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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pferd läuft verspannt-TIPPS



naddedienchen
21.06.2011, 10:38
Mein Pferd läuft verspannt und ich hätte gern ein par Tipps von euch was ich selbst tun kann um ihr zu helfen. Hier ein paar Infos: Ich habe einen guten Schmied, also kann es eigentlich nicht an falschen Eisen liegen, meine Stute ist leider zu dick, ich hatte voriges Jahr einen Sattel, der nicht gepasst hat, so dass sie Rückenprobleme hatte. Habe jetzt seit fast 1 Jahr einen neuen Westernsattel, der auch angepasst wurde, Rücken ist besser.Ca. im August 2010 hatte ich auch eine Physiotherapeutin da. Nun sagt mein Schmied das sie verspannt läuft (angeblich Halsbereich und Kruppe, bin nicht ganz sicher) . Also im Schritt läuft sie prima vorwärts-abwärts, Kopf wird eigentlich nur hoch gerissen, wenn die aufgeregt ist oder mal was sieht oder so. Im Trab hat sie immer den Kopf hoch gerissen und ich habe ihn kaum runter (V/A) bekommen, geschweige denn im Galopp.....Erst habe ich sie mit verschiedenen Hilfszügeln versucht runter zu bekommen, aber 1. wollt ich das nicht erzwingen und 2. ich denk, dass sie sich da erst recht verspannt. Habe es dann ohne versucht an der Longe mit viel Lob und lockerem gehen, teilweise über Stangen und beim Reiten: lockeres (Leicht)Traben, zu Anfang große Volten, wenn sie warm ist, kleine Volten, Übergänge zum Lösen, über Stangen gehen. Mittlerweile kommt sie sowohl untern Sattel als auch an der Longe schon viel besser mit dem Kopf runter, auch ohne ständiges nerven mit Paraden, aber es reicht halt noch nicht, manchmal kommt sie kurz V/A und nach einer Sekunde ist der Kopf sofort wieder bis oben. Was haltet ihr davon und denkt ihr das ich auf dem richtigen Weg bin?? Habt ihr ein paar hilfreiche Tipps, die man selbst anwenden kann?? Muss dazu sagen, dass wenn ich Paraden gebe, sie schnell wieder mitn Kopf oben ist sie steht im Sommer auf gut bewachsenen Koppeln, Tag und Nacht, so dass sie fressen kann wann sie will.....habe leider im Moment noch keine Möglichkeit gefunden wie ich das ändern kann, steht im Pensionsstall und ich habe nicht jeden Tag Zeit sie zu bewegen.

lammi88
23.06.2011, 16:48
Verspannungen und Lahmheiten können viele Ursachen haben. Häufig sind es Reitfehler und unpassende Sättel, teilweise auch Hufprobleme oder verschobene Wirbel.... das kann man von außerhalb nicht beurteilen.

Laß auf alle Fällen den Sattel neu überprüfen. Westernsättel haben den Nachteil, daß sie zu 100% passen müssen. Verändert sich das Pferd z.B. durch Training, passen sie nicht mehr und drücken.

Physiotherapeuten müssen mehrfach hintereinander kommen um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Das langt nicht mit einmal kommen und gut. :o

Laß einen Huforthopäden kommen und überprüfen ob die Fußstellung paßt. Leider können 90% der Schmiede in Deutschland das nicht beurteilen, da es in ihrer Ausbildung nur zu einem geringen Prozentsatz vorkommt.

"Hilfszügel helfen nur dem Reiter, nicht dem Pferd". Das hat mir ein alter Stallmeister gesagt und ich habe es immer beherzigt. Lerne so zu reiten, daß Dein Pferd von sich aus dehnt. Dann brauchst Du nichts mit Hilfsmitteln zu erzwingen ;)

Jasmin87
11.04.2012, 18:11
Ich hatte das selbe problem ich hab einfach den trainer gefragt woran des liegen könnte haben sattel etc. checken lassen aber war alles okay. Er hat mir dann paar gymnastik übungen gezeigt und seitdem wir die fleissig machen flutscht es nur so. Schulter herein, kruppe herein, direkt indirekte stellung usw.Und ich longier sehr fleissig mit losen ausgebundenen Zügel.

DandyAndy
26.01.2013, 18:30
Hat sich die Verspannung inzwischen gelöst?
Hat sie die Verspannungen immer von Anfang an? oder treten Sie erst nach ca. 15 Minuten oder so auf?

Wenn es regelmäßig erst während dem Reiten oder danach auftritt, kann es sein, dass der Sattel nicht passt oder du ihr in den Rücken plumpst.

Wenn es nach einer Reitstunde erst am nächsten Tag auftritt - schon mal an Muskelkater gedacht? Der wird leider im Reitsport oft vergessen. Warum sollten nicht auch Pferde Muskelkater bekommen? Gerade wenn du sagst, dass du nicht so oft kommen kannst, wie du willst, wäre das ein Denkanstoß. Setzt man sich dann gleich wieder aufs Pferd und arbeitet weiter, dann ist klar, dass das noch mehr schmerzt. Muskelkater kennzeichnet sich nämlich durch kleinste Risse in der Muskulatur, die durch ein weiteres Training nur verschlimmerst. (Info) (http://www.muskelkater.de/muskelkater-gut-oder-schlecht/)
In jedem Fall würde ich mal einen kompetenten Trainer hinzuziehen und eventuell auch mal einen Osteopathen. Aber da ihr im Schritt schon viel erreicht habt, scheint ihr schon auf dem richtigen Weg zu sein.

Babymaus
11.02.2013, 10:04
hätte jetzt auch geraten zu Gymnastizieren. Das ist das A und O. Kein Sattel paßt zu 100 %, wenn er bei der Anprobe paßt, dann ist es vorprogrammiert, dass er bald nicht mehr paßt. Wir reiten auf buckaroo westernsatteln, sie passen, aber wie jeder Sattel dürfen sie gar nicht zu 100 % passen, sonst bräuchte man für alle 3 Monate einen neuen Sattel, einmal mit gearbeitetem Pferd, dann ungerittenenen Pferd u.s.w. Von beiden Seiten aufsteigen ist auch immer ganz gut für den Pferderücken und den eigenen Sitz von einer dritten Person begutachten lassen.

lammi88
11.02.2013, 10:18
hätte jetzt auch geraten zu Gymnastizieren. Das ist das A und O. Kein Sattel paßt zu 100 %, wenn er bei der Anprobe paßt, dann ist es vorprogrammiert, dass er bald nicht mehr paßt. Wir reiten auf buckaroo westernsatteln, sie passen, aber wie jeder Sattel dürfen sie gar nicht zu 100 % passen, sonst bräuchte man für alle 3 Monate einen neuen Sattel, einmal mit gearbeitetem Pferd, dann ungerittenenen Pferd u.s.w. Von beiden Seiten aufsteigen ist auch immer ganz gut für den Pferderücken und den eigenen Sitz von einer dritten Person begutachten lassen.

Ehm entschuldige... aber ein Sattel MUSS 100% passen. Oder würdest Du in Schuhen, die nur zu 80% passen für einen Marathon trainieren wollen? Denn nix anderes machen unsere Pferde - Hochleistungssport. Egal ob Freizeit geritten oder auf Sport. Und unpassende Sätteln können schlimmstenfalls ein Pferd unreitbar machen. Weggedrückte Trapezmuskeln, Versapnnungen bis hin zu Lahmheit und Wirbelverletzungen bis hin zu Ataxie - alles schon durch unpassende Sättel dagewesen. Und JA - man muß den Sattel immer wieder vom Sattler überprüfen und umarbeiten lassen, wenn man ein Pferd hat und es nicht selber kann.

Babymaus
11.02.2013, 10:42
wie ich schon schrieb, wenn ein Sattel zu 100 % paßt, dann paßt er nicht. Frag mal bei einem Westernsattelhersteller nach. ;o) Die Muskulatur ändert sich fortlaufend. Wir reiten seit 25 Jahren western und haben alte Oldtimer Westernsättel, Arbeitssättel etc. die wiegen auch ihre 20 kg. Sie sind aber nie zu eng, das ist viel schlimmer.

lammi88
11.02.2013, 11:06
Klar, Sattelhersteller wollen verkaufen ;) Einen wirklich passenden Westernsattel zu finden ist wie ein 6er im Lotto. Die muß man immer über dicke Pads ausgleichen, da man bei ihnen keine Polster zum Anpassen hat. Entweder sie passen oder sie passen nicht. Und ein durchgehend gleichbleibend austrainiertes Pferd verändert sich nicht so krass, daß ein Sattel komplett nicht mehr paßt.
Bei englischen Sätteln ist es ein MUSS, daß man sowohl die Paßform, als auch die Polsterung (die sich durchaus auch verschieben kann) alle halbe Jahr kontrollieren läßt.
Leider machen das kaum Reiter, haben ihre Sättel über Jahre immer auf dem gleichen Pferd liegen und wundern sich, wenn das Tier dann plötzlich (O-Ton): Merkwürdige Bewegungen macht...das Pferd hat einen Wirbelsäulenschaden mit Ataxie davongetragen, tritt nun mit einem Hinterbein jeden 3. Schritt bis fast an den Bauch :( Armes Mäuschen :( Das sieht echt schlimm bei der aus... (und die Besi reitet IMMER noch mit dem SCH*** Sattel :mad:)

Babymaus
11.02.2013, 16:56
Mit den "Brötchen" , also den Englischsatteln kenn ich mich nicht aus:D hoffentlich fallen sie jetzt nicht alle über mich her.

Wir benutzen auch dicke Filzpads unterm Sattel. Die Arbeitssättel haben einen bestimmten Standardbaum aus Holz, sind deshalb auch so schwer. Die Cowboys konnten es sich nicht leisten, für jedes Pferd beim Rindertrieb einen neuen Sattel zu benutzen. Außerdem hatten sie bevorzugt QH und Appaloosa´s. Auf diese Pferde passen die Standardbäume und Sättel. Diese Arbeitssättel sind breiter. Die altkalifornischen Sättel sind wieder anders, dort sitzt man höher und aufrechter drin. Auf einem Arbeitssattel kann ich nicht sitzen, da rutsch ich weg. Auf einem Appi paßt wegen den weniger ausgeprägten Widerristes eher ein Arbeitssattel, unser Morgan Horse geht unter einem Altkalifornier.

Das Problem kommt, wenn man einen Westernsattel auf ein Kaltblut oder einen Hannoveraner werfen will. Das paßt nicht, Satteldruck etc. Ich weiß nicht, ob viele nur den Westernsattel aus Bequemlichkeit nutzen wollen. Man sitzt natürlich anders.

lammi88
11.02.2013, 17:50
Bequemlichkeit oder man hat was zum Festhalten *hüstel* ;) Nee, Spaß beiseite. Es hat schon Sinn, wenns verschiedene Sättel gibt. Wer will schon im Springsattel ein Cutting machen oder eine klassische Dressur im Westernsattel ;) Nur leider vergessen es so einige oder wissen es eben nicht, daß es nicht nur verschiedene Sattelarten, sondern auch Größen gibt und schmeißen einfach irgendwas drauf weils grad hübsch aussieht :( Aber ich denke, das ist ein anderer Faden ;) ggf kannst Du die "Sattelpaßform" hier im Forum nochmal in Punkto Westernmodelle vereinfachen, bzw ergänzen. Da bin ich nur Semifit drin, da die Aufgrund meiner Pferde selten in Betracht (Größen, Reitweisen, Pferdebreite *hüstel :o) kamen ;) :bl: