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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : von wegen... verfressener Cocker...



Cockerfreundin
10.05.2002, 18:14
Hallo, liebe Hundefreunde!
Cocker Spaniel gelten ja gemeinhin als total verfressen. Auf meinen (13 Monate/ 12,5 kg -mit Mühen!!-) trifft das allerdings seit ca. 2 Monaten überhaupt nicht mehr zu - im Gegenteil. Er ist gesund und munter (rund 4 Stunden Bewegung im freien pro Tag bei Wind und Wetter), aber sein Futter (Royal Canin TroFu + die ein oder andere feuchte Beilage) muss ich ihm jedes Mal (2x pro Tag) mit großem Brimborium kredenzen, damit er das Napf überhaupt anrührt. Meistens leert er es dann ruckzuck. Da Basti das TroFu gut verträgt (Verdauungsmäßig), möchte ich es als Hauptbestandtteil gerne dabei belassen. Allerdings setzt er seit ca. 2 Monaten (Beginn der Geschlechtsreife) nicht mehr zu gewichtsmäßig und wenn ich die Menge erhöhe, lässt er genau die + - Menge zurück. Persönlich bin ich mit seinem Gewicht (12,5 kg bei 39 cm Schulterhöhe) sehr zufrieden, muss mir aber in letzter Zeit von Fachleuten (Züchterin, andere Züchter) mahnend anhören, mein Hund sei "zu dünn". Weshalb ich es irgendwie nicht mehr so gelassen hinnehmen kann, wenn mein "kleiner Prinz" mal wieder in seinem Futter herumstochert oder sich nach 3-5 Minuten gnädiger Weise an sein Napf begibt.
Frage: 1. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen und wie reagiert Ihr darauf? 2. Kann das veränderte Fressverhalten tatsächlich mit dem Beginn der Geschlechtsreife zusammenhängen?? Herzliche Grüße, Annette
PS: Leckerlis werden übrigens nach wie vor gerne genommen ;-))

Ivonne
10.05.2002, 18:23
Hi Annette,

Aussitzen! Einfach aussitzen!

Kein Brimborium ums Futter machen, wenn er meint, er muß nicht fressen, dann kommt das Futter nach 10 Minuten wieder weg.
Und wenn er meint, den nächsten Tag auch nicht fressen zu müssen, dann kommt das Futter nach 10 Minuten auch wieder weg.
Das prägt sich ganz schnell ein: "Oh toll, Frauchen macht mir den Hampelmann, damit ich fresse. Das find ich gut, sollse gleich nochmal machen." Und damit dominiert Dich Dein Hund.

Dann natürlich auch kein Lecker oder sonstwas zwischendurch.
Er wird irgendwann Hunger haben, und wieder fressen.

Denn er frißt ja Leckerchen, also kanns soooo schlimm ja nicht sein. :D

Ich schätze, er vereiert Dich ein bißchen, und kuckt mal, wie weit er gehen kann. Kann in dem Zusammenhang gut an dem Alter liegen, klar.

Ich wette mit Dir, haust Du ihm ne Dose Chappi ins Napf, ist die ruckzuck alle.


So per Ferndiagnose natürlich immer schwer zu sagen, aber so wie sich dein Post liest, würde das ganz gut hinkommen.

Viel Glück und halt uns auf dem Laufenden!

Lieben Gruß
Ivonne

Cockerfreundin
10.05.2002, 18:47
Hallo, Yvonne!

Aussitzen! Einfach aussitzen!

Werde mich bemühen und berichten (von wegen: westfälischer Dickschädel// fränkischer Hundesturkopf)


Ich wette mit Dir, haust Du ihm ne Dose Chappi ins Napf, ist die ruckzuck alle.

Das probier ich glatt mal aus - gleich morgen! Die Ölsardinenbeilage heute musste erst von Hand angefüttert werden ;-)), damit es weitergeht .... schlabber schlabber...

Jetzt liegt er satt und zufrieden und schläfrig neben mir und hört dem Klappern der Tastatur zu.


Viel Glück und halt uns auf dem Laufenden!

Mach ich! Schöne Grüße nach Bremen!
Annette

Topsy
12.05.2002, 10:39
Hallo,

ich hatte öfter über Tage die mäkelige Cockerhündin meiner Nachbarn zu Gast. Sie bekam von mir ganz normales Hundefutter hingestellt und wenn sie es nach 10 Minuten nicht anrührte wieder weggenommen. Es dauerte 2 Tage und sie fraß mit Genuß alles, worüber sich die Besitzer wunderten. Wenn ein Hund gesund ist, verhungert er nicht. Das Problem ist, dass viele Hunde ihre Halter erziehen und so zu mäkeligen Fressern werden :D . Ich hatte schon öfter mäkelige Pfleghunde zu Gast, aber nach kurzer Zeit haben sie ALLE gefressen. Der TV-Tierarzt Dr. Spanngenberg sagte mal: "Es gibt dünne Hunde wie es auch dünne Menschen gibt und solange sie gesund und munter sind ist alles Ok." Es ist auch gesünder etwas dünner zu sein, als zu dick. Also wenn Dein Hund gesund und lebhaft ist, mach dir nicht zu viele Sorgen ;) .

Liebe Grüße

Elke und Topsy, die nie genug im Napf hat :D

Inge1810
12.05.2002, 11:40
Mit Hunden ist es doch fast das Gleiche wie mit Kindern... Ich wundere mich immer wieder. Bei meinem Sohn wurde mir ständig eingeredet, er ist zu dünn, bis mir eine Ärztin sagte, daß das Blödsinn sei. Er ist nicht zu dünn, die anderen sind zu dick. Bei meinem Hund ist das ähnlich. Sie ist noch im Wachstum und ich hielt sie trotzdem auch fast schon für zu dünn, bis mir der Tierarzt sagte, "nene, die könnte sogar noch etwas dünner sein". Eine Ernährungsberaterin auf der Hundemesse in Nürnberg war begeistert und sagte mir, das wäre nach dem Schock vom Vortag eine richtige Wohltat, einen Hund mit der richtigen Figur zu sehen. Sie hatte wohl nur moppelige auf ihrer Waage stehen. Es scheint eine eingeredete Macke zu sein, von wegen rund und gesund... Wie Topsy und Ivonne bereits sagten, ein gesunder Hund verhungert nicht freiwillig. Stell nur die Erpresserei ab und alles ist gut ;)

Cockerfreundin
12.05.2002, 19:21
kurze Zwischenmeldung.... erst mal danke für alle ermutigenden Beiträge von Euch erfahrenen Hundebesitzern... wahrscheinlich mache ICH mir wirklich zu viele Gedanken (von wegen: der arme Kleine... irgendetwas MUSS er doch haben, wenn er nicht frisst...) und so schleppt sich Fraule mit Dosen ab, kocht diverse Köstlichkeiten... und der kleine Prinz reibt sich vor Schadenfreude das Bäuchlein...

Also - ab morgen früh ist Schluss mit lustig... 2x am Tag Trofu und sonst nischt... und dann mal schaun, wann der Hunger kommt.

Mittlerweile erscheint es mir übrigens gar nicht mehr so abwegig, dass diese Futtermäkelei gerade jetzt ihren Höhepunkt erreicht. Gehen wir doch seit 6 Wochen zum Führ- und Unterordnungslehrgang beim Spaniel-Club (wo sich mein Kleiner übrigens von der besten seite zeigt) - heisst: ich lerne das Führen und er, sich unterzuordnen.... :-))

Grüße von Annette und Basti