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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Untersuchung in der Uni-Tierklinik



Weinrichshain
05.02.2003, 21:21
Meine Freundin muss mit Ihrer Katze zu einer Untersuchung in die Uniklinik. Die Untersuchung wird unter Narkose durchgeführt. Die Katze muss morgens hingebracht und kann am Nachmittag wieder geholt werden. Meine Freundin wollte gern bei der Untersuchung dabei sein, das wird jedoch nicht gestattet. Ich kenne aber mehrere Fälle, wo in anderen Kliniken die gleiche Untersuchung mit einer leichten Narkose (Ketamin-Kombinations-Narkose) durchgeführt wurde und der Katzenbesitzer bei seiner Katze bleiben durfte. Warum werden gleiche Untersuchungen so unterschiedlich gehandhabt und wie kann man hier in diesem Fall sicher sein, dass nur die Untersuchung an der Katze durchgeführt und nicht anderweitig "experimentiert" wird. Hat der Katzenbesitzer ein Recht darauf, bei seinem Tier zu sein?
bei seiner Katze bleiben konnte

Jenni X
06.02.2003, 11:29
hmmm... ich würde im Zweifelsfall sagen, der Besitzer hat das Recht, sein Tier woanders behandeln zu lassen, wo er dabei sein darf.

Ich denke, das hat nix zu tun damit, dass sie an der Mieze 'experimentieren' wollen. Ich muss gestehen, mich wundert, dass Du schreibst, dass es anderswo so gehandhabt wird, dass der Besitzer dabei bleiben darf. Also ich muss gestehen, dass ich auch bei bestimmten Untersuchungen (auch in Narkose durchgeführte) schon dabei bleiben darf, aber auch nur bei meiner TÄ. In der Klinik kenne ich das gar nicht anders - immerhin müssen sie die Sterilität garantieren und im Zweifelsfall - was bitte soll der Besitzer dort ausrichten, als im Weg rumstehen und doof gucken?

Wenn Deine Freundin den behandelnden Ärzten nicht traut und deshalb dabei bleiben will, soll sie sich eine andere Klinik suchen. Ein viel wichtigerer Grund für mich wäre, dass Du schreibst, dass diese Untersuchung auch mit leichterer Narkose möglich ist...

samtpfote5
06.02.2003, 11:57
Um was für eine Untersuchung handelt es sich denn???

wecky
06.02.2003, 14:22
Ich hatte das Problem auch mal so in etwa .Ich bin in eine andere Tierklinik und die haben gesagt die katze sei ja mein eigentum und da katzen in so einem fall ja leider als Wertgegenstand angesehen werden durfte ich dabei sein . Ich habe das Recht dabeizusein . Du bist in dem Fall zahlender Kunde und als solcher hast du das Recht bei deiner Katze zu bleiben . Klinkt hart ist aber so . In großen Tierkliniken bist ja eh nur eine Nummer und mehr nicht .

Spatz
08.02.2003, 00:23
Es war von seiten der Klinik sicher nicht bös gemeint, daß man Sie wegschickte. Es ist tatsächlich so, daß Tierbesitzer oft den Behandlungsablauf stören aus Sorge um ihr Tier. Ist zwar gut gemeint-hilft dem Tier aber gar nicht. Und "Experimente" werden an Patienten auch nicht durchgeführt-allenfalls dürfen Studenen zugucken oder assistieren.

Weinrichshain
08.02.2003, 18:20
Es handelt sich bei der Untersuchung um einen PKD-Test.
Ich habe keine Perser, deshalb kenne ich mich nicht so aus, mit dieser Untersuchung. Doch es schein mir auch etwas seltsam, dass die Katze dafür einen Tag in der Tierklinik bleiben soll. Meine Freundin fährt jetzt zu einem anderen Tierarzt, der auch diese Untersuchung macht (ist allerdings 2 Stunden Fahrt bis dort hin). Sie darf dort dabei sein und ihre Katze gleich wieder mitnehmen.
Ich selbst muss auch sagen, dass ich mit meinen Katzen in der betreffenden Uni-Tierklinik auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Man geht lieblos mit den Katzen um, um Blut zu nehmen, wird die ganze Pfote kahlgeschoren und das noch mit einem großen, lautstarken Elektroscherer.
Eine Katze, die ich wegen einer Kastration dort hatte, bekam ich ganz verdreckt (blutig) wieder. Zu Hause sah ich dann, dass sie sogar noch die Flexyle in der Pflote hatte. Seitdem mache ich auch einen großen Bogen, um die Tierklinik. Wenn es aber um techn. Untersuchungen geht, die ein normaler Tierarzt nicht machen kann, ist man ja leider auf diese Institution angewiesen.

Spatz
08.02.2003, 23:47
Hallo,
da es sich nur um so einen wenige Minuten dauernden Test handelte finde ich es auch ein bißchen komisch, daß der Patientenbesitzer (mit Termin?) nicht warten durfte. Daß ein Tier mit vergessenem "Instrumentarium" zurückgegeben wird, ist natürlich eine Sauerei. Ich nehme mal an, es handelt sich um die Uni-Klinik Leipzig - an unserer Uni spricht man eigentlich nur in den höchsten Tönen von dieser Klinik-schade, daß
in einem so modernen Klinikbau so schlecht gearbeitet wird.

lopedo
09.02.2003, 13:58
Die genannte Uni-Klinik durfte ich auch kennen lernen. Es ist europas modernste Tierklinik. Manches Krankenhaus ist nicht so modern eingerichtet. Doch was nützt das alles, wenn mit den tieren liebslos umgegangen wird und sie wie ein Produkt behandelt werden. Dem einen oder anderen Tierbesitzer macht das vielleicht nichts aus, denn es kommt immer darauf an, welche Beziehung man zu seinen Tieren hat. So kann ich mir vorstellen, dass ein Katzenzüchter, der nach 4 Jahren seine Katzen aus der Zucht nimmt und durch neue ersetzt, nicht die Beziehung zu seinen Katzen hat, wie andere, die an ihren Lieblingen hängen. Und denen tut es dann weh, wenn sie sehen müssen, wir herzlos man mit seinen Tieren umgeht.
Nicht jeder Tierarzt ist ein Katzenliebhaber. Diese Erfahrung musste ich ganz am Anfang machen. Als ich damals meine Tierärztin informierte, dass ich wahrscheinlich vorhabe, mit meiner Katze zu züchten, war sie sehr entsetzt und meinte: "Es gibt genug Katzen, man muss nicht noch welche züchten!".
Mit dieser Einstellung hat sie mich natürlich als Kunden verloren und ich bin jetzt bei einem Tierarzt, der auch mein ein paar liebe Worte zu meinen Kätzchen sagt und sie streichelt.
Eine Geste, die ich in der Tierklinik Leipzig nie erlebt habe.