PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Depot-Cortison



Marita1
05.01.2011, 16:02
Hallo,

für Jonas, 10 J., seit 2005 bei mir, vorher starker Katzenschnupfen, Extraktion der Zähne wg. Zahnfleischentzündung, jedoch seit 2005 sehr stabil, reine Wohnungskatze, wurde heute beim TA angeregt, ein Depot-Cortison zu verabreichen.
Er hat, seit er bei mir ist Beschwerden mit etwas Ohrenkratzen durch Wucherungen im Ohr wg. starkem Milbenbefall, etwas Husten, etwas Niesen (meine Fensterscheiben lassen grüssen, was soll's "peanuts"), und seit einiger Zeit beim Niesen auch mit etwas Blut. Diese Beschwerden sind nun langsam schon verstärkt aufgetreten; der TA meinte, dass dies alles auf seine o. g. gesundheitlichen Beinträchtigungen zurückzuführen sei.
Da ich selbst vor einiger Zeit mit Cortison sehr lange behandelt wurde, stehe ich einer Behandlung mit Cortison eigentlich schon sehr offen entgegen.
Es würde mich freuen, wenn man mir hier im Forum zu diesem Thema einige Erfahrungen mitteilen könnte.

LG Marita

Elia
05.01.2011, 20:16
Hallo,

wogegen genau soll denn das Cortison gegeben werden?
Wurden die Erreger des Katzenschnupfens bestimmt? Besteht eventuell noch eine Sekundärinfektion?
Wie sieht es mit Streß aus, kann er in dieser Richtung unterstützt werden? Hast du mal an homöopathische Unterstützung gedacht?

C. an sich hemmt vor allem Entzündungsprozesse, das kann positiv sein, z.B. vor einer OP oder damit Zeit für weitere Tests ist, das kann aber auch negativ sein, weil dadurch die Selbstheilungskräfte des Immunsystems unterdrückt werden. Cortisongaben sind immer nur Symptombehandlungen, sie beseitigen nicht die Ursache der Probleme.

Ich stehe Langzeitcortison sehr skeptisch gegenüber, nicht nur wegen der bekannten Nebenwirkungen, sondern weil ich im Freundeskreis gerade einen Hund erlebe, dessen wahrscheinlich durch Depotcortison ausgelösten Gesundheitsprobleme eine Zeitlang das Einschläfern wahrscheinlich machten. Zum Glück geht es ihm jetzt, mehrere Monate nach Absetzen des Cortisons, wieder etwas besser.

absinth
05.01.2011, 22:47
Katzen haben leider einen völlig anderen Stoffwechsel als Hunde (hochtouriger), daher ist der Vergleich schwierig. Unser Hund bekam auch Depotcortison und es bekam ihm sehr gut.
Als sein Krebs nach 8 Monaten wieder kam und er täglich Cortison bekam ging es ihm auch nicht so schlecht, viel Durst, Apetitt und stellenweise lichtes Fell.

Bei mir selbst hat es mal nach einer längeren, hohen Cortisongabe das Immunsystem etwas auseinander gehauen, aber schlimm wars nicht.

Die Frage ist nur, obs hier wirklich das richtige ist?

Sabine
06.01.2011, 10:47
Gerade bei Katzen sollte man dabei auch immer an Diabetes denken, der durch das Cortison ausgelöst werden kann.

Marita1
06.01.2011, 11:10
Danke für eure Antworten.
@elia Der Katzenschnupfen bestand aus Calici-Viren, dadurch wurde auch die Zahnfleischentzündung verursacht. Aber wie gesagt, das war 2003 und seit 2005 ist er bei mir und somit keinerlei Stress usw. ausgesetzt. Ich habe ja bereits die Nachwirkungen der Erkrankung beschrieben, die bis vor einiger Zeit nicht so gravierend waren. Erst seit kurzem treten diese verstärkt auf und wegen dieses immer vorhandenem Entzündungsprozesses im Nasenbereich hat der TA hierzu geraten. Auch ist mir durch sehr lange Einnahme die Wirkung des Cortisons vollkommen bewusst.
@absinth Über die Wirkung bei Katzen wurde ich auch vom TA informiert. Hinsichtlich Diabetes müsste die Vergabe des Depot-Cortisons mindestens fünf Jahre und dies alle vier Wochen erfolgen, lt. meinem TA.

LG

Sabine
06.01.2011, 11:30
Hinsichtlich Diabetes müsste die Vergabe des Depot-Cortisons mindestens fünf Jahre und dies alle vier Wochen erfolgen, lt. meinem TA.

Die Diabetes kann auch schon sehr viel früher kommen. Das Diabetes Risiko wird hier verharmlost.

Marita1
06.01.2011, 12:32
Lt. TA in dreizehn Jahren einmal der Fall bei ihr gewesen.

LG