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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundepfeife



MaMe
13.05.2002, 11:30
Wir haben von Beginn an mit unserer 13 Wochen alten Labrador Hündin auch das Komm auf Pfiff zu trainieren. Anfangs allerdings mit einer "normalen" Pfeife, die aber wenn man in einem Wohngebiet wohnt, etwas laut ist. Es klappte aber eigentlich schon ganz gut. Jetzt (seit ein paar Tagen) wollen wir gerne auf eine "Silent Whistle" umsteigen, bei der man die Frequenz einstellen kann. Bislang aber ohne Erfolg. Daher meine Fragen:

1. Ist es egal, welche Frequenz ich einstelle, hauptsache ich gewöhne den Hund daran, oder kann er bestimmte Frequenzen besser hören, als andere?

2. Da Sie bisher auf lautlose Pfiffe überhaupt nicht reagiert: Kann man rausfinden, dass Sie das hört?

So ne lautlose Pfeife ist ja ganz toll, aber schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil man es ja nicht hört :-)

Danke für die Hilfe.

Martin Medler

Mascha
13.05.2002, 13:15
Hallo!

Mein Hund kennt auch von Anfang an (8 Wochen) eine hörbare Pfeife für den "komm"-Pfiff. Auf den hört er einfach super - wenn er auf "seiner" Pfeife gepfiffen wird! :) Das ist Prägung...

Schon auf die baugleiche Ersatzpfeife, die ich einige Monate später eingeführt habe, hört er nicht ganz so sicher! Der (für meine Ohren) geringfügige Frequenzunterschied reicht aus, ihn bei einem Pfiff erstmal "nachdenken" zu lassen, ob er wohl gemeint sein könnte.

Die unhörbare Pfeife ließ meinen Hund anfangs völlig kalt - wir üben seit einigen Wochen mit ihr. Allerdings will ich den "komm"-Pfiff gar nicht mit dieser Pfeife einführen. Die hörbare ist mir selbst dafür durchaus lieber - weil ich hören kann, was ich pfeife. ;)


Konkret zu Deinen Fragen:

1. Sicher gibt es gewisse Unterschiede im Hörvermögen, aber für das Training dürfte die Frequenzwahl ziemlich egal sein. Allerdings sollte man dann vielleicht bei der gewählten Frequenz bleiben - siehe oben.

2. Ich war mir da anfangs auch nicht sicher... ;) Man kann das so herausgefunden: Hund sieht mich an, ich pfeife (einfach nur "tüüt") und gebe ein Leckerli. Das ein paar Mal. Dann weiß der Hund: Pfiff "tüüt" bedeutet "Leckerli abholen" (wahlweise "Spiel spielen" oder sonst was erfreuliches) - Als nächstes warte ich einen Moment ab, in dem der Hund mich gerade nicht ansieht, aber auch nicht intensiv schnuppert o.ä.
- Pfiff, Hund schaut her und bekommt sein Leckerli. Er hat die Pfeife gehört!


Viel Erfolg!

Cockerfreundin
15.05.2002, 20:33
Hallo,

ich halte es bei meinem jetzt 13 Monate alten Cocker Spaniel ähnlich wie Mascha - mit der Ausnahme, dass ich mich bewußt gegen die lautlose Pfeife entschieden habe, da ich gerade in der Ausbildungsphase weniger kontrollmöglichkeiten habe, ob und vor allem WANN mein Hund die Pfeife hört und wie schnell (oder trödelig) die reaktionszeit ist.

Allerdings pfeife ich auch nur in Wald, Feld, Wiese... also im Freilaufgebiet und nicht im Wohngebiet. Wenn mein Hund (der die Pfeife auch von seinem 3. Tag an bei mir kennt) im Wohngebiet einmal frei läuft (was äußerst selten vorkommt), dann nur FUSS - und zwar wirklich FUSS. Alles andere ist mir in dem Fall zu riskant.

Schließlich will ich meinen Hund nicht unnötig gefährden und überfordern. Die Spur einer läufigen Hündin quer über die Fahrbahn (für uns unsicht- und unriechbar) ist im Ernstfall nämlich doch interessanter und meine Einwirkungsmöglichkeiten an der Leine viel präziser.

Eine lustige Anmerkung übrigens noch zum Thema Konditionierung auf "meinen unverwechselbaren" Pfiff. Ich habe bisher immer einmal gepfiffen. Klappte durchaus. Der trainer in unserer Hundeschule hat mir dann die Anregung gegeben, den doppelpfiff zu verwenden, da dieser in der Regel gleichförmiger käme (auch wenn der innere Erregungspegel mal schon Richtung Dunkelrot geht....) und damit der Pfiff für den Hund unverwechselbar würde.

Also gut - pfeife ich jetzt also den Doppelpfiff und Hund Basti (kluges Kerlchen) kommt mit wehenden Spanielohren angesaust. WAS aber geschieht gestern abend, während wir beide gemütlich das Fußballspiel im Fernsehen anschauen? Der Schiedsrichter pfeift die Halbzeit ab - mit einem Doppelpfiff (war mir bis dahin noch gar nicht aufgefallen) und durch meine Hund geht ein kurzer Ruck Richtung Fernseher.... :-)))

Soviel zum Thema Konditionierung!

Grüße von Annette und Basti

Sandy
15.05.2002, 22:12
Hallo,
ich glaube ehrlich gesagt dass so eine nicht für den Menschen hörbare Pfeife nicht viel taugt!
Da würde ich áuf jeden Fall zur normalen Pfeife oder einem
ordentlich Pfiff mit dem Mund tendieren!:cool:
Natürlich ist es mit vieöl Mühe lernbar
aber sehr aufwendig, und ich glaube sowieso dass so
eine Pfeife im normalem Alltag (=Stadt!;) ) nicht viel bringt!

Das ist meine Meinung, und darüber kann
man sich ja bekanntlich streiten!:D

Ciao, Sandy!