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Pampashase
19.06.2012, 22:19
Hallo zusammen,:cu::cu::cu:

dann werde ich uns auch mal vorstellen:

Wir sind: mein angetrautes Goldstück, eine Tochter, ein erwachsener Sohn und unser zwei Flauschkugeln Fanny und Nina. Doch
zu diesen später.

Geboren bin ich in der Gegend von Augsburg und habe dort lange Zeit mit meinen Eltern gelebt. Dann sind wir ins Allgäu (20 KM vom Bodensee entfernt) gezogen. Dann ging es für etwas mehr als 4 Jahre wieder zurück nach Bayern und dann wieder ins Allgäu.
Dort pflückte mich mein Goldstück vor mehr als 20 Jahren und holte mich ins Donautal.
Meinem Mann und mich verbindet unter anderem auch die Liebe zu Katzen. Katzenhaltung war allerdings in seiner Wohnung zunächst auch unsere gemeinsame Wohnung nicht erlaubt. Doch weil wir auch Kinder haben wollten und nach einem Konflikt mit unserem Vermieter zogen wir aus der Kreisstadt in ein nahegelegenes Dorf. Zum Einzug bekamen wir uns unseren Vermietern einen kleinen, wenige Tage alten Kater (das sahen wir natürlich erst hinterher) geschenkt. Dieser durfte natürlich ausreichend lange bei seiner Mutter bleiben. Aber wir durften ihn immer besuchen. So wurden der Kater Mohrle und wir ein Dreamteam. Mohrle half mir auch dorch sein Dasein durch eine recht schwierige Schwangerschaft, die Gott sei dank nach 9 Monaten des Zitterns ein gutes Ende nahm.

1996 zogen wir dann nur einige Häuser weiter in eine größere Wohnung, weil unser Wohnung zu klein wurde. Mohrle war ein ganz lieber,
aber eigenwilliger Kater, der froh war, dass er nach meiner Schwangerschaft endlich Freigänger werden durfte.
Mohrle und unser Sohn waren ein super Team. Dann fragte uns unser damaliger TA, ob wir nicht zu Mohrle noch eine weitere Katze haben wollten und so kam, wie es kommen musste, im September der Kater Mikesch zu uns. Mikesch und Mohrle verstanden sich sehr gut und
Mohrle zeigte unserem Mikesch die ersten Schritte draußen.
Leider verschwand unser Mohrle, wie auch seine Mutter und viele andere Katzen in unserem Wohngebiet im Dezember 1996.
Die Geburt von Mohrle war übrigens die letzte. Nach Mohrle wurde die Mutter kastriert.

Mikesch bekam dann von uns einen neuen Kumpel, den Kater Silvester, der sich wohl nach kurzer Zeit ein neues Heim gesucht hat.
Jedenfalls blieb der Kater Silvester immer wieder länger weg und kam dann gut genährt und gepflegt wieder zu uns, blieb dann eine Zeit und verschwand dann wieder und so ging es weiter.Wir haben nie herausbekommen, wo er war. Aber nachdem das ganze über 4 Jahre so ging, sind wir uns sicher, dass er ein zweites Heim hatte. Wenn ich Silvester gewesen wäre, hätte ich das aber auch gemacht, denn der Mikesch machte es ihm richtig dreckig. Uns hat der Silvester aber geliebt. Silvester war ein Tigerkater und war etwas älter als Mikesch, als er zu uns kam. Eines Tages kam Silvester dann nicht mehr.

Mikesch blieb dann bis er 11 Jahre alt war alleine. Dann kamen Fanny und Nina zu uns. Die beiden Katzenmädchen stammten aus der Nachbarschaft meiner Schwiegermutter, die im Großraum Stuttgart lebte.
Die Halter von der Mutterkatze lebten in einem Abbruchhaus uns waren offensichtlich sehr arm. Sie hatten zwei Katzen, die innerhalb von
wenigen Tagen 4 bzw 3 Kitten warfen.
Mit 8 Wochen holten wir dann Fanny und Nina zu uns. Sie waren die letzten Kitten, die vermittelt wurden. Die anderen wurden alle schon mit 6 Wochen abgegeben.
Wir haben Fanny und Nina deshalb so früh geholt, weil die Terrassentüre zur Wohnung bei den Haltern immer offen stand und eine belebte Straße, in der schon mehrere Katzen überfahren worden waren, keine 100 Meter entfernt vorbeiführt und mein Schwager die Kitten samt Mutter schon an der Straße gesehen hatte. Ansonsten waren die Kitten auf dem Dachboden untergebracht, wo die Mutterkatzen aber auch nicht immer hinkonnten. Jedenfalls haben wir dann noch die Kastration von Fannys Mutter gezahlt und haben für die Kastration von der anderen Katze einen Anteil gezahlt. Leider verschwand eine der beiden Katzen später. Aber beide wurden wirklich kastriert.

Mikesch war anfangs nicht begeistert von den Neuzugängen. Er weigerte ich strickt das Wohnzimmer, in dem Fanny und Nina lebten, zu betreten. Da es Sommer war hielt er sich sehr viel draußen auf, kam oft nur zum Fressen heim und ging dann wieder.
Später, als es kühler wurde, kam er quartierte er sich bei unserem Sohn ein. Die Wende kam, als Fanny und Nina endlich raus durften.
Zwar erst nur auf die Terrasse und an der Leine raus.
Von da an, war Mikesch wieder glücklich. Er nahm wieder seine Plätze im Wohnzimmer ein, freundete sich mit Nina an, nur Fanny musste
er immer noch anfauchen. Aber dabei blieb es.

Fast vier Jahre vergingen glücklich mit 3 Katzen. Dann merkte ich, dass Mikesch sehr schnell immer dünner wurde. Der Besuch beim TA war niederschmetternd. Der TA tastete unter dem Rippenbogen Knoten. Mikesch musste beim TA bleiben und essollte noch am Wochenende eine Bauchspiegelung gemacht werden. Die wurde dann auf Montag verschoben, weil sein Gesundheitszustand schwankte.
Am Sonntag, so sagte der TA, der ihn während des ganzen Wochenendes betreute, hatte Mikesch sich aufgegeben. Die Bauchspiegelung
ergab dann, dass Mikesch in der Bauchspeicheldrüse und mehreren anderen Organen Knoten hatte und dass die Leber, wahrscheinlich durch die Bauchspeicheldrüsenerkrankung , schon ganz grün war. So gaben wir dem TA, der uns während der Bauchspiegelung anrief und uns sagte, dass es besser sei für Mikesch, wenn er nicht mehr aufwachen würde, unsere Zustimmung, ihn gehen zu lassen.

Wir haben Mikesch, Silvester und Mohrle über alles geliebt und jeder der drei, die nicht mehr bei uns sind hat uns seine Liebe auf eine ganz eigene Weise wiedergegeben. Wir vermissen sie sehr. Aber nur Mikesch ist es vergönnt an seinem Lieblingsplatz begraben zu liegen. Von allen Katzen haben wir haber Bilder in der Wohnung und ich zünde regelmäßig eine Kerze für sie an.

Fanny und Nina haben uns über Mikeschs Tod hinweggeholfen. Sie sind zwei ganz liebe Katzen, die uns lieben, auch jede auf ihre Weise.
Nina war Ende 2010 sehr krank. Aber sie hat sich wieder erholt und ist heute eine gesunde, glückliche Katze. Gott sei Dank.

Nein, ein Leben ohne Flauschkugeln können wir uns nicht vorstellen. Katzen sind für uns die liebsten Tiere. Sie lieben uns und wir lieben sie.

Steppenläufer
27.06.2012, 18:13
Wow, was für eine ausführliche Vorstellung :)
Schön, dass du da bist :bl:

Pampashase
28.06.2012, 00:05
Danke. Hier kann man sich auch richtig zu hause fühlen.

Ich stehe nach wie vor dazu, dass jeder, sich hier im Forum wohlfühlen kann.
Das habt Ihr toll hinbekommen. :wd::bow:

Steppenläufer
28.06.2012, 18:12
Danke schön :bl:

Eine hartnäckige Baustelle haben wir ja leider noch, aber wir haben den Mut noch nicht verloren :D