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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FiP mit 6 Jahren?



Mammi
25.01.2003, 15:24
Mir brennt da eine Frage unter den Nägeln:

Ich habe bis jetzt immer nur von FiP gehört in Zusammenhang mit kleinen Katzen oder älteren Katzen. Da jetzt FiP-Verdacht bei Samson besteht frage ich mich, wie das bei einem Kater von 6 Jahren ist. Und - wie lange dauert das mit der Ansteckung eigentlich?

Ich habe gerade im Netz gesucht, allerhand Info gefunden, aber zu der Altersfrage eben nichts. Wer kann mir helfen.

BITTE SCHNELL! Ich werd' sonst noch wahnsinnig!

Mammi :(

catweazlecat
25.01.2003, 16:11
Hallo Mammi

also FIP ist eine Immunschwächeerkrankung die überwiegend sehr junge oder schon ältere Tiere betrifft weil deren Immunsystem meist nicht so wiederstandsfähig ist wie bei normalen, erwachsenen Tieren.
Das heisst aber nicht das ein 6jähriger Kater keinesfalls an einem FIP-Ausbruch erkranken könnte. Dazu muss das Tier nur eine schwächere Abwehrkraft haben oder auch extremen Stress um sein Immunsystem zu schwächen oder lahmzulegen.

Ich weiss nicht weshalb dein Verdacht besteht aber ich möchte dich insoweit beruhigen das FIP - selbst wenn der Corona-Titer erhöht ist - nicht unbedingt auch ausbrechen muss.

Alles Gute!

Renate W.
25.01.2003, 21:16
Hallo Mammi,

zuerst möchte ich dir sagen, dass der Coronaviren-Antikörpertiter (1:800, richtig ?) auch hoch sein kann, weil Samson krank ist. Daran solltest du jetzt denken und nicht an das Allerschlimmste.

Zwischen der Ansteckung (Infektion) und dem Ausbruch der Krankheit (erste Symptome) kann eine Zeitspanne von Wochen, Monaten oder Jahren liegen.

Es ist daher sehr wohl möglich, dass Coronaviren irgendwann im Leben einer Katze zu FIP-Viren mutieren und sie an FIP erkrankt. Die häufigsten Fälle sind bei sehr jungen Tieren und bei älteren Tieren (über 13 Jahre), aber die Möglichkeit des Krankheitsausbruchs besteht bei Tieren jeden Alters.

Mammi
25.01.2003, 22:45
Labor hin und her. Ich bilde mir ein - eigentlich habe ich es gesehen! - dass Samson jetzt einen vermehrten Bauchumfang hat. Sieht jedenfalls so aus, wenn er steht (wenn er mal steht).
Ich bin jetzt hin und hergerissen. Wenn ich nur wüsste, woran ich bin.
Sollte Samson FiP haben, will ich ihn auf jeden Fall nicht leiden lassen. Aber woher soll ich das denn wissen?
Bringt es denn was, es mit irgendeiner Kortison-Behandlung zu versuchen?
Eine traurige Mammi

Renate W.
25.01.2003, 22:55
Hallo Mammi,

dein Posting erschüttert mich.

Wenn der Bauchumfang vermehrt ist, wird der TA eine Punktion machen und die "Flüssigkeit im Bauchraum" im Labor untersuchen lassen.

Bei FIP gibt es keine Behandlung, die Krankheit endet mit dem Tod, wobei die definitive Diagnose erst am verstorbenen Tier gestellt werden kann.

Bin jetzt ganz durcheinander, sende aber

Berglöwe
25.01.2003, 23:02
Hey Mammi,

meine Mietze war auch an FIP erkrankt und uns wurde gesagt sie könnte jeden Tag sterben. Aber vielleicht auch noch Monate oder Jahre überleben. Als FIP festgestellt wurde war sie 8 Jahre alt.

Bei ihr ist es wohl nie zum Ausbruch gekommen und sie wurde fast 18 Jahre alt. Ist das für Dich vielleicht ein Trost ??? Ich mußte sie dann wegen Nierenversagens einschläfern lassen.

Du mußt halt darauf achten, das er kein Stress hat, um einen
Ausbruch der Krankheit zu verhindern.

LG Berglöwe

Mammi
25.01.2003, 23:11
Hallo!
Mich macht es einfach fertig, wie Samson aussieht. Der putzt sich nicht mal mehr!
Heute mittag bin ich hier ein bisschen im Netz gesurft und was ich da so zu dem Thema gefunden habe, war auch nicht gerade aufmunternd.
Es tut allerdings gut, auch mal zwischendurch was positives zu lesen! DANKE!
Ich sitz jetzt hier und mir laufen die Tränen die Wangen runter. Der arme Kerl liegt da und schleppt sich nur gelegentlich mal irgendwohin.
Fressen ist jetzt gar nicht mehr - nicht mal den Thunfisch bzw. den "eigenen Saft" schlabbert er. Der dreht sich nur angewidert weg.
Ich habe ihm heute mittag ein bissi Vitaminpaste auf die Pfote geschmiert, die war vorhin immer noch auf der Pfote. Ich hab' sie ihm jetzt weggeputzt.
Am schlimmsten finde ich diese TÄ - Dienstag Antibiotika, Donnerstag Antibiotika und jetzt gar nix mehr? Sie möchte erstmal die Elektrophorese am Montag abwarten...
Sch....
Mammi

Berglöwe
25.01.2003, 23:18
Hallo Mammi,

das hört sich aber gar nicht gut an, was Du so erzählst:(

Nachdenkliche und traurige Grüße
von Berglöwe:(

Renate W.
25.01.2003, 23:23
Hallo Mammi,

man soll die Hoffnung nie aufgeben, aber wie du alles beschreibst .......

Fühl dich ganz fest gedrückt.

Traurige, aber

sad.1980
26.01.2003, 18:10
Hallo Mammi!!!

Ich hoffe Deinem Kater geht es wieder besser.
Mir geht es zur Zeit genauso wie Dir. Mein Kater Tango muss ich morgen einschläfern lassen. Er ist erst 12 Wochen alt. Ihm wurde ein ganzes Colaglas eitriges Wasser aus dem Bauch geholt und gestestet. Und natürlich mit dem Ergebnis FIP. Jetzt habe ic natürlich tierische Angst um meinen zweiten Kater, der aus dem selben Wurf ist. Ich hoffe er erkrankt nicht.

:( Sad

Berglöwe
26.01.2003, 19:13
Hallo Sad,

das ist ja unsagbar traurig. Ich hoffe, Du hast morgen alle Kraft dieser Welt, um das so einigermaßen zu verkraften. Ich möchte nicht an Deiner Stelle sein:(

Aber wir drücken Dir alle Daumen und Pfötchen, dass Katerchen Cash sich nicht infiziert hat.

Liebe Grüße
von Berglöwe + Aemy

Mammi
26.01.2003, 19:17
Hallo Sad!
Das tut mir echt leid mit Deinem Tango - das macht einen echt krank, dass man da nix dagegen tun kann - ich drücke Deinem 2. Miezekater gaaanz fest die Daumen. Halt durch!
Aber - wie lange hat das denn mit Tango gedauert von der Feststellung FiP und dem ... (Ende?).
Tut mir leid, wenn ich so "herzlos" frage, aber irgendwie höre ich immer nur, das geht dann schnell usw.
Samson geht es immer noch nicht besser. Ich habe ihm vorhin mit der Einmalspritze ein bisschen Futter mit Vitaminpaste verabreicht - aber wenigstens hat er sich danach das Mäulchen geputzt. Ich gebe nicht auf!
Mammi

Renate W.
26.01.2003, 19:36
@ Sad,

ich wünsche dir alle Kraft, dass du den morgigen Tag überstehen kannst und hoffe sehr, dass dein zweites Katerchen nicht erkrankt.

@ Mammi,

sollte sich der FIP-Verdacht bestätigen, kann man den Krankheitsverlauf nicht in Tagen messen - ist sicher individuell verschieden.
Da ist jeder Katzenhalter durch seine Beobachtungen gefragt und der TA, der unterstützend bei der schweren Entscheidung helfen wird.

Wenn sich die Krankheit so weit entwickelt hat, dass die Katze erheblich leidet (z.B. Atemnot) oder völlig apathisch wird, sollte man sie erlösen.

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass sich der Verdacht nicht bestätigt (es gibt auch andere Krankheiten, wo sich Flüssigkeit im Bauchraum ansammelt).

Mammi
26.01.2003, 19:40
@ Renate

Vielen Dank für Deine Aufmunterung. Ich bin im Moment völlig hin- und hergerissen zwischen Heulkrampf und Trotzigkeit.
Aber - weisst Du vielleicht etwas darüber, ob das Immunsystem nun gestärkt werden soll bei FiP oder nicht?
Mammi

Renate W.
26.01.2003, 19:57
Hallo Mammi,

es ist nur allzu gut nachzuvollziehen, dass du zwischen Verzweiflung und "kämpfen wollen" hin und hergerissen bist.

Spontan sage ich "Immunsystem nicht stärken" - habe aber auf meiner HP einige Links zum Thema FIP, werde mal nachlesen.

Immunsystem stärken nur, wenn die Katze einen Antikörper gegen Coronaviren aufweist, aber keinerlei Krankheitssymtome hat.

Ich bin mir nicht sicher, also bitte noch nicht als endgültige Aussage betrachten, wollte dir nur schnell antworten.

Mammi
26.01.2003, 20:02
Danke für die schnelle Info!
Bin heute den ganzen Tag durchs Netz gesurft und habe versucht, mich schlauzumachen.
Habe auch einiges an interessantem Material gefunden.
Allerdings habe ich auch auf irgendeiner Seite gelesen, dass in einem Test bei den geimpften Katzen (ich glaube, die hatten vorher schon einen positiven Titer), die man mit FiP-Viren in Kontakt gebracht hatte, auch FiP ausgebrochen ist.
Jetzt hoffe ich nur, dass wir mit der Nachholimpfung im November nix falsch gemacht haben....
Allerdings hatte unsere TÄ dazu geraten w/Eddies hohem Titer.
Ich muss jetzt einfach morgen abwarten und dann weitersehen.
Nochmals danke!
Mammi

Renate W.
26.01.2003, 23:20
Hallo Mammi,

wenn ich den Worten meines Tierarztes trauen kann, dann hilft die Impfung bei nachgewiesenen Antikörpern gegen Coronaviren nicht, aber sie schadet auch nicht.

Wobei ich sagen muss, dass unser TA nur nach "negativem" Antikörpertiter-Test impft.

Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was nun wirklich stimmt.

Ich drücke Daumen für Morgen.

Tiggerbaby
26.01.2003, 23:46
Hallo Mammi,

da kann ich Renate nur zustimmen. Wie Du eventuell in einigen Beiträgen von uns schon mit bekommen hast, hat unser Tiggerbaby einen Titerwert von 1:1600. Nach Rücksprache mit unserer TÄ verabreichen wir unserem Katerle jeden Abend Echinacea als Globuli. Was man wirklich auf keinen Fall tun sollte ist zu versuchen das Immunsystem zu stärken wenn der Virus schon mutiert/ausgebrochen ist. Das schadet mehr als es nützt.
Auch wir drücken Dir ganz fest die Daumen und werden morgen an Dich denken!!!

Liebe Grüße

Steffi