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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Großer Hund möchte mit kleinen Hund spielen?



Connydw21806
21.05.2011, 11:14
Hallo liebe Foris,

möchte Eure Meinung mal dazu hören bzw. wie soll ich mich da verhalten.

Vorigen Sonntag habe ich mit meinem Bolonka Zwetna, zum ersten Mal, meine Freundin besucht.Sie hat einen Mischling Labrator-Beagle, ziemlich groß und wild. Wir kommen an, mein Flashi war kurz auf deren Wiese. Zur Begrüßung schoß ihr großer Hund raus sofort auf Flashi zu. Ich muss dazu sagen, ich geh mit Flashi jeden Sonntag zum Welpentreff und da sind auch größere Rassen bzw. die großen Hunde vom Hundetrainer.Diese sind natürlich gut erzogen. Da klappt es ganz gut.Also, der Hund schoß auf meinen Flashi zu. Er zog sofort den Schwanz ein und hat am ganzen Körper gezittert. Habe ich noch nicht erlebt. Diese Lilly von meiner Freundin hat ihn immer wieder bedrängt und hörte nicht auf seine Besitzer! Als wir ins Haus gingen und die Treppen hoch, da trage ich Flashi noch, da er ein Welpe von 5 Monaten ist,sprang Lilly an mir hoch zu Flashi! Sie hörte wieder nicht auf die Besitzer! Im Wohnzimmer wieder das gleiche Spiel diese Lilly bedrängte dauernd Flashi und er hatte solche Angst und zitterte. Immer wieder schaute er mich mit seinen Augen an, warum hilfst Du mir nicht...:eek::eek:. Sie schickten Lilly dann raus. Meine Freundin sagte immer nicht hochnehmen usw. Ich hatte wirklich Angst um meinen kleinen Hund.
Später als ich mit Flashi alleine im Garten war und später die Lilly dazu kam , wieder das Gleiche, sofort auf Flashi zu bis ich dazwischen bin und richtig laut geworden bin. Denn wie soll ein 40 kg Hund mit einem 3,5 kg Hund spielen. Sie nahmen Lilly dann rein , so konnte mein Flashi noch bissel im Garten bleiben. Wir sind dann auch ziemlich schnell heim.

So, nun meine Frage an Euch, hätte ich meinen Flashi hoch nehmen dürfen und vor dem großen schützen oder schüre ich da noch mehr die Verunsicherung in Zukunft vor großen Hunden?
Mir tat mein Kleiner soooo leid... :mad::0(:0(:0(

Moni Zudno
21.05.2011, 14:38
Hallo Conny (?),

Grundsätzlich bin ich gegen das Hochnehmen kleiner Hunde, viele von denen fühlen sich nämlich wie Rambo wenn sie in den Spiegel schauen.

Dann hängen aber auch andere Besitzer am anderen Ende der Leine, zu denen ich dich jedoch nicht zähle.

Deiner Beschreibung nach hätte ich meinen Kleinen auch außer Reichweite dieses Hundes gebracht, ich empfinde ihn auch als zu ungestüm und aufdringlich - und bei dem Gewichtsunterschied hat dein Kleiner keine Chance, ein heftiges Toben unbeschadet zu überstehen.

Leider scheint dieser Labbi-Beagle-Mix ein typisches Beispiel dieser "Aber-er-freut-sich-doch-nur" - Erziehung seiner Besitzer zu sein...:(.

Dass dein Flashi Angst bekam bei diesem überbordernden, granzüberschreitenden Dampfwalzenrollkommando kann ich gut nachvollziehen - "Hilfe, der überrollt mich!!!"

denn ob aus Freude oder aus Aggressivität (die hier ja nicht war), aber:

Platt ist platt!

Ob deine Freundin einen freundlichen Hinweis, ernsthaft mit ihrem Hund am Gehorsam und diesem Problem des Andere-vor-Freundlichkeit-Überrollen zu arbeiten, auch als freundlichen Hinweis annimmt weiß ich nicht.

Ansonsten hast du wohl nur die Wahl, beim nächsten Besuch deinen Flashi zu Hause zu lassen oder deine Freundin zu dir zu bitten - ohne Hund...

Lieber Gruß
Moni

Flamingo2410
21.05.2011, 20:19
Hallo liebe Foris,

möchte Eure Meinung mal dazu hören bzw. wie soll ich mich da verhalten.

Vorigen Sonntag habe ich mit meinem Bolonka Zwetna, zum ersten Mal, meine Freundin besucht.Sie hat einen Mischling Labrator-Beagle, ziemlich groß und wild. Wir kommen an, mein Flashi war kurz auf deren Wiese. Zur Begrüßung schoß ihr großer Hund raus sofort auf Flashi zu. Ich muss dazu sagen, ich geh mit Flashi jeden Sonntag zum Welpentreff und da sind auch größere Rassen bzw. die großen Hunde vom Hundetrainer.Diese sind natürlich gut erzogen. Da klappt es ganz gut.Also, der Hund schoß auf meinen Flashi zu. Er zog sofort den Schwanz ein und hat am ganzen Körper gezittert. Habe ich noch nicht erlebt. Diese Lilly von meiner Freundin hat ihn immer wieder bedrängt und hörte nicht auf seine Besitzer! Als wir ins Haus gingen und die Treppen hoch, da trage ich Flashi noch, da er ein Welpe von 5 Monaten ist,sprang Lilly an mir hoch zu Flashi! Sie hörte wieder nicht auf die Besitzer! Im Wohnzimmer wieder das gleiche Spiel diese Lilly bedrängte dauernd Flashi und er hatte solche Angst und zitterte. Immer wieder schaute er mich mit seinen Augen an, warum hilfst Du mir nicht...:eek::eek:. Sie schickten Lilly dann raus. Meine Freundin sagte immer nicht hochnehmen usw. Ich hatte wirklich Angst um meinen kleinen Hund.
Später als ich mit Flashi alleine im Garten war und später die Lilly dazu kam , wieder das Gleiche, sofort auf Flashi zu bis ich dazwischen bin und richtig laut geworden bin. Denn wie soll ein 40 kg Hund mit einem 3,5 kg Hund spielen. Sie nahmen Lilly dann rein , so konnte mein Flashi noch bissel im Garten bleiben. Wir sind dann auch ziemlich schnell heim.

So, nun meine Frage an Euch, hätte ich meinen Flashi hoch nehmen dürfen und vor dem großen schützen oder schüre ich da noch mehr die Verunsicherung in Zukunft vor großen Hunden?
Mir tat mein Kleiner soooo leid... :mad::0(:0(:0(

Hochnehmen finde ich in dem Fall völlig okay, nur mach bitte nicht den Fehler und fange an, Flashi zu betütteln. Durch betütteln verstärkst Du seine Angst. Ich würde mit der Freundin das Gespräch suchen und ihr erklären, dass sie mit ihrem Hund arbeiten muss, denn Leute anspringen geht gar nicht (egal ob man einen Hund auf dem Arm hat).

Connydw21806
21.05.2011, 22:47
Ich danke Euch für Eure Antworten.
Ich werde das mal ansprechen und ggf. eure netten antworten zeigen.
conny und flashi wünschen euch einen schönen Sonntag!!

Overmind
22.05.2011, 01:58
Kommt immer drauf an.

Mein Rennzäpfchen (Deutscher Pinscher) wuchs von ihrer 10. Lebenswoche an mit unseren anderen Hunden auf, die....nun ja.....einige Etagen größer und beträchtlich schwerer sind als sie und absolute Grobmotoriker (also nicht besonders zartfühlend).
Wenn es ihr anfangs zuviel wurde und sie sich durch die "Übermacht" bedroht fühlte, habe ich die Großen auf ihren Platz geschickt, aber der Kleinen durchaus Gelegenheit gegeben zu lernen, dass es keine schlimmen Folgen hat, wenn man überschwänglich von einem Hund begutachtet und begrüßt wird, dessen Kopf sich aus Pinscherwelpen-Perspektive in schwindelerregenden Höhen befindet.
Denn die "Kleinen" können sich erstaunlich gut gegen die Großen behaupten und auch mit deren teils wilden Art umgehen - man muss nur den Balanceakt einhalten zwischen dem Verhindern traumatischer Erfahrungen, und dem Erleben zumutbarer Erfahrungen. Bei Letzterem sind wir Menschen vermutlich sehr viel zartbesaiteter als unsere Hunde und berauben sie dadurch mancher schönen und wichtigen Erlebnisse, wie z.B. einem Kleinhund zu ermöglichen, mit einem großen Hund zurecht zu kommen. Ehe man es sich versieht, hat man ein keifendes Kleinbündel.....und das finde ich persönlich wirklich ganz schrecklich.
Heute : unser Rennzäpfchen gehört noch immer zu den Kleinhunden, aber in unserem Rudel ist sie es, die den Ton angibt und sie weist auch draußen allzu stürmische große Kollegen energisch in die Schranken, um dann ausgiebig mit ihnen zu toben, wobei sie in keinster Weise empfindlich ist (mein Alano - 55 kg, die Pinscher-Maus wiegt keine 10) hat sie schon quer durch den Acker parniert, wobei mancher Zuschauer mutmaßte, dass sich die Kleine nun wohl alle Knochen gebrochen hätte, nur um dann mitzuerleben, wie die "süße Kleine" dem Dicken dann voller Enthusiasmus und mit Begeisterung Ohren und Lefzen als Quittung lang zog).
Es ist schön und einfach entspannender, wenn man weiß, dass der eigene Kleinhund auch mit großen Artgenossen zurecht kommt.

Vermeiden würde ich alle Situationen, von denen sie sich offensichtlich überfordert fühlt, was nur zu einer negativen Frühprägung führen kann, die auf das gesamte weitere Hundeleben Einfluss hat.
Im Falle deiner Freundin und deren Labbi-Mix wäre daher meine Empfehlung, die "Dosis" langsam zu steigern.
Trefft euch auf neutralem Gelände. Lass deine Kleine ohne Leine (Flucht- und Ausweichmöglichkeit), der Große sollte angeleint bleiben. So kann deine Maus selbst entscheiden, wie intensiv sie Kontakt aufnehmen möchte und der Große lernt, dass er nicht vorpreschen kann wie ein Wilder und abwarten muss (positiv und förderlich wäre, wenn er sich zuvor ausgepowert hätte und somit nicht mehr ganz so wild und eher für eine Ruhepause dankbar wäre). Beachtet während dessen keinen von beiden sonderlich. Flashi bitte keinesfalls hochnehmen, beruhigen oder ähnliches ! Große Hunde sind normal - deswegen muss man weder beruhigt, noch muss die Begegnung sonstwie großartig hervor gehoben werden.

Auf diese Weise habe ich jedenfalls meine bisherigen Klein-Pfleglinge und zuletzt eben unseren Terrorzwerg gut und schadlos auf große Hunde einstimmen können.