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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vor Trense (?)!!!!!!!!!!



Maggie_HH
31.01.2003, 12:57
Schreibt man Trense eigentlich so?????
Hallo Leute,
meiner süße Cheyenne geht es immer besser, nur hat sie tierische Angst vor der Trense, wie kann ich ihr die Angst nehmen?

Juliane

Schneckchen
31.01.2003, 13:59
Hallo Juliane,

ja :) Trense schreibt man so.

Zum Thema:
Wie alt ist Cheyenne?
Wie äußert sich ihre Angst vor der Trense?
Was für ein Gebiß hast Du eingeschnallt?

Das wären einige recht hilfreiche Hinweise.

Gruß

Schneckchen

Maggie_HH
31.01.2003, 19:48
Cheyenne ist mein Pflegepferd, sie ist schon sehr alt ca. 26, und der Besitzer hat keinen Bock mehr auf das Pferd. Ich habe sie jetzt aufgepäppelt und die anderen im Stall meinen, dass sie so gut aussieht, dass man eventuell wieder im Schritt auf ihr reiten könnte! So, und letztens haben wir ihr die Trense umgelegt, mit 5 Leuten!!!!!!!!!!!!!!!!! Sie hat sich superdagegen gewehrt, wir haben ihr gut zugeredet sie gestreichelt und irgendwie haben wir es geschafft! Dann wollte ich es gestern wieder probieren, aber keine Chance!!!!!!!!! Ich hatte eine Möhre in der Hand und die Trense, solange die Trense auch in der Hand lag, hat sie die Möhre auch nicht genommen! Die anderen meinen, dass der Besitzer ziemlich grob mit ihr umgegangen ist, und dass sie deswegen kopfscheu ist und vielleicht auch deswegen die Trense nicht mehr mag. Mit dem Halfter gab es am Anfang auch Probleme,a ber sie vertraut mir inzwischen und bei mir ist sie auch überhaupt nicht mehr kopfscheu!
Und Unterordnungsübungen macht sie 100% mit! Also da gibt es keine Probleme.
Die Trense ist die vom Besitzer, eine ganz normale denke ich....ist es besser wenn ich eine andere besorge?

Juliane

gudrun
31.01.2003, 20:45
ich nehme mal an es ist eine ganz normale wassertrense oder? zu deinem problem meine stute habe ich so daran gewöhnt oder bessergesagt so habe ich die trens reinbekommen und noch immer ohne gewalt und hilfe von anderen .das kopfteil bekommst du doch ran oder geht sie da auch schon mit dem kopf hoch??also wenns nur die trense ins maul kriegen ist ich schiebe meinen daumen seitlich in ihr maul dan macht sie bereitwillig das mäulchen auf und ich kann die trense reingeben.versuchs mal damit das du die trense in etwas honig tauchst das findet sie vieleicht recht gut .mach das aber nicht immer sonst gewöhnt sie sich drann.
gudrun;)

Schneckchen
31.01.2003, 22:25
Es kann sein, daß die Stute Probleme mit den Zähnen hat. Ist bei Pferden in dem Alter nicht ungewöhnlich.
Wie frißt sie denn?
Hast Du schon mal probiert, das Gebiß rauszuschnallen, ihr erstmal nur das Zaumzeug anzulegen und das Gebiß erst anschließend ins Maul zu schieben? Am besten auf die Art und Weise, die Gudrun Dir erklärt hat.

Die Zähne würde ich überprüfen lassen!

Wenn es daran nicht liegt, hilft sicher nur Geduld, Geduld, Geduld.
Überschwenglich loben, wenn sie Anstalten macht, die Trense zu akzeptieren. Auf keinen Fall strafen!

Maggie_HH
01.02.2003, 08:04
Ich habe ihr schon die Trense ohne das Maulstück umgelegt, das klappt super! Ihre Zähne wurden erst gemacht! Fressen tut sie auch ganz normal!
Wir haben schon überlegt, es mal mit einer anderen Trense zu machen, es gibt wohl auch welche, wo das Mundstück aus Gummi oder so ist....und auch welche mit Apfelgeschmack!!!!! :D
Das ich sie nicht bestrafen sollte ist klar, schließlich macht sie es aus Angst, ich will es ja nicht verschlimmern!

Juliane

gudrun
01.02.2003, 19:47
schreib mal wies läuft mit der trense.mit apfelgeschmack ja warum nicht versuchen kannst es ja mal.wünsch dir viel glück und geduld.
gudrun;)

Mascha
03.02.2003, 22:47
Moin moin!

Alexandra Kurland beschreibt in ihrem "Pferdetraining mit dem Clicker" sehr ausführlich, wie man einem Pferd die Angst vor'm Auftrensen nehmen kann.

Das Buch ist zwar nicht ganz billig :rolleyes: (32 Euro), aber absolut gut! :p Angenehm zu lesen, humorvoll geschrieben und mit eigenen Erfahrungen und Beispielen gespickt.
Leider ;) lässt es den alten Pferdevirus wieder aufleben; als ich es gelesen habe, habe ich beschlossen, mir auch ein Pferd zuzulegen.

Liebe Grüße!

gudrun
03.02.2003, 23:23
na dan mascha herzlich willkommen .beim pferdefieber .hundefieber haste ja schon ich auch .haste schon ein pferdi ins auge gefast???wünsch dir glück bei der suche
gudrun:D

AnnaS
04.02.2003, 08:58
He Mascha, nun kommen ja immer mehr von den Hunde-Fories zu den Pferde-Fories :D . Schön! Hast du denn schon ein Pferd, oder suchst du noch?

Und Juliane, hast du schon mal versucht, direkt vor dem Auftrensen ein paar Unterordnungsübungen zu machen? Ich hatte dir ja mal ein paar Tips gegeben. Und vielleicht solltest du erst mal ein paar Übungen machen, versuchen aufzutrensen, und weigert sie sich, wieder die Unterordnungsübungen......usw , bis sie kein Theater mehr macht. Das ist in dem Sinne ja keine Strafe, sondern die Unterordnungsübungen verstärken erst mal wieder das Vertrauen. Und dann solltest du es langsam angehen. Erst Trense drauf, loben, Trense wieder runter. Und erst langsam die Dauer verlängern, wo Cheyenne die Trense drauf hat.

Gruß,
Anna

Mascha
04.02.2003, 11:24
Original geschrieben von AnnaS
He Mascha, nun kommen ja immer mehr von den Hunde-Fories zu den Pferde-Fories :D . Schön! Hast du denn schon ein Pferd, oder suchst du noch? Ja, ich schaue ab und zu mal hier rüber, ob es was interessantes gibt. :)

Aber nein, ich habe noch kein Pferd und suche auch noch nicht. Ich will es ganz langsam angehen lassen. Zuerst muss ich sowieso nochmal ein paar Reitstunden nehmen und ;) etwas Geld sparen!


Liebe Grüße!

Maggie_HH
04.02.2003, 13:51
Danke Mascha für den Buchtipp, ich glaube meine Freundin hat ein Buch über Clickern bei Pferde, aber da ich selbst gut informiert bin über Clickern mit Hunde, kann ich mir schon denken, wie ich es machen muss!!!!!!!!
@Anna:
Das mit den Unterordnungsübungen vor Trense umlegen, habe ich schon versucht! Die Sache ist die: Sobald Cheyenne nur den Klang des Maulstücks welches aus Metall ist hört, kriegt sie Angst!

Juliane

AnnaS
04.02.2003, 15:04
Dann nimm ihr erst mal die Angst vor dem Geräusch, bevor du mit der Trense anfängst. Mach ein paar Unterordnungsübungen, dann lässt du sie das Gebiss beschnuppern, streichelst sie damit überall ab, klimperst damit etwas neben ihr, bis du zum Schluss über ihrem Kopf damit klimpern kannst. Falls sie dabei zurückschreckt machst du wieder die UO-Übungen, so wie ich es dir beim letzten Mal erklärt habe. Geh nicht gleich mit 100% ran (auftrensen), sondern fange ganz vorne an und steigere das ganze, bis sie die Trense problemlos drauf hat. Wenn du dir richtig Zeit nimmst ist es eine Sache, die du an einem Tag schaffen kannst, am nächsten wiederholst du das klimpern, und am dritten Tag sollte es schon keine Probleme mehr geben. Nur versuch das bitte nicht mit zig Leuten, die dir dabei helfen. Denn das ist eine Situation für dein Pferd nach dem Motto "Oh Gott was ist jetzt los??? Tausend Menschen um mich herum - es muss was schlimmes passieren!". Versuch es in Ruhe und allein.

Anna

Maggie_HH
04.02.2003, 15:25
mach ich! Zu der Trense, es ist die von ihrem Besitzer, und ich wollte mal wissen, ob es in ordnung ist, dass sie schon rostet? Ist das normal bei trensen? Ich meine ich würde mich auch nicht darüber freuen so ein rostiges teil im mind zu haben! Der besitzer meinte, das ist normal!!!!!!!!!!! :confused:
Wäre es besser, mit einer Trense zu üben, deren Maulstück aus plastik ist?

Juliane

AnnaS
04.02.2003, 15:43
Also das Gebiss sollte immer sauber sein und ganz sicher keinen Rost haben!!! Selbst wenn die Schnallen an der Trense rostig wären, würde ich mir eine neue kaufen, aber bei dem Gebiss solltest du wirklich mal ein neues besorgen. Und das Gebiss sollte auch nach jedem Tragen abgewaschen werden, damit sich keine Speichelreste mehr daran befinden. Aber Rost ist absolut tabu!

Im Prinzip kannst du ein ganz normales Wassergebiss verwenden. Dein Pferd ist ja ok im Maul, also schadet eine Wassertrense nicht. Erst beim Reiten wirst du merken, wie dein Pferd letztlich auch im Maul ist und welches Gebiss du verwendest. Du solltest kein scharfes Gebiss nehmen aber ansonsten ist es "egal". Kauf dir eine Wassertrense und dann ist das ok. Nur warte so lange auch mit jeglichem Üben, denn mit einem rostigen Gebiss wird das nichts!

Anna

AnnaS
04.02.2003, 15:48
Noch mal zu dem Üben:

Ich an deiner Stelle würde mit dem normalen Gebiss üben. Denn dein Pferd muss sich dran gewöhnen, so oder so. Deine Cheyenne ist alt, sie ist geritten, sie ist erfahren. Sie hat nur Angst, wohl, weil sie mal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Deine Aufgabe ist nun, ihr diese Angst zu nehmen. Es ist (blöde gesagt) ein einmaliger Prozess, und dann verliert sie die Angst. Nimmst du nun aber ein Gebiss aus Plastik, was nicht klimpert, hast du nicht wirklich etwas gewonnen, denn das Klimpern macht ihr ja Angst.

Es gibt wohl einige, die dir raten würden, du solltest mit einem Plastikgebiss anfangen, und das ganze dann steigern. Das ist aber Quatsch (sorry ;) ), denn du musst die Angst da bewältigen, wo sie sitzt und nicht wo anders.

Anna

Maggie_HH
05.02.2003, 11:07
Ok, ich kaufe ihr am besten ein neues Gebiss! Gestern abend als ich zur gefahren bin, wurde sie gerade herumgeführt, von einer aus dem Stall. Sie meinte, es könnte sein, dass Cheyenne eine Kolik hat, weil sie sich dauernd hinlegen will! Der Tierarzt war schon informiert und kam dann auch superschnell, hat ihr ein paar spritzen gegeben und ich musste sie noch eine weile bewegen! Oh man, das war vielleicht ein Schreck! Sie wollte auch nichts fressen, hatte richtig Angst um sie. Als wir dann ihren Besitzer informiert hatten, war das erste was er gesagt hat, dass er sie auf keinen Fall operieren lässt, falls es schlimmer wird!!!!!!!!! :mad:
So ein Arsch!!!!!!!!!!! Ich war sooo sauer, zum Glück geht es ihr heute schon wieder besser, war heute morgen gleich gucken, wie es ihr geht! Und heute nacht war auch jemand vom Stall gucken, der ganz in der Nähe wohnt! Sie frisst auch schon wieder...man ich hoffe ihr geht es bald wieder gut! Vorhin hat sie noch etwas komisch geguckt und sah gar nicht glücklich aus....:( :(
Ich hab sie dann ein bisschen bewegt und sie verwöhnt!

Juliane

AnnaS
05.02.2003, 14:04
Oje, so eine Kolik ist nie schön. Aber es sieht ja so aus, als wenn es zum Glück nur eine harmlose Geschichte war.

Der Besitzer scheint wirklich kein Tierfreund zu sein. Lässt sich da nicht etwas machen, so dass du sie übernimmst?

Anna

Maggie_HH
05.02.2003, 16:02
aber ich kann es mir nicht leisten! leider.....zum Glück ist eine sehr nette Frau mit im Stall, die früher für Cheyenne alle Tierarztkosten bezahlt hat, sie will die jetztige auch übernehmen, habe aber angeboten ihr die Hälfte zu geben!
es ist alles so traurig...vor allem für das Pferd, aber ich möchte ihr wenigstens noch ein paar schöne (hoffentlich) Jahre bereiten, aber Stallmiete und Tierarzt usw. für ein Pferd, das ist für eine arme Studentin zu viel! :( :(

Juliane

Schneckchen
05.02.2003, 19:42
Kurze Anmerkung zu rostigen Gebissen:
Die meisten Pferde mögen angerostete Gebisse sogar lieber, da sie etwas süßlich schmecken.
Natürlich sollten keine scharfen Kanten am Gebiß sein, die ja auch durch Rosten entstehen können.

Westerngebisse gibt es sogar angerostet zu kaufen.

Maggie_HH
05.02.2003, 21:48
Was denn nun? Soll ich das rostige Gebiss nehmen oder ein neues kaufen????

Juliane :confused: :confused: :confused:

Mascha
05.02.2003, 22:22
Hallo Juliane!

Zeig doch jemandem im Stall das Gebiss! Vielleicht kann man Dir besser raten, wenn man das Stück direkt ansehen und anfassen kann.

Und lass Dir von Deiner Freundin das Pferde-Clickerbuch zeigen. ;) Ich habe alle Hunde-Clickerbücher gelesen, die ich auftreiben konnte, aber dieses von Alexandra Kurland hat mir noch ein paar neue Ideen gebracht - für meinen Hund! (Momentan üben wir das Kopfsenken; dann wird Rückwärtsgehen folgen, danach vorwärts, dann die Seitengänge... :p )
Es ist auch wirklich schön zu lesen. (Ich bin völlig begeistert, fällt aber kaum auf, oder? :D )

Liebe Grüße!!!

gudrun
06.02.2003, 00:24
tja rostig oder nicht .das wirst du entscheiden müssen .der vorschlag von mascha is gut zeig deon gebiss mal jemandem am stall.
ich habe für meine stute auch ein angerostetes gebiss.das hat den evekt.das die pferdis gerne darauf rumkauen .bei meiner is es so.ich habs zum anlernen reingetan und si elutschte und kaute wie eine irre drauf rum .es hat ihr hoffe ich gezeigt das es nichts schlimmes ist und ihr nichts schlimmes geschiet.wenn es alerdings wie schon gesagt abblättert und scharfe kanten hat würde ich auch ein neues besorgen.fahr doch mal mit deinen fingern drüber .da merkst du schnell ob es brüchig ist.
es stimmt übrigens was schneckchen schreibt angerostete gebisse werden gerne im westernbereich ,zum angewöhnen bei jungpferden genommen.gibts sowas auch beim englischreiten????
neugirige gudrun die gerne was dazulernt:D ;)

Mascha
06.02.2003, 08:18
Hallo Gudrun!


Original geschrieben von gudrun
... es stimmt übrigens was schneckchen schreibt angerostete gebisse werden gerne im westernbereich ,zum angewöhnen bei jungpferden genommen.gibts sowas auch beim englischreiten???? Im Freizeitreiterbereich gibt es wohl alles, aber bei den traditionellen (Turnier-)Reitern kann ich mir das nicht vorstellen. Oder hat jemand davon schon mal gehört?

Liebe Grüße!

AnnaS
06.02.2003, 09:11
Also tut mir leid, aber ich kann mich nun gar nicht mit so einem Rost-Gebiss anfreunden. Klar, es muss jedem selbst überlassen sein, was er tut und was nicht.
Das Kauen sollte allerdings nicht künstlich herbeigeführt werden, sondern durch die natürliche Bereitschaft des Pferdes kommen. Klar, wenn ich etwas auf das Gebiss schmiere, dann kaut und leckt mein Pferd. Genauso ist es mit Rost. Nur hat auch mal jemand drüber nachgedacht, ob es sinnvoll ist, einem Pferd ein rostiges Gebiss ins Maul zu schieben???
Im Handel wird vieles angeboten, das ist klar. Im Handel werden auch Stachelhalsbänder für Hunde angeboten. Und ist das sinnvoll??

Ich reite selbst junge Pferde ein und gewöhne sie auch an Sattel und Trense. Und ich hatte es nie nötig, ein rostiges Gebiss zu verwenden, da man jedes Pferd auch mit einem normalen Gebiss dran gewöhnen kann.

Juliane, ich würde es wirklich lassen. Dein Pferd muss nur einmal eine kleine Stelle im Maul haben (die man nicht unbedingt sieht) und schon kann sich das alles entzünden. Dann mach es deinem Pferd lieber mit etwas Honig schmackhaft. Ist zwar auf Dauer auch nichts, aber immer noch besser als Rost. Und davon mal abgesehen würde ich es ohne alles versuchen.

Anna

Schneckchen
07.02.2003, 00:31
Ein angerostetes Gebiß ist in keinster Weise ein Krankheitsüberträger oder irgendwie "dreckig".
Rost ist lediglich eine chemische Reaktion: Oxidation.

Und ein Gebiß, daß "gut" schmeckt, wird von den meisten Pferden lieber akzeptiert.

Bei den meisten Englisch-Reitern sind doch mittlerweile die Aurigan-Gebisse von Sprenger der Hit! Und warum? Weil sie durch ihre metallische Zusammensetzung süßlich schmecken und das Pferd zum kauen anregen.

Natürlich geht es auch anders. Meine alte Stute steht total auf ihre uralte (nicht ausgeschlagene!), einfach gebrochene Wassertrense aus einfachem Edelstahl, meine junge Stute liebt ihr doppelt gebrochenes Kupfer-Gebiß mehr als ihr angerostetes einfach gebrochenes. Ihre Mutter hingegen reißt ihr Maul schon beim Anblick der angerosteten, ziemlich dünnen Wassertrense auf und schnappt regelrecht danach.

Pferde empfinden das ganz unterschiedlich. Kupfer schmeckt den meisten Pferden gut. Aurigan ist auch ein Kupfergemisch, soweit ich weiß.

Wenn Du so starke Probleme damit hast, dem Pferd ein Metall-Gebiss ins Maul zu schieben, versuch es doch mal mit einem merothischen Ledergebiß.
Vielleicht nimmt es das lieber an.

Probieren geht manchmal über studieren. Vielleicht liegt´s an mangelndem Respekt, vielleicht an schlechten Erfahrungen, vielleicht am Geschmack, vielleicht an nicht erkannten Zahn-, Kiefer- oder Zahnfleisch-Problemen. Vielleicht paßt das Gebiß auch einfach nicht...

Das kann von hier aus keiner wirklich beurteilen. Das Beste, was wir Dir raten können, ist jemanden um Hilfe zu bitte, der sich gut auskennt.

Maggie_HH
08.02.2003, 15:51
Das Beste, was wir Dir raten können, ist jemanden um Hilfe zu bitte, der sich gut auskennt.

Heute kam zufällig jemand aus dem Stall dazu, und sie sah, wie ich mich mit Cheyenne "abmüte"....da hat sie sie am Halfter festgehalten mit ihr gesprochen und sie erstmal nur an der Nase gestreichelt, sogar da ging Cheyenne hoch und wollte nicht. Sie ist aber ganz ruhig gebleiben und hat einfach weitergemacht, dann hat sie irgendwann in ihr Maul gefasst, was Cheyenne nun so gar nicht gut fand und abhauen wollte. Es hat ein paar Minunten gedauert, aber danach konnte sie ihr ohne Probleme die Trense umlegen! WOW, ich war echt beeindruckt....also ich werde das jetzt auch so mit ihr üben,...sah ja nicht so schwer aus. Und so sehr rostig ist das Gebiss nicht, hab mal rübergefasst, war nicht kantig oder blättert ab!

Juliane

Schneckchen
09.02.2003, 01:23
Manche Sachen kann man nur in der Praxis erledigen :D

Da hätten wir uns noch dumm und dusselig raten können, manchmal überzeugt einen halt ein pragmatischer Mensch an Ort und Stelle eher als lauter "kluge" ;) Köpfe in einem Forum.

Dog-girl
09.02.2003, 13:42
Ich hab mir diese ganze Diskussion mal durchgelesen, und fand es verwunderlich, dass eine Frage nie aufkam:

Wenn diese Stute schon so uralt ist und du sie als einzige reitest, warum soll man sie dann noch mit viel Aufregung und Anstrengung (auf für das Pferd) an eine Trense gewöhnen?
Wenn sie Angst davor hat, das Halfter aber akzeptiert, dann reit sie doch mit Halfter!
Bei uns am Stall gibt es auch eine Stute, die Angst vor der Trense hat (offenbar Scheiß-Vorbesitzer), mit Halfter ist es aber kein Problem, sie zu reiten.
Du willst ja mit einem 26jährigen Pferd keine hohen Dressuren mehr gehen, oder?
Für ein bisschen im Schritt um den Platz oder durch die Halle reicht ein Halfter doch allemal.

Maggie_HH
09.02.2003, 17:03
Eigentlich wollte ich sie gar nicht reiten (bin auch noch nie auf ihr geritten), weil sie so schlecht aussah, eben klapprig....aber da sie sich jetzt erholt hat und alle sagen, dass sie wieder fit aussieht, sollte ich es mal probieren! Deswegen hatte ich es ja auch erst versucht mit der Trense und dachte nicht, dass sie solche Probleme damit hat! Hmm, wußte nicht, dass man ein Pferd nur mit Halfter reiten kann....ich weiß auch noch nicht, ob ich auf sie reiten werde, aber ich würde ihr gerne die Angst vor der Trense nehmen!

Juliane

gudrun
09.02.2003, 23:25
ja es gibt noch mehr möglichkeiten ohne trense das ist zb das sogenante hackmore un ddas bosel aber ich würde dir von beidem abraten weil du wie du selbst schon sagtest nicht auskennst .will damit nicht sagen das du zu blöde dafür wärst aber mann sollte den umgang damit lernen am besten vom reitlehrer.
daher finde ich dog-girls vorschlag nicht mahl so schlecht.es gibt tazechlich sehr viele die nur mit halfter reiten .aber bitte nicht alleine hast du da am stall ein/e reitlehrer/in??wenn ja hohl dir am besten da rat .
gudrun

Schneckchen
10.02.2003, 08:54
Original geschrieben von Dog-girl
Ich hab mir diese ganze Diskussion mal durchgelesen, und fand es verwunderlich, dass eine Frage nie aufkam:

Wenn diese Stute schon so uralt ist und du sie als einzige reitest, warum soll man sie dann noch mit viel Aufregung und Anstrengung (auf für das Pferd) an eine Trense gewöhnen?
Wenn sie Angst davor hat, das Halfter aber akzeptiert, dann reit sie doch mit Halfter!

Wenn ein Pferd alt ist, heißt das nicht zwangsläufig, daß man sich da nach Wochen, Monaten oder evtl. Jahren, in denen das Pferd nicht geritten wurde, einfach mal nur mit Halfter draufsetzen kann.
Wenn ich an meine alte Stute (25) denke, die noch topfit ist und derzeit ihren 5. Frühling erlebt, dann kann ich nur sagen: Prost Mahlzeit dem, der sich völlig unbedarft draufsetzt und nur mit Halfter und Strick reitet.

Es ist einfach auch eine versicherungstechnische Sache. Viele Versicherungen zahlen im Schadensfall nur, wenn das Pferd ordnungsgemäß ausgerüstet war, nämlich mit Sattel und Trense.

Ich werde ganz gewiß niemandem dazu raten, dessen reiterliche Qualitäten ich nicht kenne, ein mir unbekanntes Pferd nur mit Halfter und Strick zu reiten. Das finde ich schon fast fahrlässig.

gudrun
10.02.2003, 16:43
schneckchen hast recht das war wircklich nicht so toll von mir.das beste wäre maggie würde sich mal an eine reitlehrerin wende .die ist vor ort und kann ihr helfen .alles andere ist fahrlässig
gudrun

Maggie_HH
10.02.2003, 20:55
heute hab ich es geschafft Cheyenne die Trense umzulegen!!!!!!! Und zwar ganz alleine!!!! Ich bin soooooo stolz auf mich! :cool: :cool:
Also ich habe es so gemacht:
Erst habe ich mit ihr ein paar Unterordnungsübungen gemacht, dann bin ich mit ihr mitten auf dem Platz stehengeblieben und habe angefangen sie am Maul zu streicheln und habe die ganze Zeit mit ihr gesprochen, also gelobt, wenn sie still hielt. Als ich dann in ihr Maul fasste und sie denn Kopf wegnahm, hab ich noch eine UO-Übung gemacht und dann weiter am und im Maul gestreichelt. Sie hat alles mit sich machen lassen, dann habe ich die Trense erst ans Maul gehalten und sie dann ganz vorsichtig reingeschoben und sie hat den Kopf nicht mehr weggenommen......alles war ok....dann bin ich mit ihr ein kleines Stück spazieren gegangen. Hab sie aber am Halfter geführt, welches ich erstmal noch unter der Trense lasse, denn ich will sie nicht gleich an der Trense führen, damit sie erstmal wieder ein Gefühl dafür bekommt!
Sollte ich mal auf ihr reiten, dann natürlich nur auf der eingezäunten Wiese am Stall!

Juliane

Ps.: Als mich Cheyenne heute kommen sah, kam sie gleich zu mir gelaufen....das hat sie noch nie gemacht! *freu* :D

gudrun
10.02.2003, 22:36
wie sagt mein trainer immer geduld gudrun immer geduld.das hab ich auch noch lernen müssen aber wie sagt der schöne spruch mit geduld und spucke fängt mann jede mucke.
es freut mich das es so gut geklappt hat .es kann nur noch besser werden .
ales gute für die zukunft:D ;)
gudrun

Schneckchen
10.02.2003, 22:40
Original geschrieben von gudrun
schneckchen hast recht das war wircklich nicht so toll von mir.das beste wäre maggie würde sich mal an eine reitlehrerin wende .die ist vor ort und kann ihr helfen .alles andere ist fahrlässig
gudrun

Das war mehr auf Dog Girl bezogen...

Mit RL wär das wahrscheinlich kein Problem...
Aber wegen Julianes vorherigen Aussagen bin ich davon ausgegangen, daß sie in ihrem Stall keinen kompetenten Reitlehrer hat.

AnnaS
11.02.2003, 09:47
Hallo Juliane

Super :) . Das freut mich für euch.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mich am meisten freut, dass es durch UO geklappt hat, und nicht durch irgendwelches "Herumgedoktor". Ich finde es auch bei meinen Pferden immer wieder faszinierend, wie einfach Probleme wirklich gelöst werden, wenn man einfach bei der Basis anfängt, die auch jeden Pferd versteht.

Mach weiter so.

Anna

gudrun
12.02.2003, 13:39
ja das war mir auch klar .aber im grunde hast du recht man sollte manchmal erst überlegen bevor man lostippt.
is schon ok.:D ;)
gurun *gg

Schneckchen
12.02.2003, 14:31
Hab Dir grad ´ne E-Mail geschickt, schau mal rein ;)

Mascha
15.02.2003, 10:50
Nun will ich mich doch auch nochmal melden. :cool:

ich weiß auch noch nicht, ob ich auf sie reiten werde, aber ich würde ihr gerne die Angst vor der Trense nehmen! Das finde ich übrigens völlig richtig und sehr wichtig! Und offenbar klappt das ja jetzt auch. *freu* :p :) :p

Eine Frage habe ich: Was sind Unterordnungsübungen beim Pferd?

liebe Grüße!

AnnaS
15.02.2003, 18:56
Hi Mascha

Unterordnungsübungen nennt man auch Beziehungstraining. Im Prinzip ist es wie bei den Hunden - du kommunizierst mit dem Pferd in deren Sprache, und nicht in deiner menschlichen. Du lernst, wieso ein Pferd ein bestimmtest Verhalten an den Tag legt, und wie du Gesten deuten kannst.

Hmm, wenn es dich interessiert, dann kann ich es dir gerne mal per Mail genauer erklären. In den Umfang eines solchen Beitrages passt das alles nicht rein.

Wenn du Interesse hast sag Bescheid, und ich erklär es dir mal genauer!
Ist übrigens fast noch faszinierender als bei den Hunden.

Gruß,
Anna

Mascha
15.02.2003, 19:18
Ich habe einen neuen Beitrag zum Thema Unterordnungsübungen eröffnet, weil es mich sehr interessiert. Leider kann ich keinen direkten Link setzen :mad: (weil ich zu doof bin? ;)) aber er ist auch unter "Reiten, Voltigieren, Sport" zu finden.

Freue mich auf Antwort!

:) Mascha

minoumietz
20.02.2003, 20:52
hallo,
ich hatte auch mal so ein problem mit einem allerdings erst fünfjährigen....er hatte einen stark gewwachsenen wolfszahn, der ihm die trense vermießt hat. selbst als der zahn gezogen war, blieb seine angst vor dem schmerz. jetzt hatte ich ein sehr talentiertes pferd, mit dem man auf kein turnier gehen konte, den selbst als die trense im maul hatte, hat er permanent mit dem kopf geschlagen, natürlich war auch das anlegen immer ein abenteuer, da er sich mit senen 175cm stockmaß sehr gros machen konnte....
du sagst mit dem halfter klappt das schon sehr gut?
warum reitest du nicht gebisslos? das war meine rettung bei fury. turnierambitionen wirst du sicher nicht mehr haben, also besorg dir doch ein einfaches hackamore ohne lange anzüge, schnalle es locker und übe auf der koppel oder dem platz. inzwischen nimmt fury die trense wieder, es ist aber auch schon zwei jahre her. im gelände reite ich immernoch mit hack und das klappt prima!
gruß stefanie

AnnaS
21.02.2003, 09:58
Ich muss noch einmal meinen Senf dazu geben, auch wenn es einige geben mag, die mir wieder heftigst widersprechen möchten ;)

Erstens sollte man sich nicht damit abfinden, wenn einn Pferd Angst hat. Man soll dem Pferd die Angst nehmen. Was macht ihr denn bitte mit einem (eigenen) Kind, das super große Angst hat, Auto zu fahren, weil es vielleicht mal einen Unfall hatte? Sagt ihr dann auch "Okay, dann gehen wir halt nur noch zu Fuß, wir fahren nie wieder weg, wir machen keine Ausflüge mehr oder ziehen in eine Stadt, wo man alles per Bus oder Bahn erreichen kann"????

Zweitens:
Eine Zäumung ohne Gebiss funktioniert über Druckeinwirkung auf einen bestimmten Punkt auf der Nase. Pferde orientieren sich am Druck, d.h. sie weichen Druck. Wenn man sich gut damit auskennt, seine Hilfen absolut exakt gibt, und seine Hände somit immer und jederzeit 100%ig unter Kontrolle hat, dann kann man stolz sein, wenn man sein Pferd gebisslos reiten kann.
Kann man das aber nicht (und das können die wenigsten, und schon gar nicht mit einem ängstlichen Pferd!) sollte man davon die Finger lassen, weil man mehr damit kaputt macht, als wenn man seine Hilfengebung am Gebiss nicht 100%ig kontrolliert hat.
Die Druckpunkte beim Pferd sind um ein vielfaches sensibler als das Pferdemaul.

Sorry, aber wieso soll man sich nicht die Mühe machen, einem Pferd die Angst vor etwas zu nehmen? Weil es bequemer ist für den Menschen?

Anna

Mascha
21.02.2003, 15:32
Hallo!

Ganz abgesehen von der Frage, ob eine gebisslose Zäumung für Cheyenne und Juliane geeignet ist oder nicht ;) - ist eine Hackamore mit langen Anzügen nicht sanfter als eine mit kürzeren? :confused:

Neugierige Grüße,

Mascha

Nahima
01.03.2003, 17:15
Naja, ich wollt nur mal sagen, dass man sehr gut gebisslos mit einen Kappzaum reiten kann. :)
Und ausserdem sehe ich es lieber jemanden ohne gebiss reiten als mit.
schaut doh mal auf www.parelli.de dort wird gezeigt, wie man gebisslos reitet, ohne zwang reitet. Viel spaß.

minoumietz
02.03.2003, 10:34
puh also anna,
erst mal muß ich klarstellen, daß mir auch bewußt ist, daß man sich problemen zu stellen hat. war bei meinem damals fünf(!) jährigen auch kein thema. hier allerdings stellte sich für mich ganz einfach die frage, muß man einem 26(!) jährigen pferd, das was weiß ich wielange rumstand den streß noch antun? wer weiß welchen horror es erlebt hat, irgendeinen grund wird seine panic schon haben. da stellt sich mir halt die frage, ob ich so ein pferd wieder ewig trainieren soll, oder ihm einfach versuche wieder etwas spass zu vermitteln. ich habe herausgelesen, daß sie nur noch spazieren reiten will...... du nicht? vielleicht ergibt es sich ja auch von alleine mit der trense. ein hack ist nur so scharf wie der riemen am kinn und die hand die die zügel hält. ich kann an einem lockeren kinnriemen (min zwei bis drei finger) und einem langen zügel nix unangenehmes finden. zum dressur reiten (oder raining) eignet es sich dann natürlich nicht, aber zum spazieren gehen..... doch sicher.

minoumietz
02.03.2003, 10:40
die sache mit den anzügen,
die anzüge sind wie hebel, je länger der hebel, und je enger der kinnriemen, desto höher ist der druck auf die nase.
genauso bei der kandare, je länger die anzüge desto schärfer der druck auf die kinnlade.

Inge1810
02.03.2003, 11:16
Guten Morgen,
ich habe mir nicht alle Beiträge durchgelesen, daher kann es sein, dass es schon geschrieben wurde.
Also ganz ehrlich, ich verstehe nicht ganz den Sinn, warum die Stute in dem Alter und nach der Vorgeschichte noch an ein Gebiss gewöhnt werden soll. Sie ist nur bedingt reitbar, wie weit, wird sie selbst entscheiden. Ich habe eine ungeheure Hochachtung vor Pferden in dem Alter, weil sie die besten Lehrmeister sind, die man sich nur vorstellen kann.
Bis zum Hackamore kam ich noch mit dem Lesen, allerdings bin ich kein Fan davon. Ich reite im Gelände nur mit Sidepull und habe es noch mit einem Klettfell entschärft. Ich habe es gekauft, als mein Pferd (ist nicht mein eigenes, aber vom Gefühl her schon fast ;)) noch recht jung und Hengst war. Damals hielten mich Einige für verrückt, weil sie Hengste nur mit Kandarren kannten. Ich muß sagen, ich bin begeistert, denn für mich gibt es im Gelände nix Besseres. Mein Süßer ist noch nie mit mir durchgegangen, obwohl es mir prophezeit wurde... Vollblut... Hengst... Sidepull.... um Himmels Willen, wie kann die Irre nur..... :D Wir haben mit Bravour das Gegenteil bewiesen. Mit Gebiss reite ich nur in der Halle zur Gymnastizierung, aber selbst da greife ich auch immer wieder zum Halsring und lass den Pferdkopf unbetrenst, wenn ich mal keinen Bock auf Dressur hab, ist ja anstrengend ;). Immerhin werd ich nicht mehr kritisch beäugt, denn er ist ja jetzt Wallach und mittleren Alters. Natürlich ist es wie mit den Hunden von Pferd zu Pferd unterschiedlich, aber ich denke, die Stute wird es x-fach danken.
Grüße

Maggie_HH
02.03.2003, 16:04
also wie schon mal gesagt, ich habe es geschafft und Cheyenne lässt sich die Trense super umlegen! Es war gar nicht so stressig für sie, jetzt denke ich auch, dass sie nicht unbedingt nur Angst hatte, sie ist schon eine kleine ZICKE! ;) Denn ich war jetzt 1 Woche bei meinen Eltern, also nicht bei Cheyenne und schon hat sie heute nicht mehr die Hufe geben wollen, als ich sie saubermachen wollte! Und sie wollte nicht stillstehen usw.....sie hat entweder keinen Bock und ist noch unerzogen (oder wieder) oder sie hat es vergessen? Verlernt???? kann das sein?
Na ja, ich denke, ich kann sie jetzt bald mal reiten, aber nur aufm Platz!

Juliane

Inge1810
02.03.2003, 18:15
Hallo Juliane, siehst, das hab ich gar nicht mehr gelesen, dass es klappt....Gratulation!!!!
Dann zu Deiner Abwesenheit.... ich sag ja, Hochachtung vor älteren Pferden, besonders Stuten, denn da brauchst Du Dir sowas nicht erlauben, weil sie Dich das spüren lassen, wenn Du wieder da bist, aber wie :D Genau das meinte ich mit "die besten Lehrmeister" *grins* Irgendwann traust Dich fast nicht mehr an einem Tag außer der Reihe in den Stall zu gehen, weil dann ein Blick kommt der Dir sagt "ey... mit Dir hab ich heut net gerechnet, zieh ab...". Aber so starrsinnig sie auch sein können, am Sichersten fühlte ich mich zu meinen Anfängerzeiten auf älteren Stuten, weil sie meine reiterlichen Defizite gnädig ausgeglichen haben, was mir auch irgendwie das Gefühl gab, dass sie mich vollkommen in den Hufen haben ;) Also ich für meinen Teil liebe solche Tiere, auch wenn ich mich immer wieder entschuldigen mußte, für das was ich falsch gemacht hatte, denn sie reiben es einem wirklich bei jeder Gelegenheit unter die Nase, aber das dürfen sie auch, denn anders wäre es langweilig :D
Liebe Grüße, auch an die Zicke

AnnaS
03.03.2003, 08:29
Was ich mal klarstellen möchte - ich habe absolut nichts gegen das gebisslose reiten.
Was aber Tatsache ist: Ein Pferd muss erst mal lernen, auf die entsprechenden Hilfen zu reagieren. Das ist genauso wie bei einem Jungpferd, was mit Gebiss eingeritten wird und die Hilfen lernen muss.
Und wenn ich es recht in Erinnerung habe, dann hat Juliane mal gesagt, dass sie noch nicht so wahnsinnig viel Erfahrung hat mit Pferden. Und aus diesem Grund habe ich ihr gesagt, dass es nicht gut wäre, wenn ein unerfahrener Reiter einem Pferd so etwas beibringt. Vergleich es doch wirklich mit einem Jungpferd. Würde man einen unerfahrenen Reiter ein Jungpferd ausbilden lassen?

Und was das Thema Angst betrifft:
Ich für meinen Teil gehe immer davon aus, dass man aus irgendwelchen Gründen mal an einem Punkt ankommen kann, wo man das Pferd nicht mehr selbst betreuen kann. Und dann kommt ein nächster, der vielleicht nicht so wahnsinnig viel Verständnis hat, und dem Pferd einfach die Trense draufknallt, und gut ist. Wäre es da nicht sinnvoller, das Pferd hätte überhaupt keine Angst mehr davor? Egal ob es nun 26 oder 5 Jahre alt ist. Ein Pferd MUSS keine Angst haben. Man kann einem Pferd natürlich die Angst lassen, aber das ist in meinen Augen völlig überflüssig.
Und sofern geklärt ist, dass die Trense bzw das Gebiss dem Pferd keine Schmerzen bereitet, ist auch ein Gebiss völlig legitim. Natürlich kann man generell sagen, man will nur gebisslos reiten. Ist doch auch ok so. Nur kann man ein Pferd auch angstfrei bekommen.

Juliane hätte auch nicht mehr mit Cheyenne spazieren gehen müssen, wenn es ihr Angst macht. Man hätte Cheyenne auch auf ihrer Weide stehen lassen können. Man hätte Cheyenne auch nicht mehr ans Anbinden gewöhnen müssen. Man hätte Cheyenne ihr doch sehr eingeschränktes Leben lassen können, und es damit begründen, dass sie schon alt ist. Man kann aber auch sagen, sie ist zwar schon 26 Jahre alt, und sie hat einiges schlechtes hinter sich, aber man kann ihr zeigen, dass es auch Menschen gibt, die ihr nichts böses wollen, und dass sie einfach keine Angst mehr haben muss.

Und der beste Beweis ist doch, dass Juliane es geschafft hat.

Anna

Inge1810
03.03.2003, 09:19
Guten Morgen Anna, mönsch, das sollte doch keine Kritik sein und ich finde es ja super, dass Juliane es geschafft hat. Das spricht absolut für sie, denn hätte sie nicht ein paar Pluspunkte bei der Stute, dann hätte sie das nicht geschafft, also auf sanftem Weg.
Ich bin da eher etwas lockerer, weil ich von älteren Stuten erzogen wurde :D Ich wollt ja nur sagen, dass, sollte es überhaupt nicht gehen, es auch schöne Alternativen gibt, ohne die ich z.B. heute sicher kein so zuverlässiges Pferd hätte.
Die Stute hat sich nen schönen Lebensabend verdient und daher hat sie ein Riesenglück, dass Juliane über sie gestolpert ist. Meine Lehrmeisterin habe ich damals in einem Schrebergarten entdeckt. Dort stand sie ganz allein und hatte nur zwei Schäferhunde um sich herum. Das gab auch Kämpfe ohne Ende und ich dürfte wohl so unerfahren gewesen sein, wie Juliane es ist. Also an ein älteres Pferd würde ich auch einen unerfahrenen Menschen lassen, wenn er ein Händchen für Pferde hat, weil das Pferd das schon so richtet, dass es paßt ;). Du hast natürlich absolut Recht, dass das bei einem jungen Pferd absolut nicht sein sollte und da nur erfahrene Menschen Ausbildungsarbeit leisten sollten.
Hab gestern erst wieder gehört, dass sich eine Anfängerin ein fünfjähriges Pferd, gerade angeritten gekauft hat und das Wort Dressur vielleicht schreiben kann..... In Verbindung mit Beritt klappt das, aber so ein Pferd und dann auf in Wald und Wiese und nix anderes???? Naja... bin ich etwas skeptisch.
Aber wie auch immer, ich wollte nur Alternativen aufzeigen, aber Dich nicht kritisieren. Viele Wege führen nach Rom ;)
Liebe Grüße

AnnaS
03.03.2003, 12:16
Hi Inge

Meine Antwort war weniger an dich gerichtet, sondern an Minoumietz, die sagte, man müsse kein 26jähriges Pferd mehr an die Trense gewöhnen, wenn es denn Angst hätte.

Und ich hab es auch nicht als Angriff verstanden (von niemandem), sondern ich vertrete eben den Standpunkt, dass Angst eben keine Sache ist, die man einem Pferd (egal ob jung oder alt) lassen sollte.

Liebe Grüße
Anna

Maggie_HH
03.03.2003, 13:38
Mensch soviel Lob kann ich gar nicht vertragen!!! :rolleyes:
Aber Spaß beiseite, ich hab von den anderen ausm Stall gehört, dass Cheyenne früher nur besucht wurde um zu reiten, dass war dann so 1mal im Monat, Sattel drauf, Trense ran und los! Mehr war nicht! Die Besitzerin war wohl auch immer sehr grob mit ihr! Deswegen war sie am Anfang auch sehr Kopfscheu, sobald ich sie am Kopf streicheln wollte stieg sie und ging zurück. Heute kann ich ihr die Ohren streicheln, ja sogar in ihr Maul fassen!
Sie soll wohl auch früher, als die Besitzerin gar keine Lust mehr auf sie hatte und sie nicht mehr besucht hat wie apatisch auf der Weide gestanden haben und sie hat sich für nichts interessiert....hat auf nichts reagiert! Das tat mir eben so leid, weil sie eigentlich eine süße Maus ist! Ok sie ist auch frech, rennt schon mal ein paar Leute um, mich aber nicht mehr!!!! :D Aber alle ausm Stall sind jetzt von Cheyennes Fortschritten begeistert. Sie frisst wieder ordentlich (sie war superdünn) und sie kommt schon mal, wenn sie mich sieht! Und nimmt am Geschehen im Stall teil....
Früher war gar keine Rede von Trense ...aber da sie wieder so fit ist und lebensfreude ausstrahlt meinten die anderen vielleicht könnte ich es mal probieren!
Ich wollte mit meinem langen Vortrag nur nochmal unterstreichen, dass es denke ich, das Leben eines Pferdes bereichert, wenn man sich mit ihm beschäftigt, dazu gehört auch Trense anlegen lassen..... Ich bin mir fast sicher, dass Pferde auch einen Sinn in ihrem Leben sehen müssen und nicht einfach auf eine Wiese gestellt werden, wenn sie alt sind....Ich meine vergeht denen dann nicht der Lebensmut??
Viele haben gesagt, dass Cheyenne den Winter sicher nicht übersteht...und was jetzt??? Sie erfeut sich bester Gesundheit!

Juliane

AnnaS
03.03.2003, 14:25
Hi Juliane

Das freut mich wirklich für euch zwei. Und ich glaube, man darf nie vergessen, dass man nicht lernt, um es dann auf das Tier zu projezieren, sondern man lernt MIT dem Tier.

Und die schönste Bestätigung ist doch, wenn man sieht, dass es dem Tier gut geht damit, was man macht.

Ich wünsch euch weiterhin viel Erfolg und Freude bei dem neuen "Sinn in Cheyennes Leben".

Liebe Grüße
Anna

Inge1810
03.03.2003, 14:29
Hallo Juliane,
wenn ich Dir jetzt sage, dass es durchaus hätte sein können, dass die Stute gestorben wäre, wenn Du Dich nicht ihrer angenommen hättest, dann meine ich das durchaus ernst, weil ich daran glaube. Ich glaube auch nicht, dass Pferde, die in Gefangenschaft leben, damit zufrieden sind, mit anderen Pferden nur auf der Koppel zu stehen. Pferde sind sowas von klug und vergessen nichts und manchmal habe ich das Gefühl, das so arme Pferde auf der Koppel stehend, desinteressiert an allem und von vergangenen Zeiten träumen. Sie sehen, wie die anderen Pferde betüddelt werden und ich habe es oft genug erlebt, dass diese vernachlässigten Pferde kamen, als ich mein Pferd holen wollten und um Aufmerksamkeit gebettelt haben. Als ich wieder weg war, standen sie wieder stumpfsinnig auf der Koppel. Das macht mich traurig, aber ich kann mich nicht um jedes Pferd kümmern. Die Stute und Du könnt nun noch etliche Jahre miteinander verbringen. Bin schon gespannt, wann Du es das erste Mal wagst, Dich auf den Pferderücken zu schwingen. Vor zwei Jahren bin ich mit einer Freundin ausgeritten, die auf einer auf 30 zugehenden Stute saß und die ältere Dame hat das Tempo vorgegeben und das war nicht langsam. Leider hat sie mittlerweile sehr abgebaut, aber zum Schluß hin, hat sie genau zu verstehen gegeben, wann sie raus wollte und wie weit sie konnte, also auch wenn es nur zehn Minuten Gelände waren und jetzt geht gar nix mehr, also nur noch Koppel und Spazierengehen, aber das ist auch o.k.. Man muß nur auf die Signale hören, aber so sensibel bist Du, wie ich Dich hier erlebt habe. Hätte ich nicht genug mit meinem "Esel" zu tun, ich könnte fast Lust drauf kriegen, mir eine ältere Stute zu schnappen und zu verwöhnen. Sie faszinieren mich und ich könnte ihnen stundenlang "zuhören", was sie so zu erzählen haben. :D Bevor ihr mich für verrückt haltet, hör ich auf, aber ich komme immer ins Schwärmen, wenns um ältere Stuten geht. Jüngere sind für mich zu zickig, da bevorzuge ich Hengste oder Wallache, aber über reife Pferdedamen lasse ich nix kommen. ;)
Fast beneide ich Dich ein wenig, Juliane... aber gönnen tu ich es Dir und vor allem der Stute und das mußt Du Dir sagen lassen, weil es so ist.... Du machst das toll.
Liebe Grüße

Mascha
03.03.2003, 14:48
Original geschrieben von minoumietz
die sache mit den anzügen,
die anzüge sind wie hebel, je länger der hebel, und je enger der kinnriemen, desto höher ist der druck auf die nase.
genauso bei der kandare, je länger die anzüge desto schärfer der druck auf die kinnlade. Klar sind die Anzüge Hebel... :confused: Ich habe mal gelesen, dass die Wirkung bei gebrochenen Gebissstücken bzw. biegsamen Nasenriemen eben anders sei. Darum seien Westernzäumungen mit langen Anzügen sanfter als solche mit kurzen. Begriffen habe ich das nicht...

Sei's drum. :rolleyes:

minoumietz
03.03.2003, 20:55
was du gelesen hast ist schon richtig, schon eine einfach gebrochene wassertrense kann in einer harten zügelhand ein wares folterinstument sein, wogegen eine scharfe kandare in einer geübten ruhigen hand äußerserst sanft sein kann. grundsätzlich aber verstärkt sich der druck aufs maul oder besser der druck der aufs maul ausgeübt werden kann um ein vielfaches je länger die anzüge sind. das heißt aber auch, das man mit einer kandare viel feinere hilfen als mit einer normalen trense geben kann..... wenn man es gelernt hat d.h. pferd und reiter. gruß minoumietz

minoumietz
03.03.2003, 21:12
auch von mir war das kein angriff. außerdem bin ich davon ausgegangen daß es sich hier um diese eine angst handelt. ich kenne dich leider nicht, und kenne deine erfahrungen nicht, aber meiner erfahrung nach und die ist beträchtlich, haben die wenigsten pferde schwierigkeiten mit einer umstellung auf gebisslose zäumungen. bisher dauerte das in der regel genau einen ritt. gut du hast recht, man muß wissen wie.
ich würde dich gerne näher kennenlernen ich denke der eine oder andere erfahrungsaustausch wäre sicher klasse.
e-mail: minoumietz@web.de
würde mich freuen was von dir zu hören.
gruß stefanie

minoumietz
03.03.2003, 21:20
einfach nur respekt mit deinem vollblüter.
sidepull ist echt klasse.
grade ist meine freundin hier, und die reitet ausschließlich mit einem merothschen reithalfter.
auch sie ist begeistert. ihr dully mag die trense auch nicht, er geht damit steif und gefühllos. auch er ist schon alt und verdorben worden. er geht mit trense, aber ungern, also reitet sie gebisslos. reiter glücklich, pferd glücklich, besitzerin glücklich. also passts.
du bist aus mittelfranken, ich aus niederbayern mein angebot für anna gilt auch für dich: e-mail minoumietz@web.de
rühr dich ruhig mal.
gruß stefanie

minoumietz
03.03.2003, 21:24
auch dir glückwunsch.
es war ja nur ein vorschlag, ich hätte nicht gedacht, daß er solche wellen schlägt.
viel spass mit deiner süssen.
gruß deine stefanie