so spät ist, bitte ich alle Tippfehler zu übersehen.

LG Anke