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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LHV: zu Besuch nach NRW



firlefanz
31.01.2003, 13:38
Hallo,
ich wohne in Niedersachsen und fahre am Wochenende zum ersten Mal mit meinem Hund nach Nordrhein-Westfalen.
Da ich überhaupt nicht über den aktuellen Stand der Landeshundeverordnung informiert bin, möchte ich mich vorher hier erkundigen, ob ich da etwas beachten muß.
Vielleich kann mir ja jemand Auskunft geben. Danke.

Gruß,
firlefanz

LabbiSunny
31.01.2003, 16:02
Hallo firlefanz!

Ich komme aus Castrop-Rauxel und dort was ich auf der Seite:
www.stadt-castrop-rauxel.de !

Dort steht:
Landeshundegesetz
Produkt oder Dienstleistung:

Neues Landeshundegesetz NRW seit dem 1. Januar in Kraft
- nun auch allgemeine Pflichten für Halter kleiner Hunde

Das Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeshundegesetz - LHundG NRW) hat der Landtag Nordrhein-Westfalen am 18. Dezember beschlossen und am 31. Dezember 2002 verkündet. Es ist seit dem 1. Januar 2003 in Kraft und ersetzt die bisher gültige Landeshundeverordnung.

Das Gesetz enthält nun auch allgemeine Pflichten für Halter kleiner Hunde, die bisher von der Landeshundeverordnung NRW nicht betroffen waren. Nach dem Gesetz sind jetzt alle Hunde so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.

In folgenden Bereichen sind alle Hunde an einer Leine zu führen:

In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche, bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen und letztlich in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.

Die bisher von der Landeshundeverordnung NRW bekannten Anlagen 1 und 2 mit insgesamt 42 dort enthaltenen Hunderassen gibt es im Landeshundegesetz nun nicht mehr. Das Gesetz geht nun von gefährlichen Hunden, Hunden bestimmter Rassen und von großen Hunden aus.

Gefährliche Hunde sind per Definition Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden. Darüber hinaus kann die Gefährlichkeit eines Hundes -gleich welcher Rasse- auch noch im Einzelfalle unter im Gesetz bestimmten Voraussetzungen festgestellt werden. Die Voraussetzungen für das Halten dieser Hunde wurden im Grundsatz von der bisherigen Landeshundeverordnung übernommen.

Nach wie vor müssen diese Tiere beim Ausführen in der Öffentlichkeit stets angeleint und mit einem Beißschutz versehen sein. Eine Befreiung von diesen Geboten ist auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen wie bisher möglich. Die Haltung dieser Tiere bedarf nach wie vor einer Erlaubnis der zuständigen (Ordnungs)behörde.

Hunde bestimmter Rassen sind Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu. Zu diesen Rassen zählen auch - wie bei gefährlichen Hunden - Kreuzungen und Mischlinge. Weiterhin gelten auch hier Leinen- und Beißschutzgebot.

Für die Haltung dieser Tiere wird ebenfalls eine Erlaubnis benötigt.

Große Hunde - hierunter fallen alle nach der Landeshundeverordnung NRW bekannten sogenannten "20/40er" Hunde.

Also Hunde, die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen. Für diese Hunde wurden im Wesentlichen die Bestimmungen der bisherigen Verordnung übernommen.

Darüber hinaus enthält das Landeshundegesetz NRW folgende Neuregelungen:

Gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen bis zur Vollendung des 6. Lebensmonats unterliegen nicht der generellen Maulkorbpflicht.

Ist ein bißchen viel zu lesen. :)

Ich hoffe das hilft dir?!

Lieben Gruß,
Yvonne