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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gassi gehen wird zum Problem.....



Yucatan
10.05.2002, 20:56
Hallo Ihr Lieben,

seit ca. einer Woche haben wir das Problem daß unser "Junior"
in der näheren Umgebung unseres Hauses nicht mehr Gassi gehen mag.
Als wir Ihn bekommen haben ging er ohne weiteres mit uns mit - aber inzwischen bekommen wir ihn nicht mehr weiter weg wie bis zur Hofeinfahrt.
Wir haben schon alles mögliche versucht - es hilft kein lieb zureden, kein an die Leine nehmen und es helfen auch keine Leckerlies.
Ok, sagen wir mal so, die ersten 20 Meter kann man ihn mit Leckerlies noch locken, aber wenn er mal gemerkt hat daß er dafür laufen muss, läuft er schnurstraks zurück nach Hause oder bleibt einfach auf der Stelle sitzen!!! :confused:

Wenn wir mit Ihm wegfahren, läuft er allerdings ohne jegliche Probleme mit uns mit....................

Habt ihr irgendeine Idee, an was das liegen könnte oder wie wir ihn davon wegbekommen könnten - wäre wirklich um jede Hilfe dankbar!!

Liebe Grüsse
Isa+Labo

Burgfräulein
10.05.2002, 22:46
Hallo,
für mich hört sich das an, als wenn dein Junior Angst hat. Ist vor einer Woche irgendwas vorgefallen, was ihn erschreckt hat? Überleg mal, kann eine Kleinigkeit gewesen sein, die dir selber gar nicht besonders aufgefallen ist, dem Hund aber einen Riesenschreck eingejagt hat.
Meiner Hündin ist, als ich sie gerade mal 2 Tage hatte, auf einem Weg ein Briard entgegengekommen, sie hat den Hund nur gesehen und ist schreiend weggerannt. Ich habe damals ewig gebraucht, bis sie wieder diesen Weg gegangen ist. Und selbst heute noch, nach 4 Jahren, geht sie diesen Weg nicht gerne, dreht sich immer wieder um, als wenn jemand hinter uns herkäme.
Du darfst auf jeden Fall nicht nachgeben und immer wieder mit dem Kleinen rausgehen, aber auf keinen Fall schimpfen, ihn aber sehr loben, wenn er ein paar Schritte mitkommt.
LG, Burgfräulein

Flocke
10.05.2002, 23:57
Hallo,

wie alt ist euer "Junior"? Und wie habt ihr euch bis jetzt verhalten, wenn alles Locken keinen Erfolgt hatte? Habt ihr ihn dann weiter getragen?

Inge1810
11.05.2002, 00:20
Indem Ihr ihm lieb zuredet, wenn er grad nicht weitergehen will, bestätigt Ihr ihn genau darin und es wird sich immer weiter verstärken. So schwer es einem auch fallen mag, ignorieren und weitergehen. Der Hund ist irgendwann gezwungen nachzukommen, es sei denn, er will sich Blasen auf dem Hintern holen ;) Wenn er angstfrei und locker läuft, dann loben und Leckerle geben, dann bestätigt Ihr nämlich genau das. Der Hund bezieht die Zuwendung nur auf den Moment. Wenn er bockt und Ihr mit lieblicher Stimme z.B. ein "du brauchst doch keine angst zu haben, wir sind doch da, also lauf doch bitte weiter" wird der Hund das nicht als solches verstehen, sondern "ja schön, wie du dich weigerst weiterzugehen, bleib ruhig sitzen, denn genau das erwarten wir von dir". Egal in welchen Situationen er Angst zeigt, nicht bestätigen, denn dann wird er immer ängstlicher und im schlimmsten Fall zum Angstbeißer. Seid Ihr in der Welpenspielstunde? Daß er woanders problemlos läuft, zeigt meiner Meinung nach nur, daß er bereits kombiniert und gelernt hat, auf der Strecke erwarten die das von mir, denn er wird ja bestätigt.

Cockerfreundin
11.05.2002, 19:43
Hallo! Mich würde auch das Alter eures Hundes interessieren. Meiner (jetzt 13 Monate) hatte so mit 4/ 5 Monaten auch mal so eine Phase. Wenn er auf stur geschaltet hat, hab ich ihn einfach hochgenommen und bis zur nächsten Straßenecke getragen (geht bei nem Cocker noch recht problemlos) und dann gings auf 4 Pfoten weiter. Inzwischen hat sich das Ganze ausgewachsen und ist auch nicht wieder aufgetaucht. Habe ähnliches übrigens auch von anderen Junghundebesitzern schon gehört. Falls also kein Negativerlebnis vorliegt, kann es durchaus am Alter liegen. Gruß, Annette

Yucatan
11.05.2002, 22:06
Hallo Leutchens,

zunächst mal vielen Dank für die Tips von Euch - also unser Junior ist seit gestern 12 Wochen alt, ich weiss ist noch jung aber trotzdem muss er es ja lernen.

Hmmm, vor einer Woche als wir mit ihm rausgehen wollten,
hat der Nachbarshund angefangen zu kläffen wie ein verrückter, ich glaube dass er sich da recht erschrocken hat.

Als es angefangen hat daß er nicht merh laufen wollte, da haben wir ihn teilweise auch hochgenommen und einStück getragen, aber auch das hat nicht viel gebracht, da wo wir ihn abgesetzt haben ist er entweden sitzen geblieben oder trotzdem wieder schnurstracks nach Hause gelaufen.

Inzwischen bin ich bzw. sind wir soweit dass wir ihn mitziehen obs ihm passt oder nicht und wenn er dann ein Stück weit mitläuft loben wir ihn ganz dolle und er bekommt ein Leckerchen!

Wenn wir schon zu Hause mit der Leckerliedose vor seiner Nase rumwedeln, dann geht er auch besser mit - dauert zwar 2 oder 3 Minuten bis er mitlaufen mag, also trotzdem kleines Stück ziehen am Anfang, aber dann geht er schon mit.

Hoffe es wird wieder besser, denn am Anfang lief er ja auch immer anstandslos mit - nur der doofe Dackel vom Nachbar............. *heul*

Hmm, jetzt aber mal noch ne andere Frage - was können wir denn tun wenn er sich in Sachen verbeisst und die nicht mehr auslässt, auch nicht mit gutem Zureden und loben.
Ab und zu beisst er auch bei uns recht dolle in die Hände oder schleicht sich beim spielen von hinten an und fängt an uns zu knabbern an.
Ich denke zwar dass er nur spielen möchte, dabei aber seine Grenzen nicht kennt und auch wenn wir ihn schimpfen nicht locker lässt.
Gestern z.B. nachdem ich ihn davon abgehalten habe hat er angefangen mich zu verbellen - irgend ne Idee an was es liegen könnte oder ob das wohl von selber mal besser wird???

Liebe Grüsse und Danke schon mal für eure guten Ratschläge
Isa + Labo

Chris62
12.05.2002, 16:49
hallo isa!
dein kleiner ist noch sehr jung und wie es scheint sehr ängstlich.
du solltest ihn spielerisch an neue situationen gewöhnen. versuch ihm also im spiel immer ein paar meter mehr von eurem grundstück zu lotzen. auch solltest du versuchen ihm so viele neue eindrücke wie möglich zu vermitteln. ich meine, plane einen stadtgang wöchentlich ein, zeig ihm fremde leute, auch männer mit hut und regenschirm, rollstuhlfahrer ect.
natürlich solltest du ihn nicht überfordern. ein paar minuten in der stadt sollten am anfang reichen. auch solltest du versuchen, dass diese eindrücke stets positiv sind.
ich möchte dir auch das buch von ekard lind " richtig spielen mit hunden " sehr ans herz legen.
du könntest von anfang an viele fehler vermeiden, die die meisten hundahalter machen und das betrifft die gesamte erziehung. der titel " richtig spielen mit hunden" verwirrt ein bißchen. zwar gibt er tipps wie man mit seinem hund richtig spielt und wie sich das richtige spiel von anfang an auf die gesamte erziehung auswirkt und das falsche natürlich auch, aber e. lind geht auch sehr intensiv in die materie hund ein.
ich kann es shr empfehlen.
liebe grüße gaby

Yucatan
12.05.2002, 20:18
Hallo Gaby,

danke für den Buchtip, werde mal sehen wo ich das Buch auftreiben kann :)

Hmm, weil du meintest unser Junior wäre recht ängstlich - also wir unternehmen sehr viel mit ihm, er hat viel Kontakt zu anderen Menschen, auch vor Radfahrern, Scater und Rollerfahrern hat er keine Angst.
Wenn wir mit ihm in die Stadt gehen hat er keinerlei Probleme mit den vielen Menschen oder mit den Autos.
Laute Musik ( waren heute mit ihm im Festzelt ) ist auch überhaupt kein Thema.
Er erschrickt sich vor fast nix, andere Hunde lassen ihn ( fast )
völlig kalt - nur in unserer Umgebung hat er mit dem Gassi gehen ein Problem.
Denke es lag wirklich am Nachbarshund, denn als der angefetzt kam mit lautstarkem Gebell hat er sich wohl doch etwas erschrocken.
Ansonsten haben wir bis dato null Probleme in Bezug auf Ängstlichkeit bei ihm entdeckt.

Liebe Grüsse aus Niederbayern
Isa + Labo

Alpha
12.05.2002, 23:39
Als kleine Erklärung,bevor das o. geschriebene von irgendjem.geglaubt wird:Wenn man Hund "beruhigt" ist es natürlich nicht so,daß man sein Verhalten als "so machts Du das richtig,Fiffi" bestärkt-sondern ,da Hunde Beruhigen wie auch Belohnen nicht kennen,verhält man sich für Hund "auffallend komisch"da nicht artgemäß und Hund wird bestärkt in der Annahme,irgendetwas stimme gerade tatsächlich nicht und verfällt erst recht in Panik.

Alpha
12.05.2002, 23:46
Falsch wäre es:
Hund auf dem Arm ein Stück zu tragen
ihn zu "beruhigen"
lange mit ihm da stehen bleiben
ihm Beachtung schenken
selber damit "zu rechnen",daß Hund gleich stehenbleiben wird.
Richtig wäre es,sich nicht um die Spirenzkes des Hundes zu kümmern und ihm zu zeigen:wir gehen jetzt wohl hier lang,auch wenn Du bockst.Und bloß nicht Locken und Leckerchen reinwürgen-Du solltest die Ursache bekämpfen,nicht nach Auswegen suchen!
Ein kläffender Hund wird sicherlich nicht für sein Verhalten zu verantworten sein(ist wohl auch eher ein Witz gewesen,oder?).Der Hund nimmt Dir nicht ganz ab,daß da,wo DU hinwillst und gehst,wirklich alles in Ordnung ist.Arbeite daran,daß er Dir maln bißchen zutraut.
Alpha

Yucatan
13.05.2002, 11:14
Hallo Alpha,

also irgendwie weiss ich auch nicht so recht - du meinst der Hund traut mir nicht richtig?!?

Wie kann ich es mir dann erklären daß er EGAL wo ich mit ihm hingehe, keine Angst zeigt????

Auch bei uns in der Umgebung lief er immer schön mit - eben bis zu dem Tag als ihn der Hund verbellt hatte.
Welche andere Erklärung sollte es sonst geben???

Gruss
Isa + Labo

Chris62
13.05.2002, 11:39
hallo isa!


Ein kläffender Hund wird sicherlich nicht für sein Verhalten zu verantworten sein(ist wohl auch eher ein Witz gewesen,oder?).

so unwahrscheinlich ist das gar nicht.
der welpe hat schlechte erfahrungen gemacht und demonstriert sein verhalten durch vorsicht. negative begegnungen KÖNNEN im zeitraum der 8. - 12. woche zu sichtlichen angstreaktionen führen. in dieser zeit macht ein welpe die "angstphase " durch und erlernt die lebensnotwendige vorsicht auch allem neuen und unbekannten gegenüber. es ist also nicht damit getan diese "angst "einfach zu übersehen. damit würdest du ihm sicherlich auf dauer das vorsichtverhalten aberziehen.
wenn also ein welpe in diesem zeitraum einen negative begegnung hatte, oder sogar gebissen wurde, so KANN eine einzige schlechte erfahrung lebenslang traumatische nachwirkungen haben. das kommt aber ganz auf den typ hund an. du tätest also gut daran auf diese " angst", denn die scheint er ja zu haben, einzugehen.
mit eingehen meine ich allerdings nicht trösten o.ä., aber zumindest solltest du dich ohne leine vorsichtig einige meter vom besagten grundstück entfernen und dich, in den augen deines hundes vergewissern, das alles in ordnung ist.
es hört sich jetzt vielleicht ein bißchen blöd an, aber hüpf und tanz einfach herum und
zieh sein lieblingsspielzeug aus der tasche und spiel du damit. ich verwette meinen allerwertesten, das der kleine durch diese MO zu dir kommen wird.
durch dieses verhalten bist du immernoch das alpha - tier, hast dann aber das wichtigste demonstriert - VORSICHTVERHALTEN-
liebe grüße
gaby

Yucatan
14.05.2002, 10:42
Hallo Freunde,

tausend Dank schon mal an euch alle!!!!

Seit gestern abend geht unser Junior wieder mit uns Gassi - keine Bestechungsversuche nötig, nur nach der Hofeinfahrt einmal kurz mit der Leine ziehen und schwups kommt unser Wuffi mit :p

Die Bücher die mir empfohlen wurden habe ich mit gestern bestellt - bin schon ganz begierig darauf endlich darin stöbern zu können, hoffentlich sind sie bald da.......... *wart*

Liebe Grüsse aus Niederbayern
Isa + Labo