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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zirkelreiten



Anne
13.04.2002, 19:40
Hallo ihr!

Kann mir jemand genau dir Hilfen beschreiben, wenn ich auf dem Zirkel reite?Ich habe nämlich immer das Problem, das mein Pferd nach außen drängelt, und meine Reitlehrerin meint ich solle den äußeren Zügel etwas annehmen, für mich klingt das unlogisch, weil das Pferd ja ohnehinschon nach außen läuft, wäre es da nicht logischer außen nachzugeben?

Ciao Anne

Mascha
15.04.2002, 12:09
Das Pferd braucht wohl eine Begrenzung nach außen; vielleicht kann ihm der Zügel helfen!
Hast Du denn Deinen äußeren Schenkel im Einsatz?

Anne
15.04.2002, 18:29
Hallo Mascha!

der ist schon in Aktion , damit das Pferd den Hintern auf dem Zirkel lässt, aber warum muss man denn nun innen nachgeben, wenn das Pferd nach außen will???

Ciao Anne

Anik@
15.04.2002, 19:41
Hallo Anne!!!

Das iat schon richtig.
Der äußere Zügel mus an den Pferdehals anliegen,also praktisch wie eine"begrenzung".
Denn dein Pferd braucht den äußeren Zügeln an den er sich hält.

Den inneren nimmst du logischer weise kürzer.

Hatte das ähnliche Problem mit meinem (Araber-Andalusier) auch gehabt.
Er hatte erst auch darauf nicht reagiert.

Wenn dein Pferd trotz hilfen nicht reagiert, wurden ihm wohl die Hilfen nicht ordentlich beigebracht.
Und dafür braucht man,wie bei meinen,viel Zeit und Gedult.

Wie alt ist dein Pferd denn?

:D

Anne
17.04.2002, 17:03
Hallöchen!

Das Pferd istn Hafi, der schon 22 Jahre Lebenserfahrung hat!
Ich denke mal schon, dass ihm das richitg beigebracht wurdde...und Pferde vergessen ja angeblich nix...
Hmmm

Ciao Anne

Anik@
17.04.2002, 17:16
Bist du ihn wieder geritten?

Also nomaler weise sind so die richtigen Hilfen.

Ist er ein leichtes oder schwierigeres Pferd?

Bye Anika;)

Inge1810
27.04.2002, 17:29
Hallo Anne, es ist schon richtig, daß ein Pferd kaum was verlernt, aber Dein Pferd hat auch gelernt, daß er Dich prima rausdrängeln kann und scheint das nicht zu vergessen ;-). Erstmal zum inneren Zügel. Der ist eigentlich überflüssig und nur dazu da, die Stellung herzuholen. Der Fehler vieler (mir inbegriffen, ich arbeite auch immer wieder dran) liegt darin, sich zu sehr an den inneren zu hängen. Immer wieder darauf achten. Der äußere führt das Pferd. Wenn Dein Pferd nun nach außen drängt, dann kannst Du davon ausgehen, daß Dein äußerer Schenkel nicht dran ist. Setz Dich aufrecht, achte auf den äußeren (innerer Zügel nur für die Stellung!!!!), innere Schulter leicht zurück und sobald er an die Bande drängt den äußeren Schenkel deutlich rannehmen. Evtl. mußt Du die ersten Male etwas forscher rangehen, weil er schon oft damit durchgekommen ist. Wenn er merkt "hoppala, die hat`s geschnallt", dann wirds bald leichter. Übe immer wieder vermehrt die Figuren auf dem zweiten oder dritten Hufschlag zu reiten. Viel Erfolg P.S. Versuch mal mit Halsring zu reiten. Da bleibt Dir nichts anders übrig, als mit Schenkel und Gewicht zu lenken und zu bremsen. Der Halsring soll nur ganz dezent eingesetzt werden.

minoumietz
30.04.2002, 21:35
hallo anna,
ich kenne dein problem,habe das gleiche, nur anders rum gehabt. ich habe ein berittpferd, 6 jahre, super dressurabstammung, und ist steif wie brett. daika ist letztes jahr auf der landshuter hochzeit versaut worden, und reagiert jetzt auf konventionelle hilfen allergisch. ich habe das ganze englische schulprogramm abgespult, bis ich etwas anderes probiert habe.
vergiß den zügel!!!
stelle den hafi in die mitte der bahn, laß den zügel locker durchhängen, wenn er ruhig steht, lege den rechten schenkel an, und nimm den linken weg. was tut er? akzeptiert er den schenkel wird er nach links seitwärts-vorwärts los marschieren, oder wenigstens gerade losgehen und einen starken linksdrall entwickeln. treibst du weiter nur mit dem rechten schenkel, wird er bald nach links abwenden. (mit dem linken schenkel auch probieren). akzeptiert er den schenkel nicht, wird er stur gerade loslaufen, eventl. auch schneller werden, um dem druck zu entkommen.
macht er (wie ich vermute) das zweite, hilft dir der ganze begrenzende schenkel nichts, weil er ihn nicht akzeptiert.
versuchst du jetzt mit dem zügel gegenzuhalten, wird er noch stärker gegen den schenkel drücken, du hältst stärker dagegen erhöhst den druck, er wehrt sich noch mehr, und das ganze wird ne einzige zieherei.
um ihm den klarzumachen, was der schenkel soll, hab ich eine übung gefunden, die zwar nicht von heut auf morgen fruchtet, aber auf dauer helfen kann.
stelle ihn wieder ruhig in die mitte, nimm z.b. den linken zügel auf (den rechten durchhängend), vermutlich beginnt er jetzt sich im kreis zu drehen beuge dich leicht nach vorne und nimm die hand möglichst tief, am besten fast bis zum fuß, er wird noch mehr kreiseln. dann legst du den linken schenkel an und verstärkst langsam den druck. vermutlich kreiselt er noch schneller. das ist ihm unangenehm. und er wird versuchen den kreis zu vergrößern. wahrscheinlich nicht sofort, aber wenn du das öfter machst, wird er das auf alle fälle tun. wenn er das dann tut, reagiert er automatisch auf den schenkel. lasse ihn nicht zu lange auf einer hand kreiseln, sonst wird er unwillig, sondern wechsle auch mal die seite. !auch wenn er den schenkel noch nicht angenommen hat. reite einige andere übungen, und wiederhole dann. immer wieder.baue diese übung immer in die arbeit mit ein, auf einmal wird es klappen, daß er versucht dem schenkel auszuweichen. reite viele wendungen, volten, schlangenlienien, wendungen mit denen er nicht rechnet und beginne die wendung immer mit schenkeldruck, reagiert er nicht, dann erst den zügel zu hilfe nehmen. auch beim trocken gehen, versuche ihn am langen zügel nur mit schenkeldruck vom hufschlg wegzureiten und dann wieder zurück. wenn er dann irgendwann begriffen hat, was der schenkel sagt, wird er ohne weiteres den hufschlag verlassen, wenn du leichten druck mit dem äußeren schenkel ausübst, und zurückgehen wenn du den inneren schenkel nimmst. habe gedult, akzeptiert er den schenkel, kannst du ihn auf dem zirkel reiten und mit dem äußeren schenkel begrnzen.
hast du noch fragen schreibe mir an minoumietz@web.de, ich helfe gerne weiter.
deine stefanie

ganxtaluigi
20.05.2003, 22:41
Ok ich erkläre das nun zum hundertsten mal in tausenden einträgen bei verscheidensten leuten aber ich mache es auch für dich :D

Also du führst dein Pferd zwar außen aber du begrenzt es dadurch auch!

Du stellst dein Pferd weich nach innen und gibst sofort nach wenn es sich gestellt hat (ob es gestllt ist erkennst du am nach innen gekippten Mähnenkamm) Mit dem äußeren Zügel hältst du das Pferd auf der Bahn und begrenzt es also auch. Mit dem inneren Schenkel treibst du damit es schön an die äußere Hand heran tritt und sich biegt.

Das was deine Reitlehrerun sagt stimmt!

Sina

ganxtaluigi
20.05.2003, 22:46
Stell dir vor du bist ein Pferd. Nun zieht jemand am inneren Zügel und der äußere wird weggelassen. Du versuchts nun dem unangenehmen ziehenden Zügel zu entweichen. Wie machst du das? Du läufst nach außen! Wenn nun der äußere Zügel dran genommen wird kannst du nicht mehr nach außen aber da ist ja noch das ziehen! Dem willst du entweichen und wirst schief und krumm und hart. legst dich auf die Hand des reiters in der Hoffnung du kannst dem Zügel entweichen. Deshalb gibt der reiter nun mit der inneren Hand nach. Nun lässt es sich doch bequem laufen oder??? :D

Sina