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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kupfer bei Epilepsie?



Murmelkatze
01.04.2012, 17:27
Hallo Ihr Lieben,

bin seit heut neu hier und möchte euch fragen, wer bei Katzen-Epilepsie Erfahrung mit Kupfer (Cuprum Metallicum) hat?

Ich kenne Epi bei Tieren seit Langem: habe eine Husky Hündin (aus dem Tierheim), die in ihrer Jugend schon zu krampfen begann.
Umfangreiche Untersuchungen ergaben, daß es keine Stoffwechselstörung o.ä. ist, sondern die "echte", sog. Primäre Epilepsie.
Sämtliche Anti-Epileptika halfen nicht-niemals, die Anfälle kamen trotzdem.
Da ich große Furcht vor dem Status Epilepticus hatte, und kräuterkundig bin, ließ ich die Chemie ausschleichen und gab Angie die Viola Odorata, das Märzveilchen.
Es wird schon in der Literatur erwähnt, weil es auch in alter Zeit eingesetzt wurde gegen "den Veitstanz und gegen die Fallsucht".

Angie ist seit langem anfallsfrei, sie ist nun fast vierzehneinhalb Jahre alt.

Nun habe ich aus Griechenland ein Katerchen aufgenommen, das durch eine Chlamydien-Infektion sein Augenlicht verlor.
Das Mohrchen fing kurz nach seiner Ankunft hier zu krampfen an.
Es folgten Untersuchungen, leider ohne Ergebnis für die Krampfanfälle.

Da ich (siehe oben) so stolz und froh bin, die Epilepsie meiner Husky-Hündin mit Viola beenden zu können,
versuchte ich dies natürlich auch beim Mohrchen.
Leider ohne Erfolg!!
Meine Viola konnte nichts ausrichten.

Die chemischen Anti-Epileptika will ich nicht anwenden, weil sie meiner Erfahrung nach
1. nicht helfen, 2. das Tier nur völlig zugeknallt und ballaballa ist, 3. ich dem Tier damit die zw. den Anfällen verbleibende
Lebensfreude nehme,
daher will ich einen anderen Weg gehen.

Mir wurde von unserer TÄ Kupfer empfohlen.
Ich holte Cuprum Metallicum D 12 aus der Apotheke, und Mohrle erhält je morgens und abends eine Vierteltablette ins
Fütterchen.
Derzeit krampft er nicht mehr (**vorsichtige Freude**)

Meine Frage an Euch: hat bereits jemand Erfahrungen mit Kupfer, insbesondere bei Epilepsie?

Vorab Danke und liebe Grüße!

Freigängerin
01.04.2012, 19:20
Bitte sei vorsichtig mit Kupfer! Es gibt homöopathische Potenzen, in denen die Substanz noch nachweisbar ist, i.d.R. bis D4, weshalb diese Potenzen von giftigen Substanzen (Belladonna, Arsen, etc.) nicht für Kinder genommen werden dürfen. Kupfervergiftung führt bei Katzen zu chronischen Durchfällen und pathologischen Veränderungen:

http://streunerhof.npage.de/so-ist-der-stand/update-2012.html

Ganz runter scrollen, bis zum Thema "Das Grauen hat einen Namen".

Cuprum metallicum in Hochpotenzen sollte man dem AMB entsprechend Patienten geben, deren Gesamtpersönlichkeit konstitutionell auf das Mittel hinweist. Wie es mit D-Potenzen aussieht weiss ich allerdings nicht. Diese kommen ja oft rein symptomatisch zum Einsatz, bereinigen aber dem entsprechend auch nur den Akutzustand.

Murmelkatze
02.04.2012, 13:41
Liebe Claudia,
ich danke dir für den Hinweis und Link!
Habe es gerade gelesen und kann nur sagen, daß unsere TÄ das Cuprum Met. empfohlen hat.
Sollten wir Veränderungen beim Mohrle feststellen, wird sofort wieder ein Bluttest gemacht.

....aber Mohrle wirkt gesund (Appetit/Wasseraufnahme/Kotabsatz) und viel fröhlicher als vor dem Cuprum.


Liebe Grüße,
die Murmelkatzen

Freigängerin
02.04.2012, 15:25
Mohrle wirkt gesund (Appetit/Wasseraufnahme/Kotabsatz) und viel fröhlicher als vor dem Cuprum.

Toll! Der Hund meiner besten Freundin hat Epilepsie in einer sehr harmlosen Variante. Sie will ihm deswegen auch keine pharmazeutischen Mittel geben, da die Nebenwirkungen die Gabe nicht rechtfertigen. Seine Anfälle finden immer im Ruhen statt, sind nur leicht und hinterlassen keine Schäden. Er tut sich nichts dabei und ist nach ein paar Minuten "Pfötchen halten" wieder fit. Er bekommt höchstens mal Rescue for Pets. Interessant dass Cuprum metallicum deinen beiden Tieren so gut hilft, das muss ich mir merken!

Juik
13.04.2012, 23:11
Wie oft hat die Mieze denn Krampfanfälle? Bei manchen Tieren helfen die "chemischen" Medikamente sehr, sehr gut. Allerdings würde ich damit erst mal abwarten und mind. über ein halbes Jahr die Anfälle in der Häufigkeit und auch mögliche Auslöser beobachten.
Viele Katzen reagieren z.B. durch Stress, Zusatzstoffe in der Nahrung oder Getreide mit Anfällen. Deswegen würde ich an deiner Stelle versuchen der Mieze ein möglichst stressfreies Leben zu ermöglichen und sie getreidefrei zu ernähren. Am idealsten wäre natürlich barfen, da weißt du was drinne ist.

Unser Lui hatte auch Krampfanfälle. Wir haben auch viel homöopathisch probiert, gebracht hat es nichts. Erst die Ernährungsumstellung auf Barf brachte deutlichen Erfolg.

Dir und deinem Katerchen alles Gute.